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Was ist Taoismus? (teil 2 von 2): Gemeinsame Werte machen keine religiöse Verbindung aus

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Beschreibung: Ein kurzer Vergleich zwischen dem Glauben des Taoismus und Islam.

  • von Aisha Stacey (© 2016 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 23 May 2016
  • Zuletzt verändert am 23 May 2016
  • Gedruckt: 10
  • Gesehen: 6667 (Tagesmittelwerte: 3)
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Taoism2.jpgMitgefühl, Mäßigung und Demut, dies sind die drei Juwelen oder Eigenschaften, nach denen die Taoisten leben durch den Befehl, ein gutes und wertvolles Leben zu führen.  Es sind dieselben moralischen Eigenschaften, die auch von den Muslimen geschätzt werden.  Die erste der drei Juwelen (manchmal als Schatz bekannt) ist ci, wörtlich Mitgefühl, Weichheit, Liebe, Gnade, Freundlichkeit, Sanftmut oder Gutmütigkeit.  Es ist auch ein klassischer chinesischer Begriff für Mutter.  Die Zweite ist jian, wörtlich Mäßigung, Wirtschaft, Zurückhaltung und sparsam sein.  Das dritte Juwel ist ein chinesischer Satz aus sechs Zeichen, kein einzelnes Wort; Bugan wei tianxia xian.  Er wird als Demut übersetzt, doch er bedeutet mehr als das, nach der taoistischen Weisheit ist es der Weg, um vorzeitigen Tod zu vermeiden.  An der Front der Welt zu sein, bedeutet, sich selbst den zu exponieren,sich selbst den zerstörerischen Kräften der Welt auszusetzen, während das dahinter zurückbleiben, das sich Demütigen, einem die Zeit gestattet, um vollständig zu reifen und Früchte zu tragen.  

Laß uns vergleichen, was der Islam zu ebendiesen Werten lehrt.  Es ist am wichtigsten, darauf hinzuweisen, dass Mitgefühl das allererste ist, und dass dies ein Wort ist, dass mit dem klassischen chinesischen Wort für Mutter verbunden ist.  Wir wissen, dass Gott im Islam als der Allerbarmherzigste bekannt ist.  Das Wörterbuch definiert Gnade oder Barmherzigkeit als die Veranlagung, freundlich und vergebend zu sein, und als das Gefühl, das dazu anregt, Mitgefühl zu verspüren.  Der arabische Begriff für Gnade ist Rahmah und das Wort für Gebärmutter ist Rahiem wird von demselben Wort abgeleitet.  Es ist bedeutungsvoll, dass es eine einzigartige Verbindung zwischen der Gnade Gottes und der Gebärmutter besteht.  Gott ernährt und behütet uns, genau wie die Gebärmutter das ungeborene Kind behütet.  Die Verbindung zwischen Gnade, Mitgefühl und Mutterschaft sind sowohl im islamischen Begriff Rahmah als auch im taoistischen Juwel, Mitgefühl, offensichtlich. 

Und Mäßigung?  Sie ist ein wichtiger Wert im Taoismus, aber im Islam?  Im Einklang mit der ganzheitlichen Lebensweise des Islam, muss alles mit Mäßigung gemacht werden.  Es gibt keinen Grund und keine Ausrede für extremes oder fanatisches Verhalten.  Der Qur´an nennt diejenigen, die wahrhaftig dem Islam folgen, die Gemeinde der Mitte. 

"Und so machten Wir euch zu einer Gemeinde der Mitte..." (Quran 2:143)

Das dritte Juwel, Demut, ist ebenfalls ein Wert, der im Islam überaus gepriesen wird.  Der Islam betont allerdings, dass Demut ein Zug ist, der uns im Jenseits zu einem glückseligen Leben verhilft, währenddessen der Taoismus große Betonung darauf zu legen scheint, dass Demut in diesem Leben ein volles und erstrebenswertes Leben führen lässt.  Ibadah ist das arabische Wort für Anbetung, die Wurzel des Wortes, Ubudiyyah, bedeutet seine Demut oder Ergebenheit zum Ausdruck zu bringen.  Es ist die vollständige Ergebenheit. die jemanden überkommt, der sich dem Willen Gottes, des Allmächtigen, unterwirft.  Anbetung ist Gottergebenheit und der wesentliche Teil der Demut.  Daran können wir erkennen, dass die wesentlichen Werte des Taoismus und des Islam nahezu dieselben sind.  Dies ist keine Überraschung, denn die meisten Religionen betonen die Notwendigkeit hoher moralischer Standards und tugendhaften Benehmens. 

