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Der wundervolle Qur´an (teil 1 von 11): Mein Weg zum Islam
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Beschreibung: Eine der führendsten islamischen Persönlichkeiten Amerikas, Jamaal Zarabozo, erklärt das Wunder des Qur´an und welchen Einfluss er auf seiner Reise zum Islam besaß. Teil 1: Eine Einleitung zu diesem Thema mit einer kurzen Beschreibung des Qur´an und des Propheten Muhammad.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 28 Jul 2008 - Zuletzt verändert am 14 Sep 2008
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Eröffnende Feststellung
Lasst mich zu Beginn feststellen dass,
nachdem ich nun schon seit vielen Jahren Muslim bin, falls mir das Thema
"Der wundervolle Qur´an" gegeben würde, wie es jetzt der Fall ist,
dann würde ich die Aspekte betonen und beschreiben, die mir zu der Zeit, als
ich als Nicht-Muslim den Qur´an studierte, völlig unbekannt waren. Ich
studiere den Qur´an mittlerweile seit über dreißig Jahren und noch immer
fasziniert er mich. In der Tat beschreiben sämtliche muslimischen Gelehrten
aus allen Zeiten das Phänomen, dass man im Qur´an standing neue faszinierende
Aspekte findet. Über die Jahrhunderte hinweg entdeckten spätere Gelehrte, wenn
sie über den Qur´an sprachen, die wunderbaren Aspekte, welche die früheren
Gelehrten erwähnt hatten, sowie noch andere Aspekte, die sie nicht für weniger
bemerkenswert und erstaunlich erachteten. Beispielsweise im letzten Jahrhundert
hatten wir A´ischah bint al-Shaati, Sayyid Qutb und Mustafa Saadiq al-Raafiíy,
die alle Komponenten zu der Theorie der wundervollen Art des Qur´an beigetragen
haben.
Später haben viele das, was "wissenschaftliche Wunder des
Qur´an" bezeichnet wird, betont, ein Thema, das wir am Ende dieser
Abhandlung noch besuchen werden.
Wie auch immer, dieser Artikel handelt von
"meiner Geschichte" und meinem Weg zum Islam durch den Qur´an. Aus
diesem Grund werde ich jene Aspekte des Qur´an besonders hervorheben, die mich
zu jeber Zeit am moisten beeinfusst haben und anderen Aspekten, die ich seitdem
detaillierter studiert habe, weniger Zeit widmen.
Eine sehr kurze Einführung über den Propheten
Muhammad und den Qur´an
Ich bin sicher, die meisten von euch sind
ein bisschen vertraut mit dem Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden
seien auf ihm, und dem Qur´an, aber für manche Punkte, auf die ich später
zurückkommen werde, denke ich, eine sehr kurze Einführung zu den beiden ist
schon in Ordnung.
Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien
auf ihm, wurde um 570 Jahre nach der Geburt von Jesus Christus geboren. Er
wurde in Mekka auf der arabischen Halbinsel geboren. Das Volk von Mekka gab
sich dem Götzendienst hin. Das Gebiet war in jener Zeit nicht als Ort einer fortschrittlichen
Zivilisation oder fortschrittlicher Lehren bekannt. Tatsächlich war der
Prophet Muhammad ungebildet. Im Alter von vierzig Jahren erhielt Muhammad
seine erste Offenbarung. Obwohl er in seinm Volk als "der
Vertrauenswürdige" bekannt war, glaubtem ihm die Mehrheit der Araber nicht
und begannen bald eine massive Kampagne, um ihn und diejenigen, die ihm
glaubten, zu verfolgen. Nach dreizehn Jahren des Predigens in Mekka, verließ
der Prophet selbst die Stadt, um nach Medina auszuwandern, wo er bereits einige
Anhänger hatte. Sie machten ihn zum Führer der Stadt. Die Ungläubigen aus
Mekka ließen keine Ruhe und versuchten, den neuen Glauben mit militärischen Mitteln
niederzuschlagen. Allerdings wuchs die zunächst keine Gruppe der Muslime
stetig an und war durchaus in der Lage, den Angriffen der Ungläubigen zu
widerstehen. Innerhalb von zehn Jahren führte der Prophet selbst eine ganze
Armee nach Mekka zurück und eroberte die Stadt mit einem unblutigen Sieg. So
eroberte der Islam ganz Arabien und begann, sich über die Welt zu verbreiten. Schließlich
verstarb der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, im Jahr 632.
Was den Qur´an betrifft, wurde er dem
Propheten Muhammad über einen Zeitraum von dreiundzwanzig Jahren direkt durch
den Engel Gabriel offenbart. Er erhielt die Offenbarung und dann übermittelte
er sie seinen Anhängern. Darin unterscheidet sich der Qur´an sehr von der
Bibel. Es gibt keine menschlichen Beiträge zum Qur´an; er ist nur die
Offenbarung Gottes. Mit anderen Worten, du wirst keine Geschichte über den
Propheten und seine Gefährten im Qur´an niedergeschrieben finden. Tatsächlich
wirst du nicht einmal irgendeine Aussage des Propheten im Qur´an wiederfinden,
die nicht zu der Offenbarung Gottes gehört. Die Aussagen des Propheten wurden
vollkommen getrennt vom Qur´an bewahrt.
Eine letzte Bemerkung noch: den Qur´an
gibt es nur auf Arabisch. Die beste Übersetzung ist nicht der Qur´an. Wenn
man erst einmal den Originalwortlaut einer Rede verliert und sich nur auf die
Übersetzung verlässt, dann ist das Original wirklich verloren.
Die Geschichte meiner Konversion und meine nahe
Taufe
Die Geschichte meiner Konversion ist nicht
gerade die faszinierendste. Ein Aspekt ist allerdings interessant: der
Einfluss, den der Qur´an auf mich hatte.
Meine Familie zog von Spanien nach
Amerika. Also waren wir eigentlich katholisch. Ich hatte aber nur wenig
Kontakt zu irgendeiner Religion, bis mich ein Schulfreund zu ihrer Kirche
einlud. Ich begann, daran teilzunehmen und zum ersten Mal fing ich an, die
Bibel zu lesen. Ich nahm alles sehr ernst. Dann kam die
Zeit der Taufe. Ich hatte damit kein Problem, aber da es die erste Religion
war, von der ich gehört hatte, entschloss ich, mich bei anderen Religionen
ebenfalls umzusehen, um sicherzugehen, was ich im Begriff war, zu tun. Ich
dachte nicht, dass dies meine letztendliche Entscheidung wirklich beeinflussen
würde, aber meine sich nähernde Taufe führte mich dazu, Muslim zu werden.
Ich begann, alle Religionen zu studieren,
die ich finden konnte. Dies war es offensichtlich, was mich zum Qur´an führte.
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Der wundervolle Qur´an (teil 2 von 11): Der Qur´an und die Orientalisten
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Beschreibung: Eine der führendsten islamischen Persönlichkeiten Amerikas, Jamaal Zarabozo, erklärt das Wunder des Qur´an und welchen Einfluss er auf seiner Reise zum Islam besaß. Teil 2: Ein Vergleich zwischen dem Qur´an und dem, was die Orientalisten über ihn sagen.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 28 Jul 2008 - Zuletzt verändert am 28 Jul 2008
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Studium des Qur´an 1976: Der Qur´an gegen viele
nicht-muslimische Schriftsteller
Du solltest im Kopf behalten, dass die im
Jahre 1976 passierte. Dies war vor der Revolution im Iran und über den Islam
wurde überall in den Medien berichtet. Ich kannte zu jener Zeit keine
Muslime. (Ich lebte in einer relativ kleinen Universitätsstadt un
fälschlicherweise nahm ich an, dort gäbe es keine Muslime). Also gab es
niemanden, der versuchte, mich von der Wahrheit des Islam zu überzeugen. Daher
bin ich vielleicht wirklich zum Islam konvertiert, ohne jemals zuvor einen
Muslim getroffen zu haben, und tat mein Bestes, um das Beten aus einem Buch zu erlernen,
das von einem Missionar geschrieben worden war: T. P. Hughes’ The Dictionary
of Islam.
Deshalb kam die Information, die ich über
den Islam erhielt, größtenteils von Nicht-Muslimen, die über den Islam
schrieben. Es gab nur sehr wenige Bücher, die ich in jener Zeit bekommen
konnte, die von Muslimen geschrieben worden waren. Ich kann mich tatsächlich
an ein Werk von einem Muslim erinnern, ein relative kleines Büchlein von
Maudoodi.
Allerdings war ich in der Lage, ein paar Qur´anübersetzungen von
Muslimen zu finden. Insbesondere las ich die Übersetzung von Abdullah Yusuf
Ali.
Im Grunde war es wirklich Qur´an gegen
eine Zahl von Werken, die von Nicht-Muslimen geschrieben worden waren. Allgemein
waren diese Nicht-Muslime gezwungen, von Zeit zu Zeit den Islam zu loben, aber
sie versuchten immer, irgendwelche Fehler in den Grundlagen des Glaubens zu
finden. Also kamen sie mit allerlei Theorien über den Propheten Muhammad und
den Qur´an. Ich las ihre Kritik Seite an Seite mit dem Qur´an.
Die meisten der Autoren, von denen ich
las, sagten deutlich, der Qur´an sei keine Offenbarung Gottes, sondern einfach
von dem Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, selbst
geschrieben worden. Dies war die Ansicht von Richard Bell: The Qur'an: Translated
With a Critical Re-arrangement of the Surahs, Arberry in seiner
Einleitung zu seiner Übersetzung des Qur´an, Kenneth Cragg in: The Call of
the Minaret, ad nauseum.
Allerdings, wie Montgomery Watt bemerkte,
wirft dies selbst eine Menge Fragen auf. Wenn Muhammad ein Hochstapler gewesen
wäre, tat er das, was er tat, aus Boshaftigkeit? Er war zuvor nicht als eine
unehrliche oder boshafte Person bekannt, was veranlasste dann seine Änderung? Desweiteren,
wenn er dies aus Boshaftigkeit getan haben soll, wie kam er dann auf die
Informationen, die im Qur´an enthalten sind, insbesondere an einem Ort wie
Mekka lebend? Hatte er etwa Lehrer; wenn es so gewesen wäre, wer waren diese
und wo steht geschrieben, dass er Lehrer gehabt haben sollte?
Ehrlich gesagt, war ich nicht besonders
beeindruckt von jenen, die behaupteten, der Prophet habe einige Lehrer gehabt,
die ihm alle die Informationen, die später den Qur´an ausmachten, beigebracht hätten.
Im allgemeinen bezogen sich diese Autoren auf zufällige oder einmalige Treffen
zwischen dem Propheten und bestimmten Einzelpersonen. So zum Beispiel Muir und
Margoliouth hätten die Informetionen, die im Qur´an zu finden sind, Bahierah
weitergegeben, einem Mönch, den der Prophet in seiner Jugend auf einer Reise
mit einer Handelskaravane nach Syrien getroffen hatte, lange bevor er
behauptete, ein Prophet zu sein. Solche Argumente sind einfach unlogisch und
extrem weit hergeholt. Ich vergeudete mit ihnen nicht viel Zeit.
