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Umweltschutz im Islam (teil 1 von 7): Eine allgemeine Einleitung

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Beschreibung: Eine allgemeine Einleitung in das Verhältnis des Islam zum Universum, Bodenschätzen und die Beziehung zwischen Mensch und Natur. 

  • von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, and Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 29 Mar 2010
  • Zuletzt verändert am 20 May 2012
  • Gedruckt: 462
  • Gesehen: 24670 (Tagesmittelwerte: 7)
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Gott hat alles in diesem Universum mit der richtigen Proportion und dem richtigen Maß erschaffen sowohl qualitativ als auch quantitativ.  Gott erklärt im Qur´an: 

“Gewiss, Wir haben alles in (bestimmtem) Maß erschaffen.” (Quran 54:49)

“…Alles hat bei Ihm ein Maß.” (Quran 13:8)

“ Den Himmel hat Er emporgehoben und die Waage aufgestellt.” (Quran 55:7)

Im Universum gibt es eine Mannigfaltigkeit an Formen und Funktionen.  Das Universum und seine verschiedenen Elemente sorgen für das Wohlergehen des Menschen und bezeugen die Großartigkeit des Schöpfers; Er ist es, Der alle Dinge anordnet und bestimmt, und es gibt kein Ding, das Er geschaffen hat, und das Ihn nicht lobt und preist.  

“Siehst du denn nicht, dass (alle) Gott preisen, die in den Himmeln und auf der Erde sind, und (auch) die Vögel mit ausgebreiteten Flügeln?  Jeder kennt ja sein Gebet und sein Preisen.  Und Gott weiß Bescheid über das, was sie tun.” (Quran 24:41)

Jedes Ding, das Gott geschaffen hat, besitzt ein wundervolles Design, voller Bedeutung; zeigt an sich selbst den Glanz und die Großartigkeit seines Schöpfers, Seine Weisheit und Seinen Zweck. 

“(Er ist es,) Der euch die Erde zu einer Lagerstatt gemacht und für euch auf ihr Wege sich hinziehen und vom Himmel Wasser herabkommen läßt, womit Wir dann Arten verschiedener Gewächse hervorbringen.  Esst und weidet euer Vieh.  Darin sind wahrlich Zeichen für Leute von Verstand.” (Quran 20:53-54)

Gott hat nichts umsonst erschaffen, nichts ohne Weisheit, Wert oder Sinn.  Gott sagt: 

“Wir haben die Himmel und die Erde und was dazwischen ist nicht zum Spiel erschaffen.  Wir haben sie nur in Wahrheit erschaffen.  Aber die meisten von ihnen wissen nicht.” (Quran 44:38-39)

Also ist die islamische Vision, die im Qur´an offenbart wird, die eines von Wert durchtränkten Universums.  Alle Dinge in diesem Universum wurden erschaffen, um dem Einen Herrn zu dienen, Der sie alle - den einen mit Hilfe anderen - erhält, und Der die wundersamen Zyklen des Lebens und des Todes kontrolliert: 

“Gott ist es, Der die Körner und die Kerne spaltet und das Lebendige aus dem Toten hervorbringt.  Und Er ist es, Der das Tote aus dem Lebendigen hervorbringt.  Dies ist doch Gott – wie lasst ihr euch dann abwendig machen?” (Quran 6:95)

Leben und Tod sind von Gott geschaffen, damit Ihm mit guten Taten gedient wird.  

“Segensreich ist Derjenige, in Dessen Hand die Herrschaft ist, und Er hat zu allem die Macht.  (Er,) Der den Tod und das Leben erschaffen hat, damit Er euch prüfe, wer von euch die besten Taten verrichtet.” (Quran 67:1-2)

 Alle geschaffenen Wesen wurden erschaffen, um dem Herrn aller Wesen zu dienen und indem sie ihre vorbestimmten Rollen in einer auf Gegenseitigkeit beruhenden Gesellschaft erfüllen, nutzen sie sich selbst und einander am besten in dieser Welt und in der nächsten.  Dies führt zu einer kosmischen Symbiose (takaful).  Das universelle, allgemeine Gute ist ein Prinzip, das das Universum durchdringt, und es ist ein wichtiger Hinweis auf die Einheit Gottes, denn man kann dem Herrn aller Wesen nur dienen, wenn man für das allgemeine Gute aller sorgt. 

Der Mensch ist ein Teil des Universums, dessen Elemente einander zu einem integrierten Ganzen ergänzen, der Mensch aber ist ein getrennter Teil des Universums, und er besitzt einen besonderen sein Rang unter den anderen Teilen.  Die Beziehung zwischen Mensch und Universum, wie sie im edlen Qur´an und den Lehren des Propheten erklärt und erläutert wird, sieht folgendermaßen aus: 

·        Eine Beziehung der Meditation, Überlegung und Betrachtung über das Universum und was es enthält.  

·        Eine Beziehung des erhaltenden Gebrauchs, der Entwicklung und des Dienstes zum Nutzen des Menschen und für die Erfüllung seiner Interessen. 

·        Eine Beziehung der Fürsorge und der Nahrung für die guten Werke des Menschen sind nicht auf den Nutzen der menschlichen Spezies beschränkt, sondern weiten sich zum Nutzen aller erschaffenen Wesen aus; und: „es gibt einen Lohn für das Gute zu jedem lebenden Ding.“  (Sahieh Al-Bukhari)

Gottes Weisheit hat den Menschen die Statthalterschaft (khilafa) auf der Erde übertragen.  Deshalb ist der Mensch zusätzlich dazu, dass er einen Teil der Erde und einen Teil des Universums bildet, auch der Vollstrecker göttlicher Anweisungen und Befehle.  Er ist nur ein Manager und kein Eigentümer; ein Nutznießer und kein Verfügender oder Anordnender.  Himmel und Erde und alles, das sie enthalten, gehören Gott Alleine.  Dem Menschen wurde die Statthalterschaft gewährt, um die Erde den von ihrem Schöpfer beabsichtigten Zwecken entsprechend zu verwalten, sie zu seinem eigenen Nutzen und zum Nutzen der anderen geschaffener Wesen zu verwenden und zur Erfüllung seiner und ihrer Interessen.  Ihm ist daher ihre Erhaltung und Fürsorge anvertraut, und er muss sie als etwas Anvertrautes betrachten, mit den Grenzen, die dies mit sich bringt.  Der Prophet erklärte:    

“Die Welt ist wunderschön und frisch, und wahrlich Gott, der Erhabene, hat euch zu Seinen Statthaltern darauf gemacht, und Er sieht, wie ihr (eure Ansprüche) befriedigt.” (Sahieh Muslim)

Alle Quellen, von denen unser Leben abhängt, wurden von Gott als etwas Anvertrautes in unsere Obhut gegeben.  Er hat Erhaltung für alle Menschen und alle Lebewesen angeordnet. 

