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Die Reise ins Jenseits (teil 1 von 8): Eine Einleitung

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Beschreibung: Eine Einleitung zu der Vorstellung von der Existenz des Lebens nach dem Tod im Islam und wie dies unserem Leben Bedeutung und Sinn verleiht.  

  • von IslamReligion.com (co-author Abdurrahman Mahdi)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 20 Feb 2017
  • Gedruckt: 657
  • Gesehen: 40813 (Tagesmittelwerte: 10)
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Einleitung

Muhammad, der Prophet des Islam, der 632n.Chr. starb, berichtete: 

“Gabriel kam zu mir und sagte: ´O Muhammad, lebe, wie du willst, denn du wirst schließlich sterben.  Liebe wen du wünschst, denn du wirst schließlich weggehen.  Tue, was dir gefällt, denn du wirst bezahlen.  Wisse, daß das Gebet in der Nacht[1]  die Ehre eines Gläubigen ist und sein Stolz ist, nicht von anderen abhängig zu sein.’” (Silsilah al-Sahiehah)

Wenn es etwas über das Leben gibt, das sicher ist, dann ist es, daß es endet.  Diese Binsenwahr-heit läßt instinktiv eine Frage auftauchen, welche die meisten Menschen mindestens einmal in ihrem Leben beschäftigt: Was kommt nach dem Tod? 

Auf physiologischer Ebene ist die Reise, die der Verstorbene antritt, für alle Zeugen klar erkennbar.  Wenn er dem Lauf der Natur überlassen wird[2], wird das Herz aufhören, zu schlagen, die Lungen werden aufhören, zu atmen und den Körperzellen werden Blut und Sauerstoff fehlen.  Die Beendigung des Blutflusses zu den Extremitäten, wird sie schnell erblassen lassen.  Ohne Sauerstoff werden die Zellen zunächst eine Zeit lang anaerobisch respirieren, wobei sie Milchsäure produzieren, die Leichenstarre hervorruft.  Wenn dann die Zellen beginnen, zu verwesen, läßt die Steifheit nach, die Zunge tritt heraus, die Temperatur fällt, die Haut entfärbt sich, das Fleisch verfault und die Parasiten haben ihr Fest – bis alles, das zurückbleibt, vertrocknet ist, Zähne und Knochen. 

Was die Reise der Seele nach dem Tod angeht, so ist dies nichts, was jemand bezeugen oder mit Hilfe wissenschaftlicher Instrumente messen könnte.  Selbst in einem lebendigen Körper kann das Bewußtsein oder die Seele nicht empirischen Untersuchungen unterzogen werden.  Es befindet sich einfach außerhalb menschlicher Kontrolle.  In dieser Hinsicht gehört die Vorstellung vom Jenseits – ein Leben nach dem Tod, Wiedererweckung und ein Tag der Abrechnung; nicht zu reden von der Existenz eines Allmächtigen Göttlichen Schöpfers, Seinen Engeln, dem Schicksal usw. zum Glauben an das Unsichtbare.  Die einzige Möglichkeit etwas über die unsichtbare Welt kennenzulernen, ist durch göttliche Offenbarung. 

“Er verfügt über die Schlüssel des Verborgenen; niemand kennt sie außer Ihm.  Und Er weiß, was auf dem Festland und im Meer ist.  Kein Blatt fällt, ohne daß Er es weiß; und (es gibt) kein Korn in den Finsternissen der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht in einem deutlichen Buch verzeichnet wäre.” (Quran 6:59)

Während das, was zu uns in der Thora, dem Psalter, dem Evangelium herabgesandt wurde – die Schriften die den früheren Propheten offenbart wurden –, lediglich das Jenseits erwähnt, erfahren wir durch den Heiligen Quran, wie er dem letzten Propheten Muhammad für die Menschheit offenbart worden ist, mehr über das Leben in Jenseits.  Und da der Quran vor dem Zugriff der Menschen und ihrer Korruption bewahrt worden ist und immer weiter bewahrt werden wird, ist für den Gläubigen der Einblick, den er uns in die Welt des Unsichtbaren gewährt, genauso tatsächlich, real und wahr, wie irgendetwas anderes, das durch wissenschaftliche Beweise gelernt werden kann (und dabei frei von jeglichem Irrtum!).

“…Wir haben im Buch nichts vernachlässigt.  Hierauf werden sie zu ihrem Herrn versammelt.” (Quran 6:38)

In Verbindung mit der Frage, was geschieht, nachdem wir gestorben sind, steht die Frage: Warum sind wir hier?  Denn wenn es tatsächlich keinen größeren Grund für das Leben gibt (also als das Leben selbst), wird die Frage danach, was nach dem Tod geschieht, akademisch, wenn nicht bedeutungslos.  Nur wenn man zuerst akzeptiert, daß unser intelligentes Design, unsere Schöpfung, einer Intelligenz und eines Designers dahinter bedarf, eines Schöpfers, der uns für das, was wir tun, richten wird, dann birgt das Leben auf der Erde eine wichtige Bedeutung.

“Meint ihr denn, daß Wir euch zum sinnlosen Spiel erschaffen hätten, und daß ihr nicht zu Uns zurückgebracht würdet?  Doch Erhaben ist Gott, der König, der Wahre.  Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Herrn des ehrwürdigen Throns.” (Quran 23:115-116)

Wenn es anders wäre, würde eine scharfsinnige Person auf den Gedanken kommen, daß das Leben auf der Erde voller Ungerechtigkeit, Grausamkeit und Unterdrückung wäre; daß das Gesetz des Dschungels, das Überleben des Stärkeren an allerester Stelle stünde; daß wenn man in diesem Leben wegen fehlender materieller Mittel, körperlicher Liebe oder anderen Vergnügungen keine Freude finden würde, dieses Leben dann einfach nicht lebenswert bliebe.  Tatsächlich ist genau das der Grund dafür, daß manche Menschen an diesem weltlichen Leben verzweifeln, weil sie keinen oder unvollständigen Glauben an das Leben nach dem Tod besitzen und dann Selbstmord begehen.  Was haben Unglückliche, Ungeliebte und Ungewollte, die Bedrückten, hoffnungslos Deprimierten und Verzweifelten zu verlieren?![3]

“Wer verliert die Hoffnung auf die Barmherzigkeit seines Herrn außer den Irregehenden?” (Quran 15:56)

Wie können wir also akzeptieren, daß unser Tod auf eine bloße physiologische Beendigung beschränkt sein soll, oder daß Leben lediglich das Produkt einer blinden, eigennützigen Evolution sein soll?  Sicherlich ist der Tod und auch das Leben mehr als das.



Footnotes:

[1] Formelles Gebet (salat), das freiwillig nachts nach dem letzten (ischa) und vor dem ersten (fajr) der fünf täglichen Gebete verrichtet wird.  Die beste Zeit dafür ist das letzte Drittel der Nacht.

[2] Obwohl der Herzschlag künstlicht aufrecht erhalten werden kann und das Blut künstlich gepumpt werden kann, wenn das Gehirn tot ist, so ist es auch das Wesen als Ganzes.

[3] Laut einem Bericht der Vereinten Nationen zum ´Weltweiten Tag der Selbstmordprävention´: “Es begehen jedes Jahr mehr Menschen Selbstmord, als in Kriegen und Gewalttaten zusammen sterben...Jedes Jahr versuchen 20 bis 60 Millionen, sich selbst zu töten, aber nur einer Million von ihnen gelingt das.” (Reuters, September 8, 2006)

 

 

Die Reise ins Jenseits (teil 2 von 8): Der Gläubige im Grab

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Beschreibung: Eine Beschreibung von dem Leben der aufrichtigen Gläubigen im Grab zwischen Tod und dem Tag des Gerichts. 

