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Erlösung im Islam (teil 1 von 3): Was ist Erlösung?

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Beschreibung: Erlösung erreichen durch aufrichtige Anbetung. 

  • von Aisha Stacey (© 2015 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 07 Sep 2015
  • Zuletzt verändert am 07 Sep 2015
  • Gedruckt: 36
  • Gesehen: 13478 (Tagesmittelwerte: 7)
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Der Islam lehrt uns, dass die Erlösung allein durch die Anbetung Gottes nicht erreichbar ist.  Die Person muss an Gott glauben und Seinen Befehlen Folge leisten.  Dies ist dieselbe Botschaft, die alle Propheten gelehrt haben, einschließlich Moses und Jesus.  Erlösung und damit ewige Freude kann nur durch aufrichtige Anbetung erreicht werden. 

Zusätzlich lehrt uns der Islam, dass menschliche Wesen ohne Sünde geboren wurden, und dass sie die natürliche Veranlagung besitzen, Gott allein anzubeten (ohne irgendwelche Vermittler).  Um diesen Zustand der Sündenfreiheit der Menschen aufrechtzuerhalten, muss man nur den Befehlen Gottes folgen, und bestrebt sein, ein rechtschaffenes Leben zu führen.  Wenn man der Sünde verfällt, ist ehrliche Reue alles, das nötig ist, gefolgt von der Bitte um die Vergebung Gottes.  Wenn jemand sündigt, oder er oder sie stößt sich selbst aus der Gnade Gottes heraus, kann aufrichtige Reue die Person zu Gott zurück bringen. 

Erlösung ist ein mächtiges Wort, das im Wörterbuch definiert wird als ein Akt der Bewahrung oder Befreiung von Zerstörung, Schwierigkeiten oder Übel.  Theologisch ist es die spirituelle Befreiung von Sünde und deren Konsequenzen.  Genauer gesagt ist sie im Christentum mit Erlösung und Sühne von Jesus verbunden.  Die Erlösung im Islam hat ist ein ganz anderes Konzept.  Während es Befreiung von den Feuern der Hölle bietet, lehnt es einige der Grundprinzipien des Christentums ab und stellt eindeutig fest, dass die Erlösung nur durch Unterwerfung unter den Willen des allergnädigsten Gottes erreicht wird

"Die Gottes gedenken (immer und auch in Gebeten) im Stehen und im Sitzen und (Liegen) auf ihren Seiten und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken (und sagen): "Unser Herr, Du hast dieses (alles) nicht umsonst erschaffen. Gepriesen seist Du (über alles, das sie Dir an Teilhabern beigesellen), darum hüte uns vor der Strafe des Feuers." (Quran 3:191)

Nach der christlichen Doktrin wird die Menschheit als launisch und sündhaft angesehen.  Die Doktrin von der Erbsünde behauptet sowohl, dass die Menschheit bereits von der Sünde Adams beschmutzt geboren wird und daher von Gott abgetrennt ist und eines Erlösers bedarf.  Der Islam weist das christliche Konzept der Erbsünde und die Vorstellung, dass die Menschheit sündhaft geboren wurde, mit Recht zurück.   

Die Vorstellung, dass unschuldige Babys sündenbefleckt sein sollen, ist für einen Gläubigen, der weiß, dass es im Islam ein Erbe der Vergebung gibt und keine Erbsünde, völlig absurd.  Die Menschheit wird gemäß dem Islam in einem Zustand der Reinheit geboren, sündenfrei und mit einer natürlichen Neigung, Gott anzubeten und zu lobpreisen.  Allerdings wurde den menschlichen Wesen auch ein freier Wille gegeben, und daher können sie auch Fehler machen und Sünden begehen; sie sind sogar fähig, großes Übel zu begehen. 

Immer wenn eine Person eine Sünde begeht, ist sie allein für diese Sünde verantwortlich.  Jede Person ist für seine oder ihre Taten verantwortlich.  Dementsprechend ist kein menschliches Wesen das je gelebt hat, für die Fehler verantwortlich, die Adam und Eva gemacht haben.  Gott sagt im Qur´an:

"Und keine lasttragende (Seele) soll die Last einer anderen tragen." (Quran 35:18)

Adam und Eva haben einen Fehler gemacht, sie haben aufrichtig bereut und Gott hat ihnen in Seiner unendlichen Barmherzigkeit vergeben.  Die Menschheit ist nicht dazu verdammt, Generation für Generation bestraft zu werden.  Die Sünden des Vaters werden nicht auf den Sohn übertragen werden. 

