Zeitgenössische Physiker und die Existenz Gottes (teil 1 von 3): Die Ewigkeit der Materie
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Beschreibung: Eine kritische islamische Bewertung der Ideen mancher zeitgenössischer Physiker: 1.Teil: Die Ewigkeit des Universums und die Vergänglichkeit der Materie und die Bedeutung des Urknalls.
von Dr. Jaafar Sheikh Idris
Veröffentlicht am 03 Aug 2009 - Zuletzt verändert am 29 Sep 2009
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Kategorie: Artikel
> Beweis für die Wahrhaft-igkeit des Islam
> Die Existenz Gottes
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Ob Gott existiert oder nicht, ist nicht so
sehr das Hauptthema irgendeiner aus Erfahrungswerten beruhenden Natur- oder
Sozialwissenschaft. Aber die Fakten oder was manchmal bei den
Naturwissenschaften insbesondere in der Physik und der Biologie, an
Erkenntnissen zusammengetragen wird, wird häufig dazu benutzt, die eine oder
andere Ansicht zu unterstützen. Aber dies ist kein Artikel über Physik sondern
ein Artikel über die Beziehung zwischen der Physik und der Frage nach der
Existenz Gottes. Genauer gesagt, ist es hauptsächlich eine islamisch
verständliche Kritik an der Art und Weise, wie moderne Atheisten versuchen, die
Theorie vom Urknall für ihre Sichtweisen auszunutzen. Es befasst sich nicht
mit den positiven Beweisen für die Existenz des Schöpfers, es beweist lediglich
die Ungültigkeit der Argumente, die verwendet werden, um den Atheismus zu
stützen.
Eines der Hauptargumente, die verwendet
werden, um die eine oder andere Art des Atheismus zu unterstützen, war schon
immer die Behauptung, dass die Welt oder ein Teil davon ewig sei und als solches
keinen Schöpfer bräuchte. Daher glaubten einige griechische Denker, dass die
Himmelskörper besonders die Sonne ewig seien. Das Hauptargument eines von
ihnen, Galen, war gemäß al-Ghazali, dass sie über die ganze Zeit hinweg
dieselbe Größe besäße, eine Tatsache, die beweise, dass sie nicht vergänglich
wäre, denn wenn sie es wäre, würde es Zeichen für ihren Zerfall geben und die
gäbe es nicht. Al-Ghazali sagte, dies sei kein gutes Argument, denn:
Erstens… wir können nicht garantieren, dass ein Ding nicht vergänglich
sei, wenn es nicht zerfällt; Zerfall ist nur eine Art des Vergehens, aber es
ist nicht unmöglich, dass etwas plötzlich vergeht, das zuvor seine vollständige
Form behalten hatte. Zweitens, auch wenn wir ihm gewähren, dass nichts ohne
Zerfall vergehen kann, woher kann er wissen, dass sie nicht irgendeinem Zerfall
unterliegt? Seine Berufung auf Beobachtungen ist nicht annehmbar, denn ihre
Masse (die Masse, die ihnen bekannt war) war ihnen nur annähernd bekannt. Wenn
die Sonne, von der gesagt wurde, sie sei einhundertundsiebzigmal so groß wie
die Erde oder größer, sich um die Größe von Gebirgen verkleinern würde, dann wäre das mit
den Sinnen nicht erfassbar. Also könnte sie vergehen, und sie könnte sich um
das Ausmaß ganzer Gebirge und noch mehr vermindern, aber unsere Sinne können es
nicht wahrnehmen....” (Al-Ghazali, 126)
Al-Ghazali’s Annahme, dass die Größe der
Sonne abnehmen könnte, war, wie wir heute sehen, eine ungewöhnliche
Vorhersehung dessen, was die Wissenschaft noch beweisen sollte. Wissenschaftler
erzählen uns heute, dass die Sonne tatsächlich vergeht, aber weit mehr, als er
gedacht hatte, und dass sie schließlich ganz verschwinden wird.