  • von IslamReligion.com (co-author Abdurrahman Mahdi)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 22 Jun 2010
  • Gedruckt: 711
  • Gesehen: 39553 (Tagesmittelwerte: 10)
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Die Welt des Grabes

Wir wollen jetzt einen kurzen Blick auf die Reise der Seele nach dem Tod werfen.  Dies ist wahrlich eine verblüffende Geschichte, umso mehr, weil es wahr ist und wir alle sie antreten werden.  Die reine Tiefe des Wissens, die wir über diese Reise besitzen, ihre Präzision und ihre Einzelheiten, ist ein offensichtliches Zeichen dafür, daß Muhammad –Ehre und Heil auf ihm - tatsächlich Gottes letzter Gesandter an die Menschheit war.  Die Offenbarung, die er von Seinem Herrn erhalten und uns dann mitgeteilt hat, ist in ihrer Beschreibung des Lebens nach dem Tod unzweideutig und verständlich.  Unser Einblick in dieses Wissen wird mit einer kurzen Forschungsreise auf der Reise der gläubigen Seele von dem Augenblick des Todes bis zu ihrem letzten Ruheort im Paradies beginnen. 

Wenn ein Gläubiger dabei ist, diese Welt zu verlassen, kommen Engel mit weißen Gesichtern von den Himmeln herab und sagen:

“O friedliche Seele, komm heraus zu der Vergebung von Gott und Seiner Zufriedenheit.” (Al-Hakim and others)

Der Gläubige wird sich auf das Treffen mit seinem Schöpfer freuen, wie der Prophet –möge Gott ihn loben- erklärt hat:

“…wenn sich die Zeit des Todes eines Gläubigen nähert, erhält er die guten Nachrichten von Gottes Zufriedenheit mit ihm und Seinen Segnungen auf ihn und so ist ihm nichts lieber, als das was vor ihm liegt.  Deshalb liebt er es, Gott zu treffen, und Gott liebt es, ihn zu treffen.” (Sahieh Al-Bukhari)

Die Seele kommt friedlich aus dem Körper heraus, wie ein Tropfen Wasser aus einem Wasserschlauch auftaucht, und die Engel ergreifen sie:

Die Engel zeihen sie sanft heraus, indem sie sagen:

“…Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig und vernehmt die frohe Botschaft vom Paradiesgarten, der euch stets versprochen wurde.  Wir sind eure Beschützer im diesseitigen Leben und im Jenseits.  Ihr werdet darin haben, was eure Seelen begehren, und ihr werdet darin haben, was ihr erbetet, eine gastliche Aufnahme von einem Allvergebenden, einem Barmherzigen.” (Quran 41:30-32)

Einmal aus dem Körper heraus, wickeln die Engel die Seele in ein nach Misk duftendes Tuch und steigen zu den Himmeln hinauf.  Wenn sich die Tore des Himmels für die Seele öffnen, begrüßen sie die Engel:

“Eine gute Seele ist von der Erde gekommen, möge Gott dich segnen und den Körper, in dem du verweiltest.”

…und stellen sie mit den besten Namen, mit denen sie in diesem Leben gerufen wurde, vor.  Gott befiehlt Seinem “Buch”, berichtet zu werden und die Seele wird auf die Erde zurückgebracht. 

Die Seele verbleibt dann in ihrem Grab in einem Zwischenraum, dem Barzakh, und erwartet den Tag des Gerichts.  Zwei furchterregende, schreckliche Engel mit den Namen Munkar und Nakier besuchen dann die Seele, um sie über ihre Religion, ihren Gott und ihren Propheten zu befragen.  Die gläubige Seele sitzt aufrecht in ihrem Grab, um den Engeln voller Glauben und Sicherheit entsprechend der Stärke, die Gott ihr gewährt hat, zu antworten.[1]

Munkar und Nakier: “Welche ist deine Religion?”

Gläubige Seele: “Der Islam.”

Munkar und Nakier: “Wer ist dein Herr?”

Gläubige Seele: “Allah.”

Munkar und Nakier: “Wer ist dein Prophet?” (oder “Was sagst du über diesen Mann?”)

Gläubige Seele: “Muhammad.”

Munkar und Nakier: “Woher weißt du über diese Dinge?”

Gläubige Seele: “Ich las das Buch Allahs (d.h. den Quran) und ich glaubte.”

Wenn dann die Seele diesen Test bestanden hat, wird eine Stimme von den Himmeln ausrufen:

“Mein Diener hat die Wahrheit gesprochen, stattet ihn mit der Einrichtung des Paradieses aus, kleidet ihn vom Paradies und öffnet für ihn ein Tor des Paradieses.”

Das Grab des Gläubigen wird geräumig und großflächig gemacht und von Licht erfüllt.  Ihm wird gezeigt, welchen Aufenthaltsort er in der Hölle gehabt hätte  - wäre er ein verfluchter Sünder gewesen – bevor ihm jeden Morgen und jeden Abend ein Tor geöffnet wird, das sein tatsächliches Heim im Paradies zeigt.  Schwindelig vor Aufregung und voller freudiger Erwartung wird der Gläubige immer Fragen: ´Wann wird die Stunde (der Wiedererweckung) kommen?!  Wann wird die Stunde kommen?!´ bis ihm gesagt wird, er soll sich beruhigen.[2]



Footnotes:

[1] Musnad Ahmad und andere

[2] Al-Tirmidhi und andere

 

 

Die Reise ins Jenseits (teil 3 von 8): Der Gläubige am Tag des Gerichts

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Beschreibung: Wie der Gläubige den Tag der Wiedererweckung erfahren wird, und einige der Qualitäten der Gläubigen, die ihnen ihren Übergang zu den Toren des Paradieses erleichtern.

  • von IslamReligion.com (co-author Abdurrahman Mahdi)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 22 Jun 2010
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Der Tag des Gerichts

“Am Tag, da der Mensch flieht vor seinem Bruder und seiner Mutter und seinem Vater und seiner Gefährtin und seinen Söhnen – jedermann von ihnen wird an jenem Tag eine Angelegenheit haben, die ihn beschäftigt.” (Quran 80:34-37)

Die Stunde der Wiedererweckung wird ein fürchterliches, überwältigen-des Ereignis.  Dann, ungeachtet des Traumas, wird der Gläubige hingerissen sein, wie der Prophet Muhammad -möge Gott ihn loben- von seinem Herrn berichtete:

Gott sagt: "Bei meiner Herrlichkeit und Meiner Majestät, Ich werde Meinem Diener nicht zweimal Sicherheit und zweimal Schrecken geben.  Wenn er sich in der Welt[1] vor Mir sicher fühlt, werde Ich ihm an dem Tag, an dem Ich Meine Diener versammeln werde, Furcht einflößen; und wenn er Mich in dieser Welt fürchtet, werde Ich ihn sich an dem Tag sicher fühlen lassen, wenn Ich Meine Diener versammeln werde.”[2]

“Sicherlich, über Gottes Gefolgsleute soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein, diejenigen, die glauben und gottesfürchtig sind.  Für sie ist die frohe Botschaft im diesseitigen Leben und im Jenseits.  Keine Abänderung gibt es für die Worte Gottes.  Das ist der großartige Erfolg.” (Quran 10:62-64)

Wenn alle Menschen, die jemals erschaffen wurden, versammelt werden, stehen sie nackt und unbeschnitten auf einer großen Ebene unter der grausam sengenden Hitze der Sonne, einer ausgewählten Gruppe von frommen Männern und Frauen spendet Gottes Thron Schatten.  Der Prophet Muhammad - Ehre und Heil auf ihm - sagte voraus, welche diese glücklichen Seelen sein werden, an dem Tag wenn kein anderer Schatten gewährt wird:[3]

·        ein gerechter Herrscher, der seine Macht nicht mißbraucht, sondern das Göttliche Recht unter den Menschen anwendet

·        ein junger Mann, der aufwuchs, Seinen Herrn anbetete und sein Verlangen kontrollierte und keusch geblieben ist

·        jene, deren Herzen an den Moscheen hängen, die sich jedesmal, wenn sie eine verlassen, wünschen, zurückzukehren

