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Die Familie im Islam (teil 1 von 3): Der Aufruf zu einem islamischen Familienleben
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Beschreibung: Leute mit unterschiedlichen Lebenswegen sprechen über ihre Sicht des Familienlebens im Islam.
von Ben Adam (© 2006 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 14 Jul 2008 - Zuletzt verändert am 17 Nov 2008
Gesehen: 1974 - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 1 Gedruckt: 32 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Islamische Ordnung
> Familie
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Im Islam wird das Wohl des
"anderen", anstatt nur an sich selbst zu denken, als ein derartig in
der Religion verankerter Wert betrachtet, dass es selbst Außenstehenden
auffällt. Der britische Philanthrop und Zivilrechtsgelehrter, Clive
Stafford-Smith, ein Nicht-Muslim, stellte fest: "Was ich am Islam mag, ist
seine Konzentration auf die Gemeinschaft, im Gegensatz zur westlichen Betonung
des Individuums."
Individuen, die eine jegliche Gesellschaft
bilden, sind durch verbindende Gruppenbeziehungen miteinander verknüpft. Die
stärkste aller gesellschaftlichen Verbindungen ist die Familie. Und während
man sich jetzt rechtfertigen könnte, die Familie stelle immer die Grundeinheit
einer jeden menschlichen Gesellschaft dar, so gilt dies aber insbesondere für
Muslime. In der Tat ist es häufig der große Wert, den der Islam dem
Familiensystem beimisst, der Anziehungspunkt für neue Konvertierte zum Islam,
insbesondere für Frauen.
“Mit Gesetzen für fast jeden Aspekt des
Lebens, repräsentiert der Islam eine auf dem Glauben basierende Ordnung, die
Frauen für den Aufbau gesunder Familien und Gemeinschaften als entscheidend
ansehen und korrigiert den Schaden, den der bekannte sekuläre Humanismus der
vergangenen dreißig Jahre angerichtet hat, sagten verschiedene Experten. Zusätzlich
könnten Frauen aus zerstörten Familien sich von dieser Religion besonders
angezogen fühlen, weil diese der Stellung der Familie einen besonderen Wert
verleiht, sagte Marcia Hermansen, eine Professorin für Islamische Studien an
der Loyola University in Chicago und eine Amerikanerin, die ebenfalls zum Islam
konvertiert ist.”
Nirgends ist dieser Trend eines Volkes, für
das die traditionellen Werte der Familie, wenn sie den Islam annehmen, so vorherrschend
ist, wie in Nordamerikas Latino oder Spanischer Gemeinschaft. Wie einer von
Floridas Muslimen beobachtete: "Ich habe eine ansteigende Zahl von
Spaniern zum Islam konvertieren gesehen. Ich denke, die spanische Kultur
selbst ist sehr reich, was die Familienwerte angeht, und das ist etwas überaus
Bedeutendes in der Religion des Islam.”
Also welche besonderen Werte oder
Wesenszüge des islamischen Familienlebens finden diese vielen Menschen so
anziehend?
Bei einer islamischen Veranstaltung an der
Columbia Universität sprach Hernan Guadalupe, ein ecadorianischerAmerikaner: “über
die kulturellen Ähnlichkeiten und Familienwerte zwischen Spaniern und
Muslimen. Typischerweise sind die spanischen Haushalte eng verbunden und
fromm, und Kinder werden in einer strengen Umgebung aufgezogen – Züge, die sich
in muslimischen Haushalten wiederspiegeln.”
Und in einem anderen kürzlich erschienenen
Zeitungsbericht wurde auch beobachtet, wie: "Familienwerte bei der Bildung
einer muslimischen Gemeinschaft eine ganz wesentliche Rolle spielen. Denn
aufgrund jener Familienwerte gibt es eine große Menge anderer Normen, die in
der spanischen Gemeinschaft und dem Islam übereinstimmen, beispielsweise
Respekt vor dem Alter, Eheleben und Kinder aufziehen sind einige der spanischen
Traditionen, die sich im Islam wiederfinden.”
