|
|
|
|
|
|
Kenneth L. Jenkins, Geistlicher und Kirchenältester der Pfingstgemeinde, USA (teil 1 von 3)
|
   
Beschreibung: Ein früher abgeirrter Junge findet seine Erlösung in der Pfingstgemeinde und kommt im Alter von 20 seiner Berufung zum Pastor nach, später wird er Muslim. Teil 1.
von Kenneth L. Jenkins
Veröffentlicht am 31 Aug 2009 - Zuletzt verändert am 31 Aug 2009
Gesehen: 653 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 1 Gedruckt: 26 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Geschichten von neuen Muslimen
> Priester und Theologen
|
Vorwort
Als früherer Geistlicher und
Ältester der christlichen Kirche, ist es zu meiner Pflicht geworden, diejenigen
zu erleuchten, die weiterhin im Dunklen tappen. Nachdem ich den Islam
angenommen hatte, fühlte ich ein Verlangen, denen zu helfen, die noch nicht den
Segen erfahren haben, das Licht des Islam zu erfahren.
Ich danke dem Allmächtigen Gott
dafür, dass Er Gnade mit mir hatte, und mich die Schönheit des Islam hat
kennenlernen lassen, wie der Prophet Muhammad und seine rechtgeleiteten
Anhänger ihn gelehrt haben. Nur durch die Gnade Gottes können wir wahre
Rechtleitung erhalten und die Fähigkeit, dem geraden Weg zu folgen, der zum
Erfolg in diesem Leben und im Jenseits führt.
Gepriesen sei Gott für die
Freundlichkeit, die mir durch Schaikh ´Abdulaziz bin Baz nach meiner Annahme
des Islam entgegengebracht wurde. Ich zehre von dem Wissen, das ich mit jedem
Treffen mit ihm erlangte und werde es weitergeben. Es gibt viele andere, die
mir mit Ermutigungen und Wissen geholfen haben, aber aus Furcht, irgendeinen zu
vergessen, werde ich nicht versuchen, sie alle aufzuzählen. Es genügt, zu
sagen, dass ich Gott, dem Allmächtigen, für jeden Bruder und jede Schwester
danke, dem oder der Er erlaubte, eine Rolle in meinem Heranwachsen und meiner
Entwicklung als Muslim zu spielen.
Ich bete, dass dieses kleine Werk
allen nutzen wird. Ich hoffe, dass Christen herausfinden werden, dass es für
die starren Bedingungen, die über die Masse des Christentums die Oberhand
haben, noch Hoffnung gibt. Die Antworten auf die christlichen Probleme sind
nicht in den Christen selbst zu finden, denn in den meisten Fällen sind sie
selbst die Wurzeln ihrer Probleme. Eher stellt der Islam die Lösung für die
Probleme dar, welche die christliche Welt heimsuchen, ebenso wie die sogenannte
religiöse Welt im ganzen. Möge Gott uns alle rechtleiten und uns der besten
unserer Taten und Absichten entsprechend belohnen.
Abdullah Muhammad al-Faruque at-Ta’if, Kingdom of Saudi Arabia.
Anfänge
Als Junge wurde ich mit einer starken
Furcht vor Gott erzogen. Durch die teilweise Erziehung durch meine Großmutter,
die eine Fundamentalistin der Pfingstgemeinde war, wurde die Kirche bereits
früh zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Im Alter von sechs Jahren
wußte ich bereits nur zu gut, welche Belohnung mich im Himmel dafür erwartet,
wenn ich ein guter kleiner Junge bin, und welche Strafe in der Hölle auf kleine
Jungen wartet, die unartig sind. Meine Großmutter brachte mir bei, dass alle
Lügner dazu verdammt sind, in die Hölle zu kommen, wo sie für immer und ewig
brennen werden.
Meine Mutter arbeitete in zwei
full-time-Jobs und fuhr damit fort, die Lehren ihrer Mutter in mir
wachzuerhalten. Mein jüngerer Bruder und meine ältere Schwester schienen die
Warnungen unserer Großmutter vor dem Jenseits nicht so ernst zu nehmen, wie ich
es getan habe. Ich erinnere mich daran, dass ich den Vollmond gesehen habe,
als er eine tiefe rötliche Färbung angenommen hatte, und ich began zu weinen,
weil ich gelernt hatte, dass dies eines der Zeichen für das Ende der Welt sein
würde, dass der Mond rot wie Blut werden wird. Als achtjähriges Kind begann
ich derartige Furcht vor dem, was ich für die Zeichen für den Letzten Tag
hielt, zu entwickeln, dass ich regelrechte Alpträume vom Tag des Gerichts bekam.
