Die Schaffung eines Bewusstseins für die Umwelt (teil 1 von 4): Die Natur der Natur
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Beschreibung: Bevor man die Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt wirklich schätzen kann, muss man zuerst die Beziehung zwischen Mensch und Gott schätzen. Das Wesen der Schöpfung und die ursprüngliche Religion des Menschen.
von Ben Adam (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 14 Mar 2011 - Zuletzt verändert am 14 Mar 2011
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> Die Umwelt
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„Sein
ist das Königreich der Himmel und der Erde. Und zu Ihm werdet ihr
zurückgebracht." (Quran 39:44)
Der Islam lehrt, dass alles im Universum,
alle ökologischen Systeme und die Lebensformen, die sie unterstützen, erschaffen
wurden und erhalten werden von ihrem Herrn - Gott, dem Einen Wahren Gott, Gott.
Als solches haben menschliche Wesen tatsächlich mehr mit einem Fisch im Meer,
den Vögeln am Himmel und den wilden Tieren, die auf Erden kreuchen gemeinsam,
als mit Gott Selbst.
„Es
gibt kein Getier auf Erden und keinen Vogel, der auf seinen zwei Schwingen
dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären so wie ihr. Nichts haben Wir in dem
Buch ausgelassen. Vor ihrem Herrn sollen sie dann versammelt werden.“ (Quran 6:38)
Auch wenn der Mensch an der Spitze
der Nahrungskette steht, ist er immer noch ein Teil der Nahrungskette; während
der Schöpfer keinerlei Bedarf an Nahrung besitzt oder daran, Schutz zu suchen
oder sich fortzupflanzen. Diejenigen, die versäumen, diese Realität zu sehen
und die anstatt dessen ihre Mitmenschen als Anbetungsobjekte nehmen, tun gut
daran, über folgenden Vers nachzudenken:
“Der Messias, der Sohn der Maria, war nur ein Gesandter;
gewiß, andere Gesandte sind vor ihm dahingegangen. Und seine Mutter war eine
Wahrhaftige; beide pflegten, Speise zu sich zu nehmen. Siehe, wie Wir die
Zeichen für sie erklären, und siehe, wie sie sich abwenden.” (Quran
5:75)
Bemerkenswert ist an diesem Vers,
zu betonen, dass wenn jemand Nahrung haben muss, so muss er oder sie auch
urinieren usw., um sich von den Abfallprodukten der Nahrung zu befreien. Wie
weit entfernt ist Gott von derartigen physiologischen Bedürfnissen.
“Auch vor dir schickten Wir keine Gesandten, die keine
Speise aßen oder nicht auf den Märkten umhergingen...” (Quran
25:20)
Mit anderen Worten, obwohl die
Propheten, ihre Anhänger und die gläubigen Mitglieder ihrer Haushalte wirklich
die besten und rechtschaffendsten Geschöpfe Gottes waren, die jemals auf der
Erdoberfläche gewandelt sind, waren sie trotz allem Seine Geschöpfe, von
Ihm gesandt und völlig von Ihm abhängig, was ihr Leben, ihre Versorgung und ihre
Erlösung angeht. Bevor man daher die Beziehung zwischen Mensch und seiner
Umgebung einschätzen kann, muss man zuerst die Beziehung zwischen Mensch und
Gott schätzen.
Ubudiyya – dem Einen Gott dienen
Muslime glauben, dass die gesamte
Schöpfung in einem natürlichen Zustand der Unterwerfung zu ihrem Schöpfer
geschaffen wurde. Das bedeutet, da sich alle Dinge von Geburt an dem Einen
Gott unterwerfen, befinden sie sich in dem natürlichen Zustand des Islam – so
gesehen. Der Gepard, der die Gazelle jagt und die Gazelle, die vor dem
Geparden flüchtet, verhalten sich nicht nur so, weil Gott es so für sie
vorgeschrieben hat, sondern weil Er es so befohlen hat.
