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Das Schlachten von Nutztieren (teil 1 von 4): Die islamische Methode des Schlachtens

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Beschreibung: Ein Vergleich der modernen Schlachtetechniken und der Methode, die der Islam vorschreibt.  Teil 1: Ein Blick auf die vorgeschriebenen Mittel, die ein Tier islamisch annehmbar zum Essen wandeln und ob es als Grausamkeit den Tieren gegenüber angesehen werden darf. 

  • von M. Abdulsalam (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 13 Jun 2011
  • Zuletzt verändert am 13 Jun 2011
  • Gedruckt: 247
  • Gesehen: 21695 (Tagesmittelwerte: 6)
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Obwohl sie weniger kompliziert und empfindlich sind als die jüdischen Kaschrut oder jüdischen Speisegesetze, stellt der Islam gewisse Regeln und Gesetze für Speisen auf.  Alle Regelungen, die sich mit diesem weltlichen Leben im Islam befassen, basieren auf Anordnungen, die den Nutzen maximieren und Schaden reduzieren, und wenn der Schaden von einer Sache den Nutzen, der daraus gezogen werden könnte, überwiegt, ist sie im Islam allgemein verboten.  Gott sagt:

Sie befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: "In beiden liegt großes Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen...” (Quran 2:219)

Aus diesem Grund hat der Islam bestimmte Riten für das Schlachten von Tieren vorgeschrieben, um an ihrem Fleisch Nutzen zu haben, und diese Vorschriften wurden erlassen, um den Schaden, den sie verursachen können, wenn man sich nicht daran hält, zu vermeiden; bei den meisten geht es um Gesundheit, ebenso wie darum, den Schmerzen, die das Tier empfindet zu erleichtern. 

Die islamische Methode des Schlachtens 

Eine der Hauptbestimmungen für das Erlaubtsein des Fleisches ist, dass es nach den Vorschriften der Religion geschlachtet sein muss.  Verboten ist jedes Tier, das eines natürlichen Todes gestorben ist, erdrosselt, durch einen brutalen Schlag, einen Sturz auf den Kopf, von Hörnern durchbohrt und das, was teilweise von wilden Tieren angefressen wurde.  Damit es zum Verzehr erlaubt ist, muss es dagegen durch einen Schnitt durch den Hals geschlachtet worden sein, der die Luftröhre, die Speiseröhre, die Halsvenen und Halsschlagadern durchtrennt, ohne das Rückenmark zu treffen. 

Diese Methode ist tatsächlich die menschlichste Methode ein Tier zu töten, um von seinem Fleisch Gebrauch zu machen.  Dies ist auch eine Methode, der der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika zustimmte, wie in Sektion 1901 und 1902 (b), Chapter 48, Title 7, wo folgendes geschrieben ist:

Der Kongress findet, dass der Gebrauch humaner Methoden bei der Schlachtung von Nutzvieh vor unnützem Leiden bewahrt; daraus resultieren sicherere und besseres Arbeitsbedingungen für Personen, die an der Schlachtung beteiligt sind; eine Verbesserung von Produkten und Ökonomie des Schlachtens; und es liefert noch anderen Nutzen für die Produzenten, Verarbeiter und Konsumenten, die daraufhinarbeiten, einen geordneten Fluß an Nutzvieh und Nutzviehprodukten dem innerstaatlichen und Fremdhandel zu bieten.  Es ist daher das erklärte Ziel der Vereinigten Staaten, dass das Schlachten von Nutzvieh und der Umgang mit Nutzvieh in Verbindung mit dem Schlachten nur mit humanen Methoden geschehen sollte. 

