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Gottes Bewahrung der Sunna (teil 4 von 7): Die Erhaltung des Isnad

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Beschreibung: Die folgende Reihe von Artikeln diskutiert die Mittel, die im Laufe der Geschichte angewendet wurden, um sicherzustellen, dass die Sunna oder die Lehren des Propheten Muhammads authentisch erhalten blieben - frei von Veränderungen und Verfälschungen.  Teil 4: Die Handhabung, den Isnad zu erwähnen und seine Bewahrung in den frühen Jahren. 

  • von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2010 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 26 Apr 2010
  • Zuletzt verändert am 26 Apr 2010
  • Gedruckt: 457
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In Bezug darauf, dass Überlieferer gezwungen waren, ihren Zuhörern ihre Isnads mitzuteilen, sagte Fullaatah, dass Abu Bakr, der erste Khalif, der nur zwei Jahre nach dem Propheten verstarb, der erste war, der die Überlieferer anwies, die Authenzität ihrer Berichte zu beweisen, denn er akzeptierte einen Hadith erst, wenn die Person einen Zeugen für ihren Hadith vorbrachte.  Umar verfuhr ebenso.  Indem sie dies taten, machten sie deutlich, ob sie den Hadith direkt vom Gesandten Gottes oder durch irgendeine andere Quelle bekommen haben.  Ihr Ziel bestand darin, die Richtigkeit der Überlieferung zu bestätigen, auch wenn sie zur gleichen Zeit unabsichtlich den Überlieferer den Isnad für seinen Hadith angeben ließen.  Daher war es während ihrer Zeit (kurz nach dem Tod des Propheten), dass die Überlieferer als erstes gezwungen waren, ihre Isnads anzugeben.  Ali, der vierte Khalif und der Khalif während der Fitnah (Heimsuchung), nahm von der Person einen Eid ab, in dem die Person schwören sollte, dass sie den Hadith direkt vom Propheten gehört habe.  Offensichtlich ging nach der Fitnah derselbe Prozess, der es erforderte, dass der Überlieferer seine Quellen angab, weiter.[1]

In Bezug darauf, wann der Überlieferer selbst darauf bestand, den Isnad eines jeden Hadith zu erwähnen, stellt Fullaatah fest, dass der Bedarf an dem Isnad wirklich offensichtlich wurde, nachdem schwache Überlieferer und unmoralische Menschen begonnen hatten, Hadithe zu berichten.  Zu jener Zeit war der Überlieferer selbst darauf bedacht, den Isnad des Hadith, den er berichtete, zu erwähnen.  Al-Amash pflegte Hadith zu berichten und dann zu sagen: „Hier ist der Kopf der Angelegenheit”, und dann erwähnte er den Isnad.   Al-Walied ibn Muslim von al-Schaam sagte: “Eines Tages sagte al-Zuhri: ‘Was ist mit euch [mit euch Menschen], dass ich euch Hadithe berichten sehe, ohne den kritischen oder wichtigen Teil?’ Nach diesem Tag haben unsere Gefährten [d.h. die Leute von asch-Scham (Nord-Arabien) ] sich vergewissert, dass sie den Isnad erwähnten.”[2]  Die Gelehrten tadelten ihre Schüler dafür, Hadithe von Lehrern zu hören, die die Hadithe ohne Isnad erwähnten.[3]  In der Tat wiesen sie alle Hadithe zurück, die keinen Isnad hatten.  Bahz ibn Asad sagte: “Akzeptiert keinen Hadith von jemandem, der nicht sagt: ‘Er berichtete uns...“ das bedeutet ohne Isnad.  Die Muslime begannen sogar, auf die Verwendung des Isnads für andere Disziplinen als der des Hadith zu bestehen, zum Beispiel Geschichte, Tafsier (Erklärung) des Qur´an), Dichtung und so weiter. 

