Frieden und Sicherheit (teil 1 von 3): Frieden mit Gott
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Beschreibung: Wie der Islam einen Sinn für Frieden zwischen dem Schöpfer und einem selbst schafft.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 25 Jul 2011 - Zuletzt verändert am 25 Jul 2011
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> Die Vorzüge des Islam
> Nutzen für die Gesellschaft
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Vielleicht ist es am besten, eine
Diskussion über die Beziehung zwischen Islam und Frieden und Sicherheit mit
einer Feststellung zu beginnen, die man heutzutage häufig hört: „Islam bedeutet
Frieden“. Wenn derjenige, der diese Feststellung macht, meint, dass die tatsächliche
Bedeutung des Wortes „Islam“ „Frieden“ sei, dann ist dies definitiv falsch. Es
ist wahr, dass das Wort Islam und das arabische Wort für Frieden (Salaam)
beide von derselben Wurzel stammen. Dies zeigt, dass zwischen beiden eine
Verbindung besteht. Es ist lebenswichtig, zu verstehen, worin diese Verbindung
besteht und wann sie auftritt.
Das Wort “Islam” ist das Verbalnomen des
Verbes aslama. Dieses Verb wird übersetzt als “er ergibt oder
unterwirft sich selbst”. Wenn es in bezug auf Gott verwendet wird, bedeutet
es: “Er hat sich Gott ergeben“. Daher bezieht sich Islam darauf, ob ein Individuum erkennt, wer sein
Herr ist; und dieses Erkennen besteht darin, dass sein Verhalten gegenüber
seinem Herrn das der Ergebenheit und der Anbetung ist.
Das Verständnis, was das Wort Islam
bedeutet, ist lebenswichtig, um die Beziehung zwischen Islam und Frieden zu
verstehen. Islam, die Ergebung in den Willen Gottes, führt zu wahrem Frieden. Wahrer
Frieden – sowohl innerlich als auch äußerlich – kann nur das Ergebnis der
korrekten Durchführung des Islam sein. Natürlich ist hier Frieden nicht nur im
Sinne von “einer Abwesenheit von Krieg” gemeint. Frieden bedeutet viel mehr
als das. Man kann auch außerhalb eines Krieges unter Furcht oder
Hoffnungslosigkeit und fehlendem Frieden leiden. Hier bezieht es sich auf
die vollständige Bedeutung von Frieden. Der Islam bringt vollständige Ruhe und
Seelenfrieden als Ergebnis dessen, dass man sich darüber klar wird, dass man in
Harmonie und Einklang mit der Rechtleitung des Schöpfers glaubt und handelt. Dieser
innere Friede kann dann auf die Familie, die Gemeinschaft, die Gesellschaft und
die ganze Welt übergreifen. Es ist eine besondere Form der Ruhe, die nur durch den richtigen
Glauben an Gott erreicht werden kann. Daher sagt Gott:
“Wahrlich,
zu euch sind ein Licht von Gott und ein klares Buch gekommen. Damit leitet Gott jene, die Sein Wohlgefallen suchen, auf
die Wege des Friedens, und Er führt sie mit Seiner Erlaubnis aus den
Finsternissen zum Licht und führt sie auf einen geraden Weg.” (Quran
5:15-16)
Tatsächlich ruft Gott die Menschen zum
Aufenthalt des ewigen Friedens:
“Und
Gott lädt ein zum Haus des Friedens und leitet, wen Er will, zum geraden Weg.”
(Quran 10:25)
Für diejenigen, die diesem Weg folgen,
wird der ultimative Lohn der Aufenthalt des Friedens sein:
“Ihnen
wird ein Haus des Friedens bei ihrem Herrn zuteil” (Quran 6:127)
Kurz gefasst, ist es nicht richtig zu
sagen: “Islam bedeutet Frieden”, sondern eher wahrer Friede kommt durch den
Islam.
Wie der Islam Frieden bringt
Wahrer und vollständiger Friede kann nur
erreicht werden, wenn die Individuen selbst inneren Frieden erhalten. Dies ist
das Ergebnis des Islam oder der wahren Ergebenheit in den Willen Gottes
allein. Dies ist die einzige Lebensweise, die zu der Natur der Menschen passt.
