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“Wer wird dich jetzt vor mir beschützen?”

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Beschreibung: Ein Beispiel, wie unser großartiger Führer mit denen umging, die ihm Feindschaft zeigten.

  • von Abdul-Rahman A. al-Iyadah
  • Veröffentlicht am 22 Feb 2010
  • Zuletzt verändert am 19 Apr 2010
  • Gedruckt: 201
  • Gesehen: 7000 (Tagesmittelwerte: 2)
  • Bewertung: 3.4 von 5
  • Bewertet von: 5
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  • Kommentiert am: 0

Es gab eine kleine Gemeinschaft in einem isolierten Gebiet.  Schwach und ohne Verteidigung lebten diese Menschen in Furcht und Angst, denn sie wurden pausenlos von einer Bande von Räubern überfallen. 

Wir können uns ihre Angst gut vorstellen.  Es ist die Angst einer hilflosen Person angesichts eines starken und gnadenlosen Übeltäters.  Diese Räuber kannten nur das Gesetz der Wildnis.  Wie Löwen erkannten sie keinen Moralkodex neben ihrem eigenen Hunger und ihrer Lust an.  Sie hielten es für gerechtfertigt, wenn sie andere unterdrückten.

Obwohl die Gemeinschaft in der Wüste lebte, haben sie, bevor die Räuber gekommen waren, Frieden und Sicherheit genossen, und sie haben Erfolge erzielt.  Jetzt waren sie ihrer Leben, ihrer Freiheit und ihrer Ehre beraubt.  In ihrer Verzweiflung riefen sie nach der Obrigkeit, zu kommen und sie zu schützen. 

Das Staatsoberhaupt entschloss sich, selbst die Armee in die Gegend zu führen und diejenigen, die Angst und Schrecken verbreiteten, die Leben und Sicherheit seiner Leute bedrohten, zu bestrafen.  Die Nachricht von der Mobilisierung verbreitete sich schnell und schon bald wußten die Räuber, dass die Obrigkeit mit einer Armee hinter ihnen her war.  Sie waren gezwungen, die Gegend zu verlassen und in den umliegenden Bergen Schutz zu suchen.  Sie versteckten sich zwischen den höchsten Gipfeln, die sie finden konnten in der Hoffnung, sich zu retten.  Sie wußten, dass sie genauso gut an ihrem Zufluchtsort von ihrem Schicksal ereilt werden konnten, aber sie hofften, die Kräfte, die gegen sie ausgesandt worden waren, wenigstens abhängen zu können. 

Die Kräfte kamen unter dem Kommando des Staatsführers, um festzustellen, dass die Räuber die Gegend verlassen hatten und in den benachbarten Bergen Stellung bezogen haben, um die Situation von einem sicheren, günstigen Punkt aus zu überstehen.

Als die Kräfte ankamen, zog ein Gewittersturm auf und überflutete alle Täler in der Nähe der Berge.  Das Staatsoberhaupt war durchnässt.  Nachdem der Sturm weggezogen war, zog er aus, um einen geeigneten Platz zu finden, an dem er seine Kleider ausziehen und lüften konnte.  Er fand einen Baum, zog seine Außenbekleidung aus und hängte sie zum Trocknen an einen Zweig.  Er setzte sich neben den Baum, um sich von der anstrengenden Reise auszuruhen.  Die Müdigkeit überwältigte ihn und schon bald war er eingeschlafen. 

Einer der Räuber hatte ihn beobachtet und sprach zu sich selbst: „Dies ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, den Führer beim Schlafen zu überwältigen.  Dann wird mir keiner im Weg stehen.“ 

Unter größter Vorsicht kletterte er heimlich vom Berg hinab und schlich leise dorthin, wo der Anführer schlief.  

Als er sich dem Baum näherte, bemerkte er das Schwert des Führers neben ihm.  Er blickte nach links und rechts, um sicherzugehen, dass niemand in der Nähe war.  Dann schnappte er sich mit der Geschicklichkeit eines Diebes das Schwert und richtete es auf das Gesicht des Führers. 

Der Räuber lachte höhnisch und rief: “Wer wird dich jetzt vor mir schützen?” 

Der Führer erwachte durch diese Worte, sah den Räuber mit seinem Schwert in der Hand stehen und auf seinen Kopf zielen.  Ihm wurde sofort klar, dass der starrende Räuber ihn entwaffnet hatte und drohte, ihn zu töten.  Stell dir vor, was du in so einer Situation machen würdest. 

Der Führer blieb gelassen, richtete sich auf, wo er saß, und betrachtete seinen Widersacher ruhig.  Nachdem er sich geduldig die Drohungen des Räubers angehört hatte, beantwortete er die Frage seines Gegners und sagte: „Gott wird mich schützen.“ 

Der Räuber fühlte ein Schaudern durch seinen Körper und seinen Arm hinunterfahren.  Er ließ das Schwert fallen.  So geschwind, wie das Schwert zu Boden fiel, schnappte der Führer es sich, stellte sich über den Räuber und wiederholte dieselbe Frage, die dieser ihm nur Augenblicke zuvor gestellt hatte: „Wer wird dich jetzt vor mir schützen?“ 

Stell dir vor, du wärst in der Lage des Führers gewesen.  Was hättest du mit dem Räuber gemacht?  Hätte dir deine Gemütsverfassung erlaubt, vor dem Handeln zu denken?  Hätte dir irgend jemand Vorwürfe gemacht, wenn du den Räuber in Selbstverteidigung niedergeschlagen hättest? 

Dieser Führer allerdings besaß ein starkes, großmütiges Herz, ein Herz, das weder Gehässigkeit noch Rachsucht kannte.  Er betrachtete Rachsucht als ein Zeichen für Schwäche.  Stell dir vor, der Führer hat dem Räuber nicht nur verziehen, sondern ihm die Gelegenheit gegeben, sich seiner Armee anzuschließen.  Außerdem versprach er ihm, wenn dieser das Angebot annahm, dann würde er alle die Ansprüche und Belohnungen erhalten, die auch die anderen Soldaten bekommen würden. 

Wir würden vermuten, dass der Räuber dieses Angebot dankbar angenommen habe, wenigstens zur Täuschung.  Aber der Räuber tat das Undenkbare.  Er lehnte ab, und der Rohling tat dies mit aller Grobheit und Unverschämtheit, die er zur Schau stellen konnte. 

Der Führer sagte zu ihm: “Dann geh.  Du kennst den Weg.“ 

Der Räuber begann davonzueilen, aber dann hielt er an und sagte: “Ich werde nicht gegen dich kämpfen oder mich irgendeiner Gruppe anschließen, die gegen dich kämpft.”  Dies war an sich ein annehmbarer Ausgang.   

Als der Räuber zum Rest seiner Bande zurückkehrte, konnten sie erkennen, dass er glücklich darüber war, die Begegnung überlebt zu haben.  Er sagte zu ihnen: „Ich komme von einem Führer ohne seinesgleichen.“  Dann berichtete er ihnen alles, was geschehen war und welches Glück er habe, noch immer am Leben zu sein. 

Es bleibt uns nur noch, die Identität dieses Führers zu enthüllen.  Er war derselbe, der oft verleumdet und im unehrenhaftesten Licht dargestellt wird.  

Ja, es war kein anderer als Muhammad, der Prophet Gottes.  

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