“Und Sein ist, wer in den Himmeln und auf der Erde ist. Alle
sind Ihm gehorsam.” (Quran 30:26)
Es ist nur so, weil die Schöpfung
genau dem Verlauf folgt, den Gott für sie bestimmt hat, dass wir
Ausgeglichenheit und Harmonie im gesamten Universum haben, die allgemein als
“die Naturgesetze” oder „die natürliche Ordnung des Universums“ bekannt sind. Dieser
Gehorsam der Welt um uns herum dem Göttlichen gegenüber in ihrem Handeln ihrer
eingeborenen Natur entsprechend, ist ein Zustand ständiger Dienstbarkeit und
Anbetung. Zahlreiche Passagen des Qur´an weisen auf diese Realität hin.
“Hast du nicht gesehen, daß Allah es ist, Den alle
lobpreisen, die in den Himmeln und auf Erden sind, und sogar die Vögel im
Schwebeflug? Jedes (Geschöpf) kennt seine eigene (Weise von) Gebet und
Lobpreisung. Und Allah weiß wohl, was sie tun.” (Quran 24:41)
“Die sieben Himmel und die Erde und alle darin lobpreisen
Ihn; und es gibt nichts, was Seine Herrlichkeit nicht preist; ihr aber versteht
deren Lobpreisung nicht. Wahrlich, Er ist Nachsichtig, Allverzeihend.”
(Quran 17:44)
“Da ist keiner in den Himmeln noch auf der Erde, der dem
Allerbarmer anders denn als Diener sich nahen dürfte.” (Quran
19:93)
Fitra – Die
ursprünglische Natur des Menschen
Auch Menschen wurden mit einer natürlichen
islamischen Veranlagung geschaffen, die als Fitra bekannt ist. Wenn
sie sich selbst überlassen würden, um ihrer Fitra oder „Natur“ zu
folgen, würden alle Menschen an den Tauhid (islamischen Monotheismus) glauben,
sie würden instinktiv ihren Schöpfer erkennen und wären geneigt, Ihn anzubeten
und allgemein gute Taten zu verrichten. Gott sagt im Qur´an:
“So richte dein Antlitz in aufrichtiger Weise auf den
Glauben; (dies entspricht) der natürlichen Veranlagung (Fitra), mit der
Allah die Menschen geschaffen hat. Es gibt keine Veränderung an Allahs
Schöpfung. Das ist der beständige Glaube. Allein die meisten Menschen wissen es
nicht.” (Quran 30:30)
Also kann mit Recht argumentiert
werden, dass Islam und damit alles, was für gut gehalten wird, einschließlich
Umweltbewusstsein, nicht notwendigerweise etwas ist, das indoktriniert werden
müsste, sondern einfach nur aus der Tiefe hinauf in das Bewusstsein des
Menschen aufgeweckt werden muss. Nur dann wird die Menschheit im Einklang mit
dem übrigen Universum leben. Nach alledem hat jede menschliche Seele, die
jemals gelebt hat und leben wird, mindestens einmal geschworen, ihren Schöpfer
erkannt zu haben.
“Und als dein Herr aus den Kindern Adams - aus ihren Lenden
ihre Nachkommenschaft hervorbrachte und sie zu Zeugen gegen Sich Selbst machte
(, indem Er sprach): "Bin Ich nicht euer Herr?", sagten sie:
"Doch, wir bezeugen es." (Dies ist so,) damit ihr nicht am Tage der
Auferstehung sprecht: "Siehe, wir wußten nichts davon."”
