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Die Großen Fragen (teil 1 von 3): Wer erschuf uns?
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Beschreibung: Islamische Antworten auf die erste der unvermeidlichen “Großen Fragen” im Leben aller Menschen. Wer erschuf uns?
von Laurence B. Brown, MD
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 11 May 2008
Gesehen: 720 - Bewertung: noch keiner - Bewertet von: 0 Gedruckt: 27 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Glaubensinhalte im Islam
> Der Sinn des Lebens
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Im Leben eines jeden Menschen kommt
irgendwann der Punkt, an dem man sich die großen Fragen stellt: “Wer machte
uns?” und “Warum sind wir hier?”
Wer hat uns
also gemacht? Atheisten sprechen von einem großen Urknall und der Evolution,
während andere von Gott reden. Diejenigen, die antworten: “Ich weiß nicht”
sind in jeder Hinsicht Atheisten, nicht weil sie Gottes Existenz leugnen,
sondern weil sie es versäumen, sie zu bestätigen.
Also, der Urknall mag wohl den Ursprung
des Universums erklären können, aber nicht den Ursprung der Urstaubwolke oder
Urmasse. Diese Staubwolke (welche sich nach der Theo-rie zusammengeballt und
verdichtet hat und dann explodiert ist) muß von irgendwoher gekommen sein. Und
nach all dem enthielt sie genug Materie, um nicht nur unsere Galaxie zu bilden,
sondern auch die Milliarden anderen Galaxien in dem bekannten Universum. Woher
kam das alles? Wer oder Was erschuf die ursprüngliche
Staubwolke?
Ähnlich verhält es sich mit der Evolution,
welche die fossilen Funde erklären kann, aber sie reicht beiweitem nicht aus,
um die Quintessenz des menschlichen Lebens - die Seele - zu erklären. Wir alle
besitzen eine. Wir fühlen ihre Anwe-senheit, wir sprechen von ihrer Existenz
und gelegentlich beten wir für ihre Erret-tung. Aber nur die Religiösen können
erklären, woher sie kommt. Die Theorie der natürlichen Auslese kann viele der
materiellen Aspekte der Lebewesen erklä-ren, aber sie scheitert an der
Erklärung der menschlichen Seele.
Niemand, der die Kompliziertheiten des
Lebens und des Universums studiert, kann die Handschrift des Schöpfers leugnen.
Ob die Leute diese Zeichen erkennen oder nicht, steht auf einem
anderen Blatt. Der springende Punkt ist: wenn wir eine Malerei sehen, wissen
wir, daß es einen Maler gibt. Wenn wir einen Tontopf sehen, wissen wir, daß es
einen Töpfer gibt, und so weiter. Wenn wir also die Schöpfung betrachten,
sollten wir dann nicht wissen, daß es einen Schöpfer gibt?
Die Theorie, daß das Universum explodiert
ist und sich dann durch eine Reihe von zufälligen Ereignissen in einer ausgeglichenen
Vollkommenheit entwickelt hat und die Theorie der natürlichen Auslese
unterscheiden sich wenig von dem Vorschlag, daß wenn man auf einen Schrottplatz
Bomben fallen läßt, früher oder später eine von ihnen alles durcheinander
wirbeln wird und daraus ein perfekter Mercedes entsteht. In der Farbe und dem
Modell, das unser Herz begehrt.
Eine Sache wissen wir mit Gewißheit: ohne
einen kontrollierenden Einfluß entarten alle Systeme im Chaos. Die Theorien
vom Urknall und der Evolution behaupten genau das Gegenteil: nämlich daß das
Chaos zur Vollkommenheit wird. Wäre es nicht vernünftiger, daraus zu
schlußfolgern, daß der Urknall und die Evolution kontrollierte Ereignisse
waren? Das heißt, kontrolliert vom Schöpfer?
Die Araber erzählen sich die Geschichte
von einem Nomaden, der an einer Oase mitten in einer sonst unwegsamen Wüste,
einen exklusiven Palast fand. Als er fragte, wie dieser gebaut worden sei,
antwortet ihm der Besitzer, er sei von den Kräften der Natur geformt worden.