“Er hat in ihr festgegründete Berge gemacht, (die) über ihr (aufragen), und hat sie gesegnet und in ihr die Nahrung im rechten Maß in vier Tagen festgelegt, gleichmäßig für diejenigen, die danach fragen.” (Quran 41:10)

Daher ist die Nutzung dieser Quellen das Recht und Privileg aller Menschen und aller Spezies.  Deshalb sollte der Mensch jede Maßnahme ergreifen, um die Interessen und Rechte aller anderen zu sichern, denn sie sind alle gleichberechtigte Partner auf der Erde.  Genauso sollte er dies nicht als auf eine Generation vor allen anderen Generationen beschränkt betrachten.  Es ist eher eine Verantwortlichkeit, in der jede Generation nutzt und den besten Nutzen aus der Natur zieht, ihren Bedürfnissen entsprechend, ohne die Interessen späterer Generationen außer Acht zu lassen oder zu missachten.  Aus diesem Grunde sollte der Mensch die natürlichen Quellen nicht missbrauchen, schlecht behandeln oder zerstören, denn jede Generation besitzt ein Anrecht darauf, sie zu nutzen aber nicht darauf, sie im absoluten Sinn zu „besitzen“.    

Das Recht, die natürlichen Quellen zu nutzen und nutzbar zu machen, was Gott dem Menschen gewährt hat, beinhaltet notwendigerweise eine Verpflichtung seitens des Menschen, sie sowohl qualitativ als auch quantitativ zu erhalten.  Gott hat alle diese Quellen des Lebens und alle Reichtümer der Natur für den Menschen geschaffen, die er benötigt, damit er die Ziele und Zwecke erkennt, wie Nachsinnen und Anbeten, Bewohnen und Erbauen, erhaltende Nutzung und Genuß und Anerkennung der Schönheit.  Es folgt, dass der Mensch kein Recht besitzt, die Erniedrigung der Umwelt herbeizuführen, und die ihr gegebene Eignung für das menschliche Leben und die Besiedelung durch den Menschen zu stören.  Auch besitzt er nicht das Recht, die natürlichen Quellen unvernünftig auf eine Art und Weise auszubeuten, wie die Nahrungsgrundlage und andere Quellen zu Erhaltung der Lebewesen zu verseuchen oder sie der Zerstörung und Verschmutzung auszusetzen. 

Während die Einstellung des Islam der Umwelt, den lebensnotwendigen Quellen und den Reichtümern der Natur gegenüber zu einem Teil auf dem Verbot des Missbrauchs basiert, basiert sie auch noch auf dem Aufbau und der erhaltenden Weiterentwicklung.  Diese Integration von Entwicklung und Erhaltung der natürlichen Quellen ist eindeutig die Vorstellung davon, das Land durch Ackerbau, Kultivierung und Aufbau zum Leben zu bringen und es erblühen zu lassen.  Gott sagt: 

“…Er hat euch aus Erde entstehen lassen und sie euch zum besiedeln gegeben...” (Quran 11:61)

Der Prophet erklärte:    

“Wenn irgendein Muslim einen Baum pflanzt oder in einen Acker besät, und ein Mensch, ein Vogel oder ein Tier isst davon, so wird es von ihm als ein Almosen anerkannt.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim)

“Keiner pflanzt einen Baum, von dem entweder ein Mensch oder irgendeines von Gottes Geschöpfen isst, dem dies nicht als ein Almosen anerkannt wird.”[1]

“Wenn der Tag der Wiedererweckung kommt und jemand hat noch einen Setzling in der Hand, so lasst ihn den pflanzen.”[2]

Die Einstellung des Islam über der Nutzung und Entwicklung der Quellen der Erde wurde von Ali ibn Abi Talib, dem vierten Khalif, einem Mann erläutert, der aufgegebenes Land bebaut und urbar gemacht hatte:  

“Habe glücklichen Anteil daran, solange du ein Bringer von Nutzen bist, kein Plünderer; ein Kultivierer, kein Zerstörer.”[3]

Diese positive Eigenschaft beinhaltet, Maß zu halten, um alle Aspekte des Lebens zu verbessern: Gesundheit, Nahrung und die psychologischen und spirituellen Dimensionen für den Nutzen des Menschen und die Aufrechterhaltung seines Wohlergehens; genauso wie zur Verbesserung der Bedingungen für alle kommenden Generationen.  Wie in den prophetischen Erläuterungen gezeigt wurde, steht das Ziel sowohl der Bewahrung als auch der Entwicklung der Umwelt im Islam für das universelle Gute für alle Geschöpfe. 



Footnotes:

[1] Guter Bericht von Imam Ahmad in Musnad und von Tabarani in al-Mu’jam al-Kabir.

[2] Guter Bericht von Imam Ahmad in Musnad, von Bukhari in al-Adab al-Mufrad, und von Abu Dawud at-Tayalisi in seinem Musnad.

[3] Related by Yahya ibn Adam al-Qurashi in Kitab al-Kharaj on the authority of  Sa’id ad-Dabbi.

 

 

Umweltschutz im Islam (teil 2 von 7): Bewahrung der grundlegenden natürlichen Quellen

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Beschreibung: Die religiöse und gesellschaftliche Rolle eines jeden Geschöpfs im Universum schafft eine Harmonie und ein Gleichgewicht, das ihre Bewahrung verlangt.

  • von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, und Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 05 Apr 2010
  • Zuletzt verändert am 05 Apr 2010
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Im gesamten Universum kann man die göttliche Fürsorge für alle Dinge und die alles durchdringende Weisheit in den Elementen der Schöpfung spüren, die den Allweisen Schöpfer bezeugen.  Der edle Qur´an macht deutlich, dass jedes Ding und jedes Geschöpf im Universum, sei es dem Menschen bekannt oder nicht, zwei Hauptfunktionen erfüllt: eine religiöse Funktion insofern, dass er die Anwesenheit des Gestalters und Seine unendliche Weisheit, Macht und Ruhm bezeugt; und eine gesellschaftliche Funktion im Dienste des Menschen und anderer Geschöpfe.  

Gottes Weisheit hat befohlen, dass Seine Geschöpfe den anderen Dienste erweisen.  Das göttlich bestimmte Maß und die Verteilung aller Elemente und Geschöpfe, von denen jedes seine vorgeschriebene Rolle erfüllt und von denen jedes wertvoll ist, stellt das dynamische Gleichgewicht dar, durch das die Schöpfung aufrechterhalten wird.  Ausbeutung, Missbrauch, falsche Verwendung, Zerstörung und Verschmutzung der natürlichen Quellen sind Übergriffe gegen das göttliche Schema.  Denn der engsichtige Eigennutz führt den Menschen höchstwahrscheinlich immer in Versuchung, das dynamische Gleichgewicht, das Gott eingesetzt hat, zu unterbrechen; der Schutz aller natürlichen Quellen vor Missbrauch ist eine verbindliche Verpflichtung. 

