Verborgene Aktivitäten der Ğinn
Mit ihren Kräften des Fliegens und der Unsichtbarkeit
sind die Ğinn die Meister bei den okkulten Aktivitäten. Woodoo, Schwarze
Magie, Poltergeister, Zauberei und Medien können mit der Welt der Ğinn erklärt
werden, ebenso die Illusionen und Tricks der Zauberer. Weil die Ğinn
weite Strecken innerhalb weniger Sekunden zurücklegen können, ist ihr Wert für
Zauberer unschätzbar. Dafür, dass sie ihnen bei ihrer Zauberei helfen,
verlangen die Ğinn von den Zauberern, dass sie ihnen und Satan dienen. Also
nehmen die Zauberer die Ğinn und Satan als Herrn neben Gott. In unserer
heutigen Zeit vollführen zweifellos viele Zauberer und Entertainer Tricks mit
der Unterstützung der Ğinn. Die Freiheitsstatue verschwinden zu lassen,
über den Grand Canyon zu fliegen und ein Schiff aus dem Bermuda Dreieck wiederherzuholen,
dies alles hat der jüdische Zauberer David Copperfield vollbracht. Es gibt
KEINE andere Möglichkeit, wie ein Mensch solche Dinge tun könnte, außer mit
Hilfe von Ğinn. Es wäre auch keine Überraschung, wenn David Copperfield
seine Seele dem Satan persönlich verkauft hätte.
Eine der häufigsten Aktivitäten, die mit
den Ğinn in Verbindung steht, ist die Wahrsagerei. Vor dem Erscheinen des
Propheten Muhammads waren Wahrsager und Astrologen weit verbreitet. Diese
Menschen pflegten ihre Gefährten von den Ğinn zu benutzen, um etwas über
die Zukunft herauszufinden. Die Ğinn gingen zum untersten Himmel und
lauschten, was die Engel untereinander über zukünftige Ereignisse, die sie von
Gott gehört hatten, sprachen. Dann informierten die Ğinn die Wahrsager
darüber. Aus diesem Grund machten viele Wahrsager sehr präzise Voraussagen. Seit
dem Eintreffen des Propheten jedoch werden die Himmel sorgfältig von den Engeln
bewacht, und jeder Ğinn, der versucht, zu lauschen, wird mit Meteoren
(Sternschnuppen) beschossen:
“Und Wir haben ihn (den Himmel) vor jedem
verfluchten Satan bewahrt; außer vor jenem, der heimlich lauscht, (und den)
dann eine wirkungsvolle Flamme verfolgt.” (Quran 15:17-18)
Der Prophet sagte ebenfalls: “Sie (die
Ğinn ) geben die Nachricht nach unten hin weiter, bis sie die Lippen eines
Magiers oder eines Wahrsagers erreicht. Manchmal überwältigt sie ein Meteor,
bevor sie diese weitergeben können. Wenn sie sie weitergegeben haben, bevor
sie getroffen werden, fügen sie ihr noch einhundert Lügen hinzu.” (Sahieh
Al-Bukhari). Hieraus geht deutlich hervor, warum die Vorhersagen, die
von den Wahrsagern gemacht werden, manchmal zutreffen. Aber es liefert auch
gleichzeitig den Beweis dafür, warum sie auch so viele Falsche machen. Männer
wie Nostradamus sind Beispiele hierfür, denn manche seiner Vorhersagen von der
Zukunft waren richtig, während viele andere vollkommen falsch waren. Unglücklicherweise
nimmt auch die Zahl der Wahrsager unter den Muslim zu. Wenn man muslimische
Länder, wie Marokko besucht, kann man erkennen, wieviel Ğinn – Wahrsager –
Aktivität es dort tatsächlich gibt. Wenn du in einer klaren Nacht in Marokko
den Himmel beobachtest, wirst du sehen, wie der Himmel von Sternschnuppen
erstrahlt! Ein deutliches Zeichen für die Teufel, die von den Himmeln
vertieben werden.
Wahrsager arbeiten auch durch ihren Qarien.
