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Der Zusammenhalt der Familie (teil 1 von 4): Einleitung
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Beschreibung: Eine Einleitung wie der Islam den Zusammenhalt der Familie im Islam absichert; mit ihren allerersten Mitgliedern, den Eltern.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2010 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 28 Jun 2010 - Zuletzt verändert am 18 Jul 2010
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Kategorie: Artikel
> Islamische Ordnung
> Familie
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Gott sagt im Qur´an – in einer Passage, die
der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, häufig zu wiederholen
pflegte, wenn er eine seiner Reden begann:
“O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch
erschaffen hat aus einem einzigen Wesen; und aus ihm erschuf Er seine Gattin,
und aus den beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen. Und fürchtet
Gott, in Dessen Namen ihr einander bittet, sowie (im Namen eurer)
Blutsverwandtschaft. Wahrlich, Gott wacht über euch.” (Quran 4:1)
Die Familie bildet den Kern der ganzen Gesellschaft.
Wenn die Familie auf einer soliden Grundlage steht, wird höchstwahrscheinlich
auch die Gesellschaft als Ganzes in einem guten Zustand sein. Daher hielten
die Gesandten Gottes, die hauptsächlichen Vorbilder für die Menschen, an der
Institution der Heirat und der Familie fest. Gott sagt:
“Wahrlich, schon vor dir entsandten Wir Gesandte
und gaben ihnen Frauen und Kinder…” (Quran 13:38)
Der Prophet Muhammad bestimmte ebenfalls
die Ehe als seine Lebensweise, als er sagte:
“Bei Gott, ich bin der
Gottesfürchtigste unter euch und ich besitze die meiste Frömmigkeit; aber ich
faste und breche mein Fasten, bete [in der Nacht] und schlafe, und ich heirate
Frauen. Wer sich von meiner Sunna
abwendet, ist nicht von mir.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh
Muslim)
Zweifellos betont der Islam die Verbindung
und den Zusammenhalt der Familie sehr. Gelehrte des islamischen Rechts haben
bemerkt, dass wenn jemand die Gesetze studiert, die im Islam zu finden sind, und
die Weisheit, die sich dahinter verbirgt, so findet man heraus, dass sie
bestimmt worden sind, um bestimmte Notwendigkeiten des Lebes zu stellen,
beschützen, wiederherzustellen und zu am Laufen zu erhalten. Die
Notwendigkeiten des Lebens, wie sie im islamischen Gesetz gesehen werden, sind
folgende:
(1) Religion,
(2) Leben,
(3) Familienverbindungen und
Beziehungen,
(4) geistige Unversehrtheit,
(5) Reichtum und Besitz.
Daher braucht man beispielsweise nur über
die verbindlichen Gesetze, die mit der Bewahrung der Unverletzlichkeit der
Familie in Verbindung stehen, nachzudenken, um den großen Wert zu verstehen,
den der Islam der Familie gibt. Im “modernen Westen” werden Ehebruch und
andere Taten, die die Grundfesten der Familie erheblich erschüttern, nicht als
Verbrechen eingestuft. Im Islam
ist die Situation ganz anders. Der Islam ermahnt alle Mitglieder
der Familie, einander gut zu behandeln und derart freizügige Taten zu
vermeiden, die an sich schlecht sind und jeder Ehe Schaden zufügen. Gott sagt
zum Beispiel:
“Und kommt der Unzucht nicht nahe; seht, das ist
eine Schändlichkeit und ein übler Weg.” (Quran 17:32)
Allerding sind diese Mahnungen nicht
einfach nur leere Worte. Sie werden ganz im Gegenteil bei einigen der
haarsträubendsten Taten, die nicht einfach durchgehen gelassen werden können,
durch die Kraft des Gesetzes gestützt. Daher befiehlt Gott:
“Peitscht die Unzüchtige und den Unzüchtigen