"Da aßen sie beide davon, so daß ihnen ihre Blöße ersichtlich wurde, und sie begannen, die Blätter des Gartens über sich zusammenzustecken. Und Adam befolgte das Gebot seines Herrn nicht und ging irre.  Hierauf erwählte ihn sein Herr und wandte Sich ihm mit Erbarmen und Rechtleitung zu." (Quran 20:121-122)

Vor allem anderen lehrt der Islam uns, dass Gott der Vergebende ist, und Er wird weiterhin vergeben, immer wieder.  Es ist ein Teil des Menschseins, dass wir Fehler machen.  Manchmal werden die Fehler ohne Überlegung und ohne böse Absicht gemacht, doch manchmal sündigen wir wissentlich und überlegt und tun anderen Unrecht.  Daher müssen wir als menschliche Wesen fortwährend um Vergebung bitten.

Das Leben in dieser Welt ist voller Prüfungen und Leiden, allerdings hat Gott die Menschheit diesen Prüfungen nicht überlassen.  Gott hat die Menschheit auch mit Verstand und der Fähigkeit, eine Auswahl und Entscheidungen zu treffen.  Gott gab uns auch Worte der Rechtleitung.  Als unser Schöpfer ist ihm unser Wesen wohlbekannt und Er leitet uns bereitwillig den geraden Weg, der zur ewigen Wonne führt.

Der Qur´an ist die letzte Offenbarung Gottes, und sie ist für die gesamte Menschheit, alle Völker, alle Orte und alle Zeiten anwendbar.  Im gesamten Qur´an bietet Gott uns immer wieder an, uns in Reue zu Ihm zu wenden und Ihn um Vergebung zu bitten.  Dies ist der Weg zur Erlösung.  Dies ist unsere Rettung.

"Und wer Böses tut oder sich gegen sich selbst vergeht und dann Gott um Vergebung bittet, der findet Gott Allvergebend, Barmherzig." (Quran 4:110)

"O mein Volk, erfleht Vergebung von eurem Herrn, dann bekehrt euch reumütig zu Ihm; Er wird (den Segen) in reichlicher Weise vom Himmel über euch schicken und wird euch Kraft zu eurer Kraft hinzugeben. So wendet euch nicht als Schuldige ab."" (Quran 11:52)

"Sprich: "O meine Diener, die ihr euch gegen eure eigenen Seelen vergangen habt, verzweifelt nicht an der Barmherzigkeit Gottes; denn Gott vergibt alle Sünden; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.’" (Quran 39:53)

Der Qur´an ist nicht nur ein Buch der Rechtleitung, er ist ein Buch der Hoffnung.  In ihm sind die Gnade, Barmherzigkeit und die Vergebung Gottes offensichtlich, so dass die Menschheit ermutigt wird, nicht zu verzweifeln.  Egal, welche Sünden eine Person begangen hat, wenn sie sich entschieden Gott zuwendet, um Vergebung bittet, dann ist ihre Erlösung sicher. 

Der Prophet Muhammad hat die Sünde als schwarze Flecken beschrieben, welche das Herz bedecken.  Er sagte: "Wahrlich wenn ein Gläubiger sündigt, kommt ein schwarzer Fleck auf sein Herz.  Wenn er bereut, mit der Sünde aufhört und dafür die Vergebung verlangt, wird sein Herz wieder rein.  Wenn er beharrt (anstatt zu bereuen) wird es mehr, bis es sein Herz bedeckt... "[1]

Erlösung aufgrund der Befleckung durch die Erbsünde ist im Islam nicht erforderlich.  Erlösung ist erforderlich, weil die Menschheit unvollkommen ist und der Vergebung und Liebe Gottes bedarf.  Um das Konzept der Erlösung korrekt zu verstehen, müssen wir andere Themen verstehen, die in der Erlösung verankert sind.  Dies sind das Verstehen der Wichtigkeit des Tauhid (der Einheit Gottes) und das Wissen, wie man aufrichtig bereut.  Wir werden diese Themen in den folgenden beiden Artikeln diskutieren.



Fußnoten:

[1] Ibn Majah.

