Das Schlachten von Nutztieren (teil 1 von 4): Die islamische Methode des Schlachtens
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Beschreibung: Ein Vergleich der modernen Schlachtetechniken und der Methode, die der Islam vorschreibt. Teil 1: Ein Blick auf die vorgeschriebenen Mittel, die ein Tier islamisch annehmbar zum Essen wandeln und ob es als Grausamkeit den Tieren gegenüber angesehen werden darf.
von M. Abdulsalam (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 13 Jun 2011 - Zuletzt verändert am 13 Jun 2011
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> Islamische Ordnung
> Gesundheit und Ernährung
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Obwohl sie weniger kompliziert und
empfindlich sind als die jüdischen Kaschrut oder jüdischen Speisegesetze,
stellt der Islam gewisse Regeln und Gesetze für Speisen auf. Alle Regelungen,
die sich mit diesem weltlichen Leben im Islam befassen, basieren auf Anordnungen,
die den Nutzen maximieren und Schaden reduzieren, und wenn der Schaden von einer
Sache den Nutzen, der daraus gezogen werden könnte, überwiegt, ist sie im Islam
allgemein verboten. Gott sagt:
“Sie
befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: "In beiden liegt
großes Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen...”
(Quran 2:219)
Aus diesem Grund hat der Islam bestimmte
Riten für das Schlachten von Tieren vorgeschrieben, um an ihrem Fleisch Nutzen
zu haben, und diese Vorschriften wurden erlassen, um den Schaden, den sie
verursachen können, wenn man sich nicht daran hält, zu vermeiden; bei den
meisten geht es um Gesundheit, ebenso wie darum, den Schmerzen, die das Tier
empfindet zu erleichtern.
Die islamische Methode des Schlachtens
Eine der Hauptbestimmungen für das
Erlaubtsein des Fleisches ist, dass es nach den Vorschriften der Religion
geschlachtet sein muss. Verboten ist jedes Tier, das eines natürlichen Todes
gestorben ist, erdrosselt, durch einen brutalen Schlag, einen Sturz auf den
Kopf, von Hörnern durchbohrt und das, was teilweise von wilden Tieren angefressen
wurde. Damit es zum Verzehr erlaubt ist, muss es dagegen durch einen Schnitt
durch den Hals geschlachtet worden sein, der die Luftröhre, die Speiseröhre,
die Halsvenen und Halsschlagadern durchtrennt, ohne das Rückenmark zu treffen.
Diese Methode ist tatsächlich die
menschlichste Methode ein Tier zu töten, um von seinem Fleisch Gebrauch zu
machen. Dies ist auch eine Methode, der der Kongress der Vereinigten Staaten
von Amerika zustimmte, wie in Sektion 1901 und 1902 (b), Chapter 48, Title 7, wo
folgendes geschrieben ist:
Der Kongress findet, dass der Gebrauch humaner Methoden bei der
Schlachtung von Nutzvieh vor unnützem Leiden bewahrt; daraus resultieren
sicherere und besseres Arbeitsbedingungen für Personen, die an der Schlachtung
beteiligt sind; eine Verbesserung von Produkten und Ökonomie des Schlachtens;
und es liefert noch anderen Nutzen für die Produzenten, Verarbeiter und
Konsumenten, die daraufhinarbeiten, einen geordneten Fluß an Nutzvieh und
Nutzviehprodukten dem innerstaatlichen und Fremdhandel zu bieten. Es ist daher
das erklärte Ziel der Vereinigten Staaten, dass das Schlachten von Nutzvieh und
der Umgang mit Nutzvieh in Verbindung mit dem Schlachten nur mit humanen
Methoden geschehen sollte.