·        jene, die einander um Allahs Willen liebten

·        jene, die von schönen, verführerischen Frauen mit Rang und Stellung in Versuchung geführt wurden, aber deren Gottesfurcht sie vor der Sünde bewahrte

·        derjenige, der ernsthaft in Gottes Namen spendet und sein Almosen geheim hält

·        derjenige, der in Einsamkeit aus Gottesfurcht weint

Besondere gottesdienstliche Handlungen, welche die Menschen auch an jenem Tag bewahren, sind:

·        Bemühungen, die Nöte der Bekümmerten in dieser Welt zu erleichtern, den Bedürftigen zu helfen und die Fehler anderer zu übersehen, erleichtert den eigenen Kummer des Menschen am Tag des Gerichts.[4]

·        Nachsichtigkeit gegenüber dem Verschuldeten zeigen[5]

·        die Ehrlichen, die innerhalb ihrer Familien und in den Dingen, die ihnen anvertraut wurden, gerecht sind[6]

·        seinen Zorn kontrollieren[7]

·        wer zum Gebet ruft[8]

·        wer im Islam alt wird[9]

·        wer die rituelle Waschung (wudu’) regelmäßig und ordentlich durchführt[10]

·        wer an der Seite von Jesus, Sohn der Maria, gegen den Antichrist und seine Armee kämpft.[11]

·        Märtyrer

Gott wird den Gläubigen nahe zu Sich holen, ihm Zuflucht gewähren, ihn bedecken und ihn über seine Sünden befragen.  Nachdem er seine Sünden gestanden hat, wird er glauben, er sei verdammt, aber Gott wird sagen:

“Ich verbarg sie für dich in der Welt, und Ich vergebe sie dir an diesem Tag.”

Er wird für seine Unzulänglichkeiten zurechtgewiesen,[12]  aber dann wird ihm der Bericht von seinen guten Taten in seine rechte Hand ausgehändigt.[13]

“Was nun jemanden angeht, dem dann sein Buch in seine Rechte gegeben wird, der wird einer leichten Abrechnung unterzogen und er wird erfreut zu seinen Angehörigen zurückkehren.” (Quran 84:7-8)

Glücklich über seinen Bericht, wird er seine Freude verkünden:   

“Was nun jemanden angeht, dem dann sein Buch in seine Rechte gegeben wird, der wird sagen: ‘Ihr da, lest mein Buch.  Ich glaubte ja, daß ich meiner Abrechnung begegnen werde.’  So wird er in einem zufriedenen Leben sein, in einem hohen Garten, dessen Pflückobst herabhängt.  ‘Eßt und trinkt als wohlbekömmlich für das, was ihr früher in den vergangenen Tagen getan habt.’” (Quran 69:19-24)

Der Bericht von seinen guten Taten wird dann buchstäblich gewogen, um festzustellen, ob er den Bericht von den schlechten Taten der Person aufwiegt, damit der Lohn oder die Strafe entsprechend bestimmt werden kann. 

“Und Wir stellen die gerechten Waagen für den Tag der Auferstehung auf.  So wird keiner Seele um irgend etwas Unrecht zugefügt; und wäre es auch das Gewicht eines Senfkorns.  Wir bringen es bei.  Und Wir genügen als Berechner.” (Quran 21:47)

“Wer nun im Gewicht eines Stäubchens Gutes tut, wird es sehen (die guten Früchte seiner Arbeit).” (Quran 99:7)

“Das Schwerste, das am Tag der Wiedererweckung auf die Waagschale einer Person gelegt wird, wird (nach dem Glaubensbekenntnis) das gute Benehmen sein, und Gott haßt die obszöne, unmoralische Person.” (Al-Tirmidhi)

Die Gläubigen werden ihren Durst an einem besonderen Wasserbecken stillen, das dem Propheten Muhammad - Segen und Heil auf ihm - zur Verfügung gestellt wurde.  Wer auch immer davon trinkt, wird nie wieder Durst verspüren.  Ihre Schönheit, Unermeßlichkeit und der süße, feine Geschmack wurden vom Propheten in allen Einzelheiten beschrieben. 

Die Gläubigen im Islam – sowohl die sündigen unter ihnen, als auch die frommen – und auch die Heuchler bleiben auf der großen Ebene, nachdem die Ungläubigen in die Hölle gebracht wurden.  Eine lange Brücke, die quer durch das Höllenfeuer führt und in der Dunkelheit verschwindet, trennt sie vom Paradies[14].  Die Gläubigen werden Kraft und Trost schöpfen, denn sie werden die tosenden Feuer der Hölle rasch überqueren und das “Licht”, das Gott vor sie gesetzt hat, wird sie zu ihrer ewigen Herberge geleiten.  

“An dem Tag, da du siehst, wie den gläubigen Männern und den gläubigen Frauen ihr Licht vorauseilt und (ebenso) zu ihrer Rechten.  (Ihnen wird gesagt:) ‘Die frohe Botschaft für euch heute: Gärten durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben.’  Das ist der großartige Erfolg.” (Quran 57:12)

Schließlich, nachdem sie die Brücke passiert haben, werden die Gläubigen gereinigt, bevor sie in das Paradies geführt werden.  Jede Schuld zwischen den Gläubigen wird getilgt, so daß niemand Groll gegen einen anderen hegen wird.[15]



Footnotes:

[1] In dem Sinn, daß er nicht Gottes Strafe fürchtet und Sünden begeht.

[2] Silsila Al-Sahiehah.

[3] Sahieh Al-Bukhari.

[4] Sahieh Al-Bukhari.

[5] Mischkat.

[6] Sahieh Muslim.

[7] Musnad.

[8] Sahieh Muslim.

[9] Jami al-Saghier.

[10] Sahieh Al-Bukhari.

[11] Ibn Majah.

[12] Mischkat.

[13] Sahieh Al-Bukhari. Ein Zeichen dafür, daß sie von den Bewohnern des Paradieses sind, im Gegensatz zu jenen, denen der Bericht von ihren Taten in ihre linke Hand  oder hinter ihre Rücken gegeben werden wird.  

[14] Sahieh Muslim.

[15] Sahieh Al-Bukhari

 

 

Die Reise ins Jenseits (teil 4 von 8): Der Gläubige und das Paradies

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Beschreibung: Wie jene, die den Erfolg des Paradieses aufgrund ihres Glaubens erzielen, darin empfangen werden

  • von IslamReligion.com (co-author Abdurrahman Mahdi)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 22 Jun 2010
  • Gedruckt: 612
  • Gesehen: 28745 (Tagesmittelwerte: 7)
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Das Paradies

Die Gläubigen werden durch eines der acht großen Tore des Paradieses eingeführt.  Dort wird ihnen ein freudiger Empfang durch die Engel bereitet und ihnen wird für ihre sichere Ankunft und ihre Errettung vor dem Höllenfeuer gratuliert.  

“Und in den (Paradies)garten geführt werden diejenigen, die ihren Herrn fürchteten in Scharen.  Wenn sie dann dort ankommen und seine Tore geöffnet werden und seine Wärter zu ihnen sagen: ‘Friede sei auf euch!  Gut wart ihr, so betretet ihn, ewig (darin) zu bleiben.’” (Quran 39:73)

(Zu den Frommen wird gesagt werden): “O du Seele, die du Ruhe gefunden hast, kehre zu deinem Herrn zufrieden und mit Wohlgefallen zurück.  Tritt ein unter Meine Diener, und tritt ein in Meinen (Paradies)garten.” (Quran 89:27-30)

Die besten der Muslime werden das Paradies als Erste betreten.  Die rechtschaffensten von ihnen werden zu den höchsten Stufen aufsteigen.[1]

“Wer zu Ihm als Gläubiger kommt, der rechtschaffene Werke getan hat, für jene gibt es die höchsten Rangstufen.” (Quran 20:75)

“Und die Vorausgeeilten, ja die Vorausgeeilten, das sind diejenigen, die (Gott) nahegestellt sein werden, in den Gärten der Wonne.” (Quran 56:10-12)