Der Energiebetrag, den die Sonne abgibt, ist so hoch, dass die Masse
der Sonne mit einer Rate von 4,3 Milliarde Kilogramm pro Sekunde abnimmt. Allerdings
ist dies dies ein so geringer Anteil an der Gesamtmasse der Sonne, dass die
Veränderung kaum feststellbar ist…
Von unserer Sonne wird angenommen, dass sie ungefähr 4,5 Milliarden
Jahre alt ist, und mit ihrer gegenwärtigen Aktiviät vermutlich noch weitere 4,5
Milliarden Jahre fortfahren wird. (Wheeler, 596)
Wenn die Himmelskörper nicht ewig sind ,
was ist denn dann ewig, die Substanzen, aus denen diese Körper gemacht sind?
Aber die Physiker haben entdeckt, dass diese aus Molekülen bestehen. Sind es
dann die Moleküle, die ewig sind? Nein, denn sie bestehen aus Atomen. Und was
ist mit den Atomen? Früher dachte man, sie seien unteilbar. Und als solche
die unveränderliche Materie, aus der alle Arten der vergänglichen Dinge
aufgebaut seien. Dies schien zumindest eine feste Grundlage zu sein, auf der
moderner Atheismus errichtet werden könnte.
Die Wissenschaft fuhr allerdings damit
fort, sich weiterzuentwickeln und enthielt in ihrem Fortschritt einiges, dass
die Atheisten behinderte. Es wurde bald festgestellt, dass Atome nicht die
unveränderlichen festen grundlegenden ewigen Bestandteile der Materie sind, wie
eine Zeit lang angenommen worden war. Wie alles andere sind auch sie teilbar;
sie bestehen aus untergeordneten Partikeln, die sich im Gegenzug noch weiter
zerlegen lassen. Gibt es bei dieser Teilbarkeit ein Ende? Niemand weiss es,
aber wenn es das gäbe, würde es den Atheisten nicht weiterhelfen, denn die
Wissenschaft hat nicht nur gezeigt, dass Atome und ihre Bestandteile teilbar
sind, sie hat die Trennung zwischen Materie und Energie aufgehoben. Daher ist
jedes Teilchen Materie, egel wie klein es ist, nicht nur theoretisch, sondern
auch praktisch in Energie umänderbar und umgekehrt. Das Endresultat ist, dass
es nichts wirklich Existentes gibt, auf das man sich berufen kann und von dem
man mit Sicherheit sagen kann: dies war schon immer so, wie es jetzt ist, und
wird immer weiter so sein.
Diese Entdeckung sollte an sich schon
ausreichen, um jegliche Hoffnung darauf zu zerschlagen, den Atheismus mit der
Ewigkeit von Materie zu begründen. Wenn nicht, dann tat es aber die Theorie
vom Urknall tatsächlich. Es war diese Theorie, die der ewigen Beständigkeit
irgendeines Teiles dieses Universums den Todesstoß gab. Warum?
Kosmologen glauben, dass der Urknall nicht nur die Erscheinung der
Materie und der Energie in einer vorher existierenden Leere repräsentiert,
sondern auch die Erschaffung von Raum und Zeit. Das Universum wurde nicht in
Zeit und Raum geschaffen; Zeit und Raum waren Teil des erschaffen Universums. (Davies,
123)
Das größte Mißverständnis über den Urknall ist, dass er als ein Haufen
Materie irgendwo in der Leere des Raumes begann. Es war nicht nur Materie, die
in dem Urknall geschaffen wurde. Es war Raum und Zeit, die erschaffen wurden.
Also wie die Zeit einen Anfang hatte, hatte auch der Raum einen Anfang.” (Boslouh,
46.)
Am Anfang war nichts, weder Zeit noch Raum, weder Sterne noch Planeten,
weder Felsen noch Pflanzen, weder Tiere noch Menschen. Alles kam aus der
Leere. (Fritzch, 3)
Die Frage nach der Existenz oder
Nicht-Existenz Gottes ist, wie wir sagten, nicht die Angelegenheit empirischer
Wissenschaft. Aber Wissenschaftler sind menschliche Wesen. Sie können nicht
dabei helfen, über die nicht-wissenschaftliche, also lebendige Tragweite ihrer
Wissenschaften nachzudenken. Sie können nicht einmal dabei helfen, Gefühle für
diese Tragweiten zu haben.
Jasrow sagt über Einstein:
Die Vorstellung von einem Universum, das sich vergrößert, beunruhigte
ihn, denn die verweist darauf, dass die Welt einen Anfang hatte. In einem
Brief an De Sitter schrieb Einstein: "Die Umstände eines expandierenden
Universums irritieren mich." … Dies ist eine seltsam emotionale Sprache
für ein paar mathematische Formeln. Ich vermute, dass die Vorstellung von
einem Beginn der Zeit Einstein wegen seiner theologischen Folgerungen störte. (Jasrow,
29.)
