Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 1 von 13): Eine islamische Grundlage
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Beschreibung: Die Grundlagen der Religion, welche die allgemeinen Rechte von Nicht-Muslimen im Islam sichern.
von IslamReligion.com (Original von Dr. Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 24 Oct 2011 - Zuletzt verändert am 24 Oct 2011
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> Aktuelle Angelegenheiten
> Islam und Nicht-Muslime
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Einführung
Der Islam ist eine Religion der Barmherzigkeit
für alle Menschen, Muslime wie Nicht-Muslime. Der Prophet wurde im Qur´an als Barmherzigkeit
beschrieben, aufgrund der Botschaft, die er für die Menschheit brachte:
“Und
Wir entsandten dich nur aus Barmherzigkeit für alle Welten.”
(Quran 21:107)
Wenn jemand die Bestimmungen des Islam
unvoreingenommen analysiert, wird ihm die Gnade, die in diesem Vers erwähnt
wird, auffallen. Einer der Aspekte, die eine Verkörperung Seiner
Barmherzigkeit darstellen, ist die Art, wie die Gesetzgebung des Islam mit
Menschen anderen Glaubens umgeht. Die tolerante Haltung des Islam gegenüber
Nicht-Muslimen, egal ob es solche sind, die in ihren eigenen Ländern leben oder
in den muslimischen Ländern, kann in der Geschichte deutlich erkannt werden.
Diese Tatsache wird nicht nur von Muslimen vorgebracht, sondern viele
nicht-muslimische Historiker unterstützen sie ebenfalls. Patriarch
Ghaytho schrieb:
‘Die Araber, denen der Herr die Kontrolle über die Welt gegeben hat,
behandeln uns so, wie ihr wisst; sie sind nicht die Feinde der Christen. In
der Tat loben sie unsere Gemeinschaft und behandeln unsere Priester und
Heiligen mit Würde und bieten Kirchen und Klöstern ihre Hilfe an.’
Will Durant schrieb:
‘In der Zeit des Umayyiden Khalifats genossen die Völker des Bundes,
Christen, Zoroastrier, Juden und Sabäer, alle einen Grad der Toleranz, den wir noch
nicht einmal heute in christlichen Ländern finden. Sie konnten die Rituale
ihrer Religion frei ausüben und ihre Kirchen und Tempel wurden geschützt. Sie
genossen Autonomie , in der sie den religiösen Gesetzen ihrer Gelehrten und
Richter unterstanden.’
Diese gerechten Beziehungen zwischen
Muslimen und Leuten anderen Glaubens waren nicht bloß Politik der muslimischen
Herrscher, sondern sie waren ein direktes Ergebnis der Lehren der islamischen
Religion, einer, die predigt, dass Andersgläubige frei sind, ihren eigenen
Glauben zu praktizieren, und nur die Rechtleitung annehmen, wenn es ihre eigene
Wahl ist. Gott sagt im Qur´an:
“Es
gibt keinen Zwang im Glauben…” (Quran 2:256)
Der Islam fordert nicht nur ihre Freiheit
bei der Ausübung ihres Glaubens, sondern auch, dass sie gerecht behandelt
werden, wie jeder andere Mitmensch auch. Der Prophet warnte vor jeglichem
Missbrauch an Nicht-Muslimen in einer islamischen Gesellschaft:
“Hütet euch! Wer grausam und hart zu
einer nicht-muslimischen Minderheit ist, ihre Rechte beschneidet, ihnen mehr
auferlegt, als sie ertragen können oder ihnen irgendetwas gegen ihren freien
Willen nimmt; ich (Muhammad) werde gegen diese Person am Tag des Gerichts die Beschwerde
vorbringen.” (Abu Dawud)
Wie weit ist diese Eigenheit von der
Mehrheit der Nationen entfernt, die bis zum heutigen Tag nicht nur die Rechte
fremder Religionen unterdrücken, sondern die Rechte fremder Völker und Rassen!
Zu einer Zeit, wo die Muslime von den mekkanischen Götzendienern zu Tode
gefoltert wurden, wo Juden im christlichen Europa verfolgt wurden und
zahlreiche Völker wegen ihrer besonderen Rasse oder Kaste unterjocht wurden,
rief der Islam zu einer gerechten Behandlung aller Völker und aller Religionen
auf, aufgrund seiner barmherzigen Lehren, die der Menschheit das Recht ihrer
Menschlichkeit gaben.
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 2 von 13):Nicht-muslimische Bewohner
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Beschreibung: Die Arten nicht-muslimischer Gesellschaften innerhalb einer islamischen Nation und eine Einführung in allgemeine Rechte von Nicht-Muslimen im Islam.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Dr. Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 31 Oct 2011 - Zuletzt verändert am 31 Oct 2011
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> Aktuelle Angelegenheiten
> Islam und Nicht-Muslime
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Es wird heutzutage viel über die
Zugeständnisse gesprochen, die der Islam den anderen Religionen in der Welt
macht. Einige sind der Meinung, der Islam ordne an, dass Muslime die ganze
Welt bekämpfen müssten, bis jeder Muslim wird, sie schaffen schlechte Gefühle,
ohne wirklich zu wissen, was die Religion tatsächlich in dieser Hinsicht oder
vielmehr über die Existenz von Nicht-Muslimen in einem islamischen Land sagt.
Wenn es um Bewohner einer muslimischen
Gesellschaft geht, werden Nicht-Muslime in drei Arten eingeteilt. Diese drei
Arten zu verstehen, wird das Verständnis der Beziehungen zwischen Muslimen und
Menschen anderen Glaubens in einer islamischen Gesellschaft vertiefen:
Einteilung von Nicht-Muslimen
A. Dauernde Einwohner
Muslimische Juristen verwenden den
Ausdruck ´Verbündete´ (arabisch ‘dhimmi’ oder ‘Ahl ul-Dhimma’ ), wenn sie
nicht-muslimische Einwohner meinen. Es ist kein abwertender Begriff, wie es
manche erscheinen lassen. In arabischer Sprache bedeutet das Wort ´dhimma´
einen Schutzvertrag für Nicht-Muslime, die in einem muslimischen Territorium
leben. Ein ähnlicher Begriff, ‘Ahl ul-Dhimma’ , bedeutet ´Leute des
Bündnisses´, denn sie stehen unter dem Schutz durch den Bund, den der Prophet
Muhammad und die Muslime ihnen zugestanden haben.
Nicht-Muslimen wird in der muslimischen Gesellschaft Schutz
garantiert, solange sie eine Kopfsteuer zahlen und sich an bestimmte Regelungen
halten, die im islamischen Gesetz erwähnt werden. Dieses Schutzbündnis ist
nicht auf eine bestimmter Dauer beschränkt; vielmehr besteht es tatsächlich
solange, wie sich diejenigen, die das Bündnis schlossen, an die Bedingungen
halten. Die gute Absicht hinter dem Begriff ´dhimmi´ kann man an dem Brief
sehen, den der Khalif Abu Bakr as-Siddiq
den Nicht-Muslimen von Najran geschrieben hat:
‘Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Dies ist die niedergeschriebene
Bestätigung von Gottes Diener, Abu Bakr, dem Nachfolger Muhammads, des
Propheten und Gesandten Gottes. Er bestätigt für euch die Rechte eines
beschützten Nachbarn, in euch selbst, euren Ländern, eurer religiösen
Gemeinschaft, eurem Reichtum, Gefolgsleute und Diener, diejenigen, von euch,
die anwesend oder abwesend sind, eure Bischöfe und Mönche und Klöster und alles,
das ihr besitzt, sei es groß oder klein. Nichts davon soll euch genommen
werden und ihr sollt volle Kontrolle darüber haben...’
Ein weiteres Beispiel ist die Aussage des
berühmten klassischen Gelehrten des Islam, Imam Awza’i
in seinem Brief an den Gouverneur der Abbassiden Salih b. ‘Ali b.
Abdullah über die Leute des Bündnisses. “Sie sind keine Sklaven, also hütet
euch davor, ihren Status zu ändern, nachdem sie in Freiheit gelebt hatten. Sie
sind freie Leute des Bündnisses.”
In Anerkennung dieser Tatsache schrieb Ron
Landau:
‘Im Gegensatz zum christlichen Reich, das
versuchte, das Christentum seinen Untertanen aufzuzwingen, gewährten die Araber
religiösen Minderheiten Anerkennung und akzeptierten ihre Anwesenheit. Juden,
Christen und Zoroastrier waren als Leute des Bündnisses bekannt; mit anderen
Worten diese Nationen genossen einen beschützten Status.’
B. Zeitweilige Bewohner
Diese Kategorie enthält zwei Arten:
1)
Die Bewohner
nicht-muslimischer Länder, die zeitweilig zur Arbeit, Ausbildung, zu diplomatischen
Zwecken und ähnliches in muslimische Länder kommen, und die mit den Muslimen durch
Friedensabkommen, zwischenstaatliche Verträge oder andere Mechanismen in Frieden
leben. Muslimische Juristen sprechen auf arabisch von ihnen als mu’aahadun,
was ´diejenigen, mit denen ein Abkommen besteht´, bedeutet.
2)
Die Bewohner von
nicht-muslimischen Ländern, die zeitweilig zur Arbeit, Ausbildung, zu
diplomatischen Zwecken und ähnliches in muslimische Länder kommen und mit denen
die Muslime keinen Friedensvertrag haben oder die mit den Muslimen im
Kriegszustand liegen. Muslimische Juristen sprechen auf arabisch von ihnen als
musta’minun, was ´Schutzsuchende´ bedeutet.
Alle Gruppen besitzen allgemeine Rechte,
die ihnen gemein sind, und exclusive Rechte, die für jede Gruppe spezifisch
sind. Wir werden unsere Diskussion möglichst auf die allgemeinsten,
gemeinsamen Rechte beschränken, um übermäßige Details zu vermeiden.
Die allgemeinen Rechte von Nicht-Muslimen
Der Begriff “Menschenrechte” ist relativ
neu, erst seit dem Zweiten Weltkrieg, der Gründung der Vereinten Nationen 1945
und der Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die
Generalversammlung der UN 1948 im täglichen Sprachgebrauch.
Obwohl sein Auftauchen im internationalen Recht eine ziemlich
neue Entwicklung ist, ist die Vorstellung von den Menschenrechten selbst nich
neu. Wenn man die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mit den
Menschenrechten vergleicht, die der Islam bereits vor 1400 Jahren garantiert
hatte, kann man den hohen Grad an moralischer Entwicklung erkennen, die der
Islam bereits vor der allgemeinen Erklärung erreicht hat.
Dieser moralische Standard war nicht das Ergebnis menschlicher
intellektueller Bemühungen. Der Quell islamischer Moral ist Gott. Der
göttliche Standard liefert wahre Vollständigkeit und Tiefe in den Bedürfnissen
der Menschen. Er liefert alles, was der menschlichen Rasse Nutzen bringt und
hält jeglichen Schaden fern. Eine objektive Studie wird unweigerlich zu der
Schlussfolgerung führen, ´dass es keine Religion und keinen Moralkodex auf der
Erde gibt, der der treuen Bekräftigung dieser Rechte mehr großzügige
Aufmerksamkeit beimisst als der Islam, der einzeln auf sie eingeht, sie
erläutert und verkündet.’
Die Schariah, der Gesetzes – und Moralkodex
des Islam, beschränkt sich nicht nur darauf, nur den Muslimen ihre Rechte zu
geben. Eines ihrer Unterscheidungsmerkmale ist, dass Nicht-Muslime viele
dieser Rechte teilen. Tatsächlich ist das allgemeine Prinzip, dass
Nicht-Muslime dieselben Rechte und Pflichten besitzen wie Muslime.
Dieser Aspekt der Religion ist einzigartig am Islam und wurde
vielleicht noch von keiner anderen Weltreligion erreicht. Wenn wir
beispielsweise das Christentum betrachten, sagt Professor Joseph Heath von der
Universität von Toronto: ‘Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass man
die Bibel durchsucht, und keine einzige Erwähnung von „Rechten“ fimdet. Man
kann auch in der folgenden 1500 Jahren des Christentums keine Erwähnung von irgendwelchen
Rechten finden. Dies ist so, weil diese Vorstellung absolut fehlt.’
