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Verbreitung des Islam in Westafrika (teil 1 von 3): Das Reich von Ghana

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Beschreibung: Wie sich der Islam in der sub-Sahara Region West Afrikas ausbreitete und die großen Zivilisationen, die sich dort etablierten, indem er ihre Bewohner vom Götzendienst zur Anbetung des Einen Gottes brachte.  Teil 1:Der Islam erreicht Westafrika und die Geschichte des Islamischen Reiches Ghanas. 

  • von Prof. A. Rahman I. Doi
  • Veröffentlicht am 14 Feb 2011
  • Zuletzt verändert am 17 Mar 2011
  • Gedruckt: 196
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Muslimische Geographen und Historiker haben außerordentliche Berichte muslimischer Herrscher und Völker in Afrika geliefert.  Unter ihnen sind Al-Khwarzimi, Ibn Munabbah, Al-Masudi, Al-Bakri, Abul Fida, Yaqut, Ibn Batutah, Ibn Khaldun, Ibn Fadlallah al-’Umari, Mahmud al-Kati, Ibn al Mukhtar und Abd al-Rahman al-Sa’di.  Der Islam erreichte die Region der Savanne im achten Jahrhundert nChr., das Datum, an dem die Geschichtsschreibung Afrikas beginnt.  Der Islam wurde bereits 850 nChr. von der Dya´ogo – Dynastie des Königreichs von Tekrur angenommen.  Sie waren das erste Negervolk, das den Islam angenommen hat.  Handel und Wirtschaft ebneten den Weg für die Einführung neuer Elemente der materiellen Kultur und ermöglichten die intellektuelle Entwicklung, die ganz natürlich auf die Einführung und Verbreitung der Belesenheit folgte.  

Bedeutende arabische Historiker und afrikanische Gelehrte haben über die Geschichte der Reiche von Ghana, Mali, Sonrhay und Kanem Bornu Bericht erstattet.  Sie dokumentieren berühmte Handelsstraßen in Afrika - von Sidschilmasa nach Taghaza, Awdaghast, die zum Reich von Ghana führte und von Sidschilmasa nach Tuat, Gao und Timbikutu.  Al-Bakri beschreibt Ghana bereits im elften Jahrhundert als weit fortgeschrittenes und ökonomisch florierendes Land.  Er diskutiert auch den Einfluß des Islam in Mali im 13. Jahrhundert und beschreibt die Herrschaft von Mansa Musa, dessen Berühmtheit sich im Sudan, Nordafrika und bis nach Europa ausbreitete.

Verbreitung des Islam in Westafrika 

Der Islam erreichte die Savannenregion im achten Jahrhundert nChr., das Datum, an dem die Geschichtsschreibung West Afrikas begann.  Die muslimisch-arabischen Historiker begannen im frühen achten Jahrhundert, über Westafrika zu berichten.  Der berühmte Gelehrte Ibn Munabbah schrieb bereits 738 nChr., gefolgt von Al-Masudi 947 nChr.  Als sich der Islam in der Savannenregion ausbreitete, war es ganz natürlich, dass auch Handelsverbindungen mit Nordafrika aufgebaut wurden.  Handel und Kommerz ebneten den Weg für die Einführung neuer Elemente der materiellen Kultur, und ermöglichten die intellektuelle Entwicklung, die natürlicherweise auf die Einführung und Ausbreitung von Belesenheit folgte, und wofür Teile Sudans in den kommenden Jahrhunderten berühmt werden sollten.  Im Königreich Tekrur, an beiden Seiten des Senegal (Fusses) gelegen, wurde der Islam bereits 850 nChr. Dya’ogo Dynastie angenommen.  Diese Dynastie waren das erste Negervolk, das den Islam angenommen hat.  