 

 

Erlösung im Islam (teil 2 von 3): Gott anbeten und gehorchen

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Beschreibung: Monotheismus ist der Weg zur Erlösung im Islam.

  • von Aisha Stacey (© 2015 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 07 Sep 2015
  • Zuletzt verändert am 13 Sep 2015
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Im ersten Teil dieser Reihe ‘Erlösung im Islam’ haben wir gelernt, dass Erlösung erreicht werden kann, indem wir den Einen Gott anbeten.  Wir beten Ihn Allein an und folgen Seinen Befehlen.  Wir haben ebenfalls gelernt, dass der Islam das Konzept von der Erbsünde nicht anerkennt, daher glauben Muslime, dass alle Menschen sündenfrei geboren werden.  Im folgenden Artikel werden wir über das christliche Konzept von der Erlösung diskutieren, das daraus besteht, dass Jesus für die Sünden der Menschheit gestorben sei, und wir werden entdecken, dass dieses Konzept vom Islam gänzlich zurückgewisen wird.  Erlösung im Islam wird durch Tauhid, Monotheismus erreicht. 

Tauhid ist ein arabisches Wort, das Einheit bedeutet, und wenn wir über Tauhid in Bezug auf Gott reden, bedeutet das, sich der Einheit Gottes klar zu werden und sie zu bestätigen.  Es ist der Glaube, dass Gott Einer ist, ohne Partner und ohne Teilhaber.  Es gibt keine Gottheit, die es wert ist, anbebetet zu werden, außer Allah, und dies ist das Fundament des Islam.  Diesen Glauben mit dem Glauben, dass Muhammad Sein Gesandter ist, zu bekennen, macht aus einer Person einen Muslim.  An den Tauhid mit Sicherheit zu glauben, ist das, was die Erlösung garantiert.

"Sprich: "Er ist Allah, ein Einziger; Allah, der Absolute (ewig Unabhängige, von Dem alles abhängt).  Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden und Ihm ebenbürtig ist keiner."" (Quran 112)

"Wahrlich, Ich bin Allah. Es ist kein Gott außer Mir; darum diene Mir..." (Quran 20:14)

"Schöpfer der Himmel und der Erde! Wie sollte Er einen Sohn haben, wo Er keine Gefährtin hat und wo Er alles erschuf und alle Dinge kennt?  Er ist Allah, euer Herr. Es ist kein Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge; so betet Ihn an. Und Er ist der Hüter aller Dinge.  Blicke können Ihn nicht erreichen, Er aber erreicht die Blicke. Und Er ist der Allgütige, der Allkundige." (Quran 6:101-103)

Muslime beten Gott ohne irgendwelche Zwischenhändler an, Er hat keine Partner, Teilhaber, Söhne, Töchter oder Helfer.  Anbetung wird einzig und allein Gott zuteil, denn Ihm Allein gebührt die Anbetung.  Es gibt nichts Größeres als Gott.  

Der christliche Glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist oder Gott Selbst, steht in direktem Widerspruch zum Tauhid.  Das Konzept von einer Trinität, Vater, Sohn und Heiligem Geist wird im Islam ebenfalls fest abgelehnt.  Die Vorstellung, dass Jesus gesühnt hat (oder unsere Seelen bewahrt hat) durch sein Sterben ist eine Vorstellung, die mit dem islamischen Glauben völlig auf Kriegsfuß steht. 

"O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurem Glauben und sagt von Gott nichts als die Wahrheit. Wahrlich, der Messias, Jesus, Sohn der Maria, ist nur der Gesandte Gottes und Sein Wort, das Er Maria entboten hat, und von Seinem Geist. Darum glaubt an Gott und Seine Gesandten, und sagt nicht: "Drei." Lasset (davon) ab (das) ist besser für euch. Allah ist nur ein einziger Gott. Es liegt Seiner Herrlichkeit fern, Ihm ein Kind zuzuschreiben. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Gott genügt als Anwalt." (Quran 4:171)

Die Vorstellung, dass Jesus am Kreuz gestorben sei, ist im christlichen Glauben zentral.  Er repräsentiert die Überzeugung, dass Jesus für die Sünden der Menschheit gestorben sei.  Mit anderen Worten, dass Jesus für die Sünden anderer ´bezahlt´ habe und dass man frei sei, zu tun, was man will, denn am Ende wird man durch den Glauben an Jesus erlöst.  Dies wird im Islam absolut zurückgewiesen. 