In der Tat ist es das, was als wahres Leben bezeichnet werden kann. Daher sagt
Gott:
“O
ihr, die ihr glaubt, hört auf Allah und den Gesandten, wenn er euch zu etwas
aufruft, das euch Leben verleiht…” (Quran 8:24)
Gott kennen ist das, was wahre
Zufriedenheit der Seele bringt. Wenn das Individuum seinen Schöpfer nicht
kennt, wird seine Seele sich immer nach etwas sehnen, das ihm in diesem Leben
fehlt. Er wird immer unruhig und verwirrt sein. Falls und wenn er andere
Dinge als Gott sucht – selbst wenn es Dinge sind, von denen er denkt, sie seien
sein ´Gott´- wird er sicherlich in Hoffnungslosigkeit enden, wenn er
herausfindet, dass es sich bei keinem dieser Dinge, die er anstrebt, um das
Wesen handelt, nach dem sein Herz sich sehnt.
Ibn Taimiyyah schrieb:
Du musst wissen, dass das Bedürfnis des Menschen
nach Gott – dass er Ihn anbetet und Ihm keine Partner zur Seite
stellt – ein Bedürfnis ist, zu dem es keinen Vergleich gibt, zu dem man keine
Analogie finden wird. In manchen Angelegenheiten ähnelt es dem Bedürfnis des
Körpers an Essen und Trinken. Allerdings gibt es zwischen diesen beiden
zahlreiche Unterschiede.
Die Realität eines menschlichen Wesens ist in seinem Herzen und in
seiner Seele. Diese können nicht gedeihen, außer durch [ihre Verbindung] mit
Gott, in bezug auf Den es keinen anderen Gott gibt. Es gibt [, zum Beispiel,]
keine Ruhe in dieser Welt, außer in Seinem Gedenken. Wahrlich, der Mensch wird
zu seinem Herrn voranschreiten, und er wird Ihn treffen. Er muss Ihn definitiv
treffen. Wenn der Mensch irgendein Vergnügen oder irgendeine Freude erfährt,
dann sind diese nicht von Dauer. Er wird sich von einer Natur zur anderen
bewegen oder von einer Person zur nächsten. Die Person wird es einmal genießen
oder nur einen Teil der Zeit lang. In Wirklichkeit wird die Sache, die er
genießt und die ihm Freude bereitet, keinen Genuß und keine Freude bringen.
Manchmal wird sie ihn sogar verletzen, wenn sie zu ihm kommt. Und ihm wird
dadurch sogar noch mehr geschadet. Aber Gott ist definitiv immer mit ihm –
unter allen Umständen und jederzeit. Wo auch immer er sich befindet, ist Er
mit ihm [mit Seinem Wissen und Seiner Hilfe]…
Wenn jemand irgendetwas anderes als Gott anbetet – selbst wenn er es
liebt und etwas Liebe in dieser Welt dadurch erreicht und einige Arten des
Vergnügens - [diese falsche Anbetung] wird es die Person auf eine schlimmere
Art und Weise zerstören, als das schädliche Missfallen, das eine Person
befällt, die Gift gegessen hat...
Du must wissen, wenn irgendjemand etwas anders an der Stelle Gottes
liebt, dann wird dieses Geliebte definitiv ein Grund für Schaden und Bestrafung
sein… Wenn jemand etwas an der Stelle Gottes liebt, wird ihm diese Sache
schaden, egal ob sie bei ihm ist oder nicht...
Alle Güter und aller Reichtum dieser Welt
sind nicht in der Lage, dem Menschen derartige wahre innere Zufriedenheit zu
bringen. Abu Hurairah berichtete, dass der Prophet, Gottes Segen und Frieden
seien auf ihm, sagte:
“Wahrer Reichtum ist nicht viel
Eigentum und Besitz, sondern wahrer Reichtum ist Selbstzufriedenheit.”
Ein anderer Hadith lautet:
“Wahrer Reichtum ist der Reichtum des
Herzens. Wahre Armut ist die Armut des Herzens.”
Sobald sich ein Individuum im Frieden mit
sich selbst befindet und frei von innerlichen Unruhen ist, kann es dann
wirklich friedliche Beziehungen zu anderen aufbauen. Es wird keinen Grund
haben, gegen den Rest der Welt irgendwelche Ressentiments zu hegen – eben für
diejenigen, die es für seinen Mangel an innerem Frieden verantwortlich machen
könnte. Da sein Ziel tatsächlich das Jenseits ist, hat der Mensch keinen Grund
dafür, Neid oder Wut auf die anderen zu verspüren wegen irgendwelcher Dinge,
die sie in dieser Welt erreicht haben, während Neid und Wut die Wurzel jeglicher
friedlichen Beziehung zu anderen erschüttern.