Nicht-Muslime haben im Islam viele Rechte.
Wir werden unsere Diskussion auf die wichtigsten davon beschränken, wie
Glaubensfreiheit, Recht auf Arbeit, Wohnung, Bewegungsfreiheit und Bildung.
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 3 von 13):Nicht-muslimische Bewohner
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Beschreibung: Das Recht der Nicht-Muslime auf die Bewahrung ihrer Menschenwürde mit einer Erläuterung historischer Vorfälle und Beweisen aus den Texten.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Dr. Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 07 Nov 2011 - Zuletzt verändert am 07 Nov 2011
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> Aktuelle Angelegenheiten
> Islam und Nicht-Muslime
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Gott hat die Menschen mit einer bestimmten
Würde geschaffen, Muslime und Nicht-Muslime gleichermaßen, und Er hat ihren
Rang über vieles Seiner Schöpfung erhoben. Gott sagt im Qur´an:
“Und
wahrlich, Wir haben die Kinder Adams geehrt und sie über Land und Meer getragen
und sie mit guten Dingen versorgt und sie ausgezeichnet eine Auszeichnung vor
jenen vielen, die Wir erschaffen haben.” (Quran 17:70)
Als ein Zwichen der Ehre und um seinen
Rang zu erhöhen, befahl Gott den Engeln, sich aus Demut vor Adam, dem Vater der
Menschheit, niederwerfen. Gott teilt uns im Qur´an mit:
“Und
als Wir da zu den Engeln sprachen: "Werft euch vor Adam nieder", da
warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er weigerte sich.” (Quran
20:116)
Gott hat der Menschheit viel Segen
angedeihen lassen, einige sind offensichtlich, während andere verborgen sind. Zum
Beispiel stellte Erdie Himmel und die Erde den Menschen zur Verfügung, um sie
zu ehren. Er sagt:
“Allah
ist es, der die Himmel und die Erde erschuf und Wasser aus den Wolken
niederregnen ließ und damit Früchte zu eurem Unterhalt hervorbrachte; und Er
hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, damit sie auf dem Meer auf Seinen
Befehl fahren, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht.” (Quran
14:32-34)
Der Gott-gegebene Rang der Menschheit
bildet die Grundlage des Grundprinzips der Menschenwürde im Islam; egal ob die
Person Muslim oder Nicht-Muslim ist. Der Islam betont, dass der Ursprung der
Menschheit ein einziger ist; daher besitzen alle Menschen bestimmte Rechte den
anderen gegenüber. Gott sagt:
Allah
ist es, der die Himmel und die Erde erschuf und Wasser aus den Wolken
niederregnen ließ und damit Früchte zu eurem Unterhalt hervorbrachte; und Er
hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, damit sie auf dem Meer auf Seinen
Befehl fahren, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht.” (Quran 49:13)
Der Gesandte Gottes erklärte diese
Tatsache in seiner Abschiedspilgerfahrt, indem er sich an die größte
Versammlung in der arabischen Geschichte wandte:
“Ihr Menschen, hört, dass euer Herr
Einer ist. Ihr sollt wissen, dass kein Araber einen Vorrang vor einem
Nicht-Araber besitzt, und kein Nicht-Araber besitzt einen Vorrang vor einem
Araber, und auch kein roter vor einem schwarzen Mann, kein schwarzer vor ein
roten Mann, außer in seiner Gottesfurcht. Habe ich euch die Botschaft
überbracht?”
Ein Beispiel für die Bewahrung der
Menschenwürde von Nicht-Muslimen ist das Recht darauf, dass ihre Gefühle
respektiert werden, beispielsweise dass ihnen gegenüber gutes Benehmen in Ansprachen
und Diskussionen gegenüber gebracht wird, in Gehorsamkeit zu dem Befehl Gottes:
“Und wenn sie ein Hauch von der Strafe deines Herrn berührt,
dann werden sie sicher sagen: "O wehe uns, wir waren wahrlich Frevler!’”
(Quran 21:46)
Nicht-Muslime besitzen das Recht, dass man
sich über ihren religiösen Glauben nicht lustig macht. Es mag keine
Übertreibung sein, festzustellen, dass keine andere Religionsgemeinschaft oder
Sekte auf der Welt so fair gegenüber anderen Ansichten ist. Lasst uns als
Beispiel einen Vers aus dem Qur an betrachten:
“Sprich: "Wer gibt euch Nahrung von den Himmeln und der
Erde?" Sprich: "Allah. Entweder wir sind oder ihr seid auf dem
rechten Weg oder in offenkundigem Irrtum.” (Quran 34:24)
Dieser Vers endet mit dem, was arabische
Sprachwissenschaftler als rhetorische Frage bezeichnen, deren Antwort zum
Allgemeinwissen gehört, dass von den Zuhörern vorausgesetzt wird. Dieser Vers
blendet die Sicherheit mit Zweifel: Muslime folgen der Rechtleitung und der
Irrtum der Nichtgläubgen wird als etwas Zweifelhaftes vorgestellt. Indem Er
dies tut, betont Gott die Wahrheit, in dem Er dem Leser gestattet, Seinen
eigenen Schluss zu ziehen. Gott sagt in diesem Vers nicht, wer der
Rechtleitung folgt und wer nicht. Der Vers behandelt dien fiktiven “Gegner”
mit Gerechtigkeit, indem er ein Argument präsentiert, und dem Zuhörer erlaubt,
zu urteilen. Az-Zamakhshiri, ein klassischer Sprachwissenschaftler und
Qur´anausleger, bearbeitet diese Tatsache:
‘Dies ist vergleichende Rede: wer sie hört, Unterstützer wie auch
Gegner, wird der Person, an die sich die Rede richtet, sagen, dass der Redner
ihn gerecht behandelt hat. Sie lässt den Hörer den unvermeidlichen Schluss
ziehen, nachdem das Argument präsentiert wurde, dass kein Zweifel daran
besteht, wer der Rechtleitung folgt und wer im Irrtum ist. Andeutungen der
Tatsachen, als wäre die Frage ein Rätsel, liefert einen überzeugenderen Beweis
für die Wahrheit, der Gegner wird sanft entwaffnet, ohne dass hasserfüllte
Ressentiments auftauchen.’
Ein Beispiel für diesen Stil, den der
Qur´an anwendet, wäre wenn jemand in einer Diskussion sagt: ´Gott weiss, wer
die Wahrheit spricht und wer ein Lügner ist.´
Gott hat den Muslimen verboten, schlecht
von den Göttern und Gottheiten zu sprechen, die die Nicht-Muslime anbeten,
damit diese wiederum nicht schlecht von dem Einen, Wahren Gott sprechen. Es
wird schwer sein, ein vergleichbares Beispiel in irgendeiner Schrift der
anderen Weltreligionen zu finden. Wenn die Götzendiener die Muslime schlecht
von ihren Göttern sprechen hören würden, dann könnte dies dazu führen, dass sie
schlecht von Allah (dem persönlichen und richtigen Namen Gottes) sprechen. Auch
wenn die Muslime schlecht von den Gottheiten der Götzendiener sprechen würden,
könnte dies dazu führen, dass die Götzendiener ihre verletzten Gefühle dadurch
zum Ausdruck bringen, dass sie die Gefühle der Muslime verletzen. Ein
derartiges Szenario verstößt gegen die Menschenwürde auf beiden Seiten und
würde zu gegenseitiger Ablehnung und Hass führen. Gott sagt im Qur´an:
“ Und
schmäht die nicht, welche sie statt Allah anrufen, sonst würden sie aus Groll
ohne Wissen Allah schmähen. Also lassen Wir jedem Volke sein Tun als
wohlgefällig erscheinen. Dann aber werden sie zu ihrem Herrn heimkehren; und Er
wird ihnen verkünden, was sie getan haben.” (Quran 6:108)
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 4 von 13): Das Recht auf Bewahrung der Menschenwürde II
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Beschreibung: Das Recht von Nicht-Muslimen auf Bewahrung ihrer Menschenwürde mit einer Erläuterung historischer Vorfälle und Beweisen aus den Texten.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Dr. Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 14 Nov 2011 - Zuletzt verändert am 14 Nov 2011
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> Islam und Nicht-Muslime
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Ein weiteres Beispiel dafür, welchen Wert
der Islam auf die Bewahrung der Menschenwürde legt, illustriert die folgende berühmte
Geschichte. Sie zeigt den Grad, mit dem die Khalifen des frühen Islam die
Würde der Nicht-Muslime beschützt haben. Amr ibn al-As war der Gouverneur
Ägyptens. Einer seiner Söhne hatte einen koptischen Christen mit einer
Peitsche geschlagen und zu ihm gesagt: „Ich bin der Sohn eines Edelmannes!“ Der
Kopte ging zu ´Umar ibn al-Khattab, den muslimischen Khalif, der in der Stadt
Medina residierte und reichte eine Berschwerde ein. Dies sind die
Einzelheiten, wie sie von Anas ibn Malik, dem persönlichen Diener des Propheten
zu dessen Lebzeit, berichtet wurden:
“Wir saßen mit Umar ibn al-Khattab, als
ein Ägypter kam und sagte: `Führer der Gläubigen, ich komme zu dir als ein
Flüchtling.´ Da fragte ihn ´Umar nach seinem Problem und er antwortete: ´Amr
hat die Gewohnheit, seine Pferde frei in Ägypten herum laufen zu lassen. An
einem Tag kam ich auf meiner Stute reitend. Als ich an einer Gruppe von
Menschen vorbeikam, blickten sie mich an. Muhammad, der Sohn Amrs stand auf
und kam zu mir und sagte: ´Ich schwöre beim Herrn der Kaaba, dass dies meine
Stute ist!´ Ich antwortete: ´Ich schwöre beim Herrn der Kaaba, dass dies meine
Stute ist!´ Er kam zu mir und schlug mich mit einer Peitsche und sagte: ´Du
kannst sie nehmen, denn ich bin der Sohn eines Edelmannes (in dem Sinne: ich
bin großzügiger als du).´ Der Vorfall kam Amr (zu Ohren), der fürchtete, ich
könnte damit zu dir kommen, daher brachte er mich ins Gefängnis. Ich floh und
hier bin ich nun vor dir.”
Anas fuhr fort:
“Ich schwöre bei Gott, die einzige
Antwort, die ´Umar gab, war, dass er den Ägypter aufforderte, Platz zu nehmen. Dann
schrieb ´Umar einen Brief an ´Amr, in dem er sagte: ´Wenn dich dieser Brief
erreicht, komm und bringe mir deinen Sohn Muhammad.´ Dann befahl er dem
Ägypter, in Medina zu bleiben, bis Amr käme. Als Amr diese Nachricht erhielt,
rief er seinen Sohn und fragte ihn: ´Hast du ein Verbrechen begangen?´ Sein
Sohn verneinte. Amr fragte: ´Warum also schreibt ´Umar von dir?´ Sie beide
kamen zu ´Umar.
