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Die erste Säule des Islam: Das muslimische Glaubensbekenntnis

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Beschreibung: Eine Einführung zur ersten Säule des Islam: das muslimische Glaubensbekenntnis oder die Schahada, daß niemand der Anbetung würdig ist, außer Gott, und Muhammad der Gesandte Gottes ist und verschiedene Bedeutungen, die sie miteinschließt.

  • von IslamReligion.com
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 31 Mar 2008
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Alle praktizierenden Muslime akzeptieren den Glauben an die ´Sechs Glaubensartikel´, und sie sind verpflichtet, den ´Fünf Säulen´ zu folgen.  Diese sind:

1.    Das Glaubensbekenntnis der Muslime oder Schahada

2.    Das Rituelle Gebet oder Salah

3.    Die verpflichtenden Almosen oder Zakah

4.    Das Fasten oder Saum

5.    Die Pilgerreise oder Hajj

Die erste Säule

Das Glaubensbekenntnis der Muslime

Die Schahada ist das Glaubensbekenntnis der Muslime und die erste der ´Fünf Säulen´ des Islam.  Das Wort Schahada bedeutet auf arabisch ´Bezeugung´.  Die Schahadah soll zwei Dinge bezeugen:

(a)   Nichts ist der Anbetung würdig außer Gott (Allah). 

(b)  Muhammad ist der Gesandte Gottes (Allahs).

Ein Muslim ist einfach jemand, der Zeugnis ablegt und bezeugt, daß “Nichts der Anbetung, Verherrlichung und Verehrung würdig ist außer Gott und Muhammad ist der Gesandte Gottes.”  Durch diese einfachen Erklärung wird man ein Muslim. 

Es muß wenigstens einmal im Leben mit dem vollständigen Verständnis seiner Bedeutung und mit der Bestätigung des Herzens gesagt werden.  Muslime sagen es, wenn sie am Morgen aufstehen und bevor sie am Abend schlafen gehen.  Es wird fünfmal am Tag beim Gebetsruf in jeder Moschee wiederholt.  Jemandem, der die Schahada als seine letzten Worte in diesem Leben spricht, dem ist das Paradies versprochen.

Viele Menschen, die den Islam nicht kennen, haben Bemerkungen über Allah, womit Muslime Gott bezeichnen, mißverstanden.  Allah ist der eigentliche Name für Gott auf arabisch, so wie “Elah”, oder häufig auch “Elohim” der eigentliche Name Gottes auf Aramäisch ist, der im Alten Testament erwähnt wird.  Allah ist ebenfalls Sein persönlicher Name im Islam, genau wie “YHWH” Sein persönlicher Name im Judentum ist.  Eher noch als die hebräische Bedeutung von “YHWH” als “Der, Der ist”, kennzeichnet Allah auf arabisch den Aspekt, daß Er “Die Eine Wahre Gottheit, Der alle Anbetung gebührt” ist.  Arabisch sprechende Juden und Christen benennen das Allerhöchste Wesen ebenfalls Allah. Allah ist der persönliche Name des Einzigen Gottes, der genau die Namen und Eigenschaften besitzt, die Er Seinem letzten Propheten Munhammad –Segen und Heil auf ihm- offenbarte, sowie die Namen und Eigenschaften, die Er den Menschen nicht offenbarte.

(a)   Nichts ist der Anbetung würdig außer Gott (Allah). 

Der erste Teil dieser Bezeugung stellt fest, dass Gott das exklusive Recht besitzt, innerlich und äußerlich angebetet zu werden, mit dem Herzen und den Gliedern.  In der islamischen Lehre kann nicht nur kein anderer als Gott angebetet werden, sondern es kann auch absolut keiner zusammen mit ihm angebetet werden.  Er besitzt keine Partner oder Teilhaber in der Anbetung, Verherrlichung und Verehrung.  Anbetung mit all ihren Bedeutungen und ihrem umfassenden Sinn gebührt Ihm allein.  Gottes Recht, angebetet zu werden, ist die essentielle Bedeutung des Islamischen Glaubensbekenntnisses: Lā ‘ilāha ‘illā llāh.  Man wird Muslim, indem man das Göttliche Recht auf Anbetung bezeugt.  Dies ist der Kern des islamischen Glaubens an Gott, ja aogar des gesamten Islam.  Es wird als zentrale Botschaft aller Propheten und Gesandten betrachtet, die Gott geschickt hat: Abraham, Isaak, Ismael, Moses, die hebräischen Propheten, Jesus und Muhammad -möge Gott seine Erwähnung mehren-. Entsprechend dem heutigen Alten Testament erklärte Moses zum Beispiel:

“Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.” (5. Mose 6:4)

Laut dem heutigen Neuen Testament wiederholte Jesus 1500 Jahre später dieselbe Botschaft, als er sagte:

“Das vornehmste Gebot ist das: ´Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist allein der Herr.” (Markus 12:29)

…und erinnerte Satan:

“Hebe dich weg von mir, Satan, denn es steht geschrieben: ´Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und Ihm allein dienen.´” (Matthäus 4:10)

Schließlich hallte der Ruf Muhammads über 600 Jahre nach Jesus über die Berge von Mekka: ‘Und euer Gott ist ein Einziger Gott.  Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen.’ (Quran 2:163).  Sie alle erklärten deutlich:

“Dient Gott!  Keinen Gott habt ihr außer Ihm! ” (Quran 7:59, 7:73; 11:50, 11:84; 23:32)

Aber durch eine einfache wörtliche Bezeugung allein wird man noch kein vollständiger Muslim.  Um ein vollständger Muslim zu werden, muß man die Anweisungen, die uns Gott durch den Propheten Muhammad angeordnet hat, genau in die Praxis umsetzen.  Dies bringt uns zum zweiten Teil der Bezeugung.

