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Sklaverei (teil 1 von 2): Ein Rückblick

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Beschreibung: Der Artikel bespricht drei Themen: (a) Sklaverei in der judeo-christlichen Tradition (b) Sklaverei vor dem Bürgerkrieg in den USA (c) moderne Sklaverei.

  • von C. Mofty (© 2015 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 12 Oct 2015
  • Zuletzt verändert am 30 Oct 2016
  • Gedruckt: 23
  • Gesehen: 5947 (Tagesmittelwerte: 5)
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Slavery1.jpgErstens weiß ein wissender Jude oder Christ sehr wohl, dass in der Bibel von Sklaverei gesprochen wird.  Das jüdische Gesetz hat über Sklaven und deren Behadlung sehr viel zu sagen.  Diese Angelegenheit steht aber nicht zur Debatte.  Es ist eine Tatsache, die jeder Rabbi und jeder geschulte Pastor kennt. 

Zweitens genau wie Juden und Christen in ihren Lehren und Predigten nicht über Sklaverei sprechen, lehren auch Muslime nicht viel zu diesem Thema.  Warum?  Der einfache Grund ist, dass Sklaverei nicht mehr in der Form wie früher existiert.  Von der "Sklaverei des Islam" zu sprechen, als würden Muslime diese heutzutage praktizieren, ist nicht ehrlich. 

Jedes Land hat seine eigenen Gesetze gegen Sklaverei.  Allerdings sagen Experten, dass Sklaverei heutzutage eine andere Form angenommen hat, die sollten wir kurz besprechen. 

Definition von Sklaverei nach der UN

Der Sklave hat drei definierende Eigenschaften: seine/ihre Person ist das Eigentum eines anderen Menschen, seinen/ihren Willen ordnet er/sie ganz der Autorität seines/ihres Eigentümers unter und seine/ihre Arbeit wird durch Zwang erhalten.[1]  Die internationale Gemeinschaft hat die Sklaverei als eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen eingestuft und die klassische Definition von Sklaverei ist in der Konvention von 1926 festgelegt: "Der Zustand oder die Stellung einer Person, über die eine andere jegliche oder sämtliche Macht verbunden mit einem Besitz ausübt."[2]  1956 wurden verschiedene zusätzliche Definitionen zur Sklaverei hinzugefügt: Schuldknechtschaft, Leibeigenschaft, Zwangsehen, Übertragung von Ehefrauen, vererben von Ehefrauen und der Transfer eines Kindes zum Zwecke der Ausbeutung.[3]

Wurzeln der Sklaverei in der Bibel

Die Bibel, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament billigt Sklaverei.[4]  Die Bibel existierte schon vor dem Qur´an. 

Die Bibel stellt fest, dass Noah eines morgens aufwachte und herausfand, dass ihn Ham, einer seiner Söhne, nackt gesehen hatte. Noah verfluchte den Sohn mit dem schlechten Benehmen und alle Nachkommen Kanaans, Hams Sohn, indem er sagte: "sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Brüdern" (1Mose 9:25).  Es muss dazu angemerkt werden, dass diese Geschichte oder ähnliches nicht im Qur´an oder den Lehren des Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, zu finden ist. 

Es gibt eine lange Tradition bei Christen, dass Ham der Vater der schwarzen Rassen Afrikas sei.  Sem ist der Vater der Semiten (einschließlich Araber und Juden) und Japheth ist der Vater der Weißen.  Daher wurde diese Passage der Bibel dazu verwendet, die weiße Rasse als überlegen anzusehen und um die der Schwarze zu ihren Dienern zu machen.[5]  Diese "biblische Passage wurde jahrhundertelang zur hauptsächlichen Rechtfertigung für die Versklavung von Schwarzen benutzt".[6]  Noch vor nicht allzu langer Zeit berief sich die Reformierte Kirche in Südafrika auf diesen "Fluch", um das "Recht" der weißen Herrscher über die Schwarzen zu unterstützen. 

