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Zum Beispiel sagte Jesus in Matthäus 9:2 zu
einem bestimmten Mann: “Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind vergeben.”
Aus diesem Grund sagen manche, Jesus müsse Gott sein, denn nur Gott vergibt
Sünden. Wenn du aber nur ein paar Verse weiter liest, wirst du finden. “...und
pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat.” (Matthäus
9:8). Dies zeigt, dass die Menschen wussten, dass Jesus
nicht der einzige Mensch gewesen war, der derartige Macht von Gott verliehen
bekommen hat; und Matthäus stimmt dem zu.
Jesus selbst betonte mit Nachdruck, dass
er nicht aus sich selbst heraus sprach (Johannes 14:10) und handelte, sondern
nur, was der Vater ihn gelehrt hat (Johannes 8:28). Was Jesus hier tat, war
folgendes. Jesus tat dem Mann das Wissen kund, das er von Gott erhalten hatte,
und das war, dass Gott dem Mann vergeben hat.
Beachte, dass Jesus nicht gesagt hat:
"Ich vergebe deine Sünden", sondern "Deine Sünden sind
vergeben", denn das bedeutet für die jüdischen Zuhörer, dass Gott dem Mann
vergeben hat. Jesus besaß also nicht die Macht, Sünden zu vergeben, und in
genau dieser Episode nannte er sich selbst "des Menschen Sohn"
(Matthäus 9:6).
Johannes 10:30 wird häufig verwendet, um
zu beweisen, dass Jesus Gott ist, denn Jesus sagte: “Ich und der Vater sind
eins.” Aber wenn du die folgenden sechs Verse liest, wirst du
herausfinden, dass Jesus erklärte, dass seine Feinde fälschlicherweise dachten,
er würde behaupten, Gott zu sein. Was Jesus hier offensichtlich meint, ist,
dass er mit dem Vater eins ist, was das Vorhaben betrifft. Jesus betete auch,
dass seine Jünger eins sein sollten, wie Jesus und der Vater eins seien. Offensichtlich
betete er nicht, dass alle seine Jünger irgendwie zu einem Individuum zu verschmelzen
(siehe Johannes 17:11 und 22). Und wenn Lukas berichtet, dass die Jünger alle
eins wären, meint Lukas nicht, dass sie ein einziges menschliches Wesen würden,
sondern dass sie einen gemeinsames Ziel verfolgen, obwohl sie unterschiedliche
Wesen sind (siehe Apostelgeschichte 4:32). Das bedeutet, Jesus und der Vater
sind zwei, denn Jesus sagte, sie seien zwei Zeugen (Johannes 8:14-18). Sie
müssen zwei sein, denn einer ist größer als der andere (siehe Johannes 14:28).
Als Jesus betete, um vor dem Kreuz bewahrt zu werden, sagte er: “Vater,
willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein sondern dein Wille
geschehe!” (Lukas 22:42).
Dies zeigt, dass sie zwei unterschiedliche
Willen hatten, obgleich sich Jesus dem Willen des Vaters unterordnete. Zwei
Willen bedeutet zwei unterschiedliche Individuuen.
Außerdem wird von Jesus berichtet, dass er
gesagt hat: “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?” (Matthäus
27:46). Wenn einer von ihnen den anderen verlassen hatte, dann müssen sie
auch zwei verschiedene Existenzen sein.
Und abermals wird von Jesus berichtet,
gesagt zu haben: “Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände.” (Lukas
23:46). Wenn der Geist des Einen in die Hände des Anderen gelegt werden
kann, müssen sie zwei verschiedene Wesen sein.
In allen diesen Angelegenheiten unterwirft
sich Jesus ganz deutlich dem Vater. Als Jesus niederkniete, betete er
offensichtlich nicht zu sich selbst (siehe Lukas 22:41). Er betete zu seinem
Gott.
Im gesamten Neuen Testament wird nur der
Vater allein Gott genannt. In der Tat wurden die Titel "Vater" und
"Gott" verwendet, um ein Individuum zu bezeichnen, nicht drei und
niemals Jesus. Dies kommt ganz deutlich bei Matthäus in Erscheinung, der den
Titel "Vater" an wenigstens zwei Stellen in seinem Evangelium durch
den Titel "Gott" ersetzte. (vergleiche Matthäus 10:29 mit Lukas
12:6, und Matthäus 12:50 mit Markus 3:35). Wenn Matthäus es so richtig gemacht
hat, dann ist der Vater allein Gott.
War Jesus der Vater? Nein! Denn Jesus
sagte: “Und ihr sollt niemand euren Vater heißen auf Erden; denn einer ist
euer Vater, der im Himmel ist.” (Matthäus 23:9). Also ist Jesus nicht der
Vater, denn Jesus stand auf der Erde, als er dies sagte.
Der Qur´an beabsichtigt, die Menschen zum
wahren Glauben zurückkehren zu lassen, den Jesus gelehrt hat und dessen Lehren
seine wahren Jünger weiter geführt hatten. Diese Lehren betonten die
Verpflichtung, dem ersten Gebot Folge zu leisten, dass Gott alleine ist. Im
Qur´an weist Gott die Muslime an, die Leute, denen die Schriften gegeben worden
waren, zurück zu diesem wahren Glauben zu rufen. Gott sagt im Qur´an:
Sprich: “O Volk der Schrift (Christen und Juden)!
Kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch, dass wir nämlich
Gott allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass nicht die einen von
uns die anderen zu Herren nehmen außer Gott.” (Quran, 3:64)
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