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Was sie über Muhammad sagten (teil 1 von 3)

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Beschreibung: Die Aussagen westlicher Gelehrter, die den Islam durch den Propheten Muhammad studiert haben.  Teil 1: Einleitung. 

  • von iiie.net (herausgegeben von: IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 20 Feb 2012
  • Zuletzt verändert am 20 Feb 2012
  • Gedruckt: 355
  • Gesehen: 11128 (Tagesmittelwerte: 4)
  • Bewertung: 5 von 5
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Während der Jahrhunderte der Kreuzzüge wurden alle möglichen Verleumdungen gegen den Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, erfunden.  Mit der Geburt der Neuzeit, die von religiöser Toleranz und Gedankenfreiheit geprägt war, gab es eine große Veränderung im Ansatz westlicher  Autoren bei der Schilderung seines Lebens und seines Charakters.  Die Ansichten einiger nicht-muslimischer Gelehrter bezüglich des Propheten Muhammad, die am Ende zitiert werden, rechtfertigen diese Meinung. 

Der Westen muss aber immer noch einen Schritt vorangehen, um die größte Realität über Muhammad und dass er der wahre und letzte Prophet Gottes für die gesamte Menschheit ist, herauszufinden.  Trotz all´ ihrer Objektivität  und Erleuchtung hat es vom Westen keinen ernsthaften und objektiven Versuch gegeben, das Prophetentum Muhammads zu verstehen.  Es ist sehr seltsam, dass glühende Tribute für seine geschichtliche Integrität und Errungenschaften gezollt werden, aber sein Anspruch darauf, der Prophet Gottes zu sein, wurde explizit und implizit zurückgewiesen.  Hier ist ein Suchen mit dem Herzen erforderlich und ein Überprüfen der sogenannten Objektivität nötig.  Die folgenden erstaunlichen Fakten aus dem Leben Muhammads wurden sollen eine unvoreingenommene, logische und objektive Entscheidung über sein Prophetentum zu erleichtern.

Bis zum Alter von vierzig war Muhammad nicht als Staatsmann, Prediger oder Redner bekannt gewesen.  Es wurde nie beobachtet, dass er die Prinzipien der Metaphysik, der Ethik, der Rechte, der Politik, der Wirtschaft oder der Soziologie diskutierte.  Es besteht kein Zweifel daran, dass er einen ausgezeichneten Charakter, angenehme Manieren besaß und äußerst kultiviert war.  Es gab also nichts an ihm, das so überaus auffallend und außerordentlich gewesen wäre, dass die Männer in Zukunft etwas Großes und Revolutionäres von ihm erwartet hätten.  Als er jedoch aus der Höhle Hira wiederkam, war er vollkommen verändert.  Ist es möglich, dass sich jemand mit den oben genannten Eigenschaften plötzlich zu einem ´Hochstapler ´ wandelt und behauptet, der Prophet Gottes zu sein, und so den Ärger seines Volkes auf sich zieht?  Man könnte sich fragen, aus welchem Grund er all´ die Schwierigkeiten ertrug, die ihm auferlegt wurden? Sein Volk bot ihm an, ihn zu ihrem König zu machen und ihm alle Reichtümer des Landes zu Füßen zu legen, wenn er doch nur mit dem Predigen von seiner Religion aufhören würde.  Er aber lehnte ihre verlockenden Angebote ab und predigte seine Religion alleine weiter, allen Beleidigungen, sozialer Ausgrenzung und sogar körperlichen Angriffen durch sein eigenes Volk zum Trotz.  Waren es nicht Gottes Unterstützung  und sein eiserner Wille, die Botschaft Gottes zu verbreiten sowie sein tief verankerter Glaube, dass letztlich nur der Islam als einzige Lebensweise für die Menschheit hervorgehen wird, die ihn wie einen Felsen angesichts der Feindseligkeit und der Verschwörungen, um ihn zu beseitigen, stehen ließen?  Wäre er darüber hinaus mit einem Bild der Rivalität gegenüber den Christen und Juden gekommen, warum hat er dann den Glauben an Jesus und Moses und anderen Propheten Gottes zu einer Grundvoraussetzung des Glaubens gemacht, ohne die keiner ein Muslim sein kann? 

Ist es kein unbestreitbarer Beweis für sein Prophetentum, dass, obwohl er nicht lesen und schreiben konnte und vierzig Jahre lang ein ganz normales und ruhiges Leben geführt hatte, ganz Arabien in Ehrfurcht erbebte und sich über seine Redegewandtheit und Sprachkunst wunderte?  Es war so unübertrefflich, dass die ganze Schar arabischer Dichter, Prediger und Redner des höchsten Formats nicht in der Lage gewesen ist, etwas Entsprechendes hervorzubringen.  Und vor allem, wie könnte er denn Wahrheiten wissenschaftlicher Natur, die im Qur´an enthalten sind aussprechen, die kein menschlches Wesen in jener Zeit entdeckt haben konnte?