Sklaverei wird in den zehn Geboten, die wir in der Bibel[7] finden, zweimal erwähnt, jedoch kein einziges Mal in den zehn Geboten des Qur´an. 

Levitikus 25:44-46 (eines der Bücher der heutigen Torah, der jüdischen Schrift) ist ein Schlüsseltext, der für die Rechtfertigung von Sklaverei verwendet wird.  Er besagt, dass Gott zu den Juden gesagt habe: ‘Willst du aber leibeigene Knechte und Mägde haben, so sollst du sie kaufen von den Heiden, die um euch her sind,... sollt sie besitzen und eure Kinder nach euch zum Eigentum.’

Abraham, ‘der, den Gott für Seine Liebe auserwählt hatte,’ und ‘der Vater der Gläubigen’ kaufte Sklaven von Haran (Gen 12:50), bewaffnete 318 Sklaven, die in seinem Haus geboren worden waren (Gen 14:14), zählte sie zu seinem Besitz (Gen 12:16, 24:35-36), und vererbte sie seinem Sohn Isaak (Gen 26:13-14).  Die Bibel sagt, Gott segnete Abraham, indem Er seine Slaven vermehrte (Gen 24:35).  In Abrahams Haushalt sprechen Engel zu Hajar, seiner Sklavin, sie solle zu Sara zurückkehren.  Der Engel sagt ihr: "Kehre wieder zu deiner Herrin zurück, und demütige dich unter ihre Hand." (Gen 16:9).

Auf Befehl Gottes nahm Josua Sklaven (Jos 9:23), das tat auch David (1 Könge 8:2,6) und Salomo (1 Könige 9:20-21).

Hiob, den die Bibel als ‘aufrichtig und vollständig Gott ergeben’ bezeichnet,  war ein großer Sklavenhalter. Siehe Hiob 1:15-17, 3:19, 7:2, 31:13, 42:8 wo Hiob von seinen Sklaven spricht.[8]

Jesus akzeptierte Sklaverei.  Die heutigen Evangelien enthalten kein einziges Wort, das Jesus zugeschrieben wird, in dem er irgendetwas zur Sklaverei sagte.   Jesus traf Sklaven (Lukas 7:2-10, 22:50, etc) und gab Gleichnisse von Sklaven (Matthäus 13:24-30, 18:23-35, 22:1-14, Lukas 12:25-40, 14:15-24, etc),aber er hat sich nie gegen die Sklaverei ausgesprochen.  Vergleiche dies mit dem, was der arabische Prophete des Islam über Sklaven gesprochen hat, im nächsten Teil des Artikels. 

In etwa siebzig Passagen unterstützten die Anhänger Jesus´ direkt die Sklaverei.  Sie sagten, Sklaven sollten ihr Schicksal annehmen und wiesen deren Herren an, sie freundlich zu behandeln. (1 Korinther 7:20-21, Epheser 6:5-9, Kolosser 3:22-25, 1 Timotheus 6:1-2, Titus 2:9-10, Philemon 10-18, 1 Petrus 2:18-19).  1 Timotheus 6:1-3 weist Sklaven an, ihre Position anzunehmen und ihren Herrn zu gehorchen, denn dies sei ein Befehl von "unsers HERRN Jesu Christi ". 

Die meisten christlichen Theologen und Gelehrten haben bis zum vergangenen Jahrhundert geglaubt, die Bibel genehmige Sklaverei.  Unter diesen waren Augustinus, Thomas von Aquin, Luther, Calvin und andere.[9]

1835 griff die Presbyterian Synod of West Virginia die Bewegung an, die Sklaven frei zu lassen, indem sie dies als einen Glauben gegen die "deutlichste Autorität des Wort Gottes" bezeichnete.[10]

Der Old School (presbyterianische) General Assembly Report von 1845 schlussfolgerte, dass Sklaverei auf ´einigen der deutlichsten Erklärungen der Worte Gottes´ basiere.[11]

1861 schrieb ein jüdischer Rabbi, Dr.  M.J.  Raphall of New York, ein viel publiziertes Pamphlet mit dem Titel "The Bible View of Slavery (Die biblische Ansicht zu Sklaverei" um die Sklaverei zu verteidigen.[12]

Noch 1957 stritt John Murray auf dem Westminster Theological Seminary[13]  die Bibel würde Sklaverei erlauben und die früheren christlichen Gelehrten besaßen ein korrektes Verständnis von der Bibel. 

