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Befreiung der Frauen durch den Islam (teil 1 von 2): Die verschiedenen Rechte, die der Islam den Frauen gewährt

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Beschreibung: Die unterschiedlichen zivilen, sozialen, politischen und ökonomischen Rechte, die den Frauen im Islam gegeben werden.

  • von Mary Ali and Anjum Ali (edited by IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 11 Aug 2008
  • Zuletzt verändert am 03 Jul 2011
  • Gedruckt: 678
  • Gesehen: 15049 (Tagesmittelwerte: 4)
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Die Menschen denken heutzutage, dass die Frauen im Westen frei sind und die Bewegung zur Befreiung der Frauen im 20. Jahrhundert begann.  Aber eigentlich wurde die Frauenbewegung nicht durch die Frauen in Gang gebracht, sondern sie wurde im 7. Jahrhundert von Gott einem Mann namens Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm dem letzten Propheten Gottes, offenbart.  Der Qur´an und die Sunna des Propheten sind die Quellen, von denen jede muslimische Frau ihre Rechte und Pflichten herleitet.

Menschenrechte

Vor vierzehn Jahrhnderten machte der Islam die Frauen gleichermaßen dafür verantwortlich, Gott zu loben und preisen und Ihm zu dienen – ohne dafür irgendwelche Grenzen zu setzen.  Der Islam legte ebenfalls die Gleichberechtigung der Frau in der Menschheit fest.  Im Qur´an heißt es im ersten Vers des Kapitels mit dem Titel "Die Frauen":

“O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch erschaffen hat aus einem einzigen Wesen; und aus ihm erschuf Er seine Gattin, und aus den beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen.  Und fürchtet Gott, in dessen Namen ihr einander bittet, sowie (im Namen eurer) Blutsverwandtschaft.  Wahrlich, Gott wacht über euch.” (Quran 4:1)

Da Männer und Frauen von derselben Essenz stammen, sind sie gleich in ihrer Menschlichkeit.  Frauen können nicht von Natur aus schlecht sein (wie manche Religionen lehren), sonst wären die Männer ebenfalls schlecht.  Und dem-entsprechend kann auch kein Geschlecht überlegen sein, denn auch das wäre ein Widerspruch zur Gleichheit.

Zivilrecht

Im Islam besitzt die Frau aufgrund der Anerkennung ihrer eigenen Persönlichkeit die grundsätzliche Freiheit auszuwählen und sich zu äußern.  Erstens kann eine nicht-muslimische Frau nicht gezwungen werden, für die Heirat oder aufgrund der Konversion ihrer Eltern zu konvertieren.  Der Qur´an stellt fest.     

“Es gibt keinen Zwang im Glauben.  Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen.” (Quran 2:256)

Im Islam werden die Frauen ermutigt, ihre Meinungen und Ideen einzubringen.  Es gibt zahlreiche Überlieferungen vom Propheten, die zeigen, dass ihm Frauen direkte Fragen gestellt haben und ihm ihre Ansichten über Religion, Wirtschaft und soziale Angelegenheiten mitteilten.

Eine muslimische Frau besitzt das volle Recht, einen Heiratsantrag anzunehmen oder abzulehnen, und sie darf bei einer Heirat ihren Mädchennamen behalten.  Die Zeugenaussage einer muslimischen Frau ist in Gerichts-verhandlungen gültig.  Tatsächlich ist ihr Beweis in Angelegenheiten überzeugender, in denen sich Frauen besser auskennen,.

Gesellschaftliche Rechte  

Der Prophet sagte:

“Das Aneignen von Wissen ist für jeden Muslim (Mann oder Frau) eine Pflicht.” (At-Tirmidhi)

Dies schließt Kenntnisse in Qur´an und Hadieth genauso ein, wie Wissen anderer Art.  Männer und Frauen besitzen beide die Fähigkeit zu lernen und verstehen.  Da es ebenfalls ihre Pflicht ist, gutes Benehmen zu entwickeln und schlechtes Benehmen in allen Lebensbereichen zu verabscheuen, muss der muslimischen Frau auch eine angemessene Bildung zuteil werden, um ihre Pflichten im Einklang mit ihren natürlichen Veranlagungen und Interessen erfüllen zu können. 