Der Wind formte die Steine und blies sie an den Rand dieser Oase, dann
schleuderte er sie durcheinander, bis sie die Form des Palasts hatten. Danach
blies er Strähnen von Schafwolle zusammen zu Teppichen und Wandbehängen, wehte Holz
zusammen zu Möbeln, Türen, Fensterbänken und schliff sie und zerstreute sie im
Palast genau an die richtigen Stellen. Blitzschläge ließen den Sand zu
Glasscheiben zerschmelzen und pressten sie in die Fensterrahmen. Und sie
schmolzen schwarzen Sand zu Stahl und bogen ihn zu einem Zaun und einem Tor mit
vollkommener Ausrichtung und Symmetrie. Dieser Prozess dauerte Billionen von
Jahren und dies geschah nur an diesem einen Ort auf der Erde – aus purem
Zufall.
Wenn wir aufgehört haben, mit unseren
Augen zu rollen, kommen wir auf den Punkt. Offensichtlich wurde der Palast geplant
und nicht per Zufall erbaut. Auf was (oder besser gesagt: WEN) sollten wir
dann den Ursprung der Dinge von viel großartiger Kompliziertheit zurückführen,
wie das Universum oder unsere Leben?
Ein weiteres klassisches Argument für den
Atheismus konzentriert sich auf das, was die Menschen als Unvollkommenheiten
der Schöpfung verstehen. Das sind die “Wie kann es einen Gott geben, wenn
das-und-das passiert?” – Argumente. Die Dinge, die zur Diskussion stehen,
können alles Mögliche sein: von Naturkatastrophen über Geburtsfehler, von Völkermord
bis hin zu Großmutters Krebs. Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass man
Gott leugnet, weil man die Ungerechtigkeiten des Lebens wahrnimmt und zu dem
Schluß gelangt, dass ein göttliches Wesen unsere Leben nicht geplant hat,
damit sie etwas anderes als vollkommen sind, und Gerechtigkeit auf der Erde
aufgestellt hat.
Hmm … gibt es keine andere Meinung?
Wir könnten genausogut vorschlagen, dass
Gott das Leben auf der Erde nicht erschuf, um das Paradies auf Erden zu
schaffen, sondern eher als eine Prüfung, deren Strafe oder Belohnung jemand im
nächsten Leben erhält, in dem Gott Seine ultimative Gerechtigkeit walten läßt.
Um dieses Konzept zu unterstützen, können wir fragen, wer wohl in seinem
weltlichen Leben mehr unter Ungerechtigkeit litt, als Gottes Lieblinge, die
Propheten? Und von wem vermuten wir, dass er im Paradies die höchsten Ränge
besetzen wird, wenn nicht jene, die den wahren Glauben angesichts der
weltlichen Feindlichkeit bewahrt haben?
Ich hoffe, dass wir mit dieser Überlegung
auf die Antwort auf unsere erste “Große Frage” kommen werden. Wer
machte uns? Können wir darüber einig werden, dass wir Geschöpfe
sind, und Gott ist der Schöpfer?
Wenn wir uns in diesem Punkt nicht einig
werden können, hat es wenig Sinn, fortzufahren. Diejenigen aber, die
zustimmen: laßt uns zur “Großen Frage” Nummer zwei übergehen – warum sind wir
hier? Mit anderen Worten: was ist der Sinn des Lebens?
Copyright © 2007 Laurence B. Brown.
Über den
Autor:
Laurence B. Brown, MD, kann kontaktiert werden über: BrownL38@yahoo.com. Er
ist der Autor von “The First and Final Commandment” (Amana Publications)
und “Bearing True Witness” (Dar-us-Salam). Bald erscheinen noch ein Geschichtsthriller “The
Eighth Scroll”, und eine zweite Auflage von The First and Final
Commandment, überarbeitet und unterteilt in “MisGod’ed” und die
Fortsetzung “God’ed”.
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Die Großen Fragen (teil 2 von 3): Der Sinn des Lebens
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Beschreibung: Islamische Antworten auf die zweite der unvermeidlichen “Großen Fragen” im Leben aller Menschen. Warum sind wir hier?
von Laurence B. Brown, MD
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 31 Mar 2008
Gesehen: 916 - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 1 Gedruckt: 31 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Glaubensinhalte im Islam
> Der Sinn des Lebens
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Die erste der zwei großen Fragen im Leben
ist: “Wer machte uns?” Wir erläuterten diese Frage im vorangegangenen Artikel
und setzten (hoffnungsvoll) “Gott” als Antwort ein. Denn wir sind Geschöpfe,
und Gott ist der Schöpfer.
