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Bahaismus (teil 1 von 2): Ursprung und Geschichte

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Beschreibung: Ist Bahaismus wahrer Islam?  Teil 1: Der Ursprung und die Geschichte der Baha´is. 

  • von IslamReligion.com
  • Veröffentlicht am 18 Jul 2011
  • Zuletzt verändert am 18 Jul 2011
  • Gedruckt: 123
  • Gesehen: 12033 (Tagesmittelwerte: 4)
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Eine der Gruppen, die mit dem Islam in Verbindung gebracht werden und die Aufmerksamkeit vieler im Westen wegen ihrer ansprechenden wenn auch schwer verständlichen Prinzipien des Friedens und der Einheit der Menschheit auf sich ziehen, ist als Baha´ismus bekannt.  In Wahrheit ist der Baha´ismus eine Sekte, die gemäß dem Islam aufgrund ihrer verschiedenen Lehren, die dem Qur´an und der Sunna widersprechen, nicht zum Islam gehört, wie nach einer Grundanalyse ihrer Lehren deutlich wird. 

Ursprung

Die Bahai – Bewegung entwickelte sich aus einer tausendjährigen Sekte vor ihr, die Babis genannt wurde, auch im Iran, die in einer Zeit der tausendjährigen Erwartungen auftauchte, denn das Jahr 1844 kennzeichnete den 1000. Jahrestag für das Verschwinden des des zwölften Imams, den die Schi´a verehrt.  Daher kann sie als Ausläufer des Imamiyya-Zweiges der Schi´a, dem Großteil der heutigen Schi´asekte und die Staatsreligion des Iran.  Diese Sekte oder dieser Kult wurde von einem Sayyid ‘Ali Muhammad Shirazi (1819-50) gegründet, der als Bab oder “Tor.” Er verdiente diese Bezeichnung, weil seine Anghänger ihn als das „Tor des verborgenen Imams” betrachteten, obwohl sie ihn später als „Tor zu Gott“, dem verborgenen Imam (Führer) selbst ansahen[1], von dem sie erwarteten, dass er dem islamischen Gesetz ein Ende bereiten und einen neuen Kreislauf von Propheten und Traditionen heranbringen würde.   

Shirazi wurde 1845 festgenommen und dann1850 exekutiert wegen der brutalen Revolten, die seine fanatischen Anhänger inszenierten und die Bewegung wurde brutal von der Autorität verfolgt.  Bevor er starb, prophezeihte er, dass bald eine Messiasfigur kommen und genannt würde: “der, den Gott festigen soll”.  Einer der Anhänger Shirazis, der während der Verfolgungen ins Exil gegangen war, war Mirza Husayn ‘Ali Nuri, und 1864 erhob er den Anspruch, der Prophet zu sein, den Shirazi angekündigt hatte.  Die meisten Babis wurden entweder getötet, fingen an, Nuri zu folgen (später als Bahai´s bekannt) oder traten einfach zu anderen Religionen über.  Diejenigen, die Babis blieben, folgten ihrem damaligen Führer, Subh-i Azal, und ihrem heiligen Buch, dem Bayan (Verkündung).  Heute sind vielleicht nur noch ein paar Hundert Azalis übrig, um den Iran herum verstreut.  Es waren die Anhänger von Mirza Husayn ‘Ali Nuri, die später den Bahai´- Glauben entwickelten.

Geschichte

Mirza Husayn Ali Nuri war als junger Mann zu den Lehren der Bab konvertiert.  1852 wurde er während der ersten Welle der Verfolgung gegen die Babis für ihren Plan, den Shah, Nasiruddin Shah, von Iran zu töten, in Tehran ins Gefängnis geworfen.   Nach seiner Entlassung im Januar 1853 ging er nach Baghdad, wo er zum Kopf der Babi – Gemeinschaft dort wurde.  1863 verkündete er selbst, der Messias zu sein, den der Bab angekündigt hatte.  Sein Einfluss war derart, dass die ottomanischen Autoritäten entschieden, ihn von Baghdad nach Istanbul zu verlegen und von dort nach Edirne (in der Türkei).  Diejenigen, die ihm folgten, wurden als Bahai´s bekannt, während die, die ihn zurückwiesen, Babis blieben.  1868 wurden Nuri und zahlreiche Anhänger nach Acre in Palästina ins Exil geschickt, wo er neun Jehre lang in einer Burg in Acre eingesperrt wurde.  Kurz nach seiner Entlassung ging er nach Bahji, in der Nähe von Haifa, im heutigen Israel, wo er bis zu seinem Tod 1892 blieb.

Nach dem Tod des Baha’ullah geriet die Bewegung unter die Führung von seinem ältesten Sohn, ‘Abbas Effendi (1844-1921), der den Titel ‘Abd al-Baha (“Diener des Ruhmes Gottes”) erwarb.  Nach einer Weile im Gefängnis unter den ottomanischen Türken unternahm er drei missionarische Reisen: nach Ägypten (1910), nach Europa (1911) und in die Vereinigten Staaten und nach Europa (1912-1913).  In Vorträgen vor zahlreichen Zuhörern baute er den Bahaismus in diesen Teilen der Welt aus und systematisierte die Lehren seines Vaters.  ‘Abbas Effendi wurde von seinem Enkelsohn Shoghi Effendi (1897-1957) gefolgt, der seine Energien darauf verwendete, die Bahaigemeinschaften in Europa und Nordamerika zu festigen.  Unter seiner Führung wurde die Bahaigemeinschaft mit einem System organisiert, das auf örtlichen und nationalen Versammlungen basierte.  Als er 1957 starb, hinterließ er keine Erben und die Organisation der Bewegung wurde einer Körperschaft in die Hände gelegt, die als Rat der Hände der Sache bekannt ist.  1962 wurde das internationale Haus der Gerechtigkeit mit Haifa als ihr Hauptquartier gegründet.  Diese Körperschaft wird alle fünf Jahre neugewählt.  Heutzutage gibt es Bahaigemeinschaften in den meisten Ländern der Welt.  Es wird geschätzt, dass es weltweit drei bis vier Millionen Bahais gibt. 

Die größte Bahaigemeinschaft ist in Indien mit ungefähr einer Million Mitgliedern.  Im Iran bleiben die Bahais die größte Gruppe der Minderheiten mit etwa 300 000 Anhängern.  

Symbole

Bahais glauben, der größte Name Gottes sei Baha (Ruhm, Pracht).  Der Name wird von Bahais verwendet, wenn sie untereinander sprechen, und er ist oft auf Ringen oder Wandbehängen zu finden.  Ein zweiter Ausdruck, Ya Baha’ul–-Abha (O du die Herrlichkeit des Ruhmreichen) wird in Form von Kalligraphie repräsentiert.  Der Zahl 9 werden wichtige mystische Eigenschaften zugesprochen, und sie wird manchmal als Motiv zur Dekoration verwendet.  Der Ort des Gottesdienstes der Bahai wird auf arabisch mashriq al-adhkar genannt (was bedeutet: “Ort, wo das Aussprechen des Namens Gottes bei der Dämmerung beginnt“).  Der Mashriq ist ein neunseitiges Gebäude, im Einklang mit den mystischen Eigenschaften mit der Zahl ´9´. 



Footnotes:

[1] (http://philtar.ucsm.ac.uk/encyclopedia/islam/shia/babi.html)

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