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Khadija Evans, Ex-Katholik, USA (Teil 2 von 2)

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Beschreibung: Die Amerikanerin Khadija Evans, die mit zahlreichen christlichen Konfessionen, Atheismus und sogar Wicca experimentiert hat, erzählt uns, wie ihre Untersuchungen des Islam nach dem 11.September zuerst sie und dann ihren Ehemann zu ihrer endgültigen spirituellen Heimat geführt haben.  Teil 2.

  • von Khadija Evans
  • Veröffentlicht am 24 Jun 2013
  • Zuletzt verändert am 24 Jun 2013
  • Gedruckt: 51
  • Gesehen: 4697 (Tagesmittelwerte: 2)
  • Bewertung: 5 von 5
  • Bewertet von: 1
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Noch Wochen später fing ich ohne erkennbaren Grund an zu weinen.  Ich fuhr im Bus und musste meinen Kopf zum Fenster wenden und so tun, als blickte ich aus dem Fenster, damit die anderen Fahrgäste die Tränen nicht sahen, die aus meinen Auge rannen.    

Wenn wir in einem Restaurant waren, musste ich meine Serviette benutzen, um meine Tränen zu betupften, die aus meinen Augen quollen, bevor die anderen Gäste sie bemerkten und sich wunderten, was ich für ein Problem habe.  

Ich war damals Christin und ich sorgte mich.  Und ich war am Boden zerstört, ich konnte nicht verstehen, wie eine Religion derartige Gewalt unterstützen konnte, wie die Medien davon sprachen, dass es der Islam tat. Es ergab einfach keinen Sinn.  Da entschloss ich mich, es selbst herauszufinden.   Auf die eine oder die andere Art, ich wollte die Wahrheit wissen. 

Aufgrund meiner teilweisen Blindheit war ich auf Informationen aus dem Internet angewiesen.  Bücher über den Islam in Blindenschrift oder einem Tintendruck, der groß genug für mich zum Lesen war, zu finden, war unmöglich.  Ich war in der Lage, einen Computer zu benutzen, denn ich hatte eine Vergrößerungs-Software installiert, so dass ich die Schriftart auf dem Bildschirm zu einer Größe vergrößern konnte, so dass ich sie lesen konnte. 

Ich suchte und fing an, über den Islam zu lesen.  Ich konsultierte Websites, die die Grundlagen des Islam vermittelten und ich nahm an e-Gruppen von muslimischen Frauen teil, wo ich Fragen stellen konnte und Antworten erhielt, um meine Nachforschungen weiter zu untermauern. 

Ich bin immer skeptisch gewesen.  Es war mir immer schwer gefallen, etwas zu glauben, das ich nicht verstand.  Ich war nie eine gewesen, die etwas einfach glaubte, weil irgendjemand mir sagte, dass es so sei.  Ich musste es auch mit meinem Verstand und mit meinem Herzen wissen.

Während ich den Islam studierte, lernte ich, dass der Gott, den die Muslime anbeteten, derselbe Gott war, wie der der Christen und Juden.  Der Gott Abrahams und Moses.  Ich fand heraus, dass der Islam den Hass auf Nicht-Muslime weder fördert noch duldet, und er duldet auch nicht die Tötung unschuldiger Menschen. 

Als ich den Islam studierte, fand ich die Antworten, die uns die Medien nicht erzählten und mir wurde klar, dass der Islam die wahre Religion ist Alhamdulillah!  Ich las eine Menge überzeugender Beweise, aber die Dinge, die mir bewiesen haben, dass es einen Gott gibt und dass der Islam die wahre Religion ist und dass der Qur´an das Wort Gottes ist, waren die, die im Qur´an selbst stehen.  Die Dinge, die wissenschaftlicher Natur sind.  Dinge, die von Wissenschaftlern erst in den letzten 100 Jahren entdeckt worden sind.  Der Einzige, der diese vor 1400 Jahren gewusst haben konnte, war Gott. 

Beispielsweise war ich auf einer Website, die über einige der wissenschaftlichen Beweise im Qur´an  berichtete.  Einer dieser Verse des Qur´an spricht über den Tod unseres eigenen Sonnensystems.  

Al-Rahman 37-38 “Und wenn der Himmel sich spaltet und so geworden ist wie eine Rose, gleich rotem Leder.  Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide da leugnen? An jenem Tage werden weder Menschen noch Ginn nach ihren Sünden befragt.  Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide da leugnen?”

Da gab es einen Link, der zur NASA Website führte[1].

