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Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 1 von 6): Die Nachtreise

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Beschreibung: Der Anfang der Nachtreise und ein paar Einzelheiten über das frühe Leben des Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm.

  • von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 28 Mar 2011
  • Zuletzt verändert am 02 Aug 2015
  • Gedruckt: 308
  • Gesehen: 21922 (Tagesmittelwerte: 8)
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Einleitung

Die Reise des Propheten und Gesandten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, bei Nacht von der heiligen Moschee in Mekka zu der entferntesten Moschee in Jerusalem war ein Wunder, das Gott ihm gewährt hat.  Es ist der erste Teil einer Nacht der Wunder und des Erstaunens, die in dem Auffahren des Propheten durch die Himmel und in die Gegenwart Gottes ihren Höhepunkt besaß.  

Gepriesen sei Der, Der bei Nacht Seinen Diener von Al-Masjid-al-Haram[1] zu der Masjid-al-Aqsa[2] deren Umgebung Wir gesegnet haben, hinführte, auf daß Wir ihm einige Unserer Zeichen[3] zeigten. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allsehende.” (Quran 17:1)

Dies war eine physikalische Reise und alle Ereignisse die in diesem Zusammenhang berichtet wurden, haben in einer Nacht stattgefunden.  

In dieser Reihe von Artikeln wird das Wort Masjid anstelle der deutschen Übersetzung ´Moschee´ verwendet.  Der Grund dafür ist, dass das Wort Masjid viel mehr bedeutet, als das erkennbare Gebäude, in dem Muslime beten.  Das Wort Masjid kommt von der Wurzel “sa-ja-da”, das bedeutet sich niederwerfen, daher ist eine Masjid ein Ort, wo man sich niederwirft.  Der Prophet Muhammad berichtete uns: „diese Erde wurde für mich zu einer Masjid gemacht.“[4]  Dieses Geschenk Gottes wurde nur der Gemeinschaft von Muhammad zuteil.  

Ein Muslim kann an jedem Ort beten (mit wenigen Ausnahmen), der nicht unrein ist.  Es gibt besondere Gebäude für das Gebet, aber jeder Ort ist eine Masjid, im wahrsten Sinne des Wortes – ein Ort der Niederwerfung.  Die Niederwerfung ist der ehrenvollste Teil des Gebets.  Wenn die Stirn eines Muslim den Boden berührt, ist er oder sie Gott sehr nahe.  Das Gebet stellt eine Verbindung zwischen dem Gläubigen und seinem Herrn her und auf dieser wunderbaren Reise geschah es, dass die fünf täglichen Gebete eingeführt wurden. 

In der Geschichte, die jetzt folgt, wirst du etwas mehr über den Mann erfahren, der Muhammad genannt wurde, und ein wenig besser verstehen, warum ihn die Muslime lieben.  Du wirst ebenfalls entdecken, warum Masjid al-Aqsa in Jerusalem eine der drei heiligen Masjids des Islam ist.  Gott sagt über Jerusalem im Qur´an: deren Umgebung Wir gesegnet haben.  Der Felsendom, Teil des Bezirks der Masjid al-Aqsa, ist das erkennbare Symbol Jerusalems, und er hat einen besonderen Platz im Herzen eines jeden Muslim inne.  Auf dieser Reise, die wir unternehmen wollen, werden wir lernen warum.  Lass uns also zurückreisen in das Arabien des siebten Jahrhunderts, in die Stadt Mekka und den Propheten Muhammad auf seiner Nachtreise und seiner Himmelfahrt begleiten. 

Die Reise beginnt 

Ungefähr zehn Jahre nachdem der Prophet Muhammad die ersten Offenbarungen vom Qur´an erhalten hatte, erlitt er zwei schlimme Verluste.  Einer davon war der Tod seines Onkels Abu Talib, des Mannes, der ihn seit der Zeit als er ein kleines Waisenkind gewesen war, unterstützt und geliebt hatte, und dann nur zwei Monate später starb seine geliebte Frau Khadija.  Dieses Jahr wurde als Jahr des Kummers bekannt.   

In den Jahren, die zu diesen traurigen Ereignissen führten, waren die jungen Muslime, insbesondere der Prophet Muhammad, verfolgt, lächerlich gemacht und misshandelt worden.  Die Stärke und Treue seines Onkels in Verbindung mit der Liebe und dem Mitgefühl, die ihm Khadija entgegen brachte, halfen ihm, stark zu bleiben und mit der Verbreitung seiner Botschaft angesichts der starken Widersacher fortzufahren.  Nun fühlte er sich allein und von seiner Trauer überwältigt. 

Wenn sich jemand wahrhaftig Gott übergeben hat, stellen die Schmerzen und der Kummer des Lebens einen Teil seiner Prüfung im Glauben dar und diese Prüfungen werden immer von Erleichterung gefolgt.  In Kapitel 94 des Qur´an, der Trost genannt, versichert Gott dem Propheten Muhammad, dass mit jeder Schwierigkeit die Erleichterung kommt und Er betont es ein zweites Mal mit Nachdruck - mit jeder Schwierigkeit kommt die Erleichterung.  Nach diesem außerordentlich schweren Jahr erfuhr Muhammad seine Erleichterung in Form eines großen Segens: der Nachtreise und der Himmelfahrt. 

Also, wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung einher wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung (einher).” (Quran 94:4-6)

Obwohl es gefährlich war und er den Angriff durch die Götzendiener von Mekka riskierte, verbrachte der Prophet Muhammad häufig die Nacht im Gebet an der heiligen Masjid in Mekka.  In dieser besonderen Nacht lag er nahe bei der Ka’ba (dem schwarzen Würfel in der Mitte der Masjid) in einem Zustand zwischen Wachsein und Schlaf.  Da kam ein Engel und schnitt seine Brust von der Kehle bis unterhalb des Magens auf.  Der Engel entfernte das Herz des Propheten Muhammad und legte es in ein goldenes Gefäß mit Glauben, das Herz wurde gereinigt, gefüllt und an seinen Platz zurückgebracht.[5]

