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Was ist Islam? (teil 1 von 4): Der Kern des Islam
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Beschreibung: Die Hauptaussage des Islam ist dieselbe fundamentelle Botschaft aller Offenbarungs-religionen, denn sie entstammen alle der gleichen Quelle, und die Gründe für die Ungereimtheiten unter den Religionen.
von M. Abdulsalam (© 2008 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 12 May 2008
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Gott hat die Menschheit in Seiner Gnade und
Gunst mit der angeborenen Fähigkeit begabt, Seine Existenz zu erkennen und
anzuerkennen. Er pflanzte dieses Bewußtsein als eine natürliche Veranlagung tief
in ihre Herzen ein, die sich seit Menschen zum ersten Mal erschaffen wurden,
nicht geändert hat. Darüberhinaus verstärkte Er diese natürliche Veranlagung
auch noch durch die Zeichen in Seiner Schöpfung, die Seine Existenz bezeugen. Da
es für die Menschen unmöglich ist, ein genaues Wissen von Ihm zu erhalten,
außer durch Seine Offenbarungen, schickte Gott Seine Gesandten, die den
Menschen von ihrem Schöpfer, den sie anbeten sollen, berichteten. Diese
Gesandten brachten auch Einzelheiten mit sich, wie man Gott dienen sollte,
denn derartige Details kann man nur durch Offenbarung erfahren. Diese beiden
Grundlagen stellten die wichtigsten Dinge dar, die die Gesandten aller göttlichen
Offenbarungen von Gott mitteilten. Auf dieser Ebene besitzen alle göttlichen
Offenbarungen dieselben edlen Ziele:
1. Die Einzigkeit Gottes – des
gelobten und gepriesenen Schöpfers – in Seinem Wesen und in Seinen
Eigenschaften zu bestätigen
2. Zu bestätigen, dass Gott allein
angebetet werden soll und dass kein anderes Wesen außer Ihm neben Ihm oder an
Seiner Stelle angebetet werden darf
3. Das Wohlergehen der Menschen zu
bewahren und sich gegen Korruption und Böses einzusetzen. Denn alles, das den
Glauben, das Leben, die Vernunft, das Vermögen und die Abstammung bewahrt, sind
Teile dieses menschlichen Wohls, das die Religion schützt. Auf der anderen
Seite ist alles, das diese fünf universellen Bedürfnisse bedroht, eine Form der
Korruption, die die Religion bekämpft und verbietet.
4. Die Menschen zum höchsten Grad
der Rechtschaffenheit, sittlichen Werte und edlen Bräuche einzuladen
Das ultimative Ziel einer jeden Göttlichen
Botschaft war seit jeher dasselbe: die Menschen zu Gott zu leiten, ihnen Seine
Existenz bewußt zu machen und dass sie Ihn allein anbeten sollten. Jede
Göttliche Botschaft kam, um diese Bedeutung zu bestärken, und diese Worte
wurden von den Zungen aller Gesandter wiederholt: “Dient Gott, ihr habt keinen
anderen Gott außer ihm.” Diese Botschaft wurde der Menschheit von Propheten
und Gesandten überbracht, die Gott zu jeder Nation sandte. Alle von diesen
Gesandten kamen mit derselben Botschaft, der Botschaft des Islam.
Alle die Göttlichen Botschaften kamen, um
das Leben der Menschen zur freiwilligen Ergebung in Gottes Willen zu bewegen.
Aus diesem Grund teilen sie alle den Namen des “Islam”, oder “Ergebung”,
abgeleitet von dem arabischen Wort “Salam” oder “Frieden”. In diesem Sinne war
Islam die Religion aller Propheten, Warum aber gibt es die vielen verschiedenen
Unterschiede in der Religion Gottes, wenn sie alle derselben Quelle
entstammten? Die Antwort ist zweierlei:
Der erste Grund ist, dass durch die lange
Zeit, die verstichen ist, und aufgrund der Tatsache, dass die vorherigen
Religionen nicht unter Gottes Schutz standen, sie zahlreichen Wechseln und Veränderungen
unterlagen. Als Ergebnis können wir feststellen, dass die grundlegenden
Wahrheiten, die alle Gesandten gebracht hatten, sich nunmehr unter den
Religionen unterscheiden; am offensichtlichsten ist das bei der Glaubenslehre
und dem Dienst für Gott allein zu erkennen.