Keine Schlachtmethode oder kein Umgang mit Nutzvieh in Verbindung mit dem Schlachten darf für das öffentliche Ziel der Vereinigten Staaten angesehen werden, solange sie nicht human ist.  Eine der beiden folgenden Methoden des Schlachtens und des Umgangs werden hiermit als human betrachtet:

(a)  im Fall von Rindern, Kälbern, Pferden, Mulis, Schafen, Schweinen und anderem Nutzvieh, alle Tiere sollen durch einen einzigen Schlag oder Gewehrschuss oder ein elektrisches, chemisches oder anderes Mittel, das schnell und effektiv ist, schmerzunempfindlich gemacht werden, bevor sie gefesselt, hochgezogen, geworfen, ausgenommen oder zerschnitten werden, oder

(b)  durch das Schlachten entsprechend der rituellen Vorschriften des jüdischen oder jeden anderen religiösen Glaubens, der eine Schlachtmethode vorschreibt, bei der das Tier Bewusstlosigkeit durch Anämie des Gehirns erleidet, verursacht durch simultanes und unverzügliches Durchtrennen der Halsschlagadern mit einem scharfen Werkzeug und der Umgang in Verbindung mit einer derartigen Schlachtung.[1]

Wie oben zu sehen ist, sichert diese Schlachtmethode, dass das Tier möglichst wenig Schmerz verspürt und macht gleichzeitig das Fleisch sicher zum Verzehr. Das schnelle Durchtrennen der Blutgefäße des Halses unterbricht die Verbindung des Blutflusses zu den Nerven im Gehirn, die für die Schmerzempflindung verantwortlich sind und deshalb fühlt das Tier keinen Schmerz.  Die Bewegungen und Laute, die das Tier eventuell nach dem Schnitt macht, erfolgen nicht aufgrund der Schmerzen, sondern durch Anspannung und Entspannung der Muskulatur aufgrund des Blutmangels.  Diese Bewegungen sind außerdem wesentlich dafür, dass möglichst viel Blut dem Körper entweicht, was sehr wichtig ist, um das Fleisch zu reinigen, denn verbleibendes Blut ist ein Medium, in dem sich Mikroorganismen vermehren,  außerdem bleibt das Fleisch so länger frisch.  Ebenfalls wesentlich ist, dass die Luftröhre, Speiseröhre und die Halsvenen in Verbindung mit den Halsschlagadern durchtrennt werden, was einen schnellen Blutfluss aus dem System gewährleistet.  Eine Durchtrennung des Rückenmarks hingegen könnte zu einem Herzstillstand führen, der eine Stagnation des Blutes in den Blutgefäßen zur Folge hätte aufgrund des Schadens an den Nervensträngen, die zum Herzen führen. 

Spürt das Tier bei dieser Methode Schmerzen?  

Eine Studie mit dem Titel Attempts to Objectify Pain and Consciousness in Conventional (captive bolt pistol stunning) and Ritual (halal, knife) Methods of Slaughtering Sheep and Calves’(Versuche, Schmerz und Bewusstsein bei konventioneller (Bolzenschuss) und ritueller (halal, Messer) Methode der Schlachtung von Schafen und Kälbern zu objektivieren), durchgeführt von Professor Wilhelm Schulze und seinem Kollegen Hazim der Tierärzlichen Hochschule in Hannover, Deutschland, wurden verschiedene Elektroden an unterschiedlichen Punkten des Schädels aller Tiere implantiert, die die Oberfläche des Gehirns berührten.  Nachdem sich die Tiere mehrere Wochen lang erholt hatten, wurden einige Tiere auf islamische Art geschlachtet, wie zuvor erwähnt durch die Durchtrennung von Luftröhre, Speiseröhre, Halsvenen und Halsschlagadern.  Andere Tiere wurden vor der Schlachtung betäubt.  Während des Experiments berichteten ein Elektroenzephalograph (EEG) und ein Elektrokardiogramm (ECG) über den Zustand des Gehirns und des Herzens aller Tiere im Verlauf der Schlachtung und Betäubung.  Folgende Ergebnisse wurden berichtet:

1.    Die ersten drei Sekunden bei der Schlachtung nach islamischer Art zeigten sich keinerlei Veränderungen auf dem EEG, dies zeigt, dass das Tier keinen Schmerz während oder unmittelbar nach dem Schnitt spürte.  