Es gibt keinen Grund, warum Gott oder auch nur ein Prophet Gottes sich für die Sünden der Menschheit opfern sollte, um Vergebung zu erkaufen.  Der Islam lehnt diese Sichtweise völlig ab.  Das Fundament des Islam beruht darauf, mit Sicherheit zu wissen, dass nichts angebetet werden darf, außer Gott allein.  Vergebung strahlt von dem Einen Wahren Gott aus; wenn daher eine Person um Vergebung bittet, muss sie sich Gott ergeben, sich Ihm mit ehrlicher Reue zuwenden und um Vergebung bitten und versprechen, die Sünde nicht zu wiederholen.  Dann und nur dann werden die Sünden von Gott, dem Allmächtigen, vergeben werden. 

Der Islam lehrt, dass Jesus nicht gekommen ist, um die Sünden der Menschheit zu tragen; er ist eher gekommen, um die Botschaft der vorigen Propheten zu bestätigen. 

"...Wahrlich, dies ist die Geschichte der Wahrheit, und es ist kein Gott außer Allah, und Allah Er ist wahrlich der Allmächtige, der Allweise…" (Quran 3:62)

Der islamische Glaube über die Kreuzigung Jesu´ und seinen Tod sind deutlich.   Er ist nicht gestorben, um für die Sünden der Menschheit zu sühnen.  Es gab einen Komplott, um Jesus zu kreuzigen, aber er gelang nicht; er ist nicht gestorben, sondern zum Himmel aufgestiegen.  In den letzten Tagen, die zum Tag des Gerichts führen, wird Jesus zu dieser Welt zurück kehren und den Glauben an die Einheit Gottes verbreiten.  Der Qur´an teilt uns mit, dass Jesus verneinen wird, dass er jemals die Menschen aufgefordert hat, zu ihm zu beten, anstatt oder gemeinsam mit Gott. 

"Und wenn Gott sprechen wird: "O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesagt: "Nehmt mich und meine Mutter als zwei Götter neben Gott?" wird er antworten: "Gepriesen seist Du. Nie könnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hatte. Hätte ich es gesagt, würdest Du es sicherlich wissen. Du weißt, was in meiner Seele ist, aber ich weiß nicht, was Du in Dir hegst. Du allein bist der Allwissende des Verborgenen. Nichts anderes sagte ich zu ihnen, als das, was Du mich geheißen hattest: "Betet Gott an, meinen Herrn und euren Herrn." Und ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte, doch nachdem Du mich abberufen hattest, bist Du ihr Wächter gewesen; und Du bist der Zeuge aller Dinge." (Quran 5:116-117)

Gott teilt uns im Qur´an mit, dass es nur eine Sünde gibt, die nicht vergeben wird und das ist, wenn jemand stirbt, der Gott Teilhaber zur Seite gestellt hat und das vor seinem Tod nicht bereut hat. 

"Wahrlich, Gott wird es nicht vergeben, daß Ihm Götter zur Seite gestellt werden; doch Er vergibt das, was geringer ist als dies, wem Er will. Und wer Allah Götter zur Seite stellt, der hat wahrhaftig eine gewaltige Sünde begangen." (Quran 4:48)

In seinen Überlieferungen hat der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, uns mitgeteilt, dass Gott sagte: "Ich bin Mir Selbst genüge.  Ich benötige keinen Teilhaber.  Wer daher eine Tat um eines anderen Willen ebenso wie zu meinem Willen tut, von dessen Tat sage ich mich los, zugunsten dessen, den er Mir zur Seite stellte."[1]

Allerdings selbst die größte Sünde, Gott Partner zur Seite zu stellen, kann vergeben werden, wenn man sich Gott aufrichtig und voller Reue zuwendet.  

"Und doch gewähre Ich dem Verzeihung, der bereut und glaubt und das Gute tut und dann der Führung folgt (bis zu seinem Tod)." (Quran 20:82)

"Sprich zu denen, die ungläubig sind, daß ihnen das Vergangene verziehen wird, wenn sie (von ihrem Unglauben) absehen." (Quran 8:38)

Jedes menschliche Wesen kann Erlösung erreichen, indem es den Einen Gott anbetet.  Mit Gott verbunden zu bleiben und Fehler und Sünden zu bereuen, ist der Weg zur Erlösung.  Im nächsten Artikel werden wir über die Bedingungen für die Reue sprechen.



