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Die Göttliche Gnade (teil 1 von 3): Gott der Barmherzige, der Erbarmer
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Beschreibung: Eine praktische Erklärung der beiden am häufigsten wiederholten Namen Allahs: ar-Rahman und ar-Rahiem, und die Beschaffenheit der allumfassenden Gnade Gottes.
von IslamReligion.com
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 08 Jun 2008
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Kategorie: Artikel
> Glaubensinhalte im Islam
> Über Gott
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Wenn jemand gefragt würde: “Wer ist dein
Gott?” Dann lautet die Antwort eines Muslim: “Der Barmherzige, der Erbarmer.”
Den islamischen Quellen entsprechend haben die Propheten, wenn sie von Gottes
Gericht sprachen, auch Seine Gnade betont. Im Buch der Muslime bezeichnet sich
Gott Selbst als:
“Er ist Gott, außer Dem es keinen Gott gibt, der
Kenner des Verborgenen und des Offenbaren. Er ist der Barmherzige, der
Erbarmer.” (Quran 59:22)
In der Sprache der Muslime sind ar-Rahman
und al-Rahiem persönliche Namen des Lebenden Gottes. Beide sind von dem
Nomen rahmah abgeleitet, das “Gnade”, “Mitgefühl” und “liebende
Zuneigung” bedeutet. Ar-Rahman beschreibt Gottes persönliche Eigenschaft
als Der Barmherzige, während ar-Rahiem Seine Barmherzigkeit in Seinen
Taten beschreibt, die Er Seinen Geschöpfen angedeihen läßt, ein feiner
Unterschied, der aber Seine allumfassende Gnade zeigt.
“Sag: Ruft Gott oder ruft den Barmherzigen (ar-Rahman),
welchen ihr auch ruft, Sein sind die schönsten Namen.’” (Quran 17:110)
Diese beiden Namen gehören zu den am häufigsten
verwendeten Namen Gottes im Quran: ar-Rahman wird 57 mal zitiert und ar-Rahiem
wird doppelt so häufig zitiert (114 mal).
Um den weiteren Sinn der Liebenden Zuneigung zu vermitteln,
sagte der Prophet:
“Tatsächlich, Gott ist gütig und
liebt Güte. Er gewährt mit Güte, was Er nicht mit Schärfe nicht gewährt.” (Sahieh
Muslim)
Beide sind ebenfalls Göttliche
Eigenschaften, die Gottes Beziehung zur Schöpfung zum Ausdruck bringen.
“(Alles) Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten,
dem Barmherzigen, dem Erbarmer,” (Quran 1:2-3)
Jeden Gebetsabschnitt, den die Muslime
mindestens 17 mal am Tag wiederholen, beginnen sie mit der Aussage:
“Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des
Erbarmers. (Alles) Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten, dem Barmherzigen,
dem Erbarmer,” (Quran 1:1-3)
Diese kraftvollen Worte beschwören eine
Göttliche Antwort:
“Wenn der Diener sagt: ‘(Alles) Lob
gebührt Gott, dem Herrn der Welten,’ sage Ich (Gott): ‘Mein Diener hat Mich
gelobt.’ Wenn er sagt:‘dem Barmherzigen, dem Erbarmer’, sage Ich (Gott): ‘Mein
Diener hat Mich gepriesen.’” (Sahieh Muslim)
Diese Namen erinnern einen Muslim immer
wieder an die Göttliche Gnade, die ihn umgibt. Alle außer einem Kapitel der
muslimischen Schrift beginnen mit den Worten: “Im Namen Gottes, des
Barmherzigen, des Erbarmers.” Die Muslime beginnen in Gottes Namen, um
ihre ultimative Abhängigkeit von Ihm auszudrücken und um sich selbst jedes Mal
wenn sie essen, trinken, einen Brief schreiben oder irgendetwas Wichtiges tun,
an die Göttliche Gnade zu erinnern. Geistigkeit erblüht im Weltlichen. Die
Anrufung am Beginn jeder weltlichen Tat verleiht ihr Wichtigkeit, ruft
Göttlichen Segen auf diese Tat herab und weiht sie. Diese Formulierung ist ein
beliebtes Motiv für die Verschönerung von Manuskripten und architektonischen
Ornamenten.