Anas berichtete weiter von diesem Vorfall:
“Ich schwöre bei Gott, wir saßen mit ´Umar
und Amr kam (und) trug die Kleidung gewöhnlicher Leute. ´Umar blickte sich
nach dem Sohn um und sah ihn hinter seinem Vater stehen (um weniger auffällig
zu erscheinen). ´Umar fragte: ´Wo ist der Ägypter?´ und er antwortete: ´Hier
bin ich!´ ´Umar sagte ihm: ´Hier ist die Peitsche. Nimm sie und schlage den
Sohn des Edelmannes.´ Da nahm er sie und schlug ihn energisch, während ´Umar
wieder und wieder sagte: ´Schlag den Sohn des Edelmannes.´ Wir ließen ihn
nicht aufhören, bis wir zufrieden waren, dass er ihn genug geschlagen hatte. Dann
sagte ´Umar: ´Jetzt must du sie nehmen und mich auf meinen kahlen Kopf
schlagen. Dies alles geschah wegen meiner Macht über euch.´ Da antwortete der
Ägypter: ´Ich bin zufrieden und mein Zorn hat sich abgekühlt.´ ´Umar sagte zu
ihm: ´Wenn du mich geschlagen hättest, hätte ich dir keinen Einhalt geboten,
bis du es selbst gewünscht hättest. Und du, Amr, seit wann hast du aus dem
Volk deine Sklaven gemacht? Sie sind als Freie geboren worden.´ Amr fing an,
sich zu entschuldigen, indem er ihm erzählte: ´Ich wusste nicht, dass dies
geschehen war.´ Da wandte sich ´Umar dem Ägypter zu: ´Du kannst gehen und
mögest du geleitet werden. Wenn dir irgendetwas geschieht, dann schreib mir.´”
So war ´Umar, der gesagt hatte, als er
zuerst als Khalif gewählt wurde: ´Die Schwachen mögen stark werden, denn ich
werde für sie nehmen, was ihr Recht ist. Und die Starken werden geschwächt
werden, denn ich werde ihnen nehmen, was nicht rechtmäßig das Ihre ist.´ Die
Geschichte berichtet von ihm als gerechten Herrscher wegen seiner Gerechtigkeit
den Unterdrückten gegenüber ohne Rücksicht auf deren sozialen Stand und wegen
seiner Entschlossenheit dem Unterdrücker gegenüber ohne Rücksicht auf seinen
Rang.
‘Der Wert dieser Geschichte besteht darin,
dass sie berichtet, wie die Menschen unter der islamischen Vorherrschaft einen
Sinn für Humanität und Würde besaßen. Sogar ein ungerechtfertigter Schlag
wurde abgelehnt und verachtet. Zahlreiche Vorfälle an Ungerechtigkeiten ähnlich
dieser Geschichte geschahen in der Zeit des byzantiner Reiches, jedoch bewegte
sich keiner, um sie richtigzustellen. Unter dem Schutz des islamischen Staates
allerdings können wir ein Beispiel einer unterdrückten Person sehen, die sich
ihrer Würde bewusst ist und von dem Zugriff auf ihre Rechte so überzeugt ist,
dass sie bereitwillig die Schwierigkeiten und Entbehrungen einer Reise von
Ägypten nach Medina auf sich nimmt, weil sie darauf vertraut, dass sie jemanden
vorfindet, der ihre Beschwerde anhört.’
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 5 von 13): Das Recht auf Freiheit im Glauben I
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Beschreibung: Der Islam gewährt den Angehörigen anderer Religionen das Recht, ihren Glauben zu praktizieren. Eine historische Analyse des islamischen Prinzips ´es gibt keinen Zwang in der Religion´.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Dr. Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 21 Nov 2011 - Zuletzt verändert am 21 Nov 2011
Gesehen: 551 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 3 Gedruckt: 45 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
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> Aktuelle Angelegenheiten
> Islam und Nicht-Muslime
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Der Islam zwingt keine Andersgläubigen zum
Konvertieren. Er hat ihnen die völlige Freiheit gegeben, ihren eigenen Glauben
zu behalten und nicht gezwungen zu werden, den Islam anzunehmen. Diese
Freiheit wird sowohl im Qur´an als auch in den prophetischen Lehren, die als
Sunna bekannt sind, dokumentiert. Gott wendet sich im Qur´an an den Propheten Muhammad:
„Und
hätte dein Herr es gewollt, so hätten alle, die insgesamt auf der Erde sind,
geglaubt. Willst du also die Menschen dazu zwingen, Gläubige zu werden?“ (Quran 10:99)
Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und
Frieden seien mit ihm, ließ den Menschen die Wahl, ob sie dem Islam beitreten
oder ihre Religion beibehalten wollten. Er fragte sie erst, ob sie den Islam
annehmen wollen, nachdem er mit ihnen eine Übereinkunft geschlossen hatte und nachdem
sie Bewohner im islamischen Staat geworden waren und sich ihrer persönlichen
Unversehrtheit und ihres Eigentums sicher fühlten. Dies gestattete ihnen, die
Sicherheit des Bündnisses mit Gott und Seinem Propheten zu genießen. Genau aus
diesem Grund werden die nicht.muslimischen Einwohner als Dhimmis bezeichnet.
Wenn der Prophet Gottes einen Kommandeur eines Heeres oder einen
Bataillon zum Kampf schickte, befahl ihm der Prophet, in seinem Verhalten
Gottes bewusst zu sein und seine muslimischen Gefährten gut zu behandeln. Dann
wies ihn der Prophet der Gnade an:
“Zieht aus zum Kampf Gott zuliebe und
bekämpft diejenigen, die nicht an Ihn glauben. Kämpft, aber übertreibt nicht,
verhaltet euch nicht betrügerisch, verstümmelt nicht ihre Toten und tötet keine
Kinder. Wenn ihr auf eure Feinde trefft, die den Glauben verweigern, so bietet
ihnen drei Dinge und akzeptiert, egal für welches sie sich entscheiden und
beendet die Schlacht:
(a) ladet sie ein, den Islam anzunehmen. Wenn sie
einverstanden sind, akzeptiert dies und beendet die Schlacht. Dann ladet sie
ein, von ihren Ländern in das Land der Auswanderer (Medina) zu ziehen und
informiert sie darüber, dass sie, wenn sie dies tun, dieselben Privilegien und
Verpflichtungen haben werden, wie die anderen Auswanderer sie besitzen. Wenn
sie ablehnen, aus ihren Ländern auszuwandern, informiert sie darüber, dass sie
denselben Status haben werden wie die nomadischen Muslime: Dass sie sich dem
Gesetz Gottes unterwerfen, das für alle Muslime gilt und dass sie keinen Anteil
haben werden an dem Reichtum, der von einer Eroberung kommt, solange sie nicht
am Jihad mit den Muslimen teilnehmen.
(b) Wenn sie ablehnen, sagt ihnen, sie sollen die Jizyah bezahlen und wenn sie damit
einverstanden sind, dann nehmt dies von ihnen an und beendet die Schacht.
(c) Wenn sie dies alles ablehnen, dann ersucht Gott um
Hilfe und kämpft gegen sie.’”
Diese Anweisungen des Propheten gehorchten
dem, was Gott im Qur´an sagt:
„Es gibt
keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden
gegenüber dem unrichtigen. Der also, der nicht an falsche Götter glaubt, aber
an Gott glaubt, hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein
Zerreißen gibt. Und Gott ist Allhörend,
Allwissend.“ (Quran 2:256)
Edwin Calgary, ein amerikanischer
Gelehrter, schrieb über diesen Vers: ´Es gibt im Qur´an einen Vers, der von
Wahrheit und Weisheit erfüllt ist und der allen Muslimen bekannt ist. Jeder
andere sollte ihn ebenfalls gut kennen; es ist der, der besagt, dass es keinen
Zwang in der Religion gibt.’
Dieser Vers wurde wegen einiger Bewohner
Medinas herabgesandt. Wenn keines der Kinder der götzendienenden Frauen die
Kindheit überlebte, haben sie einen Eid geschworen, das Kind zu einem Juden
oder Christen zu machen, wenn es nur überlebte. Als der Islam nach Medina kam,
hatten sie erwachsene Kinder, Juden oder Christen waren. Die Eltern
versuchten, sie zu zwingen, die neue Religion anzunehmen, da wurde dieser Vers
herabgesandt, um zu dies verhindern. Der Vers und die Geschichte seiner
Offenbarung enthüllt, dass es niemandem gestattet ist, jemanden zu zwingen,
Muslim zu werden. Dies ist der Fall, selbst wenn es die Eltern sind, die das
beste für ihre Kinder wollen und ihre Kinder werden Mitglieder einer anderen
Religion. Der Qur´an weist es zurück, jemanden zum Islam zu zwingen.
Gott sagt im Qur´an:
„Und
sprich: "Es ist die Wahrheit von eurem Herrn: darum laß den gläubig sein,
der will, und den ungläubig sein, der will. Siehe, Wir haben für die Frevler
ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umschließen wird. Und wenn sie um
Hilfe schreien, so wird ihnen mit Wasser gleich geschmolzenem Metall, das die
Gesichter verbrennt, geholfen werden. Wie schrecklich ist der Trank, und wie
schlimm ist die Raststätte!“ (Quran 18:29)
Der Islam gewährt den Nichtmuslimen nicht
nur ihre religiöse Freiheit, sondern sein tolerantes Gesetz geht sogar soweit,
dass es ihre Orte der Anbetung bewahrt.
Gott sagt im Qur´an:
„Jenen,
die schuldlos aus ihren Häusern vertrieben wurden, nur weil sie sagten:
"Unser Herr ist Gott." Und wenn Gott nicht die einen Menschen durch
die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiß Klausen, Kirchen, Synagogen
und Moscheen, in denen der Name Gottes oft genannt wird, niedergerissen worden.
Und Gott wird sicher dem beistehen, der Ihm beisteht. Gott ist wahrlich
Allmächtig, Erhaben.” (Quran 22:40)
Die muslimischen Khalifen pflegten ihre
militärischen Führer anzuweisen, die auf Feldzüge zogen, Maßnahmen zu
ergreifen, um diese Dinge zu garantieren. Das erste Beispiel ist der Befehl
Abu Bakrs an Usamah bin Zayd:.
‘Ich befehle dir zehn Dinge: tötet keine
Frau, kein Kind und keine ältere Person; fällt keine Fruchtbäume, verwüstet
kein Heim, verwundet kein Schaf oder Kamel, außer wenn ihr es essen müsst;
überschwemmt keine Palme, verbrennt sie nicht, seid nicht betrügerisch; seid
nicht feige, und ihr werdet an Leuten vorbei kommen, die sich dem klösterlichen
Leben ergeben haben, lasst sie sich (in Ruhe) ihrer Ergebung widmen.’
Das zweite Beispiel ist der Vertrag Umar
ibn al-Khattabs mit den Leuten der Iliya von Jerusalem:
‘Dies ist die Sicherheit, gewährt durch den Diener Gottes, Umar, den
Führer der Gläubigen, den Leuten der Iliya: ihnen wird die Sicherheit ihrer
Person, Besitztümer, Kirchen, Kruzifixe und jedem, sei er krank oder bei guter
Gesundheit, sowie jedem in ihrer Gemeinschaft garantiert. Ihre Kirchen werden
weder besetzt noch zerstört, noch wird etwas von ihnen weggenommen: keine
Einrichtung, keine Kruzifixe und kein Geld. Sie werden nicht gezwungen, ihre
Religion zu verlassen, noch werden sie wegen ihr Schaden erleiden. Sie werden
nicht von den jüdischen Siedlern in Iliya besetzt werden.’
Als Ergebnis dessen haben Juden und
Christen seit der Ära der rechtgeleiteten Khalifen ihre Gottesdienste in
Freiheit und Sicherheit abgehalten.
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 6 von 13): Das Recht auf Freiheit im Glauben II
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Beschreibung: Der Islam gewährt den Angehörigen anderer Religionen das Recht, ihren Glauben zu praktizieren. Eine historische Analyse des islamischen Prinzips ´es gibt keinen Zwang in der Religion´. Teil 2.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Dr. Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 28 Nov 2011 - Zuletzt verändert am 28 Nov 2011
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> Aktuelle Angelegenheiten
> Islam und Nicht-Muslime
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Muslime schützten christliche Kirchen in
den von ihnen besetzten Ländern vor Schaden. In einem Brief an Simeon, den
Erzbischof von Rifardashir und Führer aller Bischöfe von Persien, schrieb der
Nestorianische Patriarch Geoff III:
‘Die Araber, denen Gott die Macht über die
ganze Welt gegeben hat, wissen, wie reich Sie sind, denn sie leben unter euch. Totz
dessen greifen sie den christlichen Glauben nicht an. Im Gegenteil, sie
sympatisieren mit unserer Religion und verehren die Priester und Heiligen
unseres Herrn und sie spenden großzügig unseren Kirchen und Klöstern.’