Dies war nicht das erste Mal, dass ein Engel herabgekommen war und Muhammads Herz herausgenommen hatte.  Als kleines Kind lebte Muhammad in der Wüste Arabiens bei der Familie seiner Amme, so war es der Brauch, denn die Umwelt in der Wüste war viel gesünder und geeigneter für eine gutes Heranwachsen als die Städte.  Als er vier oder fünf Jahre alt war und mit seinen Freunden in der Wildnis spielte, erschien der Engel Gabriel, nahm Muhammads Herz und entfernte davon einen Teil, den “Anteil Satans”.  Der Engel Gabriel wusch das Herz mit Wasser von Zamzam (der Quelle von Mekka, die entsprungen war, um den Durst Ismaels zu stillen) und legte es an seinen Platz zurück.  Die anderen Kinder rannten schreiend davon, sie dachten, Muhammad würde ermordet, aber nach einer Zeit kehrten sie mit Hilfe zurück; er war allein, verängstigt und weiß, aber nur mit einem kleinen Zeichen von dieser Qual.[6]

Die Aufgabe des Propheten Muhammad bestand darin, die gesamte Menschheit zum Dienst an dem Einen, Wahren Gott zu leiten, denn jeder Aspekt seines Lebens bildete einen Teil von Gottes Plan, ihn für seine große Verantwortung vorzubereiten.  Als Kind wurde der Anteil Satans von seinem Herzen entfernt, und als Erwachsener, der dabei war, die muslimischen Gemeinschaft aufzubauen, wurde sein Herz gereinigt und mit reinem Glauben gefüllt.  Da begann der nächste Teil dieser wunderbaren Nacht. 

Dem Propheten Muhammad wurde ein weißes Tier präsentiert, das er als kleiner als ein Pferd aber größer als einen Esel beschrieb, es war als al-Buraq bekannt.  Dieses Tier, sagte er, konnte einen Schritt machen, der so weit war, wie es sehen konnte.  Mit einem Sprung konnte al Buraq unglaubliche Entfernungen zurücklegen.[7]  Der Engel Gabriel wies den Propheten Muhammad an, das Tier zu besteigen und gemeinsam reisten sie über 1200 km zur entferntesten Masjid – Masjid al-Aqsa.

Prophet Muhammad befand sich auf dem Rücken des al-Buraq, als seine Schritte den Horizont erreichten, und die Sterne leuchteten am Nachthimmel über den Wüsten Arabiens und darüber hinaus.  Er muss den Wind im Gesicht gespürt haben und sich seines neu befüllten Herzens, das in seiner Brust pochte, bewusst gewesen sein.  Stell dir mal vor, welche Zeichen und Wunder Gottes der Prophet Muhammad auf jener wunderbaren Reise in der Nacht gesehen haben muss!



Footnotes:

[1] Die heilige Moschee im Heiligtum Mekkas.

[2] Die entfernteste Moschee in Jerusalem

[3] Ayaat, das Wort hat im arabischen zahlreiche Bedeutungen: Beweise, Zeichen, Verse und Lektionen.

[4] Sahieh Al-Bukhari

[5] Ibid.

[6] Sahieh Muslim

[7] Sahieh Al-Bukhari

 

 

Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 2 von 6): Masjid Al-Aqsa

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Beschreibung: Der Prophet Muhammad erreicht die Masjid al-Aqsa und trifft einige der früheren Propheten Gottes. 

  • von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 04 Apr 2011
  • Zuletzt verändert am 04 Apr 2011
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Es war eine schwierige Zeit im Leben des Propheten Muhammad und diese Reise war eine große Ehre für  ihn.  Die Verkündung der Botschaft trat in eine neue Phase ein und die Gründung der muslimischen Nation sollte beginnen.  Der Prophet Muhammad fühlte sich überwältigt und allein.  Die große Mehrheit der Mekkaner hatten abgelehnt, seinem Ruf zu folgen oder seine Botschaft zu akzeptieren.  Sowohl sein geliebter Onkel als auch seine gehegte Frau waren gestorben und dieses Geschenk Gottes bot ihm Unterstützung und öffnete seine Augen für die Zeichen und Wunder des Universums.  Nachdem er die enorme Distanz nach Jerusalem auf dem Rücken des al-Buraq zurückgelegt hatte, erreichte der Prophet Muhammad die Gegend, die als Masjid al-Aqsa bekannt ist.  Er stieg ab und band al-Buraq an einem Ring am Tor fest.

Ein weiteres Wunder geschieht

Der Prophet Muhammad ging in die Masjid – den Ort der Niederwerfung – um eine Gruppe früherer Propheten zu treffen; da kam ihm die große Ehre zu, sie im Gebet zu führen.  Gott belohnte Seinen Gesandten und gab ihm zu verstehen, dass auch die Propheten vor ihm durch schwere Zeiten gegangen waren, als sie ihren Völkern predigten.  Sie standen hinter dem Propheten Muhammad und erkannten ihn als ihren Führer an.  Dies war ein weiteres Zeichen seiner Wichtigkeit und Außergewöhnlichkeit, ebenso wie der Art seiner Botschaft. 

Vor der Ankunft des Propheten Muhammad haben alle Propheten ihre Botschaft der Hingabe zu dem Einen Gott ihrem eigenen Volk überbracht; Muhammad aber war für die gesamte Menschheit gesandt worden.  Gott bezeichnet ihn als eine Gnade.  Gott sagt im Qur´an: 

´Er hört für euch nur auf das Gute: Er glaubt an Allah und vertraut den Gläubigen und erweist denen unter euch Barmherzigkeit, die gläubig sind.´” (Quran 9:61)

Die Botschaft war international und diese Mitteilung , die weltweit verbreitet wurde, war der Islam.  Die Propheten Gottes standen hinter dem neuesten und letzten Gesandten Gottes und unterstützten ihn, als sein Bedarf am größten war.  Der Prophet Muhammad erwähnt in seinen Aussagen, dass alle Propheten Brüder sind.[1]  Diese Gemeinschaft, die hinter dem Propheten Muhammad stand, war ein Zeichen dieser tatsächlichen und immerwährenden Bruderschaft.  