(b)  Muhammad ist der Gesandte Gottes (Allahs).

Muhammad wurde im Jahr 570 nChr. in Mekka in Arabien geboren.  Seine Vorfahren gehen auf Ismael zurück, einen Sohn des Propheten Abrahams. Der zweite Teil der Glaubensbezeugung versichert, daß er nicht nur ein Prophet, sondern auch ein Gesandter Gottes war, also eine höhere Rolle innehatte, wie auch Mose und Jesus vor ihm.  Wie alle Propheten vor ihm, war er ein menschliches Wesen, aber er wurde von Gott dazu auserwählt, Seine Botschaft der ganzen Menschheit zu überbringen, nicht nur einem Stamm oder einem Volk von den vielen.  Für die Muslime brachte Muhammad die letzte und abschließende Offenbarung.  Indem sie Muhammad als “den letzten der Propheten” annehmen, glauben sie, daß seine Prophezeiung alle anderen offenbarten Botschaften bestätigt und vervollständigt, bei Adam angefangen.  Zusätzlich spielte Muhammad während seines gesamten Lebens eine herausragende Rolle als Beispiel für die Gläubigen.  Das Bemühen des Gläubigen, dem Beispiel Muhammads zu folgen, spiegelt den besonderen Nachdruck wieder, den der Islam auf die Ausübung und die Taten legt.

 

 

Die zweite Säule des Islam: Das Gebet

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Beschreibung: Eine Einführung in die zweite Säule des Islam: das rituelle Gebet, seine spirituellen Dimensionen, den Adhan (Gebetsruf) und das Freitagsgebet (Ğumuah).  

  • von IslamReligion.com
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 31 Mar 2008
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Salah ist das tägliche rituelle Gebet, das allen Muslimen als eine der Fünf Säulen des Islams auferlegt ist.  Es wird fünfmal am Tag von allen Muslimen verrichtet.  Salah ist ein fest umrissener Gottesdienst, es unterscheidet sich von dem spontanen Gebet aus einer Eingebung heraus.  Muslime beten oder richtiger dienen Gott fünfmal am Tag.:

·        Zwischen dem ersten Morgenlicht und dem Sonnenaufgang.

·        Wenn die Sonne die Mitte des Himmels überschritten hat.

·        Zwischen Nachmittag und Sonnenuntergang.

·        Zwischen Sonnenuntergang und dem letzten Licht des Tages.

·        Zwischen Dunkelheit und Mitternacht.

Abdullahi Haji-Mohamed kniet beim Gebet, während er am Cleveland Hopkins International Flughafen auf Fahrgäste wartet, 4. Mai 2005. (AP Photo/Der ehrliche Händler, Gus Chan)

Jedes Gebet sollte mindestens fünf Minuten dauern, aber es darf verlängert werden, wie es der Betende möchte.  Muslime können an jedem sauberen Ort beten, allein oder in Gemeinschaft, in einer Moschee oder zuhause, bei der Arbeit oder am Straßenrand, drinnen oder draußen.  Unter besonderen Umständen, wie bei Krankheit, auf der Reise oder im Krieg, gibt es bestimmte Verfügungen, die den Menschen das Beten erleichtern. 

Jeden Tag besondere Zeiten einzuhalten, an denen sie Gott nah sind, erinnert die Muslime daran, wie wichtig der Glaube ist und welche Rolle er in jedem Bereich des Lebens spielt.  Muslime beginnen ihren Tag, indem sie sich reinigen und dann im Gebet vor ihrem Herrn stehen.  Die Gebete bestehen aus Rezitationen aus dem Quran auf arabisch und einer Folge von Bewegungen: Stehen, Beugen, Niederwerfen und Sitzen.  Alle Rezitationen und Bewegungen sind Ausdruck der Unterwerfung, Demut und Huldigung Gottes.  Der verschiedenen Haltungen, die Muslime während ihrer Gebete annehmen, spiegeln ihre absolute Unterwürfigkeit wieder; die Worte erinnern sie an ihre Verpflichtungen Gott gegenüber.  Das Gebet ruft auch den Glauben an den Tag des Gerichts wieder wach und ebenso die Tatsache, dass man vor seinen Schöpfer treten und für sein gesamtes Leben Rechenschaft ablegen muss.  So beginnen Muslime ihren Tag.  Im Tagesverlauf ziehen sich die Muslime immer wieder für wenige Minuten von ihren weltlichen Angelegenheiten zurück und stehen vor Gott.  Dies vergegenwärtigt wieder einmal den wahren Sinn des Lebens. 