2.    In den folgenden drei Sekunden berichtete das EEG einen Zustand, der tiefem Schlaf gleicht – Bewusstlosigkeit.  Dies erfolgt wegen der großen Blutmenge, die aus dem Körper strömt. 

3.    Nach den oben erwähnten sechs Sekunden, berichtete das EEG den Nullpunkt, zeigt, dass keinerlei Schmerzgefühl vorhanden ist.  

4.    Als die Gehirnströmung (EEG) auf den Nullpunkt fiel, war das Herz noch am schlagen und der Körper zuckte kräftig (ein Reflex des Rückenmarks), wodurch eine maximale Blutmenge aus dem Körper getrieben wudre, daraus resultiert hygienisches Fleisch für den Konsumenten.



Footnotes:

[1] (http://assembler.law.cornell.edu/uscode/html/uscode07/usc_sec_07_00001901----000-.html)

 

 

Das Schlachten von Nutztieren (teil 2 von 4):  Moderne Schlachttechniken

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Beschreibung: Ein Vergleich der modernen Schlachtetechniken und der Methode, die der Islam vorschreibt.  Teil 2: Ein Blick auf modern Techniken, die zum Schlachten benutzt werden und ob diese die Kriterien erfüllen, menschlich zu sein.  

  • von M. Abdulsalam (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 27 Jun 2011
  • Zuletzt verändert am 27 Jun 2011
  • Gedruckt: 203
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Moderne Betäubungstechniken vor dem Schlachten

Kritiker an der islamischen und ähnlich auch an der jüdischen Prozedur beim Schlachten von Tieren bekämpfen die Tatsache, dass 1902 (a) nicht eingeführt, sondern nur auf freiwilliger Basis dazu aufgerufen wurde, dass Tiere, bevor ihre Kehlen geschnitten werden, betäubt werden sollen.  Dies hatte seine Begründung in der Behauptung, die Betäubung würde das Tier schmerzunempfindlich machen, obwohl die bevorzugte Ansicht ist, dass das Tier in fabrikähnlichen Schlachtgroßbetrieben dadurch leichter zu kontrollieren ist.

Einige moderne Betäubungsmethoden sind Folgende:

Mechanische Methoden:

·        Bolzenschuss Pistole (CBP): Diese Betäubungsmethode wird für sämtliches Vieh und Kaninchen verwendet.  Schwarzpulver (Patrone), Druckluft und Spannung treiben Bolzen durch den Schädel des Tieres.   Diese Art des Betäubens ist gängig für alle Arten von Tieren.  Die Art wird auf englisch ´captive´ (eingesperrt) genannt, weil der Bolzen aus dem Zylinder geschossen wird, aber an der Pistole bleibt. 

·        Erschütterungsbetäubung. Ein mechanisch arbeitendes Instrument schickt einen Stoß auf das Gehirn und erschüttert das Gehirn.  Wird verwendet für Rinder, Schafe, Kälber und Kaninchen.    

·        Freie Geschosse.  Werden für Tiere verwendet, die schwer zu bändigen sind wie Wildschweine, Bisons, Wild, Pferde oder in Notfällen. 

Nach dem Betäuben können die Tiere geschlachtet werden, das schließt ein Einführen einer (Kunststoff oder) Metallrute in den Hohlraum, der von dem Bolzen verursacht wurde, ein, um den unteren Teil des Gehirns zu zerstören und das obere Rückenmark („Rückenmarkzerstörer“, seit 2001 in EU verboten).  Bei allen diesen Methoden wird die Bewusstlosigkeit entweder durch Eindringen in den Schädel verursacht, was eine Schädigung des Gehirns zur Folge hat, oder durch einen erschütternden Schlag auf das Gehirn ohne Eindringen.  Nach der Betäubung wird das Tier gestochen, was die Blutversorgung des Gehirns unterbricht.  Wenn die Tiere betäubt und gestochen wurden, werden sie ausbluten gelassen, was zum Tod führt.  Die Industrie verlangt, dass das Herz nach dem Stechen so lange wie möglich weiter schlägt, um sicherzustellen, dass so viel Blut wie möglich aus dem Fleisch und den Blutgefäßen entweicht.  Dies erhält offensichtlich die Qualität des Fleisches und erhöht seine Haltbarkeit. 

