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Agnostizismus (teil 1 von 4): Das Konzept des Agnostizismus
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Beschreibung: Eine kurze Analyse des Konzepts des Agnostizismus.
von Laurence B. Brown, MD
Veröffentlicht am 04 Jan 2010 - Zuletzt verändert am 01 Apr 2012
Gesehen: 2827 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 2 Gedruckt: 230 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Beweis für die Wahrhaft-igkeit des Islam
> Die Existenz Gottes
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“Wir können kein Seil
schwingen, das an unserem eigenen Gürtel festgemacht ist.”
--William Ernest Hocking
Das Thema des Agnostizismus ist in jeder theologischen
Diskussion von intgraler Wichtigkeit, denn Agnostizismus existiert eher selbstzufrieden
gleichzeitig mit dem breiten Spektrum der Religionen, als eine eigene oder
entgegengesetzte theologische Position einzunehmen. Thomas Henry Huxley, der
Urheber des Begriffs, legte im Jahr 1869 n Chr, deutlich fest:
“Agnostizismus ist
kein Glaube, sondern eine Methode, deren Wesentliches in der nachdrücklichen
Anwendung eines einzigen Prinzips liegt... Positiv kann dieses Prinzip als
Angelegenheit des Intellekts ausgedrückt werden, deinem Verstand zu folgen,
soweit dies ohne weitere Überlegungen möglich ist. Und negativ in
Angelegenheiten des Intellekts behaupte nicht, Schlussfolgerungen seien sicher,
die nicht bewiesen wurden oder nachweisbar sind.”
Das Wort selbst, wie Huxley es
beabsichtigt zu haben scheint, definiert keine Sammlung religiöser Ansichten,
sondern gebietet eher eine rationale Annäherung bei jeglichem Wissen,
einschließlich dem von der Religion in Anspruch genommenen. Das Wort
´Agnostizismus´ ist allerdings zu dem am meisten fehlinterpretierten Begriffen der
Metaphysik geworden, der sich einer Vielfalt von Anwendungen erfreut.
Zu unterschiedlichen Zeiten wurde dieser
Begriff auf zahlreiche Individuuen und Untergruppen angewendet, die sich erheblich
in den Graden ihrer Frömmigkeit und Aufrichtigkeit ihrer religiösen Zielsetzung
unterschieden. Das eine Extrem sind aufrichtige Suchende, welche auf die
konkrete Wahrheit in den Religionen, denen sie ausgesetzt sind, noch nicht
gestoßen sind. Am häufigsten verwenden allerdings die religiös unmotivierten
den Begriff, um ihr persönliches Desinteresse zu entschuldigen, und um hiermit
zu versuchen, ihre Flucht vor der Realität der Verantwortlichkeit für ernsthaftes
Bemühen um die religiösen Beweise zu rechtfertigen.
Die moderne Definition von
´Agnostizismus´, wie wir sie im Oxford Dictionary of Current English
finden, stimmt nicht streng mit Huxleys Erklärung des Begriffs überein;
allerdings repräsentiert sie das allgemeinste moderne Verständnis und den
gewöhnlichen Gebrauch dieses Wortes, das ist, dass ein Agnostiker jemand ist,
„der glaubt, dass die Existenz Gottes nicht beweisbar ist.“ Mit dieser Definition kann diese agnostische Sicht von Gott mit
derartigen hypothtetischen Dingen wie Schwere, Entropie, absolute Null,
schwarze Löcher, mentale Telepathie, Kopfschmerzen, Hunger, Geschlechtstrieb
und die menschliche Seele eingereiht werden, die nicht mit dem Auge zu sehen
sind oder mit der Hand angefasst werden können, die aber trotzdem real und
offensichtlich erscheinen. Nicht in der Lage zu sein, manche spezielle Dinge
zu sehen oder in der Hand halten zu können, leugnet nicht notwendigerweise
deren Existenz. Die Religiösen argumentieren, dass die Existenz Gottes eine
solche Realität sei, während die Agnostiker das Recht auf derartigen Glauben
verteidigen, solange kein Beweis erbracht wurde.
Am Rande bemerkt, die Philosophie, dass
nichts absolut bewiesen werden kann, scheint ursprünglich von Pyrrho von
Elis, einem griechischen Gerichtsphilosophen bei Alexander dem Großen,
übernommen worden zu sein, der auch als „Vater des Skeptizismus“ bekannt ist. Obwohl
ein bestimmter Grad an Skeptizismus gesund ist, sogar schützend, ist die
extreme Einstellung des Pyrrho von Elis irgendwie problematisch. Warum? Weil der
eingewurzelte Pyrrhonist die Skepsis des Skeptizismus (dh. einer normal
denkenden Person) logisch stimuliert, bis zu der Frage: „Du behauptest, dass
nichts mit Sicherheit gewusst werden kann... wie kannst du dir dann sicher
sein?“ Die Feinde der Logik können mit einer derartigen Zusammenstellung von paradoxem
und philosophischem Müll eine Menge Verwirrung stiften. Eine große Gefahr
besteht in der Veführung, die Logik zugunsten einer Entscheidung des Begehrens aufzugeben.
Eine andere Gefahr ist, ein Abtauchen in intellektuelle Verdreherei zu erlauben,
um den gesunden Menschenverstand zu ersticken.