gegebenenfalls jeweils mit hundert Peitschenhieben aus; und lasset euch
angesichts dieser Vorschrift Gottes nicht von Mitleid mit den beiden ergreifen,
wenn ihr an Gott und an den Jüngsten Tag glaubt. Und eine Anzahl von Gläubigen
soll ihrer Pein beiwohnen.” (Quran 24:2)
Mitleid gestattet es nicht, das, was getan
werden muss, zu übergehen, denn am Ende wird dieses Mitleid – und Mitleid ist
etwas, das einen dazu antreibt, anderen Gutes zu tun – zu schlimmen Ergebnissen
führen. Außerdem geht aus einer Aussage des Propheten, die bei al-Bukhary und
Muslim berichtet wird, hervor, dass er für den Ehebrecher die Steinigung bis
zum Tode angeordnet hatte. In der Tat geht der Islam noch weiter um die
Unverletzlichkeit der Familie zu schützen: diejenigen, die fälschlicherweise
anständige Frauen beschuldigen, etwas eine so schlimme Tat begangen zu haben, erhalten
ebenfalls eine harte Strafe. Gott sagt:
“Und denjenigen, die ehrbaren Frauen
(Unkeuschheit) vorwerfen, jedoch nicht vier Zeugen (dafür) beibringen,
verabreicht achtzig Peitschenhiebe. Und lasset ihre Zeugenaussage niemals
gelten; denn sie sind es, die Frevler sind.” (Quran 24:4)
Gott bietet der Menschheit Seine
Rechtleitung im Umgang mit allen Mitgliedern der Familie. Um es kurz zu halten
wird dieser Artikel einen Überblick über das angemessene Verhalten anderen
Familienmitgliedern gegenüber geben – einschließlich Eltern, Kindern, Gatten
und anderen Verwandten.
Gott hat den Muslimen befohlen, ihre
Eltern auf die bestmögliche Weise zu behandeln. Muslime müssen dankbare
Menschen sein. Sie müssen Gott und allen, die ihnen Gutes tun, dankbar sein. Nach
Gott gibt es vielleicht niemanden, der die Dankbarkeit eines Menschen mehr verdient,
als seine Eltern. Daher berühren zahlreiche Verse des Qur´an die Frage über
die Behandlung der Eltern. Tatsächlich verknüpft Gott an mehreren Stellen im
Qur´an das gute Benehmen den Eltern gegenüber eng mit dem Befehl, Ihn allein
anzubeten. Beispielsweise in folgendem Vers:
“Dient Gott und setzt Ihm nichts zur Seite; und
seid gut zu den Eltern und zu den Verwandten, den Waisen, den Armen, dem
Nachbar, sei er verwandt oder aus der Fremde, dem Begleiter an der Seite, dem
Sohn des Weges und zu dem (Sklaven), den ihr von Rechts wegen besitzt. Seht,
Gott liebt nicht den Hochmütigen und Prahler.” (Quran 4:36)
Gott sagt auch:
“Sprich: “Kommt her, ich will euch verlesen, was
euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts zur Seite stellen und den
Eltern Güte erweisen...” (Quran 6:151)
“Und dein Herr hat befohlen: “Verehrt keinen
außer Ihm, und (erweist) den Eltern Güte. Wenn ein Elternteil oder beide bei
dir ein hohes Alter erreichen, so sage dann nicht ´Pfui!´ zu ihnen und fahre
sie nicht an, sondern sprich zu ihnen in ehrerbietiger Weise. Und senke für
sie in Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sprich: ´Mein Herr, erbarme Dich
ihrer (ebenso mitleidig), wie sie mich als Kleines aufgezogen haben.´ Euer
Herr weiß am besten, was in euren Seelen ist: Wenn ihr rechtgesinnt seid, dann
ist Er gewiss Verzeihend gegenüber den Sich-Bekehrenden.” (Quran 17:23-25)
“Und (denke daran) als Wir mit den Kindern
Israels einen Bund schlossen: ´Ihr sollt niemanden außer Gott anbeten, euch den
Eltern, Verwandten, Waisen und Armen gegenüber wohltätig erweisen...” (Quran 2:83)
Der Prophet betonte ebenfalls die gute
Behandlung der Eltern, indem er sie gleich nach der Verrichtung des Gebets zur
rechten Zeit mit den beliebtesten Taten genannt hat. Der Prophet wurde
gefragt:
“Welche Tat ist bei Gott am
beliebtesten?” Er antwortete: „Das Gebet zur rechten Zeit.“ Er wurde gefragt:
„Welche Tat dann?“ Er antwortete er: „Seine Pflicht gegenüber den Eltern
erfüllen...“ (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim)
Gott erinnert die Gläubigen daran, dass
ihre Eltern, besonders ihre Mütter, viele Schwierigkeiten und Anstrengungen auf
sich genommen haben, um ihr Kind aufzuziehen und aus diesem Grund haben sie
einen Anspruch auf Liebe, Respekt und Dankbarkeit dafür. Gott sagt:
“Da sagte Luqman zu seinem Sohn, indem er ihn
ermahnte: “O mein Sohn, setze Gott keine Götter zur Seite; denn Götzendienst
ist wahrlich ein gewaltiges Unrecht.” Und Wir haben dem Menschen im Hinblick
auf seine Eltern anbefohlen - seine Mutter trug ihn in Schwäche über Schwäche
und seine Entwöhnung erfordert zwei Jahre - : „Sei Mir und deinen Eltern
dankbar. Zu Mir ist die Heimkehr.” (Quran 31:13-14)
“Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, gegen
seine Eltern gütig zu sein. Seine Mutter trug ihn mit Widerwillen, und mit
Widerwillen brachte sie ihn zur Welt. Und ihn zu tragen und ihn zu entwöhnen
erfordert dreißig Monate, bis er dann, wenn er seine Vollkraft erlangt und
vierzig Jahre erreicht hat, sagt: „Mein Herr, sporne mich an, dankbar zu sein
für Deine Gnade, die Du mir und meinen Eltern erwiesen hast, und (sporne mich
an,) Rechtes zu wirken, das Dir wohlgefallen mag. Und lass mir meine Nachkommenschaft
rechtschaffen sein. Siehe, ich wende mich zu Dir, und ich bin einer der
Gottergebenen.” (Quran 46:15)
Daher gebührt insbesondere der Mutter die
größte Freundlichkeit und Nähe ihrer Kinder. Der Prophet wurde einmal gefragt:
“Wer von den Menschen hat das größte
Anrecht auf meine gute Gesellschaft?“ Der Prophet antwortete: „ Deine
Mutter.“ Der Mann fragte: “Und wer dann?” Der Prophet antwortete wieder:
„Deine Mutter.“ Der Mann fragte: “Und wer dann?” Der Prophet antwortete
wieder einmal: “Deine Mutter.” Der Mann fragte nochmal: “Und wer dann?”
Dieses Mal antwortete der Prophet: “Dein Vater.” (Sahieh Muslim)
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Der Zusammenhalt der Familie (teil 2 von 4): Die Rolle von Ehemann und Ehefrau
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Beschreibung: Die Gründe und der Sinn der Heirat, und der Nachdruck, der auf die freundliche und ungezwungene Behandlung von Frauen gelegt wird, und wie dies dabei hilft, die Harmonie in der Familie aufrechtzuerhalten.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2010 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 05 Jul 2010 - Zuletzt verändert am 05 Jul 2010
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Kategorie: Artikel
> Islamische Ordnung
> Familie
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Heirat ist eine sehr wichtige Einrichtung
im Islam. Der Qur´an zeigt, dass zwischen Mann und Frau eine klare Verbindung
besteht. An vielen Stellen im Qur´an erinnert Gott daran, dass die Menschen
von demselben ursprünglichen menschlichen Wesen abstammen. Durch dieses Band
sind sie untereinander verbunden und durch diese Verbindungen werden einige
ihrer Rechte gegenüber den anderen etabliert. Gott sagt am Anfang des
4. Kapitels, mit dem Titel “Die Frauen”:
“O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch
erschaffen hat aus einem einzigen Wesen; und aus ihm erschuf Er seine Gattin,
und aus den beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen. Und fürchtet
Gott, in Dessen Namen ihr einander bittet, sowie (im Namen eurer)
Blutsverwandtschaft. Wahrlich, Gott wacht über euch..” (Quran 4:1)
Allerdings betont Gott, abgesehen von dem
Anfang, den die beiden Geschlechter gemeinsam haben, dass Liebe und Zuneigung,
