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Homosexualität

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Beschreibung: Das islamische Verständnis von Homosexualität. 

  • von Aisha Stacey (© 2015 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 02 Feb 2015
  • Zuletzt verändert am 02 Feb 2015
  • Gedruckt: 97
  • Gesehen: 7846 (Tagesmittelwerte: 5)
  • Bewertung: 1.8 von 5
  • Bewertet von: 4
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Homosexualität ist eines der heißen Themen des 21. Jahrhunderts.  Das Thema der Ehe von Homosexuellen wird auf der ganzen Welt debattiert.  Seltsamerweise verstehen viele Menschen allerdings nicht, was das Wort Homosexualität bedeutet, und sie verstehen nicht, was der Islam über dieses Thema sagt.  In diesem Artikel werden wir den Begriff definieren, die wissenschaftlichen Beweise zur Homosexualität betrachten, die Sichtweisen anderer religiöser Gruppen diskutieren und schließlich sehen, was der Islam dazu sagt. 

Homosexualität ist die Manifestation der sexuellen Gelüste gegenüber eines Mitglieds des eigenen Geschlechts oder die erotische Aktivität mit einem Mitglied desselben Geschlechts.  (Das griechische Wort homos bedeutet derselbe). Eine Lesbe ist eine weibliche Homosexuelle.  Im englischen wird das Wort „gay" neuerdings für Homosexuelle beider Geschlechter verwendet.

Das Merriam Webster freie online Wörterbuch, definiert mit wenigen Worten Homosexualität als sexuelles Interesse und Begeisterung für Mitglieder des eigenen Geschlechts.  Weibliche Homosexualität wird als Lesbianismus bezeichnet; das Wort „gay" wird oft alternativ für beide „homosexuell" und „lesbisch" verwendet, obwohl es sich speziell auf männliche Homosexualität bezieht. 

Die Rolle der biologischen Faktoren in der Entwicklung der menschlichen sexuellen Orientierung ist ein weithin diskutiertes Thema.  Es gibt ein breites Spektrum an Meinungen über die Auswirkung, die Gene, pränatale Hormone und die Gehirnstruktur auf die Entwicklung einer heterosexuellen, homosexuellen, bisexuellen oder asexuellen Person haben können.  Es scheint sogar für diejenigen unklar zu sein, die Homosexualität für einen angeborenen Zug halten.  Bei einer PrideWorks[1]  Konferenz für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender Minderheiten wurde festgestellt, dass „Sexualität" fließend ist und sich „mit der Zeit verändern kann", behaupten homosexuelle Aktivisten allerdings, dass sie als „Schwule geboren seien".

Die jüngsten Forschungen durch das National Institute for Mathematical and Biological Synthesis (NIMBioS) geben an, dass Homosexualität nicht in unserer DNA Sequenz festgelegt ist, was erklärt, warum es Wissenschaftlern trotz intensiver Forschungen nicht gelungen ist, „schwule Gene" zu finden.  Anstatt dessen sagen sie, es sei in bestimmten Modifikationen wie und wann die DNA aktiviert wird.  Diese Veränderungen können ihre Wurzeln in der Umgebung haben, daher sind sie normalerweise nicht permanent genug, um vom Elternteil auf das Kind übertragen zu werden.  Es gibt allerdings ein Post Skriptum, denn offensichtlich werden sie gelegentlich von den Eltern auf das Kind übertragen.  Dies ist ein Wissenschaftszweig, der Epigenetik genannt wird.[2]

Im Laufe der Geschichte haben spezielle Kulturen und Gesellschaften Homosexualität auf vielerlei Arten behandelt.  Homosexuelles Verhalten wurde  ermutigt, genehmigt, toleriert, bestraft und verboten.  Die drei sogenannten abrahamitischen Glauben, Judentum, Christentum und Islam haben Homosexualität allgemein als Sünde angesehen. 

Die Einstellungen zur Homosexualität sind allgemein in Bewegung, teilweise aufgrund des politischen Aktivismus, bis in die frühen 70er Jahre haben viele medizinische Organisationen, einschließlich der American Psychiatric Association, Homosexualität als mentale Krankheit eingestuft.  In den letzten Dekaden haben viele christliche Konfessionen ihre Ansichten bedeutend geändert, und wir sehen jetzt homosexuelle Minister und eine Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Ehen, allerdings ist dies bei der katholischen Kirche nicht der Fall.  Im Jahr 2012 sprach sich der Vatikan gegen jegliche Vorschläge aus, dass die traditionelle Ehe besiegt sei, in der Folge bedeutender Siege für Aktivisten für Homosexuellen – Ehen in den Vereinigten Staaten und Europa.  Auf seiner Botschaft zum Friedenstag sagte der Papst: „(Es gibt) Bedarf, die natürliche Struktur der Ehe als Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau anzuerkennen und zu fördern, angesichts der Versuche, sie radikal gleichbedeutend mit anderen Arten der Vereinigung zu machen.  Solche Versuche schädigen und helfen dabei, die Ehe zu destabilisieren, ihre besondere Art und ihre entscheidende Rolle in der Gesellschaft zu verschleiern."  Früher im gleichen Jahr hatte der Pontifex erklärt, dass gleichgeschlechtliche Ehen die Menschenwürde und die Zukunft der Menschheit bedrohen. 