Schließlich stellt sich zuletzt die Frage, warum hat er ein so schweres Leben geführt, selbst nachdem er die Macht und Vorherrschaft errungen hatte?  Denk´ nur mal über die letzten Worte nach, die der beim Sterben sagte:

“Wir, die Gemeinschaft der Propheten, hinterlassen kein Erbe.  Was wir hinterlassen ist Almosen.”

Es ist eine Tatsache, dass Muhammad das letzte Glied in der Kette der Propheten bildet, die seit dem Anbeginn des menschlichen Lebens auf diesem Planeten in verschiedene Länder und Zeiten gesandt worden waren.  Es folgen einige Texte westlicher Autoren über Muhammad.

Lamartine, Histoire de la Turquie, Paris 1854, Bd II, S. 276-77:

“Wenn Großartigkeit des Ziels, Bescheidenheit der Mittel und Erstaunlichkeit der Ergebnisse die drei Kriterien für menschliches Genie sind, sollten wir uns unterstehen, irgendeinen Mann in der modernen Geschichte mit Muhammad zu vergleichen.  Die berühmtesten Männer schufen nur Waffen, Gesetze und Reiche. Sie gründeten, wenn überhaupt, nicht mehr als materielle Mächte, die oft genug vor ihren eigenen Augen zerbröckelten.  Dieser Mann bewegte nicht nur Armeen, Gesetzgebungen, Reiche, Völker und Dynastien, sondern Millionen Menschen in einem Drittel der damals bewohnten Welt; und darüber hinaus bewegte er die Altäre, die Gottheiten, die Religionen, die Ideen, die Ansichten und die Seelen... die Nachsichtigkeit im Sieg, sein Ehrgeiz, der gänzlich der einen Idee unterworfen war und in keiner Weise nach einem Imperium strebte; seine unzähligen Gebete, seine mystischen Unterhaltungen mit Gott, sein Tod und sein Triumph nach dem Tod; all dies bezeugt, dass er kein Hochstapler gewesen ist, sondern eine feste Überzeugung gab ihm die Kraft, einen Glaubenssatz wiederherzustellen.  Dieser Glaubenssatz war zweiteilig: die Einzigartigkeit Gottes und die Immaterialität Gottes; der erste sagt aus, was Gott ist und der zweite sagt, was Er nicht ist; der eine stürzt falsche Götter mit dem Schwert, der andere beginnt eine Idee mit Worten.

“Philosoph, Redner, Apostel, Gesetzgeber, Kämpfer, Eroberer der Ideen, Wiederhersteller rationeller Glaubenssätze, eines Kultes ohne Bilder; der Gründer von zwanzig weltlichen Imperien und eines spirituellen Imperiums, das ist Muhammad.  Was alle Maßstäbe betrifft, mit denen menschliche Größe gemessen werden kann, können wir die Frage stellen, ob es irgendeinen Mann gibt, der großartiger gewesen ist als er?”

Edward Gibbon und Simon Ocklay, History of the Saracen Empire, London, 1870, S. 54:

“Es ist nicht die Verkündung sondern die Dauerhaftigkeit seiner Religion, die unsere Bewunderung wert ist, derselbe reine und vollkommene Eindruck, den er in Mekka und Medina hinterlassen hat, wurde bewahrt.  Nach den Revolutionen von zwölf Jahrhunderten durch die indischen, die afrikanischen und die türkischen Bekehrten des Qur´an…haben die Mohammedaner[1] einheitlich der Versuchung widerstanden, den Gegenstand ihres Glaubens und ihrer Ergebenheit auf ein Level mit den Sinnen und Vorstellungen des Menschen zu reduzieren.  ‘Ich glaube an Einen Gott und Mahomet den Gesandten Gottes’ ist das einfache und unveränderliche Bekenntnis des Islam.  Das intellektuelle Bild von der Gottheit ist nie durch ein sichtbares Idol degradiert worden; die Ehrungen des Propheten haben niemals das Maß an menschlicher Tugend überschritten und seine lebenden Gebote haben die Dankbarkeit seiner Jünger in den Grenzen der Vernunft und der Religion gebändigt.”