Unser Haus war in der Nähe einiger Eisenbahnschienen und die Züge fuhren in
regelmäßigen Abständen vorbei. Ich erinnere mich daran, dass ich einmal von
dem schrecklichen Krach des Horns einer Lokomotive aus dem Schlaf
hochgeschreckt bin, und ich dachte, ich sei gestorben und nach dem
Trompetenstoß wieder auferweckt worden. Diese Lehren waren in meinem jungen
Bewußtsein durch die Kombination wörtlicher Lehren und dem Lesen von einem paar
Kinderbüchern, die als Bibelgeschichte bekannt sind, tief verwurzelt.
Jeden Sonntag gingen wir in
unserem Sonntagstaat in die Kirche. Mein Großvater war unser Fahrer. Die
Kirche dauerte Stunden, wie es mir vorkam. Wir kamen gegen elf Uhr am Morgen
dort an und verließen sie manchmal nicht eher als nachmittags um drei. Ich
erinnere mich daran, dass ich häufig auf dem Schoß meiner Großmutter
eingeschlafen war. Eine Zeit lang wurde meinem Bruder und mir gestattet, die
Kirche zwischen dem Ende der Sonntagsschule und dem Morgengottesdienst zu
verlassen, um mit unserem Großvater am Bahnhof zu sitzen und die
vorbeifahrenden Züge zu beobachten. Er war kein Kirchengänger, aber er sah zu,
dass meine Familie jeden Sonntag dorthin kam. Einige Zeit später erlitt er
einen Schlag, der ihn teilweise lähmte und infolge dessen waren wir nicht in
der Lage, regelmäßig an der Kirche teilzunehmen. Diese Zeitspanne wurde zu einem
der entscheidenden Stadien meiner Entwicklung.
Weihung
Ich war auf eine Weise
erleichtert, nicht länger an der Kirche teilnehmen zu können, aber ich fühlte
den Drang, ab und zu von selbst dorthin zu gehen. Im Alter von sechzehn begann
ich, zur Kirche eines Freundes mitzugehen, dessen Vater dort Pastor war. Es
war ein kleines Gebäude mit Geschäftsfront, nur mit der Familie meines
Freundes, mir selbst und einem weiteren Schulkameraden als Mitgliedern. Dies
ging nur verschiedene Monate so, dann schloß die Kirche. Nachdem ich die High
School abgeschlossen hatte und die Universität begann, entdeckte ich meine
religiöse Neigung wieder und verinnerlichte völlig die Lehren der
Pfingstgemeinde. Ich wurde getauft und "und mit dem Heiligen Geist
erfüllt", wie diese Erfahrung genannt wurde. Als Collegestudent wurde ich
bald zum Solz der Kirche. Jeder setzte hohe Hoffnungen in mich, und ich war
glücklich, wieder "auf dem Weg der Erlösung zu sein".
Ich war in der Kirche, sobald sich
ihre Türen öffneten. Ich studierte die Bibel tage- und wochenlang. Ich nahm
an Lesungen leil, die von den christlichen Gelehrten meiner Zeit gehalten
wurden, und ich folgte im Alter von 20 die Berufung zum Pastor. Ich begann, zu
predigen und wurde bald wohlbekannt. Ich war extrem dogmatisch und glaubte,
dass niemand Erlösung erlangen könne, der nicht zu meiner Kirchengruppe
gehörte. Ich verdammte jeden kategorisch, der Gott nicht so begriff, wie ich
es tat. Mir war beigebracht worden, dass Jesus Christus (der Friede Gottes sei
mit ihm) und Gott, der Allmächtige, ein und derselbe seien. Mir war
beigebracht worden, dass unsere Kirche nicht an die Dreieinigkeit glaubte, aber
dass Jesus (der Friede Gottes sei mit ihm) in Wirklichkeit der Vater, der Sohn
und der Heilige Geist sei. Ich versuchte, es zu verstehen, obwohl ich zugeben
muss, dass ich es nicht vollständig verstanden habe. Soweit es mich betraf,
war es die einzige Doktrin, die mir einleuchtete. Ich bewunderte die heilige
Bekleidung der Frauen und das fromme Verhalten der Männer. Ich genoss es, eine
Doktrin zu praktizieren, welche die Frauen dazu verpflichtet, sich so zu
bekleiden, dass sie vollständig bedeckt sind, sich nicht das Gesicht mit
Make-up schminken und sich wie wahre Botschafter Christi verhielten. Ich war
trotz einem Hauch von Zweifeln davon überzeugt, dass ich schließlich den wahren
Weg zum ewigen Paradies gefunden hatte. Ich führte mit jedem von den anderen
Kirchen und anderen Konfessionen Streitgespräche und mit meinen
Bibelkenntnissen brachte ich sie recht schnell zum Schweigen. Ich lernte
hunderte von Bibelpassagen auswendig und dies wurde zu einem Markenzeichen
meiner Predigten. Aber trotzdem ich mich sicher fühlte, auf dem richtigen Weg
zu sein, war ein Teil von mir noch immer auf der Suche. Ich fühlte, dass es
dort eine noch höhere Wahrheit zu entdecken gab.