Diese Gebete dienen im gesamten Tagesverlauf als ständige Mahnung, die dem Gläubigen dabei hilft, im täglichen Stress der Arbeit, der Familie und den Ablenkungen des Lebens, sich Gottes Anwesenheit bewusst zu machen.  Das Gebet stärkt den Glauben, das Bewußtsein der Abhängigkeit von Gott und trägt in das tägliche Leben die Aussicht auf das Leben, das nach dem Tod kommen wird und auf den Tag des Weltengerichts.  Wenn sie sich zum Beten vorbereiten, richten die Muslime ihre Gesichter nach Mekka, zur heiligen Stadt, in der sich die Kaaba befindet (ein uralter Ort der Gottesanbetung, erbaut von dem Propheten Abraham und seinem Sohn Ismael).  Am Ende des Gebets wird die Schahada (Glaubensbezeugung) rezitiert und der Friedensgruß: “Friede sei mit euch allen und der Segen Gottes” wird zweimal wiederholt.

Obgleich es in bestimmten Situationen auch erlaubt ist, das Salah allein zu verrichten, besitzt das Gemeinschaftsgebet in der Moschee eine besondere Tradition. Die männlichen Muslime werden aufgefordert, bestimmte Salah wie auch die fünf Pflichtgebete mit anderen in der Gemeinschaft zu beten.  Mit ihren Gesichtern zur Kaaba nach Mekka gewandt, stehen die Betenden in parallelen Reihen hinter dem Imam, oder Gebetsführer, der vorgibt, wann sie die erforderlichen Körperhaltungen einnehmen.  In vielen muslimischen Ländern hallt der “Gebetsruf” oder “Adhan” über die Dächer.  Mit Hilfe von einem Megaphon ruft der Muezzin:

Allahu Akbar (Gott ist am größten),

Allahu Akbar (Gott ist am größten),

Allahu Akbar (Gott ist am größten),

Allahu Akbar (Gott ist am größten),

 

Asch-hadu an-laa ilaaha ill-Allah (Ich bezeuge, dass niemand der Anbetung würdig ist, außer Gott).

Asch-hadu an-laa ilaaha ill-Allah (Ich bezeuge, dass niemand der Anbetung würdig ist, außer Gott).

 

Asch-hadu anna Muhammad-ar-Rasuul-ullah (Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Gottes ist).

Asch-hadu anna Muhammad-ar-Rasuul-ullah (Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Gottes ist).

 

Hayya ‘alas-Salah (Kommt zum Gebet!)

Hayya ‘alas-Salah (Kommt zum Gebet!)

 

Hayya ‘alal-Falah (Kommt zum Erfolg!)

Hayya ‘alal-Falah (Kommt zum Erfolg!)

 

Allahu Akbar (Gott ist am größten),

Allahu Akbar (Gott ist am größten),

 

La ilaaha ill-Allah (Niemand ist der Anbetung würdig, außer Gott).

 

 

Beim Nachmittagsgebet gesellen sich einige Schüler der Nuur-ul-Iman Schule zu den Männern der Islamischen Gemeinde von New Jersey, eine Moschee im vorstädtischen. South Brunswick, N.J., Dienstag, der 13. Mai 2003.  Viele muslimische Gemeinden in den Vereinigten Staaten ziehen aus den Innenstädten in die Vororte. (AP Photo/Daniel Hulshizer)

   Freitag ist der Tag eines besonderen gemeinschaftlichen Gottesdienstes in der islamischen Woche.  Die wöchentliche Versammlung zum Freitagsgebet ist ein wichtiger Dienst.  Das Freitagsgebet ist durch die folgenden Merkmale gekennzeichnet.   

Es fällt in dieselbe Zeit wie das Mittagsgebet, das es ersetzt. 

·        Es muss in einer Gemeinschaft mit einem Gebetsführer, einem ´Imam´, gebetet werden.  Es kann nicht allein verrichtet werden.  Die Muslime im Westen versuchen, ihre Arbeitszeiten so zu arrangieren, dass es ihnen möglich ist, am Gebet teilzunehmen. 

·        Anders als der Sabbath, der ein Tag des Ausruhens ist, ist der Freitag ein Tag der Hingabe und des zusätzlichen Gottsdienstes.  Einem Muslim ist es erlaubt, am Freitag normal zu arbeiten, wie an jedem anderen Tag der Woche.  Er kann seine üblichen Tätigkeiten fortsetzen, aber er muss sie für das Freitagsgebet unterbrechen.  Nach dem Gottesdienst kann er seine weltlichen Tätigkeiten wieder aufnehmen.

·        Üblicherweise wird das Freitagsgebet, wenn möglich, in einer Moschee verrichtet.  Manchmal, wenn keine Moschee verfügbar ist, kann es in einem gemieteten Gebäude, in einem Park oder ähnlichem stattfinden.

·        Wenn die Zeit für das Gebet kommt, wird der Adhan gerufen.  Dann steht der Imam mit dem Gesicht zu den Zuhörern und hält seinen Vortrag (auf arabisch: Khutba), ein essentieller Teil der Zeremonie, der unbedingt erforderlich ist.  Während der Imam spricht, hört jeder Anwesende dem Vortrag still bis zum Ende zu.  Die meisten Imame im englischsprachigen Westen halten den Vortrag auf englisch, aber manche halten ihn auf arabisch.  Jene, die ihn auf arabisch halten, halten oft zuvor eine kurze Ansprache in der Lokalsprache, bevor sie die Khutba beginnen. 