Gastro zitiert ähnliche Reaktionen anderer
Wissenschaftler, wie Eddington, der sagte: "die Vorstellung von einem
Anfang ist unvereinbar" für ihn (122), und schreibt seine emotionale
Reaktion der Tatsache zu, "dass sie es nicht ertragen; dass sie den
Gedanken an ein natürliches Phänomen, das nicht erklärt werden kann, nicht
ertragen" und kommentiert diese Reaktionen vom Wissenschaftlern, dass sie...
... eine interessante Zurschaustellung der Antwort der wissenschaftlichen
Auffassung – angeblich eine sehr objektive Auffassung – wenn Beweise, die von
der Wissenschaft selbst enthüllt werden, in Konflikt mit dem Glaubensbekenntnis
unseres Berufs treten. Es stellt sich heraus, dass der Wissenschaftler sich so
verhält, wie die anderen von uns, wenn unser Glauben mit den Beweisen im
Widerstreit steht. Wir sind irritiert, wir geben vor, der Konflikt würde nicht
existieren oder wir vertuschen ihn mit bedeutungslosem Gerede. (Jasrow,
15-16.)
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Zeitgenössische Physiker und die Existenz Gottes (teil 2 von 3): Eine Reihe von Ursachen
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Beschreibung: Eine kritische islamische Bewertung der Ideen mancher zeitgenössischer Physiker: 2.Teil: Verschiedene Hypothesen dafür, welches die Ursachen für Wesen oder Ereignisse sein könnten.
von Dr. Jaafar Sheikh Idris
Veröffentlicht am 10 Aug 2009 - Zuletzt verändert am 10 Aug 2009
Gesehen: 2776 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 2.5 von 5 - Bewertet von: 2 Gedruckt: 134 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
Kategorie: Artikel
> Beweis für die Wahrhaft-igkeit des Islam
> Die Existenz Gottes
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Wenn Materie, Zeit und Raum alle einen
Anfang hatten, kommt einem ganz natürlich die Frage in den Kopf: Wie sind sie
entstanden? Der Qur´an sagt uns, wenn eine Person nicht an Gott glaubt, dann
kann sie nicht erklären, wie etwas zur Existenz gelangte, außer durch drei
unhaltbare Erklärungen:
a. entweder sagt er, dass es
durch nichts erschaffen wurde, d.h. dass es einfach aus dem Nichts entstanden sei?
b. Oder dass es sich selbst
erschuf.
c. Oder dass es von etwas
erschaffen wurde, das selbst erschaffen worden war.
Zu den Atheisten sagt der Qur´an:
“Sind sie wohl durch nichts erschaffen worden,
oder sind sie gar selbst die Schöpfer? Oder schufen sie die Himmel und die
Erde? Nein, aber sie haben keine Gewißheit.” (Quran 52:35-36)
Der Qur´an sagt nicht, dass die Araber, an
den er sich wendet, tatsächlich glaubten, dass die Dinge aus nichts erschaffen
worden sind oder dass sie sich selbst erschaffen haben. Sie behaupteten sicher
nicht, dass sie die Schöpfer der Himmel und der Erde wären; kein
zurechnungsfähiger Mensch würde das tun. Der Qur´an führt hier nur den
Atheisten die Absurdität ihrer Ansichten vor Augen.
Nach sorgfältiger Studie einiger Argumente
vieler westlicher atheistischer Philosophen und Wissenschaftler habe ich
herausgefunden, dass sie wirklich unter eine dieser drei unhaltbaren Kategorien
fallen. Wieso unhaltbar?
Wurde es durch nichts erschaffen?
Stell dir mal vor, du erzähltest jemandem,
dass es in einer bestimmten Gegend nichts gab, überhaupt nichts und dann…siehe!
Eine Ente erschien und quakte. Warum würde er dir nicht glauben, auch wenn du
ihm noch so versichern würdest, dass es wirklich so gewesen sei? Nicht nur,
weil er weiß, dass Enten nicht so zum Leben kommen, wie man vermuten könnte,
sondern weil es einem wesentlichen Prinzip seiner Vernunft widersprechen würde.
