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Polygamie ist in der globalen Gesellschaft üblich,
normal und anerkannt. Gemäß dem Ethnographic Atlas Codebook
hergeführt von George P. Murdock’s Ethnographic Atlas, wurde
die eheliche Zusammensetzung zwischen 1960 – 1980 von 1231 Gesellschaften
untersucht. Von diesen Gesellschaften waren 186 monogam. 1041 waren
polygyn. Laut Joseph Ginat, dem Verfasser von ‘Polygamous
Families in Contemporary Society,’ (Polygame Familien in der gegenwärtigen
Gesellschaft), gehört ein Drittel der Weltbevölkerung einer Gesellschaft an,
die sie erlaubt.
Polygamie heutzutage im Westen
Das westliche Verhalten gegenüber der
Polygamie ist ethnozentrisch und scheinheilig. Der Punkt, der im Westen häufig
missverstanden wird, ist, dass Frauen in anderen Kulturen
– insbesondere in afrikanischen und islamischen – Polygamie nicht
notwendigerweise als ein Zeichen für die Unterdrückung der Frau betrachten. Dementsprechend
handelt es sich um ein ethnozentrisches Urteil anderer Gesellschaften, wenn
Polygamie mit der Unterdrückung von Frauen gleichgestellt wird. Der
ethnozentrische Gefühlsumschwung gegen die Polygamie wurde 1878 am deutlichsten
in einer Meinung am Höchsten Gerichtshof der USA in Reynolds vs. Vereinigte
Staaten wiedergespiegelt. Das Gericht weigerte sich, Polygamie als legitime
religiöse Praxis anzuerkennen, indem es sie als "fast ausschließliche
Lebensform asiatischer und afrikanischer Völkergruppen" zurückwies. In
späteren Entscheidungen erklärte das Gericht, die Polygamie sei "ein Schandfleck
unserer Zivilisation", verglich sie mit einem Menschenopfer und behauptete,
sie sei "eine Rückkehr zum Barbarismus". Außerdem befand das
Gericht, dass diese Praxis "dem Geist des Christentums und der
Zivilisation, welche das Christentum in der westlichen Welt aufgebaut hat,
widerspricht."
Heutzutage ist es im Westen ganz normal,
dass verheiratete Männer außereheliche Beziehungen mit Geliebten, Freundinnen
und Prostituierten haben. Dementsprechend ist der Anspruch des Westens auf
"Monogamie" eine falsche Bezeichnung. Wie billig ist die Monogamie? Schätzungen
zufolge hatten zwischen 23-50% der Männer und 13-50% der Frauen in den USA
wenigstens einmal in ihrem Leben eine außereheliche Affäre. Mehr als 15% aller
Ehemänner geben zu, Serien von Affären gehabt zu haben, und fast 70% aller
verheirateten Männer unter 40 hoffen auf eine außereheliche Beziehung.
In Wirlichkeit basiert die westliche
Vorstellung von Monogamie auf einem zweideutigen Standard, wie ein Beispiel
veranschaulicht: Einer Frau beizuwohnen ist legal, gesellschaftlich akzeptiert
und sogar in den Massenmedien im Rahmen einer Reality-TV Show zu vermarkten; aber
eine polygame Ehe, die sittliche und finanzielle Verantwortlichkeit gegenüber
der Frau und ihren Kindern beinhaltet, wird von der Gesellschaft als
unmoralisch und ungesetzlich angesehen! Es gibt sogar Leute, die "Offene
Ehen" unterstützen, in denen jeder Gatte oder Gattin frei ist,
"außereheliche" Partnerschaften einzugehen. Das Playboy Magazin
präsentierte in der November 2005 Ausgabe seinen 80 jährigen Gründer und
Besitzer Hugh Hefner mit seinen drei in einem Haus lebenden Frauen. Dies war
eine Gemeinschaftsproduktion mit einer Reality-TV Show auf E! Mit dem Titel
"Girls Next Door" (Mädchen nebenan). Kameras folgten seinen drei
"offiziellen" Freundinnen, die mit ihm hauptsächlich als
"Ehefrauen" leben, es fehlt ihnen nur der standesamtliche Trauschein.