Der Qarien ist der Ğinn, der für jeden Menschen als Gefährten
bestimmt ist. Es ist dieser Ğinn, der uns unsere Grundbegierden
einflüstert und andauernd versucht, uns von der Rechtschaffenheit abzubringen.
Der Prophet sagte: “Jedem von uns ist ein Gefährte von den Ğinn zugeteilt."
Die Gefährten fragten: "Auch dir, o Gesandter Gottes?" Und der
Prophet antwortete: "Auch mir, allerdings hat Gott mir gegen ihn geholfen
und er ist Muslim geworden. Jetzt sagt er mir nur (noch) Gutes.” (Sahieh
Muslim). Weil der Qarien sein ganzes Leben lang bei der Person bleibt,
weiß er, was der Person von der Wiege bis zum Grab widerfahren ist. Indem er
Kontakt zu seinem Qarien aufnimmt, ist der Wahrsager in der Lage, so zu tun,
als sei er es, der alles von der Person weiß. Er schaut in seine Kristallkugel
oder in die Handfläche einer Person und erstaunt sie mit seinen Kenntnissen aus
ihrem Leben, die sonst keiner kennt. Die ernste Lage desjenigen, der zu einem
Wahrsager geht, ist so, wie der Prophet uns mitgeteilt hat: “Das Gebet
desjenigen, der sich einem Wahrsager nähert und ihn über etwas befragt, wird
vierzig Tage oder Nächte lang nicht angenommen.” (Sahieh Muslim) und:
“Wer sich einem Wahrsager nähert und glaubt, was er sagt, glaubt nicht an
das, was Muhammad offenbart worden ist.”
Der Einfluss der Ğinn ist aber nicht
nur auf Wahrsager beschränkt. Andere Aktivitäten wie Kontaktaufnahme zu Toten
werden von Ğinn manipuliert. ‘Charlie, bist du da? Sprich zu uns,
Charlie!’ sind die Art der Worte (Namen sind natürlich unterschiedlich), die
ängstliche Verwandte ausrufen, um Kontakt mit ihren Geliebten aufzunehmen. Und
wenn der Ğinn beginnt, zu reden und als ´Charlie´ zu kommunizieren, dann
führt er die Menschen erst richtig an der Nase herum.
Eine der größten Manipulationen der Ğinn
ist durch Visionen. Durch diese Visionen können die Ğinn möglicherweise
noch mehr Menschen von Gottesdienst irreführen als auf irgend eine andere
Weise. Wenn jemand eine Vision vor seinen Augen sieht, ist es etwas, das für
ihn nur sehr schwer zu erklären ist. Nur wenn man Kenntnisse von der Welt der Ğinn
besitzt und von Gott überzeugt ist, kann jemand eine solche Versuchung
bekämpfen. Die zahllosen Erscheinungen von Jesus Christus und der Jungfrau
Maria waren über Jahrhunderte hinweg eine berühmte Wahl der Teufel. Es scheint
fast so, als sei das Irreführen von Christen die leichteste Übung der
Ğinn! Die Christen ließen sich nicht nur von diesen Visionen täuschen,
sondern häufig besitzen die Ğinn auch Stimmen und beginnen zu sprechen. Die
Christen halten dies für die Stimmen der Engel und damit für einen Beweis ihres
Glaubens. Allerdings ist die Menge des unverständlichen Unsinns und Mülls, den
man zu hören bekommt, ein klarer Beweis für die Tatsache, dass es in Wirklichkeit
die Stimmen der Teufel sind. Für andere Menschen sind Visionen von ihren
Eltern oder Verwandten gewöhnliche Dinge. Indem sie die Gestalt der Eltern von
Menschen annehmen, können die Ğinn die Menschen davon überzeugen, dass
sich die Seelen toter Menschen immer noch unter die Menschen auf der Erde
mischen. Aus diesem Grund glauben so viele Menschen an Geister.