Also wird sein Verhalten dasselbe sein, auch wenn das Ding, von dem ihm
erzählt wird, etwas ist, von dem er noch nie gehört hat. Es ist so, weil wir
glauben, dass nichts aus dem nichts entstehen kann, dass wir nach Ursachen
suchen mit denen wir das Auftreten von Ereignissen in der natürlichen,
gesellschaftlichen oder psychologischen Welt erklären können. Es ist dieses
vernünftige Prinzip, das Wissenschaft ermöglicht. Ohne es wäre nicht nur
unsere Wissenschaft sondern auch unsere Denkfähigkeit in Gefahr. Außerdem ist
die Vorstellung von der Ursache wesentlich, um Dinge zu identifizieren, wie von
dem Philosoph Ibn Rushd (Averroes) beobachtet wurde:
Es ist selbstverständlich, dass Dinge Identitäten haben; und sie
besitzen Eigenschaften und aufgrund dieser Eigenschaften hat jede Existenz ihre
Taten und aufgrund derer die Dinge verschiedene Identitäten, Namen und
Bezeichnungen haben. Wenn es nicht der Fall wäre, dass jedes einzelne Ding
eine Eigentümlichkeit besäße, dann hätte es auch keine Natur, die ihm eigen ist;
und wenn es keine besondere Natur hätte, dann besäße es auch keinen besonderen
Namen oder Definition. (Tahafut Attahafut, 782-3)
Hat es sich selbst erschaffen?
Die Absurdität der Vorstellung von etwas,
das sich selbst erschafft, ist noch deutlicher. Damit etwas erschaffen kann,
muss es zuerst selbst existieren, aber damit es selbst erschaffen werden kann,
darf es nicht existieren. Die Vorstellung von etwas, das sich selbst
erschafft, ist widerspricht sich selbst.
Wurde es von etwas erschaffen, das selbst
erschaffen wurde?
Kann der Grund eines vergänglichen Dinges
selbst vergänglich sein? Ja, wenn wir über unmittelbare, unvollständige Ursachen
reden, wie Essen und Versorgung, Wasser und Keimen, Feuer und Brennen, usw.
Aber diese Ursachen sind unvollständige Ursachen. Erstens, weil keines von
ihnen ausreicht, um die Wirkung, die wir ihm zuschreiben, hervorzurufen; jedes
Einzelne ist von diesen ist für seine Effektivität von einer Unzahl anderer
positiver und negativer Bedingungen abhängig. Zweitens, weil sie vergänglich sind,
müssen sie verursacht worden sein und deshalb können sie nicht die ultimativen
Gründe für das zur Existenz gelangen von irgendetwas sein. Stell dir mal vor,
das Folgende wäre eine Abfolge von vergänglichen Wirkungen und Ursachen: C1,
C2, C3, C4… Cn, so dass C1 von C2 verursacht wurde, C2 von C3 und so weiter. Derartige
vergänglichen Ursachen sind wirkliche Ursachen und nützliche dazu, insbesondere
für praktische Zwecke und für unvollständige Erklärungen; aber wir suchen nach
der ultimativen Ursache für das Dasein, sprich C1, denn C2 ist mit Sicherheit
nicht diese Ursache, denn es wurde selbst von C3 verursacht. Dasselbe kann man
von C3 sagen und so fort. Wenn wir also eine unendliche Abfolge derartiger
vergänglicher Ursachen haben, wird uns das immer noch nicht die ultimative Erklärung
dafür gibt, wie C1 zur Existenz gelangte. Laß es uns anders formulieren: wann
begann C1 zu existieren? Erst nachdem C2 zur Existenz kam. Wann begann C2 zu
existieren? Erst nachdem C3 zur Existenz kam; und so weiter bis Cn. Deshalb
wird C1 nicht eher existieren, bis Cn existiert. Dasselbe Problem wird
fortbestehen, auch wenn wir weiter fortfahren als Cn, auch wenn wir bis zum
Unendlichen so weiter machen. Dies bedeutet, dass wenn C1 für sein Dasein von
derartigen vergänglichen Ursachen abhängt, dann wäre es niemals zur Existenz
gelangt. Es würde keine Abfolge wirklicher Ursachen geben, sondern nur eine
Abfolge der nicht Existierenden, wie Ibn Taymiyyah
erklärte. Tatsache ist jedoch, dass um uns herum Dinge
existieren; deshalb muss deren ultimative Ursache etwas anderes als eine vergängliche
Ursache sein; es muss etwas Ewiges sein und deshalb eine nicht verursachte
Ursache.
