Entdecke den wahren Jesus (teil 3 von 6): Texte im Vergleich (I)

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Beschreibung: Wie man in das Königreich Gottes gelangt; einige Unterschiede im Evangelium des Markus und dem Evangelium des Matthäus.

  • von I. Damiel
  • Veröffentlicht am 12 Sep 2011
  • Zuletzt verändert am 12 Sep 2011
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Arm Bester

Wenn wir bei Matthäus solche Fälle betrachten, merken wir, dass die Verfasser, die nach Markus kamen, auf folgende Arten wiederholt die Geschichte veränderten:

1)Sie fügten häufig den Titel “Sohn Gottes” für Jesus ein.

2)Sie fügten häufig “Vater” für Gott ein.  

3)Sie übertrieben die Wunder Jesus´.

4)Sie verbargen die Grenzen Jesus´.

5)Sie nannten Jesus “Herr”. 

6)Sie zeigten Menschen, die zu Jesus beteten. 

7)Sie portraitierten Jesus mit mehr Wissen.  

8)Sie verschleierten die Trennung zwischen Jesus und Gott.

Um die Arten der Veränderungen, die auftraten, zu illustrieren, werde ich zeigen, wie sich einzelne Episoden in den Evangelien des Matthäus und des Markus ähneln und doch bemerkenswert unterscheiden.  Die Unterschiede wurden von den Bibelgelehrten bemerkt und als Modifikationen  erläutert, die von Matthäus eingeführt wurden. 

Der größte Befehl (Markus12: 28-35, Matthäus 22:34-40)

Markus 12: 28- 35

Matthäus 22:34-40

28 Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?

29 Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.30 Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.  31 Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.

32 Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,33 und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.

34 Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

34 Als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie (bei ihm) zusammen.  35 Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn:

36 Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?37 Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.38 Das ist das wichtigste und erste Gebot.  39 Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. 40 An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

* Alle Zitate sind von der deutschten Einheitsversion.

Im Markusevangelium befragt ein Schriftgelehrter Jesus über das größte Gebot.  Jesus antwortete, dass das größte Gebot sei, dass Gott einer ist.  Auf Jesus´ Antwort hin, dass das größte Gebot ist, dass Gott der Einzige Herr ist, stimmt ihm dieser Mann zu.  Jesus bemerkt, dass der Mann weise geantwortet hat und sagt ihm, dass er vom Reich Gottes nicht fern sei.  

In Matthäus wird die Liebe zu Gott zum größten Gebot und es wird überhaupt nicht erwähnt, dass Gott Einer ist. 

Der reiche junge Herrscher (Markus 10: 17-19, Matthäus 19: 16-20)

Markus 10: 17-19

Matthäus 19: 16-20

17 Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?

18 Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. 19 Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!

16 Es kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?

17 Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist «der Gute». Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote!

18 Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; 19 ehre Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!    

Wenn du beide zusammen hörst, erkennst du keinen Unterschied und dies ist es, was passiert.  Bald bist du damit fertig, Matthäus, dann Markus und dann Lukas zu lesen.  Man erinnert sich nicht mehr daran, was man in welchem Evangelium gelesen hat.  Der Leser denkt, dass alle drei Evangelien genau dasselbe aussagen.  Wenn wir sie aber dicht nebeneinander studieren, wird uns klar, dass die Verfasser der Evangelien in der Lage gewesen waren, die Informationen zu ihrem Vorteil zu nutzen; um genau das zu lehren, was sie predigen wollten. 

In der obrigen Passage wurde der eröffnende Austausch zwischen dem Mann und Jesus durch Matthäus verändert.  Bei Markus spricht der Mann Jesus mit „guter Meister“ an.  Jesus antwortete mit einer milden Zurechtweisung: “Warum nennst du mich gut?  Niemand ist gut außer Gott, dem Einen.“  Wieder einmal versucht Matthäus, die Passage zu verändern.  Zuerst ändert er die Anfangsfrage des Mannes, indem er das Wort „gut“ vom Adressaten nimmt und zum Objekt des Satzes setzt.

Markus: “Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?”

Matthäus: “Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?”

Schließlich ändert Matthäus aus Verlegenheit über die Tatsache, dass Jesus den Mann dafür gerügt hatte, dass er ihn als gut bezeichnete, den zweiten Satz des Markus und ließ Jesus keine Chance, diese Anrede abzulehnen und um Jesus vor dieser implizierten Anrede zu bewahren.  Mit dieser Tat hat Matthäus seiner Version einen mangelhaften Zusammenhang gegeben, der andeutet, dass Jesus diese Frage nicht verstanden hat. 

Arm Bester

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