Die qur'anische Beschreibung des Paradieses vermittelt uns einen Einblick, welch ein fantastischer Ort das ist.  Ein ewiges Zuhause, das unsere zuträglichen Begehren erfüllt, alle unsere Sinne anregt, uns alles gewährt, was wir möglicherweise wünschen und noch vieles mehr.  Gott beschreibt Sein Paradies dessen Erde aus feinem Pulver von Misk,[2] Boden von Safran,[3] Ziegelsteine aus Gold und Silber und Kieselsteine von Perlen und Rubinen bestehen.  Unterhalb der Gärten des Paradieses fließen Flüsse mit Quellwasser, süßer Milch, klarem Honig und nicht berauschendem Wein.  Die Zelte an ihren Ufern sind Kuppeln aus hohlen Perlen.[4]  Der ganze Ort ist von Licht erfüllt, mit süß-riechenden Pflanzen und Düften, die von weiter Ferne zu riechen sind.[5]  Es gibt dort Erhabene Plätze, riesige Paläste, Weinreben, Dattelpalmen, Granatapfelbäume,[6] Lotus und Akazien, deren Stämme aus Gold sind.[7]  Überreichlich reife Früchte aller Art: Beeren, Zitronen, Steinfrüchte, Melonen, Kernfrüchte; alle Sorten Früchte, tropische und exotische; einfach alles, das sich die Gläubigen wünschen könnten!

“…darin gibt es, was die Seelen begehren und köstlich für die Augen ist...” (Quran 43:71)

Jeder Gläubige wird eine wunderschöne, fromme und reine Gattin haben, die fein gearbeitete Kleider tragen wird; und es wird in dieser neuen Welt so viel mehr unendliche, strahlende Freude geben. 

“Keine Seele weiß, welche Freuden im Verborgenen für sie bereitgehalten werden als Lohn für das, was sie zu tun pflegten.” (Quran 32:17)

Entsprechend den körperlichen Reizen wird das Paradies seine Bewohner in einen Zustand emotionaler und psychischer Glückseligkeit versetzen, wie der Prophet sagte:

“Jeder, der in das Paradies eintritt, ist mit einem freudigen Leben gesegnet; er wird sich nie elend fühlen, seine Kleidung wird nie abgetragen werden und seine Jugend wird nie zu Ende gehen.  Die Leute werden einen Göttlichen Ruf vernehmen: ‘Ich verspreche euch, daß ihr gesund seid und niemals wieder krank werdet, ihr werdet leben und nie sterben, ihr seid jung und werdet niemals altern, ihr seid glücklich und werdet nie unglücklich sein.’” (Sahieh Muslim)

Und was schließlich die Augen am meisten erfreuen wird, ist das Angesicht Gottes Selbst. 

“[Die einen] Gesichter werden an jenem Tag strahlen, zu ihrem Herrn schauen.  Und (die anderen) Gesichter werden an jenem Tag finster sein.” (Quran 75:22-23)

Dies ist das Paradies, das ewige Zuhause und der letzte Aufenthalt der rechtschaffenen Gläubigen.  Möge Gott, der Allerhöchste, uns des Paradieses würdig machen.  



Footnotes:

[1] Sahih al-Jami.

[2] Sahieh Muslim

[3] Mischkat

[4] Sahieh Al-Bukhari

[5] Sahih al-Jami

[6] Quran 56:27-32

[7] Sahih al-Jami

 

 

Die Reise ins Jenseits (teil 5 von 8): Der Ungläubige im Grab

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Beschreibung: Eine Beschreibung des Lebens im Grab zwischen dem Tod und dem Tag des Gerichts für den leugnenden Ungläubigen

  • von IslamReligion.com (co-author Abdurrahman Mahdi)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 22 Jun 2010
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  • Gesehen: 30644 (Tagesmittelwerte: 7)
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Wenn sich der Tod dem Ungläubigen nähert, fühlt er etwas von der Hitze des Höllenfeuers.  Dieser Vorgeschmack von dem, was kommen wird, läßt ihn um eine zweite Chance auf der Erde flehen, damit er das Gute tun kann, von dem er weiß, daß er es hätte tun sollen.  Ach!  Er wird umsonst flehen.

“Wenn dann der Tod zu einem von ihnen kommt, sagt er: ‘Mein Herr, bringt mich zurück, auf daß ich rechtschaffen handele in dem, was ich hinterlassen habe.’  Keineswegs!  Es ist nur ein Wort, das er (so) sagt; hinter ihnen wird ein trennendes Hindernis sein bis zu dem Tag, da sie aufgeweckt werden.” (Quran 23:99-100)

Göttliche Verfluchung und Strafe wird der bösen Seele von abscheulichen, häßlichen, dunklen Engeln übermittelt, die weit von ihr entfernt sitzen:

“Erhalte die ‘frohe’ Botschaft von siedendem Wasser, Eiter und vielfältigen, ähnlichen Qualen.” (Ibn Majah, Ibn Kathier)

Die ungläubige Seele freut sich nicht darauf, Gott, ihrem Herrn, zu begegnen, wie der Prophet erklärte:

“Wenn die Zeit des Todes eines Ungläubigen näherkommt, erhält er die schlimmen Nachrichten von Gottes Strafe und Seiner Vergeltung, von dem ihm nichts verhaßter ist, als das, was vor ihm liegt.  Deshalb haßt er es, Gott zu treffen, und auch Gott haßt das Treffen mit ihm.” (Sahieh Al-Bukhari)

Der Prophet sagte auch:

“Wer das Treffen mit Gott liebt, den liebt Gott zu treffen, und wer das Treffen mit Gott haßt, den haßt Gott zu treffen.” (Sahieh Al-Bukhari)

Der Engel des Todes sitzt am Kopf des Ungläubigen, dessen Zeit gekommen ist und sagt: “Verruchte Seele, komm heraus zu der Unzufriedenheit Allahs.”  Und er entreißt dem Köper seine Seele. 

“Und wenn du sehen würdest, wie sich die Ungerechten in den Fluten des Todes befinden und die Engel ihre Hände ausstrecken: ‘Gebt eure Seelen heraus!  Heute wird euch mit schmählicher Strafe vergolten, daß ihr stets über Gott die Unwahrheit gesagt habt und euch gegenüber Seinen Zeichen hochmütig zu verhalten pflegtet.’” (Quran 6:93)

“Und wenn du sehen würdest, wie die Engel diejenigen abberufen, die ungläubig sind, wobei sie sie ins Gesicht und auf den Rücken schlagen und sagen: Kostet die Strafe des Brennens!” (Quran 8:50)

Die schlechte Seele verläßt den Körper mit großen Schwierigkeiten. Sie wird von den Engeln wie ein eiserner Kamm durch nasse Wolle gezogen.[1]  Der Engel des Todes ergreift die Seele und steckt sie in einen aus Haaren gewoben Sack, der einen Gestank von Verwesung abgibt.  Die Engel nehmen dann die Seele hinauf, vorbei an einer anderen Gruppe von Engeln, die fragen: “Wer ist diese verruchte Seele?” worauf sie antworten: “Der und der, der Sohn von dem und dem.”  Dabei verwenden sie die schlimmsten Namen, mit denen sie in ihrer Zeit auf der Erde gerufen wurde.  Wenn sie dann zum untersten Himmel gebracht wird, wird angefragt, ob für sie ein Tor geöffnet wird, aber die Anfrage wird abgelehnt.  Als der Prophet diese Ereignisse beschrieb und an diesem Punkt angelangte, rezitierte er:

“Gewiß, denjenigen, die Unsere Zeichen für Lüge erklären und sich ihnen gegenüber hochmütig verhalten, werden die Tore des Himmels nicht geöffnet, und sie werden nicht in den (Paradies)garten eingehen, bis ein Kamel durch ein Nadelöhr geht.” (Quran 7:40)

Gott wird sagen: “Berichtet sein Buch in Sijjeen, in der tiefsten Erde.”