·        Es gibt zwei Vorträge, unterbrochen von einem kurzen Hinsetzen des Imams.  Der Vortrag beginnnt mit Worten, die Gott loben und preisen, und mit Bittgebeten um Segen für den Propheten Muhammad, möge Gott ihn loben. 

·        Nach dem Vortrag wird unter der Leitung des Imam gebetet, der die Fatiha und einen anderen Teil des Quran mit lauter Stimme rezitiert.  Wenn dies erfüllt ist, ist das Gebet vollständig. 

Besondere Gemeinschaftsgebete, die einen Vortrag enthalten, werden ebenfalls am frühen Vormittag an den beiden Festtagen verrichtet.  Einer davon ist der erste Tag gleich nach dem Fastenmonat Ramadhan und der andere nach der Pilgerfahrt oder Hağğ. 

Obwohl sie nicht als Pflicht vorgeschrieben sind, werden freiwillige Gebete, insbesondere während der Nacht empfohlen und von frommen Muslimen verrichtet. 

 

 

Die dritte Säule des Islam: Almosen

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Beschreibung: Eine Einführung zur dritten Säule des Islam, dem Pflicht-Almosen oder Zakat, die spirituelle Bedeutung der Zakat und des Almosen, und wie der Islam das Geld allgemein betrachtet.  

  • von IslamReligion.com
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 10 Jun 2018
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Im Islam wird nicht nur empfohlen, Almosen zu geben, es ist die Pflicht eines jeden finanziell stabilen Muslim.  Jenen Almosen zu geben, die einen Anspruch darauf haben, ist Teil des muslimischen Charakters und eine der fünf Säulen der islamischen Lebens-weise.  Zakat wird als Pflicht-Almosen betrachtet; sie ist für alle, die ihr Hab und Gut von Gott erhalten haben, eine Pflicht, damit sie den bedürftigen Mitgliedern der Gemeinschaft damit helfen.  Völlig gefühllos und ohne Gemeinschaftsgeist interessieren sich manche Leute nur dafür, wie sie ihren Reichtum horten und vermehren könne, indem sie ihn mit Zinsen verleihen.  Die islamische Lehre befiehlt genau das Gegenteil dieses eigennützigen Verhaltens.  Der Islam empfiehlt, den Reichtum mit anderen zu teilen und den Leuten dazu zu verhelfen, auf eigenen Beinen zu stehen und produktive Mitglieder der Gesellschaft zu werden. 

Auf arabisch bedeutet Zakat wörtlich “Reinigung”, denn Zakat reinigt das Herz des Menschen von Habsucht.  Die Liebe zum Reichtum ist nur zu natürlich, und es bedarf eines festen Glaubens an Gott, um etwas von seinem Reichtum mit anderen zu teilen.  Zakat muss für verschiedene Kategorien des Eigentums gezahlt werden – Gold, Silber, Geld; Weidetierbestand, landwirtschaftliche Produkte und geschäftliche Waren – und ist zahlbar ein Jahr, nachdem es in den Besitz gelangt ist und das Gesamtvermögen eine festgesetzte Mindestgrenze überschritten hat.  Es wird ein jährlicher Betrag von 2,5 % des Besitzes und Vermögens einer Einzelperson verlangt. (Die Abgabe einer Ernte oder von Weidetieren wird anders bemessen.) 

Ähnlich dem Gebet, das sowohl eine individuelle als auch eine geimeinschaft-liche Verpflichtung darstellt, bringt die Zakat den Gottesdienst und die Dankbar-keit eines Muslim Gott gegenüber zum Ausdruck, indem er Bedürftige unterstützt.  Im Islam ist der wahre Eigentümer aller Dinge nicht der Mensch, sondern Gott.  Die Anhäufung von Reichtum für einen selbst oder damit es das eigene Ansehen vermehrt, wird verdammt.  Reine Anhäufung von Reichtum zählt im Angesicht Gottes überhaupt nichts.  Es ist für den Menschen weder in diesem Leben noch im Jenseits von Nutzen.  Der Islam lehrt den Menschen, dass sie ihren Reichtum mit der Absicht, davon für ihre eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse anderer zu spenden, vermehren sollen. 

“‘Der Mensch’, sagte der Prophet, ‘sagt: Mein Reichtum!  Mein Reichtum!’  Habt ihr keinen Reichtum, außer dem, was ihr an Almosen gebt und so bewahrt ihr ihn, bekleidet euch und zehrt davon, eßt und braucht ihn auf?”