Sklaverei in der US Verfassung

Der drei-fünftel Kompromiss ist im 1. Artikel Sektion 2 Paragraph 3 der US Verfassung zu finden.  Der 3/5 Kompromiss (Sklaven wurden zu 3/5 auf die Bevölkerungszahl angerechnet) befähigte mehr Herren, Abgeordnete zu werden, auch wenn die 3/5 der Sklavenbevölkerung zählte, besaßen sie keine Stimme und durfte in der Demokratie nicht wählen. 

Der Sklavenhandelskompromiss war eine Übereinkunft während der Constitutional Convention von 1787, welche die Interessen der Sklavenhalter schützte und dem Kongress die Macht nahm, für 20 Jahre auf den Sklavenhandel einzuwirken.  Der Sklavenhandelkompromiss stoppte nach 1807 Sklavenimporte und regte die Zucht von Sklaven innerhalb der USA sowie Sklavenauktionen im Süden an. 

Sklaverei nach dem Bürgerkrieg in den USA[14]

Der amerikanische Bürgerkrieg fand zum Teil wegen der Sklaverei statt.  Während des Krieges erließ  Präsident Abraham Lincoln die Emancipation Proclamation, die alle Sklaven der rebellischen Staaten befreite.  Der Sieg des Nordens brachte 1865 das Ende der legalen Sklaverei in den Vereinigten Staaten. 

Sklaverei, wie sie im alten Süden praktiziert wurde, nahm den Schwarzen jegliche Kontrolle über ihre eigenen Leben; sie mussten ihr Leben lang Sklaven sein, ihre Kinder wurden in die Sklaverei hinein geboren, Bildung war ihnen verboten, sie wurden hart für geringfügige Akte des Ungehorsams bestraft, ihre Familien wurden auseinander gerissen, wenn Kinder verkauft wurden, und Frauen wurden sexuell ausgenutzt. Das amerikanische Sklavensystem, das auf den Rassen basierte, war dazu entwickelt, auf jeder Ebene die Menschlichkeit des Sklaven zu nehmen, indem es Bezug auf die Haltung von Tieren nahm. Dehumanisierung hatte eine besondere Bedeutung für Amerikas Sklavensystem.  In Amerika wurden Sklaven anhand ihrer Hautfarbe vermarktet.  Hierin wurde Amerikas Sklavensystem von der amerikanischen Religion unterstützt: die Bibel informierte die Christen, dass Sklaven keine vollwertigen Menschen seien, sondern die Nachkommen Kanaans, den Gott als minderwertig und Diener anderer gebranntmarkt habe.[15]

Sklaverei  heute

Die legale Sklaverei mag vorbei sein, aber die Institution existiert noch heute unter anderen Namen.  Die Menschenrechtsbeobachter der Vereinten Nationen stellten fest: "Sklaverei war das erste Menschenrecht, das weltweit Besorgnis erregt hat und das tut es heute noch."[16]  Das US State Department erkennt ebenfalls "moderne Sklaverei."[17]

Sklaven sind heute billiger als sie es je in 4000 Jahren gewesen sind.  1850 hat ein Sklave ungefähr $40,000 in heutigen Dollars gerechnet gekostet.  Jetzt kostet ein Sklave  $30-$90.  Es gibt konservativen Schätzungen zufolge  27 Millionen Sklaven und mehr denn je in der menschlichen Geschichte.[18]

"…zwischen 14000 und 17500 Menschen werden jedes Jahr nach Angaben der US Regierung in den Vereinigten Staaten gehandelt, die meisten werden in das Sexgewerbe, im häuslichen Bereich oder zu landwirtschaftlicher Arbeit gezwungen.  Zu jeder Zeit sind zwischen 52000 und 87000 in Leibeigenschaft... laut den Vereinten Nationen rangieren Profite durch den Menschenhandel unter den oberen drei Umsatzträgern des organisierten Verbrechens, nach Drogen und Waffen."[19]

 

 

 



Fußnoten:

[1] Definition entnommen aus D.B.  Davies, The Problem of Slavery in Western Cultures (Cornell University Press, 1966), 31.