_-_God_the_Most-Mercifu_002.jpg)
“Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des
Erbarmers.” Kalligraphie von Yousef, einem holländischen Künstler.
Gnade erweisen
bedeutet, daß jemandem diese Gnade zugute kommt. Derjenige, der diese Gnade zu
spüren bekommt, muß ihrer bedürftig sein. Vollkommene Gnade versorgt
Bedürftige, wohingegen uneingeschränkte Gnade sich auf Bedüftige und
Unbedürftige ausdehnt, sie reicht von dieser Welt bis zu dem wundervollen Leben
nach dem Tod.
In der Islamischen Lehre genießen die
Menschen eine persönliche Beziehung zu dem Liebenden, Barmherzigen Gott, Der
immer bereit ist, zu vergeben und Gebete zu beantworten, aber Er ist nicht
barmherzig im menschlichen Sinn, Kummer oder Mitleid für jemanden im Elend zu
empfinden. Gott wird nicht menschlich, um das Leid zu verstehen. Gottes Gnade
ist eher eine Eigenschaft, die zu Seiner Heiligkeit paßt, Göttliche Hilfe und
Gaben bringt.
Die Gnade Gottes ist weitreichend:
“Sag: Euer Herr ist voll umfassender
Barmherzigkeit ….’” (Quran 6:147)
Sie erstreckt sich auf alle Existenz:
“…aber Meine Barmherzigkeit umfaßt alles….” (Quran
7:156)
Die Schöpfung selbst ist ein Ausdruck der
Göttlichen Gunst, Barmherzigkeit und Liebe. Gott lädt uns ein, die
Auswirkungen Seiner Gnade um uns herum zu betrachten:
“Schau doch auf die Spuren von Gottes
Barmherzigkeit, wie Er die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig macht... .” (Quran
30:50)
Gott liebt den Barmherzigen
Gott liebt Barmherzigkeit. Die Muslime
betrachten den Islam als eine Religion der Gnade. Für sie ist ihr Prophet ein
Geschenk der Gnade Gottes für die gesamte Menschheit:
“Und Wir haben dich (O Muhammad) nur als
Barmherzigkeit für die Weltenbewohner gesandt. ” (Quran 21:107)
Genau wie sie glauben, daß Jesus die Gnade
Gottes für die Menschheit war:
“...und damit Wir ihn zu einem Zeichen für die
Menschen und zu einer Barmherzigkeit von Uns machen...” (Quran 19:21)
Eine der Töchter des Propheten Muhammad -möge
Gott ihn loben- schickte ihm die Nachricht von ihrem leidenden Sohn. Er erinnerte
sie daran, daß Gott der Eine ist, der gibt und Er ist der Eine, der nimmt, und
jeder besitzt einen festge-setzten Termin. Er erinnerte sie daran, geduldig zu
sein. Als ihn die Nachricht vom Tod ihres Sohnes erreichte, füllten Tränen des
Mitgefühls seine Augen. Seine Gefährten waren überrascht. Der Prophet der
Gnade sagte:
“Dies ist das Mitgefühl, das Gott in
die Herzen Seiner Diener eingepflanzt hat. Von allen Seinen Dienern hat Gott
nur Erbarmen für die Gnädigen.” (Sahieh Al-Bukhari)
Gesegnet sind die Gnädigen, denn ihnen
wird Gnade erwiesen, wie der Prophet Muhammad sagte:
“Gott wird kein Erbarmen mit
demjenigen haben, der nicht barmherzig zu den Menschen ist. ” (Sahieh
Al-Bukhari)
Er sagte auch:
“Der Allerbarmer erweist denen Gnade,
die gnädig sind. Seid gnädig zu denen auf der Erde und der Eine über den
Himmeln wird gnädig zu euch sein.” (At-Tirmidhi)
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Die Göttliche Gnade (teil 2 von 3): Ihre warme Umarmung
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Beschreibung: Allahs Gnade, wie sie sich in diesem Leben und im Jenseits äußert.
