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Charles Le Gai Eaton, ehemaliger britischer Diplomat (teil 4 von 6)

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Beschreibung: Die Suche nach der Wahrheit eines Philosophen und Schriftstellers im Angesicht eines ständigen inneren Kampfes um die Harmonisierung von Glaube und Tat.  Teil 4: T. S. Eliot und Gai’s erstes Buch.   

  • von Gai Eaton
  • Veröffentlicht am 01 Mar 2010
  • Zuletzt verändert am 01 Mar 2010
  • Gedruckt: 530
  • Gesehen: 8531 (Tagesmittelwerte: 3)
  • Bewertung: 5 von 5
  • Bewertet von: 1
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Als ich die Armee verließ, fing ich an zu schreiben, um meine Gedanken so auf diese Weise zu ordnen und auszudrücken.  Ich schrieb über Vedanta, Taoismus und Zen Buddhismus, aber auch über manche westliche Autoren (einschließlich Leo Myers), die von diesen Doktrinen beeinflusst waren.  Durch einen Zufall traf ich den Dichter T.S.Eliot, der zu jener Zeit der Vorsitzende eines Verlags war, diese Essays wurden unter dem Titel: ‘The Richest Vein’ (“Die reichste Ader”), einem Zitat von Thoreau: ´Mein Instinkt sagt mir, dass mein Kopf ein Organ zum Graben ist, wenn auch manche Geschöpfe dazu ihre Schnauzen und Vorderpfoten benutzen, und mit ihm würde ich mir meinen Weg zwischen diesen Hügeln graben.  Ich denke, die reichste Ader ist hier irgendwo...´  Ich hatte einen neuen Führer durch die Hügel gefunden.  Ich hatte Rene Guenon entdeckt, einen Franzosen, der als Schaikh Abdul Wahed den größten Teil seines Lebens in Kairo verbracht hat. 

Guenon untergrub und dann, mit kompromissloser intellektueller Genauigkeit, zerstörte er alle Annahmen, die vom modernen Menschen, das heißt westlichen oder verwestlichten Menschen, als sicher vorausgesetzt wurden.  Viele andere hatten der Richtung, die die europäische Zivilisation seit der sogenannten ´Renaissance´ eingeschlagen hatte, kritisch gegenüber gestanden, aber keiner hatte es gewagt, so radikal wie er zu sein oder mit derartiger Kraft den Anspruch zu erheben, die Prinzipien und Werte, denen die westliche Kultur ausgeliefert ist, seien der Schuttgipfel der Geschichte.  Sein Thema war die ´ursprüngliche Tradition´ oder Sofia perennis, ausgedrückt – wie er meinte – sowohl in den antiken Mythologien als auch in der metaphysischen Doktrin in der Wurzel der großen Religionen.  Die Sprache dieser Tradition war die Sprache des Symbolismus, und es gab keinen seinesgleichen in der Interpretation dieses Symbolismus.  Er stellte die Vorstellung vom menschlichen Fortschritt auf den Kopf, ersetzte sie durch den Glauben an das, was vor dem modernen Zeitalter fast allgemeingültig war, dass die spirituelle Vorzüglichkeit des Menschen im Laufe der Zeit abnimmt und dass wir uns jetzt im Mittelalter befinden, das dem Ende vorausgeht, ein Zeitalter, in dem alle Möglichkeiten, welche die früheren Kulturen abgelehnt hatten, auf die Welt erbrochen werden; die Menge ersetzt die Qualität und die Dekadenz nähert sich ihrer endgültigen Grenze.  Keiner, der ihn las und verstand, konnte jemals wieder genau derselbe sein. 

Wie andere, deren Aussehen sich verändert hatte, nachdem sie Guenon gelesen hatten, war ich nun ein Fremder in der Welt des zwanzigsten Jahrhunderts.  Seine Logik in seinen Überzeugungen hatten ihn dazu geführt, den Islam, die letzte Offenbarung, so wie sie war anzunehmen die Zusammenassung all dessen, was zuvor war.  Ich war dazu noch nicht bereit, aber ich lernte schon bald, meine Ansichten zu verbergen oder zumindest zu verschleiern.  Keiner kann in ständigem Widerstreit mit seinen Mitmenschen ein glückliches Leben führen, noch kann er mit ihnen einen Disput anfangen, denn er teilt nicht ihre Grundgedanken, ihre unausgesprochenen Annahmen.  Argumente und Diskussionsvoraussetzungen müssen bei allen Beteiligten eine gleiche Grundlage haben.  Wenn keine allgemeine Grundlage existiert, sind Verwirrung und Missverständisse unvermeidbar, wenn nicht sogar Ärger aufkommt.  Die Glaubensgrundlagen der zeitgenössischen Kultur werden nicht weniger leidenschaftlich verteidigt als bedingungsloser religiöser Glaube, wie während des Konflikts um Salman Rushdies Novelle ´Die satanischen Verse´deutlich wurde. 

