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Zinsen und ihre Rolle in der Wirtschaft und im Leben (teil 4 von 7): Vom Verbot zur Rechtfertigung 

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Beschreibung: Wie etwas so verachtenswertes wie Zinsen gerechtfertigt werden und sogar als ein Standard istitutionalisiert werden konnte.  

  • von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2010 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 06 Dec 2010
  • Zuletzt verändert am 06 Dec 2010
  • Gedruckt: 412
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Mit der Zeit wurde in betracht gezogen, dass das Verbot von Zinsen nichts weiter als ein religiöses Dogma sei, das beiseite geschafft werden müsse.  Der Religion dürfte nicht länger gestattet sein, die Wirtschaft zu bestimmen.  Dies war sicherlich ein Gefühl, das von dem bekannten Wirtschaftshistoriker Richard Tawney ausgedrückt wurde, als er sagte: “Das ganze Schema der mittelalterlichen Gedanken versuchte die wirtschaftlichen Angelegenheiten als Teil einer Hierarchie von Werten zu behandeln, die sämtliche Zinsen und Tätigkeiten umfasste, deren Gipfel die Religion bildete.”[1] Zur gleichen Zeit schien sich die Veränderung in der Haltung, die stattfand, nicht nur aus rein wirtschaftlichen Gründen zu vollziehen.  Lawrence Dennis sagte:

Aristoteles, die römisch-katholischen Kanonisten, die jüdische Thora,….alle verboten das Leihen mit Zinsen oder verurteilten Zinsen als Wucher.  Das Leihen mit Zinsen verbreitete sich in den Jahrhunderten des Mittelalters als Folge des Preisausgleichs, der nötig war, weil nicht genug Geld zur Kriegsführung und für öffentliche Zwecke aufgebracht werden konnte.  Im Gegensatz zu den gegenwärtigen Vorstellungen wurde das Verleihen nicht ursprünglich als Mittel, um den Handel zu finanzieren entwickelt.  Die Venezier, Holländer, Hanseaten, Briten und anderen Händler finanzierten ihre Transaktionen bis zum siebzehnten Jahrhundert mit Partner-Kapitaleinlagen.[2]

Dennis stellt weiter fest:  

Die katholischen Kanonisten mißbilligten nicht die Profite aus Handelsrisiken, Miete für die Nutzung von Land oder den Verkauf von Früchten des Landes oder anderem Kapital.  Sie mißbilligten lediglich Zinsen in Form von Geld für das Verleihen von Geld.  Während der Reformationszeit kam es dazu, dass Zinsen hauptsächlich von den Protestanten wirtschaftlicher gestaltet wurden, um die Entgegnungen der Kanonisten zu umgehen. Die katholische Kirche hat diese Haltung gegenüber den Zinsen nie aufgegeben, aber sie fügte sich oder tolerierte die Leihen auf der Grundlage bestimmter Voraussetzungen.  Diese moralische Billigung durch die katholische Kirche und die positive Unterstützung durch die kalvinistischen Händler führte zur Verankerung in Gesetzen und Denkweisen und Verhaltensmustern der modernen Gesellschaften.[3]

Die Rationalisierungen, auf die Dennis sich beruft, können an einer Menge Bibelkommentare gesehen werden.  Obwohl die Texte des Alten Testaments klar und deutlich in ihrer Verdammung der Zinsen sind, hielt dies die späteren Gelehrten nicht davon ab, diese einfach zu ignorieren oder dieses Verbot anscheinend zu verdrehen.[4] Beispielsweise heißt es im Henry’s Concise Commentary vom 3. Buch Moses 25:37:

Und dieses Gesetz ist zwar immer noch bindend, kann aber nicht als verbindlich betrachtet werden, wenn Geld für den Kauf von Land, Handel oder andere Verbesserungen geliehen wird; denn dort ist es vernünftig, dass der Verleiher den Profit des Leihenden teilt.  Das Gesetz hier beabsichtigt nur, die Armen zu entlasten, für die es manchmal ein großes Almosen ist, freie Anleihen zu geben. 