Die Menschheit sollte erkennen, dass wenn
der gesunde Menschenverstand die Oberhand gewinnt, dann beginnen die
hartnäckigen Verleumder, nach einem Unterschlupf Ausschau zu halten, wenn ihnen
der Apfel ein paar Mal zu oft auf ihre Köpfe gefallen ist. Nach einer Zeit
werden die mit dem gesunden Menschenverstand anfangen, verschwindend kleine
Intervalle des Vertrauens zu akzeptieren (oder ´P´-Werte, wie sie aus dem
Bereich der statistischen Analyse bekannt sind), die in ihnen die Hoffnung auf
größere, dickere und härtere Äpfel keimen lassen, um entweder die akademisch
herausfordernden Pyrrhonisten zu überzeugen oder um sie einfach von der Waage
zu entfernen.
Also akzeptieren die meisten Menschen mit
ihrem gesunden Menschenverstand (und ihrer allgemeinen Erfahrung) die Theorien,
die ihnen am vernünftigsten erscheinen, seien sie nun wirklich bewiesen oder
nicht. Die meisten Menschen nehmen die Theorien von der Schwere, Entropie,
absoluten Null, schwarzen Löcher, das Hungergefühl, die Kopfschmerzen des
Autors und der Ermüdung der Augen des Lesers an – und nun, das sollten sie
auch. Diese Dinge sind verständlich. Nach Meinung der Religiösen sollte die
gesamte Menschheit die Existenz Gottes und des menschlichen Geistes
akzeptieren, denn die überwältigenden Beweise, welche die vielen Wunder der
Schöpfung bezeugen, unterstützen die Realität des Schöpfers bis zu dem Punkt,
an dem das Level des Vertrauens die Unendlichkeit erreicht und der ´P´-Wert
sich verkleinert zu etwas kleinerem, schwerer erfassbarem als die letzten
Ziffern der Zahl ´pi´.
In Hinblick auf T. H. Huxley’s Einführung
des Begriffs ´Agnostizismus´ wird zitiert, er habe erläutert:
“Jede Variation
philosophischer und theologischer Ansichten wurde dort (in der Metaphysischen
Gesellschaft) repräsentiert und machte sich in absoluter Offenheit verständlich;
die meisten meiner Kollegen waren von der einen oder der anderen Sorte und, so
nett und freundlich sie auch sein mögen, ich – ein Mann ohne Etikett, mit dem
er sich bezeichnet – konnte nicht anders, als einige komische Gefühle zu haben,
die den Fuchs aus den Fabeln befallen haben müssen, nachdem er der Falle
entkommen war, in der sein Schwanz stecken geblieben war. Er zeigte sich
seinen normal gebauten Kollegen. Da überlegte ich und ersann, was der passende
Begriff sei: ´Agnostiker´.“
Gemäß dem oberen sollten Individuen, die
sich mit dem Etikett ´Agnostiker´bezeichnen, erkennen, dass der Begriff eine
Neueinführung ist, die einer persönlichen Identifikationskrise innerhalb eines
Kreises von Metaphysikern entsprang. Derjenige, der sich hier einreiht,
identifiziert sich als ein Mensch ohne Etikett, analog zu dem Fuchs ohne
Schwanz – beide implizieren die Selbstwahrnehmung eines bestimmten Grades an
persönlicher Unzulänglichkeit. Welchen Teil seines Stolzes hat dieser Mann in
der Mündung eines quellreichen religösen Rätsels hinter sich zurückgelassen? Klar
und offensichtlich ist, dass Huxley, wie zahlreiche andere berühmte
Metaphysiker und Theologen in der gesamten Geschichte, nicht in der Lage war, eine
Doktrin zu finden, die zu seinem Konzept von Gott passte.
Ohne Rücksicht auf die oben angestellten
Überlegungen, selbst wenn jemand argumentieren würde, dass Huxley nicht mehr
getan hat, als einer zuvor unbenannten aber alten Theologie ein Etikett zu
verpassen, springen doch wieder einmal die beiden Worte: „Was also?“ ins
Bewusstsein. Eine Theorie zu benennen, bedeutet nicht, sie zu bestätigen oder
– noch wichtiger – ihre Gültigkeit zu beweisen. Wenn das Konzept bewiesen
wäre, würde die Person vermuten, dass es bereits zuvor benannt worden sei – wie
1800 Jahre vorher und in den Lehren eines Propheten wie Jesus. Die Propheten,
Jesus eingeschlossen, scheinen eine völlig unterschiedliche Botschaft gehabt zu
haben, bei der man für den Glauben in Abwesenheit von jeglichem Beweis belohnt
wird, trotz der Unfähigkeit, die Wirklichkeit Gottes mit den eigenen Augen
sehen zu können.
Copyright © 2009 Laurence B. Brown; mit
seiner Erlaubnis.
Dieser
Auszug stammt aus Dr. Browns Buch: MisGod´ed, das bald verlegt und
zusammen mit dem zweiten Teil God´ed veröffentlicht wird. Beide Bücher
können auf Mr. Browns Website: www.Leveltruth.com. gesehen werden. Laurence B. Brown, MD,
kann kontaktiert werden über: BrownL38@yahoo.com.
