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Die zehn bekanntesten Mythen über den Islam (Teil 1 von 2): Zugang zu Informationen stoppt Missverständnisse über den Islam nicht

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Beschreibung: Ein kurzer Einblick auf die zehn häufigsten Mythen über den Islam.

  • von Aisha Stacey (© 2017 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 03 Apr 2017
  • Zuletzt verändert am 03 Apr 2017
  • Gedruckt: 16
  • Gesehen: 3831 (Tagesmittelwerte: 4)
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TopTenMyths1.jpgSeitdem die Muslime über die arabische Halbinsel hinaus fegten, um das islamische Reich zu etablieren, gab es Mythen und Missverständnisse rund um die islamische Lebensweise.  Vor fast 1500 Jahren veränderte die Anbetung eines einzigen Gottes die bekannte Welt, allerdings kreisen die Mythen immer noch um den Islam, obwohl die Menschen Zugang zu beispiellosen Mengen an Informationen besitzen. 

. In diesen beiden Artikeln werden wir die zehn bekanntesten Mythen untersuchen, die heute Missverständnisse und Intoleranz hervorrufen. 

1.     Der Islam unterstützt den Terrorismus. 

In der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts ist dies womöglich der größte Mythos über den Islam.  In einer Zeit, in der es scheint, als wäre die Welt mit dem Töten Unschuldiger verrückt geworden, muss bekräftigt werden, dass die Religion des Islam bestimmte Regeln für den Krieg aufstellt und großen Wert auf die Heiligkeit des Lebens legt.  

"...wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten...."  (Quran 5:32)

Das Töten von Unschuldigen ist völlständig verboten.  Als der Prophet Muhammad seine Gefährten in den Kampf schickte, sagte er: "Zieht aus im Namen Gottes und tötet keinen alten Mann, keinen Säugling, kein Kind und keine Frau.  Verbreitet Güte und tut Gutes, denn Gott liebt diejenigen, die Gutes tun."[1]  "Tötet keine Mönche in Klöstern" oder "Tötet keine Menschen, die an ihren Gebetsstätten sitzen. "[2]  Einmal nach einem Kampf sah der Prophet den Leichnam einer Frau auf den Boden und sagte: "Sie hat nicht gekämpft, wie wurde sie dann getötet?"

      Diese Regeln wurden vom ersten Khalifen des islamischen Reiches, Abu Bakr, weiter betont.   Er sagte: "Ich befehle euch zehn Dinge. Tötet keine Frauen, Kinder und keine ältere, kranke Person.  Fällt keine Früchte tragenden Bäume.  Zerstört keine bewohnten Orte.  Schlachtet kein Schaf oder Kamel, außer für Nahrung.  Verbrennt keine Bienen und verstreut sie nicht.  Stehlt nicht von der Beute und seid nicht feige."[3]  Zusätzlich hierzu ist es Muslimen verboten, ungerechtfertigte Aggessionshandlungen auszuführen.  Es ist nie gestattet, eine Person zu töten, die nicht feindselig ist. 

"Und kämpft auf dem Weg Gottes gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Gott liebt nicht diejenigen, die übertreten…" (Quran 2:190)

2.     Islam unterdrückt Frauen. 

Der Islam zollt Frauen in jeder Phase ihres Lebens größten Respekt.  Als Tochter öffnet sie ihrem Vater das Tor des Paradieses.[4]  Als Ehefrau vervollständigt sie die Hälfte der Religion für ihren Ehemann.[5]  Wenn sie eine Mutter ist, liegt ihr das Paradies zu Füßen.[6]  Muslimische Männer müssen Frauen unter allen Umständen respektvoll behandeln, denn der Islam verlangt, dass Frauen mit Ehre und Fairness behandelt werden.

In Islam wird Frauen wie Männern befohlen, an Gott zu glauben und Ihn anzubeten. Frauen sind Männern gleichgestellt, was den Lohn im Jenseits angeht.