Einige normale amerikanische Konvertierte
haben ebenfalls etwas über wirkliche Lebenserfahrung zu sagen, und manche davon
hat die Mutter eines solchen Konvertierten in einem Buch zusammengestellt. Es
heißt Daughters of Another Path von Carol L. Anway. Eine
Frau, die in diesem Buch zitiert wird, sprach über ihre veränderte Haltung gegenüber Heirat und
Familienleben, nachdem sie zum Islam konvertiert war: "Ich wurde reiner
und ruhiger, je tiefer ich mich in die Religion begab. Ich wurde sehr
diszipliniert. Ich hatte nicht beabsichtigt, zu heiraten, bevor ich Muslima
war, und schon wurde ich bald Ehefrau und dann Mutter. Der Islam stellte einen
Rahmen, der es mir erlaubte, Glauben (in Worte) auszudrücken, wie Mäßigung,
Freundlichkeit und Liebe, die ich bereits besaß. Er leitete mich auch durch
meine Heirat und die Geburt zweier Kinder zum Glücklichsein an. Vor dem Islam
hatte ich nicht den Wunsch, meine eigene Familie zu haben, denn ich hasste (den
Gedanken) Kinder zu haben.”
Eine andere Frau spricht in demselben Buch
über die freundliche Aufnahme von Seiten der Familie ihres Mannes: "Wir
wurden auf dem Flughafen von vielen Mitgliedern seiner Familie empfangen, und
das war ein sehr bewegender Moment - einer, den ich nie vergessen werde. Mama
(ihre Schwiegermutter) ist wie ein Engel… Ich hatte oft Tränen in den Augen
Wegen dem, was ich hier sehe. Das Familiensystem ist einzigartig mit einer
Verbundenheit, die man mit Worten nicht beschreiben kann.”
In Appendix C des Buches schrieb eine 35
jährige amerikanische Konvertierte, die zu dieser Zeit bereits seit 14 Jahren
Muslima war, über die Familie ihres Ehemanns und deren Werten gegenüber ihren
eigenen amerikanischen Werten. "Ich habe alle engen Familienmitglieder
meines Ehemannes getroffen und auch einige entferntere Verwandte seiner großen
Familie... Ich habe von meinen Schwieger-Verwandten eine Menge gelernt. Sie
haben eine wunderbare Art, ihren Kindern zu erzählen, eine Art, die Respekt für
andere und sehr viel Selbstachtung weckt. Es ist interessant, zu sehen, wie
eine kinderorientierte und religionorientierte Kultur verfährt. Die Verwandten
meines Mannes, auf Grund ihres großen Kontrasts zu meiner amerikanischen
Kultur, haben mir eine große Wertschätzung für bestimmte Elemente meiner
amerikanischen, kulturellen Identität vermittelt... Ich habe gesehen, dass der
Islam wirklich recht hat, wenn er sagt, Mäßigung ist der richtige Weg.”
Anhand dieser Zitate, eines von einem
nicht-muslimischen Intellektuellen, andere von Konvertierten und Journalisten, und
wieder andere von ganz normalen amerikanischen Frauen, die den Islam angenommen
haben, können wir feststellen, dass die Familienwerte im Islam einen der
Hauptanziehungspunkte darstellen. Diese Werte stammen von Gott und Seiner
Leitung durch den Qur´an und das Beispiel und die Lehren Seines Gesandten,
Muhammad, der die Familieneinheit als eine der Hauptstützen der Religion und
der islamischen Lebensweise bezeichnete. Die Wichtigkeit, eine Familie zu
gründen, wird durch die Aussage des heiligen Propheten selbst unterstrichen,
der sagte: .
“Wenn ein Mann heiratet, hat er eine
Hälfte seiner Religion erfüllt, also lasst ihn in bezug auf du verbleibende
Hälfte Gott fürchten.
