Vorwort
Als früherer Geistlicher und
Ältester der christlichen Kirche, ist es zu meiner Pflicht geworden, diejenigen
zu erleuchten, die weiterhin im Dunklen tappen. Nachdem ich den Islam
angenommen hatte, fühlte ich ein Verlangen, denen zu helfen, die noch nicht den
Segen erfahren haben, das Licht des Islam zu erfahren.
Ich danke dem Allmächtigen Gott
dafür, dass Er Gnade mit mir hatte, und mich die Schönheit des Islam hat
kennenlernen lassen, wie der Prophet Muhammad und seine rechtgeleiteten
Anhänger ihn gelehrt haben. Nur durch die Gnade Gottes können wir wahre
Rechtleitung erhalten und die Fähigkeit, dem geraden Weg zu folgen, der zum
Erfolg in diesem Leben und im Jenseits führt.
Gepriesen sei Gott für die
Freundlichkeit, die mir durch Schaikh ´Abdulaziz bin Baz nach meiner Annahme
des Islam entgegengebracht wurde. Ich zehre von dem Wissen, das ich mit jedem
Treffen mit ihm erlangte und werde es weitergeben. Es gibt viele andere, die
mir mit Ermutigungen und Wissen geholfen haben, aber aus Furcht, irgendeinen zu
vergessen, werde ich nicht versuchen, sie alle aufzuzählen. Es genügt, zu
sagen, dass ich Gott, dem Allmächtigen, für jeden Bruder und jede Schwester
danke, dem oder der Er erlaubte, eine Rolle in meinem Heranwachsen und meiner
Entwicklung als Muslim zu spielen.
Ich bete, dass dieses kleine Werk
allen nutzen wird. Ich hoffe, dass Christen herausfinden werden, dass es für
die starren Bedingungen, die über die Masse des Christentums die Oberhand
haben, noch Hoffnung gibt. Die Antworten auf die christlichen Probleme sind
nicht in den Christen selbst zu finden, denn in den meisten Fällen sind sie
selbst die Wurzeln ihrer Probleme. Eher stellt der Islam die Lösung für die
Probleme dar, welche die christliche Welt heimsuchen, ebenso wie die sogenannte
religiöse Welt im ganzen. Möge Gott uns alle rechtleiten und uns der besten
unserer Taten und Absichten entsprechend belohnen.
Abdullah Muhammad al-Faruque at-Ta’if, Kingdom of Saudi Arabia.
Anfänge
Als Junge wurde ich mit einer starken
Furcht vor Gott erzogen. Durch die teilweise Erziehung durch meine Großmutter,
die eine Fundamentalistin der Pfingstgemeinde war, wurde die Kirche bereits
früh zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Im Alter von sechs Jahren
wußte ich bereits nur zu gut, welche Belohnung mich im Himmel dafür erwartet,
wenn ich ein guter kleiner Junge bin, und welche Strafe in der Hölle auf kleine
Jungen wartet, die unartig sind. Meine Großmutter brachte mir bei, dass alle
Lügner dazu verdammt sind, in die Hölle zu kommen, wo sie für immer und ewig
brennen werden.
Meine Mutter arbeitete in zwei
full-time-Jobs und fuhr damit fort, die Lehren ihrer Mutter in mir
wachzuerhalten. Mein jüngerer Bruder und meine ältere Schwester schienen die
Warnungen unserer Großmutter vor dem Jenseits nicht so ernst zu nehmen, wie ich
es getan habe. Ich erinnere mich daran, dass ich den Vollmond gesehen habe,
als er eine tiefe rötliche Färbung angenommen hatte, und ich began zu weinen,
weil ich gelernt hatte, dass dies eines der Zeichen für das Ende der Welt sein
würde, dass der Mond rot wie Blut werden wird. Als achtjähriges Kind begann
ich derartige Furcht vor dem, was ich für die Zeichen für den Letzten Tag
hielt, zu entwickeln, dass ich regelrechte Alpträume vom Tag des Gerichts bekam.
Unser Haus war in der Nähe einiger Eisenbahnschienen und die Züge fuhren in
regelmäßigen Abständen vorbei. Ich erinnere mich daran, dass ich einmal von
dem schrecklichen Krach des Horns einer Lokomotive aus dem Schlaf
hochgeschreckt bin, und ich dachte, ich sei gestorben und nach dem
Trompetenstoß wieder auferweckt worden. Diese Lehren waren in meinem jungen
Bewußtsein durch die Kombination wörtlicher Lehren und dem Lesen von einem paar
Kinderbüchern, die als Bibelgeschichte bekannt sind, tief verwurzelt.