(Quran 7:172)
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Die Schaffung eines Bewusstseins für die Umwelt (teil 2 von 4): Mensch – Gottes Statthalter auf Erden
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Beschreibung: Der Mensch trägt die Bürde der moralischen Verantwortung und ist verantwortlich dafür, die Resourcen der Erde mit Bedacht zu verwenden – Resourcen, die Gott für jeden Bedarf bereitgestellt hat.
von Ben Adam (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 21 Mar 2011 - Zuletzt verändert am 21 Mar 2011
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“Und als dein Herr zu den Engeln
sprach: Ich mache auf der Erde einen Khalifa (Nachfolger), sagten sie: ´Machst
du dort einen, der dort Unheil anrichtet und Blut vergießt? Und wir preisen
Dich mit Deinem Lob, und Wir heiligen Dich!´ Er sprach: Ich weiß, was ihr nicht
wisst.’” (Quran 2:30)
Die Menschheit wurde durch ihren Vater Adam
als Khalifah – ein Begriff der gleichermaßen Nachfolger, Verwalter,
Vertrauter, Vizekönig und Hüter bedeutet - auf die Erde entsandt. Das
bedeutet, der Mensch wurde dafür verantwortlich gemacht, die Resourcen der Erde
mit Bedacht zu verwenden; Resourcen, die Gott für jeden Bedarf bereitgestellt
hat.
“Gott ist es, Der die Himmel und die
Erde geschaffen hat und vom Himmel Wasser herabgesandt hat und damit von den
Früchten hervorgebracht hat als Versorgung für euch, und Er hat euch die
Schiffe dienstbar gemacht, damit sie auf dem Meer fahren nach Seinem Auftrag,
und Er hat euch die Gewässer dienstbar gemacht, und Er hat euch die Sonne
dienstbar gemacht und den Mond, zwei Unermüdliche, und Er hat euch die Nacht
dienstbar gemacht und die Tageszeit...” (Quran 14:32-33)
“Seht ihr nicht, dass Gott euch
dienstbar gemacht hat, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Er euch
mit Seinen Wohltaten überhäuft, äußeren und inwendigen? Und unter den Menschen
ist mancher, der über Gott streitet ohne Wissen und ohne Rechtleitung und ohne
erleuchtende Schrift.” (Quran 31:20)
Also wurde die Erde zu einem bestimmten
Sinn und Zweck geschaffen: um es den Menschen leicht zu machen, ihre Aufgabe zu
erfüllen, zu der sie erschaffen wurden: ihren Schöpfer anzubeten und Ihm zu
dienen.
“Und Ich (Gott) habe die Ğinn und
die Menschheit zu nichts sonst geschaffen, außer dass sie Mir (Alleine) dienen.”
(Quran 51:56)
Obwohl die Erschaffung der Himmel
und der Erde in den Augen Gottes eigentlich viel großartiger ist, als die
Erschaffung der Menschheit [siehe Qur´an 40:57], tragen die Menschen eine
Verantwortung, die die Himmel und die Erde nicht tragen. In der Tat hat Gott
den Himmeln und der Erde angeboten, ihnen moralische Verantwortung zu
übertragen. Allerdings verstanden sie welches Gewicht von ihnen verlangt werden
würde und daher lehnten sie voller Respekt ab. Adam aber akzeptierte es, die
moralische Verantwortung im Namen der Menschheit auf sich zu nehmen. Ach!
Anders als ihr Vater waren und sind viele Nachkommen Adams
ungläubig, unfähig und unwilling, ihren Verpflichtungen treu zu sein.
“Wir haben ja das Anzuvertrauende den
Himmeln und der Erde und den Felsenbergen angeboten, da weigerten sie sich,
dass sie es tragen und schreckten davor zurück, und der Mensch hat es getragen,
er ist ja unrechthandelnd (sich selbst gegenüber) unwissend (in bezug auf die
Ergebnisse)...” (Quran 33:72)
Wenn der Mensch voller Glauben
seine Treuepflicht erfüllt, indem er Gott gehorcht und anbetet, wie es seiner
angeborenen Natur entspricht, erlangt er Gottes Zufriedenheit und Belohnung;
wenn er es nicht tut, braucht er Seine Vergebung. Zufällig ist der einzige
Grund dafür, dass eine Person falschen und erdrückenden Wünschen erliegt, dass
die Person sich selbst erlaubt, von ihrer Natur weggeleitet zu werden; vom
geraden Weg abzuweichen und die krumme Bahn einzuschlagen, die der Feind Gottes
und des Menschen eingeschlagen hat: Satan.