Diese Erklärung ist widerlegbar, angesichts dessen, dass es bei Zinsen nie darum ging, dass der Verleiher mit dem Leihenden den Profit teilt.  Wenn dies der Fall wäre, würde viel Schaden der Zinsen beseitigt.  Ähnlich heißt es im Jameison-Fausset-Brown Kommentar:      

 “Wucher wurde streng verbannt (Psalter 15:5, Hezekiel 18:8,17), aber das Verbot kann in der modernen Handlungsweise von Männern in Geschäftsleben, Leihen und Borgen bei berechtigten Zinsenraten nicht mehr als anwendbar betrachtet werden.”

Wie konnte die Tat von der strengen Verdammung zu möglicherweise in der “modernen Handlungsweise von Männern in Geschäftsleben“ nicht anwendbar kommen?  Kein logischer Beweis wird für einen derartigen Sprung geliefert.  Ähnlich heißt es in ihrem Kommentar vom 5. Buch Moses:. 

Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, …von dem Ausländer darfst du Zinsen nehmen Die Israeliten lebten in einem bescheidenen gesellschaftlichen Staat und deshalb wurden  sie ermuntert, untereinander auf freundliche Weise zu leihen, ohne einen Gewinn zu erwarten.  Aber mit Fremden, die in Handel und Kommerz engagiert waren und liehen, um ihr Kapital zu vermehren, war der Fall anders, und es könnte vernünftig sein, dass sie auf die Leihen Zinsen bezahlen.”

Wieder geben sie für ihre Vorschläge keinerlei Beweise. (Da scheint es allerdings so, als wären die heiligen Texte nicht in der Lage, sich deutlich auszudrücken.)  Tatsächlich versuchte sogar ein berühmter Wirtschaftler, einen Bibelkommentar abzugeben: Paul Samuelson schrieb in seinem klassischen Buch über Ökonomie: “Die biblischen Aussagen gegen Zinsen und Wucher beziehen sich eindeutig eher auf Leihen, die zum Gebrauch bestimmt waren, als auf solche zu Investitionszwecken.[5]

Mit der Widerlegung der Einsprüche der “Gelehrten” war es eine Angelegenheit der angehenden Wirtschaftswissenschaft, das Zahlen von Zinsen zu rechtfertigen.  Dies war, wie sich herausstellte, viel schwieriger als es klingt.  Haberler hatte sicherlich recht, als er sagte:

Die Theorie der Zinsen war lange Zeit ein Schwachpunkt in der Wirtschaftswissenschaft, und die Erklärung und die Festlegung der Zinsraten läßt noch immer weiter Unstimmigkeiten unter den Ökonomen anschwellen als irgendein anderer Zweig der allgemeinen Wirtschaftstheorie.[6]

In Wirklichkeit gibt es unter Ökonomen “keine einzige angemessene und allgemeine akzeptierte Theorie des Zinses, die eine einleuchtende Erklärung des Ursprungs und der Begründung für Zinsen geben kann”.[7]



Footnotes:

[1] Zitiert in Qureshi, S. 7.

[2] Zitiert in Qureshi, S. 167.

[3] Zitiert in Qureshi, S. 167.

[4] Viele der Anhänger solcher Religionen erwarten, dass Muslime ihren Fußspuren folgen, auch wenn ihre Argumente nicht vernünftig oder logisch zu sein scheinen.  Die große Mehrheit der muslimischen Gelehrten in der ganzen Welt haben bis heute vermieden, so klar und deutlich mit den Texten des Quran und der Hadithe zu spielen und sie zu verdrehen. 

[5] Paul A. Samuelson, Economics (New York: McGraw-Hill Book Company, 1976), S. 605. Emphasis added.

[6] Haberler, Prosperity and Depression (1st edition), S. 195. Zitiert aus Afzal-ur-Rahman, S. 9.

[7] Afzal-ur-Rahman, S. 9.

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