Elektrische Betäubung

·        Betäubung ausschließlich am Kopf: Rinder, Schafe, Ziegen und Stauße werden mit dieser Methode betäubt.  Bei dieser Methode wird eine elektrische Zange an beiden Seiten des Tierkopfes angelegt.  Dann wird elektrischer Stom durch das Gehirn fließen gelassen und dies führt vermutlich zu einem zeitweiligen Verlust des Bewusstseins. 

·        Betäubung durch Herzstillstand: Verwendet für Rinder, Schafe, Schweine, Kaninchen und Ziegen. Ein elektrischer Strom wird sowohl durch den Kopf als auch durch den Körper geleitet, um gleichzeitig das Gehirn und das Herz zu überbrücken oder er wird zuerst durch den Kopf und dann durch die Brust geleitet oder durch den Kopf und den Körper zur gleichen Zeit. 

·        Betäubung im Wasserbad: Dies ist eine weitverbreitete Betäubungsmethode für Hühner, Truthähne, Gänse und Enten.  Bei dieser Methode werden die Vögel mit dem Kopf nach unten an einem Fließband aufgehängt, das sie zum elektrischen Wasserbad transportiert.  Die Köpfe der Vögel werden üblicherweise in dieses Wasser eingetaucht, was einen Elektroschock herbeiführt.  In den vergangenen Jahren wurde die Stärke des elektrischen Stomes erhöht, um sicherzustellen, dass die Vögel an Herzstillstand sterben.    

Vergasung

Vögel können auch betäubt werden, indem CO2 und Argongas verwendet wird, während sie in ihren Verschlägen sind.  Schweine werden ebenfalls mit CO2 vergast. 

Erstechen

Bei dieser Methode wird ein Messer in die Kehle oder in den Nacken des Tieres gestochen, was einen Gehirntod aufgrund des schnellen Blutverlusts im Gehirns verursacht.  

Fühlt das Tier bei dieser Methode Schmerzen?

Studien haben gezeigt, dass die Betäubung des Tieres mit den erwähnten Techniken den Tieren unnötiges Leiden zufügt.  Was die Technik mit der Bolzenschuss Pistole (CBP) angeht, hat eine Studie an der deutschen Universität folgende Ergebnisse bei den betäubten Tieren gezeigt: 

1.    Die Tiere waren offensichtlich bald nach der Betäubung bewusstlos.  

2.    Das EEG zeigte unmittelbar nach der Betäubung starke Schmerzen.

3.    Die Herzen der mit CBP betäubten Tiere hörten früher auf zu schlagen verglichen mit den Tieren, die nach der Halal-Methode geschlachtet wurden, was ein Zurückbleiben einer größeren Menge Blutes im Fleisch zur Folge hat.   Dies wiederum ist für den Konsumenten unhygienisch.

Obwohl die Tiere bewusstlos gemacht worden waren, empfanden sie die starken Schmerzen von der Betäubung, ein Faktor, der bei der islamischen Art und Weise nicht vorkommt.

 

 

Das Schlachten von Nutztieren (teil 3 von 4): Die islamische Regelung bezüglich der Betäubung (1)

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Beschreibung: Ein Vergleich der modernen Schlachtetechniken und der Methode, die der Islam vorschreibt.  Teil 3: Einer der Gründe, aus dem modernste Schlachtmethoden im Islam nicht empfohlen werden, ist der Schmerz, den das Tier verspürt.  

  • von M. Abdulsalam (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 04 Jul 2011
  • Zuletzt verändert am 04 Jul 2011
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Obwohl es kein besonderes Verbot im Islam dafür gibt, das Tier vor dem Schlachten zu betäuben, steht nach bestimmten Studien fest, dass es aus folgenden Gründe immer am besten ist, nicht zu betäuben.