[2] (http://www2.ohchr.org/english/law/slavery.htm)

[3] (http://www2.ohchr.org/english/law/slavetrade.htm)

[4] Artikel über Sklaverei im AT und NT New Bible Dictionary (2nd edition, London: IVP, 1986), 1121-1125.  Es muss angemerkt werden, dass das IVP New Bible Dictionary eine evangelische Betonung hat.

[5] Griffith Thomas, Genesis: A Devotional Commentary (Grand Rapids: Eerdmas, reprint 1953), 95-99.

[6] David Brion Davis, Inhuman Bondage: The Rise and Fall of Slavery in the New World (Oxford University Press, 2006) 5.

[7] Die meisten Menschen sind sich dessen nicht bewusst, dass die biblischen 10 Gebote die Sklaverei zweimal erwähnen, siehe Exodus 20:17 und Deuteronium 5:21, die fordern, den Sklaven einen Tag zur Erholung zu gewähren und das Verbot, den Sklaven des Nachbarn zu begehren. 

[8] J.H.  Hopkins, A Scriptural, Ecclesiastical, and Historical View of Slavery, from the Days of the Patriarch Abraham, to the Nineteenth Century, (New York, 1864), 76.

[9] A.  Ruppercht, ‘Attitudes on Slavery Among the Church Fathers,’ in New Dimensions in New Testament Study (Grand Rapids: Zondervan, 1974), 261-277; J.  Kahl, ‘The Church as Slave-Owner,’ in The Misery of Christianity (London: Penguin, 1971).

[10] H.  Shelton Smith, In His Image, But…Racism in Southern Religion, 1719-1910 (North Carolina: Duke University Press, 1971) 172.

[11] J.  Murray, Principles of Conduct (London: IVP, 1957), 260.

[12] (http://www.jewish-history.com/civilwar/raphall.html)

[13] (Westminster Theological Seminary), eine Presbyterische und Reformierte christliche Hochschule in Pennsylvania, mit einer Nebenstelle in London.  See J.  Murray, Principles of Conduct (London: IVP, 1957).

[14] Verfolge die timeline um mehr über die Geschichte der Sklaverei in der USA zu erfahren.

[15] "North American Slave Narratives" ist ein Universitätprojekt North Carolinas bei Chapel Hill, das Bücher und Artikel sammelt, welche die individuellen und kollektiven Geschichten afrikanischer Amerikaner sammelt, die im achtzehnten, neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert um Freiheit und Menschenrechte kämpfen.     

 

Documente, die Sklaverei in Amerika diskutieren, kann man finden in Theodore Weld’s American Slavery As It Is: Testimony of a Thousand Witnesses, 1839, republished in Slavery In America (Illinois: Peacock, 1972) and W.  L.  Rose (ed.), A Documentary History of Slavery in North America (Oxford University Press, 1976).   Für eine maßgebende Diskussion der Geschichte der amerikanischen Sklaverei siehe Inhuman Bondage: The Rise and Fall of Slavery in the New World von einem Historiker, der den Pulitzer Prize gewonnen hat, David Brion Davis.