|
Kenneth L. Jenkins, Geistlicher und Kirchenältester der Pfingstgemeinde, USA (teil 2 von 3)
|
Beschreibung: Ein früher abgeirrter Junge findet seine Erlösung in der Pfingstgemeinde und kommt im Alter von 20 seinem Aufruf zum Pastor nach, später wird er Muslim. Teil 2: "Es ist nicht alles Gold, das glänzt."
von Kenneth L. Jenkins
Veröffentlicht am 07 Sep 2009 - Zuletzt verändert am 07 Sep 2009
Gesehen: 590 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: noch keiner - Bewertet von: 0 Gedruckt: 26 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Geschichten von neuen Muslimen
> Priester und Theologen
|
|
Ich meditierte alleine und betete
zu Gott, mich zur richtigen Religion zu leiten und mir zu vergeben, falls das,
was ich tat falsch war. Ich hatte nie irgendwelchen Kontakt zu Muslimen gehabt.
Die einzigen Menschen, die ich kannte und die behaupteten, Muslime zu sein,
waren die Anhänger von Elijah Muhammad, die vielen als "Black Muslims –
Schwarze Muslime" oder "Lost and Found Nation" geläufig sind. Während
jener Zeit in den späten siebzigern baute Minister Louis Farrakhan die
sogenannte “The Nation of Islam” wieder auf. Ich ging hin, um Minister
Farrakhan bei der Einladung der Mitarbeiter sprechen zu hören und stellte fest,
dass diese Erfahrung mein Leben dramatisch verändern würde. Ich hatte nie
zuvor einen schwarzen Mann wie ihn sprechen gehört. Ich wollte gleich ein
Treffen mit ihm vereinbaren, um zu versuchen, ihn von meiner Religion zu
überzeugen. Mir gefiel es, zu bekehren, in der Hoffnung, verlorene Seelen zu
finden, um sie vor dem Höllenfeuer zu bewahren – egal, wer sie waren.
Nachdem ich das College
abgeschlossen hatte, begann ich Vollzeit zu arbeiten. Als ich den Gipfel
meines Priesteramtes erreichte, wurden die Anhänger von Elijah Muhammad
sichtbarer, und ich schätzte ihre Versuche die schwarze Gemeide von den Übeln,
die sie zu zerstören drohten, zu befreien. Ich begann, sie zu unterstützen, in
dem Sinn, dass ich ihre Literatur kaufte und sie sogar zu Gesprächen traf. Ich
nahm an ihren Lernkreisen teil, um genau herauszufinden, was sie glaubten. So
gut ich auch einige von ihnen kannte und wusste, wie aufrichtig sie waren,
konnte ich doch nicht ihre Vorstellung akzeptieren, dass Gott ein schwarzer
Mann gewesen sein soll. Ich war auch nicht mit ihrer Art einverstanden, wie
sie die Bibel verwendeten, um ihre Ansichten zu bestimmten Themen zu
untermauern. Hier war ein Buch, das ich sehr gut kannte, und ich war zutiefst
bestürzt über das, was ich für ihre Missinterpretation hielt. Ich hatte
örtliche Bibelschulen besucht und war in verschiedenen Bereichen der
Bibelstudien ziemlich wissend.