“Er (Satan) sagte: ´Hast Du Dir diesen
angesehen, den Du mehr als mich geehrt hast? Wenn Du mir Aufschub gibst bis
zum Tag der Auferstehung, ganz bestimmt überwältige ich seine Nachkommenschaft,
außer wenigen.” (Quran 17:62)
“Und er (Satan) hat gesagt: ´Ganz
bestimmt nehme ich von Deinen Knechten eine pflichtmäßige Zuteilung, und ganz
bestimmt lasse ich sie fehlgehen, und ganz bestimmt wecke ich Wünsche in ihnen,
und ganz bestimmt trage ich es ihnen auf, so dass sie ganz bestimmt dem Vieh
die Ohren einschneiden, und ganz bestimmt trage ich es ihnen auf, dass sie ganz
bestimmt die Schöpfung Allahs ändern´, - und wer sich den Teufel als
Schutzfreund nimmt, anstatt Gott, der hat schon ganz klaren Verlust erlitten. Er
macht ihnen Versprechungen und weckt ihnen Wünsche, und der Teufel verspricht
nichts außer der Verblendung.” (Quran 4:118-120)
So, nachdem wir nun die wichtigste
Realität über die natürliche Umgebung und unseren Platz darin kennengelernt
haben, die darin besteht, dass mit Ausnahme der Menschheit (und der Ğinn)
die gesamte Schöpfung belebt oder unbelebt, aus dem, was ihr angeborenen ist,
heraus Gott gehorcht und in Harmonie lebt, lernen wir ebenfalls, wie der Mensch
seinen unschuldigen, natürlichen Zustand zurückgewinnen kann: indem er Gott dient
und Ihm gehorcht. Und eine der großen und lobenswerten Taten des Gehorsams
ist, uns verantwortungsbewusst der Welt um uns herum gegenüber zu verhalten. Eine
Welt, die für den Zweck dieser Abhandlung, in zwei Hauptreiche oder Resourcen
aufgeteilt werden kann: die Dinge des Tierreichs und ihrer natürlichen Heimat.
“Gott ist es, Der euch das Meer
dienstbar gemacht hat, damit die Schiffe darauf fahren nach Seinem Befehl, und
damit ihr von Seiner Gunst erstrebt, und vielleicht seid ihr dankbar. Und Er
hat euch dienstbar gemacht, was in den Himmeln und was auf der Erde ist,
insgesamt von Ihm. Hierin sind ja bestimmt Zeichen für Leute, die nachdenken.”
(Quran 45:12-13)
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Die Schaffung eines Bewusstseins für die Umwelt (teil 3 von 4): Tierrecht und Unrecht
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Beschreibung: Die Behandlung von Tieren im Islam; aus dem Qur´an und den authentischen Überlieferungen des Propheten Muhammad.
von Ben Adam (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 28 Mar 2011 - Zuletzt verändert am 28 Mar 2011
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“Und Gott hat jedes Lebewesen aus Wasser erschaffen. Unter
ihnen sind manche, die auf ihren Bäuchen kriechen, und unter ihnen sind manche,
die auf zwei Beinen gehen, und unter ihnen sind manche, die sich auf vieren
fortbewegen. Gott schafft, was Er will. Wahrlich, Gott hat Macht über alle
Dinge.” (Quran 24:45)
In den überlieferten Texten des
Islam finden wir, dass Gott Tieren bei den Schicksalen von Völkern nicht
unbedeutende Rollen zukommen lassen hat. Schließlich werden wir im obrigen
Vers über unseren gemeinsamen Ursprung informiert: Wasser.
Bei der Geschichte des Volkes Thamud
beispielsweise wird uns gezeigt, wie der Islam die gute Behandlung von Tieren
fordert oder genauer gesagt, die schweren Folgen wenn sie misshandelt werden. Denn
erst nachdem die Thamud die wunderbare Kamelstute geschlachtet hatten, die Gott
ihnen als Zeichen gesandt hatte, nachdem sie das Tier bereits gequält hatten,
indem sie ihm das Trinkwasser verweigerten, hat Gott das Volk mit einem
einzigen Schrei zerstört.