In dem göttlichen Schema, in dem alle Geschöpfe so geordnet sind, dass eines dem anderen zu Diensten steht, hat die Weisheit Gottes alle Dinge dem Menschen zur Verfügung gestellt.  Aber nirgendwo hat Gott angedeutet, dass sie geschaffen wurden, um dem Menschen zu dienen.  Im Gegenteil, muslimische Gelehrte vertreten die Ansicht, dass es nicht der einzige Zweck der Dinge ist, zu dem sie erschaffen wurden, dem Menschen zu dienen.  Beachten wir, dass Gott sagt: 

“Und Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, damit sie auf dem Meer auf Seinen Befehl hin fahren, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht.  Er hat euch die Sonne und den Mond in ihrem unablässigen Lauf dienstbar gemacht, und Er hat euch die Nacht und den Tag dienstbar gemacht.  Und Er gewährte euch von allem, worum ihr batet.  Wenn ihr die Gunst Gottes aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen.” (Quran 14:32-34)

…und  ähnliche Verse, in denen Gott erklärt, dass Er die Schöpfung für die Söhne Adams geschaffen hat.  Es ist wohlbekannt, dass Gott in Seiner großen Weisheit ihnen auch noch andere erhabene Zwecke und noch größere als den Dienst für den Menschen gegeben hat.  Allerdings macht Er den Kindern Adams deutlich, welcher Nutzen in diesen Geschöpfen liegt und welche Gunst Er den Menschen mit ihnen erwiesen hat.”[1]

Obwohl die gesellschaftlichen Funktionen aller Dinge lebenswichtig sind, begründet die allererste Funktion aller geschaffenen Wesen als Zeichen ihres Schöpfers die beste gesetzliche Grundlage für die Bewahrung der Umwelt.  Es ist unmöglich, den Schutz der Umwelt einzig und allein durch unseren Bedarf an ihren Diensten zu begründen, denn diese Dienste sind nur von unterstützendem Wert und Grund. 

Da wir uns nicht sämtlicher nützlicher Funktionen aller Dinge bewußt sein können, um unsere Anstrengungen für deren Bewahrung nur auf den Nutzen der Umwelt für den Menschen zu konzentrieren, würde dies unausweichlich zu einer Zerstörung des dynamischen Gleichgewichts führen, das Gott aufgestellt hat und zum Missbrauch Seiner Schöpfung, was zu einer Verschlechterung dieser Nutzen der Umwelt führen würde.  Wenn wir allerdings die Bewahrung und den Schutz der Umwelt auf ihren Wert als Zeichen ihres Schöpfers zugrunde legen, können wir keine Sache davon ausschließen.  Jedes Element und jede Spezies hat eine individuelle und einzigartige Rolle bei dem Loben und Preisen Gottes und darin, dem Menschen von seinem Schöpfer Kunde zu bringen und Ihn durch Seine Wesen und deren Nutzen die unendliche Macht, Weisheit und Gnade Gottes zu verstehen.  Es ist unmöglich, den sicheren Ruin und Verlust jeglicher grundlegender Elemente und Spezies der Schöpfung zuzulassen oder zu denken, dass die weitere Existenz des Übrigbleibenden für uns ausreichen würde, um über den Ruhm, die Weisheit und Allmächtigkeit Gottes in allen beabsichtigten Aspekten nachzusinnen.  In der Tat ist dies so, weil die Spezies sich in ihren verschiedenen Qualitäten unterscheiden und jede den Ruhm Gottes auf eine ihr einzigartige Weise beweist. 

Außerdem genießen alle menschlichen Wesen, ebenso wie das Vieh und die Wildtiere, das Recht, die natürlichen Quellen auf der Erde zu teilen.  Der Missbrauch des Menschen von irgendwelchen Quellen, wie Wasser, Luft und Erde, ebenso wie andere lebende Geschöpfe, wie Pflanzen und Tiere, ist verboten und der beste Nutzen aller Quellen, seien es lebendige oder leblose, ist vorgeschrieben. 



Footnotes:

[1] Taqi ud-Din Ahmad ibn Taymiyah in Majmu ‘al-Fatawa.

 

 

Umweltschutz im Islam (teil 3 von 7): Die Erhaltung der natürlichen Grundelemente – Wasser

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Beschreibung: Die Rolle des Wassers in der Umwelt und die islamische Anordnung für die Erhaltung dieses lebenswichtigen Elements, das für die Bewahrung und den Fortbestand des Lebens grundlegend ist. 

  • von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, and Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 12 Apr 2010
  • Zuletzt verändert am 12 Apr 2010
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Gott hat Wasser zur Grundlage und zum Ursprung des Lebens gemacht.  Gott sagt: 

“Wir haben aus dem Wasser alles Lebendige gemacht...” (Quran 21:30)

Pflanzen, Tiere und Menschen, alle sind für ihre Existenz und für den Fortbestand ihrer Leben von Wasser abhäbgig.  Gott sagt: 

“Darin, dass Gott das Wasser vom Himmel herabkommen läßt, und damit dann die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig macht...” (Quran 2:164)

“Und Er ist es, Der vom Himmel Wasser herabkommen läßt.  Damit bringen Wir den Wuchs aller Arten hervor…” (Quran 6:99)

“Und du siehst die Erde regungslos, doch wenn Wir Wasser auf sie herabkommen lassen, regt sie sich, schwillt und läßt von jeder entzückenden (Pflanzen-) Art wachsen.” (Quran 22:5)

“Und Wir lassen vom Himmel reines Wasser herabkommen, um damit (manch) totes Land wieder lebendig zu machen und um es Vieh und Menschen in großer Zahl, die Wir erschaffen haben, zu trinken zu geben.” (Quran 25:48-49)

Gott hat den Mennschen aufgerufen, den Wert dieser wichtigen Quelle des Lebens zu schätzen:  

“Was meint ihr denn zu dem Wasser, das ihr trinkt?  Seid ihr es etwa, die es von den Wolken herabkommen lassen?  Oder sind Wir es nicht doch, die es herabkommen lassen?  Wenn Wir wollten, könnten Wir es (auf der Zunge) brennend machen.  Wenn ihr doch dankbar sein würdet!” (Quran 56:68-70)

“Sag: Was meint ihr, wenn euer Wasser versickert sein sollte, wer sollte euch dann hervorquellendes Wasser bringen?” (Quran 67:30)

Zusätzlich zu dieser Lebensfunktion besitzt Wasser noch eine andere gesellschaftlich-religiöse Funktion zu erfüllen, die Reinigung des Körpers und der Kleidung von Schmutz, Verunreinigungen und Unreinheiten, damit sie Gott gereinigt und sauber entgegentreten können.  Gott sagt im Qur´an: 

“Und Er sandte Wasser vom Himmel herab, um euch damit zu reinigen…” (Quran 8:11)

Gott hat uns auch andere Funktionen von See-, Meeres- und Ozeanwasser gezeigt.  Er machte es zum Lebensraum zahlreicher Geschöpfe, die lebendige Rollen bei der Sicherung des Lebens und der Entwicklung dieser Welt spielen.  Gott sagt:

“Er ist es, Der euch das Meer dienstbar gemacht hat, damit ihr frisches Fleisch daraus esst und Schmuck aus ihm hervorholt, den ihr anlegt.  Und du siehst die Schiffe es durchpflügen, damit ihr nach etwas von Seiner Huld trachtet und auf dass ihr dankbar sein möget!” (Quran 16:14)

“Erlaubt sind euch die Jagdtiere des Meeres und (all) das Essbare aus ihm als Nießbrauch für euch und für die Reisenden...” (Quran 5:96)

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Erhaltung dieses lebensnotwendigen Elements grundlegend ist für die Bewahrung und Fortdauer des Lebens in seinen mannigfaltigen Formen, Pflanzen, Tieren und Menschen.  Es ist ebenfalls eine Pflicht, denn gemäß dem islamischen Gesetz ist alles, das unbedingt erforderlich ist, um das Leben zu bewahren, deshalb selbst verpflichtend.  Jegliche Handlung, die die biologischen und sozialen Funktionen behindert oder beeinträchtigt, sei es durch Zerstörung oder Verunreinigung mit irgendeiner Substanz, die sie zu einer ungeeigneten Umwelt für Lebewesen machen würde oder ihre Funktion als Lebensgrundlage behindern würde; eine derartige Handlung führt notwendigerweise zur Behinderung oder zum Ruin des Lebens selbst und das juristische Prinzip ist hier: „Was zum Verbotenen führt, ist selbst verboten.“ 

In bezug auf die Wichtigkeit des Wassers als Lebensgrundlage hat Gott seinen Nutzen zu einem allgemeinen Recht aller Lebewesen und menschlichen Wesen zugestanden.  Alle dürfen es benutzen, ohne Monopol, ohne widerrechtliche Inbesitznahme, Ausbeutung, Verschwendung oder Missbrauch.  Gott befiehlt uns angesichts des Volkes der Thamud und ihrem Kamel:   

“Und tu ihnen kund, dass das Wasser zwischen ihnen (und der Kamelstute) zu teilen ist.…” (Quran 54:28)

… und der Prophet sagte: 

“Muslime teilen diese drei Dinge: Wasser, Weide und Feuer.”[1]

Verschwendung beim Wassergebrauch ist verboten; dies gilt für privaten Gebrauch wie auch für öffentlichen, und egal ob das Wasser rar ist oder im Überfluss.  Es wird berichtet, dass der Prophet an seinem Gefährten Sa´d vorbeikam, der sich zum Gebet wusch und sagte:  

“Was ist das für eine Vergeudung, oh Sa´d?“ 

“Gibt es sogar Vergeudung, wenn man sich zum Gebet wäscht?”  fragte Sa´d, und er sagte: “Ja, sogar wenn du an einem fließenden Fluß bist.”[2]

Die lange Erfahrung der muslimischen Juristen in der Verteilung der Wasserrechte in trockenen Ländern hat ein hervorragendes Beispiel für den tragbaren Nutzen einer nicht ausreichend vorhandenen Quelle entstehen lassen; ein Beispiel, das in einer Welt, in der einst im Überfluss vorhandene Resourcen immer rarer werden, von steigender Relevanz ist.  



Footnotes:

[1] Abu-Dawud, Ibn Majah, and al-Khallal.

[2] Ibn Majah.

 

 

Umweltschutz im Islam (teil 4 von 7): Luft, Land und Boden

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Beschreibung: Die islamische Sichtweise von der Rolle der Luft, des Landes und des Bodens in der Umwelt und wie fundamental die Bewahrung dieser lebenswichtigen Elemente für die Erhaltung und den Fortbestand des Lebens sind.

  • von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, and Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 19 Apr 2010
  • Zuletzt verändert am 19 Apr 2010
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2.      Luft

Dieses Element ist für den Fortbestand und die Erhaltung des Lebens  nicht weniger wichtig als Wasser.  Fast alle irdischen Geschöpfe sind von der Luft, die sie atmen, gänzlich abhängig.  Die Luft besitzt noch andere Funktionen die für den Menschen weniger offensichtlich sein mögen, die Gott aber zu bestimmten Zwecken geschaffen hat, wie Er uns im Edlen Qur´an mitteilt – wie die lebenswichtige Rolle des Windes bei der Befruchtung.  Gott sagt: 

“Und Wir senden die Winde zur Befruchtung...” (Quran 15:22)

Die Winde sind auch eindeutige Beweisefür Gottes Allmacht und Gnade, und die Vollkommenheit des Designs in Seiner Schöpfung.  Er sagt ebenfalls:   

“In der Schöpfung der Himmel und der Erde; im Unterschied von Tag und Nacht;…im Wechsel der Winde und der Wolken, die zwischen Himmel und Erde dienstbar gemacht sind, sind wahrlich Zeichen für Leute, die begreifen.” (Quran 2:164)

“Und Er ist es, Der die Winde als Frohboten Seiner Barmherzigkeit (voraus) sendet, bis dass, wenn sie dann schwere Wolken herbeitragen, Wir sie zu einem toten Land treiben, dadurch Wasser hinabsenden und dann dadurch alle Früchte hervorbringen.” (Quran 7:57)

Da die Atmosphäre alle diese biologischen und sozialen Funktionen erfüllt, ist ihre Erhaltung – rein und unverschmutzt – ein wesentlicher Aspekt der Erhaltung des Lebens selbst, was eines der grundlegenden Ziele des Islamischen Gesetzes darstellt.  Und wieder gilt: was erforderlich ist, um diese Pflicht zu erfüllen, ist selbst eine Verpflichtung.  Daher ist jegliche Aktivität, die die Luft verschmutzt und zerstört oder ihre Funktion beeinträchtigt, ein Versuch, Gottes Pläne zu durchkreuzen und eine Behinderung von der Weisheit Gottes für Seine Schöpfung.   Dies muss dementsprechend als ein Hindernis mancher Aspekte der Rolle des Menschen in der Entwicklung dieser Welt bedacht werden.  

3.      Das Land und der Boden

Wie Luft und Wasser sind auch Land und Boden für den Fortbestand unseres  Lebens und des Lebens anderer Geschöpfe essentiell.  Gott erklärt im Edlen Qur´an: 

“Und die Erde hat Er für die Geschöpfe (an)gelegt.” (Quran 55:10)

Denn die Minerale der Erde bilden die festen Bestandteile unserer Körper ebenso wie der aller anderen Lebewesen und Pflanzen.  Gott sagt im Qur´an:

“Es gehört zu Seinen Zeichen, dass Er euch aus Erde erschaffen hat, hierauf wart ihr auf einmal menschliche Wesen, die sich ausbreiten.” (Quran 30:20)

Er hat das Land zu unserem Heim gemacht und zum Lebensraum aller Erdenwesen.  