Manche Kritiker waren gezwungen,
zuzugeben, dass der Prophet Muhammad als überaus ehrliche und zuverlässige
Person bekannt war. Sie bemerkten ebenfalls, dass er aus seinen Taten
keinerlei materiellen Nutzen zog, sondern er führte weiterhin ein sehr
bescheidenes und ehrliches Leben. Daraus schlossen sie, dass er
vertrauenswürdig und ehrlich war, aber furchtbar irregeführt. Aber wenn er
auch irregeführt gewesen sein sollte, wo kamen dann die Informationen her? Manchen
"erschien" es, als wäre die seinem Unterbewusstsein entsprungen. Anderson
nannte es sogar "wunschhaftes Denken". Andere sagten tatsächlich, er
hatte an epileptischen Anfällen gelitten und die Offenbarungen wären die
Ergebnisse derartiger Anfälle gewesen. Diese Theorien mögen für jeden
überzeugend klingen, der nur liest, was dieser eine Autor geschrieben hat, ohne
sich die Zeit zu nehmen, den Qur´an selbst zu lesen und zu studieren. Wie
später noch aufgegriffen wird, gibt es im Qur´an einfach zu viele
Informationen, die nicht möglicherweise von jemandes Unterbewusstsein kommen konnten.
Eine andere gewöhnliche Behauptung, die
ich gelesen habe, war, dass der Prophet Muhammad eine Art
"nationalistischer" Führer gewesen sei, dessen Hauptziel darin
bestand, die Araber zu vereinen. Typisch für diese Art zu denken ist, was in
der The New Catholic Encyclopedia festgestellt wird: “Im Alter von ungefähr
40 erhielt er seinen ´prophetischen Ruf´, die Araber unter einem Monotheismus
zu vereinen.” Diese Annäherung kann eher als Ergänzung betrachtet werde, da sie
nicht versucht, sich über den Propheten lustig zu machen. Allerdings erkannte
ich darin gleichzeitig keinen Sinn, nur auf der Grundlage des Qur´an. Es
genügt zu erwähnen, dass es keine einzige Passage im Qur´an gibt, die sich an
die Araber wendet. Im Qur´an spricht Gott die Menschheit oder die Leute, die
Gläubigen oder die Ungläubigen an. Wenn dieses Buch nur für die Araber
bestimmt gewesen wäre, warum werden sie dann nicht direkt angegsprochen,
sondern diese allgemeinen Begriffe, die sich auf die Menschheit beziehen, verwendet?
Jedenfalls war die Fülle ihrer
unterschiedlichen Ansichten bezüglich des Propheten ein Zeichen für mich, dass
diesen Schriftstellern etwas Unvorstellbares über den Weg gelaufen war. Dies
war für mich Beweis genug, dass wirklich etwas mit dem Qur´an war, ansonsten hätten
sie ihn einfach als Trivialwerk abstempeln können, das den Versuch, es zu
widerlegen oder zu diskutieren, nicht wert wäre. Tatsächlich lockten sie mein
Interesse am Qur´an noch mehr. Dies ist etwas, das du später noch sehen wirst:
Die Werke, die mich vom weiteren Verfolgen des Qur´an hatten abhalten sollen,
stärkten meine Überzeugung, dass ich ihn weiter verfolgen muss.
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Der wundervolle Qur´an (teil 3 von 11): Eine Heilige Schrift muss von Gott sein
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Beschreibung: Damit eine Religion wahr ist, muss sie absolut von Gott sein, und zwar ganz und gar und nicht nur ihr Ursprung.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 04 Aug 2008 - Zuletzt verändert am 04 Aug 2008
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Mein erster Anhaltspunkt: Wenn es die Religion
Gottes ist, die ich suchte, dann muss die Heilige Schrift von Gott stammen
Bei meinem Studium anderer Religionen, war
es eines meiner Ziele, die heilige Schrift einer jeden Religion direkt zu
lesen, um die Religion direkt von der Quelle verstehen zu können. Offensichtlich
war es dies, was meine Neugier am Qur´an weckte.
Ich besaß bereits einen starken Glauben an
Gott und war von der Existenz dieses Höchsten Wesens überzeugt. Tatsächlich
war ich eine Zeit lang manchmal Christ und manchmal einfach ein Deist, den
Fußstapfen Voltaires und vieler unserer “Gründungsväter” der Vereinigten
Staaten folgend.
Da ich bereits an Gott glaubte, war mein
erster Anhaltspunkt für eine wahre religion, dass diese Religion Gott als
ursprüngliche Quelle haben musste. Niemand kann Einzelheiten über Gott kennen
außer Gott Selbst. Er steht über und außerhalb menschlicher Erfahrung. Und
noch wichtiger, niemand weiß, wie Er anzubeten ist außer Ihm. Niemand
kennt die Lebensweise, die Ihm gefällt außer Ihm. Obgleich die
Menschen in der Lage sind, viele gute Schlußfolgerungen über Gott zu ziehen,
kann kein Mensch behaupten, dass er irgendwie – unabhängig von Offenbarung
durch Gott – die Art und Weise entdeckt habe, wie Gott angebetet werden sollte
und welche Lebensweise Gott gefällt. Wenn also jemand in seinem Herzen das
ultimative Ziel hat, Gott wirklich zu gefallen und dienen zu wollen, so wie Er
das verlangt, dann gibt es keine Alternative, als sich Ihm auf der Suche nach
Rechtleitung zuzuwenden.
Auf der Grundlage dieser Voraussetzung ist
keine von Menschen gemachte Religion eine Alternative. Egal wie sehr die
Menschen sich auch anstrengen, sie können nicht maßgeblich darüber sprechen,
wie Gott vielleicht angebetet werden sollte.
Es ist wichtig, zu betonen, dass dieser
Anhaltspunkt nicht bedeutet, dass Gott einmalig eine Rolle bei der Gründung
einer bestimmten Religion gespielt hat. Nein, dieser Anhaltspunkt bedeutet,
dass die gesamte Gestaltung der Lehren von Gott stammen. Es gibt manche Religionen,
deren Ursprung auf Gott zurückgeführt werden kann, aber später fühlten sich
ihre Anhänger frei darin, nach menschlichem Gutdünken die Religion anzupassen,
abzuändern oder zu modifizieren. Im Zuge dieser Änderungen schafften sie sich
eine neue Religion, unabhängig von dem, was Gott offenbart hat. Dies verkehrt
wieder einmal völlig den Sinn. Was Gott offenbart hat, benötigt keinerlei
Verbesserung oder Änderung von Menschenhand. Jede Veränderung oder Anpassung
bedeutet von der Offenbarung Gottes abzuweichen. Damit bringt jede Veränderung
oder Anpassung die Menschen weiter von der wahren und richtigen Art Gott zu
dienen ab. Desweiteren ist Gott mehr als fähig, eine vollkommene Offenbarung
für jede Zeit und alle Umstände herabzusenden. Wenn es nötig wäre,
irgendwelche von den Gesetzen Gottes zu ändern oder anzupassen, so ist der
Zuständige dafür nur Gott allein. Mit anderen Worten: Gott steht es aufgrund
Seiner Weisheit und Seines Wissens frei, Seine Gesetze zu verändern,
beispielsweise aus Gnade oder als Bestrafung für Seine Diener. Er könnte dies
tun, indem Er eine neue Offenbarung oder sogar einen neuen Propheten schickt. Damit
gibt es kein logisches Problem. Aber es gibt ein großes Problem, wenn die
Menschen es selbst in die Hand nehmen, Gottes Offenbarung “festzulegen”.
Also stellt der erste Anhaltspunkt fest,
dass die Religion in Gott ihren Urheber hat. Allerdings reich das noch nicht
aus. Der zweite Anhaltspunkt ist, dass die Lehren Gottes in ihrer
ursprünglichen Form erhalten geblieben sind. Die Logik hinter diesem Punkt ist
offensichtlich. Die Original-Offenbarung kam von Gott Selbst, wurde dann aber
später von den Menschen verfälscht und verdreht, jetzt hat man eine Mischung
aus der Religion Gottes und menschlicher Einmischung. Es handelt sich nicht
länger um Gottes reine Religion. Obwohl dies eigentlich eine offensichtliche
Voraussetzung ist, ist es erstaunlich, so viele Menschen zu sehen, die diesen
Punkt noch nicht einmal bedacht haben und die blind Schriften oder Lehren
folgen, die historisch nicht belegt werden können.
Der erste verwunderliche Aspekt des Qur´an:
Seine detaillierte Erhaltung
In der Tat war dies eines der ersten
Dinge, die mich am Qur´an zutiefst beeindruckt haben. Selbst jene, die sich in
ihren Schriften klar anti-islamisch äußerten, wie Sir William Muir, gaben zu,
dass der Qur´an, den wir heute haben, seit der Zeit des Propheten, Gottes Segen
und Frieden seien auf ihm, bewahrt geblieben ist. Selbst
solche, die versuchten, möglichst kritisch zu sein und die gesamte
Glaubwürdigkeit des Qur´an in Zweifel zu ziehen, wie Jeffery, beeindruckten
mich nur umso mehr aufgrund der Menge der Informationen, die wir über die Geschichte
dieses Textes besitzen.
Um diesen Punkt voll zu verstehen, muss
man es im Zusammenhang mit meinem christlichen Hintergrund sehen. Dieser
Artikel soll keineswegs zufällig als Kritik am Christentum verstanden werden. Trotzdem
war es der Hintergrund aus dem ich kam und es war der “Lackmus-Test”, mit dem
ich andere Religionen prüfen wollte. Deshalb zog ist eine Menge Vergleiche
zwischen dem Christentum und anderen Religionen, Islam eingeschlossen. Daher
habe ich keine andere Wahl, als mich auf das Christentum zu beziehen, wenn ich
im Verlauf dieses Artikel über meine Erfahrungen spreche.
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Der wundervolle Qur´an (teil 4 von 11): Die detailgetreue Bewahrung des Qur´an
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Beschreibung: Eine der einzigartigen Eigenschaften des Qur´an ist seine detailgetreue Bewahrung, eine Tatsache, die ihn von allen anderen Religionen unterscheidet.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 04 Aug 2008 - Zuletzt verändert am 24 Aug 2008
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Viele Dinge aus der Geschichte der Bibel
wurden mir schmerzhaft bewusst und dies war eines der Hauptprobleme, das ich
mit dem Christentum hatte.
Ich hatte Pastoren und ähnliche über diese Dinge befragt und die
meisten von ihnen zu jener Zeit, es war bevor die Fundamentalisten den
Hauptstrom bildeten, waren sehr aufgeschlossen darüber und gaben zu, dass es
Probleme mit der historischen Authentizität der Bibel gab. Zur selben Zeit
begaupteten die meisten aber, dass die “Lehren” bewahrt geblieben seien, die
Einzelheiten jedoch nicht. Mit anderen Worten, die Bibel war ganz deutlich
nicht Gottes Wort; sie behaupteten die Schreiber der Bibel seien von Gott “inspiriert”
worden. Das war das mindeste, das sie beanspruchen konnten, auch wenn sie es
nicht beweisen konnten. Dies schien mir blinder Glaube zu sein, denn wenn du
nicht genau weißt, ob die Einzelheiten bewahrt worden sind, wie kannst du dir
dann so sicher sein, dass die Hauptlehren wirklich bewahrt geblieben sind? In
Wirklichkeit wissen wir noch nicht einmal, wer Matthäus, Markus, Lukas und
Johannes überhaupt gewesen sind und warum gerade ihre Namen mit den berühmten
Evangelien in Verbindung stehen.
In diesem Licht fand ich Jeffrey, als ich
zu beweisen versuchte, dass es weniger Schwierigkeiten mit der Zusammenstellung
des Qur´an gegeben hatte, denn wie sich zeigt, ist die Zusammenstellung des
Qur´an von den frühesten Jahren an bis hin ins kleinste Detail bekannt, da der
größte Teil der Arbeit noch zu den Zeiten der Prophetengefährten stattgefunden
hat. Ich war sehr beeindruckt und dieser angenommene Angriff auf den Qur´an,
auf den ich mich zuvor bezog, veranlasste mich, meine Studien des Qur´an
fortzusetzen. (Natürlich las ich später Antworten auf Jeffreys Argumente, die
seine Behauptungen, der Qur´an sei nicht absolute bewahrt geblieben, widerlegen.)
