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Aminah Assilmi, Ex-Christin, USA (teil 2 von 4)

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Beschreibung: Nachdem sie mit einem gläubigen Muslim über den Islam diskutiert hatte, nimmt sie den Islam an – aber zu ihren eigenen Bedingungen! 

  • von Aminah Assilmi
  • Veröffentlicht am 22 Dec 2008
  • Zuletzt verändert am 22 Dec 2008
  • Gedruckt: 564
  • Gesehen: 11711 (Tagesmittelwerte: 3)
  • Bewertung: 5 von 5
  • Bewertet von: 4
  • Emailed: 0
  • Kommentiert am: 0

Sein Name war Abdulaziz Alshaikh, und er nahm sich die Zeit.  Er war sehr geduldig und diskutierte jede Frage mit mir.  Er gab mir nie das Gefühl, dumm zu sein oder törichte Fragen zu stellen.  Er fragte mich, ob ich daran glaube, dass es nur einen einzigen Gott gibt und ich sagte ja.  Dann fragte er, ob ich glaube, dass Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, Sein Gesandter war.  Und wieder sagte ich ja.  Er sagte mir, dann sei ich bereits Muslim! 

Ich argumentierte, ich sei Christin, ich wollte lediglich versuchen, den Islam besser zu verstehen.  (Bei mir dachte ich, ich könnte kein Muslim sein!  Ich war Amerikanerin und weiß!  Was würde mein Ehemann sagen?  Wenn ich Muslima würde, würde ich mich von meinem Ehemann scheiden lassen müssen.  Meine Familie würde sterben!) 

Wir sprachen weiter.  Später erklärte er mir, dass das Erlangen von Wissen und das Verständnis von Spiritualität ein bisschen wie das Erklimmen einer Leiter sei.  Wenn du auf eine Leiter kletterst, und versuchst ein paar Sprossen auf einmal zu nehmen, dann läufst du in Gefahr, herunterzufallen.  Die Schahada war nur die erste Stufe der Leiter.  Wir mussten noch ein bisschen weiter reden. 

Später am Nachmittag des 21. Mai 1977 am ´Asr sprach ich die Schahada.  Allerdings gab es noch immer offene Fragen und es war meine Art, vollkommen ehrlich zu sein, also machte ich einen Zusatz.  Ich sagte: "Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Gott und Muhammad ist Sein Gesandter; aber ich werde niemals mein Haar bedecken und wenn mein Ehemann eine andere Frau nimmt, werde ich ihn kastrieren." 

Ich hörte, wie die anderen Männer im Raum Luft schnappten, aber Abdulaziz lies sie verstummen.  Später erfuhr ich, dass er den Brüdern riet, diese beiden Themen niemals mit mir zu diskutieren.  Er war sich sicher, dass ich das von selbst verstehen würde. 

Die Schahada war eine solider Standpunkt auf der Leiter zum spirituellen Wissen und der Nähe Gottes.  Aber es war ein langsames Klettern.  Abdulaziz kam mich weiter besuchen und beantwortete meine Fragen.  Möge Gott ihn für seine Geduld und Toleranz belohnen.  Er ermahnte mich nie oder zeigte mir, dass eine Frage dumm oder lächerlich war.  Er behandelte jede Frage mit Würde und sagte mir, die einzige dumme Frage, die ich stellen koennte, war eine, die nie gestellt würde.  Hmmm… das hat meine Grossmutter auch immer gesagt.         

Er erklärte, dass Gott uns befohlen hat, nach Wissen zu streben, und fragen ist ein Mittel, Wissen zu erhalten.  Wenn er etwas erklärte, war das, wie wenn man eine Rose beim Erblühen zusieht – Blütenblatt für Blütenblatt, bis sie ihre volle Schönheit erreicht hat.  Wenn ich ihm sagte, ich stimme in irgendeiner Sache nicht zu und warum, dann sagte er immer, ich hätte bis zu einem gewissen Punkt recht.  Dann zeigte er mir, wie man die Angelegenheit aus verschiedenen Gesichtspunkten tiefer betrachtet, um ein umfassenderes Verständnis zu erzielen.    Alhamdulillah [Alles Lob gebührt Allah]!

Mit den Jahren hatte ich viele Lehrer.  Jeder hatte etwas Besonderes, jeder war anders.  Ich bin für jeden einezelnen von ihnen und dasWissen, das sie mir vermittelten, dankbar.  Jeder Lehrer half mir zu wachsen und den Islam mehr zu lieben.  Als sich mein Wissen vermehrte, wurden die Veränderungen an mir immer offensichtlicher.  Binnen einen Jahres trug ich Hijab.  Ich weiß nicht mehr genau, wann ich damit begonnen habe.  Es kam ganz von selbst mit dem Wissen und dem Verständnis.  Mit der Zeit befürwortete ich sogar die Polygamie.  Ich wusste, wenn Gott es erlaubt hatte, dann musste es darin etwas Gutes geben. 

“Preise den Namen deines Allerhöchsten Herrn, Der erschaffen und geformt hat, Der bestimmt und leitet, Der die Weide hervorbringtund sie zu versengter Spreu macht.  Wir werden dir (den Qur´an) verlesen lassen, und du sollst (ihn) nicht vergessen, es sei denn, was Gott will; denn Er kennt das Offenkundige und das Verborgene.  Und Wir werden es dir zum Heil leicht machen.” (Quran 87:1-8)

Als ich zuerst anfing, den Islam zu studieren, hatte ich nicht erwartet, irgendetwas zu finden, das ich brauchen konnte oder mir für mein eigenes Leben wünschte.  Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass der Islam mein Leben verändern würde.  Kein Mensch hätte mich jemals davon überzeugen können, dass ich durch den Islam letztendlich Frieden finden und vor Liebe und Freude überfließen würde. 

Dieses Buch handelte von DEM EINEN GOTT; DEN SCHÖPFER DES UNIVERSUMS.  Es beschrieb die wunderschöne Art und Weise, wie Er diese Welt eingerichtet hat.  Der wunderbare Qur´an enthält Antworten auf alle Fragen.  Gott ist der Liebende!  Gott ist die Quelle des Friedens!  Gott ist der Beschützer!  Gott ist der Vergebende!  Gott ist der Versorgende!  Gott ist der Erhaltende!  Gott ist der Großzügige!  Gott ist der Verantwortliche!  Gott ist der Schützende Freund!  Gott ist der Ausdehnende!    

“Haben Wir dir nicht deine Brust geweitet und dir deine Last abgenommen, die so schwer auf deinem Rücken lastete und deinen Namen erhöht?  Also, wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung einher; wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung (einher).” (Quran 94:1-6)

Der Qur´an erwähnt alle Angelegenheiten der Existenz und zeigt einen deutlichen Weg zum Erfolg.  Es war wie eine Landkarte zur Vergebung, eine Gebrauchsanleitung für das Leben! 

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