Der Zweite Grund dieser Variationen ist,
dass Gott in Seiner unermesslichen Weisheit und mit Seinem Ewigwährenden
Willen, bestimmt hat, dass all die göttlichen Botschaften vor der letzten
Botschaft des Islams, die Muhammad -möge Gott ihn preisen- gebracht hat, nur
auf einen bestimmten Zeitrahmen begrenzt gültig bleiben. Aufgrund dessen
befassen sich deren Gesetze und Methodologie nur mit diesen besonderen
Bedingungen des Volkes, für das sie gesandt wurden.
Die Menschheit hat zahlreiche Perioden der
Leitung, Irreführung, Rechtschaffenheit und Abweichungen durchlebt, vom
primitivsten Zeitalter bis zur höchsten Zivilisation. Die göttliche Leitung
hat die Menschen durch all dies begleitet und jederzeit angemessene Lösungen
und Heilmittel bereitgehalten.
Dies war der Kern der Ungereimtheiten, die
unter den verschiedenen Religionen vorherrschen. Diese Uneinigkeit ging nie
über die Besonderheiten des Göttlichen Gesetzes hinaus. Jede Kundgebung des
Gesetzes richtete sich an die besonderen Probleme des Volkes, für das es
bestimmt war. Trotzdem gibt es auch noch viele Abschnitte mit erstaunlichen
Übereinstimmungen, zB. in den Grundsätzen des Glaubens, den Grundlagen und
Zielen des Göttlichen Gesetzes, wie der Schutz des Glaubens, des Lebens, der
Vernunft, des Eigentums, der Abstammung und das Walten von Gerechtigkeit im
Land; und auch bestimmte grundsätzliche Verbote entsprechen sich, davon sind
die wichtigsten: Götzendienst, Ehebruch, Mord, Diebstahl und falsche Zeugenaussagen.
Desweiteren simmen sie auch über gute moralische Eigenschaften überein, wie
Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Keuschheit, Rechtschaffenheit und Gnade. Diese und
andere Prinzipien sind ewig und dauerhaft; sie bilden die Essenz aller
göttlichen Botschaften und verbinden diese untereinander.
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Was ist Islam? (teil 2 von 4): Die Ursprünge des Islam
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Beschreibung: Die Rolle des Islam unter den anderen Weltreligionen, insbesondere in Verbindung zu der jüdisch-christlichen Tradition.
von M. Abdulsalam (© 2008 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 12 May 2008
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Aber wo passt die Botschaft
Muhammads -möge Gott ihn loben- zu den früheren Botschaften, die Gott offenbart
hat? Ein kurzer historischer Ausflug mag uns diesen Punkt erläutern.
Adam, der erste Mensch, folgte dem
Islam, indem er seine Anbetung Gott allein und niemandem sonst widmete und
Seinen Befehlen treu blieb. Mit der Zeit und der Verstreuung der Menschheit
auf der Erde jedoch wichen Menschen von dieser Botschaft ab und begannen,
andere Dinge anstelle von Gott oder mit Ihm anzubeten. Manche fingen an, die
Frommen anzubeten, die ihre Wege kreuzten, während andere sich Geister oder die
Naturgewalten zum Anbeten suchten. Da begann Gott, der Menschheit Gesandte zu
schicken, um sie wieder dazu zu bringen, Ihn allein zu verehren, was ihrer
natürlichen Veranlagung entsprach und sie vor den harten Konsequenzen zu
warnen, wenn sie etwas anderes neben Ihm anbeteten.
Der erste dieser Gesandten war
Noah, der geschickt wurde, um diese Botschaft des Islam seinem Volk zu
vermitteln, nachdem diese begonnen hatten, ihre frommen Vorväter zusammen mit
Gott anzubeten. Noah rief sein Volk dazu auf, ihren Götzendienst aufzugeben
und befahl ihnen, zum Gottesdienst an Gott allein zurückzukehren. Manche von
ihnen folgten Noahs Lehren, während ihm die Mehrheit nicht glaubte. Jene, die
Noah folgten, waren die Anhänger des Islam oder Muslime, jedoch diejenigen, die
dies nicht taten, in ihrem Unglauben verblieben und mit einer Strafe für ihr
Tun zur Rechenschaft gezogen wurden.