Das Versprechen des Qur´an, dass er bewahrt
bleiben wird
Jedenfalls sprang mir ins Auge, dass der
Qur´an von sich selbst sagt:
“Wahrlich, Wir Selbst haben diese Ermahnung
herabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.” (Quran 15:9)
Dies fand ich interessant, denn im Qur´an
gibt es eine deutliche Bezugnahme darauf, wie die früheren Völker daran
gescheitert sind, die Botschaften, die sie erhalten hatten, zu bewahren. Daher,
angesichts dessen, was der Qur´an über die früheren Offenbarungen sagt, war
dies eine sehr kühne Aussage. Und zufällig kann man eine der Prophezeiungen
des Qur´an in Betracht ziehen – wenn man aus der jüdisch-christlichen
Perspektive schaut, Prophezeiungen waren für mich etwas Wichtiges. Wenn sie
sich nicht bewahrheiten, dann würden sie in meinen Augen das Bild sehr
zerstören; wenn sie sich aber bewahrheiten, dass würde ich das als ein sehr
gutes Zeichen betrachten.
Wieder einmal präsentiert die Geschichte
des Islam ein ganz anderes Szenario als die der früheren Offenbarungen. Der
Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, lebte vor 1400
Jahren. Er ist zweifellos der “historischste” der verschiedenen Propheten. Aus
diesem Grund ist die Geschichte des Qur´an bekannt und dokumentiert.
Der Qur´an wurde mit allergrößter Sorgfalt
bewahrt. Der Qur´an beschreibt sich selbst als etwas zu “Lesendes” (Qur´an)
und ein Buch (Kitaab). Und in der Tat wurde er auf diesen beiden Wegen äußerst
gewissenhaft erhalten.
Als der Prophet noch lebte, hatte er
besondere Schreiber, die die Offenbarung niederschrieben, wenn er sie bekam.
Der Qur´an wurde nicht alles auf einmal offenbart. Er wurde über einen
Zeitraum von 23 Jahren offenbart und berichtet. Während dieser Zeit konnte der
Prophet jederzeit eine Offenbarung erhalten. Wenn es so war, war dies an
äußeren Zeichen am Propheten erkennbar (ein Punkt, der manche zu der Behauptung
hinriss, er sei einfach Epileptiker gewesen). Er rief dann nach seinen Schreibern
und wiederholte ihnen genau, was ihm offenbart worden war und wo genau die neue
Passage hinpasste, angesichts dessen, was ihm bereits von Gott offenbart worden
war.
Der Qur´an, der kein besonders großes Buch
ist, wurde von der Zeit des Propheten Muhammad selbst genauso im Gedächtnis
bewahrt, wie in der geschriebenen Form. Viele der Gefährten des Propheten
hatten den ganzen Qur´an auswendig gelernt, und weil sie befürchteten, was den
früheren religiösen Gemeinschaften geschehen war, trafen sie die nötigen
Vorkehrungen, um ihn vor Veränderungen jeglicher Art zu beschützen. Auch heute
noch wird der Qur´an auswendig gelernt – ein anderer erstaunlicher Aspekt des
Qur´an. Und tatsächlich sagt Gott über den Qur´an:
“Und wahrlich, Wir haben den Qur´an leicht zu
verstehen und auswendig zu lernen gemacht…” (Quran 54:17)
Bis zum heutigen Tage kennen Millionen
Muslime den Qur´an auswendig. Wenn Ray Bradburys Fahrenheit 451 heute
Realität wurde und alle Bücher zu Asche verbrannt würden, dann wurde der Qur´an
immer noch überleben. Die Muslime wären in der Lage, den ganzen Qur´an aus dem
Gedächtnis wieder aufzuschreiben.
Bald nach dem Tod des Propheten wurde der
Qur´an zusammengestellt und kurz darauf wurden offizielle Abschriften davon in
entfernte Länder geschickt, um sicherzustellen, dass der Text rein blieb. Auch
jetzt noch kann man in jeden Teil der Welt reisen und eine Kopie des Qur´an zur
Hand nehmen und feststellen, dass er überall auf der Welt der gleiche ist.
Sogar die Sprache des Qur´an, die
wesentlich ist, um das wahre Verstehen des Textes zu bewahren, wurde erhalten. Für
die früheren Propheten wie Moses und Jesus kann man das nicht behaupten, deren
Hebräisch und Aramäisch schon lange nicht mehr existieren.
Wie schon zuvor bemerkt, wurde mit größter
Sorgfalt sichergestellt, dass alles, das nicht zur direkten Offenbarung Gottes
gehörte, - selbst die Aussagen des Propheten – aus dem Qur´an ferngehalten
wurde. Der Qur´an ist nichts als die Worte, die der Prophet als Offenbarung
erhalten und seine Gefährten davon in Kenntnis gesetzt hat, dass sie Teil des
Qur´an sind. Daher unterscheidet sich der Qur´an absolut von der Bibel, die
Geschichten über die Propheten, Kommentare zu ihren Leben und Lehren, Briefe
und Schriften von Nicht-Propheten und anderes enthält. Keine solchen
menschlichen Veränderungen und Zusätze sind im Qur´an zu finden.
Also der Qur´an beeindruckte mich auf zwei
Arten: Erstens erklärt er selbst, dass er das Wort Gottes ist und nicht durch
menschlichen Worte verunreinigt ist. Zweitens wurde er sorgfältig von der Zeit
seiner Offenbarung bis jetzt erhalten. Aus diesen Gründen wollte ich damit
fortfahren, ihn zu studieren und seine Lehren zu analysieren.
Ganz davon abgesehen, könnte man mit Recht
fragen, warum Gott erlaubte, dass die früheren Offenbarungen verändert wurden und
nicht erhalten blieben. Man kann sich dahinter viele wichtige Gründe denken.
Erstens geht aus ihren eigenen Schriften ganz klar hervor, dass die frühen
Propheten wie Moses und Jesus nicht für die gesamte Menschheit geschickt worden
waren. Ihre Botschaften richteten sich eindeutig an die Stämme Israels und
galten nur für ihre bestimmte Zeit. Tatsächlich lehrt uns Gott, dass Er zu
allen Völkern Gesandte geschickt hat, allerdings mit begrenzten Zielen. Der
Prophet Muhammad und daher auch seine Offebarung wurde für die gesamte
Menschheit bis zum Tag des Gerichts geschickt. Zweitens wenn ihre
Offenbarungen bewahrt geblieben waren, hatten ihre Anhänger dies als Begründung
dafür vorweisen können, dass sie ihrem Propheten weiter folgen und sich
weigern, dem Propheten Muhammad zu folgen. Da es aber ziemlich offensichtlich
ist, wie aufgrund historischer Beweise, widersprüchlicher Aussagen im Text usw.
deutlich zu erkennen ist, dass ihre Schriften nicht in allen Einzelheiten
erhalten geblieben sind und dass sie nicht beanspruchen können, Gottes reiner Religion
zu folgen – ohne dass diese durch menschlichen Eingriffe verändert wurde –
haben sie keine gültige Entschuldigung dafür, ihre nicht-erhaltene Offenbarung
nicht aufzugeben und der wahren, vollständigen und genauen Offenbarung Gottes,
die sich im Qur´an befindet, zu folgen.
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Der wundervolle Qur´an (teil 5 von 11): Die Vorzüglichkeit seiner Lehren I
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Beschreibung: Der Qur´an selbst enthält Beweise für seine Wahrheit, und seine Lehren sind deutlich und verständlich. Es bedarf keines “blinden Glaubens”, um daran zu glauben. Ein Blick auf die Anschuldigung, Muhammad hätte von anderen Religionen geliehen oder gestohlen, insbesondere von den Juden und Christen.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 04 Aug 2008 - Zuletzt verändert am 24 Aug 2008
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Ich war überaus beeindruckt von den Lehren
des Qur´an über Gott und fand keinesgleichen unter den anderen Schriften, die
ich studiert hatte. Dies bewies mir wieder einmal, dass diese Schrift frei von
menschlichen Eingriffen war. Ich war ebenfalls beeindruckt von der Art, wie er
vom Glauben an Gott im Besonderen und seinem Glaubenssystem im Ganzen spricht.
Lass mich erläutern, was ich damit meine.
Kein blinder Glaube
Aus einem christlichen Hintergrund
kommend, hatte ich erfahren, was viele in Bezug auf Glaubensangelegenheiten und
wie diese zu verstehen sind, erfahren. Es war wirklich unmöglich, geradlinige
Antworten von Priestern und Pastoren auf Fragen über die Grundlagen des
christlichen Glaubens zu erhalten. Tatsache ist, dass die Glaubensgrudlagen
als “Mysterium” gelten, und der Glauben an etwas, das man nicht wirklich
verstehen kann, stellt den Glauben der Person auf die Probe.
Diese Art passte nicht so recht zu mir,
und ich fand es, und finde es immer noch unlogisch. Es scheint nicht so, dass
die Wahrheit, die von dem Gnädigen und Weisen Gott, der uns so viele wunderbare
Zeichen in Seiner Schöpfung gegeben hat, jemanden dazu verleiten könnte, das zu
sagen, was der Nordafrikanische Kirchenvater Tertullian bekannterweise im
zweiten Jahrhundert gesagt hat: credo quia absurdum est- “Ich glaube,
denn es ist absurd.” Religion sollte nicht einfach auf blindem Glauben
basieren. Tatsächlich sollte sie in erster Linie auch auf Wissen basieren, so
dass sowohl das Herz als auch der Verstand Dabei Ruhe finden und sich ihr mit
festem Entschluss unterwerfen. Und das ist es, was ich im Islam gefuden habe.
Du solltest dir ins Gedächtnis rufen, dass
der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, zuerst einem Volk
entgegentrat, das sich dem Götzendienst hingegeben hatte. Darüber hinaus
glaubten sie im allgemeinen nicht an das Jenseits. Einige von ihnen, so
scheint es, hatten keine klare Vorstellung von dem Allerhöchsten Wesen.
In dieser Umgebung wurde der Qur´an
offenbart. Der Qur´an gab ihnen nicht einfach nur den Befehl, zu glauben. Nein,
wirklich nicht! Der Qur´an lieferte ihnen Beweis nach Beweis,
Lektion nach Lektion, Zeichen nach Zeichen, um jeden glauben zu lassen, dass es
einen Schöpfer gibt und dass dieser Schöpfer die Menschen geschaffen hat und
dieses wundervolle Zusammenspiel des Universums mit einem Ziel, denn Er ist
kein verrückter oder unwissender Schöpfer.
Deshalb ist der Qur´an voller Passagen,
die den Menschen zum Denken anregen sollen. Im wesentlichen lautete die
Botschaft so: Allah weiß, wenn die Menschen die Fähigkeiten ihres Verstandes nutzen,
werden sie die Wahrheit erkennen, in dem, was Allah im Qur´an sagt. Tatsächlich
lehrt der Qur´an, dass die Anerkennung solcher Fakten den Seelen der Menschen
angeboren ist.
Tatsache ist, dass der Glaube an Allah,
den Qur´an und den Propheten Muhammad nicht auf reinen Gefühlen oder blindem
Glauben gründet. Er gründet auf wirklichen Gründen und Beweisen.
Aus meinem Hintergrund war diese Kühnheit
den Glauben zu verbreiten und die Menschen zum Nachdenken und Überlegen
anzuregen, nichts von kurzer Überzeugungskraft.
Von Juden und Christen stehlen
Eine Ansicht, die viele der nicht-muslimischen
Schreiber äußerten, war, dass der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden
seien auf ihm, einfach die meisten seiner Lehren von den Juden und Christen
gestohlen habe. Nehmen wir zum Beispiel den Titel von Bells Buch The Origin
of Islam in its Christian Environment (der Ursprung des Islam in
seinem christlichen Umfeld)- das, ganz nebenbei, wenn du irgendeinem Araber
erzählst, der Islam hätte sich in einer christlichen Umgebung entwickelt, ihn
wirklich schockieren würde!