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Agnostizismus (teil 2 von 4): Erläuterung von Huxleys Stellungnahme
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Beschreibung: Dieser Artikel erläutert die Stellungnahme Huxleys über den Agnostizismus.
von Laurence B. Brown, MD
Veröffentlicht am 11 Jan 2010 - Zuletzt verändert am 11 Jan 2010
Gesehen: 2415 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 1 Gedruckt: 218 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Beweis für die Wahrhaft-igkeit des Islam
> Die Existenz Gottes
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“Gemäß Huxley ist das
Wort als Antithese zu ´Gnostiker´ der frühen Kirchengeschichte zu verstehen,
und es war beabsichtigt, dass es nicht nur einen Gegensatz zu Theismus und
Christentum darstellen sollte, sondern ebenfalls zu Atheismus und Pantheismus.
Er beabsichtigte, mit diesem Wort nicht so sehr die Unwissenheit über Gott mit
einem Mantel zu bedecken, sondern die starke Überzeugung, dass das Problem
Seiner Existenz unlösbar ist.”
Der schwanzlose Fuchs sucht nach einem “Mantel der
Achtbarkeit”? So scheint es, aber wer könnte ihn tadeln? Es war eine
schwierige und verwirrende Zeit -- die Szenerie setzt voraus, dass viele
Intellektuelle ziemlich frustriert gewesen sein müssen und annahmen, sie seien
kurz, aber nicht nur dass ihnen der Schwanz fehle, sondern auch beide
Hinterbeine. Zu einer Zeit und an einem Ort wo, wie Huxley beschreibt, eine
Auswahl im praktischen Sinne zwischen dem Christentum oder gar nichts bestand,
war jeder, der über die theologischen Schwierigkeiten nachdachte, gezwungen,
seinen Eid für die Mitgliedschaft in irgendeinem der exklusiven christlichen
Clubs zu überdenken. Die Einführung des Etiketts ´Agnostizismus´ war
zweifellos aus der Frustration geboren, mit denen, deren Doktrinen mit
Leichtigkeit von Männern und Frauen mit Verstand widerlegt werden konnten,
umgehen zu müssen, aber in einer theologischen Leere, wo eine annehmbare
Alternative der englisch-sprechenden Welt noch nicht präsentiert worden war. Was
konnte eine Person tun, die zwar an Gott glaubte, aber nicht an die Religionen,
die ihr zur Auswahl standen? Flucht war die einzige Alternative und das war, wie
es scheint, genau das, was Huxley tat. Huxley prägte einen Begriff, der ein
uraltes Konzept entkapselte, das all jenen, die ihm die Treue versicherten,
einen Ausweg aus dem überhitzten, überfüllten Raum der religiösen Diskussion
verschaffte in die private Höhle persönlicher Überzeugungen.
Aber obwohl der Begriff ein
gemeinverständliches Entlastungsventil für jene darstellte, die sich in der
Zeit Huxleys dem Druck ernsthafter religiöser Diskussionen entziehen wollten, taucht
die Frage auf: „Hat dieser Begriff heute überhaupt noch Wert?“ Die Wahrheit
des Konzepts bleibt, aber die Frage ist nicht, ob es eine Wahrheit in diesem
Konzept gibt oder nicht, sondern ob es in dieser Wahrheit einen Wert gibt. Ein
Stein hat Wahrheit, aber wo ist der Wert? Ziemlich gering unter normalen
Umständen.
Also bleibt auf der einen Seite der “Was
also?” Faktor. Ein uraltes Konzept von der Nicht-Beweisbarkeit Gottes klingt
so gefällig und praktisch, aber ändert das Konzept von der Nicht-Beweisbarkeit
jedermanns Glauben an Gott? Eine Person kann jedes von den zahllosen Glaubens-
/ Unglaubenssystemen annehmen und zur gleichen Zeit zugeben, dass die Wahrheit
Gottes nicht bewiesen werden kann. Also kann eine solche Annahme nicht die
Tiefe der Überzeugung einer jeden Person verändern, die sie in ihrem Herzen
oder in ihrem Kopf hat.
Und die meisten Menschen wissen das.
Wenige religiöse Eiferer glauben, sie
könnten ihre Religion oder die Existenz Gottes mit absoluten und nicht
widerlegbaren Beweisen unterstützen. Anwachsende Herausforderungen durch
zunehmend intelligente und gut informierte Laien haben den Geistlichen
insbesondere des christlichen und jüdischen Glaubens eine unmögliche Beweislast
auferlegt. Fragen und Herausforderungen, welche in den vorangegangenen Jahrhunderten
Vorwürfe der Ketzerei als ein praktisches Maß der Unterdrückung des Aufstandes
nach sich zogen, sind heute aber alltäglich und verlangen nach Antworten. Die
Tatsache, dass die Kirche auf derartige Fragen Antworten gibt, welche der Logik
und der menschlichen Erfahrung widersprechen, haben dazu geführt, dass die
Kleriker häufig keine andere Zuflucht finden, als die Herausforderung auf den
Fragesteller umzukehren, indem sie versichern: „Es ist ein Mysterium Gottes, du
musst nur Glauben haben.“ Der Fragesteller könnte antworten: „aber ich habe
Glauben – ich habe den Glauben, dass Gott eine Religion offenbaren kann, die
alle meine Fragen beantwortet“ um nur weiter beraten zu werden: „Nun, in diesem
Fall musst du einfach nur mehr Glauben haben.“ Mit anderen
Worten muss die Person aufhören, Fragen zu stellen und mit der Linie der Partei
zufrieden sein. Selbst wenn es keinen Sinn ergibt und selbst wenn die
Urschriften etwas anderes lehren.