Die Bedeutung von Al-Aqsa

Die Tatsache, dass dieses außergewöhnliche Ereignis in Jerusalem stattfand, ist auch bedeutungsvoll.  Dies ist das Land der Propheten Gottes; das Land von Abraham, Isaak, Moses und Jesus.  Gott flocht eine Verbindung zwischen dem heiligen Haus in Mekka und Masjid Al-Aqsa in Jerusalem.  Gott verband auch die sogenannte Wiege der Religion, das heilige Land rund um Jerusalem, mit dem Land Arabien, dem Geburtsort der Religion, die Gott für die gesamte Menschheit geschaffen hat – Islam. 

Gott hat Al-Aqsa zu einer der drei heiligen Masjids des Islam bestimmt. Die heilige Masjid in Mekka, die Masjid des Propheten Muhammad, die in Medina erbaut werden würde und diese Masjid in dieser gesegneten Nachbarschaft von Jerusalem.  Nur zu einer dieser drei Masjids können die Muslime zum Gottesdienst reisen.[2]  Ein Gebet in der Masjid Al-Aqsa ist soviel wert wie 250 Gebete anderswo, außer in der Masjid des Propheten, wo ein Gebet soviel wert ist wie 1.000 Gebete anderswo und der heiligen Masjid in Mekka, wo ein Gebet soviel belohnt wird wie 100.000 Gebete.[3]  Gott betont die Bedeutsamkeit und Heiligkeit der Masjid Al-Aqsa und aus diesem Grund spielt sie im Leben eines Muslim eine besondere Rolle.  Deshalb wird sie so eifrig bewahrt und geschützt.

Al-Aqsa war die erste Qiblah (die Richtung, in die sich Muslime zum Gebet wenden) des Islam, aber diese Richtung wurde später geändert zur heiligen Masjid in Mekka.  Das exakte Datum dieser Änderung festzulegen ist schwierig, aber aus den Beweisen können wir entdecken, wann es schätzungsweise gewesen ist, denn die Mission des Propheten Muhammad war in zwei Perioden unterteilt.  Die mekkanische Zeit zeichnete sich dadurch aus, dass er die Menschen zur Religion des Islam rief, und die Zeit in Medina durch die Errichtung des muslimischen Staates.  Der Prophet und die Mehrzahl seiner Anhänger wanderten im 14.Jahr seines Prophetentums in die Stadt Medina aus.  

Die Nachtreise und Himmelfahrt fanden in der späten Zeit in Mekka statt, während die Qiblah etwa 15 Monate nach der Auswanderung des Propheten nach Medina geändert wurde.  Daran erkennen wir, dass die Muslime annährend drei Jahre lang nach Al-Aqsa beteten, bevor Gott die Richtung nach Mekka änderte.  Dies verminderte aber keinesfalls die Wichtigkeit Jerusalems oder der Masjid Al-Aqsa, es repräsentierte lediglich einen weiteren Schritt in der Errichtung der Botschaft für die gesamte Menschheit.  Die heilige Masjid in Mekka wurde als zentraler Punkt im Islam verankert. 

Die Reise und das Wunder geht weiter 

Noch in dem heiligen Bereich der Masjid Al-Aqsa bracht der Engel Gabriel dem Propheten Muhammad zwei Becher.  Einer war mit Milch gefüllt, der andere mit Wein, und er bot beide dem Propheten an.  Der Prophet wählte aus und trank die Milch.  Der Engel Gabriel sagte da zu ihm: “Gott sei dank, Der dich zur Fitrah geleitet hat; wenn du den Wein genommen hättest, wären deine Anhänger irregegangen”.[4]  Es ist schwierig, das arabische Wort Fitrah auf deutsch zu übersetzen; es bezeichnet den natürlichen und reinen Zustand, in dem jemand geboren wird, ein angeborenes Gefühl, das einen dazu anleitet, das „Richtige“ zu tun.  Der Prophet Muhammad wählte instinktiv das Richtige vor dem Falschen aus, das Gute vor dem Bösen und den Geraden Weg vor dem krummen Weg zur Hölle. 

Es war von der heiligen Stadt Jerusalem aus, aus dem heiligen Bezirk der Masjid Al-Aqsa[5], dass der Prophet Muhammad das nächste Stadium seiner wunderbaren Nachtreise antrat.  Der Prophet Muhammad stieg von einem Felsen zum untersten Himmel auf.  Dieser Felsen befindet sich im Felsendom, dem bekanntesten Symbol Jerusalems.  Er sollte nicht mit dem eigentlichen Masjid – Bauwerk verwechselt werden, das sich auf der anderen Seite des Al-Aqsa Bezirks befindet.  Der gesamte Bezirk ist die Masjid, aber dort existieren viele verschiedene Gebäude.  Es ist wichtig, daran zu denken, dass der Felsendom obwohl er sich innerhalb des Bezirks der Masjid befindet, nicht die Masjid Al-Aqsa ist und nicht der Platz der Niederwerfung, wo der Prophet Muhammad die früheren Propheten im Gebet angeführt hat.  Vom Felsen aus, der nun mit der bekannten goldenen Kuppel überdacht ist, stieg der Prophet Muhammad in der Gesellschaft von Engel Gabriel in den untersten Himmel auf. 



Footnotes:

[1] Sahieh Al-Bukhari

[2] Sahieh Al-Bukhari und Muslim

[3] Sahieh al-Hakim

[4] Sahieh Bukhari

[5] Der Bezirk ist auch als der “Tempelberg” im Westen bekannt, nach dem Tempel, den Salomo dort erbaut hatte.  

 

 

Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 3 von 6): Die Himmelfahrt 

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Beschreibung: Die Reise des Propheten Muhammad durch die Himmel.  

  • von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 11 Apr 2011
  • Zuletzt verändert am 11 Apr 2011
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Die Nachtreise und die Himmelfahrt war ein großer Segen, der Muhammad, dem Propheten Gottes, gewährt worden ist.  Es war eine Reise, die bei der heiligen Masjid in Mekka begann, dann über Land zur Masjid al-Aqsa in Jerusalem ging und schließlich führte sie weiter durch die sieben Himmel in die Gegenwart Gottes, des Allmächtigen.   Wenn wir mit dem Propheten Muhammad durch die sieben Himmel reisen, ist es wichtig, zu bedenken, dass die Orte, die er besuchte, nicht Teile des Paradieses waren. 

