Die Welt der Ğinn (teil 1 von 2)
|
   
Beschreibung: Eine kurze Einleitung über die Existenz und die Fähigkeiten der Ğinn.
von missionislam.com
Veröffentlicht am 12 Jan 2009 - Zuletzt verändert am 18 Jan 2009
Gesehen: 5674 (Tagesmittelwerte: 5) - Bewertung: 4.5 von 5 - Bewertet von: 2 Gedruckt: 250 - Emailed: 2 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Glaubensinhalte im Islam
> Die sechs Säulen des Glaubens und andere islamische Glaubensgrundlagen
|
|
Seit jeher hat das Übernatürliche und das
Unsichtbare eine starke Anziehungskraft auf den Menschen ausgeübt. Die
Existenz einer Welt neben unserer Welt hat die Menschen schon immer fasziniert.
Diese Welt wird gewöhnlich als geistige Welt angesehen, und fast jedes Volk hat
seine eigenen Vorstellungen von ihr. Für manche Menschen sind diese Geister
nicht mehr als die Seelen toter Menschen – oder Geister. Für andere Menschen
sind diese Geister eher die Kräfte des Guten oder die Kräfte des Bösen – die
sich beide bekämpfen, um Einfluss über die Menschheit zu gewinnen. Allerdings
haben diese beiden Erklärungen mehr mit Volksgeschichten und Phantasie zu tun.
Die wahre Erklärung einer solchen Welt finden wir im Islam. Wie für alles
andere auch, hält der Islam eine Erklärung für die Sphäre des Unsichtbaren
bereit. Diese Sphäre so klärt uns der Islam auf, ist das Reich der Ğinn.
Die islamische Erklärung aus dem Reich der Ğinn liefert uns so viele
Antworten auf die Dinge, die sogar zu unserer heutigen modernen Zeit als
Mysterien gelten. Ohne Kenntnisse von dieser Welt wären die Muslime wie die
Nicht-Muslime, sie würden herumlaufen und darauf warten, dass ihnen eine alte
Antwort über den Weg läuft. Also, wer oder was sind Ğinn?
Existenz
Die Ğinn sind Wesen mit freiem Willen,
die auf der Erde in einer parallelen Welt zur Menschheit leben. Das arabische
Wort Ğinn wird von dem Verb ´Ğanna´ abgeleitet, das verstecken oder
verbergen bedeutet. Daher sind sie für den Menschen physikalisch unsichtbar,
wie ihre Beschreibung vermuten lässt. Diese Unsichtbarkeit ist einer der
Gründe aus denen einige Menschen ihre Existenz leugnen. Allerdings, (wie wir
sehen werden) zeigt der Einfluss, den die Welt der Ğinn auf unsere Welt
hat, genug, um diese moderne Verleugnung zurückzuweisen. Die Ursprünge der
Ğinn kann man in Qur´an und Sunnah zurückverfolgen. Gott sagt:
“Und wahrlich, Wir haben den Menschen erschaffen
aus trockenem, tönendem Lehm, aus schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm. Und
die Ğinn erschufen Wir zuvor aus dem Feuer der sengenden Glut.” (Quran
15:26-27)
Also wurden die Ğinn vor den Menschen
erschaffen. Was ihren physikalischen Ursprung angeht, hat der Prophet, Gottes
Segen und Frieden seien auf ihm, den Vers oben bestätigt, als er sagte:
“Die Engel wurden aus Licht
erschaffen und die Ğinn aus rauchlosem Feuer.” (Sahieh Muslim)
Es ist diese Beschreibung von den
Ğinn, die uns so viel über sie erzählt. Weil sie aus Feuer erschaffen
wurden, ist ihre Natur allgemein feurig und daher baut auch ihre Beziehung zum
Menschen darauf auf. Wie die Menschen haben auch sie die Pflicht, Gott zu
dienen und dem Islam zu folgen. Ihr Lebensziel ist genau das gleiche wie
unsers, denn Gott sagt:
“Und Ich habe die Ğinn und die
Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).” (Quran 51:56)
Ğinn können also Muslime oder
Nicht-Muslime sein. Aufgrund ihrer feurigen Natur sind der Großteil von ihnen
allerdings Nicht-Muslime. Alle diese nicht-muslimischen Ğinn bilden einen
Teil der Armee des berühmtesten Ğinn, Satan. Dementsprechend werden diese den Glauben verweigernden Ğinn auch
Teufel genannt. Ğinn können aber auch Muslime werden, wie sie es zur Zeit
des Propheten taten, als eine Gruppe von ihnen über die Qur´anrezitation
erstaunt waren. Gott befahl dem Propheten, Gottes Segen und Frieden seien auf
ihm, den Menschen von diesem Ereignis zu berichten:
“Sprich (O Muhammad): "Es wurde mir
offenbart, dass eine Schar der Ğinn zuhörte und dann sagte: ´Wahrlich,
wir haben einen wunderbaren Qur´an gehört, der zur Rechtschaffenheit leitet; so
haben wir an ihn geglaubt, und wir werden unserem Herrn niemanden zur Seite
stellen.´” (Quran 72:1-2)
In vielen Aspekten ihrer Welt sind uns die
Ğinn sehr ähnlich. Sie essen und trinken, sie heiraten, haben Kinder und
sie sterben. Ihre Lebenszeit ist allerdings viel länger als unsere. Wie wir
werden sie auch zu einer Letzten Versammlung durch Gott, den Allerhöchsten,
gerufen. Sie werden mit der Menschheit am Tag des Gerichts anwesend sein und
sie werden entweder ins Paradies oder zur Hölle gehen.
Fähigkeiten
Das, was die Ğinn ganz deutlich von
den Menschen unterscheidet, sind ihre Kräfte und ihre Fähigkeiten. Gott hat
ihnen diese Kräfte als eine Prüfung für sie gegeben. Wenn sie damit andere
unterdrücken, werden sie dafür zur Verantwortung gezogen werden. Wenn wir ihre
Kräfte kennen, können wir oft die Mysterien, die uns umgeben, besser
verstehen. Eine dieser Kräfte, welche die Ğinn besitzen, ist dass sie
jede physikalische Gestalt annehmen können, die sie wollen. Daher können sie
als Menschen, Tiere, Bäume und anderes in Erscheinung treten. Tausende von
Menschen auf der ganzen Welt haben seltsam aussehende Kreaturen beobachtet –
und es scheint so, als gäbe es keine plausiblere Erklärung dafür, als dass es
sich dabei um Ğinn handelte, die diese unterschiedlichen Gestalten
angenommen hatten.
Die Fähigkeit, sich des Verstandes und des
Körpers eines anderen Geschöpfes zu bemächtigen und es zu besitzen, ist
ebenfalls eine Kraft, die die Ğinn seit Jahrhunderten zahlreich anwenden. Dies
ist allerdings etwas, das ihnen verboten ist, weil es eine gewaltige
Unterdrückung des anderen Geschöpfes bedeutet. Wenn sie von einem Menschen
Besitz ergreifen, hat das schon immer viel Aufmerksamkeit erregt. Aber
wirkliches Wissen über dieses Thema ist selten. In den vergangenen dreißig
Jahren wurde das Thema des Besitzergreifens kommerziell ausgenutzt. Während
der 70er wurden Filme wie "Der Exorzist" und "Rosemarys
Baby" gedreht, um die Menschen von der Besitzergreifung zu informieren. Weil
diese Institutionen (die Filmindustrie) sehr stark von dem Christentum
beeinflusst ist, existierte bei ihnen kaum Wissen über dieses Thema. Anstatt
die Menschen über die Besitzergreifung durch Ğinn aufzuklären, wurde mit
Filmen wie "Der Exorzist" nur erreicht, die breite Öffentlichkeit zu
Tode zu erschrecken!