Nach Noah schickte Gott zu jedem
Volk, das von der Wahrheit abgeraten war, Gesandte, um sie zu ihr
zurückzuleiten. Diese Wahrheit war die ganze Zeit hindurch dieselbe: jeglichen
Götzendienst abzulehnen, und die ganze Anbetung ausnahmslos auf Gott und
niemanden sonst zu richten, den Schöpfer und Herren aller und Seinen Befehlen
treu zu bleiben. Aber wie schon zuvor erwähnt: Weil sich jedes Volk in seiner
Lebensweise, Sprache und Kultur von den anderen unterschied, wurden bestimmte
Gesandte zu bestimmten Völkern zu einer bestimmten Zeit geschickt.
Gott sandte Gesandte zu allen Völkern.
Zum Königreich von Babylon schickte Er Abraham – einen der frühesten und
größten Propheten –, der sein Volk dazu aufforderte, den Götzendienst zu
unterlassen, dem sie sich hingaben. Er rief sie zum Islam, aber sie wiesen ihn
zurück und versuchten sogar, ihn zu töten. Gott unterzog Abraham vieler
Prüfungen, und er bewies in ihnen allen seine Wahrhaftigkeit. Für seine
zahlreichen Opfer versprach ihm Gott, dass aus seiner Nachkommenschaft ein
riesiges Volk entstehen solle, von denen Er Propheten auserwählen würde. Immer
wenn Leute von seiner Nachkommenschaft begannen, von der Wahrheit abzuweichen,
sandte Gott zu ihnen einen anderen Gesandten, um sie wieder zu ihr
zurückzuführen.
Dementsprechend sehen wir viele
Propheten, die zu den Nachkommen Abrahams gesandt wurden, wie seine beiden
Söhne Isaak und Ismael, zusammen mit Jakob, Josef, David, Salomon, Moses und
natürlich Jesus, um nur ein paar zu nennen -möge der Segen und Frieden Gottes
auf ihnen allen ruhen-. Jeder Prophet wurde zu den Kindern Israels (den Juden)
gesandt, wenn sie von der wahren Religion Gottes abgewichen waren, und es war
ihre Pflicht, den Gesandten, die ihnen geschickt worden waren, zu folgen und
ihren Anordnungen zu gehorchen. Alle diese Gesandten kamen mit derselben
Botschaft: den Gottesdienst an anderen Wesen außer Gott allein abzulehnen und
Seinen Befehlen zu gehorchen. Manche glaubten den Propheten nicht, während
andere ihnen glaubten. Jene die glaubten, waren Anhänger des Islam (was die
Unterwerfung unter den Willen Allahs bedeutet), oder “Muslime”.
Unter den Gesandten war auch
Muhammad -möge Gott ihn preisen- von der Nachkommenschaft Ismaels, dem Sohn
Abrahams -möge Gott ihn preisen- der als Gesandter auf Jesus folgte. Muhammad -möge
Gott ihn preisen- predigte dieselbe Botschaft des Islam, wie die früheren
Propheten und Gesandten es vor ihm getan hatten – jeglichen Gotesdienst auf
Gott zu richten und zu niemandem sonst und Seinen Befehlen zu gehorchen – worin
die Anhänger der vorherigen Propheten abgewichen waren.
Hieraus können wir erkennen, dass
der Prophet Muhammad -möge Gott ihn preisen- nicht der Gründer einer neuen
Religion war, wie viele Menschen fälschlicherweise denken, sondern er wurde als
der letzte Prophet des Islam gesandt. Indem Er Seine letzte Botschaft Muhammad
offenbarte, die eine ewige und universelle Botschaft für die gesamte Menschheit
ist, hat Gott schließlich das Versprechen, das Er Abraham gemacht hatte,
erfüllt.
Genau wie es denen, die am Leben
waren, oblag, der Botschaft des letzten Propheten in der Folge, der zu ihnen
geschickt worden war, zu folgen, so obliegt es der ganzen Menschheit, der
Botschaft Muhammads zu folgen. Gott hat versprochen, dass diese Botschaft
unverändert bestehen bleiben und für alle Zeiten und Orte angemessen sein
soll. Es genügt, zu sagen, dass die Art des Islam dieselbe ist, wie die des
Propheten Abraham, denn beide – die Bibel und der Quran – verehren Abraham als
herausragendes Beispiel für jemanden, der sich selbst völlig Gott unterworfen
hat und seinen Gottesdienst nur Ihm allein und niemandem sonst zuteil werden
lassen hat, ohne irgendwelche Vermittler. Wenn man sich dies vergegenwärtigt,
sollte einem klar werden, dass der Islam die beständigste und universellste
Botschaft aller Religionen besitzt, denn alle Propheten und Gesandten waren “Muslime”,
d.h. sie ergaben sich Gottes Willen und sie predigten “Islam”, d.h. Ergebung in
den Willen des Allmächtigen Gottes, indem man Ihn allein anbetet und Seinen
Befehlen gehorcht.