In englischer (oder deutscher) Sprache verwenden wir das Wort Himmel, als die spirituelle Ebene ewiger Freude, die Belohnung für ein rechtschaffenes Leben und das Gegenteil von Hölle, dem Ort ewiger Strafe.  Allerdings war das nicht immer so; das Wort heaven kommt vom altenglischen Wort heofon,[1] das verwendet wurde, um den Himmel zu bezeichnen, das, was über der Erde ist, wo sich die Himmelskörper befinden.  Dann hat es seine ursprüngliche Bedeutung verloren und meinte eher das Paradies.  Im Arabischen wurden seit jeher zwei unterschiedliche Worte verwendet: Sama und Ğannah.  Das Wort Sama wird für den Himmel über uns verwendet und er ist Teil der diesseitigen Welt, die am Tag des Gerichts zerstört werden wird.  Das Wort Ğannah bezeichnet das Paradies, das Land ewiger Wonne, die dauerhafte Wohnstatt der rechtschaffenen Gläubigen und das Gegenteil zur Hölle.  

So vollendete Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen, und jedem Himmel wies Er seine Aufgabe zu. Und Wir schmückten den untersten Himmel mit Leuchten (, welche auch) zum Schutz (dienen) Das ist die Schöpfung des Erhabenen, des Allwissenden.(Quran 41:12)

Ihr Herr verheißt ihnen Seine Barmherzigkeit und Sein Wohlgefallen und Gärten (Ğannah), in deren ewiger Wonne sie sein werden.  Dort werden sie auf ewig und immerdar verweilen. Wahrlich, bei Allah ist ein riesiger Lohn. (Quran 9:21-22)

Die Wunder Gottes 

Der Prophet Muhammad stieg in die Himmel hinauf, vom Felsen aus, der nun in dem berühmten goldenen Dom beheimatet ist, der zu einem Symbol Jerusalems geworden ist.  Dies ist eine Reise, die nie ein anderer Mensch je gemacht hat oder machen wird.  Sie zeigt die Fähigkeit Gottes, das scheinbar Unmögliche geschehen zu lassen.  Die Konzepte von Zeit und Raum, wie wir sie kennen, kommen hier nicht zur Geltung und es liegt außerhalb unseres menschlichen Fassungsvermögens, die wahre Allmächtigkeit Gottes zu verstehen.  In seinen Aussagen und Überlieferungen beschrieb der Prophet Muhammad die Größe der Himmel; der erste Himmel ist im Vergleich mit dem Zweiten so klein wie ein Ring in der Wüste, und er fuhr fort bis er den sechsten Himmel so klein wie einen Ring in der Wüste verglichen mit dem Siebten beschrieb.  Die Großartigkeit hiervon ist unvorstellbar.  Unsere Erde und das, was wir als Universum bezeichnen, ist im ersten Himmel enthalten.  Selbst mit den wissenschaftlichen Kenntnissen des 21sten Jahrhunderts haben wir keine Vorstellung davon, wie groß es ist, wie weit sich das Universum ausdehnt oder welche Wunder es enthält. 

Der Prophet Muhammad reiste mit dem Engel Gabriel zu den Höhen des Himmels.  Gemeinsam gelangten sie zum Tor des ersten Himmels, wo Gabriel um Einlass bat.  Die Torwächter fragten: „Wer ist da?” worauf Gabriel antwortete: “Ich bin es, Gabriel.”  Dann fragten die Torwächter, wer ihn begleitete; als sie ihnen sagten, es sei Muhammad, fragten sie, ob ihm die Mission erteilt worden sei, die Menschheit zur Anbetung des Einen Gottes anzuleiten.  Der Engel Gabriel bestätigte das, da hießen die Engel den Propheten Muhammad willkommen, nannten seine Ankunft eine Freude und öffneten das Tor. 

Begrüßung der Propheten  

Der Prophet Muhammad berichtete uns, dass er seinen Vater Adam gesehen hat, den Vater der gesamten Menschheit.  Er begrüßte ihn mit dem Gruß aller Muslime: Assalamu alaikum (Friede sei mit dir).  Adam erwiederte den Gruß und verlieh seinem Glauben an Muhammads Prophetentum Ausdruck.  Er bezeichnete ihn als seinen reinen Sohn, den reinen Propheten.  Stell dir die Freude einmal vor, welche dieses Treffen in den beiden Männern hervorgerufen haben muss.  Nach tausenden von Jahren war Adam in der Lage, seinen Sohn Muhammad zu sehen, den großartigsten seiner Nachkommen.  Muhammad war ebenfalls in der Lage, dem Vater der Menschheit in die Augen zu sehen.  Aber das war nur der Anfang der Wunder.  Der Engel Gabriel und der Prophet Muhammad stiegen zum zweiten Himmel hinauf.

Am Tor bat der Engel Gabriel wieder um Erlaubnis eintreten zu dürfen.  Als die Torwächter erfuhren, dass dem Propheten Muhammad seine Mission übertragen worden war und dass er versuchte, hineinzukommen, hießen sie ihn willkommen und öffneten das Tor.  Dort sah der Prophet Muhammad die beiden Kousins, den Propheten Johannes (in den christlichen Überlieferungen als der Täufer bekannt) und den Gesandten Gottes, den Propheten Jesus; der Prophet Muhammad tauschte Begrüßungen mit ihnen aus. 

Der Prophet Muhammad und der Engel Gabriel stiegen weiter bis zu den Toren des dritten Himmel.  An jedem Tor fand derselbe Austausch statt.  Wenn die Torwächter feststellten, dass es sich um den Engel Gabriel in Begleitung des Propheten Muhammad handelte, dem tatsächlich die Verkündung aufgetagen worden war, gaben sie ihnen die Erlaubnis einzutreten.  Hier, im dritten Himmel, traf der Prophet Muhammad Josef und beschrieb ihn als Verkörperung der Hälfte aller Schönheit. 

Als der Prophet Muhammad die Propheten in jedem Himmel traf, tauschte er die Worte der Begrüßung mit ihnen aus, und diese waren immer: Assalamu alaikum, der Friedensgruß, den alle jene verwendet haben, die sich dem Einen Wahren Gott ergeben hatten.  Im vierten Himmel traf der Prophet Muhammad den Propheten Idris, den Gott im Qur´an (19:57) als auf einen sehr hohen Rang erhoben beschreibt.  Im fünften Himmel traf er den Propheten Aaron, den Bruder von Moses.  Bei jedem Zusammentreffen verliehen die Propheten ihrem Glauben an Muhammads Prophetentum Ausdruck.  Im sechsten Himmel traf der Prophet Muhammad auf Moses. 