Nur durch den Islam können wir solche
Phänomene verstehen. Wir als Muslime wissen, dass Ğinn aus vielen Gründen
Menschen besitzen können. Manchmal ist es, weil der Ğinn oder seine
Familie zufällig verletzt wurde. Es könnte auch sein, dass der Ğinn sich
in die Person verliebt hat. Allerdings bemächtigt sich der Ğinn in den
meisten Fällen lediglich eines Menschen, weil er einfach boshaft und schlecht
ist. Aus diesem Grund wurde uns befohlen, regelmäßig in unseren Häusern Qur´an
zu rezitieren, wie der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sagte:
“Wahrlich, Satan flieht von dem Haus,
in dem Sura al-Baqarah (das 2. Kapitel des Qur´an) rezitiert wird.” (Al-Tirmidhi)
Wenn jemand von einem Ğinn besessen
wird, wird der Name Gottes verwendet, um diesen wieder zu vertreiben. Wenn wir
die Taten des Propheten und seiner Gefährten betrachten, finden wir zahlreiche
Bittgebete, um die Ğinn auszutreiben. Mit ihnen allen wird Gott gebeten,
der besessenen Person zu helfen. Wie gegensätzlich ist dies zu den modernen
Exorzisten heutzutage. Viele Exorzisten rufen neben Gott die Namen anderer an,
um den Ğinn auszutreiben. Wenn der Ğinn tatsächlich verschwindet,
dann denken diese Menschen, dass ihre Art und Weise erfolgreich war. Allerdings
ist dies eine List des Ğinn, denn er weiß, wenn er dem Exorzisten
gehorcht, dann hat er ihn dazu gebracht, andere neben Gott anzubeten. Der Ğinn
kommt meistens zurück, wenn der Exorzist geht, denn er weiß, dass ihn nichts
davon abhalten kann, andere zu unterdrücken, als die Worte Gottes.
Es sind nicht immer nur Menschen, von
denen Besitz ergriffen wird, sondern auch Tiere, Bäume und andere Objekte.
Indem er dies tut, hofft der bösartige Ğinn die Menschen dazu zu bringen,
andere außer Gott anzubeten. Das Besitzergreifen von Götzen ist eine Art dies
zu tun. Es ist noch gar nicht lange her, da schockierte das weltweite Phänomen
von Hindu-Götzen, die Milch tranken, die Welt. Von Bombay bis London, von
Delhi bis California, schleckten zahllose Götzen Milch. Ganesh der
Elefantengott, Hanuman der Affengott und sogar Shiva lingam, das männliche
Geschlechtsorgan (!), sie alle schienen die Milch zu saufen, als gäbe es kein
morgen! Unglücklicherweise waren die Menschen davon sehr angetan und viele
zogen los, um die Hindu-Götzen zu füttern. Dies war zweifellos die Heldentat
eines Ğinn bei seinem klassischen Versuch, die Menschen dazu zu bewegen,
falsche Göttern zu dienen.
|
Die Welt der Ğinn (teil 2 von 2)
|
   
Beschreibung: Eine Einleitung zu den verborgenen Aktivitäten der Ğinn und wie man sich vor ihnen schützen kann.