(al-Baihaqi)
Die beiden folgenden Artikel werden die
Familie im Islam sus der Sicht des Qur´an und der Lehren des Propheten betrachten.
Anhand einer kurzen Erforschung der islamischen Ansichten über das Eheleben,
den Respekt für die Alten und das Aufziehen von Kindern, können wir damit beginnen,
den Nutzen der Familie im Islam zu schätzen.
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Die Familie im Islam (teil 2 von 3): Heirat
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Beschreibung: Wie die Heirat mit dem Glauben, der Ethik und der Moral verflochten ist, unter Beweisführung von den islamischen Schriften.
von Ben Adam (© 2006 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 14 Jul 2008 - Zuletzt verändert am 14 Jul 2008
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Kategorie: Artikel
> Islamische Ordnung
> Familie
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Heirat
“Und
unter Seinen Zeichen ist dies, dass Er Gattinnen für euch aus euch selber
schuf, auf dass ihr Frieden bei ihnen finden möget; und Er hat Zuneigung und
Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Hierin liegen wahrlich Zeichen für ein
Volk, das nachdenkt.” (Quran 30:21)
Heirat ist die älteste der menschlichen
gesellschaftlichen Institutionen. Die Heirat kam mit der Schöpfung des ersten
Mannes und der ersten Frau zur Existenz: Adam und Eva. Alle die Propheten, die
seitdem als Vorbilder für ihre Gemeinschaften geschickt worden waren, vom
ersten bis zum letzten, hielten die Institution der Ehe, als göttlich-genehmigten
Ausdruck der heterosexuellen Partnerschaft, aufrecht.
Selbst heutzutage wird es noch immer als richtiger und reiner
betrachtet, wenn Paare einander als "meine Ehefrau" oder "mein
Ehemann" vorstellen, als "mein Geliebter" oder "mein
Partner". Denn durch die Ehe erfüllen Männer und Frauen auf erlaubte
Weise ihre fleischlichen Gelüste, ihr Verlangen nach Liebe, Bedürftigkeit,
Partnerschaft, Intimität und so weiter.
“…sie
(eure Frauen, ihr Männer) sind ein Kleid (d.h. Geborgenheit) für euch und ihr
(Männer) seid ein Kleid für sie... ” (Quran 2:187)
Im Laufe der Zeit sind manche Gruppen dazu
übergegangen, extreme Ansichten über das andere Geschlecht und Sexualität zu
vertreten. Von vielen religiösen Männern werden insbesondere Frauen als
schlecht betrachtet und daher sollte der Kontakt zu ihnen möglichst gering
gehalten werden. So wurde der Monastizismus mit seiner lebenslangen
Enthaltsamkeit und Zölibat von denen, die etwas wollten, das sie als eine
fromme Alternative zur Ehe und ein gottbezogeneres Leben ansahen, erfunden.
“Dann ließen Wir Unsere
Gesandten ihren Spuren folgen; und Wir ließen (ihnen) Jesus, den Sohn der
Maria, folgen, und Wir gaben ihm das Evangelium. Und in die Herzen derer, die
ihm folgten, legten Wir Güte und Barmherzigkeit. Doch das Mönchtum, das sie im
Trachten nach Gottes Wohlgefallen erfanden – das schrieben Wir ihnen nicht vor;
und doch befolgten sie es nicht auf die richtige Art. Dennoch gaben Wir denen
von ihnen, die gläubig waren, ihren Lohn, aber viele von ihnen waren Frevler.” (Quran 57:27)
Die einzige Familie, die Mönche kennen
(Christen, Buddhisten oder andere), sind die anderen Mönche im Kloster oder
Tempel. Im Fall des Christentums können auch Frauen die frommen Ränge
erreichen, indem sie Nonnen oder "Bräute Christi" werden. Diese
unnatürliche Situation hat häufig zu einer großen Zahl gesellschaftlicher
Frevel geführt, wie Kindesmissbrauch, Homosexualität und ungesetzliche sexuelle
Beziehungen unter den Klosterbewohnern – diese alle werden tatsächlich als strafbare
Sünden betrachtet. Jene muslimischen Ketzer, die diesen nicht-islamischen
Praktiken der Enthaltsamkeit und Abkapselung gefolgt sind, oder die noch dazu
behaupten, sie hätten sogar einen noch frommeren Weg als die Propheten selber
eingeschlagen, sind genau wie sie denselben Freveln erlegen und das in einem gleichermaßen
skandalösen Grad.
