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Dua (Bittgebet) (teil 1 von 4): Was ist Dua?

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  • von Aisha Stacey (© 2015 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 02 Mar 2015
  • Zuletzt verändert am 08 Jan 2017
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  • Gesehen: 38680 (Tagesmittelwerte: 41)
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Dua – ein Arabisches Wort, hier mit lateinischen Buchstaben geschrieben.  Drei kleine Buchstaben aus denen ein Wort besteht, und ein Thema das lang und atemberaubend ist.  Dieses Wort ‘Dua’ könnte grob übersetzt werden als Bittgebet oder Anrufung.  Obwohl kein Wort die Bedeutung von Dua angemessen übersetzen kann.  Bittgebet, das bedeutet, mit einer Gottheit zu kommunizieren, kommt der Sache näher als einfach Anrufung, was manchmal auch für das rufen von Geistern oder Teufeln benutzt wird. 

In der islamischen Terminologie ist Dua eine Verrichtung des Bittgebets.  Es ist ein Anrufen Gottes; es ist eine Unterhaltung mit Gott, unserem Schöpfer, unserem Herrn, dem Allwissenden und dem Allmächtigen.  Tatsächlich ist das Wort abgeleitet von der arabischen Wurzel für rufen oder berufen.  Dua ist erhebend, befähigend, befreiend und umwandelnd, und es ist eine der machtvollsten und effektivsten gottesdienstlichen Handlungen, die ein Mensch verrichten kann.  Das Dua wurde auch als Waffe des Gläubigen bezeichnet.   Es festigt den Glauben an Einen Gott und meidet alle Formen der Mehrgötterei oder des Götzendiensts.  Dua ist im wesentlichen die Ergebung zu Gott und eine Manifestation der Bedürfnisse einer Person nach Gott.

Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: "Ein Diener ist seinem Herrn am nächsten, wenn er sich in der Niederwerfung befindet.  Also vermehrt die Bittgebete in den Niederwerfungen.’’[1]  "Das Bittgebet eines jeden von euch wird gewährt, wenn er nicht ungeduldig wird, und sagt: `Ich machte Bittgebet zu meinem Herrn, aber mein Gebet wurde nicht gewährt.’’[2]

An dieser Stelle ist es wichtig zu verstehen, was genau Dua ist, es wäre leichter für jemanden mit christlichem Hintergrund zu denken, dass das Dua ein Gebet wäre.  Dua hat sicherlich einige Ähnlichkeit mit dem Gebet der Christen, allerdings sollte es nicht durcheinander gebracht werden mit dem, was die Muslime als Gebet bezeichnen.  Das Gebet oder auf Arabisch-Salat, ist eine der Säulen des Islam, und wenn ein Muslim die fünf täglichen Gebete verrichtet, vollbringt er eine physikalische Form des Dua, indem er Gott mit seinen Taten darum bittet, den Himmel zu gewähren.  Während des gesamten Gebets bittet man Gott direkt.  

Für Muslime besteht das Gebet aus festgelegten rituellen Bewegungen und Worten, die zu festen Zeiten fünfmal täglich ausgeführt werden.   Gott sagt im Qur´an: "Wahrlich das Gebet zu bestimmten Zeiten ist für die Gläubigen eine Pflicht."  (Quran 4:103)  Muslime beten am frühen Morgen vor Sonnenaufgang, in der Mitte des Tages, am Nachmittag, bei Sonnenuntergang und in der Nacht.  Das Gebet ist eine gottesdienstliche Handlung, bei der ein Muslim seinen Glauben an den Einen Gott bestätigt und seine Dankbarkeit zeigt.  Es ist eine direkte Verbindung zwischen Gott und dem Gläubigen, und es ist eine Verpflichtung. 

Das Dua andererseits ist die Art des Muslims jederzeit die Verbindung zu Gott zu spüren, immer und überall.  Muslim rufen regelmäßig zu Gott, während des Tags und in der Nacht.  Sie erheben ihre Hände zum Bittgebet und bitten um Seine Hilfe, Gnade und Vergebung.  Dua beinhaltet Lobpreisen, Danken, Hoffnung und Anrufung Gottes, einem in der Not beizustehen oder seine oder ihre Bitten zu erfüllen. 