Hier sehen wir, dass jene, die
sich heutzutage Muslime nennen, nicht etwa einer neuen Religion folgen, sie
folgen eher der Religion und Botschaft aller früheren Propheten und Gesandten,
die durch Gottes Befehl zu der Menschheit geschickt worden waren, auch als
Islam bekannt. Das Wort “Islam” ist ein arabisches Wort und bedeutet
buchstäblich “Ergebung zu Gott”, und Muslime sind jene, die sich Gott
freiwillig unterwerfen und Ihm aktiv gehorchen, und im Einverständnis mit
Seiner Botschaft leben.
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Was ist Islam? (teil 3 von 4): Die Glaubensgrundlagen des Islam
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Beschreibung: Einblick in einige Glaubensgrundlagen im Islam.
von M. Abdulsalam (© 2008 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 12 May 2008
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> Glaubensinhalte im Islam
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Es gibt viele Aspekte des
Glaubens, von denen derjenige, der am Islam festhält, fest überzeugt sein
muss. Von diesen Aspekten sind sechs die wichtigsten, sie sind als die “Sechs
Glaubensartikel” bekannt.
1) Glaube an Gott
Der Islam hält den strikten Monotheismus
und Glauben an Gott aufrecht, der das Herz des Glaubens bildet. Der Islam lehrt
den Glauben an einen Gott, der weder zeugt noch Selbst gezeugt wurde und in
Seiner Aufsicht über die Welt keinen Partner besitzt. Er allein erweckt zum
Leben, lässt sterben, bringt Gutes, verursacht Leid und versorgt Seine
Schöpfung mit Unterhalt. Im Islam ist Gott der eine Schöpfer, Herr, Erhalter,
Gesetzgeber, Richter und Bewahrer des Universums. Es gibt keinen, der Ihm in
Seinen Fähigkeiten und Eigenschaften, wie Wissen und Macht, gleich ist.
Jeglicher Gottesdienst, Verehrung und Huldigung ist direkt an Gott zu richten
und an niemand sonst. Jeder Bruch mit diesem Konzept leugnet die Grundlage des
Islam.
2) Glaube an die Engel
Anhänger des Islam müssen an die
Unsichtbare Welt glauben, die im Quran erwähnt wird. Von dieser Welt sind die
Engel Gottes Boten, jedem einzelnen von ihnen ist eine besondere Aufgabe
zugewiesen. Sie besitzen keinen freien Willen oder die Fähigkeit, nicht zu
gehorchen; es ist ihre besondere Natur, Gottes gläubige Diener zu sein. Engel
dürfen nicht als Halbgötter oder zu Objekten der Anbetung oder Verehrung genommen
werden; sie sind nur Gottes Diener, die jedem Seiner Befehle gehorchen.
3) Glaube an die Propheten und
Gesandten
Der Islam ist eine universelle und
umfassende Religion. Muslime glauben an alle Propheten, nicht nur an den
Propheten Muhammad -möge Gott ihn loben- sondern auch an die hebräischen
Propheten, einschließlich Abraham und Moses, ebenso wie an die Propheten des
neuen Testaments, Jesus und Johannes den Täufer. Der Islam lehrt, dass Gott
nicht allein den Juden und Christen Propheten gesandt hat, sondern er schickte
zu allen Völkern dieser Welt Propheten mit einer zentralen Botschaft: Betet
Gott allein an. Ein Muslim muss an alle von Gott geschickten Propheten
glauben, die im Quran erwähnt werden, ohne irgendeinen Unterschied unter ihnen
zu machen. Muhammad wurde mit der letzten Botschaft gesandt, und es wird nach
ihm keinen weiteren Propheten geben. Seine Botschaft ist abschließend und ewig
und durch ihn vervollständigte Gott Seine Botschaft an die Menschheit.