"Diejenigen aber, die handeln, wie es recht ist sei es Mann oder Frau und dabei gläubig sind, werden ins Paradies eingehen und nicht im geringsten Unrecht erleiden." (Quran 4:124)

Der Islam gibt Frauen das Recht, Eigentum zu besitzen und über ihre eigenen Finanzen zu bestimmen.  Er gibt Frauen formale Erbrechte und das Recht auf Bildung.  Muslimische Frauen haben das Recht, einen Heiratsantrag anzunehmen oder abzulehnen und sind vollständig von der Verpflichtung, die Familie zu unterstützen und zu versorgen, befreit, daher steht es arbeitenden, verheirateten Frauen völlig frei, zu den Haushaltsausgaben etwas beizutragen oder nicht, wie es ihnen gefällt.  Der Islam gibt Frauen ebenfalls das Recht,eine Scheidung zu verlangen, wenn es nötig ist. 

Traurigerweise ist es wahr, dass einige muslimische Frauen unterdrückt werden.  Unglücklicherweise sind sich viele ihrer Rechte nicht bewusst und werden zu Opfern kultureller Verirrungen, die im Islam keinen Platz haben.  Mächtige Individuuen, Gruppen und Regierungen erheben den Anspruch, Muslime zu sein, und doch versagen sie elendig dabei, die Prinzipien des Islam zu praktizieren.  Wenn Frauen ihre von Gott gegebenen Rechte gegeben werden, wie sie in der Religion des Islam festgelegt werden, könnte die globale Unterdrückung von Frauen in Vergessenheit geraten.  Der Prophet Muhammad sagte: "Nur ein Nobler behandelt Frauen auf ehrenwerte Weise.  Und nur ein Unehrenhafter behandelt Frauen schändlich."[7]

3.     Alle Muslime sind Araber

Die Religion des Islam wurde für alle Menschen überall und zu allen Zeiten offenbart.  Der Qur´an wurde auf arabischer Sprache offenbart, und der Prophet Muhammad ist Araber gewesen, doch es wäre verkehrt, anzunehmen, dass alle Muslime Araber oder umgekehrt alle Araber Muslime seien.  Tatsächlich sind die große Mehrheit der 1.57 Milliarden[8]  Muslime keine Araber. 

Auch wenn viele Menschen, besonders im Westen, mit dem Islam Länder aus dem Mittleren Osten assoziieren, leben fast zwei Drittel (62%) der Muslime in der asiatischen Pazifikregion und in der Tat leben in Indien und Pakistan weit mehr Muslime (zusammen 344 Millionen) als im gesamten Mittleren Osten und Nordafrika zusammen (317 Millionen).

Ebenfalls laut Pew: "Muslime machen in 49 Ländern der Welt die Mehrheit der Bevölkerung aus.  Das Land mit der größten Anzahl (etwa 209 Millionen) ist Indonesien, wo sich 87.2% der Bevölkerung als Muslime bezeichnet.  Indien hat die zweitstärkste muslimische Bevölkerung in groben Zahlen (ungefähr 176 Millionen), damit machen Muslime lediglich 14.4% der Gesamtbevölkerung Indiens aus."

Der Islam ist keine Rasse oder ethnische Zugehörigkeit - er ist eine Religion.  Deshalb können Muslime überall auf der Welt existieren, und das tun sie auch - von der alpinen Tundra Skandinaviens bis zu den warmen Küstengewässern der Fiji.

"O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander erkennen möget..." (Quran 49:13)



Fußnoten:

[1] Abu Dawud

[2] Imam Ahmad

[3] Tabari, Al (1993), The Conquest of Arabia, State University of New York Press, p. 16

[4]  Sahieh Muslim. Bei Ahmad und Ibn Majah wird eine Tochter als "ein Schutzschild gegen das Feuer" für ihren Vater bezeichnet.  

[5] Al-Bayhaqi

[6] Ahmad, An-Nasai

[7] At-Tirmidhi

[8] Gemäß dem Bericht: "Mapping the Global Muslim Population," vom Pew Forum on Religion & Public Life.

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