Bosworth Smith, Mohammed and Mohammadanism, London 1874, S. 92:

“Er war Cäsar und Papst in einem; aber Papst ohne die Anmaßungen des Papstes, Cäsar ohne Cäsars Legionen: ohne ein festes Heer, ohne Leibwächter, ohne Palast, ohne feste Staatseinkünfte; wenn jemals ein Mann das Recht besessen hat, zu sagen, dass er nach göttlichem Recht herrsche, dann war es Muhammad, denn er besaß alle Macht ohne ihre Instrumente und ohne ihre Mittel.”

Annie Besant, The Life and Teachings of Muhammad, Madras 1932, S. 4:

“Jeder, der das Leben und den Charakter des großartigen Propheten Arabiens studiert, der weiß, wie er gelehrt und wie er gelebt hat, kann nichts anders als Ehrfurcht für diesen mächtigen Propheten empfinden, für einen der großartigen Gesandten des Allerhöchsten.  Und auch wenn viele Dinge von dem, was ich euch nenne, schon bekannt sind, wann immer ich sie wieder lese, fühle ich eine neue Art der Bewunderung, ein neues Gefühl der Ehrfurcht für diesen mächtigen Lehrer Arabiens.”

W. Montgomery, Mohammad at Mecca, Oxford 1953, S. 52:

“Seine Bereitwilligkeit, die Verfolgungen für seine Ansichten zu erdulden, der hohe moralische Charakter der Männer, die an ihn glaubten und zu ihm als ihren Führer aufblickten, und die Großartigkeit dessen, was er erreicht hat – alles argumentiert für seine fundamentale Integrität.  Muhammad für einen Hochstapler zu halten, schafft mehr Probleme als es löst.  Darüber hinaus wird keine der großen Persönlichkeiten der Geschichte im Westen so gering geschätzt wie Muhammad.”

James A. Michener, ‘Islam: The Misunderstood Religion’ in Reader’s Digest (American Edition), May 1955, S. 68-70:

“Muhammad, der geniale Mann, der den Islam gegründet hat, wurde etwa 570 nChr in einem arabischen Stamm hinein geboren, der Götzen anbetete.  Von seiner Geburt an Waisenkind, war er immer besonders um die Armen und Bedürftigen, die Witwe und die Waise, den Sklaven und den Unterdrückten besorgt.  Mit zwanzig war er bereits ein erfolgreicher Händler und wurde bald Leiter von Kamelkaravanen für eine wohlhabende Witwe.  Als er fünfundzwanzig wurde, schlug ihm seine Arbeigeberin, die seine Fähigkeiten erkannte, die Ehe vor.  Obwohl sie fünfzehn Jahre älter war, heiratete er sie und solange sie lebte, blieb er ihr treuer Ehemann. 

“Wie fast jeder Hauptprophet vor ihm, wehrte sich Muhammad schüchtern dagegen, als Überbringer von Gottes Wort zu dienen, seine eigene Unzulänglichkeit fühlend.  Aber der Engel befahl: ´Lies!´  Soweit wir wissen, war Muhammad des Lesens und Schreibens nicht kundig, aber er begann, die ihm inspirierten Worte zu diktieren, die bald einen großen Teil der Erde revolutionierten: “Es gibt Einen Gott.”

“In allen Dingen war Muhammad zutiefst praktisch.  Als sein geliebter Sohn Ibrahim starb, gab es eine Finsternis und Gerüchte von der persönlichen Anteilnahme Gottes machten schnell die Runde.  Woraufhin Muhammad Berichten zufolge verkündete: ‘Eine Finsternis ist ein Naturphänomen.  Es ist dumm, solche Dinge wie den Tog oder die Geburt eines menschlichen Wesens damit in Verbindung zu bringen.’

“Bei Muhammads eigenem Tod wurde ein Versuch unternommen, ihn zu vergöttlichen, aber der Mann, der sein administrativer Nachfolger werden sollte, erstickte die Hysterie im Keim mit einer der nobelsten Ansprachen der religiösen Geschichte: ‘Wenn es einen unter euch gibt, der Muhammad angebetet hat, er ist tot.  Aber wenn es Gott ist, Den ihr angebetet habt, Er lebt ewig.’”

Michael H. Hart, The 100: A Ranking of the Most Influential Persons in History, New York: Hart Publishing Company, Inc. 1978, S. 33:

“Meine Auswahl Muhammads, um die Liste der einflussreichsten Personen der Welt anzuführen, mag einige Leser überraschen und könnte von anderen in Frage gestellt werden, aber er war der einzige Mann in der Geschichte, der sowohl im religiösen als auch im sekulären Bereich außerordentlich erfolgreich gewesen ist. ”



Footnotes:

[1] Der Ausdruck Mohammedaner  ist eine Fehlbezeichnung, die von den Orientalisten aus einem gewissen Mangel an Verständnis des Islam eingeführt worden ist, analog zu Christ und Christentum.

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