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Frieden und Sicherheit (teil 2 von 3): Gesellschaft
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Beschreibung: Wie der Islam einen Sinn für Frieden in der Gesellschaft schafft und die Rolle der Gesetze dabei, die Sicherheit aufrechtzuerhalten.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 01 Aug 2011 - Zuletzt verändert am 01 Aug 2011
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> Die Vorzüge des Islam
> Nutzen für die Gesellschaft
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Seine Freiheit innerlicher Erregung wird
zweifellos einen Einfluss darauf haben, wie er mit seinen Mitmenschen umgeht. Dies
fängt mit denen an, die ihm von seiner Familie am nächsten sind, und dann
weitet es sich auf seine Nachbarn und die anderen Mitglieder seiner Gesellschaft
aus und schließlich auf die gesamte Menschheit. Daher stellt der Islam eine
vollständige gesellschaftliche Struktur auf, in der die Menschen auf der
Grundlage von Beziehungen, Rechten und Verpflichtungen miteinander umgehen, auf
eine Art und Weise, die ein friedliches Miteinander hervorbringt. Kinder
berücksichtigen die Rechte ihrer Eltern, während die Eltern ihre Rollen den
Kindern gegenüber beachten. Ehemann und Ehefrau kommen nicht als Rivalen zu
einander, sondern sie arbeiten zusammen daran, ein Zuhause voller Frieden und
Liebe aufzubauen. Tatsächlich betont Gott diese Beziehung, die Er als ein
großes Zeichen geschaffen hat:
“Und unter Seinen Zeichen ist dies, dass Er Gattinnen für
euch aus euch selber schuf, auf dass ihr Frieden bei ihnen fändet; und Er hat
Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Hierin liegen wahrlich
Zeichen für ein Volk, das nachdenkt.” (Quran 30:21)
Daher hat Gott strenge Gesetze festgelegt,
welche die Unversehrtheit des Zuhauses beschützen, wie die Gesetze bezüglich
des Ehebruchs, der Unzucht und der Verleumdung. Der Grund dafür ist, dass das
Zuhause wahrhaftig die Grundlage für die Gesellschaft im Ganzen bildet. Wenn Zuhause
kein Frieden herrscht, kann man kaum erwarten, dass Menschen, die voller
Anspannung ihr Haus verlassen, friedliche, Mitglieder der Gesellschaft sind.
Da die Rechtleitung des Islam nicht nur
das umfasst, was traditionell als “Gesetz” bekannt ist, sondern auch ethisches
Verhalten und Benehmen, liefert der Islam auch eine Rechtleitung für die
Manieren, wie die Mitglieder der Gesellschaft miteinander umgehen sollten. Es
wird großer Nachdruck auf den gegenseitigen Respekt gelegt, jedes Mitglied der
Gesellschaft ist sich bewusst, dass es Teil einer größeren Einheit ist, was
Rechte und Verpflichtungen erforderlich macht. Dieses gegenseitige Gefühl
bringt eine Gesellschaft hervor, die von Frieden erfüllt ist, in der jeder
Einzelne das Wohl und die Bedürfnisse der anderen Mitglieder der Gesellschaft
achtet.
Wenn daher der Islam angewandt wird, findet
das Individuum Frieden um sich herum und in der gesamten Gesellschaft. Sogar
der Weltfrieden kann nur verwirklicht werden, wenn es Gerechtigkeit gibt. In
den vergangenen Jahren haben immer mehr Menschen diese Tatsache erkannt und
betonen: „Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit“ (Gerechtigkeit ist häufig
ein Slogan, der verwendet wird, wenn es um Krieg geht, aber üblicherweise ist
es nicht mehr als das: ein Slogan). Aber es kann keine wahre Gerechtigkeit
oder wahren Frieden geben, bis sich die Menschen über nationale oder
ökonomische oder politische Interessen erheben. Es kann keine wahre
Gerechtigkeit oder Frieden geben, solange die Menschen immer noch glauben, dass
sie einfach gegen andere in den Krieg ziehen können, einfach nur wegen ihrer eigenen
wirtschaftlichen Interessen, wie zum Beispiel um die natürlichen Bodenschätze
eines anderen Landes auszubeuten. Wahre Gerechtigkeit kann nur auftreten, wenn
die Menschen sich Gott hingeben, Seine Rechtleitung annehmen, indem sie ihr Ego
und ihre Begierden bei ihren Entscheidungen beiseite lassen.
