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Kapitel 12, Yusuf (Josef) (Teil 2 von 2)

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Beschreibung: Eine kurze Erläuterung des 12. Kapitels (Verse 67-111) des Heiligen Qur´an.  Josef ist ein wichtiger Mann in der ägyptischen Regierung geworden und seine Brüder sind gekommen, um nach Getreide zu fragen.  Die Geschichte endet damit, dass Josef seine Identität enthüllt und mit seiner Familie vereint wird. 

  • von Aisha Stacey (© 2017 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 07 Aug 2017
  • Zuletzt verändert am 07 Aug 2017
  • Gedruckt: 9
  • Gesehen: 2302 (Tagesmittelwerte: 3)
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Verse 67-76 Die Brüder kehren zurück

Jakob gibt seinen Söhnen den Rat, vorsichtshalber nicht alle durch dasselbe Stadttor die Stadt zu betreten, doch gleichzeitig erzählt er ihm, dass ihnen das nicht gegen den Willen Gottes helfen wird.  Alle Macht liegt in den Händen Gottes, sagt Jakob. 

Die Söhne Jakobs stellen sich Josef vor und er nimmt seinen jüngsten Bruder (Benjamin) an die Seite und klärt ihn darüber auf, wer er ist.  Josef gibt seinen Brüdern eine Portion Getreide, aber er steckt sein Trinkgefäß in die Tasche seines jüngsten Bruders.  Irgend jemand schreit auf und bezichtigt die Karavane des Diebstahls.  ‘Was wird vermisst?’ fragen die Brüder.  ‘Der Trinkbecher des Königs’, lautet die Antwort, ‘und wer ihn zurück bringt, bekommt die Ladung eines Kamels an Getreide.’ 

Die Brüder antworten, dass sie nicht gekommen seien, um Unheil zu stiften.  Josefs Männer fragen die Brüder, welche Strafe einer erhalten sollte, wenn er lügt.  Sie antworten: ‘die Strafe ist die Versklavung der Person, in deren Tasche ihr den Becher findet; so bestrafen wir die Übeltäter.’ Josef wollte nicht, dass seine Brüder nach dem ägyptischen Gesetz bestraft werden, aber er wollte die Gelegenheit haben, seinen Bruder bei sich zu behalten, während die anderen zu ihrem Vater Jakob zurückkehrten.  Die Taschen wurden durchsucht, und der Becher wurde bei den Sachen des jüngsten Bruders gefunden.  Gott erklärt, dass Er einen Plan für Josef gemacht hat und dass Er den Rang derer erhöht, die Er will.

Verse 77-82

Die Brüder weisen darauf hin, dass Benjamin der Dieb ist, aber Josef kontrolliert sich selbst und gibt seine Identität nicht preis.  Die Brüder baten darum, dass einer von ihnen anstelle seines Bruders bleiben dürfen; dies wurde abgelehnt.  Schließlich erinnerte sich der älteste Bruder an das Versprechen, das er seinem Vater gegeben hatte und schwor, in Ägypten zu bleiben, bis Jakob ihm die Erlaubnis gibt, s zu verlassen oder Gott entscheidet einen anderen Ausweg.  Die übrigen Brüder kehren zu ihrem Vater Jakob zurück und sagten ihm, sie haben alles versucht, um ihren Schwur einzuhalten, doch wir konnten nicht vorhersehen, dass er stehlen würde.  Frag die Menschen, die gereist sind, wenn ihr einen Beweis braucht. 

Verse 83-86

Ihr Vater sagte: ‘Nein!  Eure Seelen haben euch dazu verleitet, Übles zu tun!’ Er wandte sich von ihnen ab und sagte: ‘Ach, meine Trauer um Josef!’  Jakobs Augen wurden vor Kummer weiß (er erblindete) und die Brüder sagten: ‘Wenn du nicht damit aufhörst, über Josef nachzudenken, wirst du deine Gesundheit ruinieren oder sogar sterben.’  Er sagte: "Ich beklage nur meinen Kummer und meinen Gram vor Gott, und ich weiß von Gott, was ihr nicht wißt.’  Als diese neu Sorge Jakob überwältigte, war seine erste Reaktion, geduldig zu sein.  Er wußte, ganz ohne Zweifel, dass die Angelegenheiten seiner jüngsten Söhne von Gott kontrolliert wurden. 