“Und Gott hat euch aus der Erde heranwachsen lassen.  Hierauf wird Er euch in sie zurückbringen und gewiss (wieder aus ihr) hervorbringen.” (Quran 71:17-18)

Und als unser Heim hat das Land den Wert des offenen Raumes:

“...und Gott hat euch die Erde zu einer ausgebreiteten Unterlage gemacht, damit ihr auf ihr dahinziehen könnt... ” (Quran 71:19-20)

Gott hat das Land zur einer Quelle der Versorgung und Lebensunterhalt für uns und andere Lebewesen gemacht: Er hat den Boden fruchtbar gemacht, so dass darauf Pflanzen wachsen, von denen unser Leben und das aller Tiere abhängt.  Er hat die Berge erschaffen, um den Regen aufzufangen und zu speichern und sie spielen eine Rolle bei der Stabilisierung der Erdkruste, wie Er uns im Edlen Qur´an zeigt:

“Haben Wir nicht die Erde zu einem Ort der Aufbewahrung gemacht – für die Lebenden und die Toten – und auf ihr festgegründete, hoch aufragende Berge gemacht und euch frisches Wasser zu trinken gegeben?” (Quran 77:25-27)

“Und die Erde, Er hat sie danach hingebreitet.  Er hat aus ihr ihr Wasser und ihre Weide hervorkommen lassen.  Und die Berge, Er hat sie fest gegründet.  (Dies) als Nießbrauch für euch und für euer Vieh.” (Quran 79:30-33)

“Und die Erde haben Wir ausgedehnt und darauf feste Berge gesetzt, und Wir ließen alles auf ihr wachsen, was ausgewogen ist.  Und Wir schufen darauf Mittel zu eurem Unterhalt und dem derer, die ihr nicht versorgt.” (Quran 15:19-20)

“Und ein Zeichen ist ihnen die tote Erde.  Wir beleben sie und bringen aus ihr Korn hervor, von dem sie essen.  Und Wir haben auf ihr Gärten mit Dattelpalmen und Beeren angelegt, und Wir ließen Quellen aus ihr entspringen.” (Quran 36:33-35)

Wenn wir dem Schöpfer wirklich dankbar sind, sind wir verpflichtet, die Produktivität des Bodens zu erhalten und ihn nicht der Erosion durch den Wind und die Flut auszusetzen; durch Bebauung, Landwirtschaft, Weidehaltung, Forstwirtschaft und Bergbau – wir sind verpflichtet, Tätigkeiten vorzunehmen, die nicht ihre Abtragung herbeiführen, sondern ihre Fruchtbarkeit erhalten und erhöhen.  Wenn wir die Abtragung dieser Gabe Gottes herbeiführen, von der so viele Lebensformen abhängen, bedeutet das, dass wir Seine ungeheuere Gunst leugnen.  Und weil jede Tat, die zu ihrer Zerstörung oder Abtragung führt, notwendigerweise auch zur Zerstörung und Behinderung des Lebens auf der Erde führt, sind derartige Taten kategorisch verboten. 

 

 

Umweltschutz im Islam (teil 5 von 7): Die Erhaltung der natürlichen Grundelemente – Pflanzen und Tiere (1)

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Beschreibung: Die islamische Sichtweise von der Rolle der Pflanzen und der Tiere in der Umwelt und die Erhaltung dieser lebendigen Elemente ist für die Bewahrung und den Fortbestand des Lebens fundamental.  (Teil 1).

  • von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, und Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 26 Apr 2010
  • Zuletzt verändert am 26 Apr 2010
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4.      Pflanzen und Tiere

Man kann die Wichtigkeit von Pflanzen und Tieren als lebendige Resourcen von riesigem Nutzen nicht leugnen, ohne die weder der Mensch noch andere Spezies überleben könnten.  Gott hat keines Seiner Geschöpfe nutzlos erschaffen; jede einzelne Lebensform ist ein Produkt einer speziellen und komplizierten Entwicklung durch Gott, und jedem gebührt besonderer Respekt.  Als lebendige genetische Resource ist jede Spezies und Variante einzigartig und unersetzbar.  Einmal verloren, ist sie für immer verloren. 

Durch den Wert ihrer einzigartigen Funktion aus Sonnenenergie Futter herzustellen, stellen Pflanzen die Grundquelle jeglicher Nahrung für tierisches und menschliches Leben auf der Erde dar.  Gott sagt:

“So soll der Mensch doch seine Nahrung betrachten.  Siehe, Wir gossen das Wasser in Fülle aus.  Alsdann spalteten Wir die Erde in wunderbarer Weise und ließen Korn in ihr wachsen und Reben und Gezweig und Ölbäume und Palmen und dichtbepflanzte Gartengehege und Obst und Futtergras als Versorgung für euch und euer Vieh.” (Quran 80:24-32)

Zusätzlich zu ihrer Wichtigkeit als Nahrung, reichern Pflanzen die Erde an und schützen sie vor Erosion durch Wind und Wasser.  Sie halten das Wasser, indem sie es am Ablaufen hindern; sie regulieren das Klima und produzieren den Sauerstoff, den wir atmen.  Sie besitzen auch einen enormen Wert als Heilmittel, Öle, Parfums, Wachse, Fasern, Bauholz und Brennstoff.  Gott sagt im Edlen Qur´an:

“Habt ihr das Feuer betrachtet, das ihr entzündet?  Seid ihr es, die den Baum dazu hervorbrachten, oder sind Wir dessen Urheber?   Wir haben das (Feuer) zur Ermahnung (vor der Hölle) erschaffen und zum Nutzen für die Wanderer durch die Wildnisse.” (Quran 56:71-73)

Tiere dagegen stellen Versorgung für Pflanzen, für andere Tiere und auch für Menschen dar.  Ihr Dung und ihre Körper reichern den Erdboden und die Meere an.  Sie tragen mit ihrer Atmung zur Atmosphäre bei und mit ihren Bewegungen und Wanderungen zur Verbreitung der Pflanzen.  Das eine ist die Nahrung der anderen, und sie versorgen die Menschheit mit Leder, Haaren und Wolle, Heilmitteln und Parfums, dienen als Beförderungsmittel, ebenso wie als Fleisch, Milch und Honigproduzenten.  Und was ihre hochentwickelten Sinne und Wahrnehmungen angeht, und ihre sozialen Beziehungen untereinander, gebührt den Tieren im Islam besondere Beachtung.  Denn Gott betrachtet sie als lebende Gesellschaften genau wie die Menschheit.  Gott erklärt im Edlen Qur´an: 

“Es gibt kein Getier auf Erden und keinen Vogel, der auf seinen zwei Schwingen dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären so wie ihr...” (Quran 6:38)

Der Edle Qur´an erwähnt die ästhetischen Funktionen dieser Geschöpfe als Objekte der Schönheit zusätzlich zu ihren anderen Funktionen.  Da der Seelenfriede eine religiöse Notwendigkeit ist, die völlig befriedigt werden muss, sollten solche Dinge, die ihn hervorrufen, reichhaltig bereitgehalten und bewahrt werden.  Gott hat in Pflanzen und Tieren Dinge gelegt, welche die menschliche Seele erregen und erfreuen, und die ebenfalls seinen Seelenfrieden herbeiführen; ein Faktor, der für die richtige Funktion und volle Leistungsfähigkeit des Menschen wesentlich ist. 