Wenn jemand, sei es ein Wissenschaftler
und nicht, angesichts all dieser Beweise auf seinem Irrglauben beharrt, dann
gibt es für ihn keinen Ausweg, um seine Ansichten zu unterstützen, als dubiose
Argumente hervorzubringen, denn nichts Falsches kann mit einem gültigen
Argument unterstützt werden. Dies war bei allen atheistischen Wissenschaftlern
und Philosophen der Fall, die an die Theorie vom Urknall glaubten.
Einige behaupteten furchtlos, dass die
Urmaterie des Universums aus dem nichts entstanden sei. Daher pflegte Fred
Hoyle, der die "Steady State" Theorie vertrat, die für einige Zeit
als zuverlässiger Konkurrent der Theorie vom Urknall galt, aber die, wie ihr
Konkurrent, für das zur Existenz kommen von dem Vorhandensein einer neuen
Materie abhängig macht, zu sagen:
Die deutlichste Frage über kontinuierliche Schöpfung ist diese: Woher
stammt die erschaffene Materie? Es stammt nicht aus dem nichts. Materie
taucht einfach auf – sie ist erschaffen. Zu einer Zeit existieren die
verschiedenen Atome, die die Materie darstellen, nicht und zu einer späteren
Zeit tun sie es. Dies mag eine ziemlich seltsame Vorstellung zu sein und ich
stimme da offen zu, dass sie es ist, aber in der Wissenschaft kommt es nicht
darauf an, wie seltsam eine Vorstellung ist, solange sie passt – d.h. solange
die Vorstellung in einer präzisen Form ausgedrückt werden kann und solange ihre
Konsequenzen mit den Beobachtungen übereinstimmen. (Hoyle, 112)
Als Hoyle dies formulierte, gab es einen Aufschrei
gegen ihn. Er wurde angeklagt, das Hauptprinzip der Wissenschaft zu missbrauchen,
nämlich dass nichts aus dem nichts entsteht und damit öffnete er ´die Fluttore
der Religion´, wie ein philosophischer Wissenschaftler es formulierte. Daher sagte
Mario Bunge darüber:
Diese Theorie enthält die Hypothese von der kontinuierlichen
Erschaffung von Materie ex nihilo. Und das ist nicht genau das, was
normalerweise damit gemeint ist, den wissenschaftlichen Determinismus auch nur
im weitesten Sinn zu respektieren, denn das Konzept von dem Auftauchen aus dem
nichts ist charakteristisch theologisch oder magisch, auch wenn es in eine
mathematische Formel gekleidet ist. (Bunge)
Das die Hypothese von der Schöpfung ex
nihilo keine wissenschaftliche ist, ist wahr, aber die Behauptung, dass sie
charakteristisch theologisch sei, ist weit hergeholt. Theistische Religionen
sagen nicht, dass Dinge aus dem absoluten nichts entstehen, denn dies
widerspricht dem grundlegenden religiösen Anspruch, dass sie von Gott erschaffen
wurden. Alles, was viele religiöse Menschen sagen, ist dass Gott Dinge aus dem
nichts erschafft und zwischen diesen beiden Aussagen liegt ein so riesengroßer
Unterschied wie die ganze Welt.
Wenn die Schöpfung aus dem nichts zuvor
von den Atheisten für ein unwissenschaftliches und theologisches Prinzip
gehalten wurde, so wird jetzt von manchen behauptet, es habe wissenschaftlichen
Status und wird verwendet, die Religion in Zweifel zu ziehen.
Zum ersten Mal könnte eine vereinigende Beschreibung für die gesamte
Schöpfung greifbar sein. Kein wissenschaftliches Problem ist grundlegender und
erschreckender als das Puzzle wie das Universum zur Existenz gelangte. Könnte
dies ohne irgendeinen übernatürlichen Eingriff geschehen sein? Quantenmechanik
scheint ein Guckloch auf die uralte Annahme ´für nichts gibts nichts´ zu sein.