…und seine Seele wird hinabgeschmettert.  In dieser Verbindung rezitierte der Prophet, möge Gott ihn loben:

“Und wenn einer Allah (etwas) beigesellt, so ist es, als ob er vom Himmel herunterfiele und er dann von den Vögeln fortgerissen oder vom Wind an einen fernen Ort hinabgeweht würde.” (Quran 22:31)

Die verruchte Seele wird dann zurück in ihren Körper eingesetzt, und die beiden schrecklichen, furchterregenden Engel Munkar und Nakier kommen zu ihr, um sie zu verhören.  Nachdem sie ihn hingesetzt haben, fragen sie:

Munkar und Nakier: “Wer ist dein Herr?”

Ungläubige Seele: “Ach, ach, ich weiß es nicht.”

Munkar und Nakier: “Welche ist deine Religion?”

Ungläubige Seele: “Ach, ach, ich weiß es nicht.”

Munkar und Nakier: “Was sagst du über diesen Mann (Muhammad), der dir geschickt wurde?”

Ungläubige Seele: “Ach, ach, ich weiß es nicht.”

Nachdem er seine Prüfung nicht bestanden hat, wird der Kopf des Ungläubigen mit einem Eisenhammer mit einer solchen Kraft geschlagen, die einen Berg zertrümmern könnte.  Vom Himmel ist ein Schrei zu hören: “Er hat gelogen, so breitet Läufer der Hölle für ihn aus und öffnet ihm ein Tor zur Hölle.”[2]  Der Gang seines Grabes wird dann von einigen der wütenden Feuern der Hölle erhellt und sein Grab wird eng und in dem Maße begrenzt, daß seine Rippen sich ineinander schieben, wenn sein Körper zerdrückt wird.[3]  Dann kommt ein unglaublich häßliches Wesen, das häßliche Kleidung trägt und einen fauligen und widerlichen Geruch abgibt, zu der ungläubigen Seele und sagt: “Sei bekümmert mit dem, was dir mißfällt, denn es ist dein Tag, der dir vorausgesagt wurde.”  Der Ungläubige wird fragen: “Wer bist du, mit deinem häßlichen Gesicht und bringst Unheil?”  Der Häßliche wird antworten: “Ich bin deine schlechten Taten!”  Der Ungläubige wird dann dazu gebracht, bittere Gewissensbisse zu bekommen, wenn ihm jeden Morgen und jeden Abend gezeigt wird, welchen Aufenthaltsort er im Paradies gehabt hätte – hätte er ein rechtschaffenes Leben geführt – bevor ein Tor für ihn geöffnet und sein tatsächlicher Aufenthaltsort in der Hölle gezeigt wird.[4]  Allah erwähnt in Seinem Buch, wie die verruchten Anhänger Pharaos in diesem einen Moment waren, da sie in ihren Gräbern dem Höllenfeuer ausgesetzt waren: 

“Das Höllenfeuer: dem sie morgens und abends vorgeführt werden.  Und am Tag, da sich die Stunde erhebt (wird zu den Engeln gesagt): ‘Laßt die Leute Pharaos in die strengste Strafe eingehen.’” (Quran 40:46)

Überwältigt von Angst und Abscheu, Furcht und Hoffnungslosigkeit, wird der Ungläubige in seinem Grab bitten: “Mein Herr, laß bloß nicht die letzte Stunde schlagen, laß bloß nicht die letzte Stunde schlagen.” 

Der Gefährte Zaid b. Thabit berichtete, wie das Pferd des Propheten durchging und ihn beinahe abwarf, als der Prophet Muhammad und seine Gefährten einmal an Gräbern von Götzendienern vorbeikamen.  Der Prophet -möge Gott ihn loben-, sagte dann:

“Diese Leute werden in ihren Gräbern gestraft, und wäre es nicht so, daß ihr aufhören würdet, eure Toten zu begraben, würde ich Gott bitten, euch die Strafe im Grab hören zu lassen, so wie ich (und dieses Pferd) sie hören können.” (Sahieh Muslim)



Footnotes:

[1] Al-Hakim, Abu Dawud, und andere.

[2] Musnad Ahmad.

[3] Musnad Ahmad.

[4] Ibn Hibban.

 

 

Die Reise ins Jenseits (teil 6 von 8): Der Ungläubige am Tag des Gerichts

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Beschreibung: Einige der Prüfungen, derer sich der Ungläubige am Tag des Gerichts unterziehen muß

  • von IslamReligion.com (co-author Abdurrahman Mahdi)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 22 Jun 2010
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Ein großes Entsetzen wird die Wiedererweckten am Tag der Auferstehung befallen.

“…Er stellt sie nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke (vor Entsetzen) starr werden.” (Quran 14:42)

Der Ungläubige wird aus seinem Grab wiedererweckt, wie es Gott beschreibt:   

“dem Tag, da sie aus den Gräbern eilig herauskommen werden, als würden sie hastig zu einem aufgerichteten Opferstein laufen, mit demütigen Blicken, bedeckt mit Erniedrigung.  Das ist der Tag, der ihnen immer wieder angedroht wurde.” (Quran 70:43-44)

Das Herz wird beben, verwirrt über das, was ihm an Vergeltung bevorsteht:

“Und auf den (anderen) Gesichtern wird an jenem Tag Staub sein, und sie werden von Dunkelheit bedeckt sein.  Das sind die Ungläubigen, die Sittenlosen.” (Quran 80:40-42)

“Und meine ja nicht, Allah sei unachtsam dessen, was die Ungerechten tun.  Er stellt sie nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden (vor Entsetzen), (sie kommen) hastend, die Köpfe hochhebend; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer.” (Quran 14:42-43)

Die Ungläubigen werden versammelt, wie sie geboren wurden – nackt und unbeschnitten – auf ihren Gesichtern auf eine große Ebene getrieben, blind, taub und stumm. 

“Und Wir werden sie am Tag der Auferstehung auf ihren Gesichtern versammeln, (sie wandeln) vor sich hin, blind, stumm, taub.  Ihr Zufluchtsort ist die Hölle.  Jedesmal, wenn sie schwächer wird, mehren Wir ihnen die Feuerglut.” (Quran 17:97)

“Wer sich aber von Meiner Ermahnung abwendet, der wird ein beengtes Leben führen, und Wir werden ihn am Tag der Auferstehung blind (zu den anderen) versammeln.” (Quran 20:124)

Dreimal werden sie Gott “treffen”.  Beim ersten Mal werden sie versuchen, sich mit nutzlosen Argumenten gegen Gott, den Allmächtigen, zu verteidigen, indem sie Dinge sagen, wie: “Die Propheten kamen nicht zu uns!” Obwohl Allah in Seinem Buch offenbarte:

“…Wir strafen nicht eher, bis Wir einen Gesandten geschickt haben.” (Quran 17:15)

“…Damit ihr (nicht etwa) sagt: ‘Zu uns ist kein Frohbote und kein Warner gekommen….’” (Quran 5:19)

Das zweite Mal werden sie ihre Entschuldigungen vorbringen, nachdem sie ihre Schuld zugegeben haben.  Sogar die Teufel werden versuchen, sich für ihr Verbrechen, die Menschen irrezuführen, zu entschuldigen.

“Sein (persönlicher Satan) Geselle wird sagen: ‘Unser Herr, ich habe ihn nicht zu einem Übermaß (an Frevel) verleitet, sondern er (selbst) befand sich in tiefem Irrtum.’” (Quran 50:27)

Aber Gott, der Allerhöchste und Gerechteste, wird nicht zum Narren gehalten.  Er wird sagen:

“Streitet nicht miteinander vor Mir, wo Ich euch doch die Androhung vorausgeschickt habe.  Das Wort wird bei Mir nicht abgeändert, und Ich bin keiner, der den Dienern Unrecht zufügt.” (Quran 50:28-29)

Das dritte Mal wird die sündige Seele ihren Schöpfer treffen, um ihr Buch der Taten entgegenzunehmen[1], ein Bericht, der nichts ausläßt.

