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Der Qur´an über Spinnenweben (Teil 1 von 2)

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Beschreibung: Der Qur´anvers deutet auf die gesellschaftliche Zerbrechlichkeit des Spinnennetzes hin, das wir gerade erst angefangen haben zu entwirren.

  • von IslamReligion.com
  • Veröffentlicht am 27 Aug 2018
  • Zuletzt verändert am 27 Aug 2018
  • Gedruckt: 10
  • Gesehen: 4045 (Tagesmittelwerte: 6)
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" Das Gleichnis derer, die sich Helfer außer Gott nehmen, ist wie das Gleichnis von der Spinne, die sich ein Haus macht; und das gebrechlichste der Häuser ist gewiß das Haus der Spinne - wenn sie es nur begriffen!" (Quran 29:41)

Dieser Qur´anvers stammt aus Kapitel 29, die Spinne.  Der interessante Teil ist, dass Gott das Spinnennetz als das schwächste Heim bezeichnet.  In der reichen arabischen Sprache wird das Wort "Awhan" mit "das schwächste" übersetzt; und ein tieferer Blick auf die Bedeutung zeigt, dass es erhebliche Schwäche und Hilflosigkeit bedeutet, sowohl körperlich als auch mental.     

Mit der Ausweitung der Natur- undd Tierforschung in 20. und 21. Jahrhundert haben Naturforscher und Wissenschaftler wirklich seltsame Beobachtungen vom Leben der Spinnen entwirrt, dokumentiert und gefilmt. 

Sexueller Kannibalismus

Von den über 45,000 bekannten Spinnenarten kommt es häufig vor, dass männliche Spinnen getötet und von ihren Ehefrauen gefressen werden[1]; etwas, das als sexueller Kannibalismus bekannt ist.  Es ist nicht bekannt, warum dieser auftritt, eine Theorie von Wissenschaftlern vermutet aber, dass der Körper des männlichen Tieres den des Weibchens mit vielen benötigten Nährstoffen versorgt, die es ihr gestatten, gesunde Eier zu legen.  Eine Studie deer spanischen Forschungsstation Arid Zone hat enthüllt, dass bei den meisten Spinnenarten aggressive Weibchen wahllos ihre Partner töten, egal ob das Männchen als niedriger gilt oder nicht.[2]  Bei vielen Arten töten die weiblichen Spinnen sogar potenzielle Partner, wenn sie nicht daran interessiert sind, sich zu paaren.[3]

Cannibal Jumping Spider by Anrico

Springspinne - Bild: Shawn M.  Wilder

 

Bei manchen Spinnenarten, wie bei der Dunklen Fangspinne, stirbt die männliche Spinne aus inneren Gründen automatisch nach der Paarung; und wird dann von ihrer Gattin grausam verspeist.[4]  Andere männliche Spinnenarten sterben automatisch bereits nach wenigen Paarungen und bei der großen Mehrheit überleben die Weibchen ihre Männchen; Männchen leben nur wenige Monate, während Weibchen ein paar Jahre alt werden können.

Wenn er das Glück hat, sich zu paaren und die Feuerprobe zu überleben, beginnt die kleinere, männliche Spinne im Wissen um den kannibalistischen Instinkt ihrer Gattin, ein Rennen um sein Leben,[5] und lässt das Weibchen irgendwo allein ein paar Dutzend bis fast ein tausend Eier hüten.  So ist es bei der brasilianischen Wanderspinne.    

In einer weiteren Darstellung über die tödlichen Paarungsbräuche von Spinnen fanden die Wissenschaftler Lenka Sentenska und Stano Pekar, von der Masaryk University in der Tschechischen Republik 2013 heraus, dass bei der  Micaria Sociabilis Species der Schwarzen Witwe beide Partner, sowohl das Weibchen als auch das Männchen gewöhnlich den Partner nach der Paarung töten und essen, und bei dieser speziellen Art töten die männlichen Spinnen entgegen dem, was lange angenommen wurde, häufiger ihre Partnerin, als dass die Weibchen ihre Männchen töten.[6]