Schmerz

Der Islam ist eine Religion, der seine Anhänger auffordert, der gesamten Schöpfung gegenüber Gnade zu erweisen.  Er verbietet, Tieren unnötigen Schaden zuzufügen.  Sogar beim Schlachten denn der Prophet sagte:  

“Und wenn ihr schlachtet, dann schlachtet auf die vollkommenste Weise.” (Sahieh Muslim)

Er befahl, dass man sein Messer vor dem Schlachten schärfen soll. 

“Schärfe deine Messer, damit ihr es dem zu schlachtenden Tier leicht macht.” (Sahieh Muslim)

Der Gipfel der Gnade und des Mitgefühls mit den Tieren ist, dass er sagte, dass man seine Messer nie in deren Anwesenheit schärfen sollte und kein Tier in der Anwesenheit anderer Tiere schlachten darf.

“Er befahl uns, dass wir unsere Messer schärfen und außerhalb der Sichtweite der Tiere [schlachten].” (Ahmad)

In einem anderen Bericht: 

“Der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, kam an einem Mann vorbei, der sein Messer schärfte, während er seinen Fuß auf der Seite eines Schafes hatte (und es auf dem Boden hielt) und es blickte zu ihm auf.  Der Prophet sagte: ‘Hättest du das nicht vorher tun können?  Du willst es viele Male töten.’”[1] (al-Mundhiri)

Damit es effektiv ist, muss das Betäuben mit der Bolzenschusspistole von gut ausgebildetem Personal durchgeführt und eine besondere Patronenstärke verwendet werden.  Wenn dies nicht der Fall ist oder wenn die Pistole nicht korrekt angesetzt wird, erleidet das Tier die Schmerzen für den falschen Schuss, und dann die Schmerzen für einen erneuten Schuss, oder die angeblichen Schmerzen (obwohl das nicht wahr ist),  bei Bewusstsein erstochen zu werden.  Wenn das Tier ohne Bolzenschuss geschlachtet würde, hätte es keine oder weniger Schmerzen.  In einem Bericht von 1996 sagte das Wissenschaftliche Kommitee der Europäischen Kommission, dass: “bei 5 bis 10% der Rinder der Bolzenschuss nicht korrekt angewendet wird“,  was nach VIVA (Vegetarian International Voice for Animals) 230 000 Rindern in UK allein entspricht.  FAWC (Farm Animal Welfare association) berichtet: “Im Verlauf unserer Besuche in Schlachthäusern, haben wir regelmäßig an Tierschädeln die Seite des Bolzeneinschusses untersucht. Unserer Meinung nach gibt es viel zu viele Fälle, in denen der Einschuss nicht an der empfohlenen Position oder in ihrer Nähe eingetreten ist und ebenfalls Hinweise auf eine beträchtliche Zahl von doppelten Schüssen (d.h. dass offensichtlich der erste Schuss sein eigentliches Ziel verfehlt hatte).”

Dasselbe kann für das Betäuben mit Elektroschock gesagt werden.  Die Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) sagt: “Es gibt immer mehr wissenschaftliche Hinweise darauf, dass einige Tiere, die elektronisch mit der Zange betäubt werden, wieder ihr Bewusstsein erlangen, bevor sie am Blutverlust sterben.”  Die Gründe dafür sind sowohl unwirksamer Strom, der durch das Gehirn des Tieres fließt, als auch dass die Tiere wieder zu Bewusstsein kommen, wenn der Zeitabstand zwischen Betäubung und Erstechen 20 Sekunden überschreitet.  

VIVA erklärt mit dieser Aussage, dass die Betäubung mit dem Stromschlag nur am Kopf zwischen 20 und 40 Sekunden anhält, während der Intervall zwischen dem Betäuben und dem Erstechen beim Schaf immerhin 70 Sekunden dauert.  Dies bedeutet, dass es etwa 5 Millionen Schafe gibt, die wieder zu Bewusstsein kommen, nachdem sie elektrisch betäubt worden sind, bevor sie am Blutverlust sterben. 