Ungefähr nach sechs Jahren zog ich
nach Texas und schloß mich mich zwei Kirchen an. Die erste Kirche wurde von
einem jungen Pastor geführt, der unerfahren und nicht besonders ausgebildet
war. Meine Kenntnisse von den christlichen Schriften hatten sich zu jener Zeit
zu etwas Übernormalem entwickelt. Ich war von biblischen Lehren besessen. Ich
began tiefer in die Schriften zu blicken und mir wurde bewußt, dass ich mehr
wußte, als der derzeitige Führer. Aus Respekt verließ ich sie und schloß mich
einer anderen Kirche in einer anderen Stadt an, wo ich das Gefühl hatte, dass
ich mehr lernen konnte. Der Pastor dieser Kirche war überaus gelehrt. Er war
ein außergewöhnlicher Lehrer, aber er hatte einige Ansichten, die in unserer
Kirchenorganisation nicht zur Norm gehörten. Er hatte irgendwie liberale
Ansichten, aber irgendwie gefiel mir sein Unterricht. Ich lernte bald die
wertvollste Lektion meines christlichen Lebens. Sie hieß: "Es ist nicht
alles Gold, das glänzt." Seiner äußeren Erscheinung zum Trotz fanden üble
Dinge statt, von denen ich nie gedacht hatte, dass sie in der Kirche möglich
seien. Diese Dinge veranlaßten mich, tief nachzudenken, und ich begann, die
Lehren zu hinterfragen, denen ich so zugeneigt war.
Willkommen in der Wirklichkeit der
kirchlichen Welt
Ich entdeckte schon bald, dass es
in der Hierarchie der Kichenoberhäupter sehr viel Eifersucht gab. Die Dinge
hatten sich von dem, was ich gewohnt gewesen war, geändert. Frauen trugen
Bekleidung, die ich für schamlos hielt. Menschen bekleideten sich so, um
Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, normalerweise vom anderen Geschlecht. Ich
entdeckte, welche große Rolle Geld und Habgier im Ablauf der kirchlichen
Aktivitäten spielten. Es gab zahlreiche kleine Kirchen, die kämpften und uns
aufriefen, Treffen abzuhalten, um dabei zu helfen, Geld für ihre Unterhaltung
zu sammeln. Mir wurde erzählt, wenn eine Kirche nicht eine bestimmte Zahl von
Anhängern vorweisen konnte, dann sollte ich nicht meine Zeit damit
verschwenden, dort zu predigen, denn ich würde keine angemessene finanzielle
Vergütung erhalten. Ich erklärte daraufhin, dass ich nicht für Geld predigte
und dass ich sogar predigen würde, wenn nur ein einziges Mitglied anwesend wäre
... und ich würde es frei tun! Dies verursachte ein Durcheinander. Ich fing
an, diejenigen zu befragen, von denen ich dachte, sie wären weise, um
herauszufinden, dass sie eine Show machten. Ich lernte, dass Geld, Macht und
Rang wichtiger waren, als die Wahrheit über die Bibel zu lehren. Als
Bibelstudent wußte ich nur zu gut, dass es darin Fehler, Widersprüche und
Fälschungen gab. Ich dachte, dass den Menschen die Wahrheit über die Bibel
gezeigt werden müßte. Die Idee, den Menschen derartige Aspekte der Bibel
aufzuzeigen, war ein Gedanke, der vermutlich dem Satan zuzudenken war. Aber
ich fing an, meinen Lehrern öffentlich während des Bibelunterrichts Fragen zu
stellen, die keiner von ihnen beantworten konnte. Kein einziger konnte
erklären, wie Jesus angeblich Gott sein sollte und wie er zur selben Zeit
angeblich Vater, Sohn und Heiliger Geist zusammen in eins verwickelt sein
konnte und dann doch nicht Teil einer Dreifaltigkeit sein konnte. Manche
Prediger mußten letztendlich zugeben, dass sie es nicht verstünden, aber wir
seien verpflichtet, es einfach zu glauben.