Daher hat die Hierarchie der zahlreichen
jüdisch-christlichen Sekten in den vergangenen paar Jahrhunderten auf ihren
Hacken kehrt gemacht, von der Gott-gegebenen Logik zu einer wankenden,
zurückgekrümmten, die Waffen streckende Haltung gnostischer Ideologie, die in
der frühen Geschichte des Christentums (d.h. in der Zeit derjenigen, die es am
besten wussten) keine Meinung äußern, nicht zweifeln und
´sammelt-das-Feuerholz-und-errichtet-den-Scheiterhaufen´ gotteslästernde Sekte
angesehen wurde. Das Szenario ist bizarr; es ist, als würde man sagen: „sicher,
dieser Ofen ist das Modell vom letzten Jahr. Die Prototypen funktionierten
nicht. Tatsächlich explodierten sie und jeder, der sie benutzte, verbrannte zu
Tode, aber wir bringen ihn trotzdem wieder, weil wir Geld brauchen. Aber wir
versprechen dir, wenn du glaubst – ich meine, wirklich glaubst – dann
versprechen wir dir, wird alles in Ordnung gehen. Und wenn er in dein Gesicht
explodiert, dann mach´ uns keine Vorwürfe. Du hast einfach nicht genug
geglaubt.” Das Traurige ist, viele Leute kaufen ihn nicht nur, sie stellen
sogar noch einen zur Seite für jedes ihrer Kinder.
Das unfassende Schema der Dinge war, dass
die Kleriker den christlichen Glauben als auf Wissen gegründet betrachteten,
bis die gebildeten Laien sie eines besseren belehrten. Viele Jahrhunderte lang
war es den Laien nicht erlaubt, Bibeln zu besitzen, und die Strafe für das
Besitzen war in nicht wenigen Fällen der Tod gewesen. Nur durch die
Unterdrückung dieses Gesetzes waren die Papiermanufakturen in Europa (im 14. Jahrhundert)
in der Lage gewesen, mit der Erfindung der Druckerpresse (Mitte des 15. Jahrhunderts)
und der Übersetzung des Neuen Testaments in die englische und deutsche Sprache
(16. Jahrhundert), die Bibel für den einfachen Mann, der lesen konnte, tatsächlich
verfügbar und lesbar zu machen. Das war das erstemal, dass Laien die Bibel
lesen konnten (wo sie verfügbar war – Veröffentlichung und Verteilung bleiben
noch mehrere Jahrzehnte limitiert) und vernünftige Herausforderungen zu den
aufgestellten Doktrinen auf der Basis persönlicher Analysen der Urschrift
anstellen konnten. Als derartige Herausforderungen die Argumente der
Kirchenverteidiger schlugen, machten die meisten christlichen Sekten etwas
Erstaunliches – sie schworen dem beinahe 2 000 Jahre alten Anspruch ab,
dass die Doktrin auf Wissen basieren soll, und richteten anstatt dessen das
Konzept der Erlösung durch spirituelle Rechtleitung und Rechtfertigung durch
den Glauben ein. Besonderen Nachdruck legten sie auf den angeblichen Wert der
blinden, nicht denkenden (und daher auch nicht fragenden) Verpflichtung.
Die modernen ´spirituellen´ Verteidigungen,
die der neuen Kirchen-Orientierung entsprangen, ahmen die heretische
´mystische Exklusivität´ der alten Gnostiker nach, wiederholen bekannte Gefühle
wie: „Du verstehst es nur nicht, du hast nicht den Heiligen Geist in dir, so
wie ich“ oder „Du musst einfach nur deinem führenden Licht folgen – meins ist
gleichmäßig, laser-gerade und Xenon-hell, aber deines flackert und ist
gedämpft“ oder „Jesus lebt eben nicht in dir, so wie er es in mir tut“. Zweifellos
sagen solche Feststellungen dem ´bin ich nicht etwas besoneres´-
persönlichem-Ego-Beweis eines jedem Sprechers zu, aber wenn jemand darauf
besteht, an spirituelle exklusive Pfade zu glauben, dann werden zweifellos
andere darauf bestehen, über den Unterschied zwischen Selbsttäuschung und
Wirklichkeit zu diskutieren. T.H. Huxley wäre zweifellos nicht glücklich
darüber, an der Debatte teilzunehmen.
Das Problem besteht darin, dass mystische
Exklusivität als Schlüsssel zu Rechtleitung und / oder Erlösung zu behaupten
bedeutet, dass Gott willkürlich die “Ungeretteten” der Gesellschaft aufgegeben
hat – eine Vorstellung, die nicht zu Gott passt. Macht es da nicht mehr Sinn
für Gott, jedem einzelnen Menschen eine gleiche Chance zu geben, die Wahrheit
Seiner Lehren anzuerkennen? Dann verdienen diejenigen, die sich Seinen
Beweisen ergeben, eine Belohnung, während diejenigen, die leugnen, dafür zu
tadeln sind, dass sie Ihn nicht anerkannt, nicht an Ihn geglaubt und Ihn nicht
angebetet haben.