Monogamie beschützt nicht die Frauen,
sondern die Männer, die sie ausbeuten. Polygamie beschützt die Interessen von
Frauen und Kindern in der Gesellschaft. Der Mann ist gegen Polygamie, weil er
die Monogamie für sittlich hält, weil er aber sein Verlangen nach Abwechslung
stillen will, gestattet er sich, grenzenlos ehezubrechen. Sünde und nicht
Treue hat den Platz der Polygamie eingenommen. Und dies ist der Grund, warum
der Mann dagegen ist, mehrere Ehefrauen zu unterhalten, denn es bringt
zahlreiche finanzielle und andere Pflichten und Verantwortlichkeiten mit sich.
Monogamie erlaubt ihm, außereheliche Affären zu genießen, ohne verpflichtende
wirtschaftliche Konsequenzen. Er kann "herumspielen", ohne für sein
sexuelles Verhalten Verantwortung tragen zu müssen. Eine legalisierte
Polygamie würde ihn zwingen, für seine zusätzlichen Ehefrauen und ihren
Nachwuchs aufzukommen.
Geburtenkontrolle und die vereinfachte
Abtreibung haben "Sex for Fun" für westliche Frauen erleichtert.
Aber sie bleibt immer diejenige, die unter dem Trauma der Abtreibung und unter
den Nebenwirkungen der Mittel zur Geburtenkontrolle leidet. Wenn ein Mann sich
eine zweite Frau wünscht, für die er aufkommt, deren Kinder seinen Namen
tragen, wird er wie ein Krimineller behandelt und kann zu Gefängnis veruteilt
werden. Wenn er allerdings unzählbare Geliebte und uneheliche Kinder hat,
bleibt seine Beziehung in vielen Ländern straffrei.
In der Vergangenheit waren selbst für
einen liederlichen Mann die Gelegenheiten zu sündigen begrenzt. Aus diesem
Grund musste er auf Polygamie zurückgreifen, und obwohl er vielleicht einigen
ihrer vielen Pflichten auszuweichen versuchte, hatte er doch bestimmte
Verantwortlichkeiten in bezug auf seine Frauen und Kinder zu tragen. Heutzutage
sieht ein Mann, der reichlich Gelegenheiten, das Leben zu genießen vorfindet,
einfach nicht die Notwendigkeit, die geringste Verpflichtung zu übernehmen;
daher seine Abneigung gegenüber der Polygamie.
Die Scheinheiligkeit des Westens gegenüber
der Polygamie kann man einfach an der Tatsache erkennen, dass es dem Gesetz
widerspricht, eine zweite Frau zu nehmen, auch wenn die erste dem aus freiem
Willen zustimmt. Andererseits ist es in den Augen des
Gesetzes erlaubt, seine Frau zu betrügen, egal ob sie damit einverstanden ist
oder nicht. Worin liegt die gesetzliche Weisheit in solch einem Widerspruch?
Ist das Gesetz erlassen worden, um Betrug zu belohnen und Ehrbarkeit unter
Strafe zu stellen? Es ist ein unergründliches Paradoxum der modernen
´zivilisierten´ Welt. Desweiteren ist Homosexualität erlaubt, aber Polygamie
ist nicht erlaubt und in manchen Fällen sogar kriminell.
Darüberhinaus, dass eine wesentliche Zahl
von Frauen zum ´Ladenhüter´ wird, indem man ihnen die Zugehörigkeit zu einem
Mann als zweite Frau untersagt, bleiben jetzt noch mehr Frauen ohne Ehemann,
weil der Westen die Homosexualität legalisiert. Es ist gemäß diesen
voreingenommenen Standards unmenschlich, eine Frau als zweite Frau zu haben,
wenn aber die zweite "Frau" eine männliche "Geliebte" ist,
dann ist das kein Verbrechen. Homosexualität, so wird uns erzählt, sei ein
annehmbarer Lebensstil, der zu den Bedürfnissen des modernen Mannes passe! Die
westliche Stellung ist die logische Folge davon, wenn man sich von Gottes
Offenbarung, die Harmonie zwischen den menschlichen Wesen und ihrer angeborenen
Natur stiftet, abwendet.
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