Der Edle Qur´an erwähnt auch andere Funktionen welche diese Geschöpfe erfüllen und die der Mensch eventuell nicht wahrnimmt, nämlich die Funktion Gott anzubeten, Ihn zu loben und preisen und sich vor Ihm niederzuwerfen, denn sie sind durch ihre angeborene Natur dazu gezwungen, dies zu tun; Gott sagt:

“Hast du nicht gesehen, dass vor Gott anbetend sich niederwirft, wer in den Himmeln und auf Erden ist – ebenso die Sonne und der Mond und die Sterne und die Berge und die Bäume und die Tiere...” (Quran 22:18)

“Die sieben Himmel und die Erde und alle darin lobpreisen Ihn; und es gibt nichts, was Seine Herrlichkeit nicht preist; ihr aber versteht deren Lobpreisung nicht…” (Quran 17:44)

“Wer immer in den Himmeln und auf der Erde ist, wirft sich vor Gott in Anbetung nieder, willig oder widerwillig...” (Quran 13:15)

Der Islam betont alle Schritte für das Überleben und den Fortbestand dieser Geschöpfe , damit sie die Funktionen, die ihnen zukommen, vollständig erfüllen können.  Die Ausrottung einer Tier- oder Pflanzenart durch den Menschen kann nicht gerechtfertigt werden; und es soll nicht in einem solchen Ausmaß geerntet werden, dass die natürliche Regeneration es nicht ausgleichen kann.  Dies bezieht sich auf Jagen und Fischen, Wald- und Forstwirtschaft zum Bauen und als Brennstoff; Weiden und jegliche anderen Verwendungszwecke der Resourcen.  Es ist zwingend erforderlich, dass die genetische Mannigfaltigkeit der Lebewesen erhalten bleibt – sowohl zu ihrem eigenen Wohl und dem Nutzen der Menschheit, als auch zu dem aller anderer Geschöpfe. 

 

 

Umweltschutz im Islam (teil 6 von 7): Die Erhaltung der natürlichen Grundelemente – Pflanzen und Tiere (2)

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Beschreibung: Die islamische Sichtweise von der Rolle der Pflanzen und der Tiere in der Umwelt und die Erhaltung dieser lebendigen Elemente ist für die Bewahrung und den Fortbestand des Lebens fundamental.  (Teil 2).

  • von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, and Dr. M. Samarrai (edited by IslamReligion.com) 
  • Veröffentlicht am 03 May 2010
  • Zuletzt verändert am 03 May 2010
  • Gedruckt: 310
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Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, wurde von Gott gesandt als: 

“…Barmherzigkeit für alle Welten...” (Quran 21:107)

Er hat uns mit seinen Anweisungen und Lehren gezeigt, wie wir diese Geschöpfe behandeln und für sie sorgen sollen.  Er sagte:

“Den Gnädigen wird vom Allergnädigsten Gnade erwiesen.  Seid denen auf der Erde gegenüber gnädig, und Der, Der über den Himmeln ist, wird euch gnädig sein.” (Abu Dawud, Al-Tirmidhi)

Er befahl der Menschheit, die Bedürfnisse aller Tiere zu stillen, die unter ihrer Obhut stehen, und er warnte davor, dass jemand, der ein Tier verhungern oder verdursten läßt, von Gott im Feuer der Hölle bestraft wird.[1]

Außerdem wies er die Menschen an, allgemein bedürftige Tiere zu versorgen, als er von einer Person berichtete, deren Sünden durch Gott vergeben wurden, weil sie einem Hund mit furchtbarem Durst Wasser gegeben hatte.  Da fragten die Leute: 

“O Gesandter Gottes, gibt es einen Lohn dafür, wenn man gut zu diesen Tieren ist?“

Er antwortete: “Es gibt einen Lohn für jedes lebendige Wesen, dem Gutes getan wird.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim)

Jagen und Fischen, um sich davon zu ernähren, ist im Islam gestattet; allerdings hat der Prophet jeden verflucht, der ein lebendiges Wesen als Zielscheibe benutzt, das Leben einfach aus Sport nimmt.[2]  Dem entsprechend verbot er auch, das Schlachten eines Tieres unnötig in die Länge zu ziehen.[3]  Er erklärte:

“Gott hat euch vorgeschrieben, jedem Ding gegenüber Gutes zu tun: wenn ihr also tötet, dann tötet gut und wenn ihr schlachtet, dann schlachtet gut.  Jeder von euch soll seine Klinge schärfen und es dem Tier, das er schlachtet, leicht machen.”[4]

Der Prophet Muhammad verbot, einen Ameisenhaufen in Brand zu setzen, und berichtete, dass eine Ameise einst einen der Propheten stach, der dann angeordnet hatte, dass die gesamte Ameisen-Kolonie verbrannt werden sollte.  Darauf offenbarte ihm Gott : 

“Weil eine Ameise dich gestochen hat, hast du eine ganze Nation getötet, die Gottes Majestät preist?” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim)

Einmal befahl er einem Mann, der die Küken eines Vogels auf dem Nest genommen hatte, sie dorthin zurückzusetzen, wo er sie herausgenommen hatte: zu ihrer Mutter, die versucht hatte, sie zu beschützen.[5]

Er verbot, dass irgendein Baum grundlos und unerlaubt gefällt wurde, der wertvollen Schutz für die Menschen und Tiere in der Wüste bot[6]; und das Ziel dieses Verbots kann auch als Schutz vor der Zerstörung von wertvollem Lebensraum für Gottes Geschöpfe verstanden werden. 

Auf der Grundlage der Befehle und Verbote des Propheten haben muslimische Gelehrte festgelegt, dass Gottes Geschöpfe Unverletzlichkeit (hurmah) besitzen, die sogar im Krieg gilt.  Der Prophet Gottes verbot, Bienen oder jegliches gefangenes Wesen zu töten; denn sie zu töten wäre eine Form des Betrugs, den Gott in seiner Aussage erwähnt:.

