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Die Wahrheit ist eins (teil 1 von 2)

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Beschreibung: Der erste Teil eines logischen Arguments, das beweist, dass die Wahrheit absolut und nicht relativ ist, durch Untersuchung von Sitten und Moral verschiedener Zeiten und Orte.

  • von M. Abdulsalam (© 2006 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 11 Aug 2008
  • Zuletzt verändert am 30 Jul 2017
  • Gedruckt: 615
  • Gesehen: 23616 (Tagesmittelwerte: 6)
  • Bewertung: 3.3 von 5
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Wenn man über Religion spricht, hört man häufig die Feststellung, dass niemand das Recht besitzt, über den Glauben irgendeines anderen zu richten oder dass Religion die Privatangelegenheit einer Person sei, und wir könnten nicht sagen, was richtig und was falsch ist.  Durch die gesamte Geschichte hindurch haben die Gesellschaften ihre Gesetze und Werte auf "absoluten Wahrheiten" aufgebaut, die sie für "richtig" hielten, und dies aufgrund eines Textes von außen, der als übergeordnet angesehen wurde, oder aufgrund eines Charakterzuges, der in der angeborenen Natur des Menschen vorhanden ist, und der ihn bestimmte Dinge für gut und andere für schlecht halten lässt.  Bis zu einem gewissen Grad können Menschen zwischen gut und böse unterscheiden.  Beispielsweise betrachten alle Menschen, die ihrer natürlichen Veranlagung überlassen werden, ohne Beeinflussung ihres Verstandes, Kot und Urin als schmutzig.  Und auch bestimmte Taten, wie Stehlen, Töten und Lügen werden allgemein als schlecht anerkannt, während Wahrheit, Aufrichtigkeit und Ehre als edel betrachtet werden.  Dies ist aufgrund eines Charakterzuges so, mit dem alle Menschen erschaffen wurden, aber wie bereits oben erwähnt, ist dieser Sinn nur begrenzt. 

Wenn jemand sagt, dass man nicht das Recht besitzt, über den Glauben oder die Taten anderer zu richten, dann widersprechen sie sich eigentlich selbst.  Wenn du jemanden von diesen Menschen fragen würdest, ob das Töten von Kindern oder Selbstmord richtig und annehmbar ist, dann wird er natürlich antworten, dass es dies nicht ist.  Wenn wir aber bestimmte Gesellschaften und manche Religionen in Zentralamerika betrachten, so war Kindsmord für sie ein Weg, sich ihren Göttern zu nähern.  Und auch noch heutzutage gilt es bei den Hindus als lobenswert, wenn sich eine Frau nach dem Tod ihres Ehemanns selbst tötet.  Wenn jemand also wirklich glaubt, dass Religion etwas sei, das dem Einzelnen selbst überlassen bleiben müsse und dass niemand das Recht besäße, einzuschreiten oder sie zu richten, dann würde dies bedeuten, das Töten von Babies, denen, die es für lobenswert halten, zu erlauben, und dass die Menschen nicht das Recht hätten, darüber zu richten. 

Wenn wir diese Dinge auf dem Niveau des Individuums betrachteten, würden wir feststellen, dass jede Person ihre eigene Vorstellung von gut und böse besitzt, egal ob diese Vorstellung auf Religion, Gesetzen, Kultur oder individuellen Ansichten basiert.  Einer mag glauben, dass es durchaus annehmbar ist, Ehebruch zu begehen, während ein anderer denkt, es sei falsch.  Einer könnte meinen, es sei erlaubt, Drogen zu konsumieren, da es sich ja schließlich um seinen eigenen Körper handle, und andere halten dies für ein Verbrechen.  Niemand wäre in der Lage, zu sagen, was richtig oder falsch sei, und alle Menschen wären sich selbst überlassen und würden tun, was sie für "richtig" halten.