4) Glaube an die Heiligen
Schriften
Muslime glauben an bestimmte
Bücher, die Gott der Menschheit durch seine Propheten herabgesandt hat. Diese
Bücher schließen die Bücher Abrahams, die Thora von Moses, den Psalter Davids
und das Evangelium von Jesus Christus mit ein. Diese Bücher entstammten alle
derselben Quelle (Gott), derselben Botschaft und wurden alle in Wahrheit
offenbart. Dies bedeutet aber nicht, dass diese Wahrheit so erhalten geblieben
ist, wie sie offenbart worden war. Muslime (und auch viele jüdischen und
christlichen Gelehrten und Historiker) stellten fest, dass diese Bücher, die
heute existieren, nicht mehr die Originalschriften sind, die in Wirklichkeit
verloren gegangen sind, verändert wurden und immer wieder übersetzt worden sind
und dadurch ihre Originalaussage verloren haben. Hiervon ausgenommen ist
nachweislich nur die letzte Botschaft Allahs an die Menschen, der Quran.
Wie die Christen das Neue
Testament als Erfüllung und Vervollständigung des Alten Testaments betrachten,
glauben die Muslime, dass der Prophet Muhammad Offenbarungen von Gott durch den
Engel Gabriel erhalten hat, um die Irrtümer der Menschen aufzuklären, die sich
in die Schriften und Lehren des Judentums, Christentums und aller anderen
Religionen eingeschlichen hatten. Diese Offenbarung ist der Quran, offenbart
in arabischer Sprache, und noch heute in seiner ursprünglichen Form erhalten.
Er versucht, die Menschheit in allen Lebenssituationen zu leiten: spirituell
und weltlich, individuell und gemeinschaftlich. Er enthält Richtlinien zur
Lebensführung, berichtet Geschichten und Parabeln, beschreibt die Eigenschaften
Gottes und spricht über die besten Gesetze, um das gesellschaftliche Leben zu
regieren. Er enthält Rechtleitung für jedermann, jeden Ort und alle Zeiten.
Millionen Menschen haben heutzutage den Quran auswendig gelernt und alle
Quranexemplare von heute und von früher sind absolut identisch. Gott hat
versprochen, dass Er den Quran bis zum Ende der Zeiten vor Veränderungen
beschützen wird, so dass die Rechtleitung für die Menschen deutlich erkennbar
bleibt und die Botschaft aller Propheten für alle verfügbar, die danach
suchen.
5) Glaube an das Leben nach dem Tod
Muslime glauben an einen Tag, an
dem die gesamte Schöpfung zugrunde gehen wird und alle wiedererweckt werden,
damit sie für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden: den Tag des
Gerichts. An diesem Tag werden alle vor Gott versammelt, und jeder Einzelne
wird über sein Leben in dieser Welt befragt und wie er es gelebt hat. Jene,
die an dem richtigen Glauben an Gott und das Leben nach dem Tod festhielten und
ihrem Glaube rechtschaffene Taten folgen ließen, werden in das Paradies
eingehen, auch wenn sie für einige ihrer Sünden im Höllenfeuer zahlen müssen,
falls Gott nicht in Seiner Unendlichen Gerechtigkeit wählt, ihnen zu vergeben.
Was jene aber angeht, die dem Götzendienst mit seinen vielen Gesichtern
verfallen sind, die werden das Höllenfeuer betreten und es nie verlassen.
6) Glaube
an die Göttliche Vorbestimmung
Der Islam betont, dass Gott
vollständige Kraft und Wissen über alle Dinge besitzt, und dass nichts
geschieht, außer mit Seinem Willen und Seinem vollen Wissen. Was als
Göttlicher Ratschluss bekannt ist, Schicksal oder “Verhäng-nis” heißt auf
arabisch al-Qadr. Das Schicksal eines jeden Geschöpfes ist Gott bereits
bekannt.
Dieser Glaube widerspricht nicht
dem freien Willen des Menschen, die Art seiner Taten selbst zu bestimmen. Gott
zwingt uns nicht, etwas zu tun; wir können entscheiden, ob wir Ihm gehorchen
oder nicht. Unsere Wahl ist Gott bereits bekannt, bevor wir es tun. Wir
kennen unser Schicksal nicht selbst, aber Gott kennt das Schicksal aller
Dinge.