Einer der muslimischen Khalifen,
Abdul-Malik, nahm den Christen die Kirche des Johannes und machte sie zu einem
Teil der Moschee. Als Umar bin Abdulaziz sein Nachfolger als Khalif wurde,
beschwerten sich die Christen bei ihm darüber, was sein Vorgänger ihrer Kirche
angetan hatte. Umar schrieb dem Gouverneur, dass der Teil der Moschee
rechtmäßig ihnen gehöre und ihnen zurückzugeben sei, wenn sie nicht mit einer
geldlichen Regelung einverstanden wären.
Die Klagemauer in Jerusalem ist den
Historikern als heiligster Ort des Gottesdienstes im Judentum bekannt. Vor
einiger Zeit wurde sie vollständig unter Schutt und Trümmern begraben. Als der
osmanische Khalif Sultan Sulayman davon erfuhr, befahl er seinem Gouverneur in
Jerusalem, den ganzen Schutt zu entfernen, den Bereich zu reinigen, die
Klagemauer zu reparieren und es den Juden zu ermöglichen, sie zu besuchen.
Unvoreingenommene westliche Historiker
erkennen diese Tatsachen an. LeBon schreibt:
‘Die Toleranz Muhammads gegenüber den
Juden und Christen war wahrlich groß; Gründer anderer Religionen, die vor ihm
aufgetaucht waren, insbesondere des Judentums und Christentums, hatten solches
Wohlwollen nicht zur Vorschrift gemacht. Seine Khalifen verfolgten dieselbe
Politik und seine Toleranz wurde von Skeptikern und Gläubigen gleichermaßen
anerkannt, welche die Geschichte der Araber ausführlich studiert haben.’
Robertson schrieb:
‘Allein die Muslime waren in der Lage,
ihren Eifer für ihre eigene Religion mit Toleranz für die Anhänger anderer
Religionen in Einklag zu bringen. Selbst wenn sie ihre Schwerter erhoben, um
in den Kampf zu ziehen, um für die Freiheit ihrer Religion zu kämpfen, ließen
sie diejenigen, die sie nicht wünschten, frei an ihren eigenen religiösen
Lehren festhalten.’
Sir Thomas Arnold, ein englischer
Orientalist, schrieb:
‘Wir haben nie von einem geplanten Versuch
gehört, nicht-muslimische Minderheiten dazu zu zwingen, den Islam anzunehmen
oder von irgend einer organisierten Verfolgung zur Untergrabung der
christlichen Religion. Wenn irgendeiner der Khalifen eine solche Politik
gewählt hätte, hätten sie das Christentum mit derselben Leichtigkeit
überwunden, wie Fredinand und Isabella den Islam aus Spanien verbannt haben
oder mit der Ludwig XIV es zu einem in Frankreich bestrafbaren Verbrechen
gemacht hat, dem Protestantismus zu folgen oder mit der die Juden vor 350
Jahren aus England verbannt worden waren. Zu jener Zeit waren die östlichen
Kirchen vollständig isoliert von der restlichen christlichen Welt. Sie besaßen
in der Welt keine Unterstützer, denn sie wurden als gotteslästernde Sekte des
Christentums angesehen. Dass sie heute noch existieren ist der stäkste Beweis
für die Politik der Toleranz der islamischen Regierung ihnen gegenüber.’
Der amerikanische Autor Lothrop Stoddard schrieb:
‘Der Khalif Umar trug die größtmögliche Sorge zur Erhaltung der christlichen
heiligen Stätten und die Khalifen nach ihm folgten seinem Beispiel. Sie haben
die vielen Konfessionen von Pilgern nicht belästigt, die jährlich aus allen
Winkeln der christlichen Welt kamen, um Jerusalem zu besuchen.’
Die Realität sah so aus, dass
Nicht-Muslime unter den Muslimen mit mehr Toleranz behandelt wurden, als ihnen
von irgendeiner anderen Sekte ihrer eigenen Religion zuteil geworden ist. Richard
Stebbins sprach von den Erfahrungen der Christen unter der Herrschaft der
Türken:
‘Sie (die Türken) gestatteten ihnen allen, den römisch katholischen und
den griechisch orthodoxen, ihre Religion zu bewahren und ihren Überzeugungen zu
folgen wie sie es wählten: sie erlaubten ihnen, ihre heiligen Rituale in
Konstantinopel und an vielen anderen Orten durchzuführen. Dies ist ein Gegensatz
zu dem, was ich aus den zwölf Jahren, die ich in Spanien gelebt habe, bezeugen
kann; wir wurden nicht nur gezwungen, an ihren papistischen Festlichkeiten
teilzunehmen, sondern unsere Leben und die Leben unserer Großkinder waren in
Gefahr.’
Thomas Arnold erwähnte in seiner
´Einladung zum Islam´, dass es in Italien viele Menschen gegeben hat, die sich
nach der osmanischen Herrschaft gesehnt hatten. Sie wünschten sich dieselbe
Freiheit und Toleranz, wie sie die Osmanen ihren christlichen Mitbürgern
gewährten, denn sie hatten alle Hoffnung aufgegeben, diese unter irgendeiner
christlichen Herrschaft zu erhalten. Er erwähnt auch, dass eine große Menge
Juden vor der Verfolgung in Spanien am Ende des 15. Jahrhunderts geflohen ist
und in der osmanischen Türkei Zuflucht gesucht hatte.
Der folgende Punkt ist es wert, nochmals
betont zu werden. Die jahrhundertelange Existenz von Nicht-Muslimen in der
muslimischen Welt, vom maurischen Spanien und vom Afrika südlich der Sahara bis
nach Ägypten, Syrien, Indien und Indonesien ist ein deutlicher Beweis für die religiöse
Toleranz, die der Islam Menschen anderen Glaubens gewährt. Diese Toleranz
führte sogar zur Verfolgung der Muslime wie in Spanien, wo die verbleibenden
Christen die Schwäche der Muslime ausnutzten, sie angriffen und sie aus Spanien
vertrieben, indem sie sie entweder töteten, sie zum konvertieren zwangen oder
vertrieben. Etienne Denier schrieb: ‘Die Muslime sind das Gegenteil von dem,
was viele Menschen denken. Sie haben außerhalb des Hijaz niemals Gewalt
benutzt. Die Anwesenheit von Christen war ein Beweis dieser Tatsache. Sie
behielten acht Jahrhunderte lang, während der die Muslime ihre Länder
regierten, ihre Religion in völliger Sicherheit bei. Einige von ihnen hatten
hohe Stellungen am Palast in Cordoba inne, aber als dieselben Christen Macht
über das Land errangen, war es plötzlich ihre erste Sorge, die Muslime zu vernichten.’
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 7 von 13): Das Recht, ihren religiösen Gesetzen zu folgen
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Beschreibung: Das Recht von Nicht-Muslimen, ihren eigenen Gesetzen zu folgen und nicht gezwungen zu werden, dem islamischen Gesetz zu folgen.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Dr. Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 05 Dec 2011 - Zuletzt verändert am 05 Dec 2011
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> Aktuelle Angelegenheiten
> Islam und Nicht-Muslime
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Der Islam zwingt nicht-muslimische Bürger,
die in muslimischen Gebieten leben, nicht dazu, von muslimischen Gesetzen
beherrscht zu werden. Sie sind davon ausgenommen, die Zakah zu zahlen. Unter dem islamischen Gesetz wird ein Muslim, der keine
Zakah zahlt und diese Verpflichtung ablehnt, zu einem Ungläubigen. Das
islamische Gesetz erlegt allen fähigen Muslimen die Wehrpflicht auf, aber
Nicht-Muslime sind davon ausgenommen, auch wenn es den Muslimen und den
Nicht-Muslimen gleichermaßen nutzen würde. Als Ausgleich für diese beiden
Ausnahmen zahlen Nichtmuslime eine nominale Steuer, die als Jizya bekannt ist.
Sir Thomas Arnold schrieb: ´Die Jizya war so gering, dass sie keine Belastung
für sie darstellte, insbesondere wenn wir beachten, dass sie vom Militärdienst
ausgeschlossen waren, während dies für ihre muslimischen Mitbürger eine Pflicht
war.´
Der Islam gestattet Nicht-Muslimen auch,
ihr ziviles Recht in Dingen wie Ehe und Scheidung beizubehalten. Im Strafrecht
verurteilten muslimischen Richter Nicht-Muslime für Dinge, die in ihrer
Religion als sündig betrachtet wurden, wie Diebstahl, aber nicht für Dinge, die
in ihrer Religion gestattet waren, wie Wein trinken und Schweinefleisch essen.
Dies hat seine Grundlage ganz eindeutig in der Handlungsweise
des Propheten selbst, als er zuerst nach Medina gekommen war und eine
´Verfassung´ konstituierte. Er erlaubte den einzelnen Stämmen, die keine
Muslime waren, sich auf ihre eigenen religiösen Schriften und Gelehrten zu berufen,
wenn es um ihre persönlichen Angelegenheiten ging. Sie konnten aber auch den
Propheten bitten, in ihren Streitigkeiten unter ihnen zu richten, wenn sie
wollten. Gott sagt im Qur´an:
“…Wenn
sie nun zu dir kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab…”
(Quran 5:42)
Hier sehen wir, dass der Prophet jeder
Religion gestattete, in ihren eigenen Angelegenheiten ihren eigenen Schriften
entsprechend zu richten, solange sie nicht den Artikeln der Verfassung
widersprachen, ein Pakt, der das friedliche Nebeneinander in der Gesellschaft
förderte.
Umar ibn Abdulaziz, ein muslimischer
Herrscher, fand es schwer zu akzeptieren, dass Nicht-Muslime weiterhin ihren
eigenen sozialen Regeln folgten, die den islamischen Anordnungen
wirdersprachen. Er schrieb Hasan al-Basri einen Brief, um seinen rechtlichen Rat einzuholen: ‘Wie kommt es, dass
die rechtgeleiteten Khalifen vor uns die Leute des Bunde tun ließen, was sie
taten, sie heiraten nahe Verwandte, und halten sich Schweine und (trinken) Wein?´ Hasan antwortete: ´Sie
zahlten Jizya, damit sie praktizieren und glauben können, was sie glaubten, und
ihr mögt dem islamischen Recht folgen, führt nichts Neues ein.´
Die Leute des Bundes hatten ihre eigenen
Gerichtshöfe, um ihre Streitigkeiten beizulegen, aber wenn sie es wünschten, konnte
sie sich auch an islamische Gerichte wenden. Gott befahl seinem Propheten:
“Wenn
sie nun zu dir kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab.
Und wenn du dich von ihnen abwendest, so können sie dir keinerlei Schaden
zufügen; richtest du aber, so richte zwischen ihnen in Gerechtigkeit. Wahrlich,
Gott liebt die Gerechten.” (Quran 5:42)
Adam Metz, ein westlicher Historiker,
schreibt in Islamic Civilization in the Fourth Century of the Hegira:
“Da das islamische Gesetz speziell für Muslime galt, gestattete der
islamische Staat den Menschen anderer Religionszugehörigkeit, ihre eigenen
Gerichtshöfe. Was wir über diese Gerichtshöfe wissen, ist, dass es kirchliche
Gerichte waren und bekannte spirituelle Führer waren die obersten Richter. Sie
schrieben eine Menge Bücher über das kononische Recht und ihre Entscheidungen
waren nicht nur auf Fragen des persönlichen Status beschränkt. Sie enthielten
auch Probleme wie Erbschaft und viele der Rechtsstreitigkeiten unter Christen
hatten nichts mit dem Staat zu tun.”