“Das Buch wird hingelegt.  Dann siehst du die Übeltäter besorgt wegen dessen, was darin steht.  Sie sagen: ‘O wehe uns!  Was ist mit diesem Buch?  Es läßt nichts aus, weder klein noch groß, ohne es zu erfassen.’  Sie finden (alles) was sie taten, gegenwärtig, und dein Herr tut niemandem Unrecht.” (Quran 18:49)

Nachdem sie ihre Berichte erhalten haben, werden die Sündigen vor der gesamten Menschheit zurechtgewiesen. 

“und (da) sie deinem Herrn in Reihen vorgeführt werden: ‘Nun seid ihr zu Uns gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben.  Ihr aber habt behauptet, Wir würden für euch keine (letzte) Verabredung festlegen.’” (Quran 18:48)

Der Prophet Muhammad sagte: “Dies sind jene, die nicht an Gott glaubten![2]  Und es sind jene, die Gott über die Gaben befragen wird, die sie für selbstverständlich gehalten haben.  Jeder einzelne wird befragt: “Dachtest du, daß wir uns treffen würden?”  Und jeder einzelne wird antworten: “Nein!”  Gott wird ihm sagen: “Ich werde dich vergessen, so wie du Mich vergessen hast.”[3]  Wenn dann der Ungläubige versuchen wird, sich durch Lügen herauszureden, wird Gott seinen Mund versiegeln und anstatt dessen werden seine Körperteile gegen ihn aussagen.

“Heute versiegeln Wir ihnen ihre Münder.  Ihre Hände werden zu Uns sprechen und ihre Füße Zeugnis ablegen über das, was sie erworben haben.” (Quran 36:65)

Neben seinen eigenen Sünden wird der Ungläubige zusätzlich die Sünden derer tragen, die er irregeführt hat.

“Und wenn zu ihnen gesagt wird: ‘Was hat euer Herr (als Offenbarung) herabgesandt?’, dann sagen sie: ‘(Es sind) Fabeln der Früheren.’  Deshalb sollen sie am Tag der Auferstehung ihre Lasten vollständig tragen, und (auch etwas) von den Lasten derjenigen, die sie ohne (richtiges) Wissen in die Irre führten.  Wie böse ist das, was sie an Last auf sich nehmen!” (Quran 16:24-25)

Der psychische Schmerz der Erniedrigung, der Einsamkeit und des Verlassenseins wird noch zu der physischen Qual hinzukommen.  

“…und Gott wird am Tag der Auferstehung weder zu ihnen sprechen noch sie anschauen noch sie läutern.  Für sie wird es schmerzhafte Strafe geben. ” (Quran 3:77)

Während der Prophet Muhammad zugunsten aller Gläubigen Fürsprache einlegen wird, wird der Ungläubige keinen Fürsprecher finden; derjenige der neben dem Einen, Wahren Gott falschen Gottheiten diente.[4]

“…Und die Ungerechten haben weder Schutzherren noch Helfer.” (Quran 42:8)

Ihre Heiligen und sprituellen Berater werden sich von ihnen lossagen, und der Ungläubige wird wünschen, in dieses Leben zurückkehren zu können und denen, die ihn jetzt verleugnen, dasselbe antun zu können.  

“Wenn diejenigen, denen Gefolgschaft geleistet worden ist, sich von denen lossagen, die Gefolgschaft geleistet haben, und sie die Strafe sehen, und die Verbindungsstricke zu ihnen abgeschnitten sind!  Und diejenigen, die Gefolgschaft geleistet haben, sagen: ‘Hätten wir doch eine (Möglichkeit zur) Wiederholung, dann würden wir uns von ihnen losgesagt haben.’  So wird Gott ihnen ihre Werke zeigen, als gramvolle Reue für sie.  Und sie werden aus dem Höllenfeuer nicht herauskommen. (Quran 2:166-167)

Der Kummer der sündenbeladenen Seele wird so groß sein, daß sie schließlich beten wird: ‘O Gott, habe Erbarmen mit mir und wirf mich in das Feuer.’[5]  Sie wird gefragt: ‘Wünschst du, du besäßest eine ganze Erde voller Gold, so daß du dich freikaufen könntest?’  Worauf sie antworten wird: ‘Ja.’  Worauf ihr gesagt wird: ‘Von dir wurde etwas viel Geringeres als das verlangt  - Gott allein zu dienen.’[6]

“Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen, ihm allein die Religion widmend ... ” (Quran 98:5)

“Die Werke derjenigen aber, die ungläubig sind, sind wie eine Luftspiegelung in einer Ebene, die der Durstige für Wasser halt.  Wenn er dann dorthin kommt, findet er, daß es nichts ist, aber er findet Gott da, Der ihm dann seine Abrechnung in vollem Maß zukommen läßt.  Gott ist schnell im Abrechnen.” (Quran 24:39)

“Und Wir werden Uns den Werken, die sie getan haben, zuwenden und sie zu verwehtem Staub machen.” (Quran 25:23)

Der ungläubigen Seele wird dann in ihre linke Hand und von hinter ihrem Rücken her ihr geschriebener Bericht ausgehändigt, den die Engel aufbewahrt haben und in dem sie jede Tat ihres irdischen Lebens notiert haben.

“Was aber jemanden angeht, dem sein Buch in seine Linke gegeben wird, der wird sagen: ‘O wäre mir doch mein Buch nicht gegeben worden!  Und wüßte ich nicht, was meine Abrechnung ist!’” (Quran 69:25-26)

“Was aber jemanden angeht, dem sein Buch hinter seinem Rücken gegeben wird, der wird nach Vernichtung rufen.” (Quran 84:10-11)

Schließlich wird er in die Hölle gebracht:

“Zur Hölle getrieben werden diejenigen, die ungläubig waren, in Scharen.  Wenn sie dann dort ankommen, werden ihre Tore geöffnet und ihre Wärter sagen zu ihnen: ‘Sind nicht zu euch Gesandte von euch (selbst) gekommen, die euch die Zeichen eures Herrn verlesen und euch die Begegnung mit diesem euren Tag warnend ankündigten?’  Sie werden sagen: ‘Ja doch!  Aber das Wort der Strafe ist gegen die Ungläubigen unvermeidlich fällig geworden.’” (Quran 39:71)

Die ersten, die die Hölle betreten werden, werden die Götzendiener sein, gefolgt von denjenigen Juden und Christen, die die wahre Religion ihrer Propheten verdreht haben.[7]  Manche werden in die Hölle getrieben, andere werden hineinfallen, von Haken gezogen.[8]  An diesem Punkt wird sich der Ungläubige eher wünschen, er wäre zu Staub zerfallen, als die Früchte seiner schlechten Taten zu ernten.

“Wir warnen euch ja vor naher Strafe, am Tag, da der Mensch schauen wird, was seine Hände vorausgeschickt haben, und der Ungläubige sagen wird: ‘O wäre ich doch Staub.’” (Quran 78:40)



Footnotes:

[1] Ibn Majah, Musnad, and Al-Tirmidhi.

[2] Sahieh Muslim.

[3] Sahieh Muslim.

[4] Sahieh Al-Bukhari.

[5] Tabarani.

[6] Sahieh Al-Bukhari.

[7] Sahieh Al-Bukhari.

[8] Al-Tirmidhi.

 

 

Die Reise ins Jenseits (teil 7 von 8): Der Ungläubige und die Hölle

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Beschreibung: Wie das Höllenfeuer die Ungläubigen empfängt.