von IslamReligion.com
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 31 Mar 2008
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> Glaubensinhalte im Islam
> Über Gott
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Die Gnade Gottes umhüllt jegliche Existenz
für immer. Der sorgende Herr der Menschheit ist barmherzig zu ihnen, voller
Gnade. Der Name Gottes, Ar-Rahman, der auf Seine liebende Gnade
hindeutet, ist ein präzieser Aspekt Seines Seins; Seine Gnade ist unbegrenzt;
ein Ozean ohne Meeresboden und Ufer. Ar-Razi, einer der klassischen islamischen
Gelehrten, schrieb: “Es ist unvorstellbar, daß die Schöpfung barmherziger sein
könnte als Gott!” Der Islam lehrt uns vielmehr, daß Gott gnädiger zu einem
Menschen ist, als seine eigene Mutter.
In Gottes überreicher Gnade sendet Er den
Regen herab, um aus den Obstgärten Früchte hervorzubringen, zur Versorgung der
menschlichen Körper. Auch die Seele braucht intensive geistige Nahrung, genau
wie der Körper Nährstoffe benötigt. In Seiner überreichen Gnade schickte Gott
den Menschen Propheten und Gesandte und offenbarte Schriften, um den
menschlichen Geist zu nähren. Die Göttliche Gnade enthüllte sich in der Thora
von Moses:
“…In ihrer Schrift ist Rechtleitung und
Barmherzigkeit für die, die vor ihrem Herrn Ehrfurcht haben.” (Quran 7:154)
Und die Offenbarung des Quran:
“…Dies sind einsichtbringende Zeichen von eurem
Herrn und Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.” (Quran
7:203)
Gnade wird nicht aufgrund der Verdinste
einiger Vorfahren erwiesen. Göttliche Barmherzigkeit wird dafür erwiesen, daß
man auf der Grundlage von Gottes Wort handelt und seiner Rezitation zuhört:
“Und dies (der Quran) ist ein Buch, das Wir (als
Offenba-rung) hinabgesandt haben, ein gesegnetes (Buch). So folgt ihm und seid
gottesfürchtig, auf daß ihr Erbarmen findet.” (Quran 6:155)
“Und wenn der Quran vorgetragen wird, dann hört
ihm zu und horcht hin, auf daß ihr Erbarmen finden möget!” (Quran 7:204)
Barmherzigkeit ist das Ergebnis des
Gehorsams:
“Und verrichtet das Gebet und entrichtet die
Abgabe und gehorcht dem Gesandten, auf daß ihr Erbarmen finden möget!” (Quran
24:56)
Gottes Barmherzigkeit ist die Hoffnung des
Menschen. Folglich flehen die Gläubigen Gott um Sein Erbarmen an:
“...Und auch Ayyub, als er zu seinem Herrn rief:
‘Mir ist gewiß Unheil widerfahren, doch Du bist der Barmherzigste der
Barmherzigen!” (Quran 21:83)
Sie erflehen Gottes Gnade für die Gläubigen:
“Unser Herr, lasse unsere Herzen nicht
abschweifen, nachdem Du uns rechtgeleitet hast, und schenke uns Erbarmen von
Dir aus. Du bist ja der unablässig Schenkende.” (Quran 3:8)
Und sie erflehen Gottes Gnade für ihre
Eltern:
“…Mein Herr, erbarme Dich ihrer, wie sie mich
aufgezogen haben, als ich klein war.” (Quran 17:24)
Zuweisung der Göttlichen Gnade
Göttliche Barmherzigkeit umfaßt die
Gläubigen und die Ungläubigen, die Gehorsamen und die Aufständischen, aber in
dem Leben, das kommen wird, wird sie für die Gläubigen reserviert sein. Ar-Rahman
ist zu allen Geschöpfen dieser Welt gnädig, aber im jenseitigen Leben wird
Seine Gnade den Gläubigen vorbehalten sein. Ar-Rahiem wird Seine Gnade
am Tag des Gerichts an die Gläubigen verteilen:
“…Mit Meiner Strafe treffe Ich, wen Ich will,
aber Meine Barmherzigkeit umfaßt alles. Ich werde sie für die bestim-men, die
gottesfürchtig sind und die Abgabe entrichten und die an Unsere Zeichen glauben,
die dem Gesandten, dem schriftunkundigen Propheten, folgen, den sie bei sich in
der Thora und im Evangelium aufgeschrieben finden. ….” (Quran 7:156-157)
Die Göttliche Aufteilung der Gnade wurde
von dem Propheten des Islam folgendermaßen beschrieben:
“Gott erschuf die Barmherzigkeit in
einhundert Teilen. Einen Teil davon verteilte Er unter Seinen Geschöpfen,
aufgrund dessen sie Zuneigung zueinander empfinden. Die verbleibenden
neunundneunzig Teile bewahrte Gott für den Tag des Gerichts auf, um Seine
Diener zu beehren.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim, Al-Tirmidhi, und
andere.)