Laßt uns nun der zweiten “Großen Frage”
zuwenden, die lautet: “Warum sind wir hier?”
Also, warum sind wir denn
hier? Um berühmt zu werden und Reichtum anzuhäufen? Um Musik und Babies zu
machen? Um der reichste Mann oder die reichste Frau auf dem Friedhof zu sein,
wie uns scherzhaft gesagt wird: “Der mit dem meisten Spielzeug stirbt, gewinnt”?
Nein, es muß mehr als das im Leben geben Laßt
uns darüber nachdenken. Beginnen wir mit dir. Schau dich mal um. Wenn du nicht gerade in einer Höhle lebst, wirst du von Dingen umgeben,
die wir Menschen mit unseren eigenen Händen hergestellt haben. Nun, warum
machten wir eigentlich diese Dinge? Die Antwort ist natürlich, daß wir die
Dinge machten, damit sie einen bestimmten Zweck für uns erfüllen. Kurz gesagt,
wir machen Dinge, damit sie uns dienen. Also weiter, warum machte Gott uns,
wenn nicht, um Ihm zu dienen?
Unser Zweck ist demnach, Gott zu dienen.
Wir erhalten diese Botschaft sowohl von den Propheten, als auch aus den
Schriften, aber nirgends deutlicher als im Heiligen Qur´an, dem heiligen Buch
des Islam:
“Und Ich (Gott) habe die Ğinn und die
Menschen zu nichts anderem erschaffen, als Mir zu dienen.” (Quran 51:56)
Was uns zum nächsten Punkt bringt: Wenn
wir unseren Schöpfer erkennen und daß Er die Menschen erschaffen hat, damit sie
Ihm dienen, dann ist die nächste Frage: “Wie? Wie dienen wir Ihm?” Zweifellos
sollte diese Frage am besten von Dem beantwortet werden, Der uns machte. Wenn
Er uns erschuf, damit wir Ihm dienen, dann erwartet Er von uns, daß wir auf
eine bestimmte Art funktionieren, wenn wir unser Ziel erreichen sollen. Aber
wie können wir wissen, was Gott von uns erwartet?
Also, laßt uns bedenken: Gott gab uns
Licht, mit dem wir unseren Weg finden können. Selbst in der Nacht haben wir
den Mond als Licht und die Sterne zur Orientierung. Gott gab den Tieren andere
Orientierungssysteme, die für ihre Verhältnisse und Bedürfnisse bestens geeignet
sind. Zugvögel können sich sogar an bewölkten Tagen durch polarisiertes Licht
orientieren. Wale schwimmen durch die Meere, indem sie die Magnetfelder der
Erde “lesen”. Lachse kommen aus dem offenen Ozean zum Laichen zurück und
erkennen ihren Geburtsort an seinem Geruch, kann man sich das
vorstellen? Fische spüren entfernte Bewegungen mithilfe von Druckrezeptoren an
ihren Seitenlinien. Fledermäuse und die blinden Flußdelphine “sehen” den
Schall. Bestimmte Meeresorganismen (der Zitteraal ist ein Beispiel für
Hochspannung) erzeugen und spüren Magnetfelder, die ihnen ermöglichen, in schlammigem
Wasser oder in der Dunkelheit der Meerestiefen zu “sehen”. Insekten
kommunizieren mithilfe von Pheromonen, um die Fährte zum Futter und dann nach
Hause zurück zu finden. Pflanzen spüren das Sonnenlicht und wachsen ihm
entgegen (Phototropismus); ihre Wurzeln spüren die Schwere und wachsen in die
Erde (Geotropismus). Kurz gesagt, Gott hat jedem Element Seiner Schöpfung eine
Rechtleitung gegeben. Können wir ernsthaft glauben, Er hätte uns über den
wichtigsten Aspekt unserer Existenz, nämlich unsere Raison d´être – den
Sinn unseres Lebens, keine Anleitung gegeben? Daß Er uns nicht das Werkzeug
gegeben hätte, um unsere Errettung zu erreichen?