Daran kann man erkennen, dass der Islam
Nicht-Muslime nicht dafür bestrafte, wenn sie etwas taten, was sie nach ihren
eigenen religiösen Gesetzen für erlaubt hielten, wie das Trinken von Alkohol
oder Essen von Schweinefleisch, obwohl dies im Islam verboten war. Die
Toleranz, die der Islam den Nicht-Muslimen entgegenbringt, wird von keinem
anderen religiösen Gesetz, keiner sekulären Regierung und keinem politischen
System von heute übertroffen. Gustav LeBon schreibt:
“Die Araber hätten leicht durch ihre ersten Eroberungen geblendet
werden können und dieselben Ungerechtigkeiten begehen können, die Eroberer
gewöhnlich begehen. Sie hätten ihre unterlegenen Gegner misshandeln können
oder sie dazu zwingen können, ihre Religion anzunehmen, die sie auf der
gesamten Welt verbreiten wollten. Die Araber aber vermieden das. Die früheren
Khalifen, waren politische Genies, was unter Befürwortern neuer Religionen
selten war, ihnen war klar, dass Religionen und Systeme nicht nit Zwang
auferlegt werden können. Daher behandelten sie die Völker von Syrien, Ägypten,
Spanien und eines jeden anderen Landes, das sie einnahmen, mit großer
Freundlichkeit, wie wir gesehen haben. Sie ließen ihre Gesetze, Regelungen und
Glaubensgrundlagen intakt und erlegten ihnen nur die Jizya auf, die gering war,
verglichen mit dem, was sie zuvor an Steuern hatten zahlen müssen, um ihre
Sicherheit zu bewahren. Die Wahrheit ist, dass diese Nationen niemals
tolerantere Eroberer als die Muslime und keine tolerantere Religion als den
Islam kennen gelernt hatten.”
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 8 von 13): Das Recht auf Gerechtgkeit I
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Beschreibung: Beispiele für die Gerechtigkeit des Islam gegenüber Nicht-Muslimen und Gerechtigkeit als ein Recht.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Dr. Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 12 Dec 2011 - Zuletzt verändert am 12 Dec 2011
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> Aktuelle Angelegenheiten
> Islam und Nicht-Muslime
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Gott verlangt von den Muslimen, in allen
Angelegenheiten gerecht zu sein und jedem gegenüber gerecht zu handeln. Gott
sagt:
“Und
den Himmel hat Er emporgehoben. Und Er hat das (richtige) Abwiegen zum Gebot
gemacht, auf daß ihr euch in der Waage nicht vergeht. So setzt das Gewicht in
gerechter Weise und betrügt nicht beim Wiegen. Und Er hat die Erde für die
Geschöpfe bereitet” (Quran 55:7-10)
Muslimen wurde von Gott aufgetragen,
Gerechtigkeit walten zu lassen, auch wenn dies bedeutet, gegen sich selbst oder
Nahestehende vorzugehen, wie im Quran gesagt wird.
“O
ihr, die ihr glaubt, seid auf der Hut bei der Wahrnehmung der Gerechtigkeit und
seid Zeugen für Gott, auch dann, wenn es gegen euch selbst oder gegen Eltern
und Verwandte geht. Ob der eine reich oder arm ist, so ist Gott beiden näher;
darum folgt nicht der persönlichen Neigung, auf daß ihr gerecht handeln könnt.
Und wenn ihr aber (die Wahrheit) verdreht oder euch von (der Wahrheit)
abwendet, so ist Gott eures Tuns kundig.” (Quran 4:135)
Gott verlangt, dass wir jederzeit gerecht
handeln:
“Gott befiehlt euch, die anvertrauten Güter ihren Eigentümern zurückzugeben;
und wenn ihr zwischen Menschen richtet, nach Gerechtigkeit zu richten.
Wahrlich, billig ist, wozu Gott euch ermahnt. Gott ist Allhörend, Allsehend.”
(Quran 4:58)
Die islamische Gerechtigkeit gegenüber
Nicht-Muslimen hat viele Gesichter. Der Islam gewährt ihnen das Recht, vor
ihre eigenen Gerichte zu ziehen; er garantiert ihnen auch Gleichrangigkeit,
wenn sie Gerechtigkeit von Muslimen fordern und beschließen, ihren Fall einem
islamischen Gericht vorzulegen. Gott sagt:
“Wenn
sie nun zu dir kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab.
Und wenn du dich von ihnen abwendest, so können sie dir keinerlei Schaden
zufügen; richtest du aber, so richte zwischen ihnen in Gerechtigkeit. Wahrlich,
Gott liebt die Gerechten.” (Quran 5:42)
Wenn ein Muslim von einem
nicht-muslimischen Dhimmi stiehlt, so wird ihm die gleiche Strafe zuteil, wie
wenn der Dhimmi von einem Muslim gestohlen hätte. Demgemäß riskiert ein Muslim
die Strafe für Verleumdung, wenn er einen Mann oder eine Frau verleumdet, der
oder die unter dem Schutz des Bundes steht.
Die islamische Geschichte weiß einige
wunderschöne Beispiele für Gerechtigkeit von Muslimen gegenüber Nicht-Muslimen
zu erzählen. Ein Mann namens Ta’ima stahl eine Rüstung von Qataada, seinem
Nachbarn. Qataada hatte die Rüstung in einem Mehlsack versteckt und als Ta’ima
ihn entwendete, lief aus einem Loch im Sack Mehl aus, so dass er eine Spur bis
zu seinem Haus hinterließ. Dann ließ Ta’ima die Rüstung in der Obhut eines
Juden namens Zayed, der sie in seinem Haus aufbewahrte, um das Verbrechen zu
verbergen. Als die Leute daher nach der gestohlenen Rüstung suchten, folgten
sie der Spur aus Mehl bis zu Ta’imas Haus, aber dort fanden sie sie nicht. Als
er darüber befragt wurde, schwor er, sie nicht genommen zu haben und nichts
darüber zu wissen. Die Menschen, die dem Besitzer halfen, schworen ebenfalls,
ihn gesehen zu haben, wie er in der Nacht in Qataadas Haus eingebrochen sei, und
dass sie der besagten Fährte bis zu seinem Haus gefolgt waren. Nichtsdestotrotz
ließen sie, nachdem sie gehört hatten, dass Ta´ima seine Unschuld beschwor, von
ihm ab und suchten nach weiteren Beweisen; schließlich fanden sie noch eine dünnere
Spur aus Mehl, die sie zum Haus von Zayed führte und sperrten diesen ein.
Der jüdische Mann erzählte ihnen, dass Ta’ima
die Rüstung bei ihm gelassen hatte und ein paar jüdische Männer bestätigten
seine Aussage. Der Stamm, zu dem Ta’ima gehörte, sandte einige Männer zum
Gesandten Gottes, die ihm ihre Sicht von der Geschichte vorstellten und ihn
baten, ihn zu verteidigen. Der Delegation wurde gesagt: ´Wenn ihr euren
Stammesgenossen nicht verteidigt, wird Ta´ima sein Ansehen verlieren und hart
bestraft werden und der Jude wird leer ausgehen´. Der Prophet war geneigt,
ihnen zu glauben und er war drauf und dran, den jüdischen Mann zu bestrafen,
als Gott den folgenden Vers des Qur´an offenbarte, um den Juden zu
rehabilitieren. Der Vers wird heute immer noch bei den Muslimen zitiert, um daran zu
erinnern, dass Gerechtigkeit allen dienen muss:
“Wahrlich,
zu dir haben Wir das Buch mit der Wahrheit niedergesandt, auf daß du zwischen
den Menschen richten mögest, wie Gott es dir gezeigt hat. Sei also nicht ein
Verfechter der Treulosen.Und bitte Gott um Vergebung. Wahrlich, Gott ist
Allverzeihend, Barmherzig. Und setze dich nicht für diejenigen ein, die sich selbst
betrügen. Wahrlich, Gott liebt nicht denjenigen, der ein Betrüger, ein Sünder
ist. Sie möchten sich vor den Menschen
verbergen, doch vor Gott können sie sich nicht verborgen halten; und Er ist bei
ihnen, wenn sie sich auf verwerfliche Intrigen vorbereiten. Und Gott ist ihres
Tuns kundig. Ihr habt euch also für sie in diesem irdischen
Leben eingesetzt. Wer aber wird sich für sie vor Gott am Tage der Auferstehung
einsetzen? Oder wer wird ihr Beschützer sein?” (Quran
4:105-109)
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 9 von 13): Das Recht auf Gerechtigkeit II
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Beschreibung: Weitere Beispiele islamischer Gerechtigkeit gegenüber Nicht-Muslimen und Gerechtigkeit als ein Recht.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 19 Dec 2011 - Zuletzt verändert am 19 Dec 2011
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> Aktuelle Angelegenheiten
> Islam und Nicht-Muslime
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Einst entstand ein Streit zwischen Ali bin
Ali Talib, als dieser Khalif war, und einem jüdischen Mann, der zum Richter Schurayh
al-Kindi ging. Schurayh berichtet die Einzelheiten dieses Geschehens:.
“Ali vermisste sein Panzerhemd, also ging
er nach Kufa zurück und fand es in den Händen eines jüdischen Mannes, der es
auf dem Markt anbot. Er sagte: ‘O Jude! Dieses
Panzerhemd ist das meine! Ich gebe es nicht weg und verkaufe es auch nicht!’
Der Jude antwortete: ‘Es ist meins. Es
befindet sich in meinem Besitz.’
Ali sagte: ‘Wir werden den Richter dies
für uns richten lassen.’
Da kamen sie zu mir und Ali saß neben mir
und sagte: ‘Dieses Panzerhemd ist meins; Ich gebe es nicht weg und verkaufe es
auch nicht.’
Der Jude saß vor mir und sagte: ‘Das ist
mein Panzerhemd. Es befindet sich in meinem Besitz.’
Ich fragte: ‘O Führer der Gläubigen, hast
du irgendeinen Beweis?’
‘Ja,’ sagte Ali. ‘Mein Sohn Hassan und
Qanbarah können bezeugen, dass dies mein Panzerhemd ist.’
Ich sagte: ‘Führer der Gläubigen , das
Zeugnis eines Sohnes zugunsten seines Vaters ist vor Gericht nicht gestattet.’
Ali rief aus: ‘Wie Vollkommen ist Gott! Du
kannst das Zeugnis eines Mannes nicht annehmen, dem das Paradies versprochen
wurde? Ich hörte den Gesandten Gottes sagen, dass Hassan und Hussain die Prinzen
der Jungen im Paradies sein werden.’
Der jüdische Mann sagte: ‘Der Führer der
Gläubigen Zitiert mich vor seinen eigenen Richter und der Richter urteilt zu
meinen Gunsten gegen ihn! Ich bezeuge, dass keiner das Recht besitzt angebetet
zu werden, außer Gott und dass Muhammad Sein Gesandter ist [der jüdische Mann
nahm den Islam an], und das Panzerhemd ist deins, Führer der Gläubigen. Du
hast es in der Nacht vergessen und ich habe es gefunden.’
Eine andere erstaunliche Geschichte von
muslimischer Gerechtigkeit gegenüber Nicht-Muslimen betrifft die Eroberung der
Stadt von Samarkand. Qutayba, der muslimischen Heerführer, hatte den Bewohnern
Samarkands keine Wahl gelassen, ob sie den Islam annehmen, einen Schutzvertrag
mit den Muslimen eingehen oder den Kampf zu jener Zeit annehmen. Jahre nach
der Eroberung haben die Leute von Samarkand eine Beschwerde bei ‘Umar bin Abdulaziz,
den damaligen Khalifen, eingelegt. Umar befahl dem Gouverneur der Stadt, sie
dem Volk zu übergeben und sie zu räumen und dann den Menschen die drei
Alternativen zum Wählen zu geben. Erstaunt von dieser Zurschaustellung
soforrtiger Gerechtigkeit nahmen viele Bewohner von Samarkand den Islam an!
Wir lesen auch in der Geschichte von
Ereignissen, wo sich die allgemeine muslimischen Bevölkerung der Rechte der
nicht-muslimischen Minderheiten bewusst war und von ihren Herrschern
Gerechtigkeit für die Nichtmuslime forderten. Walied ibn Yazied, ein Umayyidischer
Khalif, verbannte die Bewohner Zyperns und zwang sie, sich in Syrien anzusiedeln.
Die Gelehrten des Islam billigten seinen Schritt damals nicht und erklärten hinterher,
es sei Unterdrückung. Sie brachten dieses Thema wieder zur Sprache, als sein
Sohn Khalif wurde und schlugen vor, das Volk sich wieder in seinem Heimatland
ansiedeln zu lassen. Er war damit einverstanden und ist seither als
gerechtester Herrscher der Umayyiden Dynastie bekannt.