Das gesamte Konzept des Reichtums wird im Islam als ein Geschenk Gottes betrachtet.  Gott, Der diesen Reichtum der Person zur Verfügung gestellt hat, gab ihm einen Teil davon für die Armen, also besitzen die Armen einen Anspruch auf den Reichtum der Person.  Zakat erinnert Muslime daran, dass alles, das sie besitzen, Gott gehört.  Den Leuten wird ihr Reichtum als etwas Anvertrautes von Gott gegeben, und Zakat befreit die Muslime von der Liebe zum Geld.  Das Geld, das als Zakat gegeben wird, ist nichts, das Gott benötigt oder erhält.  Er steht über jeglicher Art von Abhängigkeit.  Gott verspricht in Seiner grenzenlosen Gnade Lohn für jene, die den Bedürftigen helfen, mit der einen Grundvorraussetzung, dass sie Zakat im Namen Gottes spenden; man sollte keinerlei weltlichen Gewinne von den Zakat-Empfängern erwarten oder verlangen, noch sollte man seinen Namen als Wohltäter preisen.  Die Gefühle eines Zakat- Empfängers sollten nicht verletzt werden, indem man ihm das Gefühl vermittelt, minderwertig zu sein oder indem man ihn an die Unterstützung erinnert.

Geld, das als Zakat gegeben worden ist, kann nur für spezielle, besondere Dinge verwendet werden.  Das Islamische Gesetz legt fest, dass Almosen nur dafür benutzt werden darf, um Arme, Waisen und Witwen zu unterstützen, Sklaven und Schuldner zu befreien und um anderen Bedürftigen zu helfen, wie im Quran (9:60) besonders erwähnt wird.  Zakat, das vor mehr als 1400 Jahren eingeführt wurde, funktioniert in der muslimischen Gesellschaft als eine Art Sozialversicherung.

Weder die jüdischen noch die christlichen Schriften loben die Befreiung von Sklaven, indem sie es in den Rang einer gottesdienstlichen Handlung emporheben.  In der Tat ist der Islam die einzige Religion auf der Welt, welche die Gläubigen anweist, Sklaven finanziell zu unterstützen, damit sie ihre Freiheit wiedererlangen können und er erhob die Freilassung eines Sklaven in den Rang der gottesdienst-lichen Handlungen – sofern es getan wird, um Gott zu gefallen. 

Unter den Kalifen war die Sammlung und die Auszahlung von Zakat Aufgabe des Staates.  In der gegenwärtigen muslimischen Welt ist es dem Einzelnen überlassen, mit Ausnahme mancher Länder, in denen der Staat diese Rolle teilweise übernimmt.  Die meisten Muslime im Westen verteilen Zakat über islamische Wohlfahrtsverbände, Moscheen oder sie geben sie direkt den Armen.  Geld wird nicht bei religiösen Veranstaltungen gesammelt oder auf Kollekten-tellern, aber in manchen Moscheen steht eine Sammelbüchse für jene, die Zakat geben wollen.  Von der Zakat abgesehen, wird außerdem empfohlen, privat noch andere Formen des Almosens, möglichst im Verborgenen,  zu geben, mit der Absicht, dies einzig und allein für Gott zu tun. 

Neben Zakat betonen der Quran und die Ahadith (Aussagen und Taten des Propheten Muhammad, möge Gott seine Erwähnung vermehren) Sadaqah, oder freiwillige Almosengaben, die für Bedürftige bestimmt sind.  Der Quran empfiehlt das Speisen der Hungrigen, das Bekleiden der Nackten, das Helfen derer, die Hilfe bedürfen und je mehr man hilft, desto mehr hilft Gott einem; und je mehr man gibt, desto mehr gibt einem Gott.  Man fühlt: Wenn man sich um andere kümmert, kümmert sich Gott um einen.

 

 

Die vierte Säule des Islam: das Fasten im Ramadhan

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Beschreibung: Eine Einleitung über die vierte Säule des Islam: Das Fasten im Ramadhan, seine spirituellen Vorteile und die Bedeutung des Fastens in den Weltreligionen. 

  • von IslamReligion.com
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 01 Aug 2010
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Nicht nur die Muslime fasten.  Es wurde seit Jahrhunderten in Verbindung mit religiösen Zeremonien von Christen, Juden, Konfuzianern, Hindus und Taoisten praktiziert.  Gott erwähnt diese Tatsache im Quran:

“O die ihr glaubt, vorgeschrie-ben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorge-schrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget.” (Quran 2:183)

Manche amerikanischen Eingeborenenvölker fasteten, um Katastrophen abzuwenden oder als Buße für eine Sünde.  Nordamerikanische Eingeborenen-stämme fasteten gemeinsam, um drohendes Unheil abzuwenden.  Die Eingebore-nen Mexikos und die Inkas in Peru hielten Fasten als Buße ab, um ihre Götter zu besänftigen.  Späte Generationen der Alten Welt, wie die Assyrer und Babylonier, fasteten als eine Art von Buße.  Die Juden fasteten jährlich als Buße und Reini-gung am Tag des Sühneopfers oder Yom Kippur.  An diesem Tag ist weder Essen noch Trinken erlaubt.

Frühe Christen verbanden Fasten mit Buße und Reinigung.  Während der ersten zwei Jahrhunderte ihres Bestehens richtete die christliche Kirche das Fasten als freiwillige Vorbereitung auf das Erhalten der Sakramente der Heiligen Kommunion und die Taufe und für die Priesterweihe ein.  Später wurde dieses Fasten zur Pflicht erklärt, während andere Tage nachträglich hinzugefügt wurden.  Im 6.Jahrhundert wurde die Fastenzeit auf 40 Tage ausgedehnt, an denen jeweils nur eine Mahlzeit erlaubt war.  Nach der Reformation wurde das Fasten von den meisten protestantischen Kirchen beibehalten und in manchen Fällen zur Wahl gestellt.  Strengere Protestanten verurteilten nicht nur die kirchlichen Feste, sondern auch ihr traditionelles Fasten.