Wenn wir diesen Glauben in der Gesellschaft anwenden würden, hätten wir eine Gemeinschaft, die auf Anarchie gegründet ist, wo keine Gesetze erlassen oder angewendet werden, denn Gesetz basiert auf dem Prinzip, dass bestimmte Dinge gut und andere schlecht sind.  Wenn man sagt, dass es bestimmte Wahrheiten gibt, in denen alle Menschen übereinstimmen, und die als Gesetze angewendet werden können, so gilt diese Feststellung nur bis zu einer gewissen Grenze, denn wie wir festgestellt haben, besitzen alle Menschen einen angeborenen Charakterzug, der sie Richtig und Falsch unterscheiden lässt.  Aber wie wir gesehen haben, wird dieser Zug durch äußere Faktoren, wie Umwelt, Psyche oder Religion verändert, wodurch bestimmte Taten, die eigentlich allgemein als schlecht und unsittlich eingestuft werden, plötzlich angemessen und annehmbar erscheinen und manche Dinge, die mit der menschliches Natur eigentlich überhaupt nicht harmonieren, als Schlüssel zur Erlösung angesehen werden.  Dies lässt sich in demokratischen Gesellschaften beobachten, über deren Gesetze die Mehrheit bestimmt.  Wir sehen, dass viele Dinge, die als ungesetzlich oder unsittlich betrachtet werden, nun plötzlich gesellschaftlich anerkannt werden, bis zu dem Maße, dass jemand, wenn er eine andere Meinung zu dem Thema vertritt, als Außenseiter angesehen wird.

Aus diesem Grund kann es den Menschen nicht selbst überlassen bleiben, festzulegen, was richtig und was falsch ist.  Selbst in Gesellschaften mit derselben Religion, die eine Trennung von Religion und Staat festgelegt haben, unterscheiden sich ihre Ansichten doch ziemlich in dem, was in ihrer Gesellschaft richtig und was falsch ist, obwohl sie in den Dingen, die ihre Religion vorschreibt, übereinstimmen.  Was in Frankreich für ein angemessenes Alter für das Einverständnis zum Sex gehalten wird, wird in Amerika als Verführung Minderjähriger eingestuft.  Während Abtreibung in einem Land legal ist, ist sie in einem anderen ein Verbrechen; und wenn Homosexualität in einem Land als gültige Lebensweise anerkannt ist, gilt sie in einem anderen als große Sünde.

Wenn wir also jetzt sagen, dass die Wahrheit absolut und eins ist, und nicht relativ für jedes Individuum und jede Gesellschaft, dann lautet die nächste Frage: welches sind die Sitten, an denen man die Wahrheit erkennt und wer ist es, der sie festlegt?  Welche sind die Gesetze, die in der Gesellschaft angewendet werden sollten?  Sollten sie von Gesetzgebern und Richtern entschieden werden, die eine Stufe der "gesetzlichen Erleuchtung" erreicht haben; von Politikern, die normalerweise Entscheidungen zu ihrem eigenen Nutzen oder zum Nutzen ihrer eigenen Länder treffen oder von Philosophen, die durch eigenes Nachsinnen auf die universellen Wahrheiten gekommen sind?  Wie wir bereits zuvor gesehen haben, kann es nicht den Menschen überlassen bleiben, diese Dinge zu entscheiden, sonst kommt es zu katastrophalen Ergebnissen, wie man heutzutage in vielen Gesellschaften sehen kann, die von zahlreichen Krankheiten heimgesucht werden.  Der Einzige, der das Recht besitzt, Richtig und Falsch zu bestimmen, ist der Eine, der uns erschaffen hat und weiß, was das beste für uns ist, und das ist Gott, der Allmächtige.  Gott war es, der die Welt erschaffen hat, und Gott war es, der die Waagschalen der Gerechtigkeit aufgestellt hat.  Gott ist der Vollkommene, und Gott irrt sich niemals in irgendeiner Sache.

Der größte Teil unserer Diskussion handelte um Glaubensdinge in bezug auf Sitten und Taten, aber weitaus wichtiger sind die Glaubensdinge, die sich auf Gott beziehen; und das ist das Thema des folgenden Artikels.

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