Ein weiterer ähnlicher historischer Vorfall war als der
Statthalter von Libanon, Salih ibn Ali, ein ganzes Dorf von Nichtmuslimen vertrieb,
weil sich einige von ihnen weigerten, Steuern auf ihre Produkte zu zahlen. Der
Statthalter war ein enger Ratgeber des Khalifen, da kam ihnen Imam Awza’i, ein
bekannter Gelehrter in Syrien zu Hilfe und erhob Einspruch in einem Brief. In
einem Teil des Briefes seht:.
‘Wie kannst du ein ganzes Volk bestrafen
für die Missetaten einiger weinger, und du gehst so weit, dass du sie von ihren
Häusern vertreibst? Gott sagt:
“(Geschrieben
steht,) dass keine lasttragende (Seele) die Last einer anderen tragen soll.”
(Quran 53:38)
Dies ist der überzeugendste Beweis, der zu
beachten und zu befolgen ist. Und der Befehl des Propheten, der in dieser
Hinsicht zu befolgen ist, lautet:.
“Wenn irgendeiner einen Dhimmi unterdrückt
oder ihm etwas auferlegt, was er nicht tragen kann, gegen den werde ich am Tag
des Gerichts streiten.”
Sie sind keine Sklaven, die man einfach
von einem Ort zum anderen nehmen kann, wie es einem gefällt. Sie sind freie
Menschen des Bundes.’
Sekuläre Schreiber und Historiker waren
gezwungen, die Gerechtigkeit des Islam gegenüber Nicht-Muslimen in ihren Reihen
anzuerkennen. Der britische Historiker H.G. Wells schrieb folgendes:.
‘Sie gründeten großartige Traditionen
gerechter Toleranz. Sie inspirieren die Menschen mit einem Geist von Großzügigkeit
und Toleranz, und sie sind menschlich und praktikabel. Sie schufen eine
menschliche Gemeinschaft, in der nur selten Grausamkeit und soziale
Ungerechtigkeit zu sehen waren, ganz anders als in irgendeiner zuvor
dagewesenen Gesellschaft.’
Als er die christlichen Sekten zu Beginn
der Jahrhunderte der islamischen Herrschaft erläutert, schreibt Sir Thomas
Arnold:
‘Islamische Prinzipien der Toleranz
verboten diese Taten [wurden zuvor erwähnt], die immer etwas Unterdrückung
beinhalteten. Muslime waren genau das Gegenteil der anderen und es scheint so,
dass sie keinen Aufwand scheuten, alle ihre christlichen Untergebenen mit
Gerechtigkeit und Gleichwertigkeit zu behandeln. Ein Beispiel hierfür war die
Eroberung Ägyptens, als die Jakobiner den Vorteil der Beseitigung der
byzantiner Autoritäten genossen, um die orthodoxen Christen von ihren Kirchen
zu enteignen. Die Muslime gaben sie ihren rechtmäßigen Eigentümern zurück, als
die Orthodoxen ihnen den Beweis für ihren Eigentum vorlegten.’
Amari, ein sizilianischer Orientalist
beobachtete:.
‘In der Zeit der arabischen Vorherrschaft
ging es den eroberten Bewohnern der Insel (Sizilien) gut und sie lebten
zufrieden, verglichen mit ihren italienischen Kollegen, die unter dem Joch der
Langiornianer und der Franken litten.’
Nadhmi Luqa kommentierte:.
‘Kein Gesetz kann Ungerechtigkeit und
Voreingenommenheit besser ausmerzen als eines, das besagt:.
“…Und
der Hass gegen eine Gruppe soll euch nicht (dazu) verleiten, anders als gerecht
zu handeln.” (Quran 5:8)
Nur wenn eine Person an diesen Anspruch
festhält, nichts darüber hinaus begehrt und sich einer Religion widmet, die
diese hohen Prinzipien und Rechtschaffenheit besitzt und nichts anderes
akzeptiert…nur dann kann sie behaupten, sich selbst geehrt zu haben.’
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 10 von 13): Sicherheit für Leben, Eigentum und Ehre
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Beschreibung: Schutz von Leben, Eigentum und Ehre von Nicht-Muslimen unter dem Islamischen Gesetz.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 26 Dec 2011 - Zuletzt verändert am 26 Dec 2011
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> Aktuelle Angelegenheiten
> Islam und Nicht-Muslime
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Das Islamische Gesetz schützt
Menschenrechte, wie die Bewahrung des Lebens, des Eigentums und der Ehre für
Muslime und Nicht-Muslime gleichermaßen. Ob die Nicht-Muslime Einwohner oder
Besucher sind, bleibt sich gleich, diese Rechte werden ihnen garantiert. Diese
Rechte können nicht genommen werden, außer in einem Fall, den das Gesetz
gestattet. Beispielsweise darf ein Nicht-Muslim nicht getötet werden, außer
wenn er eines Mordes schuldig ist. Gott sagt:
“Sprich:
"Kommt her, ich will verlesen, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt
Ihm nichts zur Seite stellen und den Eltern Güte erweisen; und ihr sollt eure
Kinder nicht aus Armut töten, Wir sorgen ja für euch und für sie. Ihr sollt
euch nicht den Schändlichkeiten nähern, seien sie offenkundig oder verborgen;
und ihr sollt niemanden töten, dessen Leben Allah unverletzlich gemacht hat,
außer wenn dies gemäß dem Recht geschieht. Das ist es, was Er euch geboten hat,
auf daß ihr es begreifen möget.’” (Quran 6:151)
Der Prophet des Islam erklärte, dass das
Leben nicht-muslimischer Einwohner oder Besucher unverletzlich ist, als er
sagte:
“Wer eine Person tötet, mit der wir
einen Vertrag haben, wird nicht nahe genug an das Paradies kommen, um seinen
Duft zu riechen, und sein Duft ist aus einer Entfernung von vierzig Jahren
Reise zu riechen.” (Sahieh Al-Bukhari)
Der Islam erlaubt es nicht, sich an einem
Nicht-Muslim zu vergreifen, seine Ehre oder sein Eigentum anzutasten oder ihn
zu verletzen. Wenn jemand von einem Dhimmi stiehlt, muss er bestraft werden.
Wenn jemand von einem Dhimmi etwas leiht, muss das Eigentum zurückgegeben
werden. Der Prophet des Islam sagte:
“Ihr müsst wissen, dass es euch nicht
erlaubt ist, das Eigentum der Leute des Abkommens zu nehmen, es sei denn (als
Bezahlung) für etwas.”
Er sagte ebenfalls:
“Tatsächlich hat Gott, der Allmächtige
und Erhabene, euch weder erlaubt, die Häuser der Leute der Schrift zu betreten,
außer mit ihrer Erlaubnis, noch hat er euch erlaubt, ihre Frauen zu schlagen
oder ihre Früchte zu essen, wenn sie euch geben, wozu sie verpflichtet sind. [von
der Jizyah].” (Abu Dawud)
Es gibt eine interessante Geschichte aus
der Zeit von Ahmad ibn Tulun von Ägypten. Eines Tages kam ein christlicher
Mönch zu Tuluns Palast, um sich über den Gouverneur zu beschweren. Als er ihn
bemerkte, befragte ihn ein Wächter über das Problem. Als er herausfand, dass
der Gouverneur 300 Dinar vom Mönch genommen hatte, bot ihm der Wächter an, ihn
zu bezahlen unter der Bedingung, dass er sich nicht beschwerte, und der Mönch
nahm sein Angebot an.
Das Ereignis erreichte Tulun, der den
Mönch, den Wächter und den Gouverneur zu seinem Gericht zitierte. Tulun sagte
zu dem Gouverneur: ´Werden nicht alle deine Bedürfnisse durch ein ausreichendes
Einkommen gedeckt? Hast du einen Bedarf, der es rechtfertigt, von anderen zu
nehmen?´
Der Gouverneur gestand Kraft seiner
Argumentation, aber Tulun fuhr damit fort, ihn zu befragen, enthob ihn
schließlich seines Postens. Tulun fragte dann den Mönch, wieviel der
Gouverneur von ihm genommen habe und der Mönch berichtete ihm, dass es 300
Dinar gewesen seien. Tulun sagte: ´Schade, dass du nicht gesagt hast 3000
Dinar, denn er braucht eine größere Strafe, aber ich kann sie nur deiner
Aussage entsprechend begründen.´ Und er nahm das Geld und gab es dem Mönch
zurück.
Nicht-Muslime besitzen das Recht, dass
ihre Ehre geschützt wird. Dieses Recht erstreckt sich nicht nur auf
nicht-muslimische Einwohner, sondern auch auf Besucher. Sie alle besitzen das
Recht, sicher und geschützt zu sein. Gott sagt:
“Und
wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis
er Gottes Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit
erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind.”
(Quran 9:6)
Das Recht auf Asyl macht es für jeden
Muslim zur Pflicht, das Asyl zu respektieren und zu wahren, das ein anderer
Muslim gewährt hat; entsprechend der Aussage des Propheten:
“Die Pflicht, die aus dem Abkommen
entsteht, ist (eine Verpflichtung der) Gemeinschaft, und der Muslim, der am
nächsten ist, muss sich bemühen, sie zu erfüllen. Jeder, der den Schutz, den
ein Muslim gewährt hat, bricht, steht am Tag des Gerichts unter dem Fluch
Gottes, der Engel und aller Menschen; zu seinen Gunsten wird keine Fürsprache
akzeptiert.”
Eine der weiblichen Gefährtinnen, Umm
Hani, sagte zum Propheten:
“Gesandter Gottes, mein Bruder Ali
behauptet, dass er mit einem Mann im Krieg stünde, dem ich Asyl gewährt habe,
ein Mann mit dem Namen Hubayra.”
Der Prophet antwortete ihr:
“Jeder, dem du Asyl gegeben hast,
steht unter dem Schutz von uns allen, o Umm Hani.”
Das Recht auf Asyl und Schutz erfordert
einen Muslim, der einem Nicht-Muslim, der darum bittet, Asyl und Schutz
gewährt, und es warnt vor der schweren Strafe für den, der es bricht. Asyl
garantiert Schutz vor Aggression oder Übergriffen auf jedem, dem Sicherheit
gewährt wurde, ein Recht das in keiner anderen Religion explizit gewährt wird.
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 11 von 13): Gute Behandlung
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Beschreibung: Gut behandelt zu werden ist das Recht eines Nicht-Muslims unter dem Islam, nicht nur eine Sache der Höflichkeit.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 02 Jan 2012 - Zuletzt verändert am 02 Jan 2012
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> Islam und Nicht-Muslime
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Der Qur´an weist die Muslime an,
Nicht-Muslime höflich mit einem Geist der Freundlichkeit und Großzügigkeit zu
behandeln, vorausgesetzt, dass sie den Muslimen gegenüber nicht feindlich
gesonnen sind. Gott sagt:
“Gott verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht des Glaubens wegen
bekämpft haben und euch nicht aus euren Häusern vertrieben haben, gütig zu sein
und redlich mit ihnen zu verfahren; wahrlich, Gott liebt die Gerechten. Doch Gott
verbietet euch, mit denen, die euch des Glaubens wegen bekämpft haben und euch aus
euren Häusern vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben,
Freundschaft zu schließen. Und wer mit ihnen Freundschaft schließt - das sind
die Missetäter.” (Quran 60:8-9)
Al-Qarafi, ein klassischer muslimischer
Gelehrter, beschreibt die Tiefe der Bedeutung von „gütig zu sein und redlich mit ihnen zu verfahren”,
auf den obrigen Vers bezogen. Er erläutert den Ausdruck:
‘…Sanftmütigkeit den Schwachen gegenüber,
sie mit Kleidung zu versorgen, um sie zu bedecken und weich mit ihnen zu
sprechen. Dies muss mit Zuneigung und Gnade geschehen, nicht mit
Einschüchterung oder Herabwürdigung. Darüber hinaus könnten sie auch einige
lästige Nachbarn sein, die du zwingen könntest, wegzuziehen, aber du tust es aus
Freundlichkeit ihnen gegenüber nicht, nicht aus Angst oder finanziellen Gründen.