Als ich auf den Link klickte,  hatte ich keine Vorstellung davon, was mich auf der nächsten Seite erwartete, aber es raubte mir den Atem.  Tränen traten in meine Augen.  Ich wusste – wenn noch irgendwelche Zweifel übrig waren – ich wusste in diesem Augenblick, dass der Islam die wahre Religion Gottes ist.  Mash’Allah!

Die Seite zu dem Link zeigte mir etwas, das aussah wie eine rote Rose.  Es war die “Cat’s Eye Nebula.”  Das war ein explodierender Stern in einer Entfernung von 3000 Lichtjahren.  Er war mit dem Hubble Space Teleskop fotografiert worden.  Wissenschaftler sagen, dass dasselbe Schicksal unser Sonnensystem erwartet.  Für Muslime weist es auf die “Rose Nebula” hin.  Er wurde vor 1400 Jahren im Qur´an beschrieben.  Die Menschen damals konnten unmöglich darüber Bescheid gewusst haben.  Nur Gott konnte es gewusst haben. 

Am 12.September 2002, dem Tag meines Geburtstags, haben Wissenschaftler unter Verwendung des Hubble Space Teleskops einen zweiten Rose Nebula gefunden.  Ein Geschenk Gottes für die ganze Menschheit.  Dieses Mal haben die Wissenschaftler sie mit ihrem richtigen Namen genannt: “The Rose Nebula.”[2]

Nachdem ich sowohl mit meinem Kopf als auch mit meinem Herzen den Islam als wahre Religion akzeptiert hatte, wusste ich, dass ich bereits Muslim war und das einzige, was mir jetzt noch übrig blieb, war meinen Glauben zu verkünden.  

Ich schaute im Internet nach Moscheen in meiner Gemeinde.  Bei einer in der Nachbarstadt rief ich an und erzählte der Person, die antwortete, dass ich zum Islam konvertieren wolle und ich fragte wann ich meine Schahada (Glaubensbekenntnis) aussprechen könne.  Er antwortete, ich solle am Samstag um 4 Uhr am Nachmittag kommen, wenn auch der Imam dort sein würde.  Ich sagte ihm, dass ich überall mit dem Bus hinfahre und ob das auch nicht zu spät werden würde, und ob ich vielleicht eher kommen könnte?  Er sagte, ich solle mir keine Sorgen machen, irgendjemand würde mich nach Hause fahren.  Ich kam wie verabredet an und so wie Gott es vorgeschrieben hat, begann ich mein neues Leben.  Mascha’Allah!

Seitdem ist mir deutlich klar geworden, dass an jenem Tag das großartigste Ereignis in meinem Leben stattgefunden hat.  Ich hatte immer gedacht, dass das wunderbarste, was mir je passiert ist, der Tag gewesen sei, an dem ich meinen Ehemann geheiratet habe.  Aber nun wusste ich, dass es nicht so war.  Der wichtigste Tag meines Lebens war der Tag, an dem ich meine Schahada ausgesprochen und den Islam als die Lebensweise Gottes akzeptiert habe, den Er für mich beabsichtigte.  Es war der Tag, an dem ich anerkannt habe, dass der Islam der Weg der Erlösung ist, der Weg zum Himmel und ich die Wahl getroffen habe, ihn zu praktizieren. 

Ich kann nicht sagen, dass mein Konvertieren zum Islam meinen Ehemann begeistert hat.  Er glaubte, was die Medien über Muslime und die Religion sagten.  Es gefiel ihm nicht, wenn ich mehrere Abende in der Woche zur Masjid [Moschee] fuhr  und ihn allein ließ, so dass er sich langweilte.  Eines Abends nachdem er damit fertig war, sich darüber zu beschweren, dass ich alleine zur Masjid ging, setzte ich mich wenige Fuß von ihm entfernt hin und sagte ruhig zu ihm: „Ich werde niemals von dir verlangen, eine Religion zu praktizieren, an die du nicht glaubst.  Ich liebe dich zu sehr, um zu versuchen dich zu zwingen.  Aber ich möchte, dass du über den Islam lernst, damit du zumindest verstehst, was das ist, das ich glaube.“  Dann stand ich auf und ging ins Schlafzimmer, um mich fertig anzuziehen, um zur Masjid zu gehen.  Ich küsste ihn zum Abschied und ging.    

Als ich nach Hause zurückkehrte, hatte sich sein ganzes Verhalten geändert.  Er war strahlend und fröhlich.  An diesem Abend, bevor er schlafen ging, fing er an, über die wunderbare Religion des Islam zu lernen. 