Keine Schlachtmethode oder kein Umgang mit Nutzvieh in Verbindung mit
dem Schlachten darf für das öffentliche Ziel der Vereinigten Staaten angesehen
werden, solange sie nicht human ist. Eine der beiden folgenden Methoden des
Schlachtens und des Umgangs werden hiermit als human betrachtet:
(a) im
Fall von Rindern, Kälbern, Pferden, Mulis, Schafen, Schweinen und anderem
Nutzvieh, alle Tiere sollen durch einen einzigen Schlag oder Gewehrschuss oder
ein elektrisches, chemisches oder anderes Mittel, das schnell und effektiv ist,
schmerzunempfindlich gemacht werden, bevor sie gefesselt, hochgezogen,
geworfen, ausgenommen oder zerschnitten werden, oder
(b) durch
das Schlachten entsprechend der rituellen Vorschriften des jüdischen oder jeden
anderen religiösen Glaubens, der eine Schlachtmethode vorschreibt, bei der das
Tier Bewusstlosigkeit durch Anämie des Gehirns erleidet, verursacht durch
simultanes und unverzügliches Durchtrennen der Halsschlagadern mit einem
scharfen Werkzeug und der Umgang in Verbindung mit einer derartigen
Schlachtung.
Wie oben zu sehen ist, sichert diese
Schlachtmethode, dass das Tier möglichst wenig Schmerz verspürt und macht
gleichzeitig das Fleisch sicher zum Verzehr. Das schnelle Durchtrennen der
Blutgefäße des Halses unterbricht die Verbindung des Blutflusses zu den Nerven
im Gehirn, die für die Schmerzempflindung verantwortlich sind und deshalb fühlt
das Tier keinen Schmerz. Die Bewegungen und Laute, die das Tier eventuell nach
dem Schnitt macht, erfolgen nicht aufgrund der Schmerzen, sondern durch
Anspannung und Entspannung der Muskulatur aufgrund des Blutmangels. Diese
Bewegungen sind außerdem wesentlich dafür, dass möglichst viel Blut dem Körper
entweicht, was sehr wichtig ist, um das Fleisch zu reinigen, denn verbleibendes
Blut ist ein Medium, in dem sich Mikroorganismen vermehren, außerdem bleibt
das Fleisch so länger frisch. Ebenfalls wesentlich ist, dass die Luftröhre,
Speiseröhre und die Halsvenen in Verbindung mit den Halsschlagadern durchtrennt
werden, was einen schnellen Blutfluss aus dem System gewährleistet. Eine
Durchtrennung des Rückenmarks hingegen könnte zu einem Herzstillstand führen,
der eine Stagnation des Blutes in den Blutgefäßen zur Folge hätte aufgrund des
Schadens an den Nervensträngen, die zum Herzen führen.
Spürt das Tier bei dieser Methode Schmerzen?
Eine Studie mit dem Titel Attempts to
Objectify Pain and Consciousness in Conventional (captive bolt pistol stunning)
and Ritual (halal, knife) Methods of Slaughtering Sheep and Calves’(Versuche,
Schmerz und Bewusstsein bei konventioneller (Bolzenschuss) und ritueller
(halal, Messer) Methode der Schlachtung von Schafen und Kälbern zu
objektivieren), durchgeführt von Professor Wilhelm Schulze und seinem
Kollegen Hazim der Tierärzlichen Hochschule in Hannover, Deutschland, wurden
verschiedene Elektroden an unterschiedlichen Punkten des Schädels aller Tiere
implantiert, die die Oberfläche des Gehirns berührten. Nachdem sich die Tiere
mehrere Wochen lang erholt hatten, wurden einige Tiere auf islamische Art
geschlachtet, wie zuvor erwähnt durch die Durchtrennung von Luftröhre,
Speiseröhre, Halsvenen und Halsschlagadern. Andere Tiere wurden vor der
Schlachtung betäubt. Während des Experiments berichteten ein Elektroenzephalograph
(EEG) und ein Elektrokardiogramm (ECG) über den Zustand des Gehirns und des
Herzens aller Tiere im Verlauf der Schlachtung und Betäubung. Folgende
Ergebnisse wurden berichtet:
1. Die ersten drei Sekunden bei
der Schlachtung nach islamischer Art zeigten sich keinerlei Veränderungen auf
dem EEG, dies zeigt, dass das Tier keinen Schmerz während oder unmittelbar nach
dem Schnitt spürte.