Das Judentum kämpft auch mit den modernen Einstellungen zur Homosexualität.  Die bekannte Geschichte der Homosexualität im Judentum beginnt im Buch Levitikus, wo Geschlechtsverkehr zwischen zwei Männern zum Kapitalverbrechen erklärt wird.  „Du sollst nicht beim Knaben liegen wie beim Weibe; denn es ist ein Greuel" (Leviticus 18:22).  Daher erklären die grundlegenden Überzeugungen bezüglich der Göttlichkeit der Thora und der Autorität der Halacha (des empfangenen jüdischen Gesetzes) Homosexualität (den sexuellen Akt) zu einer verbotenen Tat. 

2012 hat die größte rabbinische Organisation der USA das Rabbinical Council of America (RCA) formell seine Unterstützung für JONAH (Jews Offering New Alternatives to Homosexuality) zurückgezogen.  Die Annäherung des Judentums an Homosexualität war lange das der Rehabilitation, wie das der Mormonenkirche.  Juden in Amerika mit homosexueller Neigung werden ermuntert, eine Therapie zu besuchen, um ihnen zu helfen, unnatürliche Begierden zu überwinden.  An dieser Stelle ist es interessant zu bemerken, dass sowohl JONAH als auch verschiedene Homosexuellenorganisationen Homosexualität als fließend betrachten, einen Zustand, der vergehen kann.  Viele ehemalige Homosexuelle stimmen darin überein, dass Homosexualität eine Wahl ist. 

Greg Quinlan, Präsident von Parents and Friends of Ex-Gays & Gays (PFOX), sagt: „Ich als früherer Homosexueller, mit zehntausenden anderer, die die Homosexualität verlassen haben, [wir sind] Beweis dafür, dass es nicht unveränderlich ist; du kannst es ändern." und „Es ist nicht angeboren, du bist nicht so geboren worden."  Es gibt auch eine Menge islamischer Gruppen ehemaliger Homosexueller, die zum Ziel haben, zu versuchen, Homosexuelle zu Heterosexualität zu führen, beispielsweise die Straightway Foundation, eine in Großbritannien basierte Organisation ehemaliger Homosexueller, die mit homosexuellen Muslimen arbeitet, um deren Anziehung zu demselben Geschlecht zu beseitigen. 

Im Quran verurteilt Gott Homosexualität ausdrücklich. 

„Als ihr Bruder Lot zu ihnen sagte: „Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein? In Wahrheit, ich bin euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.  So fürchtet Gott und gehorcht mir.  Und ich verlange von euch keinen Lohn dafür; mein Lohn ist allein beim Herrn der Welten.  Vergeht ihr euch unter allen Geschöpfen an Männern und lasset eure Frauen (beiseite), die euer Herr für euch geschaffen hat? Nein, ihr seid ein Volk, das die Schranken überschreitet."" (Quran 26: 161-166)

Die islamischen Gelehrten sind sich darüber einig, dass menschliche Wesen von Natur aus heterosexuell sind.  Homosexualität wird als pervertierte Abweichung von der Norm angesehen und alle Rechtsschulen und Rechtswissenschaften betrachten homosexuelle Akte als unrechtmäßig.  Der Islam sieht unsere entspannte Haltung dieser Tage und Zeiten als ein Produkt der Zeit, in der wir leben, wo Moral sich vollständig verflüssigt hat.

Homosexualität wird als Sünde des Volkes von Lot angesehen[3] und das arabische Wort dafür ist lutiyya. Liwat ist das Wort für Sodomie, unter dieser Überschrift ist das Thema der Homosexualität in den Büchern der islamischen Rechtswissenschaft zu finden.  Unter islamischem Gesetz werden der (gleichgeschlechtliche) Sodomierte und der Sodomierer zum Tode verurteilt.  Allerdings muss betont werden, dass die Todesstrafe nur strengen Bedingungen und Regeln angewendet wird, und nur an Orten, die unter dem Islamischen Gesetz leben.  Es gibt keine festgelegte Strafe für Lesben, da kein sexueller Geschlechtsverkehr stattfindet, allerdings ist es zweifellos verboten und sündhaft, was sie tun. 

Mit Worten, die an die Rede des katholischen Papstes im Dezember 2002 erinnern, spricht der Qur´an zu uns darüber, dass die Ehe eine Verbindung der beiden Geschlechter ist, eine Beziehung aus Liebe, Zärtlichkeit und Fürsorge, damit jeder in dem anderen Vervollständigung, Ruhe und Unterstützung findet.  (Quran 30:21). Nach dem Qur´an ist es durch die eheliche Verbindung, dass Männer und Frauen Trost, Seelenfrieden, Zufriedenheit und Erfüllung finden.  Diese Beziehungen gehen über den körperlichen, sexuellen Kontakt hinaus und führen zu psychologischen, spirituellen Beziehungen.

Der Islam sagt eindeutig, dass auch wenn man einen Drang zu homosexuellem Kontakt spürt, der Adel des menschlichen Geistes in der Lage ist, diesem Drang durch die Hingabe um Gott zufrieden zu stellen zu überwinden, und sich willig Seinen Befehlen zu unterwerfen, die zweifellos zu unserem Nutzen gestaltet wurden. 



Fußnoten:

[1] Eine USA basierte Konferenz der Lesben, Schwulen, Besexuellen oder Transgender Jugendlichen und ihrer Verbündeten. 

[2] Für detailliertere Informationen:
(http://healthland.time.com/2012/12/13/new-insight-into-the-epigenetic-roots-of-homosexuality/)

 

[3] (http://www.islamreligion.com/articles/1872/viewall/)

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