von missionislam.com (edited by IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 19 Jan 2009 - Zuletzt verändert am 19 Jan 2009
Gesehen: 4946 (Tagesmittelwerte: 4) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 7 Gedruckt: 240 - Emailed: 1 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Glaubensinhalte im Islam
> Die sechs Säulen des Glaubens und andere islamische Glaubensgrundlagen
|
Verborgene Aktivitäten der Ğinn
Mit ihren Kräften des Fliegens und der Unsichtbarkeit
sind die Ğinn die Meister bei den okkulten Aktivitäten. Woodoo, Schwarze
Magie, Poltergeister, Zauberei und Medien können mit der Welt der Ğinn erklärt
werden, ebenso die Illusionen und Tricks der Zauberer. Weil die Ğinn
weite Strecken innerhalb weniger Sekunden zurücklegen können, ist ihr Wert für
Zauberer unschätzbar. Dafür, dass sie ihnen bei ihrer Zauberei helfen,
verlangen die Ğinn von den Zauberern, dass sie ihnen und Satan dienen. Also
nehmen die Zauberer die Ğinn und Satan als Herrn neben Gott. In unserer
heutigen Zeit vollführen zweifellos viele Zauberer und Entertainer Tricks mit
der Unterstützung der Ğinn. Die Freiheitsstatue verschwinden zu lassen,
über den Grand Canyon zu fliegen und ein Schiff aus dem Bermuda Dreieck wiederherzuholen,
dies alles hat der jüdische Zauberer David Copperfield vollbracht. Es gibt
KEINE andere Möglichkeit, wie ein Mensch solche Dinge tun könnte, außer mit
Hilfe von Ğinn. Es wäre auch keine Überraschung, wenn David Copperfield
seine Seele dem Satan persönlich verkauft hätte.
Eine der häufigsten Aktivitäten, die mit
den Ğinn in Verbindung steht, ist die Wahrsagerei. Vor dem Erscheinen des
Propheten Muhammads waren Wahrsager und Astrologen weit verbreitet. Diese
Menschen pflegten ihre Gefährten von den Ğinn zu benutzen, um etwas über
die Zukunft herauszufinden. Die Ğinn gingen zum untersten Himmel und
lauschten, was die Engel untereinander über zukünftige Ereignisse, die sie von
Gott gehört hatten, sprachen. Dann informierten die Ğinn die Wahrsager
darüber. Aus diesem Grund machten viele Wahrsager sehr präzise Voraussagen. Seit
dem Eintreffen des Propheten jedoch werden die Himmel sorgfältig von den Engeln
bewacht, und jeder Ğinn, der versucht, zu lauschen, wird mit Meteoren
(Sternschnuppen) beschossen:
“Und Wir haben ihn (den Himmel) vor jedem
verfluchten Satan bewahrt; außer vor jenem, der heimlich lauscht, (und den)
dann eine wirkungsvolle Flamme verfolgt.” (Quran 15:17-18)
Der Prophet sagte ebenfalls: “Sie (die
Ğinn ) geben die Nachricht nach unten hin weiter, bis sie die Lippen eines
Magiers oder eines Wahrsagers erreicht. Manchmal überwältigt sie ein Meteor,
bevor sie diese weitergeben können. Wenn sie sie weitergegeben haben, bevor
sie getroffen werden, fügen sie ihr noch einhundert Lügen hinzu.” (Sahieh
Al-Bukhari). Hieraus geht deutlich hervor, warum die Vorhersagen, die
von den Wahrsagern gemacht werden, manchmal zutreffen. Aber es liefert auch
gleichzeitig den Beweis dafür, warum sie auch so viele Falsche machen. Männer
wie Nostradamus sind Beispiele hierfür, denn manche seiner Vorhersagen von der
Zukunft waren richtig, während viele andere vollkommen falsch waren. Unglücklicherweise
nimmt auch die Zahl der Wahrsager unter den Muslim zu. Wenn man muslimische
Länder, wie Marokko besucht, kann man erkennen, wieviel Ğinn – Wahrsager –
Aktivität es dort tatsächlich gibt. Wenn du in einer klaren Nacht in Marokko
den Himmel beobachtest, wirst du sehen, wie der Himmel von Sternschnuppen
erstrahlt! Ein deutliches Zeichen für die Teufel, die von den Himmeln
vertieben werden.
Wahrsager arbeiten auch durch ihren Qarien.
Der Qarien ist der Ğinn, der für jeden Menschen als Gefährten
bestimmt ist. Es ist dieser Ğinn, der uns unsere Grundbegierden
einflüstert und andauernd versucht, uns von der Rechtschaffenheit abzubringen.
Der Prophet sagte: “Jedem von uns ist ein Gefährte von den Ğinn zugeteilt."