Ich erkannte, dass es zwei Möglichkeiten
gab:
(1) der Prophet Muhammad stahl sein
Material oder
(2) die Offenbarung, die er erhalten
hatte, war von demselben Gott, der auch Moses, Jesus ud die früheren Propheten
gesandt hatte, wie der Prophet Muhammad es auch selbst behauptete. Wenn das
letztere der Fall wäre, wurde es erklären, warum so vieles in den Lehren und
der Botschaft ähnlich war. Derselbe Gott sandte die früheren Propheten und
erzählte ihre Geschichten einfach in der neuen Offenbarung wieder.
Trotzdem fielen mir gleich ein paar
auffällige Unterschiede zwischen dem Qur´an und der Bibel ins Auge, sogar in
Hinblick auf die Lehren über Gott. Wenn der Prophet Muhammad zusammenstellte,
was er von der Bibel gehört hatte – und ganz davon abgesehen, zu jener Zeit gab
es keine Bibel auf arabisch – dann hat er dies vorzüglich getan.
Ich fand, dass die seltsamen Lehren über
Gott, die man durch die gesamte Bibel hindurch vorfindet, im Qur´an vollständig
und eindeutig fehlten.
Um es kurz zu halten, werden nur wenige
Beispiele, die diesen Punkt beleuchten, gegeben.
In der Bibel nach Martin Luther lesen wir
im 1. Moses, 3:8-11:
8 Und sie hörten Gott
den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam
versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes, des HERRN unter den
Bäumen im Garten. 9 Und Gott, der HERR rief Adam und sprach zu ihm: ´Wo bist
du?´ 10 Und er sprach: ´Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich
bin nackt, darum versteckte ich mich.´ 11 Und er sprach: ´Wer hat dir gesagt,
dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, von dem ich dir
gebot, du solltest nicht davon essen?´
Hier wird uns Gott ausgemalt, als würde Er
in der Kühle des Gartens spazierengehen. Was noch erstaunlicher ist, ist dass
sich Adam und Eva sich vor Gott verstecken konnten und Er fragen musste: “Wo
seid ihr?” Wenn ein Mensch in der Lage ist, sich vor Ihm im Garten zu
verstecken, wie kann dieser Herr dann Kenntnis von den Sünden, die die Menschen
begehen, besitzen? Es dürfte jedem Menschen schwer fallen, in seinem Herzen
die Art der Liebe und Furcht vor Gott zu empfinden, die er haben sollte, wenn
er glaubt, dass sein Gott so mangelhaft und schwach ist, dass ihm etwas wie
dies passieren kann.
Im 1. Moses 32:24-28 steht
die Geschichte und genaue Beschreibung, wie Jakob mit Gott gekämpft und ihn
besiegt hat. In Vers 28 heisst es: “Du (Jakob) hast mit Gott und mit Menschen
gekämpft und hast gewonnen.” Mit anderen Worten der Schöpfer des Universums,
dem sich die Menschheit unterwerfen und dienen soll, wurde von einem einfachen
Sterblichen in einem Ringkampf besiegt.
Das Alte Testament entwirft sogar ein Bild
von Gott als jemand, der Böses beabsichtigte, dann aber doch bereute. Im
2. Moses 32:14 wird festgestellt: “Da gereute den HERRN das
Unheil, das er seinem Volk zugedacht hatte.” Es würde niemanden verwundern,
sich von Gott abzuwenden und ihn nicht der Anbetung würdig zu erachten, wenn Er
selbst für Sein eigenes Übel zu bereuen habe.
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Der wundervolle Qur´an (teil 6 von 11): Die Vorzüglichkeit seiner Lehren II
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Beschreibung: Die Beschreibungen Gottes und der Propheten im Qur´an verglichen mit Bibel und Talmud.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 25 Aug 2008 - Zuletzt verändert am 25 Aug 2008
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Desweiteren steht im Talmud - und
einige nicht-muslimische Gelehrte wie Rodnison behaupteten, das qur´anische
Material käme aus dem Talmud – dass es einen Streit zwischen Gott und den
jüdischen Gelehrten gegeben habe. Nach längerer Debatte ohne Lösung
entschlossen sie sich, die Angelegenheit ihren Rabbis zu überlassen. Nach der
Entscheidung der Rabbis war Gott gezwungen, zuzugeben, dass Er sich geirrt
habe.
Also nach ihrer Ansicht ist Gott nicht einmal in Bezug auf sein
Wissen vollkommen.
Die christliche Vorstellung von Gott und
dass Gott einen Sohn haben soll, ist aus islamischer Sicht natürlich völlig
blasphemisch. Ich habe mich oft gewundert, wie es einen halb menschlichen Sohn
Gottes gegeben haben sollte oder wie Jesus insbesondere der Sohn Gottes sein
könnte. Wie Jesus im Neuen Testament beschrieben wird, neben den Wundern, die
er wie andere Propheten auch vollbrachte, gibt es an ihm nichts Besonderes. Er
lebte wie ein Mensch, aß und trank. Er litt wie ein Mensch und betete sogar zu
Gott. Die Römer und Juden
bekämpften Gottes vermeintlichen Sohn und er konnte sich nicht
selbst retten, schrieb nach seinem Vater. Abgesehen davon gibt es auch noch
schwierige Fragen, die sich dem Christen entgegestellen: war er teilweise
göttlich und teilweise menschlich, war er vollständig göttlich, war er
vollständig menschlich, war er von Geburt an göttlich, war er zu der Zeit
göttlich und diese Göttlichkeit verließ ihn dann und so weiter. Im islamischen
Verständnis von Gott gibt es nichts von dieser Art. Tatsächlich leugnet der
Qur´an sogar die Kreuzigung – sicherlich, wenn der Prophet Muhammad, Gottes
Segen und Frieden seien auf ihm, einfach nur die Bibel kopiert hätte, hätte er
diese Geschichte eingefügt.
Im Qur´an andererseits wird Gott so eine
Art geschildert, dass man realisiert, dass Er des Gottesdienstes würdig ist. Man
fühlt sich dankbar und setzt eine Hoffnung in Ihn. Man beginnt, Gott wirklich
zu lieben, denn durch den Qur´an versteht man mehr über Ihn. Einige Passagen
aus dem Qur´an, die Gott beschreiben, sind bemerkenswert:
“Er ist Gott, außer Dem kein Gott ist; Er ist
der Kenner des Verborgenen und des Sichtbaren. Er ist der Allerbarmer, der
Barmherzige. Er ist Gott, außer dem kein Gott da ist; Er ist der Herrscher,
der Einzigheilige, der Friede, der Verleiher von Sicherheit, der Überwacher,
der Unterwerfer, der Majestätische. Gepriesen sei Gott über alles, was sie
(Ihm) beigesellen. Er ist Gott, der Schöpfer, der Bildner, der Gestalter. Ihm
stehen die schönsten Namen zu. Alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist,
preist Ihn, und Er ist der Erhabene, der Allweise.” (Quran 59:22-24)
“Gott! Kein (anderer) Gott ist da außer Ihm,
dem Ewiglebenden, dem Einzigerhaltenden. Ihn ergreift weder Schlummer noch
Schlaf. Ihm gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Wer ist es, der
bei Ihm Fürsprache einlegen könnte außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was
vor ihnen und was hinter ihnen liegt; sie aber begreifen nichts von Seinem
Wissen, es sei denn das, was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel
und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, sie (beide) zu bewahren. Und
Er ist der Hohe, der Erhabene.” (Quran 2:255).
“Sprich [zu ihnen, O Muhammad]: ´Er ist Gott,
ein Einziger, Gott der Absolute (Ewige Unabhängige, von Dem alles abhängt). Er
zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden, und Ihm ebenbürtig ist keiner.´” (Quran
112:1-4).
Nebenbei gesagt, sogar wenn die Propheten
beschrieben werden, wurden viele wichtige, aber eher verachtenswerte
Geschichten, die in der Bibel bekannt sind, im Qur´an ignoriert. Beispielsweise
steht in 2. Mose 32:1-6 die Geschichte Aarons, Moses Bruder und
einer der religiösen Führer der Stämme Israels, wie er ein goldenes Kalb aus
Anbetungsobjekt machte.
Im 2. Samuel, Kapitel 11, Vers 1-17, wird der Führer des
jüdischen Volkes, David, den die Muslime als Propheten betrachten, schamlos als
Ehebrecher beschrieben, der alles versucht, um das zu verbergen, und dann
alles tut, um den Ehemann der Frau zu töten. Salomon
wird auch beschuldigt, einfach aus Liebe zu seinen vielen Frauen Götzendienst betrieben
zu haben.
Noch dazu behauptet die Bibel folgendes:
Jakob habe seinen Vater Isaak mit hinterlistigen Tricks getäuscht. Der
betrunkene Prophet Lot habe mit seinen Töchtern Inzest getrieben. Judas trieb
Inzest mit seiner Schwiegertochter. Perez und Sara, die das Ergebnis dieses
Inzest waren, werden als Urgroßväter und Urgroßmütter von Jesus verehrt. Von
Jesus wird berichtet, er habe seine Mutter schroff zurückgewiesen, indem er zu
ihr sagte: "Weib, was geht´s dich an, was ich tue?"
Alle diese Geschichten findet man nicht im
Qur´an und kein Muslim glaubt solche unehrenhaften Anschuldigungen in Bezug auf
die ehrenwerten Propheten, die Gott dazu auserwählt hat, um die Menschheit zu
führen.
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Der wundervolle Qur´an (teil 7 von 11): Verschiedene Aspekte des Gesetzes
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Beschreibung: Der umfassende Charakter, die Vollständigkeit, das Gleichgewicht und die Anwendbarkeit des Gesetzes selbst.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 25 Aug 2008 - Zuletzt verändert am 25 Aug 2008
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Ich bemerkte fast sofort, dass die Lehren
des Qur´an sehr umfassend, vollständig, ausgeglichen und praktisch anwendbar
sind. Um es kurz zu machen, werde ich diesen Aspekt nicht im Detail verfolgen,
aber es war etwas, dass mich ziemlich beeindruckt hat. Die Reichweite und
Flexibilität der Gesetze des Qur´an sind beeindruckend. Es wurde mir klar,
dass dieses Buch nicht nur für ein Volk in einer bestimmten Zeit offenbart
worden sein konnte, sondern für Völker unterschiedlicher Zeiten und Orte
gedacht war.
Der Qur´an ist sehr umfassend darin, dass
er bezüglich unterschiedlicher Themen aufgreift und deutliche Anweisungen gibt,
bespielsweise bei rituellen Handlungsweisen des Gottesdienstes,
Geschäftsbeziehungen, Heirat, Scheidung, Gesetze über Kriegsführung usw. Es
gibt eine eindeutige Ausgeglichenheit, die man verspürt, wenn man Qur´an liest.
In derselben Passage wird den spirituellen und weltlichen Bedürfnissen des
Menschen gleichermaßen entsprochen. Selbst die detailliertesten Passagen über
Gesetze enthalten trotzdem noch Warnung, Erinnerung an Gott und Ermahnung, sich
in bestmöglicher Weise zu verhalten.
Der Spielraum der qur´anischen Lehren
besteht nicht nur für den Einzelnen selbst. Es ist nicht so, dass Gott ihm
eine Art spiritueller Leitung zuteil werden ließ, um vielleicht nur seine Moral
und seinen Charakter zu leiten. Statt dessen hat Gott ein Gesetz offenbart,
dass für die Gesellschft als Ganzes gedacht ist. Die Menschen brauchen nicht
im Dunkel zu tappen und versuchen zu entscheiden, was das beste für die ganze
Gesellschaft ist. Es wurde uns bereits von Gott gegeben, um die Menschheit zur
besten Lebensweise zu leiten.