2. In den folgenden drei Sekunden
berichtete das EEG einen Zustand, der tiefem Schlaf gleicht – Bewusstlosigkeit.
Dies erfolgt wegen der großen Blutmenge, die aus dem Körper strömt.
3. Nach den oben erwähnten sechs
Sekunden, berichtete das EEG den Nullpunkt, zeigt, dass keinerlei Schmerzgefühl
vorhanden ist.
4. Als die Gehirnströmung (EEG)
auf den Nullpunkt fiel, war das Herz noch am schlagen und der Körper zuckte
kräftig (ein Reflex des Rückenmarks), wodurch eine maximale Blutmenge aus dem
Körper getrieben wudre, daraus resultiert hygienisches Fleisch für den
Konsumenten.
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Das Schlachten von Nutztieren (teil 2 von 4): Moderne Schlachttechniken
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Beschreibung: Ein Vergleich der modernen Schlachtetechniken und der Methode, die der Islam vorschreibt. Teil 2: Ein Blick auf modern Techniken, die zum Schlachten benutzt werden und ob diese die Kriterien erfüllen, menschlich zu sein.
von M. Abdulsalam (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 27 Jun 2011 - Zuletzt verändert am 27 Jun 2011
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Moderne Betäubungstechniken vor dem Schlachten
Kritiker an der islamischen und ähnlich
auch an der jüdischen Prozedur beim Schlachten von Tieren bekämpfen die
Tatsache, dass 1902 (a) nicht eingeführt, sondern nur auf freiwilliger Basis
dazu aufgerufen wurde, dass Tiere, bevor ihre Kehlen geschnitten werden,
betäubt werden sollen. Dies hatte seine Begründung in der Behauptung, die
Betäubung würde das Tier schmerzunempfindlich machen, obwohl die bevorzugte
Ansicht ist, dass das Tier in fabrikähnlichen Schlachtgroßbetrieben dadurch leichter
zu kontrollieren ist.
Einige moderne Betäubungsmethoden sind
Folgende:
Mechanische Methoden:
·
Bolzenschuss Pistole (CBP): Diese Betäubungsmethode wird für sämtliches Vieh und Kaninchen
verwendet. Schwarzpulver (Patrone), Druckluft und Spannung treiben Bolzen
durch den Schädel des Tieres. Diese Art des Betäubens ist gängig für alle
Arten von Tieren. Die Art wird auf englisch ´captive´ (eingesperrt) genannt,
weil der Bolzen aus dem Zylinder geschossen wird, aber an der Pistole bleibt.
·
Erschütterungsbetäubung. Ein mechanisch arbeitendes Instrument schickt einen Stoß auf das
Gehirn und erschüttert das Gehirn. Wird verwendet für Rinder, Schafe, Kälber
und Kaninchen.
·
Freie Geschosse. Werden für Tiere verwendet, die schwer zu bändigen sind wie
Wildschweine, Bisons, Wild, Pferde oder in Notfällen.
Nach dem Betäuben
können die Tiere geschlachtet werden, das schließt ein Einführen einer (Kunststoff
oder) Metallrute in den Hohlraum, der von dem Bolzen verursacht wurde, ein, um
den unteren Teil des Gehirns zu zerstören und das obere Rückenmark
(„Rückenmarkzerstörer“, seit 2001 in EU verboten). Bei allen diesen Methoden
wird die Bewusstlosigkeit entweder durch Eindringen in den Schädel verursacht,
was eine Schädigung des Gehirns zur Folge hat, oder durch einen erschütternden
Schlag auf das Gehirn ohne Eindringen. Nach der Betäubung wird das Tier
gestochen, was die Blutversorgung des Gehirns unterbricht. Wenn die Tiere
betäubt und gestochen wurden, werden sie ausbluten gelassen, was zum Tod
führt. Die Industrie verlangt, dass das Herz nach dem Stechen so lange wie
möglich weiter schlägt, um sicherzustellen, dass so viel Blut wie möglich aus dem
Fleisch und den Blutgefäßen entweicht. Dies erhält offensichtlich die Qualität
des Fleisches und erhöht seine Haltbarkeit.