Ein einfacher Teil der Göttlichen
Barmherzigkeit erfüllt die Himmel und die Erde, läßt die Menschen einander
lieben und Raubtiere und Vögel zusammen Wasser trinken.
Aber die Barmherzigkeit Gottes, die am Tag
des Gerichts zur Wirkung kommt, ist entsprechend gewaltiger als das, was wir in
diesem Leben kennengelernt haben; genau wie die Strafe Gottes das, was wir hier
erfahren haben, beiweitem übertreffen wird. Der Prophet des Islam erklärte die
beiden Extreme dieser Göttlichen Eigenschaften:
“Wenn ein Gläubiger wüßte, welche
Strafe Gott bereit hält, würde er verzweifeln und nicht ein einziger würde
ahnen, das Paradies erreichen zu können. Wenn ein Ungläubiger von der überaus
großen Barmherzigkeit Gottes wüßte, würde nicht ein einziger daran zweifeln,
das Paradies erreichen zu können.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim,
Al-Tirmidhi)
Also überwiegt gemäß der islamischen Lehre
die Göttliche Barmherzigkeit den Göttlichen Zorn:
“Wahrlich, Meine Barmherzigkeit
überwiegt Meinen Zorn.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim)
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Die Göttliche Gnade (teil 3 von 3): Der Sünder
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Beschreibung: Wie die Gnade Gottes jene miteinschließt, die der Sünde verfallen.
von IslamReligion.com
- Veröffentlicht am 31 Mar 2008 - Zuletzt verändert am 31 Mar 2008
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> Über Gott
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Gottes Gnade ist jedem einzelnen von uns
äußerst nah, darauf wartend, uns zu umgeben, wenn wir bereit dazu sind. Der
Islam erkennt die Neigung des Menschen, zu sündigen, denn Gott hat den Menschen
schwach erschaffen. Der Prophet - Ehre und Heil auf ihm -
stellte fest:
“Alle Kinder Adams irren ständig...”
Zur gleichen Zeit läßt Gott uns wissen,
daß Er Sünden vergibt. Derselbe Hadith geht weiter:
“…aber die besten von denen, die
ständig irren sind jene, die ständig bereuen.” (Al-Tirmidhi, Ibn
Majah, Ahmad, Hakim
Gott sagt:
“Sag: O Meine Diener, die ihr gegen euch selbst
maßlos gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit.
Gewiß, Gott vergibt die Sünden alle. Er ist ja der Allvergebende und
Barmherzige.” (Quran 39:53)
Muhammad, der Prophet der Gnade -Segen und
Heil auf ihm-, ist beauftragt worden, allen Menschen die guten Neuigkeiten zu
übermitteln.