Die Gefährten fragten: "Auch dir, o Gesandter Gottes?" Und der
Prophet antwortete: "Auch mir, allerdings hat Gott mir gegen ihn geholfen
und er ist Muslim geworden. Jetzt sagt er mir nur (noch) Gutes.” (Sahieh
Muslim). Weil der Qarien sein ganzes Leben lang bei der Person bleibt,
weiß er, was der Person von der Wiege bis zum Grab widerfahren ist. Indem er
Kontakt zu seinem Qarien aufnimmt, ist der Wahrsager in der Lage, so zu tun,
als sei er es, der alles von der Person weiß. Er schaut in seine Kristallkugel
oder in die Handfläche einer Person und erstaunt sie mit seinen Kenntnissen aus
ihrem Leben, die sonst keiner kennt. Die ernste Lage desjenigen, der zu einem
Wahrsager geht, ist so, wie der Prophet uns mitgeteilt hat: “Das Gebet
desjenigen, der sich einem Wahrsager nähert und ihn über etwas befragt, wird
vierzig Tage oder Nächte lang nicht angenommen.” (Sahieh Muslim) und:
“Wer sich einem Wahrsager nähert und glaubt, was er sagt, glaubt nicht an
das, was Muhammad offenbart worden ist.”
Der Einfluss der Ğinn ist aber nicht
nur auf Wahrsager beschränkt. Andere Aktivitäten wie Kontaktaufnahme zu Toten
werden von Ğinn manipuliert. ‘Charlie, bist du da? Sprich zu uns,
Charlie!’ sind die Art der Worte (Namen sind natürlich unterschiedlich), die
ängstliche Verwandte ausrufen, um Kontakt mit ihren Geliebten aufzunehmen. Und
wenn der Ğinn beginnt, zu reden und als ´Charlie´ zu kommunizieren, dann
führt er die Menschen erst richtig an der Nase herum.
Eine der größten Manipulationen der Ğinn
ist durch Visionen. Durch diese Visionen können die Ğinn möglicherweise
noch mehr Menschen von Gottesdienst irreführen als auf irgend eine andere
Weise. Wenn jemand eine Vision vor seinen Augen sieht, ist es etwas, das für
ihn nur sehr schwer zu erklären ist. Nur wenn man Kenntnisse von der Welt der Ğinn
besitzt und von Gott überzeugt ist, kann jemand eine solche Versuchung
bekämpfen. Die zahllosen Erscheinungen von Jesus Christus und der Jungfrau
Maria waren über Jahrhunderte hinweg eine berühmte Wahl der Teufel. Es scheint
fast so, als sei das Irreführen von Christen die leichteste Übung der
Ğinn! Die Christen ließen sich nicht nur von diesen Visionen täuschen,
sondern häufig besitzen die Ğinn auch Stimmen und beginnen zu sprechen. Die
Christen halten dies für die Stimmen der Engel und damit für einen Beweis ihres
Glaubens. Allerdings ist die Menge des unverständlichen Unsinns und Mülls, den
man zu hören bekommt, ein klarer Beweis für die Tatsache, dass es in Wirklichkeit
die Stimmen der Teufel sind. Für andere Menschen sind Visionen von ihren
Eltern oder Verwandten gewöhnliche Dinge. Indem sie die Gestalt der Eltern von
Menschen annehmen, können die Ğinn die Menschen davon überzeugen, dass
sich die Seelen toter Menschen immer noch unter die Menschen auf der Erde
mischen. Aus diesem Grund glauben so viele Menschen an Geister.
Der Angriff satanischer Visionen hat auch
die Muslime getroffen. Viele Muslime behaupten, Erscheinungen vom Propheten
Muhammad und sogar von Gott gesehen zu haben! Indem er dies tut, ist Satan in
der Lage, schwache Muslime irrezuführen. In derartigen Visionen wird den
Muslimen oft gesagt, dass die Anweisungen des Islam nicht für sie gelten. Die Ğinn
sagen ihnen, dass Gebet, Fasten, Hağğ, usw für sie keine Pflicht
seien. Dies ist eine große Täuschung und unglücklicherweise eine, die sehr
wirkungsvoll war. Die satanischen Erscheinungen gehen auch heute noch weiter.