Immer wenn der Prophet Moses im Qur´an oder den Überlieferungen des Propheten erwähnt wird, wissen wir, dass etwas Wichtiges beschrieben werden wird.  Nachdem die beiden Propheten ihre Begrüßungen ausgetauscht hatten und der Prophet Moses seinen Glauben an Muhammads Prophetentum bekannt hatte, begann Moses zu weinen.  Als er gefragt wurde warum, antwortete er: „Ein junger Mann kam nach mir und von seinen Anhängern werden mehr das Paradies betreten als von meinen Anhängern.”

Bis zum Islam hatte der Prophet Moses die größte Anhängerschaft aller Propheten gehabt.  Moses weinte und daran können wir erkennen, dass es zwischen den Propheten eine Art Rivalität gegeben hat; aber es war kein Wettstreit, der mit Eifersucht oder Neid erfüllt war, gewesen.  Er war eher mit Zuneigung erfüllt.  Wenn wir mit unserer Reise fortfahren, werden wir die Liebe und das Mitgefühl sehen, die der Prophet Moses für Muhammad und seine Anhänger empfand.  Der Prophet Muhammad und der Engel Gabriel stiegen weiter zum siebten Himmel. 



Footnotes:

[1] Webster’s Online dictionary.

 

 

Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 4 von 6): Der Siebte Himmel

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Beschreibung: Der Prophet Muhammad trifft den Propheten Abraham und wird Zeuge des Reiches, wo die Engel sich am dichtesten im Gottesdienst drängen. 

  • von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 11 Apr 2011
  • Zuletzt verändert am 11 Apr 2011
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Der Engel Gabriel und der Prophet Muhammad setzten ihren wunderbaren Aufstieg durch die Himmel fort.  Diese Reise übertraf die Vorstellungskraft eines jeden menschlichen Wesens.  Sie hatte in den Wüsten Arabiens begonnen und ging bis in das bekannte Universum und darüber hinaus.  Am Tor des siebten Himmels wurden dieselben Fragen und Antworten ausgetauscht wie in den vorigen Himmeln und die Engel erklärten ihr Vergnügen darüber, den Propheten Muhammad zu treffen.  Die Erlaubnis zum Eintreten wurde erteilt, und der Prophet Gottes reiste, begleitet vom Engel Gabriel, dem Engel, dem die Offenbarungen Gottes anvertraut worden waren, weiter durch den letzten Himmel. 

Der siebte Himmel ist ein Ausdruck, der von den Christen verwendet wird, um außerordentliche Freude oder Glück zu umschreiben, wie: „Ich bin im siebten Himmel“.  Im Islam ist der siebte Himmel dort, wo der Prophet Muhammad den Propheten Abraham getroffen hat; und er (Muhammad) muß überaus glücklich und in einem Zustand der Freude gewesen sein, mit dieser Reise der Wunder gesegnet worden zu sein.  Beide Propheten tauschten ihre Begrüßungen aus, indem sie Assalamu alaikum (Friede sei mit dir) sagten und wie es jeder andere Prophet auch getan hatte, bekannte der Prophet Abraham seinen Glauben an die Mission des Propheten Muhammad. 

Durch seinen Sohn Ismael ist Abraham der Vater der Araber und der Vorfahre des Propheten Muhammad; er ist ein Vorfahre des Volkes, welches durch seinen Sohn Isaak die Kinder Israels (die Anhänger des Propheten Moses) wurden.  In den jüdischen Traditionen wird Abraham der Vater der Juden genannt.  Diese Vorstellung lehnt der Islam allerdings ab, denn der Qur´an sagt deutlich, dass er weder Jude noch Christ gewesen ist, sondern einer, der an reinen Monotheismus (den Glauben an den Einen Gott) geglaubt hat.   

O Volk der Schrift, warum streitet ihr über Abraham, wo die Thora und das Evangelium doch erst (später) nach ihm herabgesandt worden sind? Habt ihr denn keinen Verstand? Abraham war weder Jude noch Christ; vielmehr war er lauteren Glaubens, ein Muslim Hanifa (keiner von denen, die (Allah) Gefährten beigesellen).[1] (Quran 3:65 & 67)

Muslime müssen an alle Propheten Gottes glauben; Abraham hat allerdings einen besonderen Platz als einer der wichtigen Gesandten Gottes und hat die einzigartige Ehre, sowohl in der islamischen als auch in der christlichen[2] Tradition der geliebte Diener Gottes genannt zu werden.  Abraham und sein Sohn Ismael haben zusammen die Kaaba (das schwarze, würfelförmige Bauwerk in der Mitte der heiligen Masjid in Mekka) erbaut. 

Und als Abraham mit Ismael die Grundmauern des Hauses errichtete (, sagte er): "Unser Herr, nimm von uns an; denn wahrlich, Du bist der Allhörende, der Allwissende.” (Quran 2:127)

Muslime wenden sich viele Male am Tag in Richtung Kaaba, wenn sie ihre Gebete verrichten und in jedem Gebet bitten sie Gott, Abraham und seine Familie zu segnen. 

Die Welt der Engel  

Im siebten Himmel wurde dem Propheten Muhammad das Gebäude gezeigt, das als das vielbesuchte Haus oder al Bayt al-Mamuur auf arabisch bekannt ist.  Es ist passend, dass der Prophet Abraham hier bei diesem Haus war, denn es ist das himmlische Äquivalent der Kaaba in Mekka.  Jedes Jahr in der Zeit der Pilgerfahrt (Haǧǧ), strömen über zwei Millionen Muslime aus der ganzen Welt nach Mekka, um den Fußspuren Abrahams zu folgen und bestimmte Riten einschließlich der Umrundung der Kaaba zu vollziehen.  Jeden Tag besuchen 70.000 Engel dieses vielbesuchte Haus im siebten Himmel, um Gott anzubeten.  Der Prophet Muhammad berichtete uns, dass die Engel, wenn sie Bayt al-Mamuur einmal besucht haben, niemals wiederkehren.  Gott schwört bei diesem Haus im Qur´an.   