die Er in den Herzen der Ehegatten geschaffen hat, eines Seiner größten Zeichen
ist, das für Menschen, die Verstand haben, ein Zeichen ist. Mit anderen
Worten können solche Menschen diesen Aspekt der Schöpfung betrachten und sich
der Großartigkeit von Gottes Werk erinnern und an die riesengroße Gnade, die
Gott dieser Welt erwiesen hat. Gott sagt:
“Und unter Seinen Zeichen ist dies, dass Er
Gattinnen für euch aus euch selber schuf, auf dass ihr Frieden bei ihnen finden
möget; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Hierin
liegen Zeichen für ein Volk, das nachdenkt.” (Quran 30:21)
Gott sagt ebenfalls:
“Er ist es, Der euch aus einer einzigen Seele
erschuf; und aus ihm machte Er seine Gattin, damit er bei ihr ruhe…” (Quran
7:189)
Daher sollte die Beziehung zwischen
Ehemann und Ehefrau von Liebe, Gnade und gegenseitigem Verständnis geprägt
sein. Gott befiehlt in folgendem Vers den Männern, ihre Frauen freundlich zu
behandeln:
“…Verkehrt in Billigkeit mit ihnen; und wenn ihr
Abscheu gegen sie empfindet, empfindet ihr vielleicht Abscheu gegen etwas, in das
Gott reiches Gut gelegt hat.” (Quran 4:19)
Es sollten ein paar Worte über den Sinn
und Zweck der Ehe gesagt werden. Dies ist nötig, denn oft gehen Menschen eine
Ehe ein oder haben das Verlangen, zu heiraten ohne sich der Rolle und dem Zweck
der Ehe bewusst zu sein. Daher sind sie sich nicht bewusst, welche
Verantwortung auf ihren Schultern lastet, wenn sie verheiratet sind. Wenn
allerdings der Zweck der Ehe und die Verantwortlichkeiten, die eine Ehe
beinhaltet, von Anfang an bekannt sind, dann wird die Wahrscheinlichkeit
größer, dass die Ehe eine erfolgreiche Ehe wird. Die Person wird wissen, was
von ihr erwartet wird, sowohl in bezug auf ihre Verantwortung als auch in bezug
auf ihre Pflichten und Rechte.
Offensichtlich ist der Zweck einer Ehe
nicht einfach “Spass” zu haben oder “tierische Gelüste” auszuleben. Eine Ehe
bedeutet viel mehr als das. Einige der Ziele einer Ehe beinhalten: Fortpflanzung, erlaubtes sexuelles Vergnügen, Erreichen seiner vollen
Reife, sich gegenseitig unterstützen, in seinem Leben in dieser Welt
zurechtzukommen, zahlreiche psychologische und physiologische Nutzen, den
Eckstein einer anständigen, moralischen Gesellschaft zu bilden, die folgende
Generation in einem Rahmen aufzuziehen, der für anständiges Verhalten und
geistiges Wachstum inspirierend ist und die Menschen und Familien verbindet.
Damit eine Ehe bestens funktioniert,
sollte jeder Partner seine oder ihre Rechte, Verantwortung, Rolle und
Verpflichtungen voll verstehen. Aus diesem Grunde legt das islamische Gesetz
die Rechte und Verantwortlichkeiten von einem muslimischen Ehemann und Ehefrau
ganz eindeutig fest. Zur selben Zeit muss sich jede verheiratete Person
darüber bewusst sein, dass sein Ehegatte in allererster Linie ein anderer
Muslim ist. Er/sie ist ein Bruder/eine Schwester im Islam. Daher genießt
unser Ehepartner alle Rechte, die jeder Muslim aufgrund der allgemeinen
Brüderlichkeit im Islam genießt. Es gibt Bücher über das Verhalten eines Muslims,
Brüderlichkeit und Liebe und Zuverlässigkeit unter Muslimen, und alle diese
Prinzipien gelten bei einer verheirateten Person auch, denn der Ehepartner ist
Teil der islamischen Bruderschaft und Gesellschaft. Außerdem betonte der
Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, diesen Punkt ebenfalls, als er
sagte:
“Keiner von euch glaubt wahrhaftig, bis
er für seinen Bruder liebt, was er für sich selbst liebt.” (Sahieh Al-Bukhari,
Sahieh Muslim)
Allerdings hat unser Ehepartner aufgrund
der Großartigkeit und Wichtigkeit des Vertrags, der geschlossen wurde, noch
mehr Rechte über uns.