Aber unglücklicherweise ist die Natur der
Selbsttäuschung, dass derjenige, der sich selbst täuscht, selten in der Lage
ist, die Fehler seiner Missverständnisse zu erkennen; die Natur der Gnostiker
ist ähnlich, weil sie typischerweise zu sehr in ihre selbst-befriedigende, sich
selbst dienende Philosophie verliebt sind, um sich über die Falschheit ihrer
Grundlagen klar zu werden. Und tatsächlich ist es schwierig, zu glauben, dass
der Kellner in die Suppe gespuckt hat, wenn es sich um ein fünf Sterne Restaurant
handelt, der Service kultiviert und die Aufmachung untadelig ist. Erscheinung
und Geschmack können genauso gut sein, wie sie die Realität vergessen lassen. Aber
es ist der Kunde, der den Überbringer der Wahrheit eher als einen lästigen
Spassverderber betrachtet, denn als einen ernsthaften Wohltäter.
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Agnostizismus (teil 3 von 4): Eine Frucht falscher Religionen
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Beschreibung: Wie sich das Konzept des Agnostizismus durch den Mangel an logischer Verteidigung des modernen Judentums und Christentums bildete.
von Laurence B. Brown, MD
Veröffentlicht am 18 Jan 2010 - Zuletzt verändert am 18 Jan 2010
Gesehen: 2489 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 2 Gedruckt: 218 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Beweis für die Wahrhaft-igkeit des Islam
> Die Existenz Gottes
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Warum also der gegenwärtige Rückschritt
zum gotteslästernden Gnostizismus, mit der Billigung so vieler religiöser
Einrichtungen? Nun, es ist verständlich. Da keinerlei logische Verteidigung des
modernen Judentums und Christentums dem Druck der heutigen Analysen der
Schriften widersteht, ist diese ´mystische Exklusivität´ die letzte
Verteidigung des Schützengrabens für einen rasch zerkrümelnden starren Zustand
einer Doktrin. Bedeutsame Zermürbung ist in zahlreinchen jüdisch-christlichen
Sekten bereits aufgetreten. Die übrigbleibenden Gläubigen werden größtenteils
zum ´glaubenden Agnostizismus´ gezwungen, persönlichen Glauben an die Existenz
Gottes zu bewahren und an eine besondere Doktrin als Annäherung zu Ihm, während
sie gleichzeitig, dass ein solcher Glaube nicht objektiv bewiesen werden kann.
Immanuel Kant’s Critique of Pure Reason
(Kritik des reinen Verstands), Sir William Hamilton’s Philosophy of the
Unconditioned (Philosophie des Bedingungslosen) (1829), und Herbert
Spencer’s Principles(Prinzipien) (1862) legten die Zellstoff-Grundlage
des Konzepts und T.H. Huxley verpackte und veröffentlichte es.
Also besitzt das Konzept des Agnostizismus
einen Wert? Kehren wir zu dem Stein zurück, der nur für den einen Wert hat,
der gerade einen braucht. Der Agnostizismus ist praktisch für diejenigen, die
einen Bedarf an einem theologischen Verteidigungssystem haben. Für diejenigen,
die sich damit zufrieden geben, mit einer derartigen Theologie religiösen
Diskussionen ein Ende zu bereiten, indem sie die Drohung eines vernünftigen
Arguments mit dem Schutzschild agnostischer Verteidigungen verdrehen. Für alle
anderen ist es nur ein Stein. Er ändert nichts, er tut überhaupt nichts
besonderes. Er ist einfach nur da, ein unfähiger und selbstverständlicher Klumpen,
der metaphysischen Platz besetzt.
Eine Untersuchung der islamischen Religion
nährt in dieser Hinsicht einen interessanten Gedanken. Die Lehren des Islam
standen in englischer Sprache nicht zur Verfügung, bis Andre du Ryers
französische Übersetzung der Bedeutung des Qur´an 1649 nChr. von Alexander Ross
ins Englische übertragen wurde. Diese erste Übersetzung in die englische
Sprache war von auffällig feindlicher Absicht geprägt und steckte voller
Ungenauigkeiten und war weit davon entfernt, eine objektive Analyse der
islamischen Religion zu bieten. Wie der Übersetzer in seiner Anrede ´an den
christlichen Leser´ sagte:
“Es gibt so viele
Sekten und Gotteslästerung, die sich gegen die Wahrheit zusammengetan haben
(womit sich der Autor auf das Christentum bezieht), während die (Anhänger) von Mahomet
sich sammeln, da dachte ich, es wäre gut, ihre Farben ans Tageslicht zu
bringen, damit man die Feinde mit ihren ganzen Körpern sehen kann, sich besser
vorbereiten kann, ihnen zu begegnen, und ich hoffe, sie zu besiegen... Du
wirst eine so furchtbar brutale und widersprüchliche Fassung vorfinden, mit so
lächerlichen Gegensätzlichkeiten, Blasphemie, obszöner Sprache und sinnlosen
Fabeln... Ich präsentiere es euch, so wie es ist; ich habe mir die Mühe
gemacht, es aus dem Französischen zu übersetzen, ohne den geringsten Zweifel
daran, dass es ein Gift war, das schon vielen geschadet hat, aber hauptsächlich
in einem verdorbenen Teil des Universums, es kann ein Gegengift bieten, das die
Gesundheit des Christentums beweist.”