Es deckt die persönlichen Interessen und
Frömmigkeit des Individuums ebenso ab, wie seine Beziehungen zu seinen Eltern,
Gatten, Kindern, Nachbarn, der Gemeinschaft und der ganzen Menschheit. Dies
alles in einer wohlausbalancierten Ausgeglichenheit und innerhalb des Rahmens,
unser Leben ganz und gar des wahren und vollständigen Gottesdienstes für Gott
allein zu widmen. Es gibt für die Menschen ein ganz eindeutiges Lebensziel –
den Gottesdienst – und alle Taten in diesem weltlichen Leben fallen unter
dieses Ziel. Es gibt im Leben eines Menschen keine Schizophrenie. Er kann
nicht versuchen, Gott und Caesar gleichzeitig oder auch zu unterschiedlichen
Zeiten zu gefallen. Er braucht auch nicht eitlen Begierden nachzujagen und
seine Moral aufzugeben, um in dieser Welt ein lohnendes Leben zu führen. Er
braucht einfach nur in dieser Welt auf gesunde Weise unter dem Schatten der
allumfassenden Leitung des Qur´an zu leben.
Ein besonderer Aspekt des Islamischen Gesetzes:
Seine Anwendbarkeit
Zu jener Zeit, als ich mit meinem
christlichen Hintergrund begann, mich mit dem Qur´an zu beschäftigen, war die
Anwendbarkeit des Islamischen Gesetzes ein besoderer Aspekt, der mich wirklich
sehr beeindruckt hat. Es ist ein großer Segen, dass man im Islam detailierte
Lehren vorfindet, die ihre angestrebten Ergebnisse nicht verfehlen, aber zur
gleichen Zeit außerordentlich praktikabel sind und mit der menschlichen Natur
übereinstimmen. Der Mangel an solchen Lehren ist eines der größten Dilemmas
des Christentums. Zum Beispiel in Bezug auf gesellschaftlichen Zusammenhalt
und Verbindung sind die größten Lehren des Neuen Testaments jene, die als
sogenannte "harte Aussagen" von Jesus bekannt sind. Es sind folgende:
“Ihr habt gehört, dass da gesagt ist
(2. Mose 21, 24): "Auge um Auge, Zahn um Zahn." Ich aber sage euch,
dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern wenn dir jemand einen
Streich gibt auf deine rechte Backe, dem biete die andere auch dar. Und wenn
dann jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem lass auch den
Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile, dann gehe mit ihm zwei. Gib
dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will. Ihr
habt gehört, dass da gesagt ist (3. Mose 19, 18): "Du sollst
deinen Nächsten lieben und deine Feind hassen." Ich aber sage euch:
"Liebet eure Feinde; (segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch
hassen;) bittet für die, so euch (beleidigen und) verfolgen, auf dass ihr
Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über
die Bösen und über die Guten und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Denn wenn ihr liebet, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch
die Zöllner? Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr
Sonderliches? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? Darum
sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.” (Matthäus
5:38-48)
Selbst christliche Gelehrten sind
verwirrt. Wie sind derartig unmögliche oder unpraktikable Lehren anzuwenden?
Nur ein Beispiel aus einer Diskussion dieser Worte wird genügen, um zu zeigen,
wie verwirrend sie für diejenigen sind, die fest an sie glauben.
[Um diese Worte zu interpretieren,]ist das
Modell, das Joachim Jeremias vorschlug einfach, repräsentativ und von
weitreichendem Einfluss. Seinem Modell nach wird die Predigt für gewöhnlich
auf eine dieser drei Arten gesehen: (1) als einen perfektionistischen Kodex,
vollkommen auf der Linie des rabbinischen Judentums; (2) als ein unmögliches
Idealbild, um den Gläubigen erst in die Verzweiflung, und dann zum Vertrauen in
die Gnade Gottes zu bringen; (3) oder als eine zeitweilige Ethik, von der
vermutet wurde, dass sie nur für eine kurze Wartezeit anzuwenden ist und die
jetzt keine Gültigkeit mehr besitzt. Jeremias fügt noch seine eigene vierte
These hinzu: Die Predigt ist eine zeigende Darstellung des beginnenden Lebens
im Königreich Gottes, welches als eine seiner Bedingungen die Möglichkeit der
Erfahrung einer Bekehrung voraussetzt. Komplexere oder verständlichere
Schematisierungen wurden geboten, aber die meisten Hauptdeuter können in
Verbindung mit den Optionen des Jeremias verstanden werden.
Im Islam gibt es solche Dilemmas überhaupt
nicht. Die Lehren sind einfach, flexibel, anwendbar und für das tägliche Leben
absolut geeignet, auch für einen neuen Muslim, der in einem völlig
unislamischen Umfeld lebt, so wie es bei mir der Fall war. Der berühmte
Schriftsteller James A. Michener bemerkte und erkannte diesen Aspekt des Islam
ebenfalls an. In einer der allerersten Schriften, die ich über den Islam
gelese hatte mit dem Titel "Islam – die missverstandene Religion"
schrieb Michener:
Der Koran bleibt bei seiner Erläuterung des
guten Lebens bemerkenswert bodenständig. In einer erinnernswerten Passage
heißt es: ‘Wenn ihr Geschäfte miteinander abschließt, die zukünftige
Verpflichtungen miteinschließen, schreibt sie nieder... und beruft zwei
Zeugen...’ Es ist eine Kombination aus der Hingabe zu dem einen Gott und
praktischen Anweisungen, das macht den Qur´an einzigartig.
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Der wunderbare Qur´an (teil 8 von 11): Von Wilden zu Heiligen
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Beschreibung: Der Einfluss des Qur´an auf die Generation des Propheten und später.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 01 Sep 2008 - Zuletzt verändert am 02 Sep 2008
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Der nächste Aspekt, der mir ins Auge fiel –
und wieder handelt es sich um etwas, das Nicht- Muslime in ihren Werken
erwähnen – war die Auswirkung, die der Qur´an auf die Generation des Propheten,
Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, und die folgenden hatte.
Es ist klar, dass die Araber in der Zeit
des Propheten gewohnt waren, zu Trinken, ausgelassen zu feiern und
Stammesfehden anzuzetteln. Sie waren bekannt dafür, dass sie manchmal ihre
weiblichen Babies töteten. Innerhalb einer kurzen Zeitspanne von etwa zwanzig
Jahren war eine Bewegung, die von einem einzigen Mann ausging, durch die Gnade
Gottes und dem wunderbaren Einfluss des Qur´an in der Lage, fast alle dieser
Araber und Nicht-Araber auf der arabischen Halbinsel zu verändern und in der Brüderlichkeit
des Glaubens und der Barmherzigkeit zu verbinden, die so stark war, dass wenn
ein Teil dieser Brüder Qualen ausstand, die ganze Bruderschaft in
Mitleidenschaft gezogen war. Zu jener Zeit konnte man zwei Menschen finden,
die von zuvor gegnerischen Stämmen stammten, und ihren Reichtum miteinander
teilten und willens waren, ihre Leben für einander zu opfern. Einer
beabsichtigte tatsächlich, die Hälfte seines Vermögens seinem neuen Bruder, der
von einem "fremdem" Stamm kam, zu geben und eine seiner Frauen für
ihn scheiden zu lassen.
Eine der besten Beschreibungen des Wandels,
der sich unter den Muslimen vollzog, bietet vielleicht die berühmte Aussage des
Gefährten Jafar ibn Abu Talib, der von Negus, dem König Abessiniens, über die
Botschaft des Gesandten befragt worden war. Er sagte ihm:
O König, wir waren ein unwissendes Volk,
beteten Götzen an, aßen Aas und frönten sexuellen Begierden. Wir machten uns
über unsere Nachbarn lustig, ein Bruder unterdrückte seinen Bruder und die
Starken vernichteten die Schwachen. Zu dieser Zeit erhob sich ein Mann unter
uns, der schon zuvor als wahrheitsliebend, edel und ehrlich bekannt war. Dieser
Mann rief uns zum Islam. Und er lehrte uns, die Anbetung von Steinen
aufzugeben, das Blutvergießen zu meiden und die Waisen nicht um ihren Besitz zu
betrügen. Er lehrte uns, unseren Nachbarn zu helfen und anständige Frauen
nicht zu verleumden. Er erlegte uns auf, zu beten, zu fasten und Almosen zu
geben. Wir folgten ihm, gaben die Vielgötterei und den Götzendienst auf und
enthielten uns aller schlechten Taten. Wegen dieses neuen Weges ist unser Volk
uns nun feindlich gesonnen und will uns zwingen, zu unserem alten irreführenden
Leben zurückzukehren.
Diese Generation wiederum verbreitete die
Botschaft im Rest der Welt. Sie waren wirklich ein Volk, das von der
Dunkelheit ins Licht und auf den geraden Weg Gottes geleitet worden war. Als
sie vom Herrscher der Perser gefragt wurden, was die Muslime in sein Land
geführt habe, antworteten zwei verschiedene Gefährten mit ähnlichen Worten:
"Gott hat uns geschickt, damit wir denjenigen, der das möchte, von dem
Dienst an Menschen zum Dienst an Gott, und von der Enge dieser Welt zu ihrer
Ausdehnung und von der Ungerechtigkeit der Lebensweisen (in dieser Welt) zur
Gerechtigkeit des Islam zu führen.”
Man kann während der Lebenszeit des
Propheten, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sehen, wie sich diese
Menschen zu einer frommen Generation wandelten, Gottesfurcht bekamen und Gottes
Belohnung erhofften. Selbst wenn sie, als Menschen, ausglitten und sündigten,
bereuten sie zutiefst, wandten sich Gott zu und suchten Seine Vergebung. Sie
nahmen eher eine harte Strafe in diesem Leben auf sich, wie getötet zu werden,
als Gott mit ihren Sünden auf ihren Schultern zu begegnen. Dies kann man an
den Fällen von Maaiz ibn Maalik al-Aslami und der Frau, die al-Ghaamidiyah
genannt wurde. Beide von ihnen kamen zum Propheten, um zuzugeben, dass sie
Ehebruch begangen haben, und sie baten den Propheten, um die Sühne in dieser
Welt, damit ihre Sünden getilgt würden. Im Fall der al-Ghaamidiyah befahl der
Prophet ihr, nach ihrem Bekenntnis zurückzugehen und wiederzukehren, wenn sie
entbunden habe. Sie kehrte mit ihrem Kind im Arm zurück und bat den Propheten,
sie von ihren Sünden zu reinigen. Der Prophet befahl ihr daraufhin
zurückzukehren, wenn sie das Kind entwöhnt habe. Da kam sie nach einiger Zeit
wieder und sagte dem Propheten, dass das Kind ihr Stillen nicht länger
bräuchte. Wieder bat sie um die Sühne für ihre Sünde. Dann schließlich führte
der Prophet die gesetzlich vorgeschriebene Sühne für ihre Sünde des Ehebruchs
durch. Der Prophet lobte ihre Reue.
Die Auswirkungen dieser Veränderungen bei
den Gefährten hielten nach dem Tod des Propheten noch lange an. Bemerkenswert
sind die folgenden Erzählungen von den Gefährten, als sie den Islam im Rest der
Welt verbreiteten.
Der edle Charakter und die guten Eigenschaften
der muslimischen Soldaten wurden einst von einem römischen Offizier mit
folgenden Worten gelobt:. "Nachts findest du sie betend und tagsüber
fastend. Sie halten ihre Versprechen, gebieten gute Taten, unterbinden das
Böse und sind untereinander vollständig gleichberechtigt."