Auch um Rechtleitung für sie zu beten und damit sie die Ränge der mit
äußerlichem Lohn Gesegneten erreichen, sie in allen weltlichen und spirituellen
Dingen beraten, ihren Ruf schützen, wenn sie der Verleumdung ausgesetzt sind
und ihr Eigentum, ihre Familien, ihre Recht und ihre Angelegenheiten zu
verteidigen. Ihnen gegen Unterdrückung beizustehen und ihnen zu helfen, ihre
Rechte zu bekommen.’
Göttliche Befehle, Nicht-Muslime auf diese
Weise zu behandeln, wurden von den Muslimen sehr ernst genommen. Es waren
nicht einfach nur Verse zum Rezitieren, sondern es ist der Göttliche Wille, der
ausgeführt werden muss. Der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien mit ihm,
selbst war die erste Person, die die göttlichen Befehle in die Tat umgesetzt
hat, gefolgt von seinen Khalifen und den allgemeinen Gläubigen. Die
Lebensgeschichte des Propheten des Islam gibt viele Beispiele von seiner
freundlichen, toleranten Co-Existenz mit Nicht-Muslimen. Einige seiner
Nachbarn waren Nicht-Muslime und der Prophet war großzügig zu ihnen und machte
ihnen Geschenke. Der Prophet des Islam besuchte sie, wenn sie krank wurden und
handelte mit ihnen. Es gab eine jüdische Familie, der er regelmäßig Almosen
gab und die Muslime fuhren nach seinem Tod damit fort.
Als eine christliche Delegation von
äthiopischen Kirchen Medina besuchte, öffnete der Prophet seine Moschee für
sie, damit sie dort verweilen konnten, bewirtete sie großzügig und trug sogar
selbst das Essen auf. Er sagte:
“Sie waren großzügig zu unseren
Gefährten, daher möchte ich selbst großzügig zu ihnen sein...”
…damit bezog er
sich auf das Ereignis, als sie einer Anzahl von seinen Gefährten Asyl gewährt hatten,
die vor der Verfolgung von Arabien nach Abbessinien geflohen waren.
Bei einer anderen Gelegenheit kam ein jüdischer Mann namens Zayd
bin Sana zum Propheten des Islam, um eine Schuld zurückzufordern. Er packte
den Propheten an seiner Kleidung und seinem Umhang, zog den Propheten dicht vor
sein Gesicht und sagte: ´Muhammad, wirst du mir nicht mein Recht geben? Du und
euer Klan Banu Muttalib zahlen ihre Schulden nie pünktlich!´ ´Umar, einer der
Gefährten des Propheten, erzürnte sich und sagte: ´Feind Gottes, ich habe
wirklich gehörte, was du gerade zum Propheten Gottes gesagt hast. Ich schwöre
bei dem Einen, Der ihn mit der Wahrheit gesandt hat, wenn ich nicht fürchtete,
dass er mich tadeln wird, hätte ich mein Schwert genommen und deinen Kopf
abgeschlagen!´ Der Prophet blickte ruhig zu ´Umar und wies ihn sanft zurecht:.
“Umar, das ist nicht das, was wir von
dir hören sollten. Du hättest mir raten sollen, meine Schulden rechtzeitig zu
begleichen und ihn auf respektvolle Art bitten sollen, eine Entschädigung zu
suchen. Jetzt nimm ihn, begleiche die Schulden von meinem Geld und gib ihm
zwanzig Maß an Datteln.”
Der jüdische Mann
war von dem Verhalten des Propheten so angenehm überrascht, dass er auf der
Stelle seine den Islam annahm!
Die Gefährten des
Propheten Muhammad folgten seinem Beispiel in der Behandlung der Nicht-Muslime.
´Umar setzte eine dauerhafte Gabe für eine jüdische Familie ein, für die der
Prophet gesorgt hatte, als er noch lebte.
Er fand die Rechtfertigung für die Zuteilung von Geldern für die
Leute der Schrift in folgendem Qur´anvers:.
“Wahrlich,
die Almosen sind nur für die Armen und Bedürftigen und für die mit der
Verwaltung (der Almosen) Beauftragten und für die, deren Herzen gewonnen werden
sollen, für die (Befreiung von) Sklaven und für die Schuldner, für die Sache
Allahs und für den Sohn des Weges; (dies ist) eine Vorschrift von Allah. Und
Allah ist Allwissend, Allweise.” (Quran 9:60)
Abdullah ibn ‘Amr, ein berühmter Gefährte
des Propheten Muhammad, gab seinen Nachbarn regenmäßig Almosen. Er schickte
bei religiösen Anlässen seinen Diener mit Fleischportionen zu seinem jüdischen
Nachbarn. Der überraschte Diener befragte Abdullah über seine Sorge für seinen
jüdischen Nachbarn. Abdullah berichtete ihm die Aussage des Propheten
Muhammad:.
“Der Engel Gabriel hat mich so
unnachgiebig dazu aufgefordert, wohltätig zu meinem Nachbarn zu sein, dass ich
dachte, er würde ihn zu meinem Erben machen.”
Wenn wir uns der Geschichte zuwenden,
finden wir ein wunderbares Beispiel dafür, wie ein muslimischer Herrscher von
seinen Statthaltern erwartete, dass sie jüdische Bevölkerung behandelte. Der
Sultan von Marokko, Muhammad ibn Abdullah, erließ am 5.Februar 1864 nChr einen
Erlass:
‘An unsere Amtsdiener und Agenten, die
ihre Pflichten als bevollmächtigte Repräsentanten in unseren Territorien
erfüllen, richten wir folgenden Erlass:.
‘Sie müssen mit den jüdischen Bewohnern
unserer Gebiete dem absoluten Standard der Gerechtigkeit entsprechend
verfahren, der von Gott aufgestellt wurde. Der Jude muss vor dem Gesetz auf
einer gleichen Basis behandelt werden wie andere, so dass keiner die geringste
Ungerechtigkeit, Unterdrückung oder Missbrauch erleidet. Keinem von ihrer
eigenen Gemeinschaft oder von außerhalb darf es gestattet werden, irgendeinen
Angriff auf sie oder auf ihren Besitz zu begehen. Ihre Künstler und Handwerker
dürfen nicht gegen ihren Willen in Dienst genommen werden und ihnen muss dafür,
dass sie dem Staat dienen, voller Lohn gezahlt werden. Jegliche Unterdrückung
wird den Unterdrücker am Tag des Gerichts in Dunkelheit stehen lassen und wir
werden derartiges Unrecht nicht dulden. Jeder ist aus der Sicht unseres
Gesetzes gleich, und wir werden gegen jeden, der sich gegen Juden vergeht oder
sie angreift, mit göttlicher Hilfe vorgehen. Diesen Befehl, den wir hier
festgelegt haben, ist dasselbe Gesetz, dass seit jeher bekannt ist,
eingerichtet und festgelegt wurde. Wir haben diesen Erlass nur verfasst, um es
einfach zu bestätigen und jeden zu warnen, der wünscht, ihnen zu schaden, damit
die Juden sich sicher fühlen können, und diejenigen, die vorhaben, ihnen zu
schaden, durch noch größere Furcht abgeschreckt werden.’
Renault ist einer der unvoreingenommenen
westlichen Historiker, der die freundliche und faire Behandlung von Muslimen
den nicht-muslimischen Minderheiten gegenüber Anerkennung gezollt hat. Er
kommentiert:.
‘Die Muslime in den Städten des
islamischen Spaniens behandelten die Nicht-Muslime auf die bestmögliche Art. Im
Gegenzug zeigten die Nicht-Muslime Respekt für die Empfindlichkeiten der
Muslime und beschnitten ihre eigenen Kinder und enthielten sich des Essens von Schweinefleisch.’
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 12 von 13): Soziale Sicherheit
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Beschreibung: Arme und bedürftige Nicht-Muslime haben ein Anrecht auf soziale Sicherheit unter dem islamischen Gesetz. Beispiele aus der Geschichte, wo Nicht-Muslime von öffentlichen Geldern versorgt wurden.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Saleh al-Aayed)
Veröffentlicht am 09 Jan 2012 - Zuletzt verändert am 09 Jan 2012
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Die moderne Wohlfahrt stellt soziale
Mittel für ihre armen Mitbürger zur Verfügung, aber der Islam ist allen
Nationen im Aufbau sozialer Sicherheitsnetze voran gegangen. Das islamische Gesetz
hat finanzielle Versorgung für bedürftige Muslime durch Zakah (Pflichtalmosen)
und Sadaqa (freiwillige Almosen) gesichert. Mit der Zakah wurde den
wohlhabenden Muslimen die Fürsorge für die Armen zur Pflicht gemacht, während
es bei der Sadaqa der Diskretion des Einzelnen überlassen bleibt, den
Bedürftigen zu helfen. Soziale Sicherheit, die vom Islam bereitgestellt wird,
umfasst auch Nicht-Muslime. Das islamische Gesetz erfordert, dass der Staat
für seine Einwohner mit Behinderungen sorgt – Muslim oder Nicht-Muslim – die sie
vom Arbeiten abhält. Sie werden aus der Staatskasse versorgt, und der
Herrscher ist nachlässig, wenn er dies nicht tut. Es werden in der Geschichte
viele Fälle von Muslimen, die nicht-muslimischen Einwohnern soziale Sicherheit
gewährt haben, berichtet. Umar ibn al-Khattab, der zweite Khalif des Islam kam
einmal an einem alten, blinden Mann vorbei, der vor einem Haus bettelte. Umar fragte
ihn, welcher Religionsgemeinschaft er angehöre. Der Mann sagte, er sei
jüdisch. Umar fragte ihn dann: ´Was hat dich dazu gebracht?´ Der alte Mann
sagte: ´Frag nicht mich, frag ...Armut und das Alter.´ Umar nahm den Mann zu
seinem eigenen Haus mit, half ihm, mit seinem eigenen Geld, und befahl dann dem
Schatzmeister: ´Du musst nach diesem Mann und anderen wie diesem sehen. Wir
haben ihn nicht gerecht behandelt. Er hätte nicht die besten Jahre seines
Lebens unter uns verbringen sollen, um Elend in seinem Alter vorzufinden.´ Umar
erleichterte ihm und anderen in seiner Situation das Zahlen der Jizya.
Ein weiteres Beispiel finden wir in Khalid
ibn al-Walids Brief an das Volk der irakischen Stadt Hira. Er enthält die
Bedingungen des Waffenstillstands, die er ihm anbot:
‘Wenn Gott uns zum Sieg verhilft, werden
die Leute des Bundes geschont. Sie besitzen Rechte, die ihnen von Gott
versprochen wurden. Es ist der strengste Bund, den Gott einem Seiner Propheten
auferlegt hat. Sie haben sich auch an die Pflichten zu halten, die er ihnen
auferlegt und dürfen sie nicht brechen. Wenn sie erobert werden, werden sie
bequem mit allem leben, was ihnen zusteht. Mir wurde befohlen, von der Jizya
die Älteren auszunehmen, die nicht arbeiten können, die Behinderten oder die
Armen, die von ihrer eigenen Gemeinschaft Almosen erhalten. Die Staatskasse
wird sie und ihre Angehörigen versorgen, solange sie in muslimischen Ländern oder
in der Gemeinschaft muslimischer Emigranten leben. Wenn sie aus den
muslimischen Ländern ausziehen, haben weder sie noch ihre Angehörigen ein
Anrecht auf irgendeine Zuwendung.’
Bei einem weiteren Vorfall besuchte Umar
ibn al-Khattab, der muslimischen Khalif, die Stadt Damaskus. Er kam an einer
Gruppe christlicher Leprakranker vorbei. Er ordnete an, dass ihnen Almosen und
regelmäßige Nahrungsmittel gegeben werden.