Natürlich nicht. Durch Offenbarung.
Denken wir auf diese Art: Jedes Produkt
hat Besonderheiten und Regeln. Für kompliziertere Produkte deren
Besonderheiten und Regeln nicht intuitiv sind, werden Gebrauchsanweisungen
beigelegt. Diese Gebrauchsanweisungen werden von dem geschrieben, der das
Produkt am besten kennt, das ist meistens der Hersteller. Eine typische
Anleitung beginnt mit Warnungen vor dem unsachgemä-ßen Gebrauch und den evtl.
daraus resultierenden Konsequenzen, gefolgt von einer Beschreibung, wie man das
Produkt richtig verwendet und die Vorteile, die man dadurch gewinnt. Dann
enthält sie noch Besonderheiten des Produkts und eine Anleitung für Störungen
und wie man diese beheben kann.
Worin unterscheidet sich das von der
Offenbarung?
Die Offenbarung sagt uns, was wir tun
dürfen und was wir nicht tun dürfen und warum; sie sagt uns, was Gott von uns
erwartet und zeigt uns, wie wir unsere Unzulänglichkeiten verbessern. Die
Offenbarung ist die ultimative Gebrauchsanweisung als Leitung für den, der uns
gebrauchen will – wir selbst.
In der Welt, die wir kennen, werden
Produkte, die ihre Aufgabe erfüllen oder noch übertreffen, als erfolgreich
eingestuft, wohingegen jene die sie nicht erfüllen ...hmm... laßt uns
darüber nachdenken. Jedes Produkt, das an den Fabrikationsnormen
scheitert, wird entweder repariert oder, in ganz hoffnungslosen Fällen,
recycelt. Mit anderen Worten: zerstört. Autsch. Plötzlich wird diese
Diskussion beängstigend ernst. Denn in dieser Diskussion sind wir
das Produkt – das Produkt der Schöpfung.
Aber laßt uns einen Augenblick
verschnaufen und nachdenken, wie wir mit den verschiedenen Gegenständen
umgehen, die unsere Leben ausfüllen. Solange sie machen, was wir wollen, sind
wir mit ihnen glücklich. Aber wenn sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen, wollen
wir sie loswerden. Manche werden in den Laden zurückgebracht, andere werden
für wohltätige Zwecke gespendet, aber sie alle enden früher oder später im
Müll, der ... begraben oder verbrannt wird. Dem entsprechend wird einem zu
wenig leistenden Arbeiter … gekündigt. Jetzt noch einmal eine Minute
entspannen und darüber nachdenken. Woher kommt dieser beschönigende Ausdruck
für die Strafe des zu wenig Leistenden? Hmm…derjenige, der glaubt, man könne
die Lehren des Lebens in die Lehren der Religion übertragen, könnte jetzt einen
Tag Feldarbeit damit zubringen.
Aber das bedeutet nicht, daß diese
Analogien vollkommen ungültig wären. Ganz im Gegenteil, wir sollten uns daran
erinnern, daß sowohl das heutige Neue als auch das Alte Testament voll von
Analogien sind, und Jesus Christus lehrte uns in diesem Neuen Testament,
Parabeln zu verwenden.
Also sollten wir dies lieber ernst
nehmen.
Nein, ich korrigiere mich. Ganz zweifellos
sollten wir dies ernst nehmen. Der Unterschied zwischen den himmlischen
Freuden und den Qualen des Höllenfeuers ist nicht zum Spaßen.
Copyright © 2007 Laurence B. Brown.
Über den
Autor:
Laurence B. Brown, MD, kann kontaktiert werden über: BrownL38@yahoo.com. Er
ist der Autor von “The First and Final Commandment” (Amana Publications)
und “Bearing True Witness” (Dar-us-Salam). Bald erscheinen noch ein Geschichtsthriller “The
Eighth Scroll”, und eine zweite Auflage von The First and Final
Commandment, überarbeitet und unterteilt in “MisGod’ed” und die
Fortsetzung “God’ed”.