Gelegentlich vergaß ich meinen Entschluss, mich nicht zu fruchtlosem Argumentieren hinreißen zu lassen.  Vor einigen Jahren war ich zu Gast bei einem Diplomatendinner in Trinidad.  Die junge Frau neben mir sprach mit einem christlichen Priester, einem Engländer, der ihr gegenüber saß.  Ich verfolgte halbherzig ihr Gespräch, als ich sie sagen hörte, dass sie sich nicht sicher sei, ob sie an den menschlichen Fortschritt glaube.  Der Priester antwortete ihr so hart und mit solcher Verachtung, dass ich mich nicht zurückhalten konnte, zu sagen: ´Sie hat eigentlich recht – so etwas wie Fortschritt existiert nicht!´  Da wandte er sich mir zu, sein Gesicht wurde wütend, und er antwortete: ´Wenn ich das denken würde, würde ich noch in genau dieser Nacht Selbstmord begehen.´  Da Selbstmord für Christen genauso eine große Sünde ist wie für Muslime, verstand ich zum ersten Mal das Ausmaß, den Fortschritt beim Glauben an eine ´bessere Zukunft´spielt und stillschweigend hat die Möglichkeit eines Paradieses auf Erden den Glauben an Gott und an das Jenseits verdrängt.  Nach den Schriften des abtrünnigen Priesters Teilhard de Chardin wird das Christentum zu einer Religion des Fortschritts reduziert.  Beraube den modernen westlichen Menschen dieses Glaubens und er ist verloren in einer Wildnis ohne Wegweiser. 

In der Zwischenzeit wurde ‘The Richest Vein’ herausgegeben, ich hatte England verlassen, um nach Jamaica zu reisen, wo ich einen Schulfreund hatte, der für mich irgendeine Arbeit finden würde, das wußte ich.  Auf dem Umschlag des Buches wurde ich als ´ein reifer Denker´ beschrieben.  Das Adjektiv ´reif´ war sonderbar unangemessen: als Mann, als Persönlichkeit war ich kaum der Jugendlichkeit entwachsen und Jamaica war ein idealer Ort, um jugendliche Phantasien auszuleben.  Nur wer einige Erfahrung vom Leben in Westindien in den unmittelbaren Nachkriegsjahren hat, kann die Freuden und die Versuchungen verstehen, die sich jenen bot, die ´Erfahrungen´ und sexuelle Abenteuer suchten.  Wie Myers besaß ich keine Moralvorstellungen, die mich davon hätten zurückhalten können.  Ich war verlegen, als ich anfing, Briefe von Leuten zu erhalten, die mein Buch gelesen hatten und dachten, ich sei ein alter Mann - ´mit einem langen, weißen Bart´ wie einer von ihnen schrieb – voller Weisheit und Mitgefühl.  Ich wünschte mir, ich könnte ihnen diese Illusion so schnell wie möglich nehmen und von der Verantwortung, die sie mir auferlegten, loskommen.  Eines Tages kam ein katholischer Priester auf die Insel, um mit Freunden zu bleiben; er hatte, wie er ihnen erzählte, gerade ein faszinierendes Buch gelesen von jemandem, der sich Gai Eaton nannte.  Er war überrascht zu hören, dass sich der Verfasser tatsächlich in Jamaica aufhielt und fragte, wie er mich treffen könne.  Seine Freunde nahmen ihn auf eine Party mit, von der ihnen gesagt worden war, dass sie mich dort vorfinden könnten.  Er wurde vorgestellt und sah einen verrückten jungen Mann vor sich.  Er blickte mich lange und durchdringend an, dann schüttelte er erstaunt seinen Kopf und sagte ruhig: ´Sie hätten dieses Buch nicht schreiben können!´

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