Der Prophet Muhammad verdeutlichte zu
seinen Lebzeiten seine Gefühle über die Anregung, Heirat könne ein Hindernis darstellen,
sich Gott zu nähern. Einst schwor ein Mann dem Propheten, dass er nichts mit
Frauen zu tun haben wolle, d.h. nicht heiraten werde. Der Prophet antwortete
darauf ernst:
“Bei Allah! Ich bin der
gottesfürchtigste unter euch! Trotzdem… heirate ich! Wer sich von meiner
Sunnah abwendet, ist nicht von mir (d.h. kein wahrer Gläubiger).”
“Sprich (zum Volk, oh Muhammad): ´Wenn ihr Allah liebt, so
folgt mir. Lieben wird euch Allah und euch eure Sünden vergeben; denn Allah
ist Allvergebend, Barmherzig.’” (Quran 3:31)
In Wirklichkeit sind die Muslime weit
davon entfernt, die Ehe als schädlich für jemandes Glauben anzusehen, denn die
Ehe stellt einen wesentlichen Bestandteil ihrer religiösen Hingabe dar. Wie
bereits zuvor erwähnt, stellte der Prophet Muhammad eindeutig fest, dass die
Heirat die Hälfte des Glaubens (des Islam) darstelle. Mit anderen Worten, vielleicht
die Hälfte aller islamischen Tugenden wie Treue, Keuschheit, Almosen,
Großzügigkeit, Toleranz, Einfühlsamkeit, Bestreben, Geduld, Liebe,
Zärtlichkeit, Mitgefühl, Fürsorge, Lernen, Lehren, Ehrlichkeit, Mut, Gnade,
Enthaltsamkeit, Vergebung, usw. finden ihren natürlichen Ausdruck durch das
Leben in einer Ehe. Daher wird im Islam empfohlen, dass Gottesbewusstsein und
guter Charakter die Hauptkriterien bei der Auswahl des zukünftigen Ehegatten
oder der Ehegattin sein sollten. Der Prophet Muhammad sagte:
“Eine Frau wird für vier Dinge
geheiratet: ihren Reichtum, ihre Stellung, ihre Schönheit und ihre religiöse
Hingabe. Also heiratet die religiösen Frauen, sonst seid ihr Verlierer.” (Sahieh
Al-Bukhari)
Zweifellos finden sich die
gesellschaftlichen Krankheiten und der Zerfall, die in vielen Teilen der
nicht-islamischen Welt zu finden sind, auch in ihren Ausdruck in manchen Teilen
der muslimischen Welt. Trotzdem werden das Mischen der Geschlechter, Ehebruch
und Unzucht in all den islamischen Gesellschaften noch immer rundweg verdammt
und zum trivialen Zeitvertreib heruntergespielt werden. Tatsächlich erkennen
die Muslime immer noch die große Zerstörungskraft vor-ehelicher und
außer-ehelicher Beziehungen auf die Gesellschaft. Der Qur´an verdeutlicht,
dass die bloße Anschuldigung schon sehr strenge Konsequenzen nach sich zieht,
sowohl in diesem als auch im nächsten Leben.