Aus diesem Grund beziehen sich muslimisch-arabische Historiker auf Bilad al-Tekrur als ‘Das Land der schwarzen Muslime.’  War-jabi, der Sohn Rabis, war der erste Herrscher von Tekrur, in dessen Regentschaft der Islam in Tekrur fest verankert wurde und in dem das islamische Schari´ahsystem Anwendung fand.  Dies gab dem Volk ein einheitliches muslimisches Recht.  Als die Al- Murabitun der Almoraviden 1042 nChr. ihren Angriff auf Tekrur begannen, hatte der Islam einen tiefen Eindruck auf die Menschen dieses Gebiets hinterlassen.  Al-Idrisi beschrieb das Land Tekrur 1511 als ‘sicher, friedlich und ruhig.’  Die Hauptstadt von Tekrur, auch Tekrur genannt wurde, war zu einem Handelszentum geworden.  Händler pflegten Wolle vom größeren Marokko zu bringen, um sie dort zu verkaufen, und im Gegenzug nahmen sie Gold und Perlen mit. 

Wir besitzen genügend Dokumente über die Geschichte dieser Region, denn es war den arabischen Historikern als Bilad al-Sudan, das Land der Schwarzen, bekannt.  In der Zeit des Mittelalters wuchsen die meisten bis heute noch bekannten Reiche: die Reiche von Ghana, Mali, Songhay und Kanem Bornu.  Bedeutende arabische Historiker haben über den Ruhm dieser Länder geschrieben, von diesen sind Al-Bakri, Al-Masudi, Ibn Batutah und Ibn Khaldun besonders zu erwähnen.  Abgesehen von diesen Gelehrten gab es einheimische Gelehrte, deren Werke uns erhalten geblieben sind.  Zum Beispiel Tarikh al-Sudan, the History of the Sudan, von Al-Sadi und Tarikh al-Fattash von Muhammad al-Kati.

Es gibt berühmte Handelsrouten wie die von Sidschilmasa nach Taghaza, Awdaghast, die zum Reich Ghana führte und eine andere, die von Sidschilmasa nach Tuat, Gao und Timbikutu führte.  Es gab andere, die das derzeitige Nigeria mit Tripoli über Fez mit Bornu und Tunesien mit Nigeria über Ghadames, Ghat und Agades mit dem Land der Hausa verband.  Diese Routen haben alle diese erwähnten Orte zu berühmten Handelszentren gemacht.  Diese Handelszentren wurden ausnahmslos zu islamischen Zentren des Lernens und der Zivilisation.  Neue Ideen kamen durch die besuchenden Händler im Verwaltungsbereich.  Wir sollten kurz die Ausbreitung des Islam in jedem der alten Reiche Westsudans studieren. 

Islam im alten Reich Ghana 

Al-Bakri, der muslimische Geograph, gibt uns einen frühen Bericht vom antikem sonikischen Reich Ghana.  Sein Kitab fi Masalik wal Mamalik (Das Buch der Straßen und Königreiche) beschreibt das Ghana von 1068 als weit fortgeschritten.  Ökonomisch war es ein blühendes Land.  Der König hatte muslimische Übersetzer und die meisten seiner Minister und Schatzmeister waren auch Muslime.  Die muslimischen Minister waren gebildet genug, um die Ereignisse auf arabisch zu berichten und korrespondierten im Namen des Königs mit anderen Herrschern.  „Als Muslime gehörten sie zum größeren Staatswesen der islamischen Welt und dies ermöglichte ihnen, international Beziehungen aufzubauen.“ 

Al-Bakri gab uns folgendes Bild vom Islam im Ghana des elften Jahrhunderts:.  

Die Stadt von Ghana besteht aus zwei Städten, die auf einer Ebene liegen, eine davon wird von Muslimen bewohnt und ist groß, besitzt 12 Moscheen, in einer davon wird das Gemeinschaftsgebet am Freitag abgehalten; jede hat ihren Imam, Muezzin und bezahlte Qur´anrezitatoren.  Die Stadt besitzt eine große Zahl Juristen, Berater und Gelehrter. 

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