Elektrische Betäubung
·
Betäubung ausschließlich am
Kopf: Rinder, Schafe, Ziegen und Stauße werden mit
dieser Methode betäubt. Bei dieser Methode wird eine elektrische Zange an
beiden Seiten des Tierkopfes angelegt. Dann wird elektrischer Stom durch das
Gehirn fließen gelassen und dies führt vermutlich zu einem zeitweiligen Verlust
des Bewusstseins.
·
Betäubung
durch Herzstillstand: Verwendet für Rinder, Schafe, Schweine, Kaninchen und Ziegen. Ein
elektrischer Strom wird sowohl durch den Kopf als auch durch den Körper
geleitet, um gleichzeitig das Gehirn und das Herz zu überbrücken oder er wird
zuerst durch den Kopf und dann durch die Brust geleitet oder durch den Kopf und
den Körper zur gleichen Zeit.
·
Betäubung
im Wasserbad: Dies ist eine weitverbreitete
Betäubungsmethode für Hühner, Truthähne, Gänse und Enten. Bei dieser Methode
werden die Vögel mit dem Kopf nach unten an einem Fließband aufgehängt, das sie
zum elektrischen Wasserbad transportiert. Die Köpfe der Vögel werden
üblicherweise in dieses Wasser eingetaucht, was einen Elektroschock
herbeiführt. In den vergangenen Jahren wurde die Stärke des elektrischen Stomes
erhöht, um sicherzustellen, dass die Vögel an Herzstillstand sterben.
Vergasung
Vögel können auch betäubt werden, indem CO2
und Argongas verwendet wird, während sie in ihren Verschlägen sind. Schweine
werden ebenfalls mit CO2 vergast.
Erstechen
Bei dieser Methode wird ein Messer in die
Kehle oder in den Nacken des Tieres gestochen, was einen Gehirntod aufgrund des
schnellen Blutverlusts im Gehirns verursacht.
Fühlt das Tier bei dieser Methode Schmerzen?
Studien haben gezeigt, dass die Betäubung
des Tieres mit den erwähnten Techniken den Tieren unnötiges Leiden zufügt. Was
die Technik mit der Bolzenschuss Pistole (CBP) angeht, hat eine Studie an der
deutschen Universität folgende Ergebnisse bei den betäubten Tieren gezeigt:
1. Die Tiere waren offensichtlich
bald nach der Betäubung bewusstlos.
2. Das EEG zeigte unmittelbar nach
der Betäubung starke Schmerzen.
3. Die Herzen der mit CBP
betäubten Tiere hörten früher auf zu schlagen verglichen mit den Tieren, die
nach der Halal-Methode geschlachtet wurden, was ein Zurückbleiben einer
größeren Menge Blutes im Fleisch zur Folge hat. Dies wiederum ist für den
Konsumenten unhygienisch.
Obwohl die Tiere bewusstlos gemacht worden
waren, empfanden sie die starken Schmerzen von der Betäubung, ein Faktor, der
bei der islamischen Art und Weise nicht vorkommt.
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Das Schlachten von Nutztieren (teil 3 von 4): Die islamische Regelung bezüglich der Betäubung (1)
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Beschreibung: Ein Vergleich der modernen Schlachtetechniken und der Methode, die der Islam vorschreibt. Teil 3: Einer der Gründe, aus dem modernste Schlachtmethoden im Islam nicht empfohlen werden, ist der Schmerz, den das Tier verspürt.
von M. Abdulsalam (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 04 Jul 2011 - Zuletzt verändert am 04 Jul 2011
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Obwohl es kein besonderes Verbot im Islam
dafür gibt, das Tier vor dem Schlachten zu betäuben, steht nach bestimmten
Studien fest, dass es aus folgenden Gründe immer am besten ist, nicht zu
betäuben.