Verse 87-98

Jakob sagte: ‘Meine Söhne, geht und bringt Neuigkeiten über Jakob und seinen Bruder in Erfahrung, und verzweifelt nicht an der Gnade Gottes - nur Ungläubige verzweifeln an der Gnade Gottes.’  Da standen sie wieder vor Josef, ohne seine Identität zu kennen.  Sie erklärten, dass ein Unglück ihre Familie getroffen habe und baten Josef um eine Wohltätigkeit.  Gott, so sprachen sie, belohne die Wohltäter.  Josef antwortete: ‘Wisst ihr noch, was ihr Josef angetan habt, als ihr unwissend gewesen seid?’  Die Brüder waren erstaunt, und fragten, ob er Josef sei, und er sagte: ‘Ich bin Josef.’  Sie sagten, Gott war uns wahrlich wohlgesonnen; wir tragen Schuld.  Josef antwortete, dass sie kein Tadel treffe, und dass Gott ihnen vergeben möge. 

Josef gab ihnen sein Hemd, wies sie an, dieses auf das Gesicht ihres Vaters zu legen und alles würde gut, dann sollten sie alle zurück kommen.  Zurück zuhause sagte Jakob, er könne Josef riechen und diejenigen, die mit ihm waren, betrachteten ihn mit Spott und dachten, er sei einer alten Illusion verfallen.  Als sie das Hemd auf Josefs Gesicht legten, kehrte sein Sehvermögen zurück und er sagte: ‘Habe ich euch nicht gesagt, dass ich Wissen von Gott habe, das ihr nicht besitzt?’  Die Brüder baten ihren Vater, ihnen zu vergeben und er antwortete, dass sein Herr der Allvergebende und Barmherzigste ist. 

Verse 99-101

Später, als die ganze Familie vor Josef erschien, zog er seine Eltern nahe zu sich und hieß sie Willkommen, indem er ihnen sagte, Gott wolle, dass sie sicher seien.  Sie alle verbeugten sich vor Josef und er bemerkte zu seinem Vater, dass dies die Erfüllung seines Traumes sei, den er vor so langer Zeit gehabt habe.  Josef sagte, dass Gott ihm gnädig gewesen war, nachdem Satan Uneinigkeit zwischen ihm und seinen Brüdern gesät hatte. Josef betete zu Gott, indem er Seinen Segen erkannte und Ihn darum bat, als Muslim zu leben und zu sterben und ihn mit den Rechtschaffenen zu vereinen. 

Die Geschichte von Josef ist eine Lektion für die gesamte Menschheit.  Wahre Geduld und die Fähigkeit zu vergeben, sind hohe Eigenschaften, wertvoll sich anzueignen.

Verse 102-111

So geht die Geschichte von Josef zu Ende und in diesem letzten Epilog aus 10 Versen teilt Gott Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, mit, dass dies die Geschichte war, die er zuvor nicht gekannt hatte und dass er nicht dabei gewesen war, als die Brüder ihre schlimmen Pläne ausgeheckt haben.  Gott sagt ihm dann weiter, dass er die Menschen nicht zum Glauben bringen kann, so sehr er es sich auch wünscht.  Gott erwähnt ebenfalls, dass Muhammad keinen Lohn verlangt, und doch ignorieren die Menschen die Zeichen in den Himmeln und der Erde und glauben nur an Gott, während sie Ihm Teilhaber zur Seite stellen. Wie können sie so sicher sein, dass die überwältigende Strafe oder die letzte Stunde sie nicht überrascht, wenn sie es am wenigsten erwarten?  Können die Menschen die Lektionen um sie herum nicht wahrnehmen; wie können sie reisen und die Dinge sehen, die den Ungläubigen geschehen, und immer noch nicht verstehen, haben sie denn keinen Verstand?  Hierin ist eine Lektion für diejenigen, die verstehen, es ist keine Erfindung; es ist eine Bestätigung der Wahrheit und eine Erklärung von allem (´alles´ bezieht sich auf die Geschichte von Josef oder auf die Religion im Ganzen oder vielleicht auf beides). 

In diesem Kapitel weist Gott den Propheten Muhammad darauf hin, dass der Wg lang und schwer sein mag, aber der endgültige Sieg ist für diejenigen, die Gottes bewußt und geduldig sind.

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