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Bevor wir das Konzept der Gleichheit -und
wie es sich im Islam auf Männer und Frauen bezieht- besprechen, müssen wir
einen wichtigen Unterschied machen. Viele Menschen, die über Gleichheit
sprechen, verstehen darunter, dass dies bedeuten müsste, zwei Gruppen genau auf
die gleiche Art und Weise zu behandeln. Dies ist aber nicht immer angebracht.
Die Bedürfnisse, Kräfte, Fähigkeiten und Unfähigkeiten der Menschen müssen in
Betracht gezogen werden und widersprechen einem einzigen Standard, der auf alle
angewendet wird und nur für einige wenige passend ist.
Also müssen wir einen Unterschied machen
zwischen einer oberflächlichen, verfahrensmäßigen Gleichheit und der echten Gleichheit,
die Gerechtigkeit bedeutet. Die meisten Gesellschaften erkennen, dass die
wichtige Sache nicht eine prozedurische Gleichberechtigung bringt, sondern eine
Gerechtigkeit, die den Bedürfnissen und Lebensumständen der Bewohner angepasst
ist. Menschen bevorzugen im täglichen Leben die wirkliche Gerechtigkeit
gegenüber der verfahrensmäßigen Gleichheit, denn wir erkennen, dass die erste
wirkliche Gerechtigkeit bedeutet. Wir passen unsere Arbeitsplätze, Schulen und
Wirtschaftsräume jenen mit Behinderungen an. Wir erkennen den Bedarf an
Sozialabgaben, um den Verarmten in der Gesellschaft zu helfen, während die
Reichen Steuern abgeben müssen. Wir lassen denen, die in ihren Leben
emotionale, psychologische oder physischen Schwierigkeiten begegnen, besondere
Aufmerksamkeit und Beachtung angedeihen. All dies gehört zur echten Gleichheit und Gerechtigkeit.
Männer und Frauen
Wenn es um Männer und Frauen geht, erkennt
jeder, dass es angeborene, unstreitige Unterschiede zwischen Männern und Frauen
gibt. Sie sind nicht gleich; Männer und Frauen unterscheiden sich von Natur
aus in verschiedener Hinsicht. Aufgrund dessen ist es nicht logisch, diese
Unterschiede zu unterschlagen, indem derselbe Maßstab in Angelegenheiten
angesetzt wird, wo sie nicht dieselben Vorraussetzungen haben. Dies mag einer
verfahrensmäßigen Gleichheit entsprechen, aber es ist keine echte Gleichheit. Beispielsweise
wäre es von einen Ehemann ungerecht, vorzuschlagen, dass seine Ehefrau genauso
hart arbeiten soll wie er, wenn sie schwanger ist. Gerechtigkeit erreicht man,
wenn man die Last der Schwangerschaft anerkennt und den Bedarf für den Ehemann,
sich dem entsprechend zu verhalten. Es gibt offensichtliche, biologische
Unterschiede – Männer erfahren weder menstruelle Perioden noch Geburten,
wohingegen Frauen im allgemeinen länger leben und weniger gesundheitliche
Probleme im Alter haben. Die AARP Bulletin druckte
einen Artikel über acht gesundheitliche Unterschiede zwischen
Männern und Frauen:
Wenn es um die Gesundheit geht, werden die
Unterschiede zwischen Männern und Frauen immer offensichtlicher, auch außerhalb
ihrer Gewohnheit, jährliche Untersuchungen und benötigte Behandlungen
wahrzunehmen. Für den Fall, dass Männer ein paar Gründe brauchen, um einen
Termin beim Arzt zu machen, sollten sie die folgenden Punkte beachten:
·
Die Lebenserwartung von Männern in
den Vereinigten Staaten liegt mit 74,4 Jahren nur ein wenig mehr als fünf Jahre
niedriger als die der Frauen mit 79,8 Jahren.
·
An Krebs sterben mehr Männer als
Frauen.
·
Von denen, die an einer Herzkrankheit
sterben, bevor sie 65 Jahre alt sind, sind 70 % Männer.
·
Schlafapnoe ist möglicherweise eine
ernstzunehmende Störung, bei der die Atmung während des Schlafs wiederholt
aus-und wieder einsetzt. Auch sie ist häufiger bei Männern als bei Frauen
anzutreffen.
·
Viermal mehr Männer sterben durch
Selbstmord, die achthäufigste Todesursache bei Männern.
·
50 % mehr Männer als Frauen
entwickeln im Alter über 40 Jahren eine koronare Herzkrankheit.
·
Männer besitzen weniger Fieber bekämpfende
T-Zellen als Frauen.
·
In der Altersgruppe der
Hundertjährigen übertreffen Frauen die Männer mit 8 : 1.