“Tue Meinen Dienern kund, daß Ich es bin, der
Allvergebend und Barmherzig ist...” (Quran 15:49)
Reue zieht Göttliche Barmherzigkeit an:
“…Würdet ihr doch Gott um Vergebung bitten, auf
daß ihr Erbarmen finden möget!” (Quran 27:46)
“…Gewiß, die Barmherzigkeit Gottes ist den Gutes
Tuenden nahe.” (Quran 7:56)
Seit den frühesten Zeiten hat Gottes
Barmherzigkeit die Gläubigen vor dem drohenden Verderben bewahrt:
“Und als Unser Befehl kam, erretteten Wir Hud
und diejenigen, die mit ihm glaubten, durch Barmherzigkeit von Uns.” (Quran
11:58)
“Als Unser Befehl kam, erretteten Wir Schuaib
(Jethro) und diejenigen, die mit ihm glaubten, durch Barmherzigkeit von Uns.” (Quran
11:94)
Die Vollständigkeit der Zuneigung Gottes
zu dem Sünder kann man an dem Folgenden sehen:
1. Gott nimmt die Reue an
“Und Gott will eure Reue annehmen; diejenigen
aber, die ihren Begierden folgen, wollen, daß ihr (vom rechten Weg) völlig
abweicht.” (Quran 4:27)
“Wissen sie denn nicht, daß Gott es ist, Der die
Reue von Seinen Dienern annimmt und die Almosen nimmt, und daß Gott der
Reue-Annehmende und Barmherzige ist?” (Quran 9:104)
2. Gott liebt den Sünder, der
bereut
“…Wahrlich, Gott liebt diejenigen, die sich
(Ihm) reuevoll zuwenden...” (Quran 2:22)
Der Prophet sagte:
“Wenn die Menschen keine Sünden
begehen würden, würde Gott andere Geschöpfe erschaffen, die Sünden begehen
würden. Dann würde Er jenen vergeben, denn Er ist der Allvergebende, der
Barmherzige.” (Al-Tirmidhi, Ibn Majah, Musnad Ahmed)
3. Gott ist hocherfreut, wenn
der Sünder bereut, denn er wird sich bewußt, daß er einen Herrn hat, Der Sünden
vergibt!
Der Prophet sagte:
“Gott ist über die Reue Seines
Dieners, wenn er bereut, erfreuter als irgendeiner von euch es wäre, wenn er
sein Kamel wiederfände, mit dem er durch eine kahle Wüste geritten war und es
war ihm mit seinem Essen und Trinken entlaufen. Als er die Hoffnung aufgegeben
hatte, kam er zu einem Baum und legte sich in den Schatten. Und dann, als er
ganz verzweifelt war, kam das Kamel und stellte sich an seine Seite. Da ergriff
er seine Zügel und rief vor Freude: ‘O Gott, Du bist mein Diener und ich bin
Dein Herr!’ - diesen Fehler machte er aufgrund seiner außerordentlichen
Freude.” (Sahieh Muslim)
4. Das Tor der Reue ist Tag und Nacht
geöffnet
Die Göttliche Gnade gewährt jeden Tag und
jede Nacht im Jahr Vergebung. Der Prophet sagte:
“Gott streckt Seine Hand in der Nacht
aus, um die Reue desjenigen anzunehmen, der am Tag sündigte, und Er streckt
Seine Hand am Tag aus, um die Reue desjenigen anzunehmen, der in der Nacht sündigte
– bis (der Tag kommt, an dem) die Sonne vom Westen aufgeht (eines der größeren
Zeichen für den Tag des Gerichts).” (Sahieh Muslim)
5. Gott nimmt die Reue sogar an, wenn
die Sünden wiederholt werden
Gott zeigt dem Sünder wiederholt Seine
Zuneigung. Gottes liebende Barmherzigkeit für die Kinder Israels war
offensichtlich, bevor sie die Sünde mit dem goldenen Kalb begangen hatten,
behandelte Gott Israel Seiner Zuneigung entsprechend, und sogar nach ihrer
Sünde war Er gnädig zu ihnen. Ar-Rahman sagt:
“Und als Wir Uns mit Moses auf vierzig Nächte
(auf dem Berg Sinai) verabredeten, da nahmt ihr dann nach ihm das (goldene)