Jeden Sonntag gingen wir in
unserem Sonntagstaat in die Kirche. Mein Großvater war unser Fahrer. Die
Kirche dauerte Stunden, wie es mir vorkam. Wir kamen gegen elf Uhr am Morgen
dort an und verließen sie manchmal nicht eher als nachmittags um drei. Ich
erinnere mich daran, dass ich häufig auf dem Schoß meiner Großmutter
eingeschlafen war. Eine Zeit lang wurde meinem Bruder und mir gestattet, die
Kirche zwischen dem Ende der Sonntagsschule und dem Morgengottesdienst zu
verlassen, um mit unserem Großvater am Bahnhof zu sitzen und die
vorbeifahrenden Züge zu beobachten. Er war kein Kirchengänger, aber er sah zu,
dass meine Familie jeden Sonntag dorthin kam. Einige Zeit später erlitt er
einen Schlag, der ihn teilweise lähmte und infolge dessen waren wir nicht in
der Lage, regelmäßig an der Kirche teilzunehmen. Diese Zeitspanne wurde zu einem
der entscheidenden Stadien meiner Entwicklung.
Weihung
Ich war auf eine Weise
erleichtert, nicht länger an der Kirche teilnehmen zu können, aber ich fühlte
den Drang, ab und zu von selbst dorthin zu gehen. Im Alter von sechzehn begann
ich, zur Kirche eines Freundes mitzugehen, dessen Vater dort Pastor war. Es
war ein kleines Gebäude mit Geschäftsfront, nur mit der Familie meines
Freundes, mir selbst und einem weiteren Schulkameraden als Mitgliedern. Dies
ging nur verschiedene Monate so, dann schloß die Kirche. Nachdem ich die High
School abgeschlossen hatte und die Universität begann, entdeckte ich meine
religiöse Neigung wieder und verinnerlichte völlig die Lehren der
Pfingstgemeinde. Ich wurde getauft und "und mit dem Heiligen Geist
erfüllt", wie diese Erfahrung genannt wurde. Als Collegestudent wurde ich
bald zum Solz der Kirche. Jeder setzte hohe Hoffnungen in mich, und ich war
glücklich, wieder "auf dem Weg der Erlösung zu sein".
Ich war in der Kirche, sobald sich
ihre Türen öffneten. Ich studierte die Bibel tage- und wochenlang. Ich nahm
an Lesungen leil, die von den christlichen Gelehrten meiner Zeit gehalten
wurden, und ich folgte im Alter von 20 die Berufung zum Pastor. Ich begann, zu
predigen und wurde bald wohlbekannt. Ich war extrem dogmatisch und glaubte,
dass niemand Erlösung erlangen könne, der nicht zu meiner Kirchengruppe
gehörte. Ich verdammte jeden kategorisch, der Gott nicht so begriff, wie ich
es tat. Mir war beigebracht worden, dass Jesus Christus (der Friede Gottes sei
mit ihm) und Gott, der Allmächtige, ein und derselbe seien. Mir war
beigebracht worden, dass unsere Kirche nicht an die Dreieinigkeit glaubte, aber
dass Jesus (der Friede Gottes sei mit ihm) in Wirklichkeit der Vater, der Sohn
und der Heilige Geist sei. Ich versuchte, es zu verstehen, obwohl ich zugeben
muss, dass ich es nicht vollständig verstanden habe. Soweit es mich betraf,
war es die einzige Doktrin, die mir einleuchtete. Ich bewunderte die heilige
Bekleidung der Frauen und das fromme Verhalten der Männer. Ich genoss es, eine
Doktrin zu praktizieren, welche die Frauen dazu verpflichtet, sich so zu
bekleiden, dass sie vollständig bedeckt sind, sich nicht das Gesicht mit
Make-up schminken und sich wie wahre Botschafter Christi verhielten. Ich war
trotz einem Hauch von Zweifeln davon überzeugt, dass ich schließlich den wahren
Weg zum ewigen Paradies gefunden hatte. Ich führte mit jedem von den anderen
Kirchen und anderen Konfessionen Streitgespräche und mit meinen
Bibelkenntnissen brachte ich sie recht schnell zum Schweigen. Ich lernte
hunderte von Bibelpassagen auswendig und dies wurde zu einem Markenzeichen
meiner Predigten. Aber trotzdem ich mich sicher fühlte, auf dem richtigen Weg
zu sein, war ein Teil von mir noch immer auf der Suche. Ich fühlte, dass es
dort eine noch höhere Wahrheit zu entdecken gab.
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