“Und denjenigen, die ehrbaren Frauen
(Unkeuschheit) vorwerfen, jedoch nicht vier Zeugen (dafür) beibringen,
verabreicht achtzig Peitschenhiebe. Und lasset ihre Zeugenaussage niemals
gelten; denn sie sind es, die Frevler sind.” (Quran 24:4)
“Diejenigen, welche den ehrbaren, unbedachten,
gläubigen Frauen (Unkeuschheit) vorwerfen, sind im Diesseits und im Jenseits
verflucht. Ihnen wird eine schwere Strafe zuteil sein.” (Quran 24:23)
Während es doch ironischerweise die
unverheiratete Frau ist, die am meisten unter den Konsequenzen den gemischten Beziehungen
zu leiden hat, haben einige der radikaleren Stimmen der feministischen Bewegung
für die Aufgabe der Institution Ehe plädiert. Sheila Cronin von der Bewegung
NOW spricht aus der leuchtenden Perspektive einer fransigen Feministin, deren
Gesellschaft aufgrund des Fehlens der traditionellen westlichen Ehe schwankt,
welche den Frauen Sicherheit, Schutz vor Geschlechtskrankheiten und vielen
anderen Problemen und Missbräuchen bietet, vetritt die Meinung:. “Solange Ehe
eine Sklaverei der Frauen darstellt, ist es ganz klar, dass sich die
Frauenbewegung darauf konzentrieren muss, diese Institution anzugreifen. Die
Freiheit der Frauen kann nicht ohne die Aufgabe der Ehe erreicht werden.”
Im Islam jedoch oder eher gemäß dem Islam
ist die Ehe ein Mittel, das die Freiheit der Frauen garantiert. Es gibt kein
besseres Vorbild für eine vollkommene islamische Ehe als den Propheten
Muhammad, der seinen Anhängern sagte:. "Die besten von euch sind
diejenigen, die ihre Frauen am besten behandeln. Und ich bin der beste der
Menschen zu meinen Frauen.” Die geliebte Frau des Propheten, A´ischa, bestätigte die gute
Behandlung durch ihren Ehemann, als sie sagte:
“Er beteiligte sich immer an der
Hausarbeit und besserte seine Kleidung aus, reparierte seine Schuhe und fegte
den Boden. Er molk, band und fütterte seine Tiere und erledigte Hausrabeit.” (Sahieh
Al-Bukhari)
“Wahrlich, ihr habt an dem Gesandten Allahs ein
schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs
häufig gedenkt.” (Quran 33:21)
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Die Familie im Islam (teil 3 von 3): Elternschaft
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Beschreibung: Eine kurze Reise durch die verständlichen Anleitungen für gute Elternschaft, wie sie von Gott und Seinem Propheten gelehrt werden, kurz erforscht mit Begründungen, warum Muslime diese Anleitungen befolgen.
von Ben Adam (© 2006 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 21 Jul 2008 - Zuletzt verändert am 21 Jul 2008
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Kategorie: Artikel
> Islamische Ordnung
> Familie
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Elternschaft
Einer der Gründe, warum die islamische
Familie funktioniert, ist ihre klar definierte Struktur, in der jedes
Haushaltsmitglied seine oder ihre Rolle kennt. Der Prophet Muhammad
sagte:
“Jeder von euch ist ein Hirte, und
alle von euch sind für ihre Herden verantwortlich.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh
Muslim)
Der Vater ist der Hirte für seine Familie,
beschützt sie, sorgt für sie und ist bestrebt, eine Vorbildfunktion für sie
auszuüben und seine Funktion als Haushaltsvorstand zu erfüllen. Die Mutter ist
die Hirtin über das Haus, sie beaufsichtigt es und bereitet darin eine
wohltuende, liebende Umgebung, die für ein glückliches und gesundes
Familienleben notwendig ist. Sie ist auch diejenige, die in erster Linie für
die Anleitung der Kinder und deren Erziehung zuständig ist. Wäre es nicht so,
dass ein Elternteil die Führerrolle annimmt, dann wäre regelmäßiges Diskutieren
und Streiten nicht zu vermeiden, das die Familie auf die Dauer zum
Auseinanderbrechen bringen würde – genau wie in jeder Organisation, der es an
einer hierarchischen Authorität mangelt.