In der Römisch-Katholischen Kirche kann das Fasten eine teilweise oder auch absolute Enthaltsamkeit vom Essen und Trinken bedeuten.  Die Römisch-Katholi-schen Fastentage sind: Aschermittwoch und Karfreitag.  In den Vereinigten Staaten wird das Fasten meistens von den Anhängern der Episkopalkirche und den Lutheranern unter den Protestanten, von den Orthodoxen und konservativen Juden und von den Römisch-Katholischen verrichtet. 

Das Fasten hat im Westen noch eine andere Form entwickelt: den Hunger-streik, eine Form des Fastens, der in dem modernen Zeitalter zu einer politischen Waffe geworden ist, nachdem er durch Mahatma Ghandi bekannt wurde, den Führer des Freiheitskampfes für Indien, der fastete, um seine Anhänger zu bewegen, seinem Prinzip der Gewaltlosigkeit zu folgen.

Der Islam hat als einzige Religion die äußerlichen und spirituellen Dimensio-nen des Fastens durch die Jahrhunderte hindurch bewahrt.  Selbstsüchtige Motive und Begehren entfremden den Menschen von seinem Schöpfer.  Die widersetz-lichsten menschlichen Gefühle sind Stolz, Habgier, Gefräßigkeit, Lust, Neid und Zorn.  Diese Gefühle sind in ihrer Natur nicht einfach zu kontrollieren, daher muß der Mensch sich sehr anstrengen, um sie zu disziplinieren.  Muslime fasten, um ihre Seelen zu reinigen Es legt den meisten unkontrollierten, wilden menschlichen Emotionen die Zügel an.  Die Menschen haben diesbezüglich zwei Extreme angesteuert.  Einige lassen von diesen Gefühlen ihr Leben lenken, was früher zu Barbarei geführt hat und heutzutage zu dem krassen Materialismus in den modernen Konsumgesellschaften.  Andere versuchten, sich selbst dieser menschlichen Züge zu berauben, was im Gegenzug zum Klosterleben geführt hat.   

Die vierte Säule im Islam, das Fasten im Ramadhan, geschieht einmal in jedem Jahr im neunten Mondmonat, dem Monat Ramadhan, dem neunten Monat im Islamischen Kalender, in dem der Qur'an herabgesandt wurde: 

“Der Monat Ramadhan (ist es), in dem der Quran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist.” (Quran 2:185)

Gott hat in Seiner unendlichen Barmherzigkeit eine Ausnahme für die Kranken, die Reisenden und diejenigen gemacht, die unfähig sind, den Ramadhan zu fasten. 

Das Fasten hilft den Muslimen, sich Selbstkontrolle anzuerziehen, ein besseres Verständnis für die Gaben Gottes zu erlangen und größere Zuneigung für Bedürf-tige zu entwickeln.  Das Fasten im Islam beinhaltet, sich zwischen Dämmerung und Sonnenuntergang aller körperlichen Vergnügen zu enthalten.  Nicht nur Nahrung ist untersagt, sondern auch jegliche sexuelle Aktivität.  Alle Dinge, die als verboten angesehen werden, sind in diesem Monat wegen seiner Heiligkeit umso mehr verboten.  Jederzeit während des Fastens unterdrückt die Person aus liebender Gehorsamkeit zu Gott ihre Leidenschaften und Begehren.  Dieses Pflichtbewußtsein und die Geduld hilft, unseren Glauben zu stärken.  Das Fasten hilft einer Person, Selbstkontrolle zu üben.  Jemand, der sich erlaubter Dinge enthält, wie Essen und Trinken, wird sich seiner Sinne bewußt.  Ein erhöhter Sinn der Spiritualität hilft dabei, schlechte Veranlagungen zu brechen: Lügen, das andere Geschlecht mit Lust anzustarren, schwätzen und Zeit vergeuden.  Für einen Tag lang hungrig und durstig zu bleiben, läßt einen das Leid der 800 Millionen Hungernden in dieser Welt nachempfinden; oder das Leid des einen von zehn Haushalten in den US bespielsweise, die im Hunger leben oder sich an der Grenze dazu befinden.  Wie kann jemand  mit denen fühlen, die aus Hunger sterben, ohne selbst je Hunger verspürt zu haben? Wir sehen ebenfalls, warum Ramadhan auch ein Monat der Almosen und der Geschenke ist. 