[16] (http://www.ohchr.org/EN/Issues/Slavery/SRSlavery/Pages/SRSlaveryIndex.aspx)

[17] (http://www.state.gov/j/tip/what/)

[18] (www.freetheslaves.net)

[19] "Sklaverei ist nicht tot, nur weniger bemerkbar." (http://www.csmonitor.com/2004/0901/p16s01-wogi.html)

 

 

Sklaverei (teil 2 von 2): Sklaverei im islamischen Recht mit einigen historischen Beobachtungen

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Beschreibung: Sklaverei ist in allen muslimischen Ländern illegal.  Der Artikel betont die humanen Regeln der Scharia für den Umgang mit Sklaven, als sie existierte.  Referenzen sind die primären Quellen des Islam: der Qur´an und die Anweisungen des Propheten Muhammad.  Auch werden einige interessante historische Beobachtungen erwähnt.  

  • von C. Mofty (© 2015 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 19 Oct 2015
  • Zuletzt verändert am 19 Oct 2015
  • Gedruckt: 18
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1. Islamisches Prinzip: Menschen sind von Geburt an frei, Sklaverei ist vorübergehend. 

Der Qur´an stellt fest:

"O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann (Adam) und Frau (Eva) erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander erkennen möget. Wahrlich, vor Gott ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist." (Quran 49:13)

Der Prophet des Islam erklärte:

‘Alle von euch stammen von Adam und Adam wurde aus Staub geschaffen.’[1]

Slavery2.jpgDas Prinzip, dass menschliche Wesen frei geboren werden und Sklaverei accidentell ist, wird von allen Gelehrten des Islam anerkannt.  Wenige wichtige Konsequenzen dieses Prinzips sind:

·       Freiwillige Sklaverei ist nicht erlaubt.  Eine freie Person kann kein Sklave werden, auch wenn sie das wünscht. 

·       Eine freie Person kann nicht versklavt werden.  Ein interessanter Punkt hier ist, dass dies nicht muslimische Theologen entschieden haben, sondern der Prophet des Islam, Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, erklärte es vor 1400 Jahren zu einer Sünde.   Er sagte: "Es gibt drei Sorten von Menschen, gegen die ich am Tag des Gerichts als Kläger auftreten werde.  Von diesen drei Menschen ist einer, der einen freien Mann versklavt, ihn sodann verkauft und dieses Geld konsumiert."[2]

·       Ein verlassenes Kind mit unbekannter Herkunft wird als freie Person behandelt, auch wenn es so scheint, als habe es Sklaven als Eltern. 

2. Einem Sklaven wird Respekt und menschliche Würde garantiert. 

Das Wort "Sklave" besitzt im Englischen (wie im Deutschen) einen extrem negativen Beigeschmack barbarischer Behandlung.  Vergleiche dazu, wie der Prophet der Gnade vor 1400 Jahren über Sklaven gesprochen hat. 

"Eure Sklaven sind eure Brüder!  Gott hat sie in eure Fürsorge gegeben.  Wessen Bruder also in deiner Fürsorge ist, den sollst du mit dem versorgen, was du ißt und bekleiden, wie du dich kleidest.  Und erlege ihm nichts auf, das ihm zu schwer ist; doch wenn du ihm (eine unerträgliche Last) auferlegst, dann hilf ihm (mit seiner Last)."[3]

"Wenn der Diener von irgend jemandem ihm Essen bereitet und hat die Hitze und den Rauch ertragen, dann sollte er ihn (den Sklaven) mit sich sitzen lassen und ihn (mit sich) essen lassen, und wenn er dies nicht tut, dann soll er eine Portion für ihn aufheben."[4]

Der Prophet der Gnade hat verboten, Sklaven zu schlagen.  Er erklärte, dass die Sühne für das Schlagen eines Sklaven darin besteht, ihn freizulassen.[5]

Desweiteren darf ein Sklave nicht mit verletzenden Worten bedacht werden.  Der Prophet der Gnade betonte, man dürfe sie nicht bezeichnen als "Mein Sklavenjunge, oder mein Sklavenmädchen".  Er sagte: "Alle von euch sind Sklaven Gottes!"  Nennt sie: "Oh, mein junger Mann, oh, meine junge Dame."[6]

Umar ibn al-Khattab, der zweite herrschende Khalif des Islam, war Salim, einem befreiten Sklaven, so zugetan, dass er sich wünschte, Salim als herrschenden Khalif zu benennen, wäre er noch am Leben gewesen.  Salim pflegte die Muslime im Gebet zu führen,was in der islamischen Tradition eine große Ehre ist.