  • von IslamReligion.com (co-author Abdurrahman Mahdi)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
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Die Hölle wird die Ungläubigen mit ihrem Grollen und Fauchen empfangen:

“…Doch haben Wir für diejenigen, die die Stunde für Lüge erklären, eine Feuerglut bereitet.  Wenn sie sie aus der Ferne sieht, hören sie (bereits) von ihr Grollen und Fauchen.” (Quran 25:11-12)

Wenn sie sich ihr nähern, werden sie von ihren Fesseln und ihrem Schicksal als Brennstoff erwartet:

“Wir haben ja für die Ungläubigen Ketten und Fesseln und eine Feuerglut bereitet.” (Quran 76:4)

“Gewiß, bei Uns gibt es schwere Fesseln und einen Höllenbrand.” (Quran 73:12)

Auf Gottes Befehl hin werden Engel herbeieilen und den Ungläubigen ergreifen und fesseln:

“Nehmt ihn und fesselt ihn dann.” (Quran 69:30)

“…Und Wir werden die Fesseln um die Hälse derjenigen legen, die ungläubig waren.” (Quran 34:33)

In Ketten gelegt…

“…steckt ihn in eine Kette, deren Länge siebzig Ellen ist.” (Quran 69:32)

…wird er hinterhergezogen:

“wenn die Fesseln und die Ketten um ihre Hälse (angebracht) sind und sie gezogen werden” (Quran 40:71)

Während sie zusammengebunden, gefesselt und gezogen werden, um in die Hölle geworfen zu werden, hören sie ihr Wutgebrüll: 

“Und für diejenigen, die ihren Herrn verleugnen, wird es die Strafe der Hölle geben – ein schlimmer Ausgang!  Wenn sie hineingeworfen werden, hören sie von ihr stoßweises Aufheulen, während sie brodelt.” (Quran 67:6-8)

Seit sie nackt und hungrig von der großen Ebene der Versammlung getrieben wurden, betteln sie die Bewohner des Paradieses um Wasser an:

“Und die Insassen des (Höllen)feuers rufen den Insassen des (Paradies)gartens zu: ‘Schüttet auf uns etwas Wasser aus oder etwas von dem, womit Gott euch versorgt hat!’  Sie sagen: ‘Gewiß, Gott hat beides für die Ungläubigen verboten.’” (Quran 7:50)

Zur gleichen Zeit werden die Gläubigen im Paradies mit Würde empfangen, es wird ihnen gemütlich gemacht und ihnen werden köstliche Festessen serviert.  Die Ungläubigen speisen in der Hölle:

“Hierauf werdet ihr ja, ihr irregehenden Leugner, wahrlich von Zaqqum-Bäumen essen und euch davon die Bäuche füllen. ” (Quran 56:51-53)

Zaqqum: ein Baum, dessen Wurzeln in den Abgrund der Hölle reichen und mit Zweigen, die in ihre anderen Ebenen reichen; seine Frucht ähnelt den Köpfen der Teufel:

“Ist dies als gastliche Aufnahme besser oder der Zaqqum – Baum?  Den haben Wir zu einer Heimsuchung für die Ungerechten gemacht.  Er ist ein Baum, der im Grund des Höllenbrandes hervorkommt, dessen Frucht so ist, als wären es Köpfe von Satanen.  Sie werden wahrlich davon essen und werden (sich) so davon die Bäuche füllen.” (Quran 37:62-66)

Die Verfluchten werden auch andere Dinge zum Essen haben, wie Erbrochenes[1], und einige trockene, dornige Büsche.[2]

“und auch keine Speise außer Jauche, die keiner ißt, außer den Sündern.” (Quran 69:36-37)

Und um ihre eintönigen Mahlzeiten herunterzuspülen, trinken sie eine außerordentlich ekelerregende Mischung aus ihrem eigenen Eiter, Blut, Schweiß und Wundausfluß,[3] ebenso wie siedendes, berühend heißes Wasser, das ihre Innereien auflöst:

“…dem heißes Wasser zu trinken gegeben wird, das seine Gedärme zerreißt?” (Quran 47:15)

Die Bekleidung der Höllenbewohner wird aus Feuer und Pech gemacht sein:

“...Für diejenigen nun, die ungläubig sind, werden Gewänder aus Feuer zugeschnitten. ” (Quran 22:19)

“Ihre Kleider weden aus Pech sein, und das Feuer wird ihre Gesichter überdecken.” (Quran 14:50)

Ihre Sandalen,[4] Bett und ihre Überdachung wird dementsprechend aus Feuer sein;[5] eine Strafe, die den ganzen Körper einhüllt, von dem unaufmerksamen Kopf bis hin zum sündigen Zeh.

“Hierauf gießt über seinen Kopf von der Strafe des heißen Wassers.” (Quran 44:48)

“Am Tag, da die Strafe sie von oben und unterhalb ihrer Füße her überdeckt, und Er sagt: ‘Kostet, was ihr zu tun pflegtet.’” (Quran 29:55)

Ihre Strafe in der Hölle wird ihrem Unglauben und ihren Sünden entsprechend variieren. 

“Keineswegs!  Er wird ganz gewiß in die Zermalmende geworfen werden.  Was läßt dich wissen, was die Zermalmende ist?  (Sie ist) Gottes entfachtes Feuer, das Einblick in die Herzen gewinnt.  Gewiß, es wird sie einschließen in langgestreckten Säulen.” (Quran 104:5-9)

Jedesmal wenn die Haut verbrannt ist, wird sie von neuer Haut ergänzt:

“Diejenigen, die unsere Zeichen verleugnen, werden Wir gewiß einem Feuer aussetzen.  Jedesmal, wenn ihre Haut verbrannt ist, tauschen Wir sie ihnen gegen eine andere Haut aus, damit sie die Strafe kosten.  Gott ist Allmächtig, Allweise.” (Quran 4:56)

Das Schlimmste von allem, die Strafe wird immer vermehrt: 

“So kostet; Wir werden euch nur die Strafe mehren.” (Quran 78:30)

Der psychologische Effekt dieser strafenden Züchtigung wird gewaltig sein.  Eine so strenge Züchtigung, daß die, die unter ihr leiden, aufschreien, damit sie für jene, die sie irreführten, vervielfacht wird: 

“Sie sagen: ‘Unser Herr, erhöhe demjenigen, der uns dies bereitet hat, das (Strafmaß) als mehrfache Strafe im (Höllen)feuer.’” (Quran 38:61)

Die Verzweifelten werden ihren ersten Versuch unternehmen, auszubrechen, aber:

“Und für sie gibt es Keulen aus Eisen.  Jedesmal, wenn sie vor Kummer aus ihm (dem Feuer) herauskommen wollen, werden sie dahin zurückgebracht, und (es wird ihnen ) gesagt: ‘Kostet die Strafe des Brennens!’” (Quran 22:21-22)

Nachdem sie mehrmals gescheitert sind, werden sie Unterstützung von Iblies, dem größten Satan selbst, verlangen: 

“Und der Satan sagt, nachdem die Angelegenheit entschieden ist: ‘Gewiß, Gott hat euch ein wahres Versprechen gegeben und ich habe euch (etwas) versprochen, es aber dann gebrochen.  Und ich hatte keine Macht über euch, außer daß ich euch gerufen habe und ihr auf mich gehört habt.  So tadelt mich nicht, sondern tadelt euch selbst.  Ich kann euch nicht zu Hilfe kommen, und ihr könnt mir nicht zu Hilfe kommen.  Ich weise es ja von mir, daß ihr mich zuvor (Gott) beigesellt habt.’  Gewiß, für die Ungerechten gibt es schmerzhafte Strafe.” (Quran 14:22)

Nachdem sie Satan aufgegeben haben, wenden sie sich den Engeln zu, die die Hölle bewachen, damit ihre Qualen verringert würden, und sei es nur für einen Tag: 

“Diejenigen, die sich im (Höllen)feuer befinden, werden zu den Wärtern der Hölle sagen: ‘Ruft euren Herrn an, daß Er uns einen Tag von der Strafe erlasse.’” (Quran 40:49)

In ihrem Warten auf die Antwort solange Gott will, werden die Wärter zurückkommen und fragen: 

“Sie sagen: 'Pflegten nicht doch eure Gesandten mit den klaren Beweisen zu euch zu kommen?'  Sie sagen: 'Ja, doch!'  Sie sagen: 'So ruft an.'  Aber das Anrufen der Ungläubigen geht bestimmt verloren.” (Quran 40:50)