“Und bei (dem vielbesuchten Haus) Bayt al-Mamuur.” (Quran 52:4)

Siebzigtausend Engel jeden Tag!  Was sind die Auswirkungen davon?  Denk´ darüber nach und überlege, wie viele Tausend oder Millionen Jahre das schon so passiert?  Wie viele dieser Wesen, die von Gott aus Licht geschaffen wurden, sind dort?  Dies ist ein weiteres Wunder und der Prophet Muhammad hatte das Privileg, es  sehen zu dürfen und uns zu beschreiben.  In seinen Überlieferungen informiert er uns darüber, dass die Himmel über uns seufzen, jedes Stückchen Platz in der Breite von vier Fingern wird von einem Engel eingenommen, der Gott anbetet.  

Das äußerste Ende

Der Prophet Muhammad reiste dann durch den siebten Himmel bis zum äußersten Ende, zum Sidrat al-Muntaha, einem Lotusbaum.  

“Beim Sidrat al-Muntaha (Lotusbaum) am äußersten Ende.  An dem das Paradies der Geborgenheit liegt.” (Quran 53:14-15)

Er beschreibt seine Früchte wie Krüge und seine Blätter so groß wie die Ohren eines Elefanten.  Vier Flüsse entspringen an den Wurzeln des Lotusbaumes.  Als der Prophet Muhammad danach fragte, wurde ihm gesagt, dass zwei der Flüsse aus dem Paradies stammten.  Nichts erreichte uns über die Namen oder Bedeutung dieser beiden Flüsse aus der Erzählung von der Himmelfahrt.  Allerdings wurde ihm gesagt, die anderen beiden seien Repliken des Nil und des Euphrat, zwei Flüsse, die in dieser Welt der Menschen besonders gesegnet sind.  

Sidrat al-Muntaha wird das äußerste Ende genannt, weil alles, was von der Erde oder von den Himmeln kommt, hier endet[3] und weil das Wissen der Engel an jenem Punkt endet.  Keiner hat diese Grenze überschritten, außer dem Propheten Muhammad.[4]  Nach diesem Punkt verlassen wir die Himmel und bewegen uns in das Reich des Jenseits; das Reich, das das Paradies und den Thron Gottes enthält.  Als der Prophet Muhammad seine wunderbaren Reise fortsetzt, bewegt er sich in dieses Reich und in die Gegenwart Gottes, des Allmächtigen.  



Footnotes:

[1] Das Wort  Muslim bezeichnet jemanden, der sich Gott Allein unterwirft, während Hanifa Reinheit, Wahrheit und Aufrichtigkeit meint.  Das arabische Wörterbuch nennt das Wort orthodox als eine der Bedeutungen von Hanifa, aber es ist mehr als orthodox.  Es ist eine ungelehrte, von keiner Doktrin bestimmte Orthodoxität; im Sinne von der wahren Natur der Dinge, die instinktiv und natürlich ist. 

[2] Jesaja 41:8 & 2.

[3] Sahieh Muslim

[4] Imam Al-Nawawi

 

 

Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 5 von 6): In der Gegenwart Gottes

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Beschreibung: In der Gegenwart des Herrn erhält Muhammad den Befehl, fünf Gebete täglich zu verrichten.

  • von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 18 Apr 2011
  • Zuletzt verändert am 18 Apr 2011
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Weiter als bis zum Lotusbaum, dem äußersten Ende, ist bis auf eine Ausnahme kein Mensch jemals gewesen.  Die Nachtreise und die Himmelfahrt gipfelten darin, dass der Prophet Muhammad das äußerste Ende überschritt und sich in der Gegenwart des Allmächtigen Gottes befand.  Hinter dem Lotusbaum ist das Reich des Jenseits, das Paradies und der Thron Gottes und Gott Selbst. 

Das Wort wundervoll reicht einfach nicht aus, um das Wunder zu beschreiben, das dies für den Propheten Muhammad gewesen sein muss.  Es ist nicht zu beschreiben und unvorstellbar.  Aber der Prophet Muhammad hat Gott nicht mit seinen Augen gesehen, wie Gott uns im Qur´an mitteilt. 

“Es holen Ihn die Blicke nicht ein.” (Quran 6:103)

Einer der Gefährten hat den Propheten Muhammad direkt befragt, ob er Gott gesehen hat, worauf er antwortete: 

“Er ist von Licht umhüllt, wie hätte ich Ihn sehen können.” (Sahieh Muslim)

Tatsache bleibt jedoch, dass Muhammad, der Prophet Gottes, in der Gegenwart Gottes war.  

Die Wichtigkeit des Gebets

Gott sprach mit Muhammad, und wir haben keine Einzelheiten von diesem Gespräch, außer, dass Gott dem Propheten Muhammad und seinen Anhängern das Gebet auferlegt hat.  Hieran können wir ermessen, wie wichtig das Gebet ist.  Es ist der einzige Befehl, den Gott im Himmel gegeben hat; alle anderen Anweisungen wurden auf der Erde erteilt.  Das Gebet ist ein Geschenk Gottes für diejenigen, die wahrhaftig an Seine Einheit glauben.  Gott gewährte dieses Geschenk dem Propheten Muhammad, der es wiederum an die Anhänger des Islam weitergab.  Es ist ein Geschenk voller Segen und Nutzen.  Es baut unsere Verbindung zu Gott auf und hält sie aufrecht.  Gott benötigt unsere Gebete nicht, aber wir, als hilflose menschliche Wesen, brauchen das Gefühl, mit Ihm verbunden zu sein.  Das arabische Wort für die fünf täglichen Gebete ist Salah, was von einer Wurzel mit der Bedeutung “Verbindung” kommt.  