Physiker sprechen nun über ´ein selbst-erschaffendes Universum´: einen Kosmos,
der spontan zur Existenz hervorbricht, ähnlich einem subnuklearen Partikel, der
aus dem nichts in einem Prozess hoher Energie aufspringt. Die Frage danach, ob
die Einzelheiten dieser Theorie richtig oder falsch sind, ist nicht wichtig.
Worauf es ankommt, ist, dass es jetzt möglich ist, eine wissenschaftliche
Erklärung für die ganze Schöpfung zu erhalten. (Jastrow, viii)
Welcher Art ist diese Erklärung? Beginnt
ihr wirklich damit, etwas zu erklären, indem ihr sagt, es entspringt aus dem
nichts? Glauben Wissenschaftler tatsächlich, dass die subnuklearen Teilchen
aus dem nichts aufgesprungen sind, in dem Sinne, dass sie wirklich aus dem
nichts kamen und keine Beziehung zu etwas besaßen, das ihnen voranging? Als
Kommentar darauf, was Davies behauptete, hatte ein Wissenschaftler folgendes zu
sagen: "Dies ist auf jeden Fall ein Ereignis, das in Raum und Zeit
auftaucht, in einer Domäne, eingehüllt von Materie und Strahlung." ´Nichts´ist
nirgends zu sehen in dieser Situation.“
Dieselbe irreführende Vorstellung wird in
einem späteren Buch eines anderen atheistischen Wissenschaftlers, Taylor,
wieder aufgegriffen:
Als solches gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass, sagen wir
mal, ein Partikel wie ein Elektron aus dem Vakuum auftaucht. In der Tat ist
ein Vakuum voller Möglichkeiten, eine davon ist die Erscheinung des Universums
selbst. Es wurde aus nichts erschaffen, da war es. (Taylor, 22)
Von welcher Art Vakuum spricht Taylor
eigentlich? Wenn er dieses Wort in seinem technischen Sinn verwendet, dann
kann er wirklich davon sprechen, dass es voller Möglichkeiten steckt oder dass
ein Elektron daraus erscheinen kann, denn dieses Vakuum ist eine nicht-leere
Region. Dies ist sicherlich nicht das ´nichts´, auf das sich die Theorie vom
Urknall bezieht. Deshalb gibt es nicht einmal eine Analogie zwischen dem
Erscheinen eines Partikels in einem Vakuum und der Erscheinung eines Universums
aus dem absoluten nichts.
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Zeitgenössische Physiker und die Existenz Gottes (teil 3 von 3): Raum für Gott
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Beschreibung: Eine kritische islamische Bewertung der Ideen mancher zeitgenössischer Physiker: 3.Teil: Die einzige Schlussfolgerung der Reihe von Ursachen ist, dass es eine ultimative und externe Ursache gibt, die zu all den anderen führt.
von Dr. Jaafar Sheikh Idris
Veröffentlicht am 14 Sep 2009 - Zuletzt verändert am 14 Sep 2009
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> Beweis für die Wahrhaft-igkeit des Islam
> Die Existenz Gottes
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Die Vorstellung, dass etwas nicht durch
irgendetwas erschaffen wurde, dass es aus dem nichts entsteht, unterscheidet
sich erheblich von der Vorstellung, dass es sich selbst erschafft. Es ist
seltsam, wenn man dann manche Wissenschaftler hört, die darüber sprechen, als
wäre es ein und dieselbe Sache. Es war nicht nur Davies, der diese beiden
Bemerkungen durcheinander brachte, die gerade zitiert wurden, sondern auch
andere. Taylor erzählt uns, dass Elektronen sich selbst aus dem nichts erschaffen
können, in der Art, wie Baron Münchausen sich selbst davor bewahrte, im Sumpf
zu versinken, indem er sich selbst an seinen Stiefelriemen herauszog.