“So leugneten die Tamud (die Wahrheit ihres Propheten Salih)
in ihrem Trotz. Als
der Unseligste unter ihnen auftrat, da sagte der
Gesandte Gottes zu ihnen: "Haltet euch von der Kamelstute Gottes und von
ihrer Tränke fern!" Sie aber bezichtigten ihn
der Lüge und töteten sie; darum kam ihr Herr (zur Vergeltung) für ihre Schuld
mit Seinem Zorn über sie und ebnete sie ein!” (Quran
91:11-4)
Um am besten einzuschätzen, wie
ernsthaft der Islam das hochhält, was in modernen Zeiten gemeinhin als
“Tierschutz” bezeichnet wird, und wie ernsthaft er jegliches Unrecht, das an
Tieren verübt wird, verurteilt, braucht man nichts weiter als die autentischen
Überlieferungen (ar. Ahadith) des Propheten Muhammad zur Rate ziehen. Es wird
kein ausführlicher Kommentar nötig sein, denn die Worte des Propheten, die oft
sehr emotionsgeladen und voller Mitleid für das Leiden der Vögel und Tiere
waren, sprechen laut für sich selbst, und sie zeigen lebendig die nie zuvor
gekannte „humanistische“ Sichtweise für die Mitgeschöpfe des Menschen. Einige
der vielen Aussprüche des Propheten Muhammad waren:
“Als ein Mann auf der Straße
ging, überkam ihn großer Durst. Da fand er einen Brunnen, er stieg hinein,
trank (bis er satt war) und kam dann wieder hinaus. Dort sah er einen Hund,
der sehr hechelte und die feuchte Erde fraß. Er sagte: ‘Fürwahr, dieser Hund ist
genauso durstig, wie ich es war.´ Da stieg er (nochmals) in den Brunnen hinab
und füllte seine Ledersocken mit Wasser. Seine Socken mit dem Mund haltend,
kam er wieder aus dem Brunnen heraus und stillte den Durst des Hundes. Dafür
dankte ihm Gott und vergab ihm seine Sünden.” Die Gefährten fragten: ‘O
Gesandter Gottes! Werden wir wirklich für die (freundliche Behandlung der)
Tiere belohnt?’ Der Prophet antwortete: ‘Es gibt einen Lohn für (die
Freundlichkeit für) jedes lebende Wesen.’” (Sahih Al-Bukhari, Sahih Muslim,
Abu Dawud)
“Eine Frau wurde wegen einer
Katze bestraft. Sie sperrte sie ein, bis sie starb, daher kam sie in das
Höllenfeuer. Sie hatte sie weder gefüttert noch ihren Durst gestillt, als sie
sie eingesperrt hielt, noch ließ sie sie hinaus, damit sie sich von den
Insekten der Erde ernähren konnte.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim, Ibn
Majah)
“Wer auch [nur] einen Spatz
ohne guten Grund tötet, den wird Gott darüber am Tag des Wiedererweckung befragen.”