Umar ibn Abdul-Aziz, ein anderer
muslimischer Khalif, schrieb an seinen Vertreter in Basra, Irak: ‘Such nach
Leuten des Bundes in deiner Gegend, die alt geworden sind und unfähig zu
verdienen und versorge sie mit regelmäßigen Zuwendungen aus der Staatskasse,
damit sie ihren Bedarf decken können.’
Einige der frühen Muslime
pflegten einen Teil ihrer Pflichtalmosen nach dem Ramadhan (zakat
ul-fitr) christlichen Mönchen zu geben, aufgrund ihres Verständnisses der
Qur´anverse:
“Gott verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht des
Glaubens wegen bekämpft haben und euch nicht aus euren Häusern vertrieben
haben, gütig zu sein und redlich mit ihnen zu verfahren; wahrlich, Gott liebt
die Gerechten. Doch Gott verbietet euch, mit denen, die euch des Glaubens
wegen bekämpft haben und euch aus euren Häusern vertrieben und (anderen)
geholfen haben, euch zu vertreiben, Freundschaft zu schließen. Und wer mit
ihnen Freundschaft schließt - das sind die Missetäter.”(Quran
60:8-9)
Letztendlich gibt es noch andere Rechte,
die wir hier nicht besprochen haben, weil wir annehmen, dass sie elementar sind
und für selbstverständlich gehalten werden, wie das Recht zu arbeiten, zu
wohnen, Transport, Bildung und so weiter.
Aber bevor wir dieses Thema beenden, würde ich gerne folgende
Beobachtung machen. Unsere Diskussion hat erläutert, wie Nicht-Muslime in
muslimischen Ländern Rechte genießen, die in Nicht-Muslimischen Ländern nicht
gewährt werden könnten. Einige Leser könnten mit Zurückweisung reagieren, dass
diese Rechte in der Vergangenheit existiert haben mögen, aber die Erfahrung von
Nicht-Muslimen, die in muslimischen Ländern heute leben, sei anders. Die
Beobachtung des Verfassers ist, dass Nicht-Muslime viele derselben Rechte heute
genießen, vielleicht sogar noch mehr. Gott, der Allmächtige, hat uns in
folgendem Vers befohlen, ehrlich zu sein:
“O
ihr, die ihr glaubt, seid auf der Hut bei der Wahrnehmung der Gerechtigkeit und
seid Zeugen für Gott, auch dann, wenn es gegen euch selbst oder gegen Eltern
und Verwandte geht. Ob der eine reich oder arm ist, so ist Gott beiden näher;
darum folgt nicht der persönlichen Neigung, auf daß ihr gerecht handeln könnt.
Und wenn ihr aber (die Wahrheit) verdreht oder euch von (der Wahrheit)
abwendet, so ist Gott eures Tuns kundig.”(Quran 4:135)
Außerdem, wenn wir die Bedingungen von
Nicht-Muslimen, die in muslimischen Ländern leben, mit denen von muslimischen
Minderheiten in nicht-muslimischen Ländern vergleichen, sei es heutzutage oder
in der Vergangenheit, sehen wir einen erheblichen Unterschied. Was geschah den
Muslimen während der Kreuzzüge, unter der spanischen Inquisition, im
kommunistischen China oder in der Sowjetunion? Was geschieht ihnen heute im
Balkan, Russland, Palästina und Indien? Es ist es wert, nachzudenken, und eine
Antwort auf der Grundlage von Gleichheit und eine Erklärung von Wahrheit und
Gerechtigkeit zu geben. Allah ist der beste Richter und Er sagt:
“O
ihr, die ihr glaubt! Setzt euch für Gott ein und seid Zeugen der Gerechtigkeit.
Und der Haß gegen eine Gruppe soll euch nicht (dazu) verleiten, anders als
gerecht zu handeln. Seid gerecht, das ist der Gottesfurcht näher. Und fürchtet
Gott; wahrlich, Gott ist eures Tuns kundig”(Quran 5:8)
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Die Rechte von Nicht-Muslimen im Islam (teil 13von 13): Schutz vor fremden Angriffen
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Beschreibung: Das Recht von Nicht-Muslimen durch das
Zahlen von Jizya gegen Angriffe von außen beschützt zu werden.
von IslamReligion.com (ursprünglich von Salehal-Aayed)
Veröffentlicht am 16 Jan 2012 - Zuletzt verändert am 16 Jan 2012
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Nicht-muslimische Einwohner haben ähnliche
Rechte, vor äußeren Feinden beschützt zu werden, wie sie ein muslimischer
Mitbürger auch besitzt. Die Zahlung der Jizya sichert den Schutz gegen
Angriffe von außen, Verteidigung gegen Feinde und dass Lösegeld für sie gezahlt
wird, wenn sie von einem Feind gefangen genommen werden.
Vor ein paar Jahrhunderten schrieb Ibn
Hazm, ein klassischer Gelehrter des Islam:
‘Wenn wir von einer feindlichen Nation
angegriffen werden, deren Ziel die Leute des Bundes sind, die unter uns leben,
ist es unsere Pflicht, vollkommen bewaffnet zu kommen und dazu bereit, im Kampf
für sie zu sterben, um diese Menschen, die durch den Bund mit Gott und Seinem
Gesandten geschützt sind, zu beschützen. Weniger als dies und sie
auszuliefern, wäre eine tadelnswerte Vernachlässigung des heiligen
Versprechens.’
In der Vergangenheit wurden viele
Beispiele von Muslimen berichtet, die ihr heiliges Versprechen den Dhimmis gegenüber
erfüllt haben. Der Gefährte des Propheten Muhammad, Abu Ubayda al-Jarrah, war
der Heerführer der Armee, die Syrien eroberte. Er traf mit dem Volk das
Abkommen, die Jizya zu zahlen.
Als sie die aufrichtige Treue der Muslime
spürten, widerstanden die syrischen Leute des Bundes den Feinden der Muslime
und standen den Muslimen gegen sie bei. Die Bewohner jeder Stadt sandten
einige aus ihrem Volk, um die Byzantiner auszuspionieren, die die Neuigkeiten
von der Versammlung der Byzantiner Armee zu den Befehlshabern von Abu Ubayda
überbrachten. Als die Muslime schließlich befürchteten, sie könnten nicht in
der Lage sein, für ihren Schutz zu garantieren, schrieb Abu Ubayda seinen
Befehlshabern, all das Geld, das sie als Jizya gesammelt hatten, wieder
auszuzahlen, mit folgender Nachricht für die Syrier:
‘Wir geben euch euer Geld zurück, weil uns
die Nachricht von den erwarteten Armeen erreicht hat. Die Bedingung für unsere
Vereinbarung ist, dass wir euch beschützen, und wir sind dazu nicht in der
Lage, deshalb geben wir euch das zurück, was wir von euch genommen haben. Wenn
Gott uns den Sieg gewährt, werden wir zu unserer Vereinbarung stehen.’
Als seine Befehlshaber das Geld
zurückzahlten und seine Nachricht überbrachten, lautete die Antwort der Syrier:
‘Möge Gott euch sicher zu uns zurück
bringen. Möge Er euch zum Sieg verhelfen. Wenn die Byzantiner an eurer Stelle
gewesen wären, hätten sie nichts zurück gegeben, sie hätten uns alles genommen,
was wir besitzen, und uns ohne etwas zurück gelassen.’
Die Muslime trugen den Sieg davon. Als
die Leute anderer Städte sahen, wie ihre Verbündeten geschlagen wurden,
versuchten sie, einen Waffenstillstand auszuhandeln. Abu Ubayda ging auf einen
Waffenstillstand mit allen von ihnen ein, mit allen Rechten, die er in den
ersten Verträgen gewährt hatte. Sie baten auch darum, dass die Byzantiner, die
sich unter ihnen versteckten, mit ihren Familien und ihren Besitztümern sicher
nach Hause zurück kehren dürften, ohne dass ihnen geschadet würde, was Abu
Ubayda zusicherte.
Da schickten die Syrier die Jizya und
öffneten ihre Städte, um die Muslime Willkommen zu heißen. Auf dem Heimweg
traf Abu Ubayda die Vertreter der Stadtleute und Dörfler, die ihn baten, den
Bund auf sie ebenfalls auszuweiten, worauf er gerne einging.
Ein weiteres Beispiel von Muslimen, die
die nicht-muslimischen Bewohner verteidigten, können wir in den Taten von Ibn
Taimiyya sehen. Er ging zum Anführer der Tartaren, nachdem sie Syrien
geplündert hatten, wegen der Freilassung ihrer Gefangenen. Der Führer der
Tartaren war damit einverstanden, die muslimischen Gefangenen freizulassen, aber
Ibn Taimiyya protestierte:
‘Wir werden erst zufrieden sein, wenn alle
die jüdischen und christlichen Gefangenen auch frei gelassen werden. Sie sind
Leute des Bundes. Wir geben keinen Gefangenen auf, weder von unseren eigenen
Leuten, noch von denen, mit denen wir ein Bündnis haben.’
Er beharrte darauf, bis die Tartaren alle
von ihnen frei ließen.
Außerdem haben muslimischen Juristen
gesagt, dass das Schützen von Nicht-Muslimen vor Angriffen von außen genauso
ene Pflicht ist, wie ihr Schutz vor inneren Schikanen. Al-Mawardi stellte
fest:
‘Die Zahlung der Jizya gibt den
Leuten des Bundes zwei Rechte; erstens: dass sie ungestört bleiben; zweitens:
dass sie behütet und beschützt werden. Auf diese Weise können sie in der
Gesellschaft sicher sein und werden vor Bedrohungen von außen beschützt.’
Islam betrachtet das Aufgeben des Schutzes
der nicht-muslimischen Einwohner als eine Form des Unrechts und der Unterdrückung,
die verboten sind. Gott sagt:
“…Und
den, der von euch Unrecht tut, werden Wir eine große Strafe kosten lassen.”
(Quran 25:19)
Deshalb wird das Schädigen oder Unterdrücken
der Leute des Bundes als eine schwer wiegende Sünde angesehen. Das
Aufrechterhalten der Verträge mit ihnen ist eine Verpflichtung für den
muslimischen Khalif und seine Vertreter. Der Prophet hat versprochen, am Tag
des Gerichts zugunsten des Dhimmi gegen jeden zu streiten, der ihm
geschadet hat:
“Wehe! Wer auch immer grausam und
hart zu einer nicht-muslimischen Minderheit ist, ihre Rechte beschneidet, ihnen
mehr aufbürdet, als sie ertragen können oder irgendetwas von ihnen gegen ihren
freien Willen nimmt; ich (der Prophet Muhammad) werde am Tag des Gerichts gegen
diese Person Beschwerde erheben.” (Abu Dawud)
Alle Beweise im islamischen Recht deuten
darauf hin , dass die Leute des Bundes zu schützen sind. Al-Qarafi, ein anderer
klassischer muslimischer Gelehrter schrieb:
‘Der Bund ist ein Vertrag, der Bedingungen
enthält, die für uns verpflichtend sind, denn sie stehen unter unserem Schutz
als Nachbarn und dem Bund Gottes und Seines Gesandten und der Religion des
Islam. Wenn jemand ihnen mit unangebrachter Sprache, Verleumdung, Belästigung
irgendeiner Art oder Schaden zufügt oder ein Helfer bei solchen Taten ist, dann
hat er den Bund Gottes, Seines Gesandten und des Islam auf die leichte Schulter
genommen.’
Umar, der zweite Khalif des Islam,
befragte die Besucher, die von den anderen Provinzen zu ihm kamen, um ihn zu
treffen, über die Situation der Leute des Bundes zu befragen, und er pflegte zu
sagen: ´Wir müssen wissen, dass der Vertrag immer noch bestätigt wird.’
Es wird berichtet, dass Umar auf seinem Sterbebett gesagt habe:
´Befehlt dem, der nach mir als Khalif kommt, die Leute des Bundes gut zu
behandeln, ihren Vertrag aufrechtzuerhalten und sie nicht mit Bürden zu
überlasten.’
Die Aussagen muslimischer Gelehrter und
die Handlungsweisen vieler muslimischer Herrscher demonstrieren das islamische
Engagement für die Rechte der Nicht-Muslime von den frühesten Zeiten an.
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