Es ist, als wenn diese Partikel, besondere Partikel seien, die in der
Lage sind, sich selbst an ihren Stiefelriemen (die in ihrem Fall die Kräfte
zwischen ihnen sind), um sich selbst aus nichts zu erschaffen, wie Baron
Münchausen sich selbst ohne sichtbare Hilfsmittel gerettet hat... Dieses an-
den-Stiefelriemen-ziehen wird zu einem wissenschaftlich respektablen Szenario
für die Erschaffung eines überaus spezialisiertes Universum aus dem nichts. (Taylor, 46)
Ist es Wissenschaft oder Science Fiction,
das uns hier erzählt wird? Taylor weiß und sagt, dass Münchausen nur eine
Geschichte ist; was er behauptet, getan zu haben, ist tatsächlich etwas, das
physikalisch unmöglich machbar ist. Trotz dessen will Taylor mit seiner Idee
etwas erklären, das nicht real, aber von äußerster Bedeutung ist, und daher
endet er damit, etwas zu sagen, das absurder ist als Münchausens erfundene
Geschichte von seiner Rettung, indem er sich an den Stiefelriemen herauszog. Wenigstens
sprach Münchausen von Dingen, die bereits existierten. Aber Taylors besondere
Partikel agieren bereits, bevor sie erschaffen wurden! Sie "ziehen sich
selbst an ihren eigenen Stiefelriemen… um sich selbst aus dem nichts zu
erschaffen"!
Falsche Götter
Die dritte Alternative dazu, die
Erschaffung von Dingen dem wahren Gott beizumessen, ist, sie falschen Göttern
beizumessen. Daher versuchen viele Atheisten die Erschaffung vergänglicher
Dinge, anderen Dingen beizumessen, die selbst vergänglich sind (wie wir zuvor
gesagt haben). Davies sagte:
Die Vorstellung von einem physikalischen System, das eine Erklärung in
sich selbst enthalten könnte, könnte dem Laien paradox erscheinen, aber es ist
eine Vorstellung, die in der Physik einen Rang hat. Während man einräumen
könnte (wenn man die Nebenwirkungen ignoriert), dass jedes Ereignis zufällig sei
und für seine Erklärung von anderen Ereignissen abhängig ist, braucht man nicht
zu folgern, dass diese Reihe entweder endlos so weiter geht oder bei Gott endet.
Sie könnte sich zu einem Ring schließen. Zum Beispiel vier Ereignisse oder
Objekte oder Systeme E1, E2, E3 und E4 können folgenden Abhängigkeit von
einander haben: (Davies, 47)
_-_Room_for_God_002.jpg)
Aber dies ist ein deutliches Zeichen für
einen sehr tückischen Kreis. Nimm irgendeines dieser angenommenen Ereignisse,
Objekte oder Systeme. Lassen wir es E1 sein und frag, wie es zustande kam.
Die Antwort lautet: es wurde von E4 verursacht, das ihm vorausging: aber was
ist die Ursache für E4? Es ist E3; und die Ursache für E3 ist E2, und für E2
ist E1. Also ist E4 die Ursache für E1und E1 ist die Ursache für E4, was
bedeutet, dass jedes einzelne vorausgeht und von einem anderen gefolgt wird. Macht
dies einen Sinn? Wenn diese Ereignisse usw tatsächlich existieren, dann kann
ihr zur Existenz gelangen nicht auf die Weise verursacht worden sein, die
Davies meint. Ihre ultimative Ursache muss außerhalb dieses tückischen Kreises
liegen.
Und der Philosoph Passmore rät uns,
folgendes zu vergleichen:.
(1) jedes Ereignis hat eine Ursache;
(2) zu wissen, dass ein Ereignis das
geschehen ist, dann muss man wissen, wie es zustande kam.
Das erste sagt uns lediglich, dass wenn wir uns für die Ursache eines
Ereignisses interessieren, dann gibt es immer eine Ursache, die wir entdecken können.
Aber es stellt uns frei, an jedem Punkt zu beginnen und zu enden, den wir auf
der Suche nach Ursachen wählen; wir können, wenn wir wollen, auf der Suche nach
der Ursache der Ursache weitermachen und so weiter ad infinitum, aber wir
brauchen es nicht tun; wenn wir eine Ursache gefunden haben, haben wir eine
Ursache gefunden. Die zweite Feststellung allerdings wird uns nie gestatten,
vorzubringen, dass wir wissen, dass ein Ereignis stattgefunden hat... Denn wenn
wir erst wissen können, dass ein Ereignis stattgefunden hat, wenn wir das
Ereignis, das seine Ursache ist, herausgefunden haben, dann können wir
gleichermaßen nicht wissen, dass das ursächliche Ereignis stattgefunden hat,
bis wir dessen Ursache kennen und so weiter ad infinitum. Kurz gesagt, wenn
die Theorie ihr Versprechen erfüllen soll, muss die Reihe irgendwo abbrechen,
aber die Theorie ist so, dass die Reihe nicht einfach irgendwo enden kann – es
sei denn, ein Anspruch auf ein Privileg wurde für ein bestimmtes Ereignis
gestützt, d.h. die Erschaffung des Universums. (Pasture, 29)
Wenn du darüber nachdenkst, gibt es keinen
wirklichen Unterschied zwischen diesen beiden Reihen, wie Ibn Taymiyya vor
langer Zeit deutlich erklärt hat. (Ibn Taymiyyah, 436-83). Man kann die erste
Reihe so verdeutlichen: damit ein Ereignis geschieht, muss seine Ursache
passieren. Wenn dann die Ursache selbst verursacht ist, dann wird das Ereignis
nicht eher geschehen, bis die Ursache geschieht und so weiter ad infinitum.
