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Die Toleranz des Propheten gegenüber anderen Religionen (teil 2 von 2): Religiöse Autonomie und Politik

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Beschreibung: Viele glauben fälschlicherweise, dass der Islam die Anwesenheit anderer Religionen auf der Welt nicht toleriere.  Dieser Artikel diskutiert einige Grundlagen, wie mit Menschen anderen Glaubens umzugehen ist, die der Prophet Muhammad selbst festgelegt hat.  Es werden auch praktische Beispiele aus seinem Leben zitiert.  Teil 2: Mehr Beispiele aus dem Leben des Propheten, die seine Toleranz anderen Religionen gegenüber zeigen. 

  • von M. Abdulsalam (© 2006 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 30 Nov 2009
  • Zuletzt verändert am 21 Oct 2010
  • Gedruckt: 468
  • Gesehen: 17652 (Tagesmittelwerte: 5)
  • Bewertung: 3.7 von 5
  • Bewertet von: 3
  • Emailed: 1
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Es gibt zahlreiche andere Beispiele aus dem Leben des Propheten, zusätzlich zur Sahiefah, die auf praktische Weise die Toleranz, die der Islam anderen Religionen gegenüber zeigt, porträtieren. 

Freiheit religiöser Versammlungen und religiöser Selbstbestimmung 

Durch die Zustimmung zur Konstitution besaßen die Juden die vollständige Freiheit, ihre Religion auszüben.  Die Juden besaßen in Medina zur Zeit des Propheten ihre eigene Schule, mit dem Namen Bait-ul-Midras, wo sie die Thora lasen, beteten und lehrten.   

Der Prophet betonte in vielen Briefen an seine Abgesandten, dass religiöse Institutionen nicht beschädigt werden sollten.  In einem Brief an seinen Abgesandten an die religiösen Führer von Saint Catherine auf Berg Sinai, der den Schutz durch die Muslime erbeten hatte: 

“Dies ist eine Botschaft von Muhammad ibn Abdullah als ein Bündnis mit denjenigen, die das Christentum annehmen, nah und fern, dass wir mit ihnen sind.  Wahrlich, ich, die Helfer und meine Anhänger verteidigen sie, denn Christen sind meine Bürger; und bei Gott!  Ich leiste ihnen Beistand gegen alles, das ihnen missfällt.  Es wird keinen Zwang auf sie geben.  Ihre Richter werden nicht von ihren Posten entfernt, noch ihre Mönche aus den Klöstern.  Keiner wird ein Haus ihrer Religion zerstören, es beschädigen oder etwas von dort in muslimische Häuser bringen.  Sollte irgendjemand etwas davon nehmen, würde er das Bündnis Gottes beschmutzen und Seinem Propheten ungehorsam sein.  Wahrlich, sie sind meine Verbündeten und haben mein Versprechen für ihre Sicherheit, gegen alles, was sie hassen.  Keiner zwingt sie, zu reisen oder verpflichtet sie, zum kämpfen.  Die Muslime werden für sie kämpfen.  Wenn eine weibliche Christin mit einem Muslim verheiratet ist, wird nichts ohne ihre Zustimmung stattfinden.  Sie darf nicht davon abgehalten werden, die Kirche zu besuchen, um dort zu beten.  Ihre Kirchen stehen unter unserem Schutz.  Sie werden weder davon abgehalten, sie zu reparieren, noch wird die Unversehrtheit ihrer Bündnisse angezweifelt.  Keiner von dieser Gemeinschaft (der Muslime) darf das Bündnis brechen bis zum Letzten Tag (dem Ende der Welten).”[1]

Wie man sehen kann, bestand dieses Abkommen aus verschiedenen Klausen, die alle wichtigen Aspekte der Menschenrechte abdeckte, einschließlich solcher Themen wie Schutz von Minderheiten, die unter der islamischen Gesetzgebung leben, Freiheit der Anbetung und der Bewegung, Freiheit, ihre eigenen Richter zu benennen und Eigentum zu besitzen und zu verwalten, Ausschluß vom Militärdienst und das Recht auf Schutz im Kriegsfall.

Bei einer anderen Gelegenheit empfing der Prophet eine Delegation von sechzig Christen aus der Region Najran, später ein Teil des Jemen, in seiner Moschee.  Als die Zeit für ihr Gebet kam, wendeten sie sich nach Osten und beteten.  Der Prophet ordnete an, dass sie in der Moschee gelassen werden sollten und ihnen kein Schaden zugefügt werden durfte. 

Politik  

Es gibt ebenfalls Beispiele aus dem Leben des Propheten, in denen er mit Menschen anderen Glaubens auch auf politischer Ebene kooperierte.  Er wählte einen Nicht-Muslim, Amr ibn Umaiyah ad-Damri aus, um ihn als Botschafter zu Negus zu schicken, dem König von Äthiopien

Dies sind nur ein paar Beispiele für die Toleranz des Propheten anderen Religionen gegenüber.  Der Islam erkennt an, dass es eine Vielzahl von Religionen auf dieser Erde gibt und gibt den einzelnen Menschen das Recht, den Weg auszuwählen, den sie für richtig halten.  Ein Individuum kann nicht gegen seinen Willen und wurde nie gegen seinen Willen zur Religion gezwungen und diese Beispiele aus dem Leben des Propheten, sind eine Zusammenfassung des Qur´anverses, der Toleranz in der Religion befiehlt und eine Richtlinie für die zwischenmenschlichen Beziehungen von Muslimen mit Andersgläubigen darstellt.  Gott sagt: 

“…Es gibt keinen Zwang im Glauben...” (Quran 2:256)



Footnotes:

[1]“Muslim and Non-Muslims, Face-to-Face”, Ahmad Sakr.  Foundation for Islamic Knowledge, Lombard IL.

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