Deshalb sollten wir einen festen
Glauben haben, was auch immer uns befällt, es entspricht Gottes Willen und
geschieht mit Seinem Wissen. Es können uns in dieser Welt Dinge geschehen, die
wir nicht verstehen, aber wir sollten darauf vertrauen, dass Gott Weisheit über
alle Dinge besitzt.
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Was ist Islam? (teil 4 von 4): Gottesdienst im Islam
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Beschreibung: Ein kurzer Einblick in manche der essentiellen Praktiken des Islam, mit einer kurzen Erläuterung, wer Muslim ist.
von M. Abdulsalam (© 2008 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 12 May 2008
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> Was ist Islam
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Es gibt fünf einfache aber essentielle gottesdienstliche
Handlungsweisen, die alle praktizierende Muslime annehmen und befolgen müssen.
Diese “Säulen des Islam” repräsentieren den Kern, der alle Muslime vereinigt.
1) Das “Glaubensbekenntnis”
Ein Muslim ist jemand, der bezeugt, dass “niemand
das Recht hat, angebetet zu werden, außer Gott, und Muhammad ist der Gesandte
Gottes”. Diese Erklärung ist als die “Schahada” bekannt (Bezeugung,
Zeugenaussage). Gott ist der arabische Name für Gott, genau wie Yahweh der
hebräische Name für Gott ist. Indem man diese einfache Erklärung abgibt, wird
man Muslim. Die Erklärung betont den absoluten Glauben an die Einheit Gottes
im Islam, Sein ausschließlich-es Recht auf Anbetung, ebenso wie den Lehrsatz,
dass Gott etwas beizugesellen eine unverzeihliche Sünde ist, wie wir im Quran
lesen:
“Wahrlich, Gott wird es nicht vergeben, dass Ihm
Götter zur Seite gestellt werden; doch Er vergibt das, was geringer ist als
dies, wem Er will. Und wer Gott Götter zur Seite stellt, der hat wahrhaftig
eine gewaltige Sünde begangen.” (Quran 4:48)
Der zweite Teil des Glaubensbekenntnisses
besagt, dass Muhammad -möge Gott ihn loben- ein Prophet Gottes ist, wie
Abraham, Moses und Jesus vor ihm. Muhammad brachte die letzte, abschließende
Offenbarung. Indem sie Muhammad als das “Siegel der Propheten” anerkennen,
glauben Muslime, dass seine Prophezeihung alle offenbarten Botschaften, bei
Adam beginnend, bestätigt und erfüllt. Zusätzlich spielt Muhammad eine
vorbildliche Rolle aufgrund seines beispielhaften Lebens. Die Bemühung eines
Gläubigen, dem Beispiel Muhammads zu folgen, spiegelt die Wichtigkeit wieder, die
der Islam der Ausübung und den Handlungen beimißt.
2) Das Gebet (Salah)
Muslime beten fünfmal am Tag: bei
Tagesanbruch, mittags, nachmittags, bei Sonnenuntergang, abends. Das hilft dem
Gläubigen, sich während der Beschäftigung mit der Arbeit und der Familie,
Gottes bewusst zu sein. Es richtet ihn wieder auf das spirituelle Zentrum aus,
versichert ihm wieder die völlige Abhängigkeit von Gott und lässt ihn die weltlichen
Angelegenheiten in Aussicht auf das letzte Gericht und das Jenseits sehen. Das
Gebet besteht aus Abschnitten des Stehens, Verbeugens, Niederwerfens mit dem
Gesicht zum Boden und Sitzen. Das Gebet ist ein Mittel, um die Verbindung
zwischen Gott und Seiner Schöpfung aufrechtzuerhalten. Es enthält Rezitationen
aus dem Quran, Lobpreisungen Gottes, Gebete um Vergebung und andere
unterschiedliche Bittgebete. Es ist Ausdruck der Ergebung, Demut und Anbetung
Gottes. An jedem sauberen Ort kann man beten: allein oder in Gemeinschaft, in
einer Moschee oder zu Hause, bei der Arbeit oder auf der Straße, drinnen oder
draußen. Es ist vorzuziehen, mit anderen als eine Einheit zu beten, das
demonstriert Disziplin, Brüderlichkeit, Gleichheit und Zusammenhalt. Wenn sie
sich zum Gebet vorbereiten, richten die Muslime ihre Gesichter nach Mekka, die
Heilige Stadt, die um die Kaaba herum angelegt ist – das Gotteshaus, das
Abraham und sein Sohn Ismael erbaut haben.