Bei den Olympischen Spielen treten Männer und Frauen aufgrund ihrer
körperlichen Unterschiede getrennt an. Im Alter von 18 Jahren ist der
durchschnittliche Mann 175,8 cm groß und wiegt 72,4 kg, während eine durchschnittliche Frau 162,2 cm groß und 63,3 kg schwer ist. Auf der Grundlage des Gewichts besitzen Männer 50 % mehr Muskelmasse als
Frauen. Das durchschnittliche Herz einer Frau ist 25 % kleiner als das des
durchschnittlichen Mannes. Frauen tragen um die zehn Prozent mehr Fett mit
sich herum als Männer.
In den Sprach-und Gesellschaftswissenschaften
haben Frauen gewöhnlich die höheren Punktzahlen als Männer, während der
umgekehrte Fall für Mathematik und Naturwissenschaften gilt. Beide
Geschlechter besitzen ihre Stärken und Fähigkeiten. Was die psychologischen
Unterschiede zwischen Männern und Frauen betrifft, so zitiert ein Artikel mit
der Überschrift: ‘Männer und Frauen denken wirklich unterschiedlich’ eine neue
neurologische Studie:
Psychologieprofessor
Richard Haier von der Universität von Californien, Irvine, leitete eine Forschungsreihe
zusammen mit Kollegen von der Universität von New Mexiko. Was sie
herausgefunden haben, zeigt im allgemeinen, dass Männer fast 6,5 mal soviel
graue Substanz, mit der allgemeine Intelligenz verbunden ist, besitzen; im
Vergleich dazu verfügen Frauen über fast 20 mal mehr weiße Substanz, verbunden
mit Intelligenz. [...] In menschlichen Gehirnen repräsentiert die graue
Substanz Zentren, in denen Informationen verarbeitet werden, während die weiße
Substanz dafür zuständig ist, Netzwerke zu diesen Informationszentren
aufzubauen.
Die
Ergebnisse dieser Studie mögen bei der Erklärung helfen, warum Männer und
Frauen sich in unterschiedlichen Aufgabenbereichen hervortun, sagte der
Co-Autor und Neuropsychologe Rex Jung von der Universität New Mexiko. Beispielsweise
tendieren Männer dazu, besser mit Aufgaben zurechtzukommen, die mehr
lokalisierte Verarbeitung benötigen, wie Mathematik. Jung sagte: ‘Währenddessen
sind Frauen besser darin, Informationen von verstreuten Regionen des Gehirns
mit grauer Substanz anzupassen und einzufügen, was ihnen bei Sprachen zugute
kommt.’
Ein anderer Artikel, der in Psychology
Today veröffentlicht wurde, beschreibt die Unterschiede zwischen Männern
und Frauen als ´unvermeidlich´:
Was
das Sprechen und Handbewegungen angeht, die motorischer Fertigkeiten bedürfen,
scheint das Gehirn von Frauen sehr fokussierend organisiert zu sein, im
Vergleich zu dem der Männer. Dies mag mit der Tatsache in Verbindung stehen,
dass Mädchen normalerweise früher sprechen und sich deutlicher auszudrücken
vermögen und auch über eine ausgeprägtere Feinmotorik verfügen. Auch gibt es
unter den Frauen mehr Rechtshänder als unter den Männern, und das
unzweifelhaft. Wenn es aber um bestimmte, abstraktere Aufgaben geht, wie die
Definition von Worten, so ist das Gehirn der Frauen diffuser organisiert als
das der Männer, obgleich sich Männer und Frauen in den allgemeinen vokabularischen
Fähigkeiten nicht unterscheiden.
[...]
Die Neuropsychologin Marian Diamond von der Universität von Californien in
Berkeley, stellte beim Vergleich der Rindendicke bei männlichen und weiblichen
Ratten fest, dass die rechte Rinde bei männlichen Ratten in den meisten
Altersstufen dicker ist, während die linke Rinde bei den Weiblichen dicker ist,
allerdings da nur in manchen Altersstufen. (siehe “A Love Affair with
the brain,” Psychology Today, November 1984). [...]Die
Tatsache scheint unvermeidlich, dass Männer und Frauen sich genetisch,
körperlich und in vielen wichtigen Dingen auch psychologisch unterscheiden.
Die moderne psychologische Wissenschaft
fährt damit fort, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu enthüllen,
und seien es nur die offensichtlichen Verhaltensmuster, so trivial wie das
Zeigen eines ärgerlichen Gesichts in einer Menschenmenge. Im Licht derartiger
manifester Unterschiede zwischen den verschiedenen Geschlechtern ist es für
Männer und Frauen höchst unpassend, identische Rollen spielen zu wollen. Wie
in einem Artikel derNew York Times über die Gesundheit der Frauen erwähnt
wurde:
Im
Gegensatz zu dem Leitsatz der Feministinnen, dass Frauen alles tun können, was
Männer tun, zeigt die Wissenschaft, dass Frauen manche Dinge besser können und
dass sie mancherlei biologische und kognitive Vorteile gegenüber den Männern
besitzen. Dann wieder gibt es manche Dinge, die Frauen nicht genauso gut
können.
Gott erschuf uns mit verschiedenen, aber
einander ergänzenden Stärken und Fähigkeiten. Ein Mann braucht keine Frau zu
werden oder umgekehrt, um erfolgreich zu sein.
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