Schmerz
Der Islam ist eine Religion, der seine
Anhänger auffordert, der gesamten Schöpfung gegenüber Gnade zu erweisen. Er
verbietet, Tieren unnötigen Schaden zuzufügen. Sogar beim Schlachten denn der
Prophet sagte:
“Und wenn ihr schlachtet, dann
schlachtet auf die vollkommenste Weise.” (Sahieh Muslim)
Er befahl, dass man sein Messer vor dem
Schlachten schärfen soll.
“Schärfe deine Messer, damit ihr es
dem zu schlachtenden Tier leicht macht.” (Sahieh Muslim)
Der Gipfel der Gnade und des Mitgefühls
mit den Tieren ist, dass er sagte, dass man seine Messer nie in deren
Anwesenheit schärfen sollte und kein Tier in der Anwesenheit anderer Tiere
schlachten darf.
“Er befahl uns, dass wir unsere Messer
schärfen und außerhalb der Sichtweite der Tiere [schlachten].” (Ahmad)
In einem anderen Bericht:
“Der Prophet, Gottes Segen und
Frieden seien auf ihm, kam an einem Mann vorbei, der sein Messer schärfte,
während er seinen Fuß auf der Seite eines Schafes hatte (und es auf dem Boden
hielt) und es blickte zu ihm auf. Der Prophet sagte: ‘Hättest du das nicht
vorher tun können? Du willst es viele Male töten.’”
(al-Mundhiri)
Damit es effektiv ist, muss das Betäuben
mit der Bolzenschusspistole von gut ausgebildetem Personal durchgeführt und
eine besondere Patronenstärke verwendet werden. Wenn dies nicht der Fall ist
oder wenn die Pistole nicht korrekt angesetzt wird, erleidet das Tier die
Schmerzen für den falschen Schuss, und dann die Schmerzen für einen erneuten
Schuss, oder die angeblichen Schmerzen (obwohl das nicht wahr ist), bei
Bewusstsein erstochen zu werden. Wenn das Tier ohne Bolzenschuss geschlachtet
würde, hätte es keine oder weniger Schmerzen. In einem Bericht von 1996 sagte
das Wissenschaftliche Kommitee der Europäischen Kommission, dass: “bei 5 bis
10% der Rinder der Bolzenschuss nicht korrekt angewendet wird“, was nach VIVA
(Vegetarian International Voice for Animals) 230 000 Rindern in UK allein
entspricht. FAWC (Farm Animal Welfare association) berichtet: “Im Verlauf
unserer Besuche in Schlachthäusern, haben wir regelmäßig an Tierschädeln die
Seite des Bolzeneinschusses untersucht. Unserer Meinung nach gibt es viel zu
viele Fälle, in denen der Einschuss nicht an der empfohlenen Position oder in
ihrer Nähe eingetreten ist und ebenfalls Hinweise auf eine beträchtliche Zahl
von doppelten Schüssen (d.h. dass offensichtlich der erste Schuss sein
eigentliches Ziel verfehlt hatte).”
Dasselbe kann für das Betäuben mit
Elektroschock gesagt werden. Die Royal Society for the Prevention of Cruelty
to Animals (RSPCA) sagt: “Es gibt immer mehr wissenschaftliche Hinweise darauf,
dass einige Tiere, die elektronisch mit der Zange betäubt werden, wieder ihr
Bewusstsein erlangen, bevor sie am Blutverlust sterben.” Die Gründe dafür sind
sowohl unwirksamer Strom, der durch das Gehirn des Tieres fließt, als auch dass
die Tiere wieder zu Bewusstsein kommen, wenn der Zeitabstand zwischen Betäubung
und Erstechen 20 Sekunden überschreitet.
VIVA erklärt mit dieser Aussage, dass die
Betäubung mit dem Stromschlag nur am Kopf zwischen 20 und 40 Sekunden anhält,
während der Intervall zwischen dem Betäuben und dem Erstechen beim Schaf
immerhin 70 Sekunden dauert. Dies bedeutet, dass es etwa 5 Millionen Schafe
gibt, die wieder zu Bewusstsein kommen, nachdem sie elektrisch betäubt worden
sind, bevor sie am Blutverlust sterben.