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Die großen Fragen (teil 3 von 3): Der Bedarf an Offenbarung
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Beschreibung: Islamische Antworten auf die dritte der unvermeidlichen “Großen Fragen” im Leben aller Menschen. Wie dienen wir unserem Schöpfer?
von Laurence B. Brown, MD
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 31 Mar 2008
Gesehen: 496 - Bewertung: noch keiner - Bewertet von: 0 Gedruckt: 25 - Emailed: 1 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Glaubensinhalte im Islam
> Der Sinn des Lebens
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In den beiden vorangegangenen Teilen dieser
Serie beantworteten wir die beiden “großen Fragen”: “Wer machte uns?”- Gott. Und “Warum sind wir hier?” – Um Ihm zu dienen und Ihn auzubeten. Eine
dritte Frage tauchte selbstverständlich auf: “Wenn unser Schöpfer uns erschuf,
damit wir Ihm dienen und anbeten, wie tun wir das dann?” Im letzten Artikel
habe ich vorgeschlagen, daß die einzige Art, unserem Schöpfer zu dienen, darin
besteht, Seinen Anordnungen zu gehorchen, wie uns durch Offenbarung mitgeteilt
wurde.
Aber viele Leute würden meine Feststellung
hinterfragen: “Warum braucht die Menschheit Offenbarung?” “Genügt es nicht,
gut zu sein?” “Genügt es nicht, wenn jeder von uns Gott auf seine eigene Art
und Weise anbetet?”
Was den Bedarf an Offenbarung
angeht, möchte ich folgende Punkte anmerken: Im ersten Artikel dieser Serie
wies ich darauf hin, daß dieses Leben voller vermeindlicher Ungerechtigkeiten
ist, unser Schöpfer jedoch ist ehrlich und gerecht, und Er läßt Seine
Gerechtigkeit nicht nur in diesem Leben, sondern auch im Jenseits walten. Wie
auch immer, Gerechtigkeit kann ohne vier Dinge nicht etabliert werden – ein
Gericht (d.h. der Tag des Gerichts), einen Richter (d.h. der Schöpfer), Zeugen
(d.h. Männer und Frauen, Engel, Geschöpfe) und ein Gesetzbuch, nach dem
gerichtet wird (d.h. die Offenbarung). Wie also kann unser Schöpfer Recht
sprechen, wenn Er den Menschen nicht bestimmte Gesetze in ihren Leben
vorgeschrieben hätte? Das ist unmöglich. Wenn es so wäre, würde Gott ungerecht
handeln anstatt gerecht, denn Er würde die Leute für Vergehen bestrafen, von
denen sie überhaupt nicht wissen, daß es Verbrechen sind.
Warum sonst benötigen wir
Offenbarung? Beginnen wir hiermit: Ohne Leitung könnte die Menschheit nicht
einmal über gesellschaftliche und wirtschaftliche Angelegenheiten, Politik,
Gesetze, usw. einig werden. Wie könnten wir uns dann jemals über Gott
einigen? Zweitens: Niemand schreibt die Gebrauchsanleitung besser als der, der
das Produkt hergestellt hat. Gott ist der Schöpfer, wir sind Seine Geschöpfe
und niemand kennt den Gesamtplan besser als der Schöpfer. Ist es den
Angestellten erlaubt, ihre eigenen Arbeitspläne, Pflichten und Lohntarife
selbst festzusetzen, wie es ihnen gefällt? Ist es allen Bürgern erlaubt, ihre
eigenen Gesetze zu schreiben? Nein? Wie sollte es uns dann erlaubt sein,
unsere eigenen Religionen zu schreiben? Wenn die Geschichte uns alles gelehrt
hat, dann sind es die Tragödien, welche die Ergebnisse sind, wenn die
Menschheit ihren Launen folgt. Wie viele haben sich die Gedankenfreiheit auf
ihre Banner geschrieben und erfanden Religionen, die ihnen und ihren Anhängern
Alpträume auf Erden und die Verdammung im Jenseits bescherten?
Also warum genügt es nicht,
einfach nur gut zu sein? Und warum genügt es nicht, wenn jeder von uns Gott
auf seine eigene Art und Weise anbetet? Beginnen wir mit der Definition von “gut”.
Hier tauchen schon Unterschiede auf: Für manche bedeutet es enorme Sittsamkeit
und ein sauberes Leben zu führen, für andere ist das Irrsinn und Körperverletzung.