Ein anderer bezeugt: "Tagsüber sind sie
Ritter und Asketen in der Nacht. In den Territorien, die sie besetzt haben,
bezahlen sie für ihr Essen. Sie sind die ersten, die grüßen, wenn sie irgendwo
ankommen, und sie sind mutige Kämpfer, die den Feind nur auslöschen.”
Ein Dritter sagte: "Während der Nacht
scheinen sie nicht zu dieser Welt zu gehören und nichts anderes zu tun zu
haben, als zu beten. Und wenn man sie am Tag auf ihren Pferden sitzen sieht,
fühlt man, dass sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht haben. Sie sind
großartige Schützen und Lanciers, und doch sind sie so religiös und erinnern
sich Gottes so viel und so oft, dass man sie in ihrer Gesellschaft kaum etwas
anderes reden hört.”
Der Nutzen einer Gesellschaft, die auf den
Lehren des Islam aufgebaut ist, ist weit über die Grenzen der muslimischen
Länder hinaus bekannt. Vielen ist der Einfluss der Muslime in Europa bekannt
und wie er zur Renaissance führte. Der Autor von A History of the
Intellectual Development of Europe (Eine Geschichte der intellektuellen
Entwicklung Europas), John Draper schrieb: "Vier Jahre nach dem Tod von
Justinian, 569nChr., wurde in Mekka, in Arabien, ein Mann geboren, der von
allen Menschen den größten Einfluss auf die menschliche Rasse ausübte." Dieses
Werk öffnete mir geradezu die Augen, zu jener Zeit, als ich zum Islam
konvertierte. Draper schrieb im 19. Jahrhundert und er
war sehr enttäuscht und anscheinend verärgert darüber, dass Muslime nicht die
ihnen zustehende Anerkennung für all das, was sie für die europäische
Gesellschaft und Zivilisation geleistet haben, erhielten. Zum Beispiel schrieb
er: "Den Sarazenen haben wir viel zu verdanken. Der religiösen Reinheit
zuliebe, war es ihnen nicht möglich, sich nach der Mode der Europäer in einem
Kleidungsstück, das nicht gewechselt wurde, bis es in Stücken von selbst
abfiel, zu kleiden; eine abscheuliche Masse an Keimen, Gestank und Lumpen...
Sie lehrten uns, die Verwendung häufig gewaschener Unterwäsche aus Leinen und
Baumwolle, die unter Damen immer noch unter ihrem alten arabischen Namen
bekannt ist...”
Viele Gelehrten haben die Wichtigkeit des
Islam und der Lehren des Qur´an für das Wohl der Menschheit erkannt. Der
berühmte Intellektuelle George Bernard Shaw stellte einmal fest:.
“Ich habe die Religion Muhammads wegen ihrer wundervollen Lebendigkeit
immer hoch geschätzt... Ich habe dem Glauben Muhammads vorausgesagt, dass er
auch morgen noch genauso annehmbar sein wird, wie er es in Europa schon heute
zu sein beginnt. Mittelalterliche Prediger haben den Mohammedanismus entweder
aus Unwissenheit oder aus Fanatismus in den dunkelsten Farben gemalt. Sie
waren tatsächlich darauf trainiert, beide zu hassen, den Mann Muhammad und
seine Religion. Für sie war Muhammad ein Anti-Christ. Ich habe ihn studiert,
diesen wunderbaren Mann, und meiner Meinung nach war er weit davon entfernt,
ein Anti-Christ zu sein, er muss der Erlöser der Menschheit genannt werden.
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Der wunderbare Qur´an (teil 9 von 11): Eine einzigartige Prophezeiung
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Beschreibung: Eine Prophezeiung, die sich mit Ereignissen befasst, die völlig außerhalb der Kontrolle des Propheten oder der Araber lag: die Eroberung der Perser.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 01 Sep 2008 - Zuletzt verändert am 02 Sep 2008
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Von einem christlichen Hintergrund
kommend, war ich gespannt darauf, zu sehen, welche Art der Prophezeihungen mit dem
Qur´an und dem Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, in
Verbindung gebracht werden. Hatte ich doch gelernt, dass wenn die
Prophezeiungen eines Propheten sich nicht erfüllten, er kein wahrer Prophet
Gottes sein konnte.
Im Qur´an finden wir zahlreiche
Prophezeiungen, aber ich werde nur eine davon beleuchten – tatsächlich habe ich
bereits eine erwähnt, nämlich die Tatsache, dass der Qur´an bewahrt bleibt. (Ähnlich
hat Gott versprochen, dass Er den Propheten Muhammad beschützen würde, bis
seine Mission beendet ist, obgleich der Prophet viele Gegner hatte, die ihn
gerne tot sehen wollten. Und wirklich starb der Prophet nicht, bevor Gott ihm
die Verse: "Heute habe Ich eure Religion vollendet…" offenbart
hatte.)
Ich möchte diese eine Prophezeihung
beleuchten, denn sie hat mit Ereignissen zu tun, die völlig außerhalb der
Kontrolle des Propheten oder der Araber lagen.
Es gibt im Qur´an folgende Passage:
“Besiegt sind die Byzantiner in dem
nahegelegenen Land, doch sie werden nach ihrer Niederlage siegen in wenigen
Jahren – Gottes ist die Herrschaft vorher und nachher – und an jenem Tage
werden sich die Gläubigen freuen über Gottes Hilfe. Er hilft, wem Er will; und
er ist der Allmächtige, der Barmherzige.” (Quran 30:1-5)
Diese Offenbarng erhielt der Prophet zu
einer Zeit, als die Muslime in Mekka schwer verfolgt wurden. Tatsächlich war
es die Zeit, in der die ersten Muslime von Mekka nach Abbessinien auswanderten
– eine Auswanderung, die aufgrund der Verfolgung stattfand. Dies war im Jahr
615 nChr. Zur gleichen Zeit wurde das Byzantinische (Römische) Reich von den
Persern vollständig erobert. Die Götzendiener in Mekka identifizierten sich
mit den Persern, die Zoroastrier waren und einen Gott des Lichts und einen Gott
der Dunkelheit anbeteten, während sich die Muslime den byzantinischen Christen
nahe fühlten, denn diese glaubten an Gottes Offenbarung, Propheten und
Ähnliches. In der Tat wird der Krieg zwischen dem Byzantinerreich und den
Persern als eine Art Kreuzzug beschrieben, bei dem auch zahlreiche heilige
Stätten der Christen zerstört wurden. Daher waren die ungläubigen Mekkaner
sehr erfreut über diese Vorkommnisse, und in diesem Zusammenhang kam diese
Offenbarung Gottes.
Auch nach dieser Offenbarung verloren die
Byzantiner noch Boden an die Perser. Ihre Situation war so schlecht, dass der
Herrscher der Byzantiner gezwungen war, seine Hauptstadt von Konstantinopel
nach Tunis in Nordafrika zu verlegen. Trotz alledem hat Gott vorausgesagt,
dass sie innerhalb von drei bis neun Jahren siegreich sein würden.
Wie der britische Historiker Gibbon
schrieb: "Selbst sieben bis acht Jahre nach dieser Vorhersage des Qur´an
standen die Bedingungen so schlecht, dass sich niemand auch nur vorstellen konnte,
dass das Byzantinerreich irgendwann wieder die Oberhand über den Iran gewinnen
könnte. Von einer Herrschaft ganz zu schweigen -; niemand wagte es, auch nur
zu hoffen, dass das Reich unter diesen Umständen auch nur überleben würde.”
Trotzdem startete Heraklios 623 nCh. einen
Gegenangriff von Armenien aus und 624 nChr. verwüstete er den bedetendsten
Feuertempel im Iran und besiegte die Perser. Dies war im selben Jahr wie die
Schlacht von Badr. Nachdem die Muslime gezwungen waren, nach Medina zu fliehen
und auch der Prophet selbst nach Medina ausgewandert war und dort einen
islamischen Staat ins Leben gerufen hatte, verfolgten die ungläubigen Mekkaner
die Muslime noch weiter und versuchten, dem Islam ein Ende zu bereiten. Das
erste militärische Zusammentreffen der beiden Seiten fand bei der Schlacht von
Badr statt. Spärlich bewaffnet und in der Unterzahl war eine kleine Gruppe von
Muslimen in der Lage, einen erstaunlichen Sieg über die mekkanischen
Götzendiener zu erringen. Maudoodi schreibt: “Ibn 'Abbas, Abu Sa'id Khudri,
Sufyan Thauri, Suddi und andere haben ausgesagt, dass der Sieg der Römer über
die Perser und der Sieg der Muslime über die Götzendiener in Badr fast zur
gleichen Zeit stattgefunden haben. Die Muslime waren daher doppelt froh. Dasselbe
berichten die Historiker der Byzantiner und der Perser. 624 nChr. war das
Jahr, in dem die Schlacht von Badr stattgefunden hat und im selben Jahr
zerstörten die byzantinischen Eroberer den Geburtsort der Zoroastrer und
verwüsteten den bedeutendsten Feuertempel im Iran.”
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Der wunderbare Qur´an (teil 10 von 11): Wissenschaftliche Wunder
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Beschreibung: Ein kleiner Überblick auf wissenschaftliche Tatsachen, die moderne Wissenschaftler, deren Richtigkeit sowohl Muslime als auch Nicht-Muslime, (viel) später bestätigt haben.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 01 Sep 2008 - Zuletzt verändert am 02 Sep 2008
Gesehen: 6150 (Tagesmittelwerte: 4) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 1 Gedruckt: 462 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
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Wissenschaftliche Wunder im Qur´an
Die "wissenschaftlichen Wunder"
im Qur´an sind ein Thema, über das viele Menschen heutzutage reden, wo die
Forschung in jedem Bereich voranschreitet. Die Quelle hierfür ist vielleicht,
dass es im Qur´an ungefähr hundert Verse gibt, in denen Gott verschiedene
Aspekte dieser Schöpfung hervorhebt und die Menschen auffordert, über das, was
sie sehen, nachzudenken und davon zu lernen.
Kurz nachedem ich Muslim geworden bin,
wurde ich auf das Buch: Die Bibel, der Qur´an und die Wissenschaft von
Maurice Bucaille aufmerksam. Um es kurz zu machen, möchte ich mit euch die
wichtigen Schlussfolgerungen mitteilen, zu denen er gelangt ist:
Der Qur´an folgt auf die beiden Offenbarungen, die ihm vorausgingen, und
Er ist nicht nur frei von Widersprüchen in seinen Erzählungen, das Zeichen der
vielen menschlichen Manipulationen in den Evangelien, sondern er hält für die,
die ihn objektiv erforschen, seine eigene Qualität und im Sinne der
Wissenschaft richtige Aussagen bereit, d.h. er steht in voller Übereinstimmung
mit der modernen wissenschaftlichen Forschung. Desweiteren findet man darin
Aussagen, die mit der modernen Wissenschaft in Verbindung stehen: und daher ist
es undenkbar, dass ein Mann zu Muhammads Zeit der Verfasser dessen gewesen sein
könnte. Moderne wissenschaftliches Wissen befähigt uns indes bestimmte Verse
des Qur´an jetzt zu verstehen, die bislang nicht interpretiert werden konnten.
Angesichts des Wissensstandes zur Zeit Muhammads ist es undenkbar, dass
viele Aussagen des Qur´an, die sich auf wissenschaftliche Bereiche beziehen,
das Werk von Menschen gewesen sein könnte. Es ist desweiteren absolut legitim,
nicht nur in Bezug auf den Qur´an als Ausdruck einer Offenbarung, sondern auch
angesichts seiner Authenzität und der wissenschaftlichen Aussagen, die wenn sie
heute überprüft werden, als eine Herausforderung zu der Erklärung mit
menschlichen Worten auftreten, einen besonderen Rang zuzugestehen.