Dua kann für den Einzelnen gemacht werden, seine Familie, Fremde, diejenigen in widrigen Umständen, für die Gläubigen, und sogar für die gesamte Menschheit.  Wenn man Dua macht, ist es erlaubt, um Gutes in diesem Leben und im Jenseits zu bitten.  Eine Person, die Dua macht, sollte nichts zurück halten, sondern sie sollte Gott bitten, ihr alles zu gewähren, sowohl die größten als auch die kleinsten Bitten.  

Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, ermutigte die Gläubigen, Dua zu machen.  Er sagte: "Das Dua eines Muslim für seinen Bruder in seiner Abwesenheit wird ohne Weiteres akzeptiert.  Ein Engel wird an seine Seite aufgestellt.  Immer wenn er ein nützliches Dua für seinen Bruder macht, sagt der beauftragte Engel: Amin.  Und mögest du mit demselben gesegnet sein.".[3]

Obwohl das machen von Dua keine Verpflichtung ist, gibt es zahlreichen Nutzen darin, regelmäßig und mit vollständiger Ergebenheit Dua zu Gott zu machen.  Die Nähe zu Gott spüren, was bei aufrichtigem Dua der Fall ist, verstärkt den Glauben, gibt den Bekümmerten Hoffnung und Erleichterung, bewahrt den Bittenden vor Verzweiflung und Isolation.  Im gesamten Qur´an ermutigt Gott den Gläubigen, Ihn anzurufen, Er sagt uns, wir sollen unsere Träume, Hoffnungen, Ängste und Unsicherheiten vor Ihn bringen und uns sicher sein, dass Er jedes Wort hört. 

Dir (allein) dienen wir, und Dich (allein) bitten wir um Hilfe. (Quran 1:5)

Und euer Herr sprach: "Bittet Mich; Ich will eure Bitte erhören. Die aber, die zu Überheblich sind, um Mir zu dienen, werden unterwürfig in Gahannam eintreten." (Quran 40:60)

Sprich: "O meine Diener, die ihr euch gegen eure eigenen Seelen vergangen habt, verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit; denn Gott vergibt alle Sünden; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige. (Quran 39:53)

Sprich: "Ruft Gott an oder ruft den Barmherzigen an - bei welchem (Namen) ihr (Ihn) immer anruft, Ihm stehen die Schönsten Namen zu." (Quran 17:110)

Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich nahe; Ich höre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich ruft. Deshalb sollen sie auf Mich hören und an Mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg einschlagen. (Quran 2:186)

Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, bezeichnete das Dua als den Kern der Anbetung.[4]  Er regte ebenfalls an, dass der Gläubige demütig sein solle, aber fest, wenn er Dua macht, und sagte: "Wenn einer von euch bittet, sollte er nicht sagen: ‘O Gott, vergib mir, wenn Du willst,’ sondern er soll fest bleiben beim Bitten und seinen Wunsch groß machen, denn was Gott ihm gibt, ist nichts Großes für Ihn."[5]

Wenn wir Dua machen, wenn wir zu Gott in der Stunde der Not rufen, oder unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, oder aus irgend einem anderen Grund, einschließlich des Trostes, dass wir uns einfach Gott nahe fühlen, müssen wir daran denken, unsere Aufrichtigkeit und unsere Absicht zu überprüfen.  Das Dua muss an Gott Allein gerichtet sein, Der keine Partner, Söhne, Töchter oder Vermittler hat.  Unsere Absicht, wenn wir Dua machen, muss sein, Gott zufrieden zu stellen, Ihm zu gehorchen und Ihm vollständig zu vertrauen. 

Wenn jemand Dua macht, gibt ihm Gott, worum er gebeten hat, oder er wendet Schaden von ihm ab, der größer ist, als das, worum er gebeten hat, oder Er kann das, worum Er gebeten hat, für das Jenseits aufbewahren.  Gott hat uns befohlen, Ihn anzurufen, und Er hat versprochen, unseren Ruf zu beantworten.  Im nächsten Artikel werden wir die Art und Weise wie man Dua macht, besprechen und diskutieren, warum einige Duas anscheinend nicht beantwortet werden. 



Fußnoten:

[1] Sahieh Muslim

[2] Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim

[3] Sahieh Muslim

[4] At Tirmidhi

[5] Sahieh Muslim

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