Plätze für taoistische Aktivitäten werden Taoistische Paläste (Gong) oder Tempel  (Guan) genannt.  Taoisten bevorzugten ursprünglich, ihre Tempel in ruhigen Bergen und Wäldern zu errichten, doch als sie sich weiter verbreiteten, wurden auch Tempel in Stadtgebieten erbaut.  Jeder von ihnen verwahrt eine Reihe von Statuen von Göttern und Unsterblichen.  Dies führt uns dazu, eine essentielle Frage zu stellen, was sagt der Taoismus über die Grundlage des islamischen Glaubens, die Einheit Gottes?  Wie betrachtet der Taoismus Gott?  Es gibt ein Konzept von Gott in der taoistischen Religion, wie wir in Teil 1 erfahren haben, auch wenn die Taoisten die Notwendigkeit eines allerhöchsten Wesens akzeptieren, glauben sie, dass es jenseits des menschlichen Verständnis sei. 

Demzufolge akzeptiert der Taoismus das Konzept von Gott, allerdings gemäß einem Personal Tao ist "diese Frage irrelevant".  Gott könnte existieren oder nicht, doch jeder der beiden Zustände verändert nicht die Art, wie wir unsere Leben führen.  Unsere Leben sind Ausdruck zwischen unseren Aktionen und dem Universum.  Unsere Umgebung zu respektieren, ist eine Förderung unseres Selbstrespekts.  Diese Art des Lebens verändert sich nicht, weder durch das Wesen Gottes noch des Tao."[1]  Im 1. Teil haben wir die Tatsache angesprochen, dass Taoismus in der Lage war, andere Philosophien und Religionen zu integrieren, die in China existierten, weil es möglich ist, Taoismus gleichzeitig mit anderen Religionen zu praktizieren.  Viele chinesische Buddhisten sind auch Taoisten.  Dies hat zu einem einzigartigen Polytheismus im Taoismus geführt, der zuerst nicht existiert hatte.

Es gibt eine Hierarchie von Göttern und Unsterblichen im Taoismus.  An erster Stelle der Hierarchie stehen der Himmelsehrwürdigen des Uranfangs, der Himmelsehrwürdigen des übernatürlichen Schatzes und der Himmelsehrwürdigen des Weges und der Tugend.  Unter ihnen stehen die Götter niedrigen Ranges, die mit Verantwortungen gemäß ihrer Fähigkeiten betraut sind.  Der höchste von ihnen ist der Jadekaiser, gefolgt von den vier Gottheiten und anderen Himmelswesen und Unsterblichen.  Verschiedene Gottheiten und Unsterbliche besitzen unterschiedliche Aufgaben.  Zu den bekanntesten gehören die himmlischen Wesen, die für den Wind, Regen, Donner, Blitz, Wasser und Feuer zuständig sind, der Gott des Vermögens, der Küchengott, der Gott der Stadt und der Gott des Landes.[2]

Götzendienerei und Mehrgötterei haben im Islam keinen Platz, Muslime glauben nicht, dass es möglich ist, mehr als eine Religion gleichzeitig zu praktizieren.  Obwohl einige Gemeinsamkeiten existieren, insbesondere auf dem Gebiet des tugendhaften Verhaltens, verbinden diese zwei Religionen in keinster Weise.  Muslime glauben an Einen, Einzigen, Unvergleichbaren Gott, Der allein der Allmächtige, der Schöpfer, der Souverän und der Erhalter von allem im ganzen Universum ist.  Er Allein ist anzubeten, zu bitten und Ihm gebühren sämtliche gottesdienstlichen Handlungen.  Er benötigt keines Seiner Geschöpfe; sie sind es eher, die von Ihm für alles, das sie benötigen, abhängig sind.  Der Islam nennt uns den klaren Sinn des Lebens und hat Gesetze aufgestellt, die eine Person erfolgreich werden lassen und zu ewiger Glückseligkeit im Jenseits führen.



Fußnoten:

[1] A Personal Tao von Casey Kochmer

[2] (http://www.taoist.org.cn/webfront/English.jsp)

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