Der Tod von Diana, Prinzessin von Wales, zeugte von gewaltiger Liebe und
Anbetung für diese Frau. Die Trauer der britischen Menschen war so groß, als
wäre Diana etwas Göttliches. Als die Trauer um Diana ihren Höhepunkt erreichte,
wurden Erscheinungen von ihr am Hamton Court Palace gesichtet! Falls diese
Visionen tatsächlich aufgetreten sind, so war das Begehren von Satan und seiner
Armee der Ğinn von diesem Ereignis zu profitieren offensichtlich. Derartige
Erscheinungen sind ganz klare Versuche des Satans, die Menschheit vom Weg
Gottes wegzuführen.
Schutz vor den Ğinn
Weil sie uns sehen können, wir sie aber
nicht, hat uns der Prophet Muhammad viele Arten gelehrt, wie wir uns vor ihrem
Schaden beschützen können, wie Zuflucht bei Allah (Gott) vor dem verfluchten
Satan zu suchen, die Suren (Kapitel) 113 und 114 des Heiligen Qur´an zu
rezitieren und die Worte zu rezitieren, die Gott uns im Qur´an lehrt: “Und
sprich: "Mein Herr, ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor den
Einflüsterungen der Satane. Und ich nehme meine Zuflucht bei Dir, mein Herr,
damit sie sich mir nicht nähern.” (Quran 23:97-98)
Sagt: Bismillah (im Namen Allahs (Gottes))
bevor ihr eure Häuser betretet, bevor ihr esst oder trinkt und bevor ihr
Gechlechtsverkehr habt, denn das wird den Satan daran hindern, eure Häuser zu
betreten, an eurem Essen und Trinken oder an eurem Geschlechtsverkehr
teilzuhaben. Dementsprechend verhindert die Erwähnung von Allahs Namen, bevor
man in die Toilette geht oder bevor man seine Kleidung auszieht, dass die Ğinn
deine Scham sehen oder dir schaden, wie der Prophet uns mitgeteilt hat. Stärke
im Glauben und in der Religion allgemein schützt die Person vor Schaden durch
die Ğinn.
Den Vers Ajat ul-Kursi auf arabisch zu
rezitieren liefert auch einen starken Schutz vor den Ğinn, wie wir aus der
Geschichte von Abu Hurairah (einem Gefährten Muhammads) mit einem Teufel lernen.
Und der Prophet Muhammad sagte ebenfalls: “Macht
eure Häuser nicht zu Gräbern, denn der Satan flieht aus einem Haus, in dem Sura
al-Baqara [Kapitel 2] rezitierte wird.” (Überliefert bei Sahieh Muslim)
Diese arabischen Verse und Aussagen des
Propheten sind ein paar Beispiele dafür wie ein Muslim Schutz vor den Ğinn
erhält. Der Islam lehrt uns, mit allen Geschöpfen Gottes auszukommen – und
nicht nur mit den Ğinn. Ein wahrer Muslim sollte weder den Satan noch die
Ğinn fürchten, denn der Islam belehrte uns über sie und darüber, wie wir Schutz
vor ihrem Übel erhalten.
Die Welt der Ğinn ist sowohl
unheilvoll, böse als auch hochinteressant. Wenn wir von dieser Welt wissen,
sind wir in der Lage, viele von den Mysterien und den Dingen zu erklären, die
uns begegnen. Indem wir das tun, können wir die Exreme vermeiden, zu denen die
Menschen gelangt sind; nichts ist extremer als andere neben Gott anzubeten.
Indem wir den Monotheismus Gottes erlernen, können wir uns gegen diese
versteckten Verbündeten Satans zur Wehr setzen:
“Wahrlich, er (Satan) sieht euch, er und seine
Schar, von wo ihr sie nicht seht.” (Quran 7:27)
|
|