Bei Einbruch der Dunkelheit wird das Fasten mit einem leichten Mahl gebrochen, das gewöhnlich als Iftaar bezeichnet wird.  Familien und Freunde teilen ein besonderes Mahl am späten Abend, häufig mit speziellen Gerichten und Süßigkeiten, die nur in dieser Zeit des Jahres serviert werden.  Viele gehen zum Nachtgebet in die Moschee, dem besondere Gebete folgen, die nur im Ramadhan verrichtet werden.  Einige rezitieren den gesamten Quran als einen besonderen Akt der Frömmigkeit und bekannte Rezitationen des Quran sind den ganzen Abend hindurch zu hören.  Die Familien stehen vor Sonnenaufgang auf, um ihr erstes Mahl des Tages einzunehmen, das sie bis zum Sonnenuntergang stärken soll.  Zum Ende des Ramadhan hin gedenken die Muslime der “Nacht der Allmacht”, in der der Quran offenbart wurde.  Der Monat Ramadhan endet mit einem der zwei großen islamischen Feste, dem Fest des Fastenbrechens, dem sogenannten ´Iid al-Fitr.  An diesem Tag feiern die Muslime freudig die Beendung des Monats Ramadhan und verteilen üblicherweise Geschenke an die Kinder.  Muslime sind ebenfalls verpflichtet, den Armen zu helfen und an deren Erleichterung und Freude teilzuhaben, indem sie Zakat-ul-Fitr geben. Dies ist eine besondere Abgabe in Form von Nahrungsmitteln, zu der die Wohlhabenden verpflichtet sind, damit alle die allgemeine Freude dieses Festtages teilen können.

 

 

Die fünfte Säule des Islam: Die Pilgerfahrt (Hajj)

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Beschreibung: Die verschiedenen Riten, die beim Hajj, der fünften der fünf grundlegenden Pflichten der muslimischen Gottesdienste, zu verrichten sind und deren Vorzüge.

  • von IslamReligion.com
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 14 Nov 2010
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Der Hajj (große Pilgerreise nach Mekka) ist die fünfte der grundlegenden muslimischen gottesdienstlichen Handlungen und Einrichtungen, die als die fünf Säulen des Islam bekannt sind.  Die Pilgerreise im Islam wird nicht zu irgendwelchen Schreinen von Heiligen unternommen, zu Klöstern um die Hilfe heiliger Männer zu erbitten oder zu Orten, von denen gesagt wird, dort seien Wunder geschehen, auch wenn wir viele Muslime sehen, die dies tun.  Die Pilger-reise wird zur Kaaba unternommen, die sich in der Heiligen Stadt Mekka in Saudi Arabien befindet; sie ist das ´Haus Gottes´, das heilig ist, seit der Prophet Abraham es zur Anbetung Gottes erbaut hat.  Gott belohnte ihn dafür, als Er das Haus annahm und es ehrte, indem Er es zum Zentrum der Andacht machte, dem alle Muslime ihre Gesichter beim Gebet (Salah) zuwenden.  Die Riten der Pilgerreise werden heute genauso durchgeführt, wie es Abraham und nach ihm der Prophet Muhammad tat -möge Gott sie preisen-.    

Das Pilgern wird als gottesdienstliche Tätigkeit betrachtet, die besondere Anerkennung verdient.  Das Pilgern dient als Buße – die ultimative Vergebung für Sünden, Hingabe und hochgradige Spiritualität.  Einmal im Leben die Pilgerreise nach Mekka, die heiligste Stadt im Islam, anzutreten, ist die Pflicht aller Muslime, die körperlich und finanziell dazu in der Lage sind.  Der Pilgerritus beginnt ein paar Monate nach Ramadhan, am 8.Tag des letzten Monats im Islamischen Jahr, dem Dhul-Hijjah, und endet am 13.Tag.  Mekka ist das Zentrum, dem die Muslime einmal im Jahr zustreben, sich treffen und in sich den Glauben auf-frischen, daß alle Muslime gleich sind und einen Anspruch auf die Liebe und Zuneigung anderer haben, ungeachtet ihrer Rasse oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit.  Wie die Harmonie der Rassen durch den Hajj gefördert wird, wurde vielleicht am besten von Malcolm X über seine historische Pilgerreise eingefangen:

‘Jeder einzelne von den tausenden am Flughafen, bereit nach Jeddah aufzubre-chen, war auf diese Art bekleidet.  Du könntest ein König oder ein Bauer sein und niemand würde es wissen.  Einige mächtige Persönlichkeiten, die mir diskret gezeigt wurden, hatten das gleiche wie ich an.  Einmal angezogen, hatten wir alle begonnen, mit wenigen Unterbrechungen auszurufen: “Labbayka!  (Allahumma) Labbayka!”  (Dir zu Diensten bin ich hierher geeilt, unser Herr!)  In einem Flugzeug mit weißen, schwarzen, braunen, roten und gelben Menschen, blaue Augen und blonde Haare, und mein filziges rotes Haar – alle zusammen, Brüder!  Alle verehren denselben Gott, alle nacheinander, geben sich gegenseitig die gleiche Ehre…

Erst zu dieser Zeit begann ich wieder, den “Weißen Mann” neu einzuschätzen.  Es war, als ich zu spüren begann, daß “Weißer Mann”, wie es gwöhnlich verwendet wird, nur zweitrangig “Hautfarbe” bedeutet; in erster Linie beschreibt es Verhaltensweisen und Taten.  In Amerika bedeutete “Weißer Mann” bestimmte Verhaltensweisen und Handlungen -Schwarzen und allen anderen nicht-weißen Menschen gegenüber-.  In der muslimischen Welt aber hatte ich gesehen, daß Männer mit weißer Hautfarbe wirklich brüderlicher waren, als alle anderen sonst jemals waren.  Dieser Morgen war der Anfang einer radikalen Änderung meiner gesamten Ansichten über “weiße” Männer.