3. Der Islam hat das System der Sklaverei nicht eingeführt.  Es existierte bereits im Judentum, im Christentum, in Indien und China vor dem Islam. 

Seit der frühesten Zeit hat der Islam Türen geöffnet, um Sklaven zu befreien und um die Sklaverei schließlich zu beenden.  Das islamische Paradigma hat die Realität der Welt nicht ignoriert, und es hat sie nicht gebilligt.  Der Islam regulierte sie.  Wie Annemarie Schimmel, eine deutsche Gelehrte, bemerkte: "…daher ist die Sklaverei mit der Expansion des Islam zum Verschwinden verdammt."[7]

Das Schariagesetz limitierte die Kanäle streng, mit denen sich die Zahl der Sklaven vermehren könnte.  Die einzige Quelle der Sklaverei waren Gefangene aus legitimen Kriegen und Kinder, die versklavten Eltern geboren wurden.  Im Fall eines Krieges mussten die Gefangenen nicht unbedingt versklavt werden.  Die muslimische Schrift hat auch andere Optionen genannt, wie mit ihnen verfahren werden kann:

·       Bedingungslose Freiheit (Quran 47:4)

·       Lösegeld (Quran 47:4)

Nachdem die Quellen für neue Sklaven begrenzt worden waren, befasste sich das islamische Gesetz mit der Realität der existierenden Sklaven.    

4.  Der Islam garanierte gleiche religiöse Rechte für den Freien und den Sklaven und in den meisten zivilen Angelegenheiten.  Ihre besonderen Gesetze sollten ihre Arbeit erleichtern:

Sklaven standen auf der gleichen Stufe wie freie Bürger, wenn es um religiöse Rechte ging, ebenso bei der Belohnung und der Strafe Gottes.  Die Zeugenaussage eines Sklaven wurde als annehmbar angesehen.  Ein Sklave besaß das Recht auf persönlichen Besitz und Eigentum.  Sklaven waren bei der Vergeltung von Blutgeld gleichrangig.  Ihnen war dabei zu helfen, ihre Freiheit legal zu erreichen, wenn sie wählten, dies durch einen Mechanismus, der als Mukataba und Tadbir bekannt ist, zu tun.  Dieser Mechanismus wurde von Gott in der muslimischen Schrift 24:33 verankert.

5.  Der Islam machte aus dem Befreien von Sklaven eine gottesdienstliche Handlung, die Gott zufrieden stellt. 

Er setzte das Befreien von Sklaven als Sühne für Sünden und für spezielle Übertretungen ein.  Muslime wurden ermutigt, freiwillig Sklaven freizulassen, um sich vor der Strafe im Höllenfeuer zu befreien.  Der Staat bildete ebenfalls eine Quelle, um Sklaven zu befreien, denn das islamische Gesetz gebietet, dass Zakat - das verpflichtende Almosen, das wohlhabende Muslime dem Staat abgeben müssen -  unter anderem dazu verwendet werden soll, Sklaven zu befreien.  (Quran 9:60).

6. Der Islam hat Sklaven in die Gesellschaft integriert. 

Das Thema von der Integration befreiter Sklaven in die Gesellschaft wurde von einigen gegenwärtigen Gelehrten diskutiert.  Die islamische Lösung war, die Sklaven in die Gesellschaft zu integrieren, indem sie zu Teilen von Stämmen und Familien wurden.  Das System war als "Wala" bekannt.  Der Prophet des Islam sagte: ‘Einen Sklaven befreien ist wie das Schaffen einer Blutsverwandschaft.’[8]

Einige historische Beobachtungen

1.  Abul Ala Maududi schreibt in seinem Papier: ‘Die Position der Sklaverei im Islam’, "Allein der Prophet befreite 63 Sklaven.  Die Zahl der Sklaven, die von Aischa befreit wurden, war 67,  ‘Abbas befreite 70, ‘Abd Allah ibn ‘Umar befreite eintausend und ‘Abd al-Rahman kaufte dreißig tausend und ließ sie frei."