Kalb (als Gottheit) an, womit ihr Unrecht tatet. Hierauf, nach alledem,
verziehen Wir euch, auf daß ihr dankbar wäret.” (Quran 2:51-52)
Der Prophet sagte:
“Ein Mann beging eine Sünde und sagte
dann: ´O mein Herr, vergib mir meine Sünde´, da sagte Gott: ´Mein Diener hat
gesündigt, dann wurde er gewahr, daß er einen Herrn hat, der ihm Sünden
vergeben kann und der ihn dafür bestrafen kann.´ Darauf wiederholte der Mann
die Sünde und sagte dann: ´ O mein Herr, vergib mir meine Sünde´, da sagte
Gott: ´Mein Diener hat gesündigt, dann wurde er gewahr, daß er einen Herrn hat,
der ihm Sünden vergeben kann und der ihn dafür bestrafen kann.´ Darauf
wiederholte der Mann die Sünde (ein drittes Mal) und sagte dann: ´ O mein Herr,
vergib mir meine Sünde´, da sagte Gott: ´Mein Diener hat gesündigt, dann wurde
er gewahr, daß er einen Herrn hat, der ihm Sünden vergeben kann und der ihn
dafür bestrafen kann. Tue was du möchtest, denn Ich habe dir vergeben´” (Sahieh
Muslim
6. Das Annehmen des Islam löscht alle
vorherigen Sünden
Der Prophet hat erklärt, daß das Annehmen
des Islam alle vorherigen Sünden des neuen Muslim tilgt, ganz gleich wie schwer
sie waren, unter einer Bedingung: der neue Muslim nimmt den Islam einzig und
allein für Gott an. Manche Leute fragten den Gesandten Gottes: ´O Gesandter
Gottes, werden wir für das zur Verantwortung gezogen, was wir in den Tagen der
Unwissenheit getan haben, bevor wir den Islam annahmen? Er antwortete:
“Wer auch immer den Islam einzig und
allein für Gott annimmt, wird (dafür) nicht zur Rechenschaft gezogen, aber
einer, der das aus einem anderen Grund tat, ist verantwortlich für die Zeit vor
dem Islam und danach.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim
Obwohl die Barmherzigkeit Gottes
ausreicht, um jegliche Sünde zu verdecken, befreit das den Menschen nicht von
seiner Verantwortlichkeit, sich richtig zu verhalten. Disziplin und harte
Arbeit sind auf dem Weg zur Erlösung erforderlich. Das Gesetz der Erlösung im
Islam berechnet den Glauben und das Einhalten der Gesetze, nicht den
bloßen Glauben an Gott. Wir sind schwach und unvollkom-men, und Gott hat uns
so geschaffen. Wenn wir uns nicht ausreichend an das Heilige Gesetz halten
können, ist der Liebende Gott bereit, zu vergeben. Vergebung erreicht man
einfach durch die Bekennung seiner Sünden vor Gott allein und dadurch, daß wir
Ihn um Sein Erbarmen anflehen, mit der festen und aufrichtigen Absicht, diese
Sünde nicht wieder zu tun. Aber man sollte sich immer vor Augen halten, daß
man das Paradies nicht aufgrund seiner Taten allein verdient, sondern es wird
uns durch Gottes Gnade verliehen. Der Prophet der Barmherzigkeit machte diese
Tatsache deutlich:
“Kein einziger von euch wird aufgrund
seiner Taten allein das Paradies betreten.” Sie fragten: “Nicht einmal du, o
Gesandter Gottes?” Er sagte: “Nicht einmal ich, wenn Gott mich nicht mit
Seiner Gnade und Barmherzigkeit umgibt.” (Sahieh Muslim
Der Glaube an Gott, das Festhalten an
Seinem Gesetz und gute Taten werden als Grund und nicht als Preis für
den Eintritt ins Paradies betrachtet.
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