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Keine andere Religion, die von so
einer großen Gemeinschaft bezeugt wird, habe ich so verständlich und ermutigend
gefunden. Es scheint keinen besseren Weg zur Seelenruhe und zur Zufriedenheit
im Leben zu geben, kein größeres Versprechen für die Zukunft nach dem Tod.
Das menschliche Wesen ist Teil
eines Ganzen; der Mensch kann nicht behaupten, mehr als nur ein Partikel der
Schöpfung in ihrer großartigen Perfektion zu sein. Als solches kann er seinen
Sinn und Zweck des Lebens nur erfüllen, wenn er seine Funktion in Verbindung
mit dem Ganzen und den anderen Lebewesen erfüllt. Es ist die harmonische
Beziehung zwischen den Einzelteilen und dem Ganzen, die das Leben sinnvoll
macht, die es beinahe zur Perfektion bringen kann, die dem Menschen hilft,
Zufriedenheit und Freude zu errichen.
Welchen Platz nimmt die Religion
in dieser Beziehung zwischen Schöpfer und Schöpfung ein? Hier folgen die
Meinungen einiger Leute über Religion:
“Die Religion eines Menschen ist die Haupttatsache was ihn
betrifft; das Ding, an das ein Mensch praktisch glaubt… das Ding, das einem
Menschen praktisch am Herzen liegt, und er weiss mit Sicherheit, über seine
lebendigen Beziehungen zum Universum, über seine Pflicht und sein Schicksal
hier bescheid... das ist Religion. ” (Carlyle Heroes and Hero-worship)
“Religion ist der Sinn von ultimativer Realität von jeglicher Bedeutung,
die ein Mensch in seiner eigenen Existenz oder der Existenz von irgendetwas
anderem finden kann.” (G. K. Chesterton, Come To Think of It)
“Religion – eine Tochter der Hoffnung und Furcht, die der Unwissenheit
die Natur des Unergründlichen erklärt.” (Ambrose Bierce, The Devil’s
Dictionary)
“Der Körper wahrer Religion besteht daraus, sicher zu sein, dem
Willen des Souverän der Welten zu gehorchen und Seine Vollkommenheit
nachzuahmen.” (Edmund Burke, Reflections on the Revolution in France)
“Die ganze Religion bezieht sich auf das Leben und das Leben der
Religion ist, Gutes zu tun.” (Swedenborg, Doctrine of Life)
“Jeder Mensch, ob in seinem Schrecken oder seiner Stärke,
besitzt einen Sinn für Religion.” (James Harrington, Oceana)
Irgendwann wird jeder Mensch mit
dem Unbekannten, Unverständlichen, mit dem Zweck seiner Erschaffung
konfrontiert. Indem er sich selbst befragt, formt er einen Glauben, eine
Überzeugung -- ´Religion´ im weitsten Sinne.
Warum betrachte ich den Islam als die
vollkommenste Religion?
Zu allererst macht sie uns mit dem
Ganzen, dem Schöpfer, bekannt:
“Im Name Gottes, des Allerbarmers, des
Barmherzigen; sprich: „Er ist Gott, ein Einziger, Gott, der Absolute (Ewige,
Unabhängige, von Dem alles abhängt). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt
worden, und Ihm ebenbürtig ist keiner.” (Quran 112:1-4)
“Zu Gott werdet ihr heimkehren; und Er
hat Macht über alle Dinge.” (Quran 11:4)
Wieder und wieder werden wir im
ganzen Qur´an an die Einheit Gottes erinnert, „Unteilbar“, „Ewig“, „Unendlich“,
„Allmächtig“, „Allwissend“, „der Gerechteste“, „der Helfer“, „der Barmherzige“,
„der Erbarmungsvolle“. So wird das Ganze Realität, wieder und wieder werden
wir aufgefordert, eine befriedigende Verbindumg zwischen Ihm und uns
herzustellen.
“Wisset, dass Gott die Erde nach ihrem
Tode belebt. Wahrlich, Wir haben euch die Zeichen klar gemacht, auf dass ihr
(sie) begreifen möget.” (Quran 57:17)
“Sprich: “Ich nehme meine Zuflucht beim
Herrn der Menschen.” (Quran 114:1)
Man könnte argumentieren, man
müsse, um Gott anzuerkennen, an Ihn zu glauben und glücklich in einer
Gemeinschaft leben zu können, notwendigerweise an göttliche Botschaften glauben.
Leitet ein Vater etwa nicht seine Kinder an? Organisiert er nicht das
Familienleben, damit alle in Harmonie zusammen leben können?
Der Islam erhebt den Anspruch, die
einzige wahre Religion zu sein, die die Wahrheit ihrer Vorfahren wieder
einsetzt. Er erhebt den Anspruch, dass die Rechtleitung, die der Qur´an
enthält, deutlich, verständlich und vernünftig ist. Indem wir unser Leben
darauf ausrichten, eine befriedigende Verbindung zwischen dem Schöpfer und dem
Erschaffenen aufzubauen, ein Zusammenspiel zwischen physikalischen und
spirituellen Kräften, die uns befähigen, innere und äußere Kräfte
auszugleichen, damit wir inneren Frieden erreichen – der wichtigste Faktor, um
einen harmonischen Zustand zwischen einem lebendigen Teil und dem anderen
herzustellen und eine wichtige Voraussetzung für unser Streben nach
Perfektion.
Das Christentum betont die
spirituelle Seite des Lebens; es lehrt eine Liebe, die eine schwere Last auf
die Verantwortlichkeit eines jeden Christen lädt. Die vollkommene Liebe ist
zum Scheitern verurteilt, wenn ihre Erreichung nicht in der Reichweite der
menschlichen Natur liegt und der Vernunft und dem Verständnis widerspricht. Nur
jemand mit tiefgründigen Kenntnissen von menschlichen Konflikten, der diese mit
Sympathie, Verständnis und einem Sinn für Verantwortung verbindet, kann diesem
christlichen Prinzip nahe kommen – und, selbst dann, wird er seinen Verstand
unter der Liebe begraben müssen. S.T. Coleridge sagt in seinen ´Aids To
Reflection´: “Derjenige, der beginnt, das Christentum mehr als die Wahrheit zu
lieben, wird weitergehen und seine eigene Kirchensekte mehr als das Christentum
lieben, und damit enden, sich selbst mehr zu lieben als alle anderen.”
Der Islam lehrt uns, Gott zu
respektieren, uns Seinen Gesetzen zu unterwerfen, berechtigt und ermutigt uns,
unseren Verstand ebenso wie unsere Emotionen der Liebe und des Verständnis zu nutzen.
Die Anweisungen des Qur´an, die Botschaft Gottes an Seine Geschöpfe, ohne
Berücksichtigung der Rasse, Nation oder des sozialen Stands:
“Sprich:
“O ihr Menschen, nun ist die Wahrheit von eurem Herrn zu euch gekommen. Wer
nun dem rechten Weg folgt, der folge ihm allein zum Heil seiner eigenen Seele;
und wer da in die Irre geht, der geht nur zu seinem eigenen Schaden irre. Und
ich bin nicht euer Hüter.” (Quran 10:108)
Keine andere Religion, die von
einer großen Gemeinschaft bekannt wird, habe ich so verständlich und ermutigend
gefunden. Es scheint keinen besseren Weg zu Ruhe und Zufriedenheit im Leben zu
geben, kein größeres Versprechen für das zukünftige Leben nach dem Tod.
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