“Gott prägt ein Gleichnis
von einem Mann, der mehreren Herren gehört, die unter sich im Zwiespalt sind,
und (von) einem Mann, der einem einzigen Herrn gehört. Sind sie beide einander gleich?
Alles Lob gebührt Gott. Jedoch die
meisten von ihnen wissen es nicht.” (Quran 39:29)
Es ist nur logisch, dass derjenige von den
beiden Elternteilen, der körperlich und emotional stärker ist, zum
Haushaltvorstand bestimmt wird: der Mann.
“…Und den (Frauen) stehen
die gleichen Rechte zu, wie sie (die Männer) zur gütigen Ausübung über sie
haben. Doch die Männer stehen eine Stufe (Verantwortung, usw.) über ihnen…” (Quran 2:228)
Was die Kinder angeht, die Früchte der
elterlichen Liebe, legt der Islam verständliche Sitten bezüglich der
elterlichen Verantwortlichkeit fest, und dem gegenüber die Pflichterfüllung des
Kindes an seinen Eltern.
“Wenn ein Elternteil oder beide bei dir ein
hohes Alter erreichen, so sage dann nicht «Pfui!» zu ihnen und fahre sie nicht
an, sondern sprich zu ihnen in ehrerbietiger Weise. Und senke für sie in
Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sprich: «Mein Herr, erbarme Dich ihrer
(ebenso mitleidig), wie sie mich als Kleines aufgezogen haben.»” (Quran
17:23-4)
Wenn es den Eltern offensichtlich misslingt,
ihren Kindern bereits in einem frühen Alter die Furcht vor Gott einzuprägen,
weil sie selbst zu sorglos sind, dann können sie nicht erwarten, dass ihnen
rechtschaffene Dankbarkeit zurück-erwiesen wird. Deshalb warnt Gott uns streng
in Seinem Buch: .
“O ihr, die ihr glaubt, rettet euch und die
Euren vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind.” (Quran
66:6)
Wenn die Eltern wirklich bestrebt sind,
ihre Kinder zur Rechtschaffenheit zu erziehen, dann, wie der Prophet sagte:.
“Wenn der Sohn Adams stirbt, hören alle seine Taten auf, bis
auf [drei, ein fortbestehendes Almosen, nützliches Wissen und] ein
rechtschaffener Sohn (und / oder Tochter) der für seine Eltern betet.” (Sahieh
Al-Bukhari, Sahieh Muslim)
Ungeachtet dessen, wie die Eltern ihre
Kinder aufziehen, und unabhängig von ihrer eigenen Religion (oder dem Fehlen
derselben), kommt der Gehorsam und die Verehrung, die ein muslimisches Kind
ihnen gegenüber an den Tag legen soll, gleich an zweiter Stelle nach dem
Gehorsam gegenüber dem Schöpfer Selbst. Und so erinnert Er uns:.
“Und (erinnere dich) als Wir mit den Kindern
Israels einen Bund schlossen: "Ihr sollt niemanden außer Gott anbeten,
euch den Eltern, Verwandten, Waisen und Armen gegenüber wohltätig erweisen,
freundlich zu den Menschen sprechen, das Gebet verrichten und die Abgabe
entrichten.’” (Quran 2:83)
Tatsächlich hört man häufig von älteren
Nicht-Muslimen, die zum Islam konvertieren, weil ihre Kinder, nachdem diese
selber zum Islam konvertiert waren, ihnen mehr Fürsorge und Ehrerbietung
angedeihen ließen.