2.  "Zaid, der befreite Sklave vom Propheten, wurde oft das Kommando über die Truppen übertragen und die nobelsten Kommandanten dienten unter ihm ohne Einwand; und sein Sohn ‘Usâma wurde mit der Führung der Expedition geehrt, die Abu Bakr gegen die Griechen entsandte.  Kutb ud-dîn, der erste König von Delhi, und daher der wahre Gründer des muslimischen Reiches in Indien, war ein Sklave."[9]

3.  "Sogar einfache Haussklaven waren häufig besser ernährt, gekleidet und beschützt als viele freie Männer und Frauen."[10]

4.  "Die gesamte Geschichte des Islam beweist, dass Sklaven jedes Amt inne haben konnten, und viele ehemalige Militärsklaven, die gewöhnlich unter den Zentralasiatischen Türken rekrutiert worden waren, wurden militärische Führer und oft sogar Herrscher im östlichen Iran, Indien (die Sklavendynastie von Delhi) und dem mittelalterlichen Ägypten (die Mamluken)."[11]

5.  "…die Exklusivität der Eigentümer - Sklave Beziehung, die den Sklavensystemen typisch war, traf für die ottomanische Realität nie zu.  Das Şeriat-basierte (Scharia-basierte) Rechtssystem durchbrach diese Exklusivität, indem es den Sklaven gestattete, sich über schlechte Behandlung zu beschweren, die zur Zwangsfreilassung führen konnte.  Obgleich, wie wir gesehen haben, die Gerichte zögerten, in die Eigentümer - Sklavebeziehungen einzugreifen, und der Staat vorsichtig bedacht war, nicht die Eigentümer zu zwingen, Sklaven unfreiwillig freizulassen, war ein Schiedsverfahren jederzeit verfügbar, für den Fall, dass es notwendig sein würde, in diese Beziehung einzugreifen."[12]

6.  "Was saudiarabische Sklaven angeht, sie teilten dasselbe Essen, Kleidung und Häuser wie ihre Eigentümer und viele von ihnen wurden zu Herrschern großer Regionen im Land und waren aktiv an der Staatsführung beteiligt."[13]

7.  "…Saudi Arabiens späte Abschaffung der Sklaverei.  Sklaverei wurde in Saudi Arabien 1962 abgeschafft…dies war so, weil Saudi Arabien vor 1932 nicht als moderner Staat existiert hatte, was bedeutet, es hat dreißig Jahre von seiner Entstehung bis zum Ende der Sklaverei gedauert, und das ohne Bürgerkrieg."[14]



Fußnoten:

[1] Abu Daud, Musnad, Baihaqi

[2] Sahieh Al-Bukhari, Ibn Majah

[3] Sahieh Al-Bukhari

[4] Sahieh Muslim

[5] Hadith berichtet in Sahieh Muslim

[6] Hadith berichtet in Sahieh Muslim

[7] Annemarie Schimmel, Islam An Introduction (Albany, NY: State University of New York Press, 1992), 67

[8] Darimi

[9] Ameer Ali, The Spirit of Islam: A History of the Evolution and Ideals of Islam with a Life of the Prophet Revised ed., (London: Christophers, 1922), p.  264

[10] Ehud R.  Toledano, Slavery and Abolition in the Ottoman Middle East (Seattle: University of Washington Press, 1998), p.  6

[11] Annemarie Schimmel, Islam An Introduction (Albany, NY: State University of New York Press, 1992), 67

[12] Ehud R.  Toledano, Slavery and Abolition in the Ottoman Middle East (Seattle: University of Washington Press, 1998), p.  161-162

[13] Princess Reem Al Faisal, Slavery in US and Other Places: The Vital Difference, published by www.arabview.com

[14] Princess Reem Al Faisal, Slavery in US and Other Places: The Vital Difference, published by www.arabview.com

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