“Wenn er sich abwendet, bemüht er sich, überall auf der Erde Unheil zu stiften, und vernichtet das Ackerland und die Nachkommenschaft.  Und Gott liebt das Unheil nicht.” (Quran 2:205)

“Und es sind Tiere, die Unverletzlichkeit besitzen, genau wie Frauen und Kinder.”[7]

Dies ist eine kennzeichnende Charakteristik des islamischen Gesetzes, dass alle Tiere bestimmte Rechte besitzen, die vor Gericht und dem Büro der Hisbah einklagbar sind.  Muslimische Rechtsgelehrte haben geschrieben: 

“Die Rechte der Lebewesen und der Tiere in bezug auf deren Behandlung durch den Menschen: Diese sind, dass er ihren Bedürfnissen entsprechend für sie sorgt, auch wenn sie gealtert oder erkrankt sind, so dass kein Nutzen mehr von ihnen zu erwarten ist; dass er sie nicht über das, was sie leisten können, hinaus belastet; dass er sie nicht mit etwas zusammen tut, das sie verletzen könnte, sei es von ihrer eigenen Art oder einer anderen, und sei es durch das Brechen ihrer Knochen, Schießen oder Verletzen; dass er sie mit Güte schlachtet, wenn er sie schlachtet, und weder ihre Häute abzieht noch ihre Knochen bricht bevor ihre Körper abgekühlt sind und ihre Leben vorbei sind; dass er sie nicht schlachtet, wo ihre Jungen sie sehen können, dass er sie einzeln absondert; dass er ihre Aufenthaltsorte und Wasserstellen angemessen einrichtet; dass er in der Fortpflanzungszeit die männlichen und die weiblichen zusammenläßt; dass er nicht die, die er zum Jagen nimmt, beiseite läßt; und dass er sie weder mit etwas schießt, das ihre Knochen bricht noch mit etwas, das ihren Tod mit irgendwelchen Mitteln herbeiführt, die ihr Fleisch zum Verzehr verboten macht.”[8]

Der Islam betrachtet diese Geschöpfe, sowohl Tiere als auch Pflanzen, auf zwei Arten:

1.    Als Lebewesen mit ihren eigenen Rechten, die Gott loben und preisen und die Seine Kraft und Seine Weisheit bezeugen.  

2.    Als Geschöpfe, die dem Menschen und anderen Geschöpfen zur Verfügung stehen und lebenswichtige Rollen in der Entwicklung dieser Welt spielen.  

Daher ist es eine verbindliche Pflicht, sie zu bewahren und zu entwickeln, sowohl zu ihrem eigenen Wohl und für ihren Wert als einzigartige und unersetzliche Lebensquelle zum Nutzen unter einander und für die Menschheit. 



Footnotes:

[1] Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim

[2] Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim

[3] Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim

[4] Sahieh Muslim, Abu-Dawud

[5] Abu Dawud

[6] Abu Dawud

[7] Muwaffaq ad-Din ibn Qudamah in al-Mughni.

[8] ‘Izz ad-Din ibn ‘Abdas-Salam, in Qawa ‘id al-Ahkamfi Masalih al-Anam.  Diese Passage stammt au seiner Diskussion der huquq al-’ibad, der Rechte oder Gesetze und ehischen Ansprüche von Menschen und anderen Geschöpfen gegenüber der gesetzlich für sie verantwortlichen Person.  Die Rechte oder gesetzlichen Ansprüche von Tieren sind weniger verständlich als die der Menschen und unterliegen Begrenzungen wie dem Schutz menschlichen Lebens und Eigentums und dem Erfordernis als Nahrung für Menschen.  Es ist allerdings bemerkenswert, dass das Konzept der Rechte oder Gesetze im Islam sowohl für Menschen als auch für Tiere vor Gesetz eingeklagt werden kann. 

 

 

Umweltschutz im Islam (teil 7 von 7): Schutz von Mensch und Umwelt vor Schaden

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Beschreibung: Der Islam legt nicht nur Wert darauf, die Grundelemente der Umwelt zum Nutzen der heutigen und der zukünftigen Generationen zu erhalten, er ist auch darauf bedacht, die Menschen und die Umwelt vor schädigenden Einfüssen externer Faktoren wie chemische Produkte und Abfälle zu schützen.

  • von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, und Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 10 May 2010
  • Zuletzt verändert am 10 May 2010
  • Gedruckt: 396
  • Gesehen: 15139 (Tagesmittelwerte: 5)
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Schädigung jeglicher Art ist im Islam verboten.  Eines der Grundprinzipien des Islamischen Gesetzes ist die prophetische Erklärung: 

“Es soll keinen Schaden und keine Zufügung von Schaden geben.” (Al-Hakim)[1]

Schaden und Verderben vorzubeugen, bevor sie auftreten, ist besser als behandeln.  Eine andere juristische Regel im Islamischen Gesetz lautet: “Das Abwenden von Schaden hat Vorrang vor dem Erringen von Vorteilen.“  Dementsprechend sollten alle Handlungen, die darauf zielen, Gutes zu erreichen und Vorteile zu sichern, indem menschliche Bedürfnisse befriedigt, Dienste bereitgestellt und Landwirtschaft, Industrie und Kommunikationsmittel entwickelt werden, ohne bemerkenswerte Schädigung, Verletzung  oder Verwüstung durchgeführt werden.   Deshalb ist es absolut erforderlich, dass bei der Überlegung, Planung und Durchführung derartiger Aktivitäten Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, damit sie - soweit möglich- weder Schaden noch Verwüstung mit sich bringen oder dazu führen. 

1.      Müll, Abwasser, Reinigungsmittel und andere giftige und schädliche Substanzen  

Abfallprodukte und freigesetzte Abgase, die alltäglichen menschlichen Ursprungs sind oder industriellen Aktivitäten und dem Gebrauch moderner, fortschrittlicher Technologien entstammen, sollten sorgfältig entsorgt oder beseitigt werden, um die Umwelt vor Verfall und Entstellung zu schützen.  Es ist ebenfalls wesentlich, den Menschen vor den Effekten schädlicher Einflüsse dieser Abfälle auf die Umwelt und deren Schönheit und Lebenskraft zu schützen, sowie der Schutz anderer Umweltfaktoren.  Die Anhäufung von Abfällen ist größtenteils ein Ergebnis unserer Verschwendung.  Das Verbot der Verschwendung im Islam erfordert die Wiederverwendung von Gütern und das Recycling von Materialien und Abfallprodukten, soweit es möglich ist, anstatt damit Mülldeponien zu füllen. 

Der Prophet verbot, sich in eine Wasserquelle, auf einem Weg, an einem schattigen Ort oder in ein Erdloch, in dem ein Lebewesen wohnen könnte, zu erleichtern.[2]  Der Wert, der diesen Verboten zugrundeliegt, sollte ebenfalls auf die Verschmutzung  seltener Resourcen und Lebensräume allgemein angewendet werden.  Abfallprodukte, Abgase und ähnliche Verunreiniger sollten an ihrer Quelle mit den bestmöglichen Mitteln behandelt werden und bei deren Deponierung müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um schädigende Nebeneffekte, die zu ähnlichen oder größeren Schäden oder Verletzungen führen, zu vermeiden.  Das juristische Prinzip in diesem Zusammenhang ist: “Schaden soll nicht mit Mitteln ähnlichen oder größeren Schadens beseitigt werden.“   

Dies trifft auf die schädlichen Auswirkungen von Reinigungsmitteln und anderen giftigen oder schädlichen Substanzen zu, die zu Hause, in Fabriken, in der Landwirtschaft und anderen öffentlichen oder privaten Bereichen verwendet werden.  Es absolut notwendig, alle möglichen Schritte zu unternehmen, um deren schädigenden Auswirkungen zu verhindern und vermeiden, bevor sie auftreten, um den Menschen und sein natürliches und soziales Umfeld zu beschützen.  Wenn der Schaden, der von diesen Substanzen ausgeht, sich tatsächlich als größer erweist als ihr Nutzen, dann sollten sie verboten werden.  In diesem Fall sollten wir uns nach einer wirkungsvollen und harmlosen oder wenigstens weniger schädlichen Alternative umsehen.