Wenn wir daher die Rechte von Ehemännern
und Ehefrauen besprechen, sollte man das Thema nicht nur aus der kalten und
rechtlichen Sicht betrachten. Die Verbindung zwischen Ehemann und Ehefrau muss
viel mehr sein, als eine Angelegenheit von Gesetzen, an die sich jeder halten
muss. Anstatt dessen sollte es eine Beziehung sein, die von Liebe,
Unterstützung und gegenseitigem Verständnis geprägt ist. Jeder Ehepartner
sollte die Bedürfnisse und Fähigkeiten des anderen berücksichtigen. Sie
sollten versuchen, einander glücklich zu machen, auch wenn sie manches Mal
Kompromisse eingehen müssen, und nicht einfach nur sicherstellen, dass alle
ihre Rechte in der Ehe erfüllt werden. Tatsächlich ist es normalerweise der
Fall, dass keiner der Ehegatten die Rechte des anderen vollständig erfüllen und
ihn glücklich machen kann. Also müssen die beiden sich ihrer
Unzulänglichkeiten bewusst werden und sie akzeptieren.
Der Prophet wies insbesondere die
Ehemänner an, ihre Frauen auf die beste Art und Weise zu behandeln – vielleicht
aufgrund ihrer größeren Autorität oder aufgrund ihrer größeren Stärke im
allgemeinen. Der Prophet sagte:
“Der beste von euch ist der beste zu
seiner Familie (Frau), und ich bin der beste zu meiner Familie.” (Al-Tirmidhi
und ibn Majah)
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Der Zusammenhalt der Familie (teil 3 von 4): Gegenseitige Rechte von Ehepartnern
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Beschreibung: Die Rechte von Ehemann und Ehefrau und die ergänzenden Rollen, die beide dabei spielen, ein friedliches Zuhause aufzubauen.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2010 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 12 Jul 2010 - Zuletzt verändert am 12 Jul 2010
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Kategorie: Artikel
> Islamische Ordnung
> Familie
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Eigentlich gelingt es beiden Ehepartnern im
allgemeinen nicht, ihre gegenseitigen Pflichten vollständig zu erfüllen. Aus
diesem Grunde sollte man, bevor man den anderen wegen irgendwelcher Fehler
kritisiert oder sauer wird, zuerst einmal sich selbst betrachten und darüber
klar werden, was man selber falsch macht.
Zur gleichen Zeit hat das islamische
Gesetz einige Rechte und Verantwortungen festgelegt, so dass beide Seiten genau
wissen, was von ihnen erwartet wird und was sie erfüllen müssen, um ein richtiger
Ehepartner zu sein. Gott sagt zum Beispiel:
“…Und den [Frauen] stehen die gleichen Rechte zu
wie sie [ihre Ehemänner] zur gütigen Ausübung über sie haben…” (Qur´an 2:228)
Zusammengefasst beinhalten die Rechte der
Ehefrau oder die Verpflichtungen des Ehemannes unter anderem folgendes:
(1) Eine angemessene Brautgabe zu
erhalten. Gott sagt:
“Und gebt den Frauen ihre Brautgabe als
Schenkung. Und wenn sie euch gern etwas davon erlassen, so könnt ihr dies
unbedenklich zum Wohlsein verbrauchen.” (Qur´an 4:4)
(2) Von ihrem Ehemann völlig und
vollständig finanziell unterhalten zu werden. Gott sagt:
“Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung
vor, weil Gott die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von
ihrem Vermögen hingeben...” (Qur´an 4:34)
Außerdem erfahren wir aus einem Hadith,
den al-Bukhary und Muslim berichteten, dass der Prophet, Gottes Segen und
Frieden seien auf ihm, zu Hind bint Utbah sagte, als sie sich über ihren sehr
geizigen Ehemann (Abu Sufyan) bei ihm beklagte, der ihr keinen Unterhalt gab,
und sie fragte, ob sie ohne sein Wissen von seinem Geld nehmen dürfe:
“Nimm´, was für dich und dein Kind
ausreicht, gemäß dem, was üblich ist.”