Das Vorurteil des Übersetzers ist klar und
deutlich, man wird sich nicht wundern, dass die Übersetzung voller Fehler
steckt und dazu neigt, dem westlichen Bewußtsein wenig positiven Eindruck zu
vermitteln. George Sale, der unbeeindruckt war, nahm die Verantwortung auf
sich und versuchte, eine neue Übersetzung der Bedeutung anzufertigen. Er kritisierte
Ross folgendermaßen:
“Die englische Version
ist nichts anderes als die Übersetzung von Du Ryers, und es ist eine ziemlich
schlechte; denn Alexander Ross, der sie machte, ist mit dem Arabischen ganz und
gar nicht vertraut und auch nicht gerade ein großer Meister des Französischen.
Er hat eine beachtliche Zahl eigener, frischer Fehler zu denen von Du Ryer
hinzugefügt, die Sinnlosigkeit seiner Sprache gar nicht zu erwähnen, die ein besseres
Buch lächerlich macht.”
Erst als 1734 George Sales Übersetzung der
Bedeutung des Qur´an in die englische Sprache erschienen war, begann die
westliche Welt, die Lehren des Heiligen Qur´an in einer sorgfältigen, wenn auch
mit der gleichen kranken Absicht versehen, Ausgabe zu erhalten.
George Sales Standpunkt ist auf den ersten
Seiten seines Vorwortes an den Leser erkennbar, mit Feststellungen wie:
“Sie müssen eine
niedere Ansicht von der christlichen Religion haben, oder schlechte
Vorkenntnisse darüber. Wer kann die Gefahr von derartig offensichtlicher Falschmünzerei
erfassen... Aber welchen Nutzen eine unvoreingenommene Version des Qur´an auch
haben mag, es ist absolut notwendig, diejenigen, die von unwissenden oder
ungerechten Übersetzungen, die erschienen sind, eine allzu vorteilhafte Meinung
vom Original haben, nicht zu betrügen und uns außerdem in die Lage zu
versetzen, den Schwindel wirklich aufzudecken...”
und,
“Nur die Protestanten
sind in der Lage, den Qur´an erfolgreich anzugreifen; und ich vertraue darauf,
dass die Fügung ihnen den Ruhm seines Ruins vorbehalten hat.”
Die Übersetzung von J. M. Rodwell, zuerst
1861 veröffentlicht, fiel zusammen mit dem Auftreten der orientalischen Studien
der wissenschaftlichen Bedeutung jener Zeit aus dem neunzehnten Jahrhundert. Und
jene Zeit des dämmernden islamischen Bewußtseins in Westeuropa fiel Huxleys
Präsentation seine Vorschlags vom Agnostizismus.
Viele Muslime mögen sich wundern, hätte
Huxley in diesem gegenwärtigen Zeitalter der Information gelebt, mit der
Leichtigkeit zu reisen, dem breiten Weltverständnis der Menschen, Kulturen und
Religionen, mit genauen und objektiven Informationen über die islamische
Religion – wäre seine Wahl dann in irgendeiner Form anders gewesen? Das ist
ein interessanter Gedanke. Was hätte ein Mann getan, der wie zuvor zitiert,
festgestellt hat: “Ich versichere, dass wenn eine große Macht einwilligt, mich
immer denken zu lassen, was wahr ist und tun zu lassen, was richtig ist, unter
der Bedingung in eine Art Uhr verwandelt zu werden und jeden Morgen bevor ich aus
dem Bett steige, geweckt zu werden, dann würde ich das Angebot auf der Stelle
annehmen.” Für so einen Mann wäre die verständliche Richtschur des Islam nicht
nur anziehend, sondern willkommen.
Dieser Artikel begann mit der
Feststellung, dass der Agnostizismus mit den meisten Religionen mit
aufgestellten Doktrinen zusammen existiert. Anhänger von Doktrinen können auf
dieser Grundlage in funktionelle Untergruppen eingeteilt werden. Zum Beispiel
die theistischen (orthodoxen) Christen, die meinen, die Realität Gottes sei
beweisbar, die gnostischen Christen, die meinen, die Kenntnisse von der
Wahrheit Gottes für die spirituelle Elite reserviert und die agnostischen
Christen, die den Glauben aufrecht erhalten, während sie die Unfähigkeit, die
Realität Gottes beweisen zu können, eingestehen. Der wesentliche Unterschied
zwischen diesen verschiedenen Untergruppen besteht nicht in der Anwesenheit des
Glaubens, sondern in den Versuchen, ihn zu rechtfertigen.
Ähnlich können die meisten Religionen auf
diese Weise, wie ihre einzelnen Anhänger versuchen, den Glauben innerhalb der
Grenzen der Doktrin zu rechtfertigen, unterteilt werden. Am Ende des Tages
sind diese Unterteilungen letztendlich nur von akademischem Interesse, denn das
wie oder warum des Glaubens verändert nichts mehr an der Anwesenheit des
Glaubens, genau wie das wie oder warum nichts an der Existenz Gottes ändert.
Copyright © 2007 Laurence B. Brown; mit
seiner Erlaubnis.
Dieser
Auszug stammt aus Dr. Browns Buch: MisGod´ed, das bald verlegt und zusammen mit dem zweiten Teil God´ed
veröffentlicht wird. Beide Bücher können auf Mr. Browns Website: www.Leveltruth.com. gesehen werden. Laurence B. Brown, MD,
kann kontaktiert werden über: BrownL38@yahoo.com.