Während das Austragen, Aufziehen und Erziehen von Kindern, sowie die Unterstützung ihres Ehemannes und Versorgung ihres Haushalts zu den ersten und überaus angesehenen Rollen der Frau gehören, kann sie auch außerhalb des Hauses Gutes für die Gemeinschaft leisten, wenn sie die Fähigkeit dazu besitzt und gleichzeitig ihre Pflichten gegenüber ihrer Familie erfüllen kann.

Der Islam erkennt die natürlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau trotz ihrer Gleichheit und trägt ihnen Rechnung.  Manche Arbeiten sind für Männer geeigneter als für Frauen.  Dies vermindert ihre Anstrengungen oder ihren Nutzen in keinster Weise.  Gott wird beide Geschlechter gleichermaßen für ihre Arbeit entlohnen, auch wenn es nicht notwendiger Weise dieselbe sein muss.

Was die Mutterschaft angeht, sagte der Prophet:

“Die Himmel liegen ihr zu Füßen.” (An-Nasai)

Dies weist darauf hin, dass der Erfolg einer Gesellschaft auf die Mütter zurückgeführt werden kann, die sie aufgezogen haben.  Der erste und größte Einfluss auf eine Person kommt von der Sicherheit, Zuneigung und Erziehung, die ihm seine Mutter angedeihen lassen hat.  Deshalb muss eine Frau, die Kinder hat, gebildet und bewusst sein, um eine fähige Mutter zu werden.

Politische Rechte

Ein Recht, das muslimischen Frauen vor 1400 Jahren zugestanden wurde, ist das Recht, ihre Meinung zu gesellschaftlichen Angelegenheiten zu sagen.  Zu jeder öffentlichen Angelegenheit darf sie Stellung nehmen und an der Politik teilnehmen.  Der Islam verbietet einer Frau ebenfalls nicht, wichtige Positionen in der Regierung zu besetzen, die zu ihrer Rolle als Frau passen.  Abdurrahman Ibn Awf fragte zahlreiche Frauen um Rat, bevor er Uthman Ibn Affan als Khalif vorschlug. 

Ökonomische Rechte

Der Islam ist deutlich, was seine Lehren angeht, dass Gott Männer und Frauen unterschiedlich erschaffen hat, mit einzigartigen Rollen, Funktionen und Fähigkeiten.  Wie in der Gesellschaft, wo jedes Individuum seine eigene Aufgabe erfüllt, ist es auch in der Familie, in der jedes Mitglied unterschiedliche Verantwortungen hat.  Allgemein besitzen die Frauen im Islam die versorgende Rolle und die Männer die beschützende Rolle.  Daher haben die Frauen ein Recht auf finanziellen Unterhalt.

Der Qur´an sagt:

“Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Gott die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben (für deren Unterhalt).” (Quran 4:34)

Diese Schützerrolle und größere finanzielle Verantwortlichkeit, die den Männern auferlegt wurde, bestimmt, dass sie die Frauen nicht nur finanziell unterhalten, sondern körperlich schützen und freundlich und respektvoll behandeln sollen.

Muslimische Frauen besitzen das Privileg, Geld zu verdienen, das Recht, Besitz zu erwerben, Verträge abzuschließen und ihre Besitztümer so zu verwalten, wie es ihnen gefällt.  Sie können ihre eigenen Unternehmen leiten und niemand hat irgendeinen Anspruch auf ihren Verdienst, auch ihr Ehemann nicht. 

Der Qur´an sagt:

“Und begehrt nicht das,womit Allah die einen von euch vor den anderen ausgezeichnet hat.  Die Männer sollen ihren Anteil nach ihrem Verdienst erhalten, und die Frauen sollen ihren Anteil nach ihrem Verdienst erhalten.  Und bittet Gott um Seine Huld.  Wahrlich, Gott hat vollkommene Kenntnis von allen Dingen.” (Quran 4:32)

Eine Frau erbt von ihren Verwandten.  Der Qur´an sagt:

“Den Männern steht ein Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten zu.  Sei es wenig oder viel.  (Das gilt) als vorgeschriebener Anteil.” (Quran 4:7)

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