In seiner Erläuterung des Qur´an betont
Bucaille drei wichtige Punkte.
a) Erstens: es gibt im Qur´an nichts, das der modernen
Wissenschaft widerspricht.
b) Zweitens: es wird nicht der falsche Glaube, den die
Menschen zur Zeit Muhammads, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, über die
Schöpfung, das Universum und Wissenschaft im allgemeinen hatten,
wiedergegeben.
c) Drittens: es gibt keine Möglichkeit, wie der Prophet
Muhammad viele Tatsachen, die im Qur´an erläutert werden, gewusst haben
könnte.
Um es nicht zu lang zu machen, werden wir
nur einen Vers detaillierter besprechen, der stellvertretend für viele
wissenschaftliche Wunder im Qur´an steht.
Wenn man den Qur´an liest, fällt vielen
Lesern ein Thema besonders auf: es ist die Erklärung der Erschaffung des
Menschen in der Bauch seiner Mutter. Gott sagt im Qur´an:
“Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen aus
einer Substanz aus Lehm. Alsdann setzten Wir ihn als Samentropfen an eine
sichere Ruhestätte. Dann bildeten Wir den Tropfen zu einem alaqah
(Egel, Anhängsel, Blutklumpen); dann bildeten Wir den alaqah zu einem mudghah
(gekautes Stück Fleisch)....” (Quran 23:12-14)
Diese kurze Passage ist eine überaus
präzise Beschreibung des tatsächlichen Vorgangs, und sie ist frei von jeglichen
fehlerhaften Theorien und Ansichten, die zur Zeit Muhammads verbreitet waren. Wie
in der Übersetzung angemerkt, kann das arabische Wort Alaqah Egel,
Anhängsel oder Blutklumpen bedeuten. In der Tat treffen alle drei Bedeutungen
auf den Embryo zu. In seinem frühesten Stadium sieht der Embryo nicht nur
äußerlich wie ein Egel aus, sondern er "erhält Nahrung von dem Blut seiner Mutter, ähnlich
dem Blutegel, der sich vom Blut anderer ernährt.” Und Alaqah
kann wiederum "hängendes Ding" bedeuten, was ebenfalls zutrifft,
denn in diesem Stadium hängt der Embryo in der Gebärmutter seiner Mutter. Schließlich
bedeutet Alaqah auch Blutklumpen. Und wieder besteht eine wundersame enge
Beziehung zu dem physikalischen Prozess. Ibrahim schreibt:
Wir finden, dass die äußerliche Erscheinung des Embryo und seiner Säcke
in der Alaqah –Phase der eines Blutklumpen ähnelt. Dies ist aufgrund
der Anwesenheit relativ großer Mengen Blutes in diesem Stadium so... Und auch
zirkuliert das Blut im Embryo bis zum Ende der dritten Woche noch nicht. Daher
erscheint der Embryo in diesem Stadium wie ein Blutklumpen.
Der Vers sagt, dass die nächste Phase die
der Mudghah ("gekautes Stück Fleisch") ist. Dies ist
ebenfalls eine erstaunlich passende Beschreibung des folgenden Embryonalstadiums.
In diesem Stadium beginnen sich bei dem Embryo die Rückenwirbel zu entwickeln
und diese "ähneln irgendwie Zahnabdrücken in einer gekauten Substanz."
Diese Art von Informationen, die oben
beschrieben wurden, haben die Menschen erst nach der Entwicklung kraftvoller
Mikroskope "entdeckt". Ibrahim merkt an, dass Hamm und Leeuwenhoek
die ersten waren, die 1677 mit Hilfe eines verbesserten Mikroskops menschlichen
Spermienzellen beobachten konnten. Dies war ungefähr 1000 Jahre nach der Zeit des Propheten Muhammad, Gottes
Segen und Frieden seien auf ihm.
Tatsächlich sind die Details und die
Analyse der Qur´anverse in bezug auf die Embryologie so großartig, dass Keith
Moore, Professor Emeritus für Anatomie und Zellbiologie an der Universität von
Toronto, sie in einer Sonderausgabe seines Lehrbuchs zitiert The Developing
Human: Clinically Oriented Embryology. Dies
ist ein interessantes Werk, das aus Moores vollständigem Lehrbuch mit
Einfügungen besteht, die dieselben Themen aus der Sicht des Qur´an und den
Aussagen des Propheten beschreibt. Nachdem die fortschrittlichsten Themen der
Embryologie beschrieben werden – von denen die meisten Forschungsergebnisse der
vergangenen paar Jahrzehnte darstellen – wurden diesem Lehrbuch Seiten
hinzugefügt, die beschreiben, was der Qur´an über diese Dinge aussagt. Kannst
du dir vorstellen, du nimmst das beste medizinische Buch, wenn es auch nur 200
Jahre alt ist, und du machst damit etwas dieser Art? Es wäre absurd und
komisch, denn das Material des alten Lehrbuchs wäre völlig irrelevant. Trotzdem
konnten sie dies mit dem Qur´an aber tun, einem Buch, das noch nicht einmal
behauptete, ein Lehrbuch zu sein. Natürlich erhebt es einen noch größeren
Anspruch: es beansprucht, von Gott zu sein.
Die wunderbare Übereinstimmung zwischen
den Erklärungen des Qur´an und der historischen Entwicklung der Embryologie
kommentierte Dr. Moore 1981 folgendermaßen: "Es war mir ein großes
Vergnügen, dabei zu helfen, die Erklärungen des Qur´an über die menschlichen
Entwicklung zu erläutern. Es ist mir deutlich bewusst, dass Muhammad diese
Erklärungen von Gott erhalten haben muss, denn all dieses Wissen wurde erst
Jahrhunderte später entdeckt. Dies beweist meiner Ansicht nach, dass Muhammad
der Gesandte Gottes gewesen sein muss.”
Tatsächlich berührt der Qur´an auch noch
zahlreiche andere Wissenschaften als die Embryologie, z.B. Astrologie, Physik,
Geographie, Geologie, Ozeanographie, Biologie, Botanik, Zoologie, Medizin und
Physiologie.
Daher zogen auch noch zahlreiche andere Wissenschaftler
verschiedener Bereiche ähnliche Schlüsse, was den Qur´an betrifft.
Wie könnte es sein, dass ein Analphabet
vor mehr als vierzehnhundert Jahren, der Prophet Muhammad, ein derartiges Buch
verfasst haben soll, das so viele wissenschaftliche Fakten und Einzelheiten mit
vollkommener Fehlerlosigkeit enthält? Könnte es sein, dass dies alles Zufall
war und der Prophet ein Betrüger? Meiner Meinung nach ist die Antwort auf
Fragen wie diese ganz klar. Die Behauptung, der Qur´an sei nicht die
Offenbarung Gottes wird mehr und mehr schwierig, je mehr man über den Qur´an
selbst erfährt.
Zufällig gibt es noch andere wunderbare
historische Aspekte im Qur´an. Beispielsweise nennt der Qur´an den Herrscher
zur Zeit Josephs im Gegensatz zur Bibel einen "König" und nie einen
Pharao, obwohl diese Bezeichnung in der Bibel in der Geschichte Josephs
gebraucht wird und der Qur´an diese Bezeichnung in der Geschichte von Mose
verwendet. Es scheint, nach dem besten, was heute dazu berechnet werden kann,
dass Joseph unter den semitischen Hyksoskönigen Ägyptens gelebt hat, und dass der
Herrscher tatsächlich kein Pharao war.
Der Qur´an sagt auch ganz deutlich, dass der Pharao aus dem
Exodus entdeckt und bewahrt wurde.
Jetzt geht man davon aus, dass alle Pharaonen jener Zeit
wirklich als Mumien aufbewahrt worden sind, etwas das der Prophet zu jener Zeit
auch nicht gewusst haben konnte. Dies hat zwei Forscher zu folgender Aussage
verleitet:.
Wenn der Qur´an von der Bibel abgeleitet gewesen wäre [wie manche Leute
fälschlicherweise behaupten, dann] würden die vielen Irrtümer aus der Bibel
auch mit hineingeraten. Warum zum Beispiel, beschreibt der Heilige Qur´an die
Israeliten als kleines Volk, während die Bibel behauptet, sie wären 2-3
Millionen gewesen, eine übertrieben große Zahl, die kein Gelehrter akzeptieren
würde?... Warum behauptet der Heilige Qur´an nicht wie die Bibel, dass Pharao
vom Meer verschluckt wurde, sondern sagt statt dessen, dass sein "Körper"
bewahrt wurde? Und warum sagt der Qur´an dies gerade über Pharao und nicht
über andere Menschen, die auch von Gott zerstört wurden? ...
Schließlich bemerkten muslimische
Gelehrte, dass die besonderen Wunder, die einem jeden Propheten gegeben worden
sind, sich auf eine Sache bezogen, die sein spezielles Volk besonders
faszinierte. Denn zur Zeit Moses beispielsweise war Zauberei sehr verbreitet,
und eines seiner Zeichen stellte die schwachen Tricks der Menschen in den
Schatten. Während der Zeit Jesus´ war die Medizin sehr fortschrittlich und
einige der Zeichen Jesus´ waren das Heilen von Kranken, das Erwecken von Toten
und so weiter. Die Araber jener Zeit waren sehr stolz auf ihre literarischen
Fertigkeiten und, wie wir nebenbei erwähnen sollten, ist der Qur´an ein
arabisches Meisterstück, er steht weit über dem, was sie zu leisten vermochten.
Allerdings war der Prophet Muhammad nicht nur zu den Arabern oder nur zu den
Völkern seines Jahrhunderts gesandt worden. In unserer Zeit hat die
Wissenschaft die Stelle Gottes eingenommen, sie ersetzt quasi den Gott der
jüdisch-christlichen Tradition. Das Wunder des Propheten Muhammad ist auf
wissenschaftlichem Gebiet tatsächlich absolut bedeutungsvoll, das heutzutage so
viele Menschen fesselt; es zeigt wieder einmal, dass der Prophet Muhammad
wirklich ein Prophet für die gesamte Menschheit bis zum Tag des Gerichts ist.
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Der wunderbare Qur´an (teil 11 von 11):Herausforderung für die Menschheit
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Beschreibung: Das linguistische Wunder des Qur´an, die Herausforderung und die Schlussfolgerung.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2007 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 15 Sep 2008 - Zuletzt verändert am 15 Sep 2008
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Das linguistische Wunder des Qur´an
Es gibt einen anderen wichtigen Aspekt den
muslimische Gelehrte traditionell für den wunderbarsten Aspekt des Qur´an
halten; es ist sein sprachliches Wunder. Unglücklicherweise hatte ich, bevor
ich Muslim wurde (und auch noch danach) keine Möglichkeit, diese Besonderheit
tatsächlich zu schätzen. Ich konnte lediglich lesen, was manche Gelehrte über
die Sprache und die Schönheit des Qur´an geschrieben haben. Zum
Beispiel schrieb John Naish:
Der Qur´an in seinem ursprünglichen arabischen Kleid besitzt eine eigene
anziehende Schönheit und seinen Reiz. Eingebettet in prägnantem und erhabenem
Stil, mit seinen kurzen eindrucksvollen Sätzen, sich häufig reimend, besitzt er
eine enorme Ausdruckskraft und mitreißende Energie, die außerordentlich
schwierig durch eine wortwörtliche Übersetzung wiederzugeben sind.
Ähnlich erging es Arberry, der sich seine früheren
Jahre zurücksehnte, als er noch die Qur´anrezitation während des Ramadhan in
Ägypten hörte.