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Agnostizismus (teil 4 von 4): Mit weniger zufrieden sein
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Beschreibung: Wie das Fehlen einer makellosen Religion dazu geführt hat, dass die Menschen sich mit Halbwahrheiten oder halben Lügen zufrieden geben.
von Laurence B. Brown, MD
Veröffentlicht am 25 Jan 2010 - Zuletzt verändert am 25 Jan 2010
Gesehen: 2432 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 4.5 von 5 - Bewertet von: 2 Gedruckt: 219 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Beweis für die Wahrhaft-igkeit des Islam
> Die Existenz Gottes
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Francis Bacon äußerte einmal seine Meinung: “Es sind
kranke Entdecker, die behaupten, es gäbe kein Land, wenn sie nichts als das
Meer sehen.“ Gläubige würden Atheisten und Agnostikern gleichermaßen bestätigen,
dass Gott existiert, ganz gleich, ob wir Ihn sehen können oder nicht, ob wir es
wollen oder nicht, ob wir es als bewiesen erachten oder nicht. Wer das
Gegenteil behauptet, lenkt nur von einer Realität ab, die sich an einem Tag in
der Zukunft als nicht zu leugnende Wahrheit enthüllen wird; für einige wird
dies ein Tag der Freude sein, für andere ein Tag der Reue und des Schreckens.
Sehr viele Menschen brauchen nicht den Tag
des Gerichts abzuwarten, um zu einer solchen Schlußfolgerung zu gelangen, denn
alle Menschen, die von unüberwindbaren Prüfungen heimgesucht werden, werden
dem Glauben näher getrieben, denn wenn sie sich in einer hoffnungslosen Situation
befinden, Wen sonst rufen die Menschen instinktiv an, wenn nicht Gott? Obwohl
nur wenige das Gute auch tun, das sie in diesen Momenten der Hoffnungslosigkeit
versprochen haben, liegt der Beweis des Schwurs noch lange nachdem das
Versprechen an Gott über Bord geworfen worden ist, unbeachtet in der Gosse der
Erinnerungen.
Kann dem Unaufrichtigen irgendjemand
helfen? Sehr wahrscheinlich nicht. Das Konzept, Gott zu erkennen und im Einklang
mit Seinen Befehlen zu leben, nur wenn und solange es uns in den Kram passt,
zeigt einen Unwillen, sich Gottes Bedingungen zu unterwerfen. Nimm zum
Beispiel St. Augustins ergreifendes Gebet: “Da mihi castitatem et
continentiam, sed noli modo. (Gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit – aber
jetzt noch nicht!)” Ist dies das Gebet eines Heiligen, der einerseits zu Gott
betete und andererseits wegen seiner sexuellen Unkeuschheit nicht bereit war,
die Freudenhäuser zu meiden? Vergleiche dies mit dem beispielhaften Leben der
Jünger Jesu´, von denen berichtet wird, dass sie weit ehrbarere Beschäftigungen
aufgegeben haben, um Jesus Christus zu folgen. Diese Männer haben ihre
dringenden weltlichen Tätigkeiten verlassen, wie das Fischen für ihren
Lebensunterhalt und die Pflicht, einen Toten zu beerdigen, als die Wahrheit zu
ihnen kam, ohne Zeitverzögerung. Die Religiösen mögen jetzt dazu neigen, zu
sagen: „Wow! Das ist der Typ Mensch, der mir gefällt!“ Das wichtigere
Verständnis allerdings ist, dass dieser ´Typ Mensch´ es ist, der Gott zu gefallen
scheint.
Natürlich, das war damals, und wir leben jetzt
in einer anderen Zeit. In unserer Zeit gehen Propheten auf dem Wasser, heilen
Lepra und bitten die Menschen, welche die Absicht haben, an der Geschichte teilnehmen
wollten, ihnen nur in ihrer Vorstellung zu folgen. Das bleibt sich gleich,
viele Menschen sind immer noch auf der Suche nach der Wahrheit Gottes und wenn
sie diese erst einmal gefunden haben, werden sie ihr sogleich folgen, egal
welches Opfer das von ihnen erfordert. Aber zuerst müssen sie die Wahrheit mit
Sicherheit kennen.
Wo liegt also das Problem? Es ist einfach
so: Informationen waren noch nie so ohne weiteres verfügbar, und (oberflächlich
zumindest) nie so verwirrend und religiös hemmend. Die meisten Menschen sind
mit den intellektuellen Fähigkeiten aufgewachsen, die Widersprüche und Irrtümer
der vorherrschenden Religionen herauszufinden und zu identifizieren, denen sie
ausgesetzt sind. Aufrichtig Suchende legen eine bestimmte Tiefe an Erfahrungen
zurück, anhand derer sie verschiedene Glaubensrichtungen anzweifeln, von denen
manche wirklich lächerliche Kulte darstellen, die Mehrzahl von ihnen sind
jedoch Sekten, die behaupten, sich auf irgendeine Version des Alten oder Neuen
Testaments zu stützen; Fakt ist aber, dass sie von den harmonischen und
grundlegenden Lehren, die man darin findet, abweichen. Nach einer Zeit beginnt
die eine Sekte, der anderen ziemlich ähnlich zu sein, häufig haben sie nur
geringe Unterschiede in der Doktrin, und fast immer mit derselben fragwürdigen
Grundlage. Die meisten dieser Sekten haben sich eine moderne Ansammlung von
Wahrheiten, Halb-Wahrheiten (oder mit anderen Worten: Halb-Lügen) und Täuschungen
zugelegt. Das Problem besteht darin, Wahrheit mit Falschem zu vermischen; es
ist so, als wenn man Schönheit und Häßlichkeit mischen wollte – es geht einfach
nicht. Jede einzelne Religion ist entweder gänzlich wahrhaftig oder bis zu
einem gewissen Grad unrein. Aber Gott irrt Sich nicht – kein einziges Mal – wenn
die Menschen einem Element, das ihnen als göttliche Offenbarung angeboten wird,
nicht trauen können, woher können sie dann wissen, welchen Lehren man trauen kann?