Im Jenseits wird man natürlich nur durch
den Glauben an Gott und durch das Folgen Seiner Rechtleitung ewigen Frieden
erreichen. Und wieder macht Gott deutlich, das es dies ist, wozu Er die
Menschen aufruft:
“Und Gott lädt ein zum Haus des Friedens und
leitet, wen Er will, zum geraden Weg.” (Quran 10:25)
Bevor wir diese Frage des Friedens
verlassen, gibt es eine sehr wichtige Frage, aber möglicherweise sprengt die
vollständige Diskussion dieser Frage den Rahmen dieses Artikels: kann jemand
wahren inneren Frieden haben, wenn ihm sein Leben in diesem Leben keinen
Anhaltspunkt darüber gibt, wie es ihm im Jenseits ergehen wird, oder wenn es
ein völliges Abbrechen der Verbindung zwischen den beiden gibt oder wenn es
sogar einen Widerspruch zwischen ihnen zu geben scheint. Beispielsweise
versprechen der Kapitalismus, der Sozialismus und die Demokratie alle etwas in
dieser Welt zu liefern, in Wirklichkeit können sie dem Menschen aber nichts in
Hinsicht auf das Jenseits liefern. Daher hinterlassen sie in Leben eines
Menschen eine Leere, die ihn davon abhält, jemals wahren Frieden zu finden.
Als Ergebnis dessen mag der Einzelne versuchen, sein Leben zu teilen: in Bezug
auf diese Welt ist er sekulär, während er irgendeine Form von spirituellem
Glauben über das Jenseits hat. Aber woher kann er auch nur wissen, ob das, was
er im sekulären Bereich verfolgt, zu dem passt, was seine spirtuellen Lehren
ihm vorschreiben, was im Jenseits vor sich gehen wird. Wird er sich
schizophren stellen müssen? Was noch schlimmer ist: was ist, wenn seine
spirituellen Lehren, an die er glaubt, auf den Fakt hinweisen, dass sein
weltliches Leben falsch ist, wie wenn seine spirituellen Lehren ihm sagen, dass
das Fleisch und diese Welt schlecht seien usw. Wie können Individuen dieser
Art dann je wahren Frieden in sich selbst finden?
Wie der Islam Sicherheit hervorbringt
Sicherheit kann als eine Folge des Themas
Frieden betrachtet werden. Die Faktoren, die Frieden mit sich bringen, tragen
zur Gewährung von Sicherheit bei.
Was den Menschen allerdings zuerst
einfällt, wenn sie an Sicherheit denken, hat mit Gesetzen zu tun. Gesetze sind
definitiv wichtig für die Sicherheit, denn sie legen die Parameter für
annehmbares Verhalten fest. Der Islam ist in der Tat eine Religion, die nicht
nur allgemeine Prinzipien für das Leben vorgibt, sondern die detaillierte
Gesetze liefert. Diese Gesetze führen desweiteren Frieden und Sicherheit
herbei. Frieden und Sicherheit werden zweifellos das Ziel einer jeden
Gesellschaft sein. Gott ist aber der Einzige, Der diese Schöpfung wirklich so
kennt, um in der Lage zu sein, Gesetze zu bestimmen, die Frieden und Sicherheit
mit sich bringen können. Was die Menschen angeht, sie vermuten immer nur. Man
kann zum Beispiel auf die Todesstrafe hinweisen (Kapitalstrafe). Die
Todesstrafe ist eines der größten Abschreckungsmittel für größere Verbrechen. Die
Europäische Union hat sie allerdings gänzlich verbannt. In den Vereinigten
Staaten von Amerika schwanken die Massen immer noch hin und her, sind sich
niemals sicher, ob es eine gute Sache ist oder nicht. In Wirklichkeit werden
sie niemals sicher sein können. Und zwar weil sie niemals in der Lage sein
werden, Menschen zum Experimentieren in ein Labor zu stecken, und
festzustellen, ob die Todesstrafe mehr positiv als negativ ist. Daher werden
sie immer nur Vermutungen anstellen. Selbst die Europäische Union, die völlig
dagegen ist, hat tatsächlich keine andere Basis als reine Mutmaßung.