Forschungen an der Universität Bristol haben ebenfalls gezeigt, dass Schafe nach einem Elektroschock nicht in der Lage sein mögen, Schmerzen zu empfinden; allerdings erleben sie Perioden vollen Bewusstseins.  Desweiteren gibt es keinen Beweis dafür, dass der Bewusstseinsverlust sofort eintritt und manche Menschen wie der Neurophysiologe Dr. Harold Hilman glauben, dass das Betäuben extrem schmerzhaft ist, er weist darauf hin, dass Elektrokution von Gefangenen in manchen Ländern als Foltermethode eingesetzt wird.  Die Tiere können diese Schmerzen nicht durch Schreien oder Bewegung zum Ausdruck bringen, denn der Elektroschock lähmt sie. 

Unwirksame Betäubungen treten auch beim Betäuben im Wasserbad auf, insbesondere bei Enten und Gänsen, denn sie neigen dazu, ihre Köpfe zu heben, wenn sie in das Wasserbad kommen und ihre Köpfe sind dann nicht völlig ins Wasser eingetaucht.  Ein anderes Problem ist bei dieser Methode, dass, obwohl es das Ziel dieser Methode ist, den Herzstillstand herbeizuführen, “viele Vögel nicht richtig betäubt werden und vor der Schlachtung wieder zu Bewusstsein kommen” laut RSPCA.  Dies ist auch beim Stechen der Fall, denn die Tiere können vor dem Tod wieder zu Bewusstsein kommen. 

Der Schmerz, den jedes Lebewesen durch Erstickung fühlt, so wie es beim Vergasen der Fall ist, ist jedem Menschen klar und braucht hier nicht weiter dargestellt zu werden.  

Was beobachtet werden kann, ist, dass obwohl diese Methoden dazu gedacht sind, die Schmerzen zu reduzieren, sie in Wirklichkeit dazu führen, dass das Tier mehr Schmerzen ertragen muss, sowohl durch die anfängliche Betäubung, als auch durch die folgenden Aktionen, wenn die Betäubung  falsch gemacht wurde.  Dies verursacht dem Tier dann wieder unnötige Schmerzen, was im Islam verboten ist. 



Footnotes:

[1] Das bedeutet, das Schärfen des Messers in Anwesenheit des Tieres ist genauso wie das Töten.  

 

 

Das Schlachten von Nutztieren (teil 4 von 4): Die islamische Regelung bezüglich der Betäubung (2)

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Beschreibung: Ein Vergleich der modernen Schlachttechniken und der Methode, die der Islam vorschreibt.  Teil 4: Zwei weitere Gründe dafür, dass die modernsten Schlachtmethoden im Islam nicht empfohlen werden, sind Dinge, die mit der Gesundheit und mit der Möglichkeit, dass sie das Tier zum Konsumieren unerlaubt machen, zusammenhängen. 

  • von M. Abdulsalam (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 11 Jul 2011
  • Zuletzt verändert am 11 Jul 2011
  • Gedruckt: 223
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Gesundheit

Entfernen des Blutes:

Es ist klar, dass das Entfernen des Blutes vor dem Tod des Tieres für die Reinheit des Fleisches wesentlich ist.  Bei den verschiedenen Betäubungsmethoden kann das Tier nach der Betäubung einen Herzstillstand erleiden, entweder unbeabsichtigt, wie bei der Betäubung, die nur am Kopf gemacht wird, oder beabsichtigt, wie bei dem elektrischen Wasserbad, das verwendet wird, um bei Geflügel einen Herzstillstand herbeizuführen.  Aus den Ergebnissen der Versuche in der Tierärzlichen Hochschule  ging hervor, dass die Herzen von mit der Bolzenschuss-Methode betäubten Tieren eher zu schlagen aufgehört haben, als die der Tiere, die nach der islamischen Methode geschlachtet worden waren, wodurch mehr Blut im Fleisch zurückbleibt.  Das Betäuben verursacht auch eine ‘Salz und Pfeffer’- Hämorrhagie, bei der die kleinen Blutgefäße reißen und Blut in das Gewebe ausläuft.  Alle diese Techniken führen dazu, dass das Blut in den Gefäßen zurückbleibt und das Wachstum von Mikroorganismen begünstigt. 