(3) Anständig und freundlich
behandelt zu werden. Gott sagt:
“…Verkehrt in Billigkeit mit ihnen; und wenn ihr
Abscheu gegen sie empfindet, empfindet ihr vielleicht Abscheu gegen etwas, in das
Gott reiches Gut gelegt hat.” (Qur´an 4:19)
(4) Das Recht auf
Geschlechtsverkehr: im Sahih von Ibn Hibban finden wir folgende
Überlieferung:
Die Ehefrau von Uthman ibn Madh’uun beschwerte
sich beim Gesandten Gottes darüber, dass ihr Ehemann keinen Bedarf an Frauen
habe. Während des Tages fastete er und in der Nacht betete er. Der Prophet
fragte ihn: „Bin ich nicht euer bestes Vorbild, dem ihr folgen könnt?“ Er
antwortete: “Doch, sicherlich, mögen mein Vater und meine Mutter für dich
geopfert sein.“ Der Gesandte Gottes sagte darauf zu ihm: „Was dich betrifft,
du betest während der Nacht und fastest den Tag über. Mit Sicherheit hat
deine Fraue ein Anrecht auf dich. Und dein Körper hat ein Anrecht auf dich.
Also bete und schlafe, faste und brich dein Fasten.“
(5) Das Recht auf “Privatsphäre”. Dazu
folgender Hadith des Propheten:
“Gibt es irgendeinen Mann unter euch,
der zu seiner Ehefrau geht, die Tür hinter sich schließt, sich zudeckt und mit
der Verhüllung Gottes verhüllt.” Sie sagten: „Ja.“ Dann sagte er: „Dann sitzt
er danach [mit anderen] und er sagt: ´Ich tat dieses-und-jenes.´” Sie
waren still. Dann wandte er sich zu den Frauen und sagte:
„Sprechen manche von euch über solche Dinge?“ Auch sie blieben still. Da kam
ein junges Mädchen bis zu seinen Zehen, so dass der Prophet sie sehen konnte,
und sie sagte: “O Gesandter Gottes, sie [die Männer] sprechen sicherlich darüber
und sie [die Frauen] sprechen auch darüber.” Er sagte: „Wisst ihr, wem sie
ähneln? Sie sind wie ein weiblicher Teufel, der einen Teufel auf der Straße
traf, und sie befriedigten ihr Verlangen, während die Leute zusahen.”
(6) Das Recht über die Religion
unterrichtet zu werden oder sie zu lernen.
Andererseits beinhalten die Rechte des
Ehemannes oder die Verantwortlichkeit der Ehefrau folgendes:
(1) Der Haushaltsvorstand zu sein. Gott
sagt:
“Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung
vor, weil Gott die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von
ihrem Vermögen hingeben...” (Qur´an 4:34)
Obwohl dies normalerweise als ein Recht
des Ehemannes dargestellt wird, ist es tatsächlich eine schwere Verantwortung,
die auf seinen Schultern lastet, denn es bedeutet, dass er die Verantwortung hat,
seine Familie zu leiten und auf dem geraden Weg zu führen.
(2) Das Recht auf Gehorsam; dies
geht aus dem ersten Recht hervor. Eine Person kann nichts leiten, wenn sie
keine Autorität besitzt.
(3) Dass seine Frau seine sexuellen
Bedürfnisse befriedigt.
(4) Dass seine Frau keinen in sein
Haus lässt, außer mit seiner Erlaubnis: in einem Hadith, der bei al-Bukhary und
Muslim berichtet wird, sagte der Gesandte Gottes:
“Gestatte keinem, sein Haus zu betreten, außer
mit seiner Erlaubnis.”
Wenn Ehemann und Ehefrau mit der richtigen
Absicht heiraten, Gott zufrieden zu stellen und sich gegenseitig auch, wenn sie
ihre Rollen und Verantwortungen in der Ehe anerkennen und sich gegenseitig mit
angemessenem islamischen Verhalten behandeln, wird ihre Verbindung, so Gott
will, eine gesegnete Verbindung sein, die sich von diesem Leben bis ins
Jenseits erstreckt.
Das Gesagte bezog sich nur auf die Ehe,
aber der Islam ist eine leicht anzuwendende Religion. Er zieht alle möglichen
Umstände in betracht. Es ist möglich ist, dass ein Mann und eine Frau mit
guten Absichten eine Beziehung eingehen, aber ihre Persönlichkeiten und
Vorlieben harmonisieren einfach nicht. Es gibt Zeiten, in denen eine gute Ehe
einfach nicht erreicht werden kann, und die Ehegatten geraten in einen Zustand
des Elends. Unter derartigen Umständen gestattet das islamische Gesetz, der Ehe
und ihrem Leiden ein Ende zu setzen.