Da waren Zehntausende von Pilgern aus aller Herren Länder.  Sie hatten alle Farben, von blauäugigen  Blonden bis zu tiefschwarzen Afrikanern.  Aber wir alle nahmen an demselben Ritual teil, entfalteten einen einheitlichen Geist und eine Brüderlichkeit, von der ich nach meinen Erfahrungen in Amerika nie geglaubt hätte, daß sie unter Weißen und Nicht-Weißen existieren könnte...  Amerika muß unbedingt den Islam verstehen lernen, denn dies ist die Religion, die das Rassenproblem ihrer Gesellschaft ausgerottet hat.  Während meiner ganzen Reisen durch die muslimische Welt habe ich viele Leute getroffen, mit ihnen gesprochen und sogar gegessen, die in Amerika als weiß angesehen würden – aber die Eigenschaften der “Weißen” waren aus ihren Köpfen durch die Religion des Islam beseitigt.  Ich habe nie zuvor so eine ernsthafte und ehrliche Brüderlichkeit von Menschen aller Farben zusammen gesehen, ungeachtet ihrer Farbe.”

So vereinigt die Pilgerreise die Muslime der Welt zu einer internationalen Bruderschaft.  Mehr als zwei Millionen Menschen vollziehen jedes Jahr den Hajj, und die Riten dienen als vereinigende Kraft im Islam, indem sie Anhänger aus unterschiedlichen Hintergründen im Gottesdienst zusammen bringt.  In manchen muslimischen Gesellschaften wird ein Gläubiger, sobald er einmal die Pilgerreise unternommen hat, als “Hajji” betitelt; dies ist eher ein traditioneller als ein religiöser Brauch.  Schließlich ist der Hajj die Kundgebung vom Glauben an die Einzigkeit Gottes – all die Pilger beten den Einen Gott an und gehorchen Seinen Befehlen.  

An bestimmten Stationen an den Karawanenrouten nach Mekka oder wenn der Pilger an dem Punkt vorbeikommt, der diesen Stationen am nächsten ist, tritt der Pilger in den Zustand der Reinheit ein, der als Ihram bekannt ist.  In diesem Zustand sind bestimmte “normale” Taten des Tages und der Nacht dem Pilger untersagt, wie das Bedecken des Kopfes, Schneiden der Fingernägel und das Tragen normaler Kleidung was Männer betrifft.  Männer legen ihre Kleidung ab und bekleiden sich mit den Tüchern, die für den Zustand des Ihram vorgeschrie-ben sind : zwei ungenähte Stoffbahnen, die um den Körper gewickelt werden.  All dies steigert die Ehrfurcht und Heiligkeit der Pilgerschaft, der Stadt Mekka und des Monats Dhul-Hijjah.  Es gibt 5 Stationen, eine auf den Küstenebenen nord-westlich von Mekka Richtung Ägypten und eine südlich Richtung Jemen, während sich drei nördlich oder östlich Richtung Medina, Irak und an-Najd befinden.  Die einfache Bekleidung signalisiert die Gleichheit der gesamten Menschheit im Angesicht Gottes, und die Abkehr von allen weltlichen Neigungen.  Nachdem er in den Zustand des Ihram eingetreten ist, reist der Pilger nach Mekka und erwartet den Beginn des Hajj.  Am 7.Dhul-Hijjah wird der Pilger an seine Pflichten erinnert und beim Beginn des Rituals, das zwischen dem 8.und12. Tag des Monats stattfindet, besucht der Pilger die heiligen Stätten außerhalb von Mekka – Arafah, Muzdalifah und Minaa – und opfert ein Tier im Gedenken an Abrahams Opfer.  Dann kürzt oder schert der Pilger seine Haare, und danach, nachdem er an drei oder vier aufeinander folgenden Tagen sieben Steine an bestimmte Säulen in Minaa geworfen hat, bewegt er sich zur zentralen Moschee, wo er siebenmal den heiligen Bezirk oder die Kaaba umrundet und ebenfalls siebenmal zwischen den kleinen Hügeln Safa und Marwa hin und her eilt.  Der historische Hintergrund oder die spirituelle Bedeutsamkeit eines jeden Ritus übersteigt den Rahmen dieses einleitenden Artikels.

Abgesehen vom Hajj unternehmen die Muslime während des übrigen Jahres die “kleine Pilgerreise” oder Umrah.  Die Umrah zu verrichten, hebt aber nicht die Verpflichtung, den Hajj zu vollziehen, auf.  Sie ist der großen und verplichtenden Pilgerreise (Hajj) ähnlich, und die Pilger haben die Wahl, Umrah getrennt oder in Verbindung mit dem Hajj zu verrichten.  Wie beim Hajj beginnen die Pilger die Umrah, indem sie in den Zustand des Ihram annehmen.  Sie betreten Mekka und umkreisen siebenmal die Kaaba.  Sie können den Schwarzen Stein berühren, wenn sie Gelegenheit dazu haben, hinter dem Maqam Ibrahim beten, das Heilige Wasser aus der Zamzam-Quelle trinken.  Das siebenmalige Hin-und Hereilen zwischen den Hügeln Safa und Marwa und das Kürzen oder Scheren der Haare vervollstän-digen die Umrah.

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