Ähnlich ergeht es uns mit den Konzepten, wie wir unserem Schöpfer dienen
und Ihn anbeten. Das unterscheidet sich genauso. Noch wichtiger und um auf den
Punkt zu kommen: Niemand kann in ein Geschäft oder in ein Restaurant gehen, und
mit einer anderen Währung zahlen, als mit der, die der Verkäufer akzeptiert. Genauso
ist es mit der Religion. Wenn die Leute wollen, daß Gott ihren
Dienst und ihre Anbetung akzeptiert, dann müssen sie mit der Währung bezahlen,
die Gott verlangt. Und diese Währung ist der Gehorsam gegenüber
Seiner Offenbarung.
Stell dir einmal vor, du ziehst in
deinem Haus Kinder auf, in dem du “Hausregeln” aufgestellt hast. Dann, eines
Tages, erzählt dir eines deiner Kinder, daß es die Regeln geändert hat, und die
Dinge liefen jetzt anders. Wie würdest du antworten? Höchst wahrscheinlich
mit den Worten: “Du kannst deine neuen Regeln nehmen und damit zur Hölle gehen.”
So, laß uns darüber nachdenken. Wir sind Gottes Geschöpfe, leben in Seinem
Universum unter Seinen Regeln und “geh zur Hölle” wird Gott höchst wahrscheinlich
zu jedem sagen, der sich anmaßt, sich über Seine Gesetze hinwegzusetzen, indem
er seine eigenen erfindet.
An diesem Punkt ist
Ernsthaftigkeit angesagt. Wir sollten erkennen, daß alle Freuden Geschenke
unseres Schöpfers sind und der Dankbarkeit bedürfen. Wenn einer ein Geschenk
erhält, wer benutzt es, bevor er sich dafür bedankt hat? Und trotzdem genießen
viele von uns Gottes Geschenke ihr Leben lang und bedanken sich nie dafür.
Oder erst spät. Die englische Schriftstellerin Elizabeth
Barrett Browning sprach von der Ironie des verzweifelten menschlichen Rufs in The
Cry of the Human:
And lips say “God
be pitiful,” Und Lippen sagen:
“Gott, sei erbarmungsvoll”,
Who ne’er
said, “God be praised.” Der nie
sagte: “Gott, gepriesen bist Du”.
Sollten wir nicht gutes Benehmen
an den Tag legen und unserem Schöpfer jetzt für Seine Gaben danken, und
dann für den Rest unseres Lebens? Sind wir Ihm das nicht schuldig?
Du hast “Ja” geantwortet. Du mußt. Niemand hätte bis hierher weitergelesen ohne zuzustimmen, aber hier
gibt es ein Problem: Viele von euch antworteten Ja, wußten aber genau,
daß ihr Herz nicht in der Bibel verankert ist. Oder vielleicht ist es doch in
der Bibel, aber nicht vollständig. Ihr stimmt zu, daß wir von einem Schöpfer
erschaffen wurden. Ihr strengt euch an, ihn zu verstehen. Und ihr sehnt euch
danach, Ihm auf die Art und Weise, die Er euch vorschreibt, zu dienen und Ihn
anzubeten. Aber ihr wißt nicht, wie, und ihr wißt nicht, wo ihr nach den
Antworten suchen sollt. Und das ist unglücklicher-weise kein Thema, das man in
so einem Artikel abhandeln kann. Unglücklicherweise muß dieses Thema in
einem Buch behandelt werden.
Andererseits gibt es die gute
Nachricht, daß ich das Buch hierüber bereits geschrieben habe, der Titel
lautet: The First and Final Commandment (bald in der Neuauflage unter
dem Titel MisGod’ed erhältlich). Wenn euch also gefällt, was ihr hier
lest, lade ich euch ein, zu lesen, was ich dort geschrieben habe.
Copyright © 2007 Laurence B. Brown.
Über
den Autor:
Laurence B. Brown, MD, kann kontaktiert werden über: BrownL38@yahoo.com. Er
ist der Autor von “The First and Final Commandment” (Amana Publications)
und “Bearing True Witness” (Dar-us-Salam). Bald erscheinen noch ein Geschichtsthriller “The
Eighth Scroll”, und eine zweite Auflage von The First and Final
Commandment, überarbeitet und unterteilt in “MisGod’ed” und die
Fortsetzung “God’ed”.
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