(Ahmed)
“Benutzt keine Lebewesen als
Zielscheibe.” (Sahih Muslim)
“Ein früherer Prophet Gottes
wurde von einer Ameise gestochen und da hat er aus Wut angeordnet, das ganze
Nest der Ameisen zu verbrennen. Daraufhin rügte Gott diesen Propheten mit den
Worten: “Weil dich eine Ameise gestochen hat, hast du eine ganze Gesellschaft
verbrannt, die Mich lobpreist?“ (Sahih Al-Bukhari, Sahih Muslim)
“Derjenige, dessen Pferd eine
Quelle des Lohns ist, ist derjenige, der es für den Weg Gottes hält und mit einem
langen Seil auf der Weide oder in einem Garten anbindet. Eine solche Person
wird eine Belohnung erhalten, die dem entspricht, was das Seil dem Pferd
erlaubt, von der Weide oder dem Garten zu fressen. Und wenn das Pferd sein
Seil zerreisst und einen oder zwei Hügel überquert, dann zählen alle seine
Hufabdrücke und sein Dung als gute Taten für seinen Besitzer. Und wenn es an
einen Fluß kommt und davon trinkt, dann wird das ebenfalls als gute Tat für
seinen Besitzer gezählt.” (Sahih Al-Bukhari)
“Schneidet nicht den Schopf
eines Pferdes, denn der Anstand hängt an seinem Schopf; auch nicht seine Mähne,
denn sie schützt es; auch nicht seinen Schweif, denn es ist seine
Fliegenklatsche.” (Abu Dawud)
“Als ein Mann auf einer Kuh
ritt, drehte sie sich zu ihm und sagte: ‘Ich bin nicht zu diesem Zweck
geschaffen worden; ich bin zum Pflügen geschaffen worden.’” (Sahih Al-Bukhari)
Abdullah bin Abbas berichtete:
“Der Gesandte Gottes verbat,
Tiere zum Kampf auf einander loszuhetzen.” (Sahih Al-Bukhari, Sahih Muslim, at-Tirmidhi)
Abdur-Rahman bin Abdullah bin
Mas‘ud berichtete:
“Wir waren auf Reisen mit dem
Gesandten Gottes, und er verließ uns eine Weile lang. Während seiner
Abwesenheit sahen wir einen Vogel, der Hummara genannt wird, mit seinen beiden
Jungen und wir nahmen ihm die Jungen weg. Die Vogelmutter kreiste über uns in
der Luft, schlug in ihrem Leid mit den Flügeln nach uns, als der Prophet zu uns
zurückkam und sagte: ´Wer hat die Gefühle dieses Vogels verletzt, indem er
seine Jungen nahm? Gebt sie ihr zurück!’” (Sahih Muslim)
Jabir bin Abdullah berichtete,
dass der Prophet, als er an einem Esel mit Brandzeichen im Gesicht vorbeikam,
so wütend wurde, dass er ausrief:
“Möge Gott denjenigen verfluchen,
der ihn gebrannt hat.” (Sahih Muslim)
Aischa, die Frau des Propheten,
berichtete: “Ich ritt auf einem störrischen Kamel und wendete es ziemlich roh. Der
Prophet sagte zu mir:
‘Es ziemt sich, Tiere sanft
zu behandeln.’” (Sahih Muslim)
Yahya bin Said berichtete:
“Der Prophet wurde gesehen,
wie er das Gesicht seines Pferdes mit seinem Gewand wischte. Als er gefragt
wurde, warum er dies tue, antwortete er: ‘Letzte Nacht wurde ich von Gott dafür
gerügt, dass ich mein Pferd vernachlässigt habe.’” (Muwatta)
Abdullah bin Ja’far erwähnte, dass
der Prophet an einigen Kindern vorbeikam, die mit Pfeilen auf einen Widder
schossen; er wies sie zurecht, indem er sagte:
“Verstümmelt nicht das arme
Tier.” (an-Nasai)
Selbst ein flüchtiges Lesen der
Worte des Propheten wird gezeigt haben, welchen strengen Tadel das Schädigen,
Missbrauchen oder Entstellen von Tieren in dieser Welt hat und welche schlimme
Strafe im Jenseits; während das Schützen von Tieren und ihnen gegenüber Gnade
und Freundlichkeit zu zeigen, von Gott belohnt wird und einen Weg zur Vergebung
und Sühnung von Sünden darstellt. Es wird deutlich, dass der Islam den Schmerz
und das Leiden, das die Tiere sowohl körperlich als auch psychisch fühlen und
erfahren, erkennt und wie sie instinktiv bemerken, wenn ihnen Unrecht zugefügt
wird. Bemerkenswert ist, dass der Islam anerkennt, dass Tiere ein Bewusstsein,
natürliche Würde und sogar einzigartige individuelle Eigenschaften (ein Vogel
mit dem Namen „Hummara“, ein Esel mit dem Namen „Uqayr“ usw.) besitzen.