Andererseits ist eines der Hauptziele des islamischen Gesetzes die Bewahrung
und der Fortbestand des Lebens. Als Teile dieses Zieles bilden das Gesetz der
Wiedervergeltung und die Todesstrafe einen Teil des islamischen Gesetzes. Diese
Gesetze stehen nicht einfach nur der Strafe zuliebe. Solche Gesetze sollen
eigentlich das Leben schützen, wie Gott sagt:
“In
der Wiedervergeltung ist Leben für euch, o ihr, die ihr einsichtig seid! Vielleicht
werdet ihr Gott fürchten.” (Quran 2:179)
Diese Aussage kommt von dem Einzigen, Der
möglicherweise eine derartige Aussage machen kann und Der Allein die Realität
kennt. Daher, wenn man sich von der Rechtleitung Gottes abwendet, werden die
Menschen immer im Dunkeln tappen, und daher wird es ihnen höchstwahrscheinlich
nie gelingen, selbst ein vollständiges Gesellschaftssystem einzurichten, das
wirklich Frieden und Sicherheit hervorbringt. Aus diesem Grund ist der Islam,
die Religion des Schöpfers, die Einzige Lebensweise, die Sicherheit bieten
kann.
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Frieden und Sicherheit (teil 3 von 3): Gottesbewusstsein
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Beschreibung: Die Rolle des Glaubens an Gott und sich Seiner ständig bewusst zu sein, bringt Frieden und Sicherheit in der Gesellschaft.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 08 Aug 2011 - Zuletzt verändert am 08 Aug 2011
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> Die Vorzüge des Islam
> Nutzen für die Gesellschaft
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In der Realität können Gesetze allein
keinen Frieden und keine Sicherheit hervor bringen. Dies führt zu einem
weiteren wichtigen Faktor, der den Islam vor allen menschlichen Bemühungen zu
Frieden und Sicherheit hervor heben. Der erste und wichtigste Faktor, der zur
Sicherheit beiträgt, hat nichts mit Gesetzen zu tun, sondern mit dem, was sich
in den Herzen der Menschen befindet. Das ultimative Ziel des islamischen
Gesetzes besteht darin, den Glauben des Einzelnen und der ganzen Gemeinschaft
einzurichten, zu kräftigen und zu unterstützen. Wie zuvor diskutiert bringt
dieser Glaube dem Herzen einen Frieden, der gewalttätige Gefühle anderen gegenüber
unverzüglich überdeckt. Außerdem ist ein Teil dieses Glaubens das Einpflanzen
von Taqwa (Gottesbewusstsein) in die Herzen der Individuen. Wie oben
bemerkt, bringen dieser Glaube und diese Taqwa Frieden, aber sie halten
auch seine Taten zurück. Sein Benehmen wird von einem Satz allgemeiner
Prinzipien bestimmt, und eines der Ziele jener Prinzipien besteht darin,
Frieden und Sicherheit zu gewährleisten. Wenn man übel gelaunt ist,
beispielsweise, ist es selbstverständlich, dass man nicht das Recht besitzt, zu
seinem Arbeitsplsatz zu gehen und anzufangen, auf jeden zu schießen, der sich
blicken lässt, wie es in den vergangenen Jahren mehr als einmal in den
Vereinigten Staaten geschehen ist. Also gibt es für sein Verhalten Grenzen,
die die Sicherheit und den Frieden gewährleisten.
Es gibt tatsächlich einen sehr wichtigen
Punkt, der den gesamten Ausblick einer Person auf das Leben unterstreicht, was
wiederum in Frieden und Sicherheit resultiert. Dieser Glaube und diese Taqwa
geben diesem Leben einen Sinn und ein Verständnis von dem Vorhandensein
eines edlen Schöpfers und eines Ziels im Leben. Dieses Leben ist nicht ohne
Bedeutung. Es ist keine Kombination von Zufällen. Die Menschen stammen nicht
einfach von anderen Tieren ab. Dieses Verständnis allein hat schon einen
grundlegenden Effekt auf die Taten des Einzelnen. Dieser Verfasser hatte
persönliche Erfahrungen bei der Arbeit in Gefängnissen in den Vereinigten
Staaten gesammelt. Auf sein Befragen, warum sie ihre Verbrechen begangen
haben, lautete die Antwort ohne Ausnahme: „Warum nicht?“ Die einzige Frage war
für sie, ob sie erwischt werden oder nicht. Es gab keine Frage über die
Verantwortlichkeit gegenüber einem Schöpfer oder irgendeinen Sinn in diesem
Leben. Man kann wirklich ihrer Art des Denkens nichts entgegensetzen, wenn man
dumm genug ist, zu glauben, dass diese Existenz ohne Sinn und nur bloßer Zufall
sei.