Mein Ehemann begann, mit mir zur Masjid zu gehen.  Während ich mit den Frauen lernte, sprach er mit einem Mann und stellte ihm Fragen.  Zu Hause las er Dinge im Internet und Bücher, die er in der Masjid ausgeliehen hatte.  Wir diskutierten über die unterschiedlichen Dinge, die er lernte, und wenn ein Reporter im Fernsehen die neuesten Lügen oder Mythen über den Islam erzählte, machte ich ihn darauf aufmerksam und erklärte ihm die Wahrheit. 

Als der Tag kam, an dem er mir einige Aspekte des Islam erklärte, die zu praktizieren sind, in einer “weiß schon alles” Stimme, als wäre es eine Tatsache, etwas, das ich selbst nicht gewusst hatte, bat ich ihn, mir zu erklären: “Woher weißt du das??“  und er antwortete: „Weil es im Qur´an steht!!”  Ich war erstaunt!  Er glaubte! Alhamdulillah!  Er wusste, dass der Islam wahr ist!  MaschaAllah!  Wenn es im Qur´an steht, ist es wahr, was ihn betrifft.  Sechsunddreißig Tage nachdem ich öffentlich meinen Glauben an Gott und Seinen Gesandten, den Propheten Muhammad, Allahs Segen sei auf ihm, bekundet hatte, bekundete mein Ehemann den seinen.  Mascha’Allah! Wir hatten eine islamische Heirat am selben Abend.  Ich weinte, als mein Ehemann seine Schahada aussprach.  Ich wusste, wir würden für die Ewigkeit zusammen bleiben! 

Einen Monat zuvor hatte mich ein Mann in der Moschee gefragt, wie ich die Chancen einschätze, dass mein Ehemann konvertieren würde.  Ich wollte nicht, dass sich dieser Mann sich Hoffnungen macht oder mehr erwartete, als ich liefern konnte, also habe ich unverblümt gesagt: „Null. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand seinen Glauben so drastisch ändern wird, nachdem er 70 Jahre lang etwas anderes geglaubt hat.“  Aber 14 Tage vor seinem 71.Geburtstag nahm er den Islam als Religion und Lebensweise an. Alhamdulillah!

In der muslimischen Gemeinde haben wir eine andere Familie gefunden.  Wir haben die Freundschaft, Liebe und Akzeptanz gefunden, die die christlichen Religionen lehrten die wir zu verschiedenen Zeiten unseres Lebens praktiziert haben, doch haben wir sie nie unter den Mitgliedern der Kirchen, zu denen wir gegangen sind, gefühlt. 

Die meisten der Muslime in unserer Gegend sind Immigranten, aber wir haben keine Intoleranz Amerikanern gegenüber erfahren, seien es Muslime oder nicht.  Wir wurden alle in der Familie des Islam willkommen geheißen, las wir zum ersten mal in die Masjid gekommen waren. Wir haben uns immer willkommen und akzeptiert gefühlt.

Seit wir den Islam angenommen haben, haben wir eine Richtung und einen Sinn für unser Leben gefunden.  Wir haben die Bedeutung unserer Existenz herausgefunden.  Uns ist deutlich klar geworden, dass wir tatsächlich nur kurze Zeit hier verbringen und dass das was danach kommt, weit besser ist als die flüchtigen Freuden die uns diese Welt zu bieten hat. 

Ich habe eine gewisse Sicherheit bezüglich des Lebens nach dem Tod gefunden, die ich nie zuvor gekannt hatte.  Wir haben beide begonnen, die Probleme, die uns zuvor riesig zu sein schienen, als Gelegenheiten zum Wachsen zu sehen.  Wir danken Gott für das, was wir haben, genauso wie für das, was wir nicht haben.  

Heute sind wir Muslime.  Wir sind immer noch betroffen vom 11.9.  Ich weine noch immer, wenn ich an die Ereignisse jenen Tages denke.  Mein Ehemann erinnert sich immer noch an die Menschen, die von den Gebäuden gesprungen sind.  Wir wünschten uns, wir könnten sagen, wir hätten “gehört” dass das WTC angegriffen worden ist.  Aber wir haben gesehen, wie es passierte, und es war das verheerendste, das in unseren Leben geschehen ist.  Aber aus der Tragödie wurde ein Sieg.  Vom Tod kam das Wissen, dass es für uns ein Leben nach dem Tod geben wird.  Und wir werden es gemeinsam verbringen. 



Footnotes:

[1] (http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap991031.html)

[2] (http://www.cnn.com/2002/TECH/space/09/12/hubble.rose/)

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