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Die Liebe seiner Gefährten für den Propheten Muhammad (Teil 2 von 2): Unvergleichliche Hingabe

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Beschreibung: In einer brutalen Welt stand ein Mann für Rechtschaffenheit und wurde mit der Hingabe und Liebe seiner Anhänger belohnt.   

  • von Aisha Stacey (© 2017 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 27 Feb 2017
  • Zuletzt verändert am 27 Feb 2017
  • Gedruckt: 3
  • Gesehen: 2891 (Tagesmittelwerte: 4)
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LoveOfCompanions2.jpgArabien war eine brutale, von Männern beherrschte Gesellschaft.  Der Starke hatte Erfolg, während der Schwache unterging.  Frauen galten weniger als das Vieh und neugeborene Mädchen wurden lebendig begraben, mit weniger Sorgfalt als wir heute unsere Haustiere beerdigen.  Das waren die Bedingungen, unter denen die Männer, Frauen und Kinder lebten, die zu den Gefährten des Propheten Muhammad wurden.  In diese gesetzlose Gesellschaft griff Gott ein und gab der Welt den Mann, der als "Gnade für die Menschheit" bekannt wurde.  Dies war ein Mann, der das Leben, Ehrlichkeit und Großzügigkeit hochschätzte.  Die Menschen bewunderten ihn bereits vor der Offenbarung des Islam für seine Vertrauenswürdigkeit.  Er war charismatiach, und für alle ansprechbar; für Männer, Frauen und Kinder gleichermaßen. 

"Und Wir entsandten dich nur aus Barmherzigkeit für alle Welten."  (Quran 21:107)

Muhammad war ein selbstloser Mann, der die letzten 23 Jahre seines Lebens widmete, seinen Gefährten und Anhängern zu lehren, wie sie Gott anbeten und wie sie die Menschheit respektieren sollen.  Er lieferte eine Botschaft, durchtränkt von Gnade, Vergebung und Gerechtigkeit für alle.  Es war eine sehr anziehende Botschaft für Arme und Unterdrückte, von denen es viele gab, aber sie zog auch die Wohlhabenden an. 

Der Prophet Muhammad lebte in einer Welt, in der die Starken dominierten und die Schwachen untergingen, allerdings war er auch schon vor dem Islam ein sanftmütiger, gastfreundlicher Mann gewesen, dessen bewundernswerten Züge und Eigenschaften viele Menschen anzogen.  Er war ein keuscher und nachdenklicher junger Mann, dennoch gefiel auch den wilden und undisziplinierten Jugendlichen seine Gesellschaft.  Er war das, was wir als Allround-Typ bezeichnen, einer dem man vertrauen und auf den man sich verlassen kann.  Als Erwachsener war der Prophet Muhammad als guter Freund und ehrlicher Geschäftsmann bekannt.  Unter den Bewohnern von Mekka war we als Al- Amien – der Vertrauenswürdige - bekannt.  Sie baten ihn um Urteil und Rat, und aufgrund seiner Ehrlichkeit wurde er häufig gebeten, bei Streitigkeiten zu vermitteln oder ihm wurden Dinge anvertraut. 

Die Menschen, die den Propheten Muhammad am besten kannten, hatten wenig Schwierigkeiten damit, sein Prophetentum oder die erstaunliche Botschaft, mit der er die Menschen inspirierte, zu akzeptieren.  Sie waren sich seines Charakters bewusst, insbesondere seiner fehlenden Arroganz und seinem Mitgefühl für die weniger Glücklichen als er es war.  Unter den frühsten Anhängern des Propheten Muhammads gab es viele arme, bedürftige und einsame Menschen.  Sie gesellten sich an seine Seite und waren begierig darauf, in seinen Worten und Taten Trost zu finden.  Viele fühlten, dass sie schließlich jemanden gefunden hatten, der ihre körperlichen Bedürfnisse verstand und sich um den Zustand ihrer Seelen sorgte.  Traurigerweise waren es dieselben Menschen, über die sich die Leute wegen ihres neuen Glaubens lustig machten und die misshandelt wurden.  Sie waren ohne Unterstützung von einem Stamm und viele litten furchtbar wegen ihrem Anschluss an den Propheten Muhammad und ihre Annahme seiner Botschaft des Islam. 

Gemäß dem Biografen Ibn Ishaq, litt ein Sklave mit dem Namen Bilal furchtbar unter seiner Annahme der Botschaft des Propheten Muhammads.  Er wurde gnadenlos geschlagen, an seinem Nacken durch die Straßen und Hügel von Mekka geschleift und lange Zeit ohne Nahrung oder Wasser gelassen.  Von seinem Besitzer Umayya ibn Khalaf wird berichtet: "dass er ihn in der heißesten Tageszeit hinaus brachte, ihn im offenen Tal auf den Rücken warf und einen großen Felsen auf seine Brust plazieren ließ; dann sagte er zu ihm: ´Du wirst hier bleiben, bis du stirbst oder bis du Muhammad leugnest und al-Lat und al-’Uzza anbetest".[1]  Bilal gab den Islam nicht auf und mitten in seinem Leiden sagte er nur ein Wort – Ahad (das bedeutet Ein Gott).