Fälle von Ehebruch und Hurerei
blieben ungestraft. Manche von den Predigern hingen an Drogen und hatten ihre
Leben und die Leben ihrer Familien zerstört. Es stellte sich heraus, dass die
Führer mancher Kirchen Homosexuelle waren. Es gab sogar Pastoren, die Unzucht
mit den jungen Töchtern anderer Kirchenmitglieder begangen hatten. All dies in
Verbindung mit dem Unvermögen, Antworten auf meine Fragen, die ich für wichtig
hielt, zu geben, reichte mir aus, eine Veränderung zu suchen. Diese
Veränderung stellte sich ein, als ich einen Job im Königreich Saudi Arabien
annahm.
|
Kenneth L. Jenkins, Geistlicher und Kirchenältester der Pfingstgemeinde, USA (teil 3 von 3)
|
Beschreibung: Ein früher abgeirrter Junge findet seine Erlösung in der Pfingstgemeinde und kommt im Alter von 20 seinem Aufruf zum Pastor nach, später wird er Muslim. Teil 3: “Eine Geburt von der Dunkelheit zum Licht.”
von Kenneth L. Jenkins
Veröffentlicht am 14 Sep 2009 - Zuletzt verändert am 14 Sep 2009
Gesehen: 574 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: noch keiner - Bewertet von: 0 Gedruckt: 23 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Geschichten von neuen Muslimen
> Priester und Theologen
|
Ein Neuanfang
Es war nicht lange nach meiner
Ankunft in Saudi Arabien, da erkannte ich einen deutlichen Unterschied in der
Lebensweise der muslimischen Menschen. Sie waren anders als die Anhänger von
Elijah Muhammad und Minister Louis Farrakhan, denn zu ihnen gehörten alle
Nationalitäten, Farben und Sprachen. Sofort erwachte in mir das Verlangen,
mehr über diese eigentümliche Art der Religion zu lernen. Ich war erstaunt
über das Leben des Propheten Muhammad und wollte mehr erfahren. Ich verlangte
Bücher von einem der Brüder, die die Menschen aktiv zum Islam einladen. Ich
wurde mit allen Büchern versorgt, die mich möglicherweise interessieren könnten.
Ich las jedes einzelne. Dann wurde mir der Heilige Qur´an geschenkt, und ich
las ihn innerhalb von vier Monaten mehrmals vollständig durch. Ich stellte eine
Frage nach der anderen und erhielt befriedigende Antworten. Was mich anzog,
war, dass die Brüder nicht darauf aus waren, mich mit ihrem Wissen zu
beeidrucken. Wenn ein Bruder die Antwort auf eine Frage nicht kannte, sagte er
mir einfach, er wisse es nicht und würde bei jemanden nachfragen, der es weiß. Am
folgenden Tag bekam ich stets die Antwort. Ich bemerkte, welche große Rolle
die Demut im Leben dieser geheimnisvollen Menschen des Mittleren Ostens
spielte.
Ich war erstaunt, zu sehen, dass
die Frauen sich vom Kopf bis zu den Füßen verhüllen. Ich sah keinerlei
religiöse Hierarchie. Es gab keinen Wettstreit um irgendeine religiöse Stellung.
Dies alles war wundervoll, aber wie konnte ich den Gedanken aufrecht erhalten, die
Lehren aufzugeben, denen ich seit meiner Kindheit gefolgt war? Was war mit der
Bibel? Ich wußte, dass es einiges an Wahrheit in der Bibel gab, auch wenn sie
unzählige Male verändert und revidiert worden war. Mir wurde eine
Videokassette von einer Diskussion zwischen Schaikh Ahmed Deedat und Reverend
Jimmy Swaggart gegeben. Nachdem ich es gesehen hatte, wurde ich sofort
Muslim.
Ich wurde ins Büro von Schaikh Abdullah
bin Abdulaziz bin Baz gebracht, um meine Annahme des Islam offiziell zu
verkünden. Dort wurden mir gute Ratschläge gegeben, wie ich mich auf die lange
Reise vorbereiten soll, die mir bevorstand. Es war wirklich wie eine Geburt,
von der Dunkelheit ins Licht. Ich war neugierig darauf, was meine Glaubensbrüder
von der Kirche denken würden, wenn sie hören, dass ich den Islam angenommen
habe. Es sollte nicht lange dauern, bis ich es herausfand. Ich ging für die
Ferien zurück in die Vereinigten Staaten und wurde für meinen "Mangel an
Glauben" äußerst hart kritisiert. Ich wurde mit zahlreichen Etiketten
abgestempelt – von abtrünnig bis verdorben. Die Leute wurden von sogenannten
Kirchenoberhäuptern angewiesen, mich nicht mehr in ihre Gebete miteinzubeziehen.