Das Ziel ist, entweder auf friedliche Art zusammenzubleiben oder
sich auf gute Art zu trennen. Daher sagt Gott beispielsweise:
“Und wenn ihr euch von den Frauen scheidet und
sie sich der Erfüllung ihrer Wartezeit nähern, dann behaltet sie in gütiger
Weise oder entlasst sie in gütiger Weise…” (Qur´an 2:231)
Gott sagt ebenfalls:
“Wenn sie aber ihren Termin erreicht haben [der
die Scheidung endgültig werden läßt], dann haltet sie in Güte zurück oder
trennt euch in Güte von ihnen… ” (Qur´an 65:2)
Offensichtlich ist eine Scheidung kein
anzustrebendes Ziel oder eine leichte Angelegenheit. In einer vollkommenen
Welt würden alle Paare in Frieden leben. Allerdings gibt es Zeiten, in denen
diese Option für alle Betroffenen die beste ist. Daher besteht die Möglichkeit
der Scheidung im Einklang mit dem übergeordneten Ziel, die Familie zu bewahren
– denn es ist nicht nur Quantität, die zählt, so dass alle Ehen immer bestehen
bleiben müssen, sondern was angestrebt wird, ist Qualität.
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Der Zusammenhalt der Familie (teil 4 von 4): Kinder und Verwandte
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Beschreibung: Die Rechte, die Kinder über ihre Eltern besitzen und der Nachdruck, den der Islam darauf legt, gute Beziehungen zu anderen Verwandten zu halten.
von Jamaal al-Din Zarabozo (© 2010 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 19 Jul 2010 - Zuletzt verändert am 19 Jul 2010
Gesehen: 2054 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 4.7 von 5 - Bewertet von: 3 Gedruckt: 152 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
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> Islamische Ordnung
> Familie
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Aus vielen Versen des Qur´an geht deutlich
hervor, dass Kinder zu haben, als ein Segen von Gott betrachtet wird. Daher
sagt Gott, als Er einige Seiner Segnungen für die Menschheit aufzählt:
“Und Gott gab euch Gattinnen aus euch selbst,
und aus euren Gattinnen machte Er Söhne und Enkelkinder, und Er hat euch mit
Gutem versorgt. Wollen sie da an Nichtiges glauben und Gottes Huld verleugnen
(indem sie Ihn nicht anbeten)?” (Quran 16:72)
Und wir werden über den Propheten
Zacharias belehrt, der zu Gott betete, ihm Kinder zu gewähren (Quran 3:38). Außerdem
ist bekannt, dass Kinder zu haben, bei den Eltern beliebt ist. Daher
sagt Gott:
“Besitztum und Kinder sind Schmuck des irdischen
Lebens…” (Quran 18:46)
Zur gleichen Zeit muss sich jedes Elternteil
darüber bewusst sein, dass Kinder zu haben, auch eine grosse Verantwortung und
Prüfung von Gott beinhaltet. Gott sagt:
“Eure Reichtümer und eure Kinder sind wahrlich
eine Versuchung; doch bei Gott ist großer Lohn.” (Quran 64:15)
Gott sagt auch:
“O ihr, die ihr glaubt, rettet euch und die
Euren vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind...” (Quran 66:6)
Die Bedeutung dieses Verses wurde vom
Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, wiederholt, als er
sagte:
“Jeder von euch ist ein Hirte und
jeder von euch wird über seine Schützlinge befragt werden... Der Mann ist
verantwortlich für seinen Haushalt und wird über seine Verantwortlichkeit
befragt werden. Die Frau wird über das Haus ihres Ehegatten und ihre Verantwortlichkeit
befragt.”
Also erfreut der Islam den Menschen mit
der Anerkennung, mit einem Kind gesegnet zu sein, während er zur selben Zeit
darauf aufmerksam macht, dass dieses Kind eine große Verantwortung darstellt. Die
Eltern müssen für das Kind sorgen und es auf die bestmögliche Weise aufziehen,
indem sie versuchen, es vor dem Höllenfeuer zu schützen.