“Und Er hat die Erde für die Geschöpfe bereitet auf ihr sind
Früchte und Palmen mit Fruchthüllen und Korn auf Halmen und duftende Pflanzen. Welche der Wohltaten eures Herrn wollt
ihr beide da leugnen?” (Quran 55:10-13)
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Die Schaffung eines Bewusstseins für die Umwelt (teil 4 von 4): Gottes grüne Erde
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Beschreibung: Der gläubige Muslim als „Champion“ in Ökologie und Umweltbewusstsein.
von Ben Adam (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 04 Apr 2011 - Zuletzt verändert am 04 Apr 2011
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“Bei Ihm befinden sich die Schlüssel zum Verborgenen; nur Er
kennt sie. Und Er weiß, was auf dem Lande ist und was im Meer. Und nicht ein
Blatt fällt nieder, ohne daß Er es weiß; und kein Körnchen ist in der
Finsternis der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht in
einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.” (Quran 6:59)
Der Prophet Muhammad, sagte
einmal:
“Die Welt ist grün und
wunderschön und Gott hat euch zum Wächter darüber ernannt.”(Sahieh Muslim)
Die Erde grün, produktiv und für
Menschen und Tiere nutzbar zu erhalten, ist nach dem Islam eine außerordentlich
edle Sorge. Wir lernen vom Propheten, dass:
“Es gibt keinen von den
Gläubigen, der einen Baum pflanzt oder ein Korn sät, von dem dann ein Vogel
oder eine Person oder ein Tier isst, ohne dass es für ihn als wohltätiges
Geschenk betrachtet wird (für das er Gottes Zufriedenheit und Belohnung
erwarten darf).” (Sahieh Al-Bukhari)
Das Pflanzen von Vegetation ist so
eine wertvolle Tat aus der Sicht Gottes, dass es sogar als letzte Tat einer
Person auf der Erde empfohlen wird. Der Prophet sagte:
“Selbst wenn der Tag des
Gerichts (über euch) kommt, wenn einer von euch einen Palmensprössling in der
Hand hält, soll er ihn pflanzen.” (Ahmad)
Über die Frage des Anrechts auf Kraut
und die anderen Ressourcen, die für das Überleben und Wohlergehen der Menschheit
lebenswichtig sind, sagte der Prophet:
“Die Menschen in drei Dingen
Partner: Wasser, Kraut und (Brennstoff für) Feuer.” (ibn Maajah)
Im Islam steht fest, wenn die
lebenswichtigen Ressourcen auf der Erde nicht gerecht aufgeteilt werden, werden
die Gesellschaften geteilt in solche die haben und solche die nicht haben. Daher
werden jene Muslime, die dafür zuständig sind, Vorräte zu kontrollieren,
aufgefordert, ihren Mitteln entsprechend einerseits wohltätig und mitfühlend
den weniger glücklichen gegenüber zu sein und andererseits werden sie für das
Horten und die Verschwendung getadelt. Auf jeden Fall sichern die
verpflichtende, islamische Einrichtung der Zakah (Almosen für Arme), das
Verbot von Riba (Zinsen jeglicher Art) und das ethische Wirtschaftssystem
des Islam im allgemeinen, dass die Kluft zwischen Reichen und Armen nicht
unüberwindbar oder zumindest äußerst durchlässig wird.