Daher werden wir keine Reihe von Ereignissen haben, die tatsächlich
stattfinden, sondern eine Reihe von nicht-Ereignissen. Und da wir wissen, dass
es Ereignisse gibt, schließen wir daraus, dass ihre tatsächliche ultimative
Ursache kein vergängliches Ding oder keine Reihe von vergänglichen Dingen
gewesen sein kann, sei es begrenzt oder unendlich. Die ultimative Ursache muss
von einer Natur sein, die sich von den vergänglichen Dingen unterscheidet, es
muss ewig sein. Warum sage ich ´ultimativ´? Weil ich vorher gesagt habe,
Ereignisse können als wirkliche Ursachen für andere Ereignisse betrachtet
werden, so lange wir sie als die unvollständigen und abhängigen Ursachen
anerkennen, die sie sind und als solche nicht die Ursachen, die das zur
Existenz gelangen von irgendetwas in irgendeinem absoluten Sinn erklären können,
was bedeutet, dass sie nicht die Stellung Gottes einnehmen können.
Was ist die Bedeutung dieses Geredes über
Reihen nach alledem? Es mag einige Entschuldigungen dafür vor dem Urknall
gegeben haben, aber es hätte zumindest Davis klar sein müssen, das es für dies
alles keinen Platz in einer Weltsicht gibt, wenn eine Person daran glaubt, dass
das Universum einen absoluten Anfang hatte.
In der Tat ist alles um uns herum
vergänglich und dass es nicht hätte erschaffen werden können außer durch einen
ewigen Schöpfer, ist den Menschen seit der Dämmerung ihrer Erschaffung bekannt,
und dies ist noch immer der überwältigende Glaube der Mehrheit der Menschen auf
der ganzen Welt. Es wäre daher ein Fehler, von diesem Schriftstück den Eindruck zu
gewinnen, dass die Existenz Gottes an der Theorie vom Urknall aufgehängt wäre.
Das ist ganz sicher nicht mein Glaube, noch war es das Ziel dieses Schreibens.
Das Hauptziel dieses Schreibens war eher, dass wenn ein Atheist an die Theorie
vom Urknall glaubt, dann kommt er nicht darum herum, zuzugeben, dass das
Universum von Gott erschaffen wurde. Dies ist, was in der Tat einige
Wissenschaftler frei zugaben, während andere zögerten, es offen zu verkünden.
Es besteht kein Grund, anzunehmen, dass Materie und Energie vorher
existiert haben und plötzlich in Aktion traten. Worin hätte sich dieser
Augenblick von den anderen Augenblicken in der Ewigkeit unterscheiden können?
... Es ist einfacher, die Erschaffung ex nihilo vorauszusetzen, Gott wird die
Natur aus dem Nichts entstehen lassen. (Jastro,122)
Was die erste Ursache des Universums im Zusammenhang mit der Expansion
angeht, bleibt es dem Leser überlassen, [etwas] einzusetzen, aber unser Bild ist
ohne Ihn unvollständig. (Jasrow,122)
Dies bedeutet, dass das Anfangsstadium des Universums sorgfältig
ausgewählt werden muß, wenn der Urknall tatsächlich am Beginn der Zeit
stattgefunden hat. Es wäre ziemlich schwierig, zu erklären, warum das
Universum gerade auf diese Weise begonnen haben soll, zu existieren, außer
dadurch, dass es die Tat Gottes gewesen ist, der beabsichtigte, Wesen wie uns
zu erschaffen. (Hawking,127)
Referenzen
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