Muslimische Gelehrte denken, dass die
Rechte der Kinder bereits lange bevor sie empfangen werden, beginnen, nämlich
mit der Auswahl eines frommen und rechtschaffenen Ehegatten. Dies ist der
erste Schritt, einen guten Haushalt und eine geeignete Umgebung für das Kind zu
schaffen. Wenn das Kind geboren wird, gibt es andere wichtige Verpflichtungen,
wie dem Kind einen guten Namen zu geben und in seinem Namen ein Tier zu opfern.
Abgesehen davon beinhalten die wichtigsten Rechte des Kindes:
(1) auf gesunde Art und Weise
versorgt und erhalten zu werden;
(2) die Grundlagen der Religion zu
lernen;
(3) mit Mitgefühl und Gnade
behandelt zu werden;
(4) bei mehreren Geschwistern gerecht
behandelt zu werden; und
(5) ein gutes Vorbild an ihren
Eltern zu haben.
Andere Verwandte
Eine Familie besteht aus Geschwistern und
anderen Verwandten. Der Islam hat sicherlich keinen einzigen Verandten eines
Individuums ausgelassen. An zahlreichen Stellen des Qur´an betont Gott die
Wichtigkeit, seine Verwandten gut und freundlich zu behandeln. Gott
sagt beispielsweise:
“Dient Gott und setzt Ihm nichts zur Seite; und
seid gut zu den Eltern und zu den Verwandten...” (Quran 4:36)
Gott spricht ebenfalls über das Spenden
für seine Angehörigen:
“Sie befragen dich (Muhammad), was sie spenden
sollen. Sprich: ´Was immer ihr spendet an Gutem, das sei für die Eltern und
Verwandten...” (Quran 2:215)
Gott sagt auch:
“Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure
Angesichter in Richtung Osten oder Westen wendet; Frömmigkeit ist vielmehr,
dass man an Gott glaubt, den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die
Propheten und vom Besitz – obwohl man ihn liebt – den Verwandten gibt...” (Quran
2:177)
Der Prophet Muhammad wurde gefragt:
“Sag´ mir eine Tat, die mich dem
Paradies näher bringt und mich vom Höllenfeuer entfernt.” Er antwortete: “Diene
Gott und stell´ Ihm keine Partner zur Seite, verrichte das Gebet, entrichte die
Zakat und pflege die Verwandtschaftsbande.”
Die Familienbande zu bewahren, bedeutet,
ihnen Gutes zu tun mit seinen Gesprächen, seinen Taten und seinem Vermögen. Es
beinhaltet freundliche Worte, Besuche, Spenden und Großzügigkeit. Es
beinhaltet ebenfalls, jeglichen Schaden von ihnen abzuwenden und sein Bestes zu
tun, um ihnen Freude zu bereiten.
Der Muslim muss verstehen, dass die
Familienbande zu wahren, eine Verpflichtung ist und nicht nur eine lobenswerte
Tat. Im Qur´an lobt Gott diejenigen, die…
“…verbinden, was Gott zu verbinden geboten hat
(d.h. die gut zu ihren Angehörigen sind und die Verwandtschaftsbande nicht
durchtrennen) und die ihren Herrn fürchten und sich auf einen schlechten
Ausgang der Abrechnung gefasst machen. ” (Quran 13:21)
Der Prophet sagte:
“Derjenige, der die
Verwandtschaftsbande zerreisst, wird das Paradies nicht betreten.”
Der Islam hat alle möglichen Familienbande
betont. Er hat eine Rechtleitung gebracht, welche die Wichtigkeit der Bindungen
zu Eltern, Kindern, Ehegatten und anderen Angehörigen zeigt. Er ermahnt jeden
Muslim, diese Bindungen zu pflegen um im Gegenzug die Zufriedenheit Gottes zu
erreichen. Außerdem (obwohl wir in diesem kurzen Artikel darauf nicht
eingegangen sind) liefert er Gesetze und strenge Regeln, welche dem Einzelnen
erlauben, sich darüber klar zu werden, auf welche Art und Weise er am besten
die Verbindungen mit allen seinen Familienangehörigen aufrecht erhält.
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