Ich hatte in der Tat keine Möglichkeit gehabt, eine Qur´anrezitation
zu hören, und daher wußte ich nicht, welch eine bewegende Erfahrung das ist. Außerdem
ist eine Übersetzung des Qur´an, wenn man die arabische Sprache nicht kennt, nicht
annährend so eindrucksvoll, wie das arabische Original. Trotzdem möchte ich auch
dieses Wunder hier kurz besprechen, denn dies ist wirklich einer der
erstaunlichsten Aspekte des Qur´an.
Die muslimischen Gelehrten haben das
sprachliche Wunder des Qur´an wiederum als einen der vielleicht wichtigsten
Aspekte des Qur´an betrachtet – und es ist definitiv dasjenige, das in der Zeit
des Propheten, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, den größten Einfluss
hatte. Die Araber waren auf ihre Sprache sehr stolz. Das Wort, das sie für
Fremder benutzten, Ajami, bedeutete in erster Linie, jemand, der
barbarisch in der Sprache ist oder dem es an deutlicher Ausdrucksweise mangelt. Selbst
wenn sie für den Qur´an keine Konkurrenz waren. Vor dem Qur´an pflegten sie
sich miteinander zu messen und Wettbewerbe zu veranstalten, um festzustellen,
wer von ihnen das schönste Werk auf arabisch verfassen konnte. Nach
Draz:
Aber als der Qur´an offenbart wurde, kamen all diese Wettbewerbe zum
Erliegen, und literarische Versammlungen starben aus. Von da an war der Qur´an
das einzige Werk, das die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zog. Keiner von
ihnen konnte ihn herausfordern oder auch nur vorschlagen, dass ein einziges
Wort aus einem Satz verändert, ausgetauscht, hinzugefügt oder weggelassen
werden sollte. Aber der Qur´an verschloss nicht die Türen vor dem Wettbewerb.
Im Gegenteil, er öffnete sie weit, rief sie auf, alleine oder in
Zusammenarbeit, seine Herausforderung anzunehmen und irgendetwas, das ihm
ähnlich sei, zu schaffen. Er wiederholte die Herausforderung auf
unterschiedliche Art, betonte ihre Unfähigkeit dazu und erleichterte ihnen ihre
Aufgabe von Zeit zu Zeit.
Arabische Gelehrte haben viele sprachliche
Aspekte identifiziert, die den Qur´an von allen anderen Werken unterscheiden und
nur ihn als Wunder an erster Stelle stehen lassen. Von diesen sollen
hier nur ein paar erwähnt werden:
(1) Jedes Wort wird an seiner
besonderen Stelle verwendet und kann nicht woandershin gesetzt oder gegen ein
Wort mit ähnlicher Bedeutung, ohne seine Schönheit zu verlieren ausgetauscht
werden.
(2) Der Qur´an besitzt eine
einzigartige Satzstruktur und einen besonderen Rhythmus, die ihn sowohl von der
Prosa als auch von poetischen Werken unterscheiden, mal erinnert er mehr an das
eine und mal mehr an das andere, aber er ist nie völlig dem einem oder dem anderen
zuzuordnen.
(3) Seine Sätze bestehen aus der
kleinstmöglichen Anzahl von Worten ohne auch nur im geringsten an Bedeutung zu
verlieren. Mit anderen Worten sie sind kurz und bündig, was ihnen noch mehr
Schönheit verleiht, während sie alles, was zu offenbaren ist, mitteilen.
(4) Es besteht vollkommenes
Gleichgewicht und Beständigkeit im Stil zwischen emotionalen und
intellektuellen Passagen im Qur´an. Draz bemerkte, dass diese Schönheit wirklich
nur im Qur´an zu finden ist:
Im menschlichen Wesen sind zwei Kräfte immer aktiv: der Intellekt und
die Emotion. Sie spielen verschiedene Rollen und verfolgen unterschiedliche
Richtungen. Die erste zielt darauf ab, die Wahrheit zu erfahren und
herauszubekommen, was gut und nützlich ist und dies anzunehmen. Die
andere berichtet ihre Gefühle von Schmerz und Freude. Es ist ein
perfekter Stil, der beide Bedürfnisse zur gleichen Zeit befriedigt: er gibt dir
intellektuelle Genugtuung und emotionale Freude... Finden wir derartige
Vollkommenheit im menschlichen Stil? Wir haben die Schriften von
Wissenschaftlern und Philosophen gesehen, und auch die Werke der Dichter und
feinen Prosa [, die dieses Ziel nicht erreichen können]…
Die Herausforderung des Qur´an selbst
Gelehrte haben noch viele andere
wunderbare Aspekte des Qur´an festgestellt, wie seine vollkommene Beständigkeit
und das Freisein von Widersprüchen, obgleich er über eine Zeitspanne von 23
Jahren offenbart worden ist, die Wirkung, die der Qur´an auf Menschen hat, die ihn hören, usw.
Was wir hier dargelegt haben soll aber für unsere Zwecke ausreichen, da ich
alles erläutert habe, was mich auf meinem Weg zum Islam am meisten beeinflusst
hat. Außerdem glaube ich, das das, was hier diskutiert wurde durchaus
ausreicht, um zu zeigen, dass der tatsächlich Qur´an wunderbar ist.
Gemäß den Muslimen ist der Qur´an die Rede
und das Wort Gottes. Daher ist es nicht weiter erstaunlich, dass er nicht
nachzuahmen ist. Allerdings wollte Gott diesen Punkt allen Menschen
verdeutlichen, um für Argumentationen, Zweifeln oder Entschuldigungen keinen
Raum zu lassen. Im Qur´an fordert Gott die Menschheit heraus, etwas Ähnliches
wie den Qur´an zu verfassen. Und tatsächlich geht die Herausforderung Gottes
noch weiter: Er fordert sie heraus, auch nur ein einziges Kapitel wie die des
Qur´an zu verfassen.
Diese Herausforderung steht der Menschheit
noch immer offen. Jedem steht es frei, es zu versuchen, wenn es auch nur ein
kleiner Teil ist, etwas das dem Qur´an ähnlich ist, zu verfassen. Aber Gott
sagt deutlich, dass die ganze Menschheit niemals in der Lage sein wird,
irgendetwas Ähnliches wie den Qur´an zu produzieren – eine erstaunliche
Prophezeihung des Qur´an.
Die Herausforderung Gottes erscheint an
fünf verschiedenen Stellen im Qur´an. Hier sind die relevanten Stellen in der
Reihenfolge, in der Gott sie herabgesandt hat:
“Und wenn ihr (arabischen Götzendiener, Juden
und Christen) im Zweifel seid über das (den Qur´an), was Wir auf Unseren Diener
(Muhammad) herabgesandt haben, so bringt doch eine Sura gleicher Art herbei und
beruft euch auf Zeugen (Helfer) außer Gott, wenn ihr wahrhaftig seid. Und wenn
ihr es aber nicht tut – und ihr werdet es ganz bestimmt nicht tun – so
fürchtet das (Höllen-) Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind; es
ist für die Ungläubigen vorbereitet.” (Quran 2:23-24)
“Oder wollen sie etwa sagen: "Er (Muhammad)
hat ihn erdichtet?" Sprich: "Bringt denn eine Sura gleicher Art
hervor und ruft, wen ihr nur könnt, außer Gott, wenn ihr wahrhaftig seid.” (Quran
10:38)
“Oder werden sie sagen: "Er (Muhammad) hat
es erdichtet?" Sprich: "So bringt doch zehn ebenbürtig erdichtete
Suren hervor und ruft an, wen ihr vermögt, außer Gott (zur Hilfe), wenn ihr
wahrhaftig seid!"” (Quran 11:13)
“Sprich (zu den Menschen): "Wenn sich auch
die Menschen und die Jinn vereinigten, um etwas Gleiches wie diesen Qur´an
hervorzubringen, brächten sie doch nichts Gleiches hervor, selbst wenn sie
einander beistünden."” (Quran 17:88)
“Oder sagen sie etwa: "Er (Muhammad) hat
ihn aus der Luft gegriffen?" Nein, aber sie wollen es nicht glauben. Lass
sie denn eine Verkündigung gleicher Art herbeibringen, wenn sie die Wahrheit
sagen.” (Quran 52:33-34)
Also, wenn jemand noch irgendeinen Zweifel
über den Qur´an hegt, soll er sich erheben und diese Herausforderung annehmen.
Eine sehr wichtige Aussage des Propheten und
meine Entscheidung
Es war keine nachträgliche Überlegung,
dass dieser Qur´an wunderbar ist. Es war nicht so, dass die Gelehrten nach der
Zeit des Propheten, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, ihn betrachteten und
für ein Wunder erklärten. Nein, in der Tat war dieses Buch ein Wunder des
Propheten Muhammad und zwar sein größtes Wunder. Zur Zeit des Propheten
suchten die Ungläubigen nach einem Wunder anderer Art – vielleicht ein
Greifbareres oder eines, das weniger Überlegung bedarf – aber Gott sagt
deutlich, dass der Qur´an als Wunder ausreichen soll, um die Wahrhaftigkeit des
Propheten zu bezeugen. Gott sagt:
“Und sie sagen: "Warum wurden keine Zeichen
zu ihm von seinem Herrn herabgesandt?" Sprich: "Die Zeichen sind
allein bei Gott, und ich bin nur ein deutlicher Warner." Genügt es ihnen
denn nicht, dass Wir das Buch herniedergesandt haben, das ihnen verlesen wird?
Wahrlich hierin ist eine Barmherzigkeit und Ermahnung für ein Volk, das glaubt.”
(Quran 29:50-51)
Dieses Buch sollte jedem aufrichtigen, die
Wahrheit suchenden Individuum wirklich genügen. Es besteht überhaupt kein
Bedarf an irgendwelchen anderen Zeichen oder Wundern nach diesem Buch. Dies
ist das, was Gott mit dieser Passage aussagt, und dies ist das, was mein Herz
und mein Verstand schlussfolgerten, als ich den Qur´an mit dem verglich, was
all die Schriftsteller, die behaupteten, der Qur´an sei nicht Gottes Offenbarung,
geschrieben haben.
Auch der Prophet machte eine sehr wichtige
Aussage über dieses Zeichen und Wunder, dass Gott ihm gegeben hat. Da er der
letzte Prophet war, musste sich sein Zeichen und Wunder von dem unterscheiden,
was ihm vorausgegangen war. Es musste ein Wunder sein, dessen Wirkung bis zum
Tag des Gerichts anhält. Und das tut es tatsächlich. Sogar noch mehr, es ist
ein Wunder ganz anderer Art. Es ist eines, worüber die Menschen nachdenken
können und von dessen Wahrheit sie vollkommen überzeugt sein können. Daher
sagte der Prophet: "Es gab keinen Propheten, dem Gott nicht Wunder gegeben
hatte, auf dass die Menschen an ihn glaubten. Mir wurde die Offenbarung, die
Gott mir offenbart hat (als Wunder) gegeben. Ich hoffe, damit werde ich am Tag
des Gerichts die größte Zahl von Anhängern haben.” (Berichtet von Al-Bukhari.)
Aufgrund der Art des Zeichens, das der Prophet erhalten hat, gibt es auch für
Menschen späterer Zeiten keine Entschuldigung dafür, dem Propheten nicht zu
folgen. Daher wird er am Tag des Gerichts, wenn Gott will, die größte Zahl von
Anhängern haben.
Der Qur´an erforderte von meiner Seite
eine Entscheidung – wie er tatsächlich von jedem eine Entscheidung verlangt. Diese
Zeichen, die seine wunderbare Art betonen, und dass er die wahre Offenbarung
Gottes sein musste, waren einfach überwältigtend für mich. Keine der
Theorien, die den Qur´an ablehnten oder die Aufrichtigkeit des Propheten
anzweifelten, war stark oder logisch genug, um mich vom Gegenteil zu
überzeugen. Daher nahm ich, durch den Qur´an, den Islam an, und aller Preis
und Dank gebührt Gott.
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