Nach einigen Jahren des wirtschaftlichen Boykotts, der Misshandlungen und der Qualen hatten die neuen Muslime keine andere Wahl, als in die Stadt Yathrib (Medina) auszuwandern.  Die Menschen dort waren bereit, den Propheten Muhammad als ihren weltlichen und spirituellen Führer willkommen zu heißen, aber Mekka zu verlassen, noch dazu en Masse, erwies sich als problematisch.  Die mekkanischen Führer waren bereits erzürnt, weil der Prophet Muhammad es gewagt hat, ihre Lebensweise in Frage zu stellen und zu ändern.  Nun unbestraft und reulos davonzugehen erschien ihnen als die größte Beleidigung.  Auch dieses Mal bewiesen die Gefährten des Propheten Muhammad ihre Hingabe und Liebe für ihn.  Die Muslime fingen an auszuwandern und die Götzendiener scheuten keine Mühen, um sie daran zu hindern. 

Ein junger Mann namens Hubaib wurde am Galgen aufgehängt und ihm wurde gesagt, um sein Leben zu retten solle er sagen, er wünsche sich, dass der Prophet Muhammad an seiner Stelle wäre.  Er beantwortete ihr Verlangen mit großem Mut, indem er sagte: "Niemals!  Nicht nur, dass ich nicht den Platz mit ihm tauschen möchte, ich möchte nicht einmal, dass ihn ein Dorn in seinen Fuß sticht.  Einer der Führer von Mekka sagte daraufhin: "Ich habe niemanden auf der Welt gesehen, der von seinen Freunden so geliebt wird wie Muhammad von seinen Gefährten geliebt wird."[2]

Während zahlreiche Muslime im Schutze der Dunkelheit die Stadt verließen, äußerte ein Mann mit dem Namen Suhaib öffentlich seinen Wumsch auszuwandern.  Die mekkanischen Führer fingen an, ihn zu beleidigen und versuchten, ihm davon abzubringen, sie verlangten sogar, dass er in Mekka bleiben soll.  Suhaib, ein wohlhabener Mann, bot ihnen sein ganzes Vermögen im Gegenzug für das Recht, ausreisen zu dürfen und dies wurde schließlich angenommen.  Diese Gefährten dachten sich nichts dabei, alles aufzugeben, das sie besaßen, um mit dem Mann zusammen zu sein, den sie liebten und bewunderten.  Als der Prophet Muhammad von Suhaibs Dilemma erfuhr, und was er getan hatte, um auszuwandern, sagte er: "Suhaib hat einen erfolgreichen Handel abgeschlossen!"[3]

Bald hatten die mekkanischen Führer ihre eigene Stadt belagert, um die Auswanderung nach Medina zu verhindern.  Sie hielten das Haus des Propheten Muhammad im Auge, denn sie wußten, solange er in Mekka bleibt, war noch nicht alles verloren.  Eines Nachts beschloss der Prophet Muhammad mit seinem Freund und Vertrauten Abu Bakr nach Medina aufzubrechen, sein junger Kousin Ali entschied sich, als der Prophet verkleidet, im Haus zu bleiben.   Ali schlief in Muhammads Bett, bedeckt mit Muhammads Mantel.  Ali fühlte, dass er von Gott beschützt wurde, weil er versuchte, den Propheten Muhammad zu schützen.  Die Männer, die das Haus bewachten, hatten keine Ahnung, dass der Prophet Muhammad ihrem Netz entkommen war.   In dem kalten Tageslicht wurde Ali über den Verbleib der beiden Flüchtenden befragt.    

Diese Anekdote dient auch dazu, uns daran zu erinnern, dass die weiblichen Gefährten dem Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, nicht weniger treu gewesen waren.  Als von Ali keine Informationen über den Verbleib des Propheten zu bekommen waren, fingen sie an, Asma, die Tochter des Reisebegleiters des Propheten Muhammads einzuschüchtern und sie zu misshandeln.  Offensichtlich war diese junge Frau ins Gesicht und an den Kopf geschlagen worden.  Doch Asma ließ sich davon nicht abschrecken, denn sie fuhr damit fort, Lebensmittel für den Propheten und ihren Vater herauszuschmuggeln, während sie sich in den Höhlen außerhalb von Mekka versteckten. 

Alle Gefährten des Propheten Muhammad dachten mit Liebe und Zuneigung an ihn; ihre Hingabe zu ihm war größer als ihre Sorge um ihr eigenes Wohlergehen.   Die Gefährten sorgten sich um jedes seiner Bedürfnisse und widmeten ihm und der Botschaft des Islam ihr Leben.  Wenn sie auf ihr Engagement angesprochen wurden,  antworteten sie: "O Prophet Gottes, du bist uns teurer als unsere Mütter und Väter".



Fußnoten:

[1] Götzen, welche die Leute von Mekka angebetet haben.

[2] Ibn Sai’d

[3] Ibn Hisham.

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