Kontaminierung des Fleisches

Es wird befürchtet, dass das Betäuben ein Faktor bei der Übertragung des Rinderwahns von Rindern auf den Menschen ist, denn in einer Forschungsstudie an der Texas A&M University und der Kanadischen Food Inspection Agency wurde festgestellt, dass bei einer Methode, die pneumatisches Betäuben genannt wird (welche daraus besteht, ein Metallgeschoss mit einer Pulverisierungskraft von 150 Pfund in das Gehirn der Kuh zu schießen), eine solche Explosionskraft freigesetzt wird, dass sie Gehirngewebe im gesamten Tier verstreute.  Diese Neuigkeit ist beunruhigend, denn das Gehirngewebe und das Rückenmark sind die infektiösesten Teile eines Tieres mit Rinderwahn, die zu fatalen Löchern in Gehirn des infizierten Tieres führen, das dann einem schweizer Käse ähnelt.  Es ist noch beunruhigender zu erfahren, dass 30 – 40 % der amerikanischen Rinder mit dieser Methode betäubt werden. 

Es wurde bei einem Experiment, das von Gregory und Whittington 1992  durchgeführt und im Research in Veterinary Science unter dem Titel Inhalation of Water During Electrical Stunning in Chickens publiziert wurde, herausgefunden, dass “Hühner beim elektrischen Betäuben im Wasserbad Wasser inhalieren können und es tatsächlich auch tun.  Dagegen gibt es im Moment kein Gegenmittel.”  Es wurde ebenfalls bemerkt, dass Vögel während des Betäubens ihren Darm entleeren können und dann können lebende Vögel das durch Kot verunreinigte Wasser inhalieren, was deren Fleisch unhygienisch macht, denn die Flüssigkeiten können aus den Lungen auslaufen und Kontaminierungen hervorrufen. 

Todesangst

Bei vielen dieser Betäubungstechniken sterben die Tiere, bevor sie geschlachtet werden, entweder unabsichtlich wie beim Betäuben mit dem Bolzenschussgerät und dem elektrischen Betäuben am Kopf oder absichtlich wie beim Vergasen.  Dies macht das Fleisch nach den Regeln des Islam für die Konsumierung durch den Menschen unerlaubt, denn es fällt unter die Kategorie des Verendeten.

Schlussfolgerung

Die Regelungen der Religion kommen von einer göttlichen Quelle, dem Schöpfer von allem, das existiert; Einem, Dessen Wissen von Seiner Schöpfung unendlich ist.  Diese Tatsache spricht notwendigerweise dafür, dass alle Dinge, die Gott in der Religion festgelegt hat, dies aufgrund dieses göttlichen Wissens sind, und daher müssen sie in jeder Hinsicht ultimativ sein.  Wenn man die Regelungen, die die Religion des Islam vorschreibt und empfiehlt, wird sich zeigen, dass sie unter allen möglichen Umständen tatsächlich die besten und passendsten sind, und dass sie einen gemeinsamen Nenner haben, einen maximalen Nutzen besitzen und den Schaden reduzieren.  Manche Menschen betrachten die islamische Methode zu Schlachten als Grausamkeit an den Tieren, die Realität zeigt jedoch, dass gerade das Gegenteil der Fall ist.  Diese Beschuldigungen der Grausamkeit an den Tieren sollten sich eher gegen diejenigen richten, die nicht nach der islamischen Art schlachten, sondern lieber Methoden benutzen, die dem Tier Angst und Leid zufügen und auch bei den Konsumenten des Fleisches Schaden verursachen können. 

Quellen:

Is Islamic Slaughtering Cruel to Animals?  Dr. Aisha El-Awady

Is Stunning Animals Really Humane?  Dr. Aisha El-Awady

Going for the Kill. Juliet Gellatley BSc (Zoology)

Sentenced to Death. Rebecca Smith

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