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Die Barmherzigkeit Muhammads gegenüber Nicht-Muslimen (teil 1 von 2)

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Beschreibung: Die Barmherzigkeit des Propheten gegenüber Nicht-Muslimen, selbst jenen, die versucht haben, ihn zu töten und seine Botschaft während seines ganzen Lebens bekämpften.    Teil 1.

  • von M. Abdulsalam (© 2008 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 04 Mar 2018
  • Gedruckt: 578
  • Gesehen: 21933 (Tagesmittelwerte: 6)
  • Bewertung: 3 von 5
  • Bewertet von: 14
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Der Prophet Muhammad - Gottes Lob und Friede seien auf ihm - wurde als “Gnade für alle Welten” angekündigt, wie Gott im Quran sagte:

“Wir sandten dich als Gnade für alle Welten.”

Die Empfänger dieser Gnade waren nicht nur auf die muslimische Gemeinschaft beschränkt, sondern auch Nicht-Muslime, von denen manche alle ihre Anstrengungen darauf konzentrierten, dem Propheten und seiner Botschaft zu schaden.  Diese Gnade und Barmherzigkeit zeigt ganz deutlich die Tatsache, dass der Prophet, möge Gott ihn loben, niemals aus persölichen Gründen Rache an jemandem übte und sogar seinen erbittertesten Feinden ihre Angriffe auf seine eigene Person verzieh.  A´ischa sagte, dass der Prophet nie aus eigenem Antrieb Rache an irgendjemandem übte.  Sie betonte auch, dass er niemals Schlechtes mit Schlechtem vergolt, aber er pflegte, zu vergeben und zu verzeihen.  Dies wird – wenn Gott will – nach einer eingehenden Analyse der folgenden Stationen seines Lebens verdeutlicht werden.

Zu einem früheren Zeitpunkt seiner Mission reiste der Prophet in die Stadt Taif, die sich in den Bergen in der Nähe von Mekka befindet, um die Bewohner zum Islam einzuladen.  Die Führer Taifs behandelten den Propheten allerdings unzivilisiert und grob.  Sie begnügten sich aber nicht nur mit ihrem unverschämten Verhalten ihm gegenüber, sondern wiegelten obendrein auch mehrere Banden in der Stadt gegen ihn auf, die ihn belästigten.  Der Pöbel verfolgte den Propheten schreiend, beschimpfend und mit Steinen nach ihm werfend, bis er gezwungen war, Zuflucht in einem Obstgarten zu suchen.  Offensichtlich hatte der Prophet in Taif sogar noch mehr Hindernisse zu ertragen als in Mekka.  Diese Rohlinge stellten sich auf beiden Straßenseiten auf, bewarfen ihn mit Steinen, bis seine Füße verletzt waren und blutverschmiert waren.  Diese Niedergeschlagenheit bedrückte den Propheten so tief und stieß ihn in einen Zustand von Traurigkeit, so dass er spontan ein Gebet sprach, in dem er seine Hilfslosigkeit und Verzweiflung zum Ausdruck brachte und Gott um Hilfe anflehte:

“O Gott, bei Dir beklage ich meine Schwäche, meinen Mangel an Zuflucht und die Demütigung vor diesen Menschen.  Du bist der Gnädigste, der Herr der Schwachen und mein Meister.  Wem willst Du mich überlassen?  Jemandem fremden, mit einem bösen Willen oder einem Feind, der Macht über mich hat?  Wenn Du mir keinen Wert beimisst, stört mich das nicht, denn Deine überreiche Gunst ist mit mir.  Ich suche Zuflucht im Licht Deiner Zufriedenheit, durch das alles Dunkel sich verstreut und jede Angelegenheit dieser Welt und der Nächsten richtiggestellt wird, damit nicht Dein Ärger oder das Licht Deines Missfallens auf mich herabkommt.  Ich benötige nur Deine Zufriedenheit und Deine Genugtuung, denn nur Du befähigst mich, Gutes zu tun und das Böse zu vermeiden.  Es gibt keine Kraft und keine Macht außer Dir.”

Da sandte der Herr den Engel der Berge, der den Propheten um Erlaubnis bat, die beiden Berge zusammenzuschieben und die Stadt Taif zu zermalmen, die zwischen ihnen liegt.  Aus seiner großartigen Duldsamkeit und Gnade heraus antwortete der Gesandte Gottes:

“Nein!  Denn ich hoffe, dass Gott aus ihren Lenden Menschen hervorbringt, die Gott Allein anbeten werden und Ihm nichts zur Seite stellen.” (Sahih Muslim)

Seine Gnade und sein Mitgefühl waren so großartig, dass ihn Gott Selbst bei mehr als einer Gelegenheit dafür zurechtwies.  Einer des größten Gegner des Islam und ein persönlicher Feind war Abdullah ibn Ubayy, der Führer der Heuchler von Medina.  Nach außen hin behauptete er, Muslim zu sein, und heimlich fügte er den Muslimen und der Mission des Propheten sehr großen Schaden zu.  Obwohl er über diese Dinge Bescheid wusste, betete der Prophet das Totengebet für ihn und bat Gott um Vergebung für ihn.  Der Quran erwähnt diesen Vorfall mit den Worten:

“(O Muhammad,) Und bete nie für einen von ihnen, der stirbt, noch stehe an seinem Grabe; (denn) sie glaubten nicht an Gott und an Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler.”

Abdullah bin Ubayy arbeitete sein ganzes Leben lang gegen Muhammad und den Islam und er ließ keine Möglichkeit unversucht, um seine Mission in Verruf zu bringen und zu bekämpfen.  Er zog seine dreihundert Helfer bei der Schlacht von Uhud zurück und brach damit den Muslimen fast auf einen Streich das Rückgrat.  Er engagierte sich bei Intriegen und feindlichen Machenschaften gegen den Propheten des Islam und die Muslime.  Er war es auch, der versuchte, Schande über den Propheten zu bringen, indem er seine Verbündeten anstiftete, fälschlicherweise A´ischa, die Frau des Propheten, des Ehebruchs zu beschuldigen, um ihn und seine Botschaft in Verruf zu bringen.

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