Fußnoten:

[1] Sahieh Muslim

 

 

Erlösung im Islam (teil 3 von 3): Reue

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Beschreibung: Reue kennzeichnet den Weg zur Erlösung. 

  • von Aisha Stacey (© 2015 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 14 Sep 2015
  • Zuletzt verändert am 14 Sep 2015
  • Gedruckt: 32
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Der Weg zur Erlösung durch einen festen Glauben, dass es nur einen Gott gibt und dass Er der Vergebendste und Barmherzigste ist.  Der Islam stellt uneingeschränkt fest, dass es kein solches Konzept wie die Erbsünde gibt und dass Gott kein Blutopfer benötigt, um der Menschheit ihre Sünden und Übertretungen zu vergeben. 

"Sprich: "O meine Diener, die ihr euch gegen eure eigenen Seelen vergangen habt, verzweifelt nicht an der Barmherzigkeit; denn Gott vergibt alle Sünden; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.." (Quran 39:53)                           

Fehler machen, in unserem Gehorsam gegenüber Gott nachlässig werden, vergessen und Sünden begehen, sind Teile der unvollkommenen Natur der Menschheit.  Kein menschliches Wesen ist frei von Sünde, egal wie gut wir zu sein scheinen, und jeder Mensch braucht die Vergebung Gottes.  Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, war sich dessen bewusst, als er zu seinen Gefährten sagte:

"Bei dem Einen, in Dessen Hand meine Seele ist, Gott würde euch beseitigen und ein Volk bringen, das Sünden begeht und dann um Vergebung bittet."[1]

"Jeder Sohn Adams sündigt und die besten von denen, die sündigen, sind die, die bereuen."[2]

Wir sind alle verwundbar, wir alle begehen Sünden, und wir alle brauchen Vergebung.  Wir haben das angeborene Bedürfnis, uns Gott nahe zu fühlen und Gott hat in Seiner unendlichen Weisheit den Weg zur Vergebung leicht gemacht.  Der  Prophet Muhammad selbst erfuhr die außerordentliche Freude, die daherrührt, die Beziehung zu seinem Herrn "richtig" zu fühlen.  Er sagte: "Bei Gott, ich suche Zuflucht bei Gott und wende mich Ihm über siebzigmal am Tag Zuflucht suchend zu."[3]

Gott, der Schöpfer, kennt die Menschheit vollkommen, Er kennt unsere Unvollkommenheiten und unsere Mängel, und daher hat Er uns die Reue zur Vorschrift gemacht und das Tor für die Reue offen gelassen bis die Sonne vom Westen aufgeht (und der Tag des Gerichts nahe ist).

"Und kehrt euch zu eurem Herrn, und ergebt euch Ihm, bevor die Strafe über euch kommt; (denn) dann werdet ihr keine Hilfe finden." (Quran 39:54)

"O ihr, die ihr glaubt, wendet euch in aufrichtiger Reue zu Gott. Vielleicht wird euer Herr eure Übel von euch nehmen und euch in Gärten führen, durch die Bäche fließen (Paradies)…"(Quran 66:8)

"Und wendet euch allesamt reumütig Gott zu, o ihr Gläubigen, auf daß ihr erfolgreich sein möget." (Quran 24:31)

Reue ist so einfach, sich Gott zuwenden und Seine Gnade und Vergebung ersuchen.  In der dunkelsten Stunde oder der längsten Nacht wartet Gott auf all jene, die Ihn bitten und die bei Ihm bereuen.    

"Gott breitet Seine Hand in der Nacht aus, um die Reue desjenigen, der am Tage gesündigt hat, anzunehmen, und Er breitet Seine Hand am Tag aus, um die Reue desjenigen, der in der Nacht gesündigt hat, anzunehmen (und das wird so weiter gehen) bis die Sonne vom Westen aufgeht."[4]

Es gibt keine Übertretungen, die zu gering oder Sünden, die zu groß sind, als dass Gott Sich dem gegenüber, der Ihn ruft, nicht als gnädig erweisen würde.  Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, erzählte die Geschichte eines Mannes, dessen Sünden ihm zu groß erschienen, um jemals Hoffnung auf Gnade zu haben.  Doch Gott ist der Allerweiseste und häufig vergebende.  Selbst diejenigen, deren Leben unvergleichlich zerrüttet und von Sünden geschwärzt scheinen, finden Trost. 