Forschungen an der Universität Bristol
haben ebenfalls gezeigt, dass Schafe nach einem Elektroschock nicht in der Lage
sein mögen, Schmerzen zu empfinden; allerdings erleben sie Perioden vollen
Bewusstseins. Desweiteren gibt es keinen Beweis dafür, dass der
Bewusstseinsverlust sofort eintritt und manche Menschen wie der Neurophysiologe
Dr. Harold Hilman glauben, dass das Betäuben extrem schmerzhaft ist, er weist
darauf hin, dass Elektrokution von Gefangenen in manchen Ländern als
Foltermethode eingesetzt wird. Die Tiere können diese Schmerzen nicht durch
Schreien oder Bewegung zum Ausdruck bringen, denn der Elektroschock lähmt sie.
Unwirksame Betäubungen treten auch beim
Betäuben im Wasserbad auf, insbesondere bei Enten und Gänsen, denn sie neigen
dazu, ihre Köpfe zu heben, wenn sie in das Wasserbad kommen und ihre Köpfe sind
dann nicht völlig ins Wasser eingetaucht. Ein anderes Problem ist bei dieser
Methode, dass, obwohl es das Ziel dieser Methode ist, den Herzstillstand
herbeizuführen, “viele Vögel nicht richtig betäubt werden und vor der
Schlachtung wieder zu Bewusstsein kommen” laut RSPCA. Dies ist auch beim
Stechen der Fall, denn die Tiere können vor dem Tod wieder zu Bewusstsein
kommen.
Der Schmerz, den jedes Lebewesen durch
Erstickung fühlt, so wie es beim Vergasen der Fall ist, ist jedem Menschen klar
und braucht hier nicht weiter dargestellt zu werden.
Was beobachtet werden kann, ist, dass
obwohl diese Methoden dazu gedacht sind, die Schmerzen zu reduzieren, sie in
Wirklichkeit dazu führen, dass das Tier mehr Schmerzen ertragen muss, sowohl
durch die anfängliche Betäubung, als auch durch die folgenden Aktionen, wenn
die Betäubung falsch gemacht wurde. Dies verursacht dem Tier dann wieder
unnötige Schmerzen, was im Islam verboten ist.
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Das Schlachten von Nutztieren (teil 4 von 4): Die islamische Regelung bezüglich der Betäubung (2)
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Beschreibung: Ein Vergleich der modernen Schlachttechniken und der Methode, die der Islam vorschreibt. Teil 4: Zwei weitere Gründe dafür, dass die modernsten Schlachtmethoden im Islam nicht empfohlen werden, sind Dinge, die mit der Gesundheit und mit der Möglichkeit, dass sie das Tier zum Konsumieren unerlaubt machen, zusammenhängen.
von M. Abdulsalam (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 11 Jul 2011 - Zuletzt verändert am 11 Jul 2011
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Gesundheit
Entfernen des Blutes:
Es ist klar, dass das Entfernen des Blutes
vor dem Tod des Tieres für die Reinheit des Fleisches wesentlich ist. Bei den
verschiedenen Betäubungsmethoden kann das Tier nach der Betäubung einen
Herzstillstand erleiden, entweder unbeabsichtigt, wie bei der Betäubung, die nur
am Kopf gemacht wird, oder beabsichtigt, wie bei dem elektrischen Wasserbad,
das verwendet wird, um bei Geflügel einen Herzstillstand herbeizuführen. Aus
den Ergebnissen der Versuche in der Tierärzlichen Hochschule ging hervor, dass
die Herzen von mit der Bolzenschuss-Methode betäubten Tieren eher zu schlagen
aufgehört haben, als die der Tiere, die nach der islamischen Methode
geschlachtet worden waren, wodurch mehr Blut im Fleisch zurückbleibt. Das
Betäuben verursacht auch eine ‘Salz und Pfeffer’- Hämorrhagie, bei der die
kleinen Blutgefäße reißen und Blut in das Gewebe ausläuft. Alle diese
Techniken führen dazu, dass das Blut in den Gefäßen zurückbleibt und das
Wachstum von Mikroorganismen begünstigt.