Nicht nur, dass man durch Glauben und Taqwa
von schlechten Taten abgehalten wird, sondern man entwickelt auch ein
übereinstimmendes Verlangen, Gutes zu tun. An dieser Stelle kann man das
berühmte Beispiel vom Verbot des Alkohols in den Vereinigten Staaten nehmen,
das 1919 ausgesprochen wurde. Dieses Gesetz wurde erlassen als Resultat der
weitverbreiteten Trunkenheit und auch des Anstiegs an Straftaten und Gewalt.
Obwohl die Menschen die Weisheit hinter dem Gesetz erkannten und an das Gesetz
glaubten – und dies war es, warum das Gesetz tatsächlich in Kraft trat – hatten
viele von ihnen nichts in ihren Herzen, das sie dazu geführt hätte, dem Gesetz
zu gehorchen. Wenn es Glauben an die Gesetze Gottes und Taqwa gibt,
sieht die Situation ganz anders aus. Es entwickelt sich ein Hass im Herzen
gegen diese Tat, die verbannt wird. Der Gläubige erkennt, dass die Tat selbst
schlecht ist, und – was noch schlimmer ist – sie missfällt seinem Herrn. Daher
hält sich der Gläubige so gut er kann von derartigen verbotenen Sachen zurück.
Und, da Sicherheit das Ergebnis der Anwendung von den Gesetzen Gottes ist, wird
dieses Endresultat erzielt.
Was desweiteren zur Anwendung der Gesetze
Gottes, die die Sicherheit gewährleisten, beiträgt, ist der Nachdruck, den der
Islam auf den Gemeinschaftsgeist legt. In den vergangenen Jahren haben viele
Gemeinden in den Vereinigten Staaten als eine Reaktion auf den Mangel an
Frieden und Sicherheit etwas entwickelt, das als “neighborhood watches” bekannt
ist. Hierbei kümmern sich Nachbarn um einander und beobachten ihre Umgebung. Das
Ziel ist nicht einfach Verstöße gegen Frieden und Sicherheit zu entdecken,
sondern den Menschen zu verdeutlichen, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind
und dass sie sich dafür interessieren sollten, was den anderen in ihrer
Nachbarschaft geschieht. Natürlich kann man das, was sie entwickeln nicht mit
dem Gemeinschaftsgeist und der Brüderlichkeit vergleichen, die durch den Islam
entwickelt werden. Die Wirklichkeit ist, dass manche Menschen schwach sind,
und sie können leicht von ihrem Verlangen oder von schlechten Menschen
übermannt werden. Sie brauchen Menschen, an die sie sich halten können, um auf
dem geraden Weg zu bleiben und die ihnen helfen, ihre Schwächen zu überwinden.
Daher ist der Geist der Brüderlichkeit im Islam durchdrungen von der
Verpflichtung, sich um die anderen zu kümmern, einander das Gute ans Herz zu
legen und von schlechten Taten abzuhalten. Daher sagt Gott:
“Und
die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Aulija (Schutzfreunde):
Sie gebieten das Gute und verbieten das Böse... ” (Quran 9:71)
Der Prophet Gottes, Gottes Segen und
Frieden seien auf ihm, sagte:
“Die Gläubigen sind unter einander
wie ein Gebäude: ein Teil kräftigt den anderen.”
Diese Beziehung zwischen den einzelnen
Mitgliedern der Gesellschaft, wie der Geist hinter den “Neighborhood Watch“ Programmen,
bringen Frieden und Sicherheit für die Individuen der Gesellschaft.
Der Islam trägt sowohl für dieses Leben
als auch für das Jenseits Sorge. Tatsächlich verbindet er die beiden. Man
könnte argumentieren, dass nur durch diese enge Beziehung wahrer Frieden und
Sicherheit erreicht werden können. Rechtleitung muss von Gott kommen – und
kann nur von Gott kommen – den Glauben, die Gesetze und die Schritte zu kennen,
die Frieden und Sicherheit liefern werden. Über den Islam kann der Einzelne
inneren Frieden finden. Dieser kann ihm erlauben, im Frieden mit anderen zu
leben. Zur gleichen Zeit hat er die Schritte und Gesetze, die er benötigt, um
Frieden und Sicherheit für die ganze Gesellschaft zu sichern.
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