Leben als Spinnchen

Bei der großen Mehrheit der Spezies haben die neu geborenen Spinnchen nur ihre Mutter, die sie füttert und schützt.  Wenn die Nahrung knapp wird, ist die Mutter gezwungen, ihren Jungen die ungeschlüpften Eier zu füttern; also durchlebt das kleine Spinnchen das Trauma, seine eigenen ungeborenen Brüder und Schwestern zu essen, um am Leben zu bleiben.[7]

Wenn es keine Eier mehr zum Füttern gibt und nicht genug Insekten im Netz hängen bleiben oder von der Mutter gefangen werden, kann man beobachten, dass Spinnchen aus Verzweiflung zu Kannibalen werden, und das kleine, überbevölkerte Netz wird zu einem Ort des Massakers.  Hilflos wie sie ist, tötet und frisst auch die Mutter ihre eigenen Jungen, einfach um zu überleben. 



Fußnoten:

[1] Pappas, Stephanie.  June 2016.  Male Orb-Web Spiders Are Choosy About Their Cannibal Mate.  Live Science.  Retrieved from http://www.livescience.com/54944-male-orb-web-spiders-choosy-about-cannibal-mate.html

[2] Gannon, Megan.  April 2014.  Food vs.  Sex: Why Some Female Spiders Eat Males Before Mating.  Live Science.  Retrieved from http://www.livescience.com/45066-virgin-female-spiders-eat-males.html

[3] Gannon, Megan.  April 2014.  Food vs.  Sex: Why Some Female Spiders Eat Males Before Mating.  Live Science.  Retrieved from http://www.livescience.com/45066-virgin-female-spiders-eat-males.html

[4] Lewis, Tanya.  June 2013.  Tough Love: Male Spiders Die for Sex.  Live Science.  Retrieved from http://www.livescience.com/37536-spiders-die-for-sex.html

[5] Szalay, Jessie.  December 2014.  Tarantula Facts.  Live Science.  Retrieved from http://www.livescience.com/39963-tarantula.html

[6] Cadieux-Shaw, Lillianne.  May 2013.  Study: Male Black Widow Spiders eat their Mates too.  Canadian Geographic.  Retrieved from http://www.canadiangeographic.ca/article/study-male-black-widow-spiders-eat-their-mates-too

[7] Englehaupt, Erika.  February 2014.  Some Animals …facts.  Science News.  Retrieved from https://www.sciencenews.org/blog/gory-details/some-animals-eat-their-moms-and-other-cannibalism-facts

 

 

Der Qur´an über Spinnenweben (Teil 2 von 2)

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Beschreibung: Ein weiteres Beispiel für soziales Chaos im Spinnennetz - Matriphagie.   Die lebende “Hölle” eines Spinnenheims als Mahnung für die Auswirkungen der Mehrgötterei.

  • von IslamReligion.com
  • Veröffentlicht am 03 Sep 2018
  • Zuletzt verändert am 03 Sep 2018
  • Gedruckt: 9
  • Gesehen: 2678 (Tagesmittelwerte: 4)
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Matriphagie

Speak a good word or remain silent.jpgDoch der seltsamste Teil eines Spinnenhaushalts ist das, was passiert, wenn die weibliche Spinne ein unerreichtes Maß an Verzweiflung und Angst erreicht hat und sie ihre Jungen nicht am Leben halten kann.  Sie hat vielleicht Hunderte ihrer Jungen verloren und hat noch mehrere hundert Spinnchen übrig; dann opfert die Mutter erstaunlicher Weise ihren eigenen Körper als Nahrung für ihre Jungen, indem sie ihren Killerinstinkt freisetzt, so dass sie diese angreifen und bei lebendigem Leib auffressen!  Dieser grausame Prozess ist als Matriphagie oder "Mutterfressen" bekannt.[1]

https://www.sciencenews.org/sites/default/files/2016/01/main/articles/notebook_alive_feat_05022015.jpg

Weibliche Stegodyphus lineatus Spinne wird lebendig von ihren eigenen Jungen gefressen. – Bild: Jorge Almeida