Kontaminierung des Fleisches
Es wird befürchtet, dass das Betäuben ein
Faktor bei der Übertragung des Rinderwahns von Rindern auf den Menschen ist,
denn in einer Forschungsstudie an der Texas A&M University und der
Kanadischen Food Inspection Agency wurde festgestellt, dass bei einer Methode,
die pneumatisches Betäuben genannt wird (welche daraus besteht, ein
Metallgeschoss mit einer Pulverisierungskraft von 150 Pfund in das Gehirn der
Kuh zu schießen), eine solche Explosionskraft freigesetzt wird, dass sie
Gehirngewebe im gesamten Tier verstreute. Diese Neuigkeit ist beunruhigend,
denn das Gehirngewebe und das Rückenmark sind die infektiösesten Teile eines
Tieres mit Rinderwahn, die zu fatalen Löchern in Gehirn des infizierten Tieres
führen, das dann einem schweizer Käse ähnelt. Es ist noch beunruhigender zu
erfahren, dass 30 – 40 % der amerikanischen Rinder mit dieser Methode betäubt
werden.
Es wurde bei einem Experiment, das von Gregory
und Whittington 1992 durchgeführt und im Research in Veterinary Science unter
dem Titel Inhalation of Water During Electrical Stunning in Chickens
publiziert wurde, herausgefunden, dass “Hühner beim elektrischen Betäuben im
Wasserbad Wasser inhalieren können und es tatsächlich auch tun. Dagegen gibt
es im Moment kein Gegenmittel.” Es wurde ebenfalls bemerkt, dass Vögel während
des Betäubens ihren Darm entleeren können und dann können lebende Vögel das
durch Kot verunreinigte Wasser inhalieren, was deren Fleisch unhygienisch
macht, denn die Flüssigkeiten können aus den Lungen auslaufen und
Kontaminierungen hervorrufen.
Todesangst
Bei vielen dieser Betäubungstechniken
sterben die Tiere, bevor sie geschlachtet werden, entweder unabsichtlich wie
beim Betäuben mit dem Bolzenschussgerät und dem elektrischen Betäuben am Kopf
oder absichtlich wie beim Vergasen. Dies macht das Fleisch nach den Regeln des
Islam für die Konsumierung durch den Menschen unerlaubt, denn es fällt unter
die Kategorie des Verendeten.
Schlussfolgerung
Die Regelungen der Religion kommen von
einer göttlichen Quelle, dem Schöpfer von allem, das existiert; Einem, Dessen
Wissen von Seiner Schöpfung unendlich ist. Diese Tatsache spricht
notwendigerweise dafür, dass alle Dinge, die Gott in der Religion festgelegt
hat, dies aufgrund dieses göttlichen Wissens sind, und daher müssen sie in
jeder Hinsicht ultimativ sein. Wenn man die Regelungen, die die Religion des
Islam vorschreibt und empfiehlt, wird sich zeigen, dass sie unter allen
möglichen Umständen tatsächlich die besten und passendsten sind, und dass sie
einen gemeinsamen Nenner haben, einen maximalen Nutzen besitzen und den Schaden
reduzieren. Manche Menschen betrachten die islamische Methode zu Schlachten
als Grausamkeit an den Tieren, die Realität zeigt jedoch, dass gerade das
Gegenteil der Fall ist. Diese Beschuldigungen der Grausamkeit an den Tieren
sollten sich eher gegen diejenigen richten, die nicht nach der islamischen Art
schlachten, sondern lieber Methoden benutzen, die dem Tier Angst und Leid
zufügen und auch bei den Konsumenten des Fleisches Schaden verursachen können.
Quellen:
Is Islamic Slaughtering Cruel to Animals? Dr. Aisha
El-Awady
Is Stunning Animals Really Humane? Dr. Aisha
El-Awady
Going for the Kill. Juliet Gellatley BSc
(Zoology)
Sentenced to Death. Rebecca Smith
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