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Repräsentieren alle Muslime den Islam? (teil 3 von 3): Sonderbare Übertreibungen sind kein Teil des Islam

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Beschreibung: Manchmal wird die Grundlage des Islam von Unwissenheit verwischt.  

  • von Aisha Stacey (© 2014 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 17 Nov 2014
  • Zuletzt verändert am 17 Nov 2014
  • Gedruckt: 94
  • Gesehen: 7012 (Tagesmittelwerte: 4)
  • Bewertung: 5 von 5
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In den letzten beiden Artikeln haben wir die Tatsache diskutiert, dass nicht alle Muslime die islamische Religion repräsentieren.  Wir haben uns auf die Haltung des Islam gegenüber Krieg, Gewalt und Terrorismus konzentriert.  Wir haben festgestellt, dass der Islam eine Religion des Friedens ist, und dass ungerechtfertigtes Töten oder Gewalt absolut verboten sind.  Leider haben viele Muslime auf der ganzen Welt den Namen des Islam befleckt, indem sie Taten und Ungeheuerlichkeiten begangen haben, die keinen Platz in einer Religion haben, die auf den Konzepten von Gerechtigkeit und Gnade basiert.  Allerdings ist dies nicht das einzige, dass Muslime selbst den Islam falsch repräsentieren.  

Von Anfang an ist es wichtig, die Grundlage des Islam zu verstehen – Gott ist Einer.  Er hat keine Partner, keine Söhne, keine Töchter oder Helfer.  Er alleine hat das Universum erschaffen und erhält es.  Nichts geschieht ohne Seine Erlaubnis. 

" Sprich: "Er ist Allah, ein Einziger, Allah-us-Samad (der Absolute, ewig Unabhängige, Den alle Geschöpfe brauchen, Er isst nicht und trinkt nicht). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden und Ihm ebenbürtig ist keiner." (Quran 112)

 " Existiert wohl ein Gott neben Allah? Hoch Erhaben ist Gott über das, was sie (ihm) beigesellen!" (Quran 27:63)

Muslime glauben mit Sicherheit, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und sie glauben, dass die Propheten und Gesandten von Gott gesandt wurden, um die Menschheit zu der Wahrheit, dass Gott Einer ist, rechtzuleiten.  Deshalb gibt es im Islam keinen Platz für Vermittler jeglicher Art.  Gott Allein ist es, den die Muslime anbeten, und Gott Allein bitten sie bei allen Bemühungen um Hilfe.  Dieses Konzept ist als Tauhid bekannt und es bildet die Grundlage der Religion des Islam. 

Leider finden wir allerdings wenn wir das Benehmen einiger Muslime betrachten, Praktiken und Übertreibungen, die eigentlich im Islam verboten sind.  Aufrichtige Anbetung Gottes Allein wurde durch lokale Bräuche und Traditionen verändert, auch wenn viele Muslime nur unwillig zugeben, dass es derartige Korruption gibt.  Tatsache ist, dass nicht alle Muslime auf die richtige Weise beten und nicht alle Muslime sind Repräsentanten des Islam. 

Es ist eine der größten Sünden, jemanden oder etwas anderes als Gott anzubeten.  Dies ist im Islam verboten, trotzdem bleiben auf der ganzen Welt diese tief sitzenden kulturellen Praktiken.  Muslime, die Tote anrufen, damit sie für sie einschreiten, repräsentieren nicht die Religion des Islam.  Muslime, die annehmen, rechtschaffene Menschen waren in der Lage, zwischen einfachen Menschen und Gott vermitteln, repräsentieren nicht die Religion des Islam.   Muslime, die Glücksbringer und Amulette tragen, in dem Glauben, sie könnten irgendwie das Böse abwehren oder Gutes bringen, repräsentieren nicht die Religion des Islam.  Dies sind direkte Widersprüche zur Einheit Gottes. 

Korruption in der Gottesanbetung ist bei vielen Mythen und Traditionen, die sich um Schwangerschaft und Geburt drehen.  Viele Traditionen beinhalten die Verwendung von Zaubersprüchen und Amuletten.  Ein Muslim aber weiß, dass alles von Gott kommt, und dabei gibt es kein Glück und keinen Zufall.  Seltsame Übertreibungen können weder Schaden noch Gutes bringen.  Der Islam lehrt, dass es keine Kraft und keine Macht gibt, außer mit Gott, er vertreibt diese Mythen und Übertreibungen, um die Menschheit von dieser Art von Knechtschaft zu befreien. 