“Sprich (o Muhammad): ´Kommt her, ich will
verlesen, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts zur Seite
stellen und den Eltern Güte erweisen; und ihr sollt eure Kinder nicht aus Armut
töten, Wir sorgen ja für euch und für sie…’” (Quran 6:151)
Während das Kind verpflichtet ist, beiden
Eltern Gehorsam zu erweisen, betont der Islam, dass der Mutter jedoch der
Löwenanteil an liebender Dankbarkeit und Freundlichkeit gebührt. Als der
Prophet Muhammad gefragt wurde: "O Gesandter Gottes! Wem von den Menschen
gebührt meine gütige Geselligkeit?" antwortete er: "Deiner Mutter."
Der Mann fragte weiter: "Wem dann?" Der Prophet sagte: "Deiner
Mutter." Wieder fragte der Mann: "Wem dann?" Der Prophet
wiederholte: "Deiner Mutter." Und wieder fragte der Mann:
"Wem dann?" Da sagte der Prophet schließlich: "(Dann) deinem
Vater."
“Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, gegen
seine Eltern gütig zu sein. Seine Mutter trug ihn mit Widerwillen, und mit
Widerwillen brachte sie ihn zur Welt. Und ihn zu tragen und zu entwöhnen erfordert
dreißig Monate, bis er dann, wenn er seine Vollkraft erlangt und vierzig Jahre
erreicht hat, sagt: "Mein Herr, sporne mich an, dankbar zu sein für Deine
Gnade, die Du mir erwiesen hast, und (sporne mich an), Rechtes zu wirken, das
Dir wohlgefallen mag. Und lass mir meine Nachkommenschaft rechtschaffen sein.
Siehe ich wende mich zu Dir, und ich bin einer der Gottergebenen.’” (Quran
46:15)
Schlussfolgerung
Im Islam gibt es ein allgemeines Prinzip,
das feststellt, was gut für den einen ist, ist auch gut für den anderen. Oder mit den Worten des Propheten:.
“Keiner von euch ist wirklich
gläubig, bis er für seinen (gläubigen) Bruder liebt, was er für sich selber (auch)
liebt.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim)
Wie man sich vorstellen kann, findet
dieses Prinzip seinen größten Ausdruck in einer muslimischen Familie, dem Kern
der islamischen Gesellschaft. Nichtsdestotrotz weitet sich die Ehrerbietung
des Kindes gegenüber seinen Eltern in Wahrheit auf alle Älteren der
Gemeinschaft aus. Die Gnade und Fürsorge, die die Eltern ihren Kindern
erweisen, erstreckt sich ebenfalls auf alle Kleinen. In der Tat ist es nicht
so, dass dem Muslim in solchen Angelegenheiten eine Wahl bliebe. Denn
schließlich sagte der Prophet:.
“Wer unseren Kleinen nicht gnädig ist,
noch unsere Älteren ehrt, ist nicht von uns.” (Abu Dawud, Al-Tirmidhi)
Ist es dann also ein Wunder, dass so viele
Menschen, die als Nicht-Muslime aufgewachsen sind, in der Religion des Islam
das finden, was sie immer vermisst haben, von dem sie immer geglaubt haben, es
sei gut und wahr? Eine Religion, in der sie direkt und warm als Mitglieder
einer sich liebenden Familie empfangen werden.
“Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter
in Richtung Osten oder Westen wendet; Frömmigkeit ist vielmehr, dass man an
Gott glaubt, den letzten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten und vom
Besitz – obwohl man ihn liebt – den Verwandten gibt, den Waisen, den Armen, dem
Sohn des Weges, den Bettlern und (für den Freikauf von) Sklaven, dass man das
Gebet verrichtet und die Zakah entrichtet. Es sind diejenigen, die ihr
Versprechen einhalten, wenn sie es gegeben haben, und diejenigen, die in Elend,
Not und in Kriegszeiten geduldig sind; sie sind es, die wahrhaftig
gottesfürchtig sind.” (Quran 2:177)
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