2.      Pestizide

Dieselben Prinzipien gelten genauso für alle Pestizide, einschließlich Insektizide und Herbizide.  Die Verwendung derartiger Substanzen sollte in der Gegenwart und in Zukunft keinerlei Schaden oder negative Auswirkungen auf Menschen oder die Umwelt verursachen.  Daher ist die Kontrolle und das Verbot dessen, was für Menschen oder die Ökosysteme zu Schaden oder negative Auswirkungen führen kann, wichtig, auch wenn diese Kontrolle oder das Verbot die persönlichen Interessen einiger Individuen beeinträchtigen könnte.  Dies stimmt mit dem Prinzip überein, das besagt: „Eine private Verletzung ist in Kauf zu nehmen, um eine Verletzung der Allgemeinheit zu abzuwenden.“  Alle erlaubten und legitimierten Mittel sollten angewandt werden, um Schaden oder Verletzungen zu vermeiden, vorausgesetzt, dass derartige Mittel nicht zu ähnlichem oder größerem Schaden führen oder ihn verursachen.  Das juristische Prinzip, das hier zur Anwendung kommt, ist: „Das geringere zweier Übel ist zu wählen.“  Wenn die Anwendung solcher Pestizide unvermeidbar ist, dann macht: „die große Not verbotene Dinge erlaubt.”  Allerdings sollte „Jede Notwendigkeit ihrem Wert entsprechend abgeschätzt werden”, und “das, was aufgrund einer Entschuldigung erlaubt wurde, hört auf, erlaubt zu sein, wenn die Entschuldigung verschwindet.“ 

Die ausgewähltesten und am wenigsten schädlichen Maßnahmen zur Seuchenkontrolle werden durch diese Werte und Prinzipien des Islam erforderlich gemacht.  Vorbeugende Maßnahmen, biologische Kontrollen, ungiftige Mittel zur Abschreckung (Repellentien), biologisch abbaubare Substanzen und Pestizide mit einem kleinen Wirkungsspektrum sollten, wann immer es möglich ist, vor zerstörerischen Alternativen zur Anwendung kommen.  Außerdem sollte ihre Anwendung sorgfältig berechnet werden, um menschliches Leben, Ernten und Vieh mit höchster Wirksamkeit und Leistung zu schützen; und indem der geringste Einfluss auf Gottes  Schöpfung ausgeübt wird. 

3.      Radioaktive Substanzen

Das oben genannte Prinzip gilt ebenso für radioactive Substanzen, die nicht nur außerordentlich giftig sind, sondern es auch für extrem lange Zeit bleiben.  Wir sollten vorbeugen und die schädlichen Auswirkungen ihrer Verwendung auf Menschen und Ökosysteme vermeiden.  Es ist ebenfalls unerläßlich, dass wir jeglichen Atommüll zufriedenstellend deponieren.  Besondere Vorkehrungen sind notwendig, um dem Entweichen radioaktiver Strahlung, sei es durch Nachlässigkeit oder durch Schäden, vorzubeugen, und um alle schädigenden Auswirkungen beim Test nuklearer Explosionen zu vermeiden.  

4.      Lärm 

Da Industrie, Massenmedien und Transport normalerweise von Lärm begleitet werden, ist es notwendig, nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, um den Lärm zu vermeiden und zu verringern.  Lärm besitzt einen schädlichen Einfluss auf den Menschen und die Lebewesen in der Umwelt – daher die Notwendigkeit diesen Schaden zu reduzieren und ihm so weit wie möglich und mit jedem Mittel vorzubeugen, den Regelungen und Anweisungen des islamischen Gesetzes entsprechend. 

5.      Berauschendes und andere Drogen 

Es steht fest, dass Rauschmittel und Narkotika eine schädliche Wirkung auf die körperliche und geistige Gesundheit von Menschen haben, und dementsprechend auch auf sein Leben und seinen Verstand; seine Nachkommen, seine Arbeit, sein Vermögen, seine Ehre und seine Rechtschaffenheit.  Es wurde bewiesen, dass Rauschmittel und andere Drogen beträchtliche körperliche, gesellschaftliche und psychologische Störungen verursachen.  Daher sind Rauschmittel aller Art und den Geist beeinträchtigende Drogen im Islam verboten.  Ihre Herstellung und Vermarktung ist ebenso verboten wie alles, das damit verbunden ist oder ihre Herstellung unterstützt.  Dies zeigt seit 14 Jahrhunderten die Sorge der islamischen Gesetzgebung um den Schutz des menschlichen Lebens und die Bewahrung des sozialen und physischen Umfelds vor Verwüstung, Schaden und Verschmutzung. 

6.      Naturkatastrophen

Alle notwendigen Vorkehrungen sollten getroffen werden, um die Auswirkungen von Naturkatastrophen, die Mensch und Umwelt betreffen, wie Fluten, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme, Waldbrände, Verwüstungen, Plagen und Epidemien, möglichst gering zu halten.  Es muss erkannt werden, dass Naturkatastrophen manchmal, zumindest zum Teil, durch die Taten von Menschen verursacht werden, und dass die Konsequenzen ihres Auftretens den Verlust von Menschenleben und Reichtum in vielen Fällen durch unangemessene Besiedelung, Bauweise und landwirtschaftliche Nutzungspraktiken noch verschlimmert werden.  Entsprechend kann ihr Einfluss durch vorausschauende Planung abgemildert werden, die auf dem Verständnis der natürlichen Prozesse basiert.  Ungeeignete landwirtschaftliche Nutzungspraktiken und Aktivitäten sollten in Landstrichen, die inhärent, potential oder zufallsbedingt für einen Bruch des natürlichen Prozesses verwundbar sind, nicht gestattet werden.  

Der Schutz des menschlichen Lebens, des Eigentums und der Interessen ist wesentlich und notwendig, und “was unbedingt erforderlich ist, um eine zwingende Pflicht zu erfüllen, ist selbst eine Verpflichtung“.  Das islamische Gesetz enthält auch: “Schaden sollte entfernt werden” und “Schaden sollte so gut wie möglich beseitigt werden”.  Allerdings sollten die verwendeten Schutzmaßnahmen keine negative Auswirkungen nach sich ziehen, gemäß dem Prinzip: “Schaden soll nicht mit Mitteln ähnlichen oder größeren Schadens beseitigt werden.“      



Footnotes:

[1] Dieses und die folgenden gesetzlichen Prinzipien sind wohlbekannt und - obwohl sie auch anderswo zitiert werden – kann man sie in folgenden Büchern finden: al-Ashbah wa ‘n-Naza ‘ir by Jalal ad-Din as-Suyuti and Zayn al-Abidin ibn Nujaym, und in den Majalat al- Ahkam al-’Adliyah.

[2] Abu Dawud

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