“Achtet auf die Gebete und das mittlere Gebet, und steht vor Gott als Gehorsame.” (Quran 2:238)

Gott hat dem Propheten Muhammad und seinen Anhängern 50 Gebete auferlegt.  Als der Prophet Muhammad herabkam, kam er beim Propheten Moses vorbei, der von ihm wissen wollte, was ihm aufgetragen wurde.  Als der Prophet Muhammad erklärte, dass ihm befohlen worden war, 50 Gebete pro Tag zu machen, war Moses erstaunt und sagte sofort: „Geh´ zu deinem Herrn zurück und bitte um weniger.“  Als Gott die 50 Gebete angeordnet hatte, hat der Prophet Muhammad dies akzeptiert; Moses aber, der selber ein großer Prophet gewesen war, wusste von seinen Anhängern, was Menschen schaffen können und was nicht, wenn es um religöse Pflichten geht.  Er war sich sicher, dass Muhammads Gemeinde nicht in der Lage sein würde, so viele Gebete zu verrichten.  Der Prophet Muhammad besaß Wissen, aber Moses hatte dieses Mal mehr Erfahrung. 

Der Prophet Muhammad nahm den Rat seines älteren Bruders / Propheten an, ging zurück in die Gegenwart Gottes und bat um Reduzierung.  Gott reduzierte sie um zehn auf vierzig Gebete.  Der Prophet Muhammad ging wieder hinab.  Da fragte ihn der Prophet Moses, was geschehen sei.  Als er hörte, dass sie nur um zehn reduziert worden waren, schickte Moses ihn wieder zurück, damit er um eine weitere Reduzierung bitten sollte. 

So ging es weiter, bis die Zahl der Pflichtgebete fünf geworden war.  Der Prophet Moses schlug vor, weiter um Reduzierung zu bitten, indem er sagte: „O Muhammad, ich kenne die Menschen, deine Gemeinde wird nicht in der Lage sein, das durchzuhalten, gehe zurück und bitte darum, dass die Last für dein Volk erleichtert wird.”  Der Prophet Muhammad antwortete: „Nein.“  Er schämte sich, um eine weitere Reduzierung zu bitten und sagte, er sei zufrieden mit den fünf täglichen Gebeten.  Eine Stimme war zu hören, die sagte: „Die Gebete wurden auf fünf reduziert, aber sie werden belohnt werden, als wären es fünfzig.“  Gott verdeutlicht uns, dass selbst wenn diese fünf Gebete zu beten für manche Menschen schwierig sein kann, ist es für diejenigen, die die Verbindung mit ihrem Herrn aufrechterhalten und darauf vertrauen, dass sie Ihn eines Tages treffen werden, es leicht finden werden. 

“Und sucht Beistand im geduldigen Ausharren und dem Gebet, und das ist bestimmt eine große Sache außer für die Demütigen, die meinen, dass sie ihrem Herrn begegnen, und dass sie zu Ihm zurückkehren.” (Quran 2:45–46)

Gnade, Liebe und Mitgefühl 

Diese wunderbaren Nacht wurde mit diesem Zeichen der Gnade Gottes beendet.  Stell dir vor, wie schwer es wäre, 50 mal am Tag zu beten.  Obwohl wir während dieser Reise erfahren haben, dass Moses geweint hat, als ihm bewusst wurde, dass der Prophet Muhammad am Tag des Gerichts mehr Anhänger als er haben würde, lernen wir auch, wie bemüht der Prophet Moses war, dem Propheten Muhammad Ratschläge zu geben und wie viel ihm daran lag, dass die Praktiken des Islam für die Gläubigen erleichtert werden.  Der Wettstreit zwischen den Propheten war einer der Liebe und des Mitgefühls und von ihnen sollten wir lernen, wie wir einander behandeln sollten.  Obwohl Gott uns sagt, dass wir mit rechtschaffenen Taten wetteifern sollen, sollen wir einander ermutigen und uns unterstützen, damit uns diese leicht fallen. 

“...also wetteifert in den guten Taten, zu Gott ist eure Rückkehr, allesamt, und Er teilt euch mit, worin ihr uneinig wart.” (Quran 5:48)

Der Prophet Muhammad kam daraufhin wieder zur heiligen Moschee in Mekka zurück.  Den Gefährten des Propheten bestand nun die bislang schwerste Prüfung ihres Glaubens bevor.  Muhammad, der Prophet Gottes, würde ihnen verkünden, dass er in einer Nacht zu der entferntesten Masjid in Jerusalem gereist war, eine Reise, die normalerweise mehr als einen Monat dauerte.  Er würde ihnen auch berichten, dass er dorthin gereist war, wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen war, durch die Himmel in die Gegenwart Gottes.  Dies war eine wunderbare Reise durch die Nacht, aber würden seine Gefährten ihm glauben und wie würden seine Feinde darauf reagieren? 

 

 

Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 6 von 6): Die Rückkehr

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Beschreibung: Dieses großartige Wunder und diese Ehre wurde zu einer Gelegenheit für die Ungläubigen, den Islam anzugreifen und auch zu einer Prüfung für die Muslime.  

  • von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 18 Apr 2011
  • Zuletzt verändert am 18 Apr 2011
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Der Prophet Muhammad war den ganzen Weg von der entferntesten Moschee in Jerusalem auf dem Al-Buraq gereist.  Er war durch die sieben Himmel hinauf gestiegen und wurde Zeuge unvorstellbarer Wunder.  Er blickte vielen anderen Propheten ins Angesicht und tauschte Begrüßungen mit ihnen aus, und der letzte Diener und Gesandte Gottes, Muhammad, hat in der Gegenwart Gottes Selbst gestanden.  In derselben Nacht, nur wenige Stunden nach dem Beginn der Reise, kehrte der Prophet Muhammad wieder nach Mekka zurück. 

Diese wunderbare Reise sollte zu einer Waffe gegen den Propheten Muhammad und seine Anhänger durch seine Feinde werden, und gleichermaßen sollte sie eine außerordentliche Prüfung für den Glauben der Muslime werden.  Nach seiner Rückkehr machte sich der Prophet auf den Weg zu Umm Ayman und erzählte ihr von seiner wunderbaren Reise.  Sie antwortete: „O Gesandter Gottes, erzähle niemandem davon.“  Umm Ayman besaß vollkommenen Glauben in den Propheten Muhammad und glaubte ihm seinen Bericht von der Reise, aber sie fürchtete, wie andere darauf reagieren würden.

Der Prophet Muhammad beschrieb Umm Ayman als “meine Mutter nach meiner eigenen Mutter”.  Sie war die gläubige Dienerin seiner Mutter Amina gewesen und war auch nach dem Tod seiner Mutter und seines Großvaters beim Propheten geblieben.  Der Prophet Muhammad und Umm Ayman waren immer sehr vertraut gewesen und nach der Beendigung dieser seltsamen Reise ging er vielleicht zu Umm Aymans Haus, um es sich bequem zu machen und um entspannt über sein weiteres Vorgehen nachzudenken. 

Der Prophet Muhammad antwortete, indem er sagte, dass er vorhabe, den Leuten von dieser wundervollen Nacht zu erzählen.  Er betrachtete es als seine Verantwortung Gott gegenüber, die Botschaft zu verkünden, ohne Rücksicht auf die Folgen oder Konsequenzen; bei Gott liegt der Ausgang aller Dinge.  Er verließ ruhig das Haus, mit besonnener Überlegung ging er zur heiligen Moschee.  Auf dem Weg traf er Menschen und langsam verbreiteten sich die Neuigkeiten von der Nachtreise unter den Leuten. 

Die Reaktion

Als der Prophet Mohammad ruhig in der Moschee saß, näherte sich ihm Abu Jahl und fragte zufällig: “O Muhammad, gibt es irgendetwas Neues?”  Bekannt als einer der größten Feinde des Islam war Abu Jahl verantwortlich für die Folterungen, Bestrafungen, Morde und Verfolgung der neuen Muslime während der Anfangszeit des Islam.  Obwohl er sich der Feindlichkeit und des Hasses bewusst war, den Abu Jahl gegen ihn verspürte, antwortete der Prophet Muhammad wahrheitsgetreu und sagte: „In der vergangenen Nacht bin ich nach Jerusalem und zurück gereist.“

Abu Jahl war nicht in der Lage zu verbergen, dass er amüsiert war, und er reagierte darauf, indem er Muhammad bat, seine Worte vor der mekkanischen Bevölkerung zu wiederholen.  Der Prophet Muhammad stimmte zu, und Abu Jahl verließ rasch die Moschee und rief durch die Straßen eilend die Leute zusammen.  Als sich ausreichend viele Menschen in der Moschee versammelt hatten, sagte der Prophet Muhammad auf Wunsch von Abu Jahl, so dass es alle hören könnte: „Ich war nach Jerusalem und zurück.“ 

Die Menschenmenge fing an, zu lachen, flüstern und zu klatschen.  Sie hielten es für einen großartigen Witz und einer fiel vor Lachen gegen den anderen.  Dies war die Reaktion, die Abu Jahl erwartet hatte, und er war zufrieden.  Die Ungläubigen in der Menge sahen eine Chance, dem Islam ein Ende zu bereiten.  Sie machten sich über die Behauptung des Propheten Muhammad lustig.  In der Menge waren Leute, die schon nach Jerusalem gereist waren, und sie baten den Propheten Muhammad, zu beschreiben, was er gesehen hatte. 

Der Prophet Gottes begann, seine Reise zu beschreiben, aber er war irritiert.  Er hatte nur eine ganz kurze Zeit in Jerusalem verweilt, und die wundersame Art der Reise hatte verursacht, dass er sich an kleine Einzelheiten und Beschreibungen nicht erinnern konnte.  Aber der Prophet Muhammad berichtete uns, dass Gott ihm die Einzelheiten „richtig vor seine Augen” geführt hatte, und er beschrieb, was er gesehen hatte, „Stein für Stein, Ziegel für Ziegel“.  Da bestätigten die Reisenden seine Beschreibungen (Sahieh Bukhari).

Es gibt eine andere Überlieferung[1], die berichtet, dass der Prophet Muhammad auf seiner Rückreise nach Mekka an einer Karavane vorbeigekommen war.  Er war in der Lage, sie deutlich zu beschreiben.  Die Karavane hatte ein Kamel verloren und der Prophet Muhammad hat ihnen vom Himmel aus zugerufen, wo das Kamel sei.  Er hatte auch von ihrem Wasservorrat getrunken. 

Die Leute von Mekka haben sodann jemanden ausgeschickt, der die Karavane treffen sollte, bevor sie die Stadt erreicht, um Fragen über die vergangene Nacht zu stellen.  Sie bestätigten, dass eine fremde Stimme ihnen den Aufenthaltsort des Kamels zugerufen habe und dass ein Teil ihres Wasservorrats verschwunden sei.  Diese Bestätigungen waren noch immer nicht genug.  Die Leute lachten und machten sich lächerlich und glaubten den Worten des Propheten Gottes nicht.  Dieses wundervolle Ereignis war so eine Prüfung für den Glauben, dass sogar einige von den neuen Muslimen ungläubig wurden und sich vom Islam abwandten. 

Die Süße des Glaubens

Für diejenigen, deren Glaube stark und wahrhaftig war, war die Kraft Gottes offensichtlich.  Einige von denenjenigen, die fanden, die Geschichte sei schwer zu glauben, gingen zu Abu Bakr, dem besten Freund und Unterstützer des Propheten Muhammad.  Sie befragten ihn, ob er glaube, dass Muhammad in einer Nacht nach Jerusalem gereist sei und wieder zurück nach Mekka.  Ohne zu zögern antwortete Abu Bakr: „Wenn der Gesandte Gottes es sagt, dann ist es wahr.“  Aufgrund dieses Vorfalls verdiente sich Abu Bakr den Beinamen As-Siddieq (der allererste Gläubige).  Dies stellte einen Wendepunkt für viele Muslime dar; nachdem sie bereits die Qual und Misshandlung durch die Ungläubigen erlitten hatten, hatten sie nun mit einer Vorstellung zu kämpfen, die ihre wildesten Vorstellungen übertraf.  Einige schafften es nicht, aber viele erreichten neue Höhen und konnten die Süße der wahren Hingabe an den Einen Gott schmecken. 

Diese Reise in der Nacht von der heiligen Moschee in Mekka zur entferntesten Moschee in Jerusalem und der Aufstieg durch die Himmel und in die Gegenwart Gottes, des Allmächtigen, war ein Wunder, das Gott Seinem letzten Diener und Propheten Muhammad gewährte und eine der größten Ehren für jeden Menschen.



Footnotes:

[1] Die Biographie des Propheten Muhammad von ibn Hisham.

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