Eine formelle Doktrin wird erstellt
Als über das Thema der Trinität ein Streit
zwischen zwei Kirchenmännern in Alexandria entbrannte, - zwischen Arius, dem Diakon
und Alexander, seinem Bischof – zog der Kaiser Constantin in den Kampf.
Obwohl das christliche Dogma für ihn ein
völliges Mysterium war, war ihm klar, dass eine einheitliche Kirche für ein
starkes Reich notwendig war. Als es der Vermittlung nicht gelang, den Streit
zu klären, berief Constantin den ersten ökumenischen Konzil der Kirchengeschichte
ein, um die Angelegenheit ein für allemal zu klären.
Sechs Wochen später versammelten sich die
600 Bischöfe 325 in Nicea, wo die Doktrin der Trinität ausgearbeitet wurde.
Der Gott der Christen wurde nun als drei Wesen oder Naturen gesehen, in der
Form des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Die Kirche fasst Fuß
Die Angelegenheit war weit davon entfernt,
geklärt zu werden,trotz der großen Hoffnungen, die sich Constantin darauf
gemacht hatte. Arius und der neue Bischof von Alexandria, ein Mann namens Athanasius,
begannen, über das Thema zu streiten, sogar als der Glaubenssatz in Nicea
benannt wurde; “Arianismus” wurde von jener Zeit an zu einem Schlagwort für
jeden, der die Doktrin von der Trinität nicht unterstützte.
451 war es, beim Konzil von Chalcedon,
dass mit Zustimmung des Papstes das Glaubensbekenntnis von Nicea/Constantinopel
maßgebend bestimmt wurde. Debatten über das Thema wurden nicht länger
toleriert; sich gegen die Trinität auszusprechen, wurde nun als Gotteslästerung
betrachtet, und so errungene steife Sätze reichten von Verstümmelung bis zum
Tod. Die Christen wurden nun zu Christen, die wegen eines Meinungsunterschieds
Tausende verstümmelten und töteten.
Der Streit geht weiter
Brutale Strafen und sogar Tod brachte den
Streit über die Doktrin von der Trinität nicht zum Stillstand, der Streit
besteht sogar noch heute.
Die Mehrheit der Christen können auf die
Bitte, diese Grundlehre ihres Glaubens zu erklären, nicht mehr bieten, als “Ich
glaube, weil es mir so gesagt wurde”. Sie wird als “Mysterium” erklärt – sogar
die Bibel sagt in 1 Korinther 14:33, dass:
“...Denn Gott ist nicht ein Gott der
Unordnung...”
Die unitarische Konfession des
Christentums hat die Lehren des Arius am Leben gehalten, indem sie sagen, dass
Gott Einer ist; sie glauben nicht an die Trinität. Als Folge dessen verabscheuen
sie die Christen der Hauptrichtung und das Nationale Konzil der Kirchen hat
ihre Anerkennung abgelehnt. Die Unitarier hegen die Hoffnung, dass die
Christen irgendwann zu den Lehren Jesu´ zurückkehren.
“...Du sollst Gott, deinen HERRN,
anbeten und ihm allein dienen.” (Lukas 4:8)
Islam und die Angelegenheit der Trinität
Während die Christen ein Problem damit
haben, das Wesen Gottes zu definieren, ist das im Islam nicht der Fall.
“Wahrlich,
ungläubig sind diejenigen, die sagen: "Allah ist der Dritte von
dreien"; und es ist kein Gott da außer einem Einzigen Gott.”
(Quran 5:73)
Man muss dazu sagen, dass in der
arabischen Sprache in der Bibel der Name “Allah” als der Name Gottes verwendet
wird.
Suzanne Haneef, beschreibt in ihrem Buch „What
Everyone Should Know About Islam and Muslims“ (Library of Islam, 1985), die
Angelegenheit kurz und bündig, wenn sie sagt:
“Aber Gott ist nicht wie ein Kuchen oder ein
Apfel, der in drei Stücke geteilt werden kann, die ein Ganzes bilden, wenn Gott
drei Personen ist oder drei Teile besitzt, dann kann Er sicherlich nicht das
Eine, Einzigartige, Unteilbare Wesen sein, das Gott ist und zu dem die Anhänger
des Christentums bekennen.”
Betrachten wir es aus einem anderen
Blickwinkel, die Trinität betrachtet Gott als drei getrennte Einheiten – den
Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Wenn Gott der Vater ist und der Sohn
auch, wäre er dann doch auch der Vater von Sich Selbst, weil Er Sein eigener
Sohn ist. Das ist wirklich nicht logisch.
Das Christentum gibt vor, eine
monotheistische Religion zu sein. Monotheismus beinhaltet aber den
fundamentellen Glauben, dass Gott Einer ist; die christliche Doktrin von der
Trinität – Gott als Drei in Einem – wird im Isalm als eine Form von
Mehrgötterei betrachtet. Christen dienen nicht nur Einem Gott, sie dienen Dreien.
Dies ist etwas, das von den Christen nicht
einfach so hingenommen wird. Sie beschuldigen im Gegenzug die Muslime, nicht
einmal zu wissen, was die Trinität ist, weisen darauf hin, dass der Qur´an
Allah als den Vater, Jesus als den Sohn und Maria als seine Mutter bezeichnet.
Während die Verehrung Marias eine Erfindung der katholischen Kirche seit 431ist,
als ihr auf dem Konzil von Ephesus der Titel “Mutter Gottes” gegeben worden ist,
zeigt eine nähere Betrachtung des Qur´anverses, der von Christen oft zitiert
wird, um ihre Beschuldigung zu untermauern, zeigt dass die Benennung Marias im
Qur´an als Teil der Trinität einfach nicht stimmt.
Während der Qur´an sowohl die Trinität (Quran
4:171; 5:73) als auch die Anbetung von Jesus und seiner Mutter Maria anprangert (Quran
5:116), identifiziert er nirgendwo die drei Komponenten der christlichen
Trinität. Die Position des Qur´an ist, dass das WER oder WAS diese Doktrin
enthält, nicht wichtig ist, was wichtig ist, ist, dass die Vorstellung
überhaupt von einer Trinität eine Beleidigung für das Konzept von Einem Gott
ist.
In der Schlussfolgerung sehen wir, dass
die Doktrin von der Trinität ein Konzept ist, dass gänzlich vom Menschen
erdacht ist; es ist keine Zustimmung von Gott in irgendeiner Art zu finden,
einfach weil die ganze Vorstellung von einer Trinität göttlicher Wesen keinen
Platz im Monotheismus hat. Im Qur´an, der letzten Offenbarung Gottes für die
Menschheit, finden wir Seinen Standpunkt an zahlreichen ausdrucksvollen
Stellen:
“..."lch
bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist offenbart worden, daß euer Gott ein
Einziger Gott ist. Möge denn derjenige, der auf die Begegnung mit seinem Herrn
hofft, gute Werke tun und keinen anderen einbeziehen in den Dienst an seinem
Herrn.” (Quran 18:110)
“...Und
setze neben Gott keinen anderen Gott, auf daß du nicht in Gahannam geworfen
werdest, verdammt und verstoßen. (Quran 17:39)
– denn wie Gott uns immer wieder mitteilt,
in einer Botschaft die sich in ALLEN Seinen Offenbarten Schriften wiederholt:
“...Diese
eure Gemeinschaft ist eine einheitliche Gemeinschaft; und Ich bin euer Herr,
darum dient Mir....” (Quran 21:92)
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