3) Das Pflicht-Almosen (Zakah)
Im Islam ist der wahre Eigentümer aller
Dinge Gott, nicht der Mensch. Den Leuten wird ihr Gut von Gott
anvertraut. Zakah ist ein
Gottesdienst und eine Danksagung an Gott, indem man die Armen und Bedürftigen
unterstützt, wodurch der eigene Reichtum gereinigt wird. Dazu wird ein
jährlicher Betrag von 2,5% des eigenen Besitzes und Vermögens gefordert. Aus
diesem Grunde ist Zakah nicht einfaches “Almosen”, es ist eine
Verpflichtung für jene, die ihren Reichtum von Gott erhalten haben, für die
Bedürfnisse der weniger glücklichen Mitglieder der Gesellschaft aufzukommen. Zakah
wird verwendet, um die Armen, Waisen und Witwen zu unterstützen, den Schuldnern
zu helfen und in alten Zeiten, um Sklaven zu befreien.
4) Das Fasten im Ramadhan (Saum)
Ramadhan ist der neunte Monat im islamischen
Mondkalender, der mit Fasten verbracht wird. Gesunde Muslime enthalten sich
von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang dem Essen, Trinken und der sexuellen
Aktivität. Das Fasten entwickelt Spiritualität, das Bewußtsein der Abhängigkeit
von Gott und lehrt einen, mit weniger auszukommen. Ein besonderes Abendgebet
wird in den Moscheen verrichtet, dessen Quranrezitationen von weitem zu hören
sind. Die Familien stehen vor Sonnenaufgang auf, um ihre erste Mahlzeit des
Tages einzunehmen, die ihnen bis zum Sonnenuntergang Kraft geben soll. Der
Monat Ramadhan endet mit einem der beiden großen islamischen Feste, dem Fest
des Fastenbrechens, genannt Id-ul-Fitr, das durch Freude, Familienbesuche und
dem Austauschen von Geschenken gekennzeichnet ist.
5) Die fünfte Säule ist die Pilgerreise oder Hağğ
nach Mekka
Mindestens einmal im Leben muss jeder
erwachsene Muslim, der gesundheitlich und finanziell dazu in der Lage ist,
etwas Zeit, Geld, Stellung und alltäglichen Komfort des Lebens opfern, um die
Hağğ-Pilgerreise zu unternehmen und sich ganz dem Gottesdienst zu
widmen. Jedes Jahr reisen über zwei Millionen Muslime aus unterschiedlichsten
Ländern und mit unterschiedlichen Sprachen aus der ganzen weiten Welt in die
Heilige Stadt Mekka, um dem Ruf Gottes Folge zu leisten.
Wer sind Muslime?
Das arabische Wort “Muslim” bedeutet
buchstäblich “jemand, der sich im Zustand des Islam befindet (Ergebenheit unter
den Willen und das Gesetz Gottes)”. Die Botschaft des Islam richtet sich an
die ganze Welt, und jeder, der seine Botschaft annimmt, wird Muslim. Es gibt
über eine Milliarden Muslime weltweit. Muslime stellen die Mehrheit der
Bevölkerung in 56 Ländern. Viele Menschen sind erstaunt darüber, dass die
Mehrheit der Muslime keine Araber sind. Obwohl die meisten Araber Muslime
sind, gibt es auch Araber, die Christen, Juden und Atheisten sind. Lediglich
20% der 1,2 Milliarden Muslime auf der Welt stammen aus arabischen Ländern. Es
gibt bedeutende muslimische Bevölkerungsanteile in Indien, China, Zentralasien,
Russland, Europa und Amerika. Wenn man nur einen Blick auf die
unterschiedlichen Völker wirft, die in der muslimischen Welt leben – von
Nigeria bis Bosnien und von Marokko bis Indonesien – ist es leicht zu erkennen,
dass es Muslime aller Rassen, ethnischer Gruppen, Kulturen und Nationalitäten gibt.
Der Islam war schon immer eine universelle Botschaft für alle Völker. Islam
ist die zweitgrößte Religion der Welt und wird bald die zweitgrößte Religion in
Amerika. Aber nur wenige Menschen wissen, was der Islam ist.
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