Mit diesem Wissen lass uns die kulturellen Praktiken untersuchen, die zwei fiktive Frauen umgeben.  Die Frauen in diesen Anekdoten sind gänzlich fiktiv, aber die Praktiken sind real und bilden nur einen kleinen Teil von hunderten Traditionen und Praktiken, die auf der ganzen muslimischen Welt verwendet werden, um das Böse abzuwehren oder Gutes zu erreichen.    

In einem kleinen Dorf außerhalb von Mogadishu in Somalia, hat die18 jährige Nura gerade ihr erstes Kind geboren.  Ein hübscher, gesunder Junge.  Nura und ihre Familie glauben, dass ihn das Armband aus Faden und Kräutern, das er trägt, vor dem bösen Blick schützt.  Die meisten Somalier verbinden ihre Identität mit dem Islam, allerdings hat eine große Zahl von vor-islamischen Praktiken überlebt.  Es gibt einen starken Glauben an die Kontrolle eines Menschen durch Ǧinn (Teufel) und Zar (ein Kult, bei dem Frauen willentlich besessen werden) und die meisten somalischen Beduinen tragen routinemäßig schützende Amulette.   Vor dem Islam war das Glaubenssystem in Somalia weitestgehend animistisch, es  geht auf die Altsteinzeit zurück, in der jedem Objekt, egal ob beseelt oder nicht, eine Seele zugesprochen wurde 

Diese Traditionen und Praktiken bildeten sich normalerweise um bedeutende Lebenserfahrungen wie Geburt und Tod und beinhalten oft die Verwendung von Pflanzen und Kräutern, sowohl wegen deren medizinischen Eigenschaften und dem Glauben, dass solche Pflanzen und Kräuter einen Schutz vor böswilligen Geistern bieten.  Daher wird einem neugeborenen Baby ein Amulett gegeben, um es vor Schaden zu schützen.  Diese Praktik leugnet die Einheit Gottes.  Dies sind Traditionen, die keinen Sinn ergeben, denn das wahre Wesen Gottes wird durch den Qur´an und die authentischen Überlieferungen des Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, offenbart. 

Weit entfernt in der Türkei, in der blühenden Metropole Istanbuls schmücken Ceylans Mutter und ihre Tanten den Raum, in dem sie entbinden wird, mit Girlanden aus Zwiebeln, Knoblauch und blauen Perlen.  Sie glauben, dass dies Ceylan und das Neugeborene vor dem bösen Blick und boshaften Ǧinn beschützen wird, die in der Türkei als „Baby-Kidnapper" bekannt sind.  Unter den Bändern aus Kräutern, die in dem Geburtszimmer in der Türkei hängen, findest du auch blaue Perlen.  Diese sind in vielen muslimischen Gemeinden weit verbreitet.  Menschen tragen Amulette, halten sie bereit, um sie Gästen zu geben, hängen sie neben ihren Haustüren auf oder in ihren Autos.   Die Perlen sind normalerweise aus Glas, um das Unglück oder das Übel zu reflektieren und der Glaube ist, dass es wie ein Spiegel die positive Energie wegzieht und die schlechten Absichten zurückwirft.  Gemäß diesem falschen Glauben in dem Fall, wenn das Böse für das blaue Auge zu stark ist, um es wegzustoßen, zerbricht es und opfert sich selbst.

Der Ursprung der blauen Perlen ist schwer nachzuvollziehen, allerdings sind sie in allen Ländern rund ums Mittelmeer einschließlich Griechenland, Zypern und Ägypten anzutreffen.  Sie können sogar bis ins antike Ägypten zurück reichen.  Das Auge des Horus (antikes ägyptisches Zeichen für Schutz und Macht) könnte der Ursprung dieses weit verbreiteten Glaubens sein und die Farbe blau wurde seit der Antike verwendet, um Schutz und Heilung zu symbolisieren.  Im Islam ist aber eindeutig, dass Heilung und Schutz nur von Gott Allein kommen.

Fehlerhafte gottesdienstliche Taten und übertriebene Praktiken sind in den muslimischen Gemeinschaften auf der ganzen Welt verbreitet.  Vielleicht hast du in deiner Gemeinde auch schon welche bemerkt; allerdings stehen sie nicht repräsentativ für den Islam.  Der Islam ist die Religion des informativen Wissens, nicht des blinden Glaubens und der fremdartigen Übertreibungen.  Die Kraft Gottes ist Allmächtig.  Wenn sich Muslime auf eine Art und Weise verhalten, die Übertreibungen und fremdartiges Verhalten zu unterstützen, dann repräsentieren sie nicht den Islam.  Die Botschaft des Islam ist deutlich.  Es gibt keine Kraft und keine Macht außer durch Gott, und der Prophet Muhammad ist Sein letzter Gesandter. 

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