Aus diesem Grund kam Fullaatha, nachdem er die Frage in allen Einzelheiten diskutiert hatte, zu folgendem Schluss:

1.         Der Isnad wurde zuerst während der Zeit der Gefährten verwendet.  

2.         Abu Bakr war der erste, der die Überlieferer zwang, die Quelle ihrer Hadithe zu erwähnen.  

3.         Der Überlieferer selbst bestand darauf, den Isnad eines jeden Hadith zu erwähnen, dicht gefolgt von (1) und (2) oben.[4]

Hieraus können wir den Schluss ziehen, dass es niemals eine Zeit gegeben hatte, in der die Hadithberichte völlig frei von der Erwähnung des Isnads berichtet worden wären.  Während der Zeit der Gefährten war der Gebrauch des Isnads nicht so offensichtlich, denn es hatte (normalerweise) keinen Übermittler zwischen der Person, die den Hadith berichtete und dem Propheten gegeben.  (Die Periode der Gefährten endete „offiziell“ 110 AH mit dem Tod des letzten Gefährten.)  Abu Bakr und Umar waren gnadenlos bei der Überprüfung der Authenzität der Hadithe.  Spätere Gelehrten wie asch-Schabi und al-Zuhri tauchten auf, und sie veranlassten die Muslime, sich der Wichtigkeit, den Isnad zu erwähnen, bewusst zu werden.  Dies war besonders nach den großen Konfrontationen (wie dem Tod Uthmans) offenkundig, welche die Menschen realisieren ließ, dass die Hadithberichte ihre Religion sind und daher sollten sie sorgfältig nachsehen, von wem sie ihre Religion nehmen.  Nach den frühen Jahren wurden der Isnad und sein richtiger Gebrauch zum Standard und das Wissen darüber wurde zu einem unabhängigen Bereich des Hadith.  Dies ging so weiter bis die Hauptsammlungen des Hadith im dritten Jahrhundert zusammengestellt wurden.[5]

Gott hat die Gemeinschaft von Muhammad tatsächlich mit einer einzigartigen Art ihre ursprünglichen Lehren zu bewahren, gesegnet: dem Isnad.  Muhammad ibn Haatim ibn al-Mudhaffar schrieb: 

“Fürwahr, Gott hat mit der Verwendung des Isnads diese Gemeinschaft geehrt und deutlich von anderen unterschieden und abgehoben.  Keine der früheren oder gegenwärtigen Gesellschaften besitzen ungebrochene Isnads. Sie haben [alte] Schriften in ihrem Besitz, aber ihre Bücher sind mit ihren historischen Berichten vermischt worden und sie sind nicht in der Lage, zu unterscheiden, was ihnen ursprünglich als Thora oder Evangelium offenbart worden war und was später an Berichten hinzugefügt worden ist, die sie von nicht vertrauenswürdigen [oder noch wahrscheinlicher: unbekannten] Leuten aufgenommen haben.”[6]



Footnotes:

[1] Fullaatah, vol. 2, pp. 20-22.

[2] Zitiert bei Fullaatah, vol. 2, S. 28.

[3] Ibid. vol. 2, S. 28-29. Siehe die Geschichten von al-Zuhri, Abdullah ibn al-Mubaarak und Sufyaan al-Thauri auf diesen Seiten.

[4] Fullaatah, vol. 2, S. 30.

[5] In der Tat ging die Tradition, Hadith mit ihren Isnad zu berichten weiter bis zum fünften Jahrhundert.  Nach dieser Zeit wurden Bücher weiter gereicht, meistens mit Ijaaza (Erlaubnis für andere, jemandes Buch oder Hadithe zu berichten) obwohl es heutzutage immer noch Gelehrte gibt, die einen Hadith mit einer vollständigen Kette von sich selbst bis zum Propheten zurück aufzählen können.  Cf., Khaldoon al-Ahdab,  Asbaab Ikhtilaaf al-Muhadeetheen (Jeddah: al-Dar al-Saudiya, 1985), vol. 2, S. 707.

[6] Zitiert in Abdul Wahaab Abdul Lateef, Al-Mukhtasar fi Ilm Rijaal al-Athar (Dar al-Kutub al-Hadeethiya, no date), S. 18.

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