Außerdem haben zahlreiche Gläubige Schwierigkeiten damit, sich vorzustellen,
dass Gott die Menschen auf der Grundlage falscher Vorstellungen von Ihm auf ein
Jenseits hoffen lässt.
Das Problem schreit in den von Doktrinen
angefüllten Ohren des Menschen. Man kann Wahrheit nicht einfach mit Falschem
vermischen und dann weiter behaupten, dieser Verschnitt sei göttlichen
Ursprungs. Genau wie man nicht Liebreiz mit Häßlichkeit mischen und dann eine
Schöheitsschau gewinnen kann. Versehe irgendein Bild von einem wunderschönen
Gesicht genau in der Mitte mit einem haarigen, erhabenen Muttermal (kein
Schönheitsmal, sondern einem wirklich häßlichen Mal) und was wird die
Person dann? Eine reine, unverfälschte, ´engelsgleiche Schönheit´? Im
Gegenteil, das Endergebnis ist jeglicher Schönheit beraubt.
Jetzt denk dir einen klitzekleinen Fehler
in eine Religion, von der behauptet wird, sie sei von einem vollkommenen und
fehlerlosen Gott, was ist das Ergebnis? Genau: viele aufrichtige, betrogene
Menschen. Aber für jene, die an dem Kanon eines fehlerhaften Glaubenssystems
hängen, übernehmen Entschuldigungen die Rolle des religiösen Kosmetikchirurgen.
Diese Entschuldigungen mögen die unebene Oberfläche der Schrift durch die
doktrinale Hautabschürfung erfolgreich glätten können, aber jeder mit ein wenig
tiefer reichendem Einblick wird erkennen, dass die Genetik fehlerhaft geblieben
ist. Folglich sehen einige die lahmen Versuche, das Absurde zu rechtfertigen,
viele folgen dennoch.
Von denen, die sich entscheiden, einen
Glauben anzunehmen, treffen viele ihre Wahl, indem sie ihre Hände frustriert hoch
strecken und die Religion auswählen, die ihnen am besten passt oder, und das
sind die wenigsten, die ihnen am wenigsten missfällt. Manche bilden eine
telepatische Verbindung mit Gott, so dass sie das beste tun, das sie können,
andere ruhen bequem auf unsicheren Feststellungen. Einige werden agnostisch in
bezug auf alle Glaubenslehren, verfolgen einen inneren, persönlichen Glauben
aus Mangel an einer Glaubenslehre, die rein und beständig göttlich ist.
Die Weigerung, einen Kompromiß im Glauben an
einen vollkommenen und unfehlbaren Gott für ein ´sich zufrieden geben´ mit
einer wankenden Grundlage und nachweisbarer Schwäche in der Doktrin einzugehen,
ist verständlich – sogar annehmbar. Nach Generationen zerstreuter
Familientraditionen, Jahrhunderten verwirrter kultureller Irreführung und einem
Leben mit vorurteilbehafteter Propaganda sind viele Westler spirituell
unbeweglich geworden. Einerseits wird die Vorstellung von einer
ursprünglichen, reinen Religion, frei von jeglicher Veränderung, Verdrehung und
kurz gesagt, ohne die schmutzige und fehlbare Hand des die Religion verändernden
Menschen gesucht, ist aber für das westliche Bewusstsein schwer zu begreifen.
Andererseits sehen viele die Ungereimtheiten der heutigen Religionen zu
deutlich, die auf dem basieren, was im Westen am bekanntesten ist – den
jüdischen und christlichen Bibeln. Manche bleiben in den engen Grenzen der
Zwickmühle dieses Dilemmas gefangen. Andere blicken tiefer in die
Bibelschriften und erkennen, dass als das Alte Testament das Erscheinen von
Johannes dem Täufer, Jesus Christus und einem weiteren Propheten voraussagte;
Jesus Christus sagte ebenfalls einen Propheten voraus, der ihm folgen sollte –
einen, der eine Botschaft der Wahrheit bringen sollte, die alle Dinge erklärte.
Seventh Day Adventisten, Mormonen und zahlreiche
andere christlichen Sekten behaupten, diese Prophezeiung habe sich mit dem
Gründer ihrer Richtung oder ihres Glaubens erfüllt. Viele andere sind
skeptisch und noch immer auf der Suche. Und genau für diese habe ich dieses
Buch geschrieben.
Copyright © 2007 Laurence B. Brown; mit
seiner Erlaubnis.
Dieser
Auszug stammt aus Dr. Browns Buch: MisGod´ed, das bald verlegt und zusammen mit dem zweiten Teil God´ed
veröffentlicht wird. Beide Bücher können auf Mr. Browns Website: www.Leveltruth.com. gesehen werden. Laurence B. Brown, MD,
kann kontaktiert werden über: BrownL38@yahoo.com.
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