Weil sie die Hoffnung auf ein Verringern der Strafe verloren haben, werden sie sich den Tod wünschen.  Dieses Mal werden sie sich an den obersten Wärter der Hölle wenden, den Engel Malik, und den werden sie vierzig Jahre bitten: 

“Und sie rufen: ‘O Malik, dein Herr soll unserem Leben ein Ende setzen!’” (Quran 43:77)

Seine kurze Antwort wird nach tausend Jahren sein:

“…Gewiß, ihr werdet bleiben.” (Quran 43:77)

Eventuell werden sie sich an Den wenden, Den sie in dieser Welt verleugnet haben und bitten Ihn um eine letzte Chance:    

“Sie werden sagen: ‘Unser Herr, unser Unglück hat uns besiegt, und wir waren irregehende Leute.  Unser Herr, bringe uns aus ihr heraus.  Wenn wir rückfällig werden, dann sind wir (wirklich) ungerecht.’” (Quran 23:106-107)

Gottes Antwort wird folgende sein:

“Seid darin verstoßen, und sprecht nicht mehr mit Mir.” (Quran 23:108)

Der Schmerz dieser Antwort ist schlimmer als ihre brennende Folter.  Denn der Ungläubige wird erkennen, daß sein Aufenthalt in der Hölle für ewig andauern wird und sein Ausschluß vom Paradies absolut und endgültig ist: 

“Für diejenigen, die ungläubig sind und Unrecht tun, ist es nicht Gottes (Wille), ihnen zu vergeben noch sie einen (rechten) Weg zu leiten, außer den Weg zur Hölle, ewig und immer darin zu bleiben.  Und dies ist Allah ein leichtes” (Quran 4:168-169)

Der größte Verlust und Kummer ist für den Ungläubigen geistiger Art; er wird vor Gott verdeckt und er wird Ihn nicht sehen dürfen:  

“Keineswegs!  Sie werden von ihrem Herrn an jenem Tag bestimmt abgeschirmt sein.” (Quran 83:15)

Genau wie sie es ablehnten, Ihn in diesem Leben zu “sehen”, werden sie im nächsten Leben von Gott getrennt sein.  Die Gläubigen werden sie verhöhnen.   

“Heute aber lachen diejenigen, die glauben, über die Ungläubigen, auf überdachten Liegen (gelehnt) und blicken um sich.  Sind die Ungläubigen nicht doch belohnt worden für das, was sie zu tun pflegten?” (Quran 83:34-36)

Ihre totale Hoffnungslosigkeit und ihr Gram wird noch gesteigert, wenn der Tod in Gestalt eines Widders gebracht und vor ihnen geschlachtet wird, damit sie wissen, daß es keinen letzten Ausweg in einer Endlösung gibt.  

“Warne sie vor dem Tag der gramvollen Reue, wenn die Angelegenheit entschieden sein wird, während sie (all dessen) unachtsam sind, und während sie (noch) nicht glauben.” (Quran 19:39)



Footnotes:

[1] Quran 72:13.

[2] Quran 88:6-7.

[3] Quran 78:24-25.

[4] Sahieh Muslim.

[5] Quran 7:41.

 

 

Die Reise ins Jenseits (teil 8 von 8): Schlußfolgerung

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Beschreibung: Einige Gründe für die Existenz von Paradies und Hölle

  • von IslamReligion.com (co-author Abdurrahman Mahdi)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 22 Jun 2010
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Muhammad, der Prophet des Islam, der 632 verstarb, berichtete:

“Diese Welt ist ein Gefängnis für den Gläubigen, aber für den Ungläubigen ist es ein Paradies.  Während für den Ungläubigen das Jenseits ein Gefängnis ist, aber für den Gläubigen wird es sein Paradies sein.”

Einmal traf in der frühen Zeit des Islam ein armer Christ auf einen der großen Gelehrten des Islam, der zu dieser Zeit auf einem feinen Pferd saß und teure Kleidung trug.  Der Christ rezitierte dem wohlhabenden Muslim den eben zitierten Hadieth und bemerkte: “Nun stehe ich vor dir, ein Nicht-Muslim, arm und notleidend in dieser Welt, während du ein Muslim bist, reich und wohlhabend.”  Der islamische Gelehrte antwortete: “Genauso ist es.  Aber wenn du wüßtest, was dich im Jenseits (an ewiger Strafe) erwartet, würdest du es verglichen damit so betrachten, als seist du jetzt im Paradies.  Und wenn du wüßtest, was mich (an ewiger Glückseligkeit) im Jenseits erwarten könnte, würdest du es verglichen damit so betrachten, als sei ich jetzt im Gefängnis.”

Daher ist es Gottes großer Gnade und Gerechtigkeit zu verdanken, daß Er Himmel und Hölle geschaffen hat.  Das Wissen um das Höllenfeuer hilft, den Menschen von schlimmen Taten abzuhalten, während ein Einblick in die verborgenen Schätze des Paradieses ihn zu guten Taten und Rechtschaffenheit bringt.  Jene, die ihren Herrn verleugnen, Schlechtes tun und reuelos sind, die werden in die Hölle eingehen: ein Ort des wirklichen Schmerzes und des Leidens.  Während der Lohn für die Rechtschaffenen ein Ort der unvorstellbaren physikalischen Schönheit und Vollkommenheit ist: Sein Paradies.

Häufig bezeugen die Leute das Gute ihrer eigenen Seelen, indem sie behaupten, alles Gute, das sie tun, sei einzig und allein aus aufrichtiger Liebe zu Gott oder sie lebten ihr Leben nach einem universellen moralischen und sittlichen Kodex, und aus diesem Grund bräuchten sie keinerlei “Zuckerbrot und Peitsche”.  Aber wenn Gott im Quran vom Menschen spricht, tut Er dies, weil Er die Unbeständigkeit seiner Seele kennt.  Die Freuden des Paradieses sind reale, körperliche und greifbare Freuden.  Der Mensch kann nur ansatzweise einschätzen, wie begehrenswert die vollkommenen, überreichlichen und unendlichen Speisen, Kleidungen und Häuser im Paradies genau sein können, weil er sich bewußt ist, wie befriedigend und süß jene Dinge in der gegenwärtigen Realität sind. 

“Ausgeschmückt ist den Menschen die Liebe zu den Begierden, nach Frauen, Söhnen, aufgehäuften Mengen von Gold und Silber, Rassepferden, Vieh und Saatfeldern.  Das ist der Genuß im diesseitigen Leben.  Doch bei Gott ist die schöne Heimstatt.” (Quran 3:14)

Gleichermaßen kann der Mensch nur ansatzweise einschätzen, wie quälend und fürchterlich das Höllenfeuer und seine Einrichtung genau sein können, denn er ist sich bewußt, wie schrecklich ein brennendes Feuer in dieser Welt sein kann.  Die Reise der Seele, wie sie uns Gott und Sein Prophet Muhammad, möge Gott ihn loben, in lebhaften Details beschrieben haben, soll und muß der ganzen Menschheit als anspornendes Beispiel dienen, damit sie sicher und wahrhaftig den noblen Sinn und Zweck erkennt: die Anbetung und den Dienst für ihren Schöpfer, in selbstloser Liebe, Ehrfurcht und Dankbarkeit.  Nach alledem:  

“…Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen, Ihm allein die Religion widmend, als Anhänger des Rechten Glaubens...” (Quran 98:5)

Was aber die große Masse der Menschheit anbelangt, die durch die Jahrhunderte hindurch ihre moralischen Pflichten gegenüber ihrem Herrn Gott und ihrem Nächsten geleugnet haben, die sollen nicht vergessen: 

“Jede Seele wird den Tod kosten.  Und erst am Tag der Auferstehung wird euch euer Lohn in vollem Maße zukommen.  Wer dann dem Höllenfeuer entrückt und in den (Paradies)garten eingelassen wird, der hat fürwahr einen Erfolg erzielt.  Und das diesseitige Leben ist nur trügerischer Genuß.” (Quran 3:185)

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