Was bis jetzt bekannt ist, ist dass Matriphagie ein Prozess ist, der von der weiblichen Spinne hervorgerufen wird und dass die Methode von einer Spezies zur anderen variiert.  Giftige Spinnen vergiften sogar ihre eigene Mutter und töten sie; aber in allen Fällen ist Matriphagie ein langsamer und schmerzhafter Prozess, es dauert Wochen, bis die Spinnenmutter letztendlich stirbt, wenn ihre Körperflüssigkeiten schließlich von ihren eigenen Jungen konsumiert werden.[2] 

Ein derartiger Prozess wurde bei Glattbauchspinnen, den Stegodyphus lineatus Spinnen, sowie bei Krabbenspinnen beobachtet[3] und nur durch fortgesetzte Forschung kann festgestellt werden, wie weit verbreitet Matriphagie in der erbärmlichen Welt der Spinnen ist.  

Im Nachhinein führt die Paarung in der Welt der Spinnen meistens zum Tod der männlichen Spinnen und macht die Weibchen zu Witwen; die Mutter bleibt ganz allein mit durchschnittlich ein paar hundert Jungen zum Füttern und zum Beschützen vor Raubtieren, ist gezwungen, ihre ungeschlüpften Eier an die Spinnchen zu verfüttern, um sie am Leben zu erhalten, und frisst gewöhnlich ihre Jungen, um am Leben zu bleiben.  Spinnchen werden zu Kannibalen und töten und fressen sich gegenseitig; schließlich und erstaunlicher Weise, in schrecklichen Situationen, opfern sich Spinnenmütter ihren Jungen zum Fressen.  Als Endergebnis überleben tatsächlich höchstens ein paar hundert er Spinnchen die Qualen des Netzes.

Jetzt, wo wir den grausamen Spinnenhaushalt kennen gelernt haben, sei Gott, der Allmächtige gepriesen, Der, lange bevor die Naturforscher und Wissenschaftler angefangen haben, das Verhalten der Spinnen im Detail zu studieren, erwähnt hat, dass das schlimmste Heim das der Spinne ist.  Es kann jetzt als Tatsache festgestellt werden, dass das Leben auf dem Spinnennetz völlig bizarr ist und es, verglichen mit dem Heimen anderer Geschöpfe, wahrhaftig das schlimmste, grauenhafteste und elendste aller Heime ist!!!

Die Botschaft in dem Qur´anvers

Es gibt eine deutliche Warnung in dem betreffenden Qur´anvers.  Gott hat diejenigen, die Ihm in der Anbetung Teilhaber zur Seite stellen, mit denen verglichen, die ein Spinnennetz zum Heim wählen.  Der Qur´an und die authentischen Überlieferungen des Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, weisen überaus deutlich darauf hin, dass nur Gott, dem Schöpfer, jegliche Anbetung gebührt, direkt, nicht durch irgendwelche Vermittler oder Teilhaber.  Das ist Monotheismus.

"Und dient Gott und setzt Ihm nichts zur Seite..." (Quran 4:36)

"Und da sagte Abraham zu seinem Vater und seinem Volk: "lch sage mich von dem los, was ihr anbetet statt Dem, Der mich erschuf; denn Er wird mich rechtleiten.’" (Quran 43:26,27)

Die Botschaft des Islam und aller Propheten und Gesandten ist, Gott allein zu dienen und dass es zur Mehrgötterei gehört, wenn man Gott durch Vermittler oder Partner, wie die Propheten, Engel, fromme Menschen, Tiere, Geschöpfe, Objekte oder irgendetwas anderes anbetet; die größte aller Sünden.  Alle gottesdienstlichen Handlungen einschließlich Bitten, Gebete und Schlachten von Tieren sollten für Gott allein gemacht werden.

Der Qur´an erwähnt, dass solche Partner die Gebete einer Person, die sie bat,  nicht beantworten (und in manchen Fällen nicht mal sehen oder hören können).  Dies trifft zu, wenn jemand zu Unrecht zum Grab eines Propheten oder einer verstorbenen frommen Person oder zu einer Statue geht, und dort Bitten spricht und ihn bittet, seine/ihre Sünden zu vergeben oder ihn/sie von einer Krankheit zu heilen.  Die zuvor erwähnten haben nicht die geringste Fähigkeit, das Erforderliche zu tun.  Außerdem erwähnt Gott, dass Er keinem Seiner Geschöpfe jemals befohlen hat, Im Partner zur Seite zu stellen; tatsächlich wurde die gesamte Menschheit mit der natürlichen Veranlagung geschaffen, dass Gott der Allmächtige Einer ist und dass Er allein das Recht besitzt, angebetet zu werden.    