So seltsam es zu sein scheint, ich wurde kein bißchen belästigt. Ich war so
glücklich, dass der Allmächtige Gott gewählt hat, mich den rechten Weg zu
führen, dass nichts anderes zählte.
Nun wollte ich nur noch ein
ergebener Muslim werden, wie ich es zuvor als Christ gewesen war. Dies bedeutete
natürlich zu studieren. Mir wurde deutlich bewußt, dass man so viel wie man
selbst will, in den Islam hineinwachsen kann. Es gibt kein Monopol des Wissens
– es steht jedem frei, die Möglichkeiten zu lernen wahrzunehmen. Mir wurde von
meinem Qur´anlehrer die Sammlung von Sahih Muslim geschenkt. Da wußte ich,
dass ich über das Leben, die Aussagen und Taten des Propheten Muhammad lernen
mußte. Ich las und studierte so viele Hadithsammlungen, wie ich auf englisch
bekommen konnte. Mir wurde klar, dass mein Bibelwissen ein Vorteil war, der
jetzt recht nützlich war, um mit Menschen mit christlichem Hintergrund
umzugehen. Das Leben hat für mich jetzt eine ganz neue Bedeutung bekommen.
Eine der grundlegendsten Veränderungen in meinen Eigenschaften bildete das
Wissen, dass dieses Leben wirklich dazu dient, um uns auf das Jenseits
vorzubereiten. Es war auch eine neue Erfahrung, zu wissen, dass wir sogar für
unsere Absichten belohnt werden. Wenn du beabsichtigst, Gutes zu tun, dann
wirst du dafür belohnt. In der Kirche war das ganz anders. Da hieß es:
"der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert". Da gab es
keinen Ausweg, wenn du gesündigt hattest, dann mußtest du vor dem Pastor
beichten, besonders wenn es eine große Sünde gewesen ist, wie Ehebruch. Du
wirst streng nach deinen Taten bewertet.
Die Gegenwart und die Zukunft
Nach einem Interview durch das
Al-Madinah Newspaper wurde ich über meine gegenwärtigen Aktivitäten und Pläne
für die Zukunft befragt. Zur Zeit ist mein Ziel, Arabisch zu lernen und mit
dem Studieren fortzufahren, um mehr Wissen über den Islam zu bekommen. Ich
engagiere mich auch auf dem Gebiet der Dawah und werde gerufen, um Vorträge für
Nicht-Muslime mit christlichem Hintergrund zu halten. Wenn Gott, der
Allmächtige, mir die Zeit gibt, hoffe ich, mehr zum Thema Vergleich der
Religionen schreiben zu können.
Es ist die Pflicht von Muslimen
auf der ganzen Welt das Wissen über den Islam zu verbreiten. Als einer, der so
lange Zeit als Bibellehrer gearbeitet hat, habe ich ein gewisses Pflichtgefühl,
Menschen über die Irrtümer, Widersprüche und erfundenen Geschichten in einem
Buch aufzuklären, an das Millionen von Menschen glauben. Eine der größten
Freuden ist das Wissen, dass es mich nicht viel Mühe kosten würde, mit Christen
zu streiten, den ich war ein Lehrer, der die meisten Diskussionstechniken, die
von ihnen verwendet werden, gelehrt hat. Ich lernte ebenfalls, wie man
argumentiert, um mit der Bibel das Christentum zu verteidigen. Und zur
gleichen Zeit kenne ich die Gegenargumente für jedes Argument, das uns, als
Geistlichen, von unseren Führern verboten war zu diskutieren oder aufzudecken
Ich bete zu Gott, dass Er uns
allen unsere Unwissenheit vergibt und uns den Pfad leitet, der ins Paradies
führt. Aller Lob und Preis gebührt Gott. Möge Gott Seinen letzten Gesandten,
den Propheten Muhammad loben, seine Familie, Gefährten und all jene, die der
wahren Leitung folgen.
_001.gif)
|
|
|
|
|
|
Täglich online:
von zu
(gemäß Ihrer computer Zeit)
|
| |
Ihre Favoriten |
 |
|
Die Liste ihrer Favoriten ist leer. Sie können Artikel zu der Liste hinzufügen, indem Sie die Artikelbearbeitung benutzen. |
| |
Ihre Geschichte |
 |
|
|