“Und Er ist es, Der Gärten wachsen läßt, mit und ohne
Pfahlwerk, und die Dattelpalme und die Getreidefelder, deren Früchte von
verschiedener Art sind, und Oliven und Granatapfel (Bäume), einander ähnlich
und unähnlich. Esset von ihren Früchten, wenn sie Früchte tragen, doch gebet
davon am Tage der Ernte (dem Armen Zakah) seinen Anteil, seid (dabei
aber) nicht verschwenderisch! Wahrlich, Er liebt diejenigen nicht, die nicht
maßhalten.” (Quran 6:141)
Die Veranlassung nachhaltiger
Entwicklung – die Fähigkeit der gegenwärtigen Generation sich zu entwickeln,
ohne den Bedarf kommender Generationen zu beeinträchtigen – steht in vollkommendem
Einklang mit den Lehren des Islam. Heutzutage konsumieren 25% der
Weltbevölkerung über 75% der Weltressourcen. Das ist Unterschlagung,
Missbrauch und übermäßiger Gebrauch der Weltressourcen, die zu einem unhaltbaren
Verbrauch der Ressourcen führen. Was jene angeht, die für derartigen
Missbrauch verantwortlich sind, sie werden im Jenseits eine schlimme Quittung
dafür erhalten, wie der Prophet in seiner Aussage andeutet:
“(Von den)... drei Sorten von
Menschen, mit denen Gott am Tag der Wiedererweckung weder Worte austauschen,
noch sie ansehen wird… ist derjenige, der Zugang zu Wasser hat, es aber anderen
vorenthält. Gott wird zu ihm sagen: ´Heute werde Ich dir Meine Gnade
vorenthalten, so wie du anderen das vorenthalten hast, was du nicht erschaffen
hast.´” (Sahieh Al-Bukhari)
“Und Er ist es, Der euch zu Nachfolgern auf der Erde machte
und die einen von euch über die anderen um Rangstufen erhöhte, um euch durch
das zu prüfen, was Er euch gegeben hat. Wahrlich, dein Herr ist schnell im
Strafen; und wahrlich, Er ist Allvergebend, Barmherzig.” (Quran
6:165)
Tatsächlich sind der beschleunigte
Verlust der Artenvielfalt, die Zerstörung natürlicher Lebensräume, die
Verschmutzung und Zerstörung von Ökosystemen, nicht zu reden von der
weitläufigen Unterdrückung, unter derviele Bewohner der Welt leiden,
offenkundige Zeichen für die Verdorbenheit und Niederträchtigkeit auf der Erde.
“Wären nur unter den Geschlechtern vor euch Leute von
Verstand gewesen, die der Verderbtheit auf Erden hätten entgegensteuern können
- ausgenommen die wenigen, die Wir aus ihrer Zahl erretteten.” (Quran
11:116)
Wenn der Mensch versäumt, seine
Pflichten und seine Verantwortung dem Einem (Gott) gegenüber, der großartiger
ist als er, zu erfüllen, wie kann man dann von ihm erwarten, dass er denen gegenüber
pflicht- und verantwortungsbewusst ist, die er für geringer als sich selbst hält?
Wenn er dem Schöpfer gegenüber undankbar ist, wie kann der Mensch dann seinem
Mitmenschen Dankbarkeit zeigen – ganz zu schweigen von den dummen Tieren? Wenn
der Mensch sich wenig um das Gleichgewicht seiner guten Taten vor Seinem Herrn
kümmert, warum kann man dann erwarten, dass er sich um das Gleichgewicht in der
Welt um ihn herum kümmert?
“Siehe, er (der Frevler) dachte, daß er nie davon abkommen (und
zu Gott zurückkehren) würde. Wahrlich, sein Herr hat ihn wohl durchschaut.” (Quran
84:14-5)
Daher sollte sich die ganze
Menschheit in acht nehmen! Denn eines ist sicher: wir ernten, was wir gesät
haben. Alles, was wir im Leben tun, wird uns nach unserem Tod wieder begegnen;
wir, die menschlichen Wesen, denen die ganze Erde und ihre Geschöpfe aus einem
gerechten Grund unterworfen sind. Diese Tatsache allein sollte uns an die
Verantwortung erinnern, bei unserer Vorbereitung auf einen schicksalhaften Tag,
den Tag des Gerichts.
„Wenn die Erde in
aller Heftigkeit erbebt und wenn die Erde ihre Lasten herausgibt und wenn der
Mensch sagt: "Was ist mit ihr?" An jenem Tage wird sie ihre
Geschichten erzählen!” (Quran 99:1-4)
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