Der Angriff satanischer Visionen hat auch
die Muslime getroffen. Viele Muslime behaupten, Erscheinungen vom Propheten
Muhammad und sogar von Gott gesehen zu haben! Indem er dies tut, ist Satan in
der Lage, schwache Muslime irrezuführen. In derartigen Visionen wird den
Muslimen oft gesagt, dass die Anweisungen des Islam nicht für sie gelten. Die Ğinn
sagen ihnen, dass Gebet, Fasten, Hağğ, usw für sie keine Pflicht
seien. Dies ist eine große Täuschung und unglücklicherweise eine, die sehr
wirkungsvoll war. Die satanischen Erscheinungen gehen auch heute noch weiter.
Der Tod von Diana, Prinzessin von Wales, zeugte von gewaltiger Liebe und
Anbetung für diese Frau. Die Trauer der britischen Menschen war so groß, als
wäre Diana etwas Göttliches. Als die Trauer um Diana ihren Höhepunkt erreichte,
wurden Erscheinungen von ihr am Hamton Court Palace gesichtet! Falls diese
Visionen tatsächlich aufgetreten sind, so war das Begehren von Satan und seiner
Armee der Ğinn von diesem Ereignis zu profitieren offensichtlich. Derartige
Erscheinungen sind ganz klare Versuche des Satans, die Menschheit vom Weg
Gottes wegzuführen.
Schutz vor den Ğinn
Weil sie uns sehen können, wir sie aber
nicht, hat uns der Prophet Muhammad viele Arten gelehrt, wie wir uns vor ihrem
Schaden beschützen können, wie Zuflucht bei Allah (Gott) vor dem verfluchten
Satan zu suchen, die Suren (Kapitel) 113 und 114 des Heiligen Qur´an zu
rezitieren und die Worte zu rezitieren, die Gott uns im Qur´an lehrt: “Und
sprich: "Mein Herr, ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor den
Einflüsterungen der Satane. Und ich nehme meine Zuflucht bei Dir, mein Herr,
damit sie sich mir nicht nähern.” (Quran 23:97-98)
Sagt: Bismillah (im Namen Allahs (Gottes))
bevor ihr eure Häuser betretet, bevor ihr esst oder trinkt und bevor ihr
Gechlechtsverkehr habt, denn das wird den Satan daran hindern, eure Häuser zu
betreten, an eurem Essen und Trinken oder an eurem Geschlechtsverkehr
teilzuhaben. Dementsprechend verhindert die Erwähnung von Allahs Namen, bevor
man in die Toilette geht oder bevor man seine Kleidung auszieht, dass die Ğinn
deine Scham sehen oder dir schaden, wie der Prophet uns mitgeteilt hat. Stärke
im Glauben und in der Religion allgemein schützt die Person vor Schaden durch
die Ğinn.
Den Vers Ajat ul-Kursi auf arabisch zu
rezitieren liefert auch einen starken Schutz vor den Ğinn, wie wir aus der
Geschichte von Abu Hurairah (einem Gefährten Muhammads) mit einem Teufel lernen.
Und der Prophet Muhammad sagte ebenfalls: “Macht
eure Häuser nicht zu Gräbern, denn der Satan flieht aus einem Haus, in dem Sura
al-Baqara [Kapitel 2] rezitierte wird.” (Überliefert bei Sahieh Muslim)
Diese arabischen Verse und Aussagen des
Propheten sind ein paar Beispiele dafür wie ein Muslim Schutz vor den Ğinn
erhält. Der Islam lehrt uns, mit allen Geschöpfen Gottes auszukommen – und
nicht nur mit den Ğinn. Ein wahrer Muslim sollte weder den Satan noch die
Ğinn fürchten, denn der Islam belehrte uns über sie und darüber, wie wir Schutz
vor ihrem Übel erhalten.
Die Welt der Ğinn ist sowohl
unheilvoll, böse als auch hochinteressant. Wenn wir von dieser Welt wissen,
sind wir in der Lage, viele von den Mysterien und den Dingen zu erklären, die
uns begegnen. Indem wir das tun, können wir die Exreme vermeiden, zu denen die
Menschen gelangt sind; nichts ist extremer als andere neben Gott anzubeten.
Indem wir den Monotheismus Gottes erlernen, können wir uns gegen diese
versteckten Verbündeten Satans zur Wehr setzen:
“Wahrlich, er (Satan) sieht euch, er und seine
Schar, von wo ihr sie nicht seht.” (Quran 7:27)
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