"Es gab unter den Menschen, die vor euch waren, einen Mann, der neunundneunzig Menschen getötet hatte.  Da fragte er nach der wissendsten Person auf Erden, und er wurde zu einem Einsiedler geschickt, also ging er zu ihm, sagte ihm, dass er neunundneunzig Menschen getötet habe und fragte, ob ihm vergeben werden kann.  Der Einsiedler sagte: ´Nein," da tötete er auch diesen und vervollständigte die hundert.  Dann fragte er nach der wissendsten Person auf der Erde und wurde zu einem Gelehrten geschickt.  Er erzählte ihm, dass er hundert Menschen getötet habe und fragte, ob ihm vergeben werden könne.   Der Gelehrte sagte: "Ja, was könnte möglicherweise zwischen dich und die Reue kommen?  Geh in die-und-die Stadt, denn dort gibt es Leute, die Gott anbeten.  Geh und diene Gott mit ihnen und kehre nicht in deine eigene Stadt zurück, denn es ist ein schlechter Ort." Da brach der Mann auf, aber er war noch nicht mal auf halbem Wege, da kam der Engel des Todes zu ihm und die Engel der Gnade und die Engel des Zorns fingen an, über ihn zu streiten.  Die Engel der Gnade sagten: ´Er hatte bereut und suchte Gott.´ Die Engel des Zorns sagten: ´Er hat niemals irgend etwas Gutes getan.´  Ein Engel in Menschengestalt kam zu ihnen, und sie baten ihn, die Angelegenheit zu entscheiden.  Er sagte: ´Messt den Abstand zwischen ihm und den beiden Ländern (seiner Heimatstadt und der Stadt, zu der er zog) und die, die ihm am nächsten ist, zu der gehört er.´ Also maßen sie den Abstand und fanden heraus, dass er näher an der Stadt war, zu der er reisen wollte, da nahmen ihn die Engel der Gnade." [5]

In einer anderen Version von den Überlieferungen des Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, wird gesagt, dass der Mann der rechtschaffenen Stadt um eine Handspanne näher war, daher wurde er zu ihrem Volk gerechnet.[6]

Die Reue ist für eine Person wesentlich, um ein friedliches Leben zu führen.  Die Belohnung für Reue ist ein gutes Leben, die Nähe Gottes, sowie Zufriedenheit und innere Ruhe.  Allerdings hat die Reue drei Bedingungen: Sie bestehen darin, die Sünde aufzugeben, zu bedauern, die Sünde begangen zu haben und zu beschließen, nie wieder zu der Sünde zurückzukehren.  Wenn diese drei Bedingungen aufrichtig erfüllt werden, dann wird Gott vergeben.  Wenn die Sünde etwas mit den Rechten einer anderen Person zu tun hat, dann gibt es noch eine vierte Bedingung.  Die besteht darin, wenn es menschenmöglich ist, die untergrabenen Rechte zurückzugeben. 

Gottes Gnade und Vergebung sind so allumfassend, dass Er damit fortfahren wird, zu vergeben.  Wenn eine Person aufrichtig ist, dann wird Gott ihr vergeben bis zu dem Augenblick, wo das Todesrasseln seine Kehle erreicht.    

Der anerkannte islamische Gelehrte Ibn Kathir sagte: "Sicherlich, wenn sich die Hoffnung auf ein fortgesetztes Leben vermindert, dann kommt der Engel des Todes, um die Seele zu nehmen.  Wenn sie Seele die Kehle erreicht und nach und nach herausgezogen wird, gibt es an diesem Punkt keine anerkannte Reue mehr."[7]

Aufrichtige Reue kennzeichnet den Weg zur Erlösung.  Erlösung wird erreicht durch aufrichtige Anbetung Gottes.  Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allmächtigsten, Vergebenden.[8]



Fußnoten:

[1] Sahieh Muslim

[2] At Tirmidhi

[3] Sahieh Al-Bukhari

[4] Sahieh Muslim

[5] Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim

[6] Sahieh Muslim

[7] Tafsir Ibn Kathir, Kapitel 4, Vers 18.

[8] Mehr Informationen über die Vergebung Gottes findest du in dem Artikeln: "Den Islam annehmen" Teile 1 und 2 (http://www.islamreligion.com/de/articles/3727/den-islam-annehmen-teil-1-von-2/)

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