Die unverzeihliche Sünde

Die größte aller Sünden ist die Mehrgötterei, dass man Gott irgendetwas in der Anbetung beigesellt.  Dies ist eine Sünde, von der Gott gesagt hat, dass Er sie im Jenseits nicht vergeben wird; während alle anderen Sünden vergeben werden können. 

Stell dir mal die Ungerechtigkeit einer Person vor, die von Gott geschaffen wurde, (sanft und barmherzig im Leib seiner Mutter), nachdem er nichts gewesen war, wurde ihm eine Seele geschenkt, er wurde mit einem Gehirn, einem Herzen, Gehör, Gefühlen, einer bewohnbaren, landschaftlich schönen Erde voller Pflanzen und Tieren, die davon fressen, gesegnet und mit Rohstoffen, welche die Menschheit nutzte, um daraus Städte und Infrastruktur aufzubauen; dann verweigert diese Person Gott, dem Allmächtigen, seinen Lob und Preis und richtet dies an ein Geschöpf Gottes (das nichts von alledem oben erwähnten getan hat). "Und da sagte Luqman zu seinem Sohn, indem er ihn ermahnte: "O mein Sohn, setze Allah keine Götter zur Seite; denn Götzendienst ist wahrlich ein gewaltiges Unrecht.’" (Quran 31:13)

Diejenigen, die sterben, ohne bereut zu haben, andere als Gott angebetet zu haben, werden das Jenseits verlieren.  Was die menschlichen Gefährten betrifft, die in diesem Leben angebetet wurden, diese werden sich von den Menschen distanzieren, die sie anzurufen pflegten.  Während die nicht-menschlichen Gefährten sich gegen die Leute, die sie angebetete haben,  wenden und sie betrügen werden, und sie werde sagen (Gott wird ihnen die Fähigkeit zum Sprechen geben), dass sie in Wirklichkeit niemand angebetet hat.  Als Ergebnis werden beide, die Bittenden und die nicht-menschlichen Teilhaber in der Anbetung in die Hölle gehen.  "Und er [Abraham] sagte: "lhr habt euch nur Götzen statt Gott genommen, um die Beziehung zueinander im irdischen Leben zu pflegen. Dann aber, am Tage der Auferstehung, werdet ihr einander verleugnen und verfluchen. Und eure Herberge wird das Feuer sein; und ihr werdet keine Helfer finden.’" (Quran 29:25)

Daher kann das Spinnennetz mit der Hölle verglichen werden, ein begrenzter und elender Ort des Leidens.  Die Spinnenmutter, die ihr Leben gab, damit ihre Jungen leben können, kann mit einer Person verglichen werden, die verschiedenen Teilhabern (ihren vielen Spinnchen) gedient hat.  Da auch die nicht-menschlichen Teilhaber, die angebetet wurden, in der Hölle sein werden und die Person, die sie anzubeten pflegte, betrügen werden, wird das Ergebnis unerträglicher Schmerz und Leiden dieser Person sein, ähnlich wie die Spinnchen ihre Mutter betrügen und sich gegen sie wenden, und der Grund für ihre Qualen und Leiden im Netz sind.  Nur im nächsten Leben wird es keinen Tod geben; Hölle oder Himmel werden ewig sein.



Fußnoten:

[1] Englehaupt, Erika.  February 2014.  Einige Tiere fressen ihre Mütter und andere Fakten über Kannibalismus.  Science News.  Retrieved from https://www.sciencenews.org/blog/gory-details/some-animals-eat-their-moms-and-other-cannibalism-facts

[2] Siehe: http://channel.nationalgeographic.com/wild/worlds-weirdest/videos/mother-eating-spiders/

[3] Zielinski, Sarah.  May 2015.  Animal moms sacrifice a lot – sometimes even themselves.  Science News.  Retrieved from https://www.sciencenews.org/blog